Ab wann baby greifen

Familie: Was Babys meinen, wenn sie schreien

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Der Hunger-Schrei: Wenn Babys etwas zu sich nehmen möchten, kündigen sie das mit einem anfangs fordernden Quengeln an, das bald in energisches Schreien übergeht. Beste Reaktion: Überlegen, wann die letzte Mahlzeit war. Brust oder Brei anbieten und schauen, was passiert!

Der Sehnsuchts-Schrei: Das Baby wacht auf und fühlt sich allein. Achten Sie auf einen kurzen „Kontakt-Laut“. Wenn sich keiner um das Baby kümmert, geht die Sirene los. Beste Reaktion: schnell sein und in den Arm nehmen!

Der Müdigkeits-Schrei: Das Baby reibt sich die Augen oder die Nase, es gähnt und meckert. Kann ein Baby trotz extremer Müdigkeit nicht einschlafen, schreit es – und zwar immer dramatischer. Beste Reaktion: abwarten, aber in der Nähe bleiben. Babys ab sechs Monaten schlafen nach einer kurzen Heulphase oft von alleine ein.

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Der Stress-Schrei: Das Baby macht den Rücken steif, ballt die Hände, stößt kurze, schrille Schreie aus – es will einfach in Ruhe gelassen werden. Beste Reaktion: sofort für Stille sorgen und Lärmquellen ausschalten. Oft hilft das vertraute Bett.

Der Langeweile-Schrei: Das Baby strampelt, rudert mit den Armen. Seine Schreie sagen: „Leute, unternehmt was mit mir“. Beste Reaktion: mit dem Kind reden, seine Mimik und seine Laute nachahmen, aber auch ganz normal sprechen. Die Gesichter und Stimmen von Mama und Papa hat es am liebsten.

Der Schmerz-Schrei: Eindeutig der schrillste und intensivste Schrei-Laut. Beste Reaktion: Genau nachschauen, wo es zwicken könnte. Ob der Po wund ist oder sich womöglich ein Haar um einen Zeh gewickelt hat. Bei häufig undefinierbaren Schmerz-Attacken zum Kinderarzt gehen!

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So lernt Ihr Baby greifen

Alles im Griff! – So lernt das Baby greifen

Ein Baby kommt mit einem angeborenen einfachen Greifreflex auf die Welt, der allerdings nach einigen Monaten verschwindet. Erst nach und nach lernt der kleine Mensch, seine Hände gezielt einzusetzen. Dinge sehen, betasten, befühlen und damit hantieren – unzählige sinnliche und motorische Erfahrungen gehören dazu. Die wichtigsten Entwicklungsschritte machen die Kleinen bereits im ersten Lebensjahr.

Bis ein Baby gezielt nach Gegenständen greifen und sie bewusst wieder loslassen kann, macht es viele sinnliche Erfahrungen, die zugleich seine kognitiven Prozesse anregen.
Zunächst zupfen die kleinen Hände eher zufällig an Kleidungsstücken oder an der Bettdecke – das so genannte taktile Greifen. Wenn das Kind etwa im dritten Monat in der Rückenlage die Arme hebt, kann es seine Hände sehen. Jetzt beginnt es, mit den Fingern zu spielen und hält eine in die Hand gegebene Rassel fest. Wachsam beobachten die Augen dabei alles, was die Hände tun. Im fünften Monat setzt das Kleine dann auch den Mund ein, um ein ge-naueres Bild von Form und Größe der ergatterten Gegenstände zu gewinnen. Bei der Greifentwicklung spielen die Sinne eine wichtige Rolle: nicht nur Sehen, Fühlen und Betasten, sondern ebenso das Schmecken, Riechen und Hören. Die Eigenschaften der Spielzeuge nimmt das Baby mit allen Sinnen gleichsam wahr.

Eltern sollten es darum auch zulassen, dass manche Dinge immer wieder in den Mund wandern.
Wichtig ist, dass ein Gegenstand die empfindliche Mundhöhle nicht verletzen oder das Kind ihn nicht verschlucken kann und dass die Oberfläche ungiftig ist. Mal die eine, mal die andere Hand!

Mit fünf bis sechs Monaten greift das Baby gezielt nach Spielzeugen, wechselt sie von einer Hand in die andere und kann zwei Dinge gleichzeitig halten. Es spielt mit ihnen, klopft sie aneinander oder auf den Boden und wirft sie wieder weg. So lernt das Kind, beidhändig zu spielen, aber auch mit jeder Hand isolierte Bewegungen auszuführen. Dabei prägt sich mit der Zeit eine Halte- und eine Aktionshand aus. Bei feineren Tätigkeiten setzt es mit der Zeit häufiger die geschicktere Hand ein, die dadurch immer dominanter wird. Das leitet bereits die Rechts- oder Linkshändigkeit ein, die sich bis Mitte des zweiten Lebensjahres entwickelt.

Mit sechs bis sieben Monaten kann das Baby den Daumen seinen übrigen Fingern gegenüberstellen und im „Pinzettengriff“ kleinere Dinge greifen.
Erst mit der Zeit beugen sich dabei Zeigefinger und Daumen. Somit kann das Kind etwa im zehnten Monat schon Krümel und Fusseln aufsammeln. Diesen „Kneifzangengriff“ verfeinert es über das erste Lebensjahr hinaus noch weiter, bis es die Finger koordinieren und fein dosiert einsetzen kann. Diese Fähigkeit braucht es später vor allem zum Malen und Schreiben.

Jedes Kind lernt individuell

Doch was, wenn die Entwicklung bei einem Baby nicht so verläuft? „Um ein bis zwei Monate können sich die einzelnen Entwicklungsschritte verzögern, ohne dass dies ein Grund zur Beunruhigung wäre“, betont Ergotherapeutin Annette Kosel vom Sozialpädiatrischen Zentrum des Kinderkrankenhauses in Köln. „Früh geborene Kinder dürfen sich sogar noch mehr Zeit mit diesen Entwicklungsschritten lassen. Auffällig verzögert ist die Greifentwicklung erst, wenn ein Kind am Ende des zweiten Lebensjahres noch immer mit der ganzen Hand greift.“

Eltern können dem Nachwuchs bei der Entwicklung helfen.
Am besten geben sie ihrem Baby ganz unterschiedliche Materialien zum Spielen: feste und raue, weiche und flauschige, runde oder glatte… Geeignet sind auf Sicherheit geprüfte Babyspielsachen aus Holz, Plastik oder Stoff, aber auch Alltagsgegenstände wie Kochlöffel, Papprollen oder kleine Tücher. So kann das Kind im ersten Lebensjahr unzählige Erfahrungen machen – und hat schon bald alles im Griff!

Zum Thema: Wird mein Baby Links- oder Rechtshänder?

Je nach Baby kann sich dieser Trend unterschiedlich anzeigen. Üblich zeigt sich circa nach einem Jahr, ob Ihr Baby in Zukunft mit der linken oder rechten Hand schreiben wird. Es zeigt jedoch zunächst einen Trend an. Erst nach dem 2. Geburtstag entschiedet es sich, welche dominante Hand Ihr Kind haben wird.

Den sogenannten „Pinzettengriff“ – wenn Ihr Baby mit dem Zeigefinger und Daumen greift- wird es etwa nach dem ersten Lebensjahr durchführen. Voher ist es noch nicht fähig Gegenstände so zu greifen.

Ist das für Ihr Kleines gut eingeübt, werden Sie schnell merken, dass Ihr Baby noch schneller begreift, dass man kleine Klötze etc. auch hervorragend werfen kann! Besonders wenn Mama und Papa die Sachen immer fleißig wieder aufheben – ein sehr schönes Spiel. Vielleicht können Sie zu diesem Zeitpunkt auf weichere Bälle zum spielen anbeiten.

Tipp:

Ist Ihr Baby schon etwas größer? Bieten Sie Ihrem Baby Fingerfood an, kleine Gemüsesticks eigenen sich super für solche Versuche. So können Sie Ihr Baby ermutigen zu greifen. Alternativ kann natürlich auch etwas Süßes wie eine Banane oder Äpfel verwendet werden. EInfach aufprobieren, was Ihrem Racker besser schmeckt!

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Über Verena Janssen

Die 38-Jährige Autorin und Mutter lebt mit ihrem Mann und ihren Kindern Paul Oskar (7) und Ella Marie (4) in schönen Fulda. Sie liebt Musik und versucht momentan ihren Kindern das Klavier spielen beizubringen. Wenn sie mal etwas Zeit für sich hat, powert sie sich beim Volleyball spielen aus.

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Was ist Muskelhypotonie?

Muskelhypotonie ist mehr als ein Symptom, selbst wenn sie im medizinischen Sinn nicht als eigenständige Krankheit verstanden wird. „Die Muskelhypotonie ist das Chamäleon der Kinderneurologie“ (Enders 2003, S. 516).

Muskelhypotonie hat viele Schattierungen, die ein unklares diagnostisches Relief ergeben, sofern keine Erkrankung zugrunde liegt. Die ersten Lebensjahre sind von Antriebslosigkeit und fehlender Vitalität überschattet. Im späteren Alter arrangieren sich die betroffenen Kinder mit ihren Defiziten und kompensieren diese bisweilen fantasie- und humorvoll.

Muskelhypotonie wächst sich jedoch nicht aus, wie einige Fachleute meinen (benigne Muskelhypotonie). Die Symptome erscheinen dezenter und werden im Laufe der Jahre von erworbenen Fähigkeiten überlagert, sodass sie nicht mehr vorrangig das Verhalten bestimmen. Den verschiedenen Verfärbungen eines wechselwarmen Reptils wie dem Chamäleon auf die Schliche zu kommen, ist nicht so einfach.

Frühe Symptome

  • Das Baby erwidert den Blickkontakt trotz liebevoller Zuwendung nicht.
  • Es wendet den Kopf und Blick nicht zu interessanten Dingen.
  • Das Kind beobachtet wenig die Umgebung, es wirkt teilnahmslos.
  • Neben oder nahe vor dem Kind liegende Objekte werden nicht beachtet,
  • es beugt sich nicht vor und greift nicht danach.
  • Die Augen wirken irritiert bei sich schnell bewegenden Objekten, z. B. Ball.

Nach diesen ersten Beobachtungen wird manchmal der Verdacht auf eine Autismusspektrumstörung ausgesprochen. Die kann ausgeschlossen werden, wenn für Muskelhypotonie typische Haltungs- und Bewegungsauffälligkeiten hinzukommen:

  • Das Baby strampelt wenig. Die Beine liegen gestreckt wie auseinander gefallen auf der Matratze. Es verdreht die Füße nach außen. In Rückenlage stemmt es die Fersen nicht gegen den Widerstand der Unterlage und beim Wickeln nicht gegen den Körper der Eltern.
  • Beim Hochnehmen und Tragen wirkt die Haltung puppenartig mit schlenkernden, baumelnden Gliedmaßen. Das Kleine fühlt sich schwer an und droht zu entgleiten. Es hält sich nicht fest, sondern lehnt sich an oder überstreckt sich.
  • Die Körperhaltung sieht schief aus, asymmetrisch, im Liegen, Sitzen und beim Tragen. Der Kopf verrutscht immer wieder aus der Körpermitte zur Seite, bevorzugt zur selben Seite.
  • Das kleine Kind greift nicht mit beiden Händen nach dem Spielzeug, lässt oft etwas fallen. Beim Greifen wird eine Hand bevorzugt, die andere wenig zum Spielen genutzt. In Rückenlage werden die passiven Arme zum Ohr hin angewinkelt, oder sie hängen beim Tragen nach unten.
  • Das hypotone Baby spielt ungern oder nie in der Bauchlage. Es hat große Mühe auf dem Bauch liegend, den Kopf zu heben. Meist sinkt dieser nach kürzester Zeit ab und wird bevorzugt zu einer Seite zwischen den Armen abgelegt. Die Unterarme sind unter dem Bauch eingeklemmt oder rutschen zu weit nach vorne, abstützen gelingt nicht.
  • Das Kind „hilft“ beim Anziehen nicht mit, streckt die Arme und Beine nicht entgegen.
  • Es nimmt weder Hände, noch Füße und Objekte in den Mund. Das Ausbleiben der Hand-Fuß-Mund-Koordination ist ein sicheres Zeichen für Muskelhypotonie.

Bei kinderneurologischen Untersuchungen sind die angeborenen primären Reaktionen (veraltet „Reflexe“) nur schwach und verzögert auslösbar, nie überreaktiv. Wenn die Saugreaktion abgeschwächt ist, besteht eine Trinkschwäche. Der Säugling kann nicht gestillt werden, schläft ein beim Trinken.

Die Diagnose, die bei den Vorsorgeuntersuchungen gestellt wird, lautet häufig „Entwicklungsverzögerung“. Der Säugling kommt verspätet zum Sitzen, krabbelt nicht, sondern zieht sich in den Stand hoch, lässt die Körperdrehung und die Hockstellung aus.

Im Kindergartenalter

  • Das Kind ist unsicher beim Klettern, traut sich nicht abwärts.
  • Die Kraft zum Hüpfen aus dem Stand (ohne Trampolin) ist eingeschränkt.
  • Es erlernt nicht selbst zu schaukeln, lässt sich anschupsen.
  • Das Kind vermeidet zu balancieren.
  • Die Bewegungen wirken nicht geschmeidig, sondern eckig und ruckartig.
  • Das Kind ist evtl. geräuschempfindlich, zieht sich in lauten Gruppen zurück.
  • Die Sprache klingt verwaschen, die Satzbildung ist ungenügend.
  • Das Kind zeigt wenig Selbstwirksamkeit, verhält sich passiv, probiert selten Neues aus.
  • Es vermeidet ausdauernde feinmotorische Tätigkeiten.
  • Das Kind verschüttet Flüssigkeit, lernt nicht sein Brot schmieren, oder Obst schälen.
  • Es ist langsam und unselbstständig beim Anziehen.
  • Verschlüsse bereiten ihm Schwierigkeiten.

Manchmal sind die Eltern lange Zeit ahnungslos und übersehen die besonderen Probleme ihres Kindes. Unsicherheit und Defizite können sich hinter einer verlängerten symbiotischen Bindung an die Eltern verbergen. Oft fällt der sensomotorische Entwicklungsrückstand den Erzieherinnen im Verhalten des Kindes in der Gruppe mit Gleichaltrigen auf.

Im Schulalter

Wenn die Muskelhypotonie in den ersten Kinderjahren, bestenfalls im Säuglingsalter, noch nicht erkannt worden ist, so entwickeln Schulkinder mit muskulärer Instabilität Kompensationsstrategien und verhaltenstypische Merkmale:

Beim Sitzen sind sie ständig mit der Suche nach der aufrechten Haltung beschäftigt. Sie rutschen an die Stuhlkante, wippen, stützen den Kopf auf, nesteln an Kleidung und Utensilien. Das ausdauernde Schreiben in Schreibschrift fällt ihnen schwer. Sie geben sich Mühe, und trotzdem ist die Schrift eckig, nicht auf der Linie, bisweilen unleserlich.

Die Ermüdung von Hand und Arm kompensieren einige Kinder mit dem Abwechseln der Hände, auch beim Schreiben. Die Präferenz für Rechts- oder Linkshändigkeit ist nicht immer klar erkennbar.

Die muskuläre Instabilität äußert sich als motorische Unruhe, Hyperkinesie. Dieses motorisch bedingte Verhalten wird generell als Aufmerksamkeitsdefizit gesehen, leider auch von Fachleuten. Ausdauer erfordernde feinmotorische Tätigkeiten, die mit Sitzen verbunden sind, bringen Kinder mit instabiler Körperhaltung an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit. Es kann zu „Fadenrissen“ kommen. Man sollte jedoch nicht generell davon ausgehen, dass unruhig sitzende Kinder unkonzentriert sind, sondern ihnen Stehpulte, Wipphocker und Bewegung anbieten.

Einige älter werdende Kinder mit Muskelhypotonie werden zunehmend bewegungsarm, vermeiden die Teilnahme am Schulsport, Ausdauer und Geräteturnen ist ihnen kaum möglich. Die meisten dieser Kinder turnen und toben jedoch gerne. Sie bewegen sich schnell und ruckartig, sie können sich nicht langsam und vorsichtig bewegen,

  • nicht auf einem Bein stehen, nicht balancieren,
  • sich nicht seitwärts und rückwärts bewegen,
  • nicht in Hockstellung etwas vom Boden aufheben,
  • nicht im Halbkniestand oder Hockstellung verweilen,
  • beim Purzelbaum nicht abrollen.
  • Die Sprungkraft ist vermindert, das Hüpfen nicht gleichmäßig rhythmisch.
  • Hampelmann und Seilspringen sind schwer erlernbar.
  • Bei Ballspielen fehlt Armschwung und Wurfkraft.
  • Beim Schwimmen kann der Kopf nicht über Wasser gehalten werden.
  • Viele lernen Fahrradfahren und manche Inlineskaten.
  • Beim Abbiegen können sie die Hand jedoch nicht vom Lenker lösen.
  • Sie sitzen ungern und unruhig, meist an der Stuhlkante.
  • Im Stehen senkt sich das Fußgewölbe unter Belastung ab, Knick-Senkfüße treten auf. Auch hypotone Plattfüße kommen vor.

Hyperkinetisches Bewegungsverhalten ist ein Kardinalsymptom verminderter Haltungskontrolle in Ruhe und kann aus neurophysiologischer Sicht in Verbindung mit muskulärer Hypotonie interpretiert werden.

Koordinationsstörungen werden heute unter dem Begriff „Umschriebene Entwicklungsstörungen motorischer Funktionen, kurz UEMF“ zusammengefasst. Der Aspekt der muskulären Instabilität wird dabei vermisst.

Therapieempfehlungen

Im Säuglingsalter wirkt eine neurophysiologische Behandlung schnell und nachhaltig. Eltern geben der Castillo Morales®-Therapie den Vorrang, siehe Seiler (2017) S. 134 in „Nicht verzagen trotz Muskelhypotonie – Perspektiven bei Entwicklungsverzögerungen“. Speziell geschulte Physiotherapeuten behandeln Säuglinge neurophysiologisch, eine Zusatzqualifikation, ein Zertifikat ist erforderlich.

Reittherapie, Hippotherapie, wirkt sich positiv auf die Körperhaltung und Sitzhaltung aus. Die Bewegungen des Pferdes beeinflussen den Muskeltonus günstig. Trampolinspringen auf einem federnden Untergrund wirkt tonusregulierend und ausdauerfördernd. Es ist für heranwachsende Kinder und Jugendliche mit hypotoner Haltung unerlässlich als Bewegungsausgleich zu langem Sitzen. Lesen Sie dazu mehr in Seiler (2010) S. 200-202 in „Chancen für Kinder mit Muskelhypotonie und Entwicklungsverzögerung“.

In jahrzehntelanger Erprobung entwickelte ich eine neuromuskluäre Therapie zur Behandlung von Muskelhypotonie, Muskelschwäche und zerebralen Bewegungsstörungen, die Bewährtes aus dem Castillo Morales®-Konzept ergänzt und erweitert. Sie wirkt effizient bei genetischen Syndromen, früh geborenen und ausgeprägt entwicklungsverzögerten Kindern.

Your Baby’s Hand Control

phloxii/

Newborn to 1 month

Your newborn’s hands remain tightly clenched during her first month. But pry open her tiny fist with your finger and you’ll be surprised by her mighty grip. This is just a reflex — your baby won’t be able to deliberately hold objects for a while. And though they fascinate her, she hasn’t yet discovered that her hands are a part of her body. At around 6 weeks she’ll grasp one hand with the other and try to pry it open herself.

2 to 3 months

At about 8 weeks, your baby’s hands are beginning to slowly unfold. He enjoys batting at his mobile and other dangling toys. Give him a rattle to shake–the noise that he creates helps him realize that his hands are attached to him. He’ll celebrate by using them to stick anything you give him into his mouth.

4 months

Your baby’s swiping is more purposeful around 4 months. Her ability to reach is evolving even further as she begins to awkwardly gather toys using a two-handed embrace. She also starts midline play — playing with her hands in front of her body.

5 months

By now your baby’s hands are open most of the time, allowing him to explore the world through touch. His grasp is getting stronger now, and he’s able to hold a toy in his fingers and the palm of his hand. This helps him transfer toys from hand to hand. Toward the end of the month, he begins playing with blocks.

6 months

Now that your baby can hold something between her finger and thumb, the world has truly opened up to her. But she can’t manipulate her fingers quite yet. She starts working toward this skill by using her whole hand to clumsily rake in and attempt to pick up objects. She’s learning to release objects, too. Another fun milestone this month: Your baby may imitate your clapping.

7 to 8 months

Your baby is now able to feed himself messily with his fingers and can probably hold a sippy cup — although drinking from it might be a struggle.

9 to 10 months

Your baby may begin to point with her index finger. She probably isn’t pointing at anything in particular, but the fact that she can make this motion indicates that she’ll soon be able to perform the pincer grasp — the ability to pick up tiny objects with her thumb and forefinger. This skill, attained around the tenth month, is the culmination of small motor development in the first year.

11 to 12 months

Your baby continues to refine his pincer grasp this month. He’ll practice by stacking toys, manipulating blocks, and turning the chunky pages of a baby book. As he gets better at it, you’ll need to be more alert — invading cabinets and upsetting trash cans are par for the course. He’s also beginning to wrap his hands around his bottle and utensils. He may feed himself with a spoon by a year, but don’t fret if it takes him a little while longer.

All content on this Web site, including medical opinion and any other health-related information, is for informational purposes only and should not be considered to be a specific diagnosis or treatment plan for any individual situation. Use of this site and the information contained herein does not create a doctor-patient relationship. Always seek the direct advice of your own doctor in connection with any questions or issues you may have regarding your own health or the health of others.

  • By Elizabeth Haas

American Baby

When Your Baby’s in the NICU

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What Is the NICU?

When babies are born early, have health problems, or a difficult birth they go to the hospital’s NICU. NICU stands for „neonatal intensive care unit.“ There, babies get around-the-clock care from a team of experts.

Most of these babies go to the NICU (NIK-yoo) within 24 hours of birth. How long they stay depends on their health condition. Some babies stay only a few hours or days; others stay weeks or months.

You may hear the NICU called:

  • a special care nursery
  • an intensive care nursery
  • a newborn intensive care nursery

Who Can Visit the NICU?

Parents can visit and spend time with their babies who stay in the NICU. Other family members might be able to visit, but only during set hours and only a few at a time. Children visiting the NICU must be well (not sick) and should have all their immunizations. Check with the hospital staff about which family members can see your baby.

Some units require guests to wear hospital gowns. You may need to wear gloves and a mask.

Everyone who comes into the NICU must wash their hands before they enter. (There will be a sink and antibacterial soap in the room and near the entrance of the NICU.) This is a crucial part of keeping the NICU as clean as possible so the babies aren’t exposed to germs.

You may be tempted to bring toys, decorations, or other items in your baby’s room, but check with the nurse first. If allowed, these things should be easy to clean (no stuffed animals). Some hospitals let parents tape pictures or other decorations to the outside of a baby’s incubator.

What’s the Medical Equipment for?

When you first enter the NICU, it’s normal to feel a little alarmed by all the equipment you see. But it’s there to help your baby get well. Here’s a brief look at some equipment you might find:

  • Infant warmers: These are small beds with heaters over them to help babies stay warm while being monitored. Because they are open, they allow easy access to babies.
  • Incubators: These are small beds enclosed by clear, hard plastic. Temperature in the incubator is controlled to keep your baby’s body temperature where it should be. Doctors, nurses, and other caregivers care for babies through holes in the sides of the incubator.
  • Phototherapy: Some newborns have a problem called jaundice, which makes the skin and whites of the eyes yellow. Phototherapy treats jaundice. During treatment, babies lie on a special light-therapy blanket and have lights attached to their beds or incubators. Most babies only need phototherapy for a few days.
  • Monitors: Monitors let nurses and doctors keep track of your baby’s vital signs (things like temperature, heart rate, and breathing) from any place in the NICU. Monitors include:
    • Chest leads: These small, painless stickers on your baby’s chest have wires that connect to monitors. They track heart rate and number of breaths.
    • A pulse oximetry (or pulse ox): This machine measures your baby’s blood oxygen levels. Also painless, the pulse ox is taped to your baby’s fingers or toes like a small bandage and emits a soft red light.
    • A temperature probe records your baby’s temperature and shows it on the monitor. This is a coated wire placed on your baby’s skin with a patch.
    • Blood pressure is monitored through an arterial line or a blood pressure cuff.
  • Feeding tubes: Often, premature babies or babies who are sick can’t breastfeed or take a bottle yet. Others can breastfeed or take a bottle, but still need extra calories to grow. These babies get nutrition (formula or breast milk) through a feeding tube. Tubes enter through the mouth or nose and go into a baby’s stomach. They are taped in place so they don’t move around. Nurses change the tubes often to prevent soreness.
  • IVs: An intravenous catheter (or IV) is a thin, bendable tube that goes into a vein to give medicines and fluids. Almost all babies in the NICU have an IV. These usually are in the hands or arms, but some babies have them in other places, like the feet, legs, or scalp. IVs allow some medicines to be given in small amounts around-the-clock instead of giving your baby shots every few hours. Treatment with an IV may be called a „drip“ or „infusion.“
  • Lines. Some babies need to get greater amounts of fluids and medicines than an IV can give. They get larger tubes called central lines put into a large vein in the chest, neck, or groin. Surgeons put in central lines. Arterial lines are placed in arteries, not veins. They’re used to check blood pressure and oxygen levels in the blood (but some babies may have a blood pressure cuff instead).
  • Ventilators: Babies in the NICU sometimes need extra help to breathe. A baby is connected to the ventilator (or breathing machine) by an endotracheal tube (a plastic tube placed into the windpipe through the mouth or nose). Babies who’ve been in the NICU for a long stay — months at a time — may have a tracheostomy (a plastic tube put into the windpipe) that’s connected to the ventilator on the other end.
  • Oxygen hood or nasal cannula: Some babies need extra oxygen but don’t need a ventilator. Babies who can breathe on their own might get oxygen from plastic tubes in the nose (called a ) or from an oxygen hood placed over the head.

Can I Hold My Baby?

Depending on your baby’s health, you might be able to hold your little one even if he or she is on a ventilator or has an IV. If the doctors feel that would be too much, you can still hold your baby’s hand, stroke his or her head, and talk and sing to him or her. A gentle touch will be the most reassuring.

But for some very premature infants, touching is stressful. Doctors may suggest that you limit physical touch, but still spend as much time as possible with your baby. Check with the doctor or nurses to figure out how much and what type of touch is best.

If you can, skin-to-skin contact (or „kangaroo care“) is a good way to bond with your baby:

  • Place your baby (who’s usually dressed in just a diaper and a hat) on your chest underneath your shirt, so your little one is resting on your skin.
  • Loosely close your shirt over your baby to help keep him or her warm.

Skin-to-skin contact can help with breastfeeding and improve healing times so that babies go home sooner.

How Can I Help Care for My Baby?

Mothers may be able to breastfeed their babies or offer pumped breast milk or formula in a bottle. If you need help breastfeeding or pumping, ask a nurse or lactation consultant.

Because many babies in the NICU can’t yet feed on their own (either due to early development or health problems), they can get breast milk or formula through a feeding tube.

Babies in the NICU are on a feeding schedule. Your baby’s nurse can tell you when your baby should eat and sleep. The more time you spend with your baby, the more you will learn about:

  • what type of interaction your baby likes (stroking, singing, etc.)
  • what time of day your baby is the most alert
  • how long your baby can respond to you before getting tired
  • when your baby is stressed and needs to rest

Talk in a calm, soothing voice, keep lights dim, and keep noise to a minimum. Although you may want to interact with your baby often, let your baby sleep when he or she needs to.

How Can I Feel Less Stressed?

Having a baby in the NICU can be one of the most stressful times in your life. You may be away from your support circle, such as friends, family, and other children. Your life may seem like it’s been turned upside down as you wait for the day when your baby is ready to go home with you.

As hard as it can be, it’s important to keep things as normal as possible. These tips can help:

  • Pay attention to your own needs and those of the rest of your family, especially any other kids. Doing something for yourself can be as simple as taking a relaxing bath, going for a walk, or reading a favorite book.
  • Make plans for a weekly family activity, and sit down together and talk about how this experience makes you feel.
  • Turn to other parents whose babies are in the NICU for support. They’ll know better than anyone what you’re feeling. Join a support group to share your feelings, worries, and triumphs together.
  • The hospital’s chaplain also can give you support.

When you take care of yourself, you’ll be more rested and better able to take care of and get to know your baby. While a NICU stay can be hard, it’s also rewarding to watch your little one grow stronger each day.

Reviewed by: Mary L. Gavin, MD Date reviewed: January 2019

Gaining the ability to touch what you see

After discovering their hands, babies need to learn that they can activate them, make use of them Ten-week-old Emma lies comfortably watching the toys of her activity gym hanging above her. She is focused on the colorful toy hanging within reach of her hand. She looks at the toy for a few seconds and then suddenly, puts her hand out and swings it towards the toy and … misses. Emma doesn’t give up. Pushing her hand out again, she seems to be assessing the distance and then she strikes again. This time her hand hits the right spot and the toy swings happily back and forth. A broad smile spreads across Emma’s face. Emma is busy developing the coordination between her eyes and her hand. She is trying to learn how to bring her hand directly to the object she is focusing on. It’s difficult for us, as adults, to understand the significance of the concept of “hand-eye coordination” because we take this coordination for granted. When we look at an object and want to touch it, we don’t hesitate even for a moment, and we don’t give a second thought to the task at hand. Our hand moves as though of its own in the direction of the object, and closes exactly at the right place. This obvious action is the result of many months of learning during the first year. Let’s “go back” to this period for a moment and try to understand the process that a tiny baby has to go through in order to learn the obvious coordination between hand and eye.

  • Discovering Hands

    Newborns don’t associate what their eyes see with what their hands do. Often their eyes look in one direction, while their hands move randomly in another. Babies can’t move their hands toward an object they see. Furthermore, they are still unaware that these hands, which belong to them, are part of their bodies. Most of the time their hands are outside of their vision, and they are not even aware of them. Babies first have to discover that they have hands. This usually happens at about six to eight weeks. Babies discover their hands through touching. They grab one hand with the fingers of the other hand. They pull on them, and open and close their fingers. At this stage, their movements are usually random; they don’t yet lift their hands in front of their eyes to intentionally look at them. At six to eight weeks, objects that make noise, such as a rattle, should be put into baby’s hands. Newborns are born with a gripping reflex, automatically clasping their hands around an object placed in them — they will therefore also grasp a rattle put in their hands. Then, when they move their hands randomly, they hear the rattling noise and look for the source of the sound with their eyes. When they discover the rattle, they will also discover the hand grasping it. Light toys that can be held and make sounds when shaken, are known to be significant during the weeks that follow. They draw babies’ eyes and attention to what they are holding in their hands. They help babies establish the connection between themselves and their hands. When they have learned to intentionally bring their hands within their vision, their hands become their most fascinating toy. They don’t take their eyes off of their hands; they wave them in front of their faces, examine them in amazement and play with them endlessly.

  • During the first year, baby’s mouth plays an important role in his development. Babies examine, explore and discover the world around them with their mouths. Later, from about six months, their hands also join in and they begin to examine the objects that they are holding

  • I Know How to Strike

    After discovering their hands, babies need to learn that they can activate them, make use of them. When your baby reaches three to four months-of- age, it’s important to hang toys that can be batted or struck,, above where she lies. When babies lie on their backs under such a toy, an interesting process begins to take place. They focus their eyes on the toys and look at them gleefully. At the same time, they will move their hands or feet randomly until suddenly something wonderful takes place: their hand will touch a hanging toy and the toy will swing back and forth. After several such random strikes, they will begin to understand that they control the process, and the random strikes become more and more intentional. If babies could describe their experiences verbally at this stage, we would surely hear them say something like: “Hey, am I doing this wonderful thing? Do my hands have the power to do something so great? Maybe I’ll try it again.” Gradually babies learn to direct their hands and bring them to the objects that they are looking at. This is when hand-eye coordination is established.

  • To Touch and to Hold

    Once hand-eye coordination has improved and is established, babies are not happy just to bat at a toy. They want to touch the objects so they begin to assess the distance between themselves and the object that they want to touch. They move their eyes from their hands to the object, and back again, many times and only then, once they have assessed the distance, they put their hands out and touch the object. Gradually, this process becomes more accurate and they can stretch out their hands directly to the object and touch it without hesitation. At about five to six months, babies can bring their hands directly to an object within reach, and have even learned to grasp at just the right moment and … catch and hold on to the desired object.

    When babies begin to want to touch objects and hold them and are not satisfied with just looking at them, it is important to place toys that don’t fall over within their reach. They need to have something that doesn’t move hanging above them, so that they can reach out and touch without it swinging and slipping away all the time. At this stage toys that move away can frustrate and disappoint the baby. Now you can directly train your baby to intentionally touch and grasp objects: Hold an eye-catching toy in front of your baby, within reach, and wait patiently until he reaches out and touches it. Do not move the toy closer. Try holding the toy at a fixed distance and wait patiently until your baby’s hand reaches it. Your baby will gradually become quicker and more skilled at doing so, until he succeeds in reaching out directly to the toy. You should hold out objects for your baby to touch while he is in different positions, so that he can improve this ability. You can shake a rattle within hands-reach while your baby is lying on his back or on his tummy so that he will have to stretch in order to reach it. You can also shake the rattle behind his back while someone else is holding him, so that he will have to turn around and stretch his hand out in another direction.

  • After discovering their hands, babies need to learn that they can activate them, make use of them. When your baby reaches three to four months-of- age, it’s important to hang toys that can be batted or struck,, above where she lies

  • Achieving Hand-Eye Coordination

    From the age of about four months your baby will start bringing the object he is holding in his hands to his mouth. During the first year, baby’s mouth plays an important role in his development. Babies examine, explore and discover the world around them with their mouths. Later, from about six months, their hands also join in and they begin to examine the objects that they are holding – to touch, tap, rub, stroke, squeeze and so on. By now, hand-eye coordination is already established, and babies can move on and begin to improve their fine motor movements and skills,– the coordination between both hands, and their hand-eye coordination involving more difficult tasks. Hand-eye coordination continues improving over many years.

    Imagine what remarkable coordination between eyes and hands has been achieved by a pianist sitting at his piano. He glances at the sheet of crowded notes, moves his glance quickly from the sheet to the piano and back again, and hits his fingers precisely, and with perfect coordination, on the keyboard. This is so quick that it is sometimes difficult to see his hands, which have become a blur of movement. This skill requires especially sophisticated and well-developed hand-eye coordination. However, every day actions such as bringing a spoon of soup to our mouths, holding a pen and drawing a circle or threading a needle, also require good hand-eye coordination. Your baby, toddler and child will learn these tasks through hard work and daily practice.

  • Any advice and information provided in this website is given as suggestions only and should not be taken as a professional medical diagnosis or opinion. We recommend you also consult your healthcare provider, and urge you to contact them immediately if your question is urgent.

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