Ab wann baby brei

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Ob ein Baby bereit für Beikost ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Grundsätzlich gilt, dass ab ca. dem 7. Lebensmonat Beikost angeboten werden sollte – dann ist das Verdauungssystem ausgereift. Maßgeblich sind darüber hinaus die so genannten Beikostreifezeichen. Sie lassen überhaupt erst einen Rückschluss darauf zu, ob ein Baby bereits für andere Nahrungsmittel als Muttermilch bereit ist.

Beikostreifezeichen sind:

  • das Baby kann mit Unterstützung aufrecht sitzen
  • es kann seinen Kopf alleine halten
  • der so genannte Zungenstreckreflex – mit ihm wird alles, was in den Mund kommt, unmittelbar wieder nach außen geschoben – ist verschwunden
  • es zeigt grundlegendes Interesse am Essen
  • es kann selbstständig Nahrung aufnehmen und in den Mund stecken.

Grundsätzlich sollte einem Kind, das eindeutige Beikostreifezeichen zeigt, Beikost nicht vorenthalten werden. Gleichzeitig ist es wichtig, ab dem 7. Lebensmonat Beikost anzubieten, da einzelne Nährstoffe in der Muttermilch – darunter Eisen, Zink und Eiweiß – unter Umständen knapp werden können. Beikost heißt Beikost, weil sie nebenbei eingeführt wird – nicht Anstatt-Kost. Das bedeutet, dass keine Notwendigkeit besteht, möglichst schnell einzelne Stillmahlzeiten zu ersetzen, sondern das Baby statt dessen Schritt für Schritt zum gemeinsamen Essen am Familientisch zu führen.

Wie wird Beikost eingeführt?

Die Einführung von Beikost erfolgt allmählich und Schritt für Schritt mit kleinen Mengen. Die Aufgabe der Beikost ist es, das Stillen vorerst zu ergänzen, nicht zu ersetzen. Ähnlich, wie nach Bedarf gestillt wird, wird auch Beikost nach Bedarf eingeführt. Kein Baby sollte dazu gezwungen werden, ein neues Nahrungsmittel zu essen. Schließlich soll Essen Spaß machen und kein Kampf sein. Beim ersten Versuch sollte Ihr Baby entspannt und nicht zu hungrig sein. Ob Beikost als Brei oder lieber in Form von Fingerfood eingeführt wird, hängt von den Vorlieben des Kindes ab. Wichtig ist, die Speisen für das Kind immer frisch zuzubereiten, sie nicht zu salzen, zu zuckern oder zu scharf zu würzen. Am Anfang geht es vor allem darum, verschiedene Lebensmittel und feste Kost zu entdecken. Manche Kinder essen sehr schnell viel Beikost, anderen brauchen deutlich länger. Dies ist kein Grund zur Sorge.

Zusammen mit der Einführung von Beikost ist es empfehlenswert, während der Mahlzeiten auch Flüssigkeit, bevorzugt stilles Wasser, anzubieten. Auch hier steht das Entdecken im Vordergrund, der Flüssigkeitsbedarf wird anfangs auch weiterhin über die Brust gestillt.

Welche Lebensmittel darf mein Baby essen?

Ideal für den Start ist einheimisches Gemüse der Saison aus biologischem Anbau – zum Beispiel Möhren oder Kartoffeln, Blumenkohl, Kürbis oder Pastinake. Fleisch, Fisch und Eier sind gute Eisen-, Zink-, Eiweiß- und Kalorienquellen. Auch Getreide darf angeboten werden. Es gibt Hinweise, dass eine Einführung von Gluten, wenn das Kind weiter gestillt wird, einen gewissen Schutz vor dem Auftreten einer Zöliakie bietet. Grundsätzlich darf ein Baby bis auf wenige Ausnahmen alle Nahrungsmittel essen, die zum Familientisch der jeweiligen Familie gehören. Es ist nicht nötig, gesonderte Lebensmittel für das Baby einzukaufen – das macht die Einführung von Beikost entspannt und einfach. Kinder akzeptieren meistens die Lebensmittel am besten, die die Mutter bereits während der Schwangerschaft und in der Stillzeit gegessen hat. Über das Fruchtwasser und die Muttermilch hat sich das Baby bereits an diesen Geschmack gewöhnt.

Diese Lebensmittel bitte vermeiden

Honig gehört bis zum vollendeten ersten Lebensjahr nicht auf den Speiseplan Ihres Babys. Er kann Botulismus-Sporen enthalten, die eine sehr gefährliche Lebensmittelvergiftung auslösen können. Auch ganze Nüsse sollten vermieden werden. Die Gefahr, daran zu ersticken, ist hoch. Kleine Mengen an Milchprodukten sind als Zutat auch für ein Baby in Ordnung. Als reines Getränk sollte sie allenfalls mit Wasser verdünnt angeboten werden, da Kuhmilch im Vergleich zu Muttermilch zu viel Eiweiß und Salz enthält. Wird ein Baby nicht mehr gestillt, ist eine industriell hergestellte Säuglingsnahrung im Vergleich zu Kuhmilch die bessere Alternative. Rohe Tiermilch ist ebenfalls nicht für Babys geeignet. Sie kann Krankheitskeime enthalten, die dann auf das Kind übertragen werden.

Sie haben Fragen rund um das Thema Beikost? Kontaktieren Sie eine Stillberaterin in Ihrer Nähe.

Wann ist der richtige Zeitpunk, zusätzlich zur Milchmahlzeit mit Beikost zu beginnen? Auf welche Signale Ihres Babys Sie achten sollten und wann Sie frühestens mit der Einführung von Beikost beginnen sollten, erfahren Sie hier.

Die Einführung in die Beikost ist ein Meilenstein in der Ernährung Ihres Kindes. Unter Beikost versteht man alle Nahrungsmittel, die Babys im 1. Lebensjahr zusätzlich zur Muttermilch oder zu Säuglingsnahrung erhalten – wie z.B. Obst, Gemüse, Kartoffeln, Brot, Fleisch und Fisch. So wird Ihr Baby an festere Nahrungsmittel herangeführt und lernt dabei, vom Löffel zu essen und aus der Tasse zu trinken. Den Anfang machen dabei Breie.

Ihr Baby wächst und mit ihm auch sein Nährstoffbedarf. Deshalb sollten Sie frühestens im Alter von 17 Wochen und spätestens im Alter von 26 Wochen damit beginnen, den Energie- und Nährstoffbedarf Ihres Babys zusätzlich durch die schrittweise Einführung der Beikost zu decken. Denn jetzt benötigt der Organismus Ihres Babys für seine Entwicklungssprünge viel mehr Mikro- und Makronährstoffe (z.B. Kohlenhydrate, Fett, Eiweiß, Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente). Besonders den entwicklungsbedingt höheren Eisenbedarf gilt es zu decken, indem Sie Ihr Baby ergänzend zur Milchmahlzeit mit Beikost füttern. Das gilt natürlich auch, wenn Sie nicht oder nur teilweise stillen.

Um den richtigen Zeitpunkt zu erkennen, beobachten Sie einfach Ihr Baby:

  • Lässt bei Ihrem Baby der Zungenstoßreflex nach, durch den feste Nahrung automatisch aus dem Mund befördert wird?
  • Kann Ihr Baby mit Unterstützung aufrecht sitzen?
  • Kann Ihr Baby selbstständig Dinge in den Mund stecken?
  • Zeigt Ihr Baby Interesse an neuen Lebensmitteln bzw. am Essen anderer?
  • Öffnet ihr Kind erwartungsvoll den Mund, wenn der Löffel vom Teller abhebt bzw. Nahrung angeboten wird?
  • Kann ihr Baby mit Hilfe der Lippen Essen vom Löffel nehmen?
  • Ist Ihr Baby öfter nach Still- oder Flaschenmahlzeit noch hungrig?

Das sind Anzeichen, die u.a. die Reife für die Einführung der Beikost signalisieren können.

Achten Sie auf die Signale Ihres Babys. Es wird Ihnen deutlich zeigen, ab wann es zusätzliche Nährstoffe braucht, um satt und zufrieden zu sein.

Den richtigen Zeitpunkt für die Beikost verrät Ihnen Ihr Baby.

Wenn Sie nicht sicher sind, ob Ihr Baby reif für die Beikosteinführung ist, dann sprechen Sie mit Ihrer Hebamme oder Ihrem Kinderarzt.

Zufüttern von Beikost bedeutet nicht das Ende des Stillens. Auch wenn Ihr Baby mit dem Fläschchen gefüttert wird, sollte es bis zur Einführung des vollständigen Breis anschließend noch Muttermilch oder Säuglingsnahrung erhalten. Sind die ersten Schwierigkeiten überwunden, wird es von Tag zu Tag mehr essen. Schließlich ersetzt der Brei die Milchmahlzeit komplett.

Wie Sie mit der Beikost beginnen und in welchen Schritten Sie Ihr Baby mit den verschiedenen Breien nach und nach an feste Nahrung gewöhnen, erfahren Sie hier.

Beikoststart: Wann kann ich mit Beikost anfangen?

Muss jedes Baby im fünften Monat seinen ersten Brei bekommen? Schadet längeres, ausschließliches Stillen womöglich? Schläft mein Baby besser nach einem Abendbrei? Zum Thema Beikoststart gibt es viele Meinungen. Hier kommen die Fakten, wann du mit Beikost anfangen kannst.

Wann der richtige Zeitpunkt für das erste Löffelchen Brei gekommen ist, darüber gehen die Meinungen nicht nur unter Müttern auseinander. Das Projekt „Gesund ins Leben -­ Netzwerk Junge Familie“, zu dem u.a. Vertreter der Deutschen Gesellschaft für Ernährung und des Dortmunder Forschungsinstituts für Kinderernährung gehören, rät zur schrittweisen Einführung von Beikost frühestens ab Beginn des 5. Monats und spätestens zu Beginn des 7. Monats. Auf den Gläschen im Supermarkt schreit dir allerdings entgegen „ab dem 4. Monat“ – und eine Studie legte kürzlich sogar nahe, dass Babys, die schon ab dem 4. Monat Beikost bekommen, besser schlafen. Dazu hörst du Warnungen von sich leerenden Nährstoffspeichern beim Baby oder Empfehlungen zu rechtzeitiger Allergieprophylaxe durch Beikost – und du fühlst dich womöglich völlig verunsichert. Was ist denn nun der richtige Zeitpunkt für den Beikoststart?

Lass dich nicht verrückt machen!

Ab wann Beikost beginnen: Was sagen die Ernährungsempfehlungen?

Zum Glück gibt es die WHO, die all das wieder in die richtige Perspektive rückt. Ihre Empfehlung zur Beikosteinführung ist so deutlich wie unumstößlich: In den ersten sechs Monaten sollten Babys nichts bekommen außer Muttermilch. Kein Wasser, keinen Tee, keine künstliche Säuglingsnahrung (außer es gibt medizinische Gründe dafür) – und schon gar keine Beikost! Und auch nach dem 6. Monat ist Muttermilch parallel zur ersten Beikost weiterhin die Hauptnahrung für dein Baby. Auch die ESPGHAN-Experten (European Society for Pediatric Gastroenterology, Hepatology and Nutrition) empfehlen ausschließliches oder überwiegendes Stillen in den ersten sechs Monaten.

Beikoststart: Gründe, warum du so lange wie möglich auf Muttermilch setzen solltest

Die WHO empfiehlt Stillen bis zum Ende des 2. Lebensjahres und darüber hinaus. Und dafür gibt es gute Gründe:

1) Mit deiner Muttermilch bekommt dein Baby immer genau das, was es für seine Entwicklung braucht.

Egal, ob dein Kind zwei Wochen oder fast sechs Monate alt ist – die Zusammensetzung der Muttermilch ist so einzigartig, diese Nährstoffe können weder durch künstliche Säuglingsnahrung noch püriertes Gemüse ersetzt werden. Muttermilch ernährt dein Baby mit genau der richtigen Mischung aus Eiweißen, Fetten, Kohlenhydraten, Vitaminen, Eisen und Mineralien und versorgt es zusätzlich mit unzähligen Wachstumsfaktoren, Immunglobulinen (Antikörpern!) und sogar Stammzellen. Ihre Zusammensetzung passt sich dabei stetig den Bedürfnissen deines Babys an. „Dass die Speicher bestimmter Nährstoffe, wie zum Beispiel Eisen, nach den ersten Monaten angeblich erschöpft sind, ist wissenschaftlich nicht erwiesen.“, sagt Dr. Daniela Much, Ernährungswissenschaftlerin und National Scientific Manager bei Medela. „Das ist kein Argument für eine frühe Beikosteinführung. Im Gegenteil: Die hohen Leberspeicher des Babys und das sehr gut bioverfügbare Eisen aus der Muttermilch reichen, um ein optimales Wachstum des Kindes bis zum 6. Lebensmonat zu fördern.“ Dazu kommt: Der Körper der Mutter erkennt beim Stillen unter anderem durch den Speichel, was das Baby gerade braucht. Wenn es zum Beispiel krank ist, werden automatisch mehr Antikörper gebildet und mit der Muttermilch weitergegeben. Muttermilch ist so viel mehr als nur Nahrung!

2) Der Darm deines Babys und auch seine Mundmotorik sind in den ersten Monaten meistens noch voll auf das Stillen an der Brust ausgerichtet.

Schon die erste Milch, die dein Baby bekommt, Kolostrum, enthält wichtige Stoffe, die den Darm deines Babys schützen und seine Entwicklung unterstützen. „Die Verdauung fester Nahrung erfordert einen besonders reifen Darm und nicht alle dafür nötigen Enzyme sind mit vier Monaten schon entwickelt. Wenn Beikost zu früh eingeführt wird, kann es deshalb sein, dass das Baby häufiger gastrointestinale Infekte bekommt“, warnt Dr. Daniela Much. Dazu kommt: So ein Löffelchen Brei muss auch erstmal in den Magen wandern können. „Um feste Nahrung schlucken zu können, muss das Baby seine Zunge anders bewegen, als beim Saugen an der Brust. Diese Entwicklung dauert und ist bei jedem Baby auch ganz individuell“, weiß Dr. Daniela Much. So erleben Mütter, die früh Beikost einführen wollen, immer wieder, dass ihr Baby den Löffel mit Brei mit der Zunge wieder zurückschiebt. Das schafft Frust auf beiden Seiten und am Ende hat das Baby doch nichts gegessen. „Das Baby signalisiert den Eltern, sobald es bereit für die Einführung von Beikost ist.“, sagt Dr. Daniela Much. „Das Baby wird zunehmend Neugier an der Nahrung der Familienmitglieder zeigen. Der Zungenstoßreflex, mit dem das Kind die feste Nahrung wieder herausbefördert, geht verloren“. Eine schwedische Studie stellt bereits 2007 fest: Je früher einem Baby Beikost angeboten wird, desto länger dauert die Einführung. Und: Um bequem essen und schlucken zu können, sollte dein Baby mit minimaler Unterstützung im unteren Rücken aufrecht sitzen können und auch das lernen die meisten Babys frühestens mit sechs Monaten, oft sogar noch etwas später.

3) Babyschlaf hängt von vielen Faktoren ab. Die wenigsten Babys wachen nur auf, wenn sie Hunger haben.

Trost und Nähe ist ein ganz wesentlicher Bestandteil einer Stillmahlzeit. Wenn dein Baby nachts aufwacht, sind deine kuschelige Umarmung und deine Muttermilch seine besten Einschlafhilfen. Und auch wenn dein Baby schon älter ist und längst Beikost isst, wird es noch oft nachts aufwachen. „Durchschlafen ist ein Reifeprozess, der nichts damit zu hat, was und wieviel ein Kind gegessen hat“, so Dr. Daniela Much.

Wann Beikost einführen? So erkennst du, wann dein Baby für den Beikoststart bereit ist

Stress dich nicht zu sehr bei der Entscheidung, an welchem Tag genau du deinem Baby die erste Beikost anbieten möchtest. Dein Baby ist in den ersten sechs Monaten mit deiner Muttermilch bestens versorgt. Hör beim Thema Beikoststart auf dein Gefühl und achte auf die Zeichen, die dir dein Baby gibt:

  • Es folgt deinem eigenen Löffel neugierig mit den Augen, wenn ihr gemeinsam zu Abend esst
  • Es interessiert sich für euer Essen und streckt die Hand danach aus
  • Es steckt sich eigenständig Dinge in den Mund
  • Es öffnet den Mund, wenn der Löffel kommt
  • Es schiebt den Brei nicht mehr sofort mit der Zunge aus dem Mund

Dann ist es vermutlich bereit, langsam feste Kost zu probieren. Falls du dein Baby übrigens besonders sanft an feste Kost heranführen und es selbst bestimmen lassen möchtest, wann und wie viel es essen möchte, könntest du es auch mit „baby-led weaning“ probieren. Bei dieser komplett „breifreien“ Variante darf dein Baby einfach von allem probieren, wenn es bereit dazu ist, und genauso lustvoll an einem Paprikastreifen lutschen, wie an einer dicken Nudel. Zusätzlich zu deiner gesunden Muttermilch!

Weitere Informationen zum Stillen über 6 Monate und zum Beikoststart findest du auch in unserem neuen E-Book! Schau doch mal rein!

Beikost einführen: So geht’s

Ihr Kind wächst und entwickelt sich vom Baby zum Kleinkind. Auch die Essens­vorlieben der Babys ändern sich: Sie interessieren sich nicht mehr nur für Milch oder Fläschchen, sondern auch für Brei. Wir helfen Ihnen und Ihrem Baby dabei, die Beikost erfolgreich einzuführen.

Mit kleinen Portionen anfangen und schrittweise steigern

© Fotolia/vitmark

Beikost – was steckt dahinter?

Als Beikost bezeichnet man alle Nahrungsmittel, die Babys neben der Muttermilch bzw. Säuglings­milch­nahrung zu sich nehmen. Dazu gehören Gemüse, Kartoffeln, Fleisch und Getreide sowie die daraus hergestellten Breie.

In den ersten vier bis sechs Monaten versorgt die Milch Ihr Baby mit allen Nährstoffen, die es braucht. Auch danach bleibt Milch der wichtigste Ernährungsbaustein, reicht jedoch alleine nicht mehr aus. Für die weitere Entwicklung von Muskeln, Zähnen, Knochen, Zellen und Gehirn ist Ihr Kind zunehmend auf Kalorien, Eiweiß, Eisen, Kalzium und Vitamine aus anderen Nahrungsmitteln angewiesen.

Ziel ist es, bei den Mahlzeiten die Milch nach und nach durch Beikost zu ersetzen – und zwar Monat für Monat, Brei für Brei. Die Milch am Morgen bleibt das ganze erste Lebensjahr über bestehen. Es spricht überhaupt nichts dagegen, Ihr Kind auch danach noch weiter zu stillen, sofern Sie und Ihr Kind das möchten.

Wann ist der richtige Zeitpunkt, um mit der Beikost zu beginnen?

Mit Beginn des fünften Monats, spätestens mit Ende des sechsten Monats ist Ihr Baby bereit für Beikost. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt, Babys sechs Monate voll zu stillen und erst danach mit der Beikost zu beginnen. Ab dem siebten Monat sind die Eisenspeicher so langsam erschöpft und ihr Baby benötigt zusätzlich zur Muttermilch beziehungsweise industrieller Säuglingsmilch eisen- und energiereiche Nahrung.

Woran erkenne ich, dass mein Kind bereit ist für Beikost?

Es gibt körperliche Voraussetzungen, die erfüllt sein müssen, bevor es losgehen kann mit Brei & Co. Verdauungs- und Immunsystem Ihres Babys müssen entwickelt genug sein, um mit der neuen Nahrung zurechtzukommen. Auch der Zungenstreckreflex sollte sich so weit zurück­gebildet haben, dass die Zunge den Brei Richtung Rachen transportieren kann. Zu den Voraus­setzungen, die Sie besser beobachten können, gehören:

  • Ihr Baby sollte mit Ihrer Hilfe aufrecht sitzen und den Kopf frei halten können. Sitzt das Kind nicht aufrecht, besteht die Gefahr, dass es sich verschluckt.
  • Ihr Kind beobachtet Sie beim Essen und verfolgt das Essen mit seinem Blick.
  • Wenn Sie kauen, imitiert es die Kaubewegungen.
  • Es steckt sich angebotenes Essen oder Finger in den Mund.
  • Nach dem Stillen vergeht weniger Zeit, bis Ihr Baby wieder trinken möchte.

Beikost einführen: Tipps für einen guten Start

Hungrig haben die wenigsten Babys Lust auf Experimente, mit vollem Magen allerdings keinen Hunger mehr. Das Dilemma können Sie lösen, indem Sie zu Beginn kurz stillen oder das Fläschchen geben und ihm dann mit einem flachen Babylöffel eine kleine Portion Brei – ob im Gläschen oder selbst gekocht , entscheiden Sie – anbieten. Steigern Sie die Breimenge in den folgenden Tagen langsam. Nach der Mahlzeit, die noch nicht sättigt, bekommt Ihr Baby wie gewohnt seine Milch.

Füttern Sie Ihr Baby am besten mit einem Plastiklöffel. Mit einem Metalllöffel besteht Verletzungsgefahr. Babygerechtes Besteck und Geschirr zur Einführung der Beikost finden Sie hier:

Baby-led Weaning

Beikost nach Bedarf

In den letzten Jahren hat sich neben der klassischen Brei-Ernährung eine zweite Methode etabliert, um Babys an feste Nahrung zu gewöhnen: das „Baby-led Weaning “, zu Deutsch: „Beikost nach Bedarf“. Dabei kann das Baby geeignete stückige Nahrungsmittel selbst greifen und zum Mund führen. Mit diesem Konzept sollen Kinder die Nahrung experimentell und selbstbestimmt kennenlernen. Es soll die sinnliche Komponente des Essens betonen.

Wie lange kann es dauern, bis mein Baby die Beikost annimmt?

Organismus und Geschmack Ihres Kindes müssen sich erst an die neue Nahrung gewöhnen. Die Umstellung sollte daher ganz langsam und im Tempo des Kindes erfolgen. Ziel bei den ersten Beikostversuchen sollte es sein, Ihr Baby an den Löffel und an die Konsistenz der neuen Nahrung zu gewöhnen. Wie die Kleinen auf das neue Essen reagieren, ist ganz unterschiedlich. Manche sind gleich Feuer und Flamme, andere sind skeptisch und brauchen ein bisschen. Ist Ihr Kind nicht neugierig auf Löffel, Schüssel und Brei oder verweigert es die neue Nahrung sogar, warten Sie noch. Sie haben Zeit. Versuchen Sie es nach ein bis zwei Wochen einfach wieder.

Beikost einführen

Welche Breimahlzeiten Sie zu welchem Zeitpunkt Schritt für Schritt bei Ihrem Baby einführen können, veranschaulicht unser Beikostplan:

5.–7. Monat: Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei am Mittag

Zu Beginn: Gemüse

Beginnen Sie die Beikost am besten mittags mit einem Gemüsebrei. Besonders geeignet und beliebt ist die von Natur aus leicht süße Karotte. Neben der Karotte dürfen auch nährstoffreiche Gemüsesorten wie Pastinake, Kürbis, Spinat, Blumenkohl, Brokkoli, Erbsen, Fenchel oder Zucchini auf den Babyspeiseplan.

Zu Beginn der Beikost-Einführung sollten Sie alle zwei bis drei Tage neue Nahrungsmittel in den Speiseplan aufnehmen. So macht sich das Baby mit dem neuen Geschmack vertraut und Sie stellen leichter fest, ob das Kind auf ein Lebensmittel allergisch reagiert. Verweigert es eine Zutat, nicht gleich aufgeben. Studien zeigen, dass es bis zu sieben Versuche braucht, bis ein Kind eine Zutat annimmt.

Jetzt kommen Kartoffel und Fleisch dazu

Ist der Start gelungen – nach etwa einer bis zwei Wochen –, steigen Sie auf einen Gemüse-Kartoffel-Brei am Mittag um. Auch hiernach bekommt Ihr Baby wie gewohnt seine Milch. Findet der Gemüse-Kartoffel-Brei bei Ihrem Baby Anklang, können Sie langsam zu einem fleischhaltigen Baby-Menü (Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei) übergehen. Dieses sättigt so weit, dass Ihr Kind nun anschließend keine Milch mehr braucht. Das im Fleisch enthaltene, in diesem Entwicklungsstadium besonders wichtige Eisen ist besser verwertbar, wenn Sie Ihrem Baby anschließend Vitamin-C-reichen Obstbrei anbieten – am besten erst dann, wenn es das Menü gut annimmt und verträgt. Ersetzen Sie doch die Fleisch-Komponente des Breis ab und zu durch Fisch. Fisch ist grundsätzlich reich an Omega-3-Fettsäuren.

Kann ich mein Baby vegetarisch oder vegan ernähren?

Bei Babys und Kleinkindern ist eine vegane Ernährung ohne Fleisch und Milch nicht zu empfehlen, da eine rein pflanzliche Ernährung die Nährstoffbedürfnisse nicht stillen kann. Eine vegetarische Ernährung von Kleinkindern ist möglich, sofern nährstoffreiche Lebensmittel wie Gemüse, Obst und Vollkornprodukte auf den Tisch kommen. Zudem sollte das Kind regelmäßig Milchprodukte, Eier und Fisch bekommen. Folgende Nährstoffe sollten Eltern bei einer vegetarischen Lebensweise aber im Auge behalten: Eisen, Eiweiß, Zink, Calcium, Vitamin B12, Vitamin D und Omega-3-Fettsäuren. Bevor Sie Ihr Baby vegetarisch ernähren, sprechen Sie aber mit Ihrem Kinderarzt darüber.

6.–8. Monat: Milch-Getreide-Brei am Abend

Ist Ihr Kind sechs bis acht Monate alt, können Sie allmählich einen Milch-Getreide-Brei als Abendmahlzeit einführen – entweder aus dem Gläschen oder selbst angerührt. Die enthaltene Milch gewährleistet ergänzend zu Muttermilch oder industrieller Säuglingsmilch die Versorgung mit Eiweiß und Kalzium. Grundlage für den Brei ist unverdünnte Vollmilch (3,5 % Fett). Als Getreide eignet sich vor allem Reis, Hafer oder Hirse.

Umgang mit allergenen Lebensmitteln

Keine Angst vor glutenhaltigen Getreidesorten: Mit einem Verzicht beugen Sie keiner Glutenunverträglichkeit (Zöliakie) vor, so die Auskunft der Deutschen Zöliakie-Gesellschaft e. V.

Entgegen der weitverbreiteten Meinung ist auch Kuhmilch im Brei unbedenklich. Laut Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft bietet das Meiden oder die verzögerte Einführung von Kuhmilch keinen Schutz vor Allergien. Ganz im Gegenteil fördert ein bewusster Kontakt mit möglichen Allergenen wie Kuhmilch oder Gluten im ersten Lebensjahr die Toleranzentwicklung im Kindesalter. Zum Trinken sollte Kuhmilch aber erst gegen Ende des ersten Lebensjahres im Rahmen der Brotmahlzeiten auf den Tisch kommen.

7.–9. Monat: Obst-Getreide-Brei am Nachmittag

Als Zwischenmahlzeit bietet sich nach sieben bis neun Monaten selbst gemachter oder aus dem Gläschen gefütterter Obst-Getreide-Brei an. Er ersetzt die Milchmahlzeit am Nachmittag. Damit das in Getreide enthaltene Eisen optimal aufgenommen werden kann, sollte der Brei keine Milch oder Milchprodukte enthalten.

Wie viel soll mein Kind nach der Einführung von Beikost trinken?

Da Sie inzwischen drei Milchmahlzeiten durch Brei ersetzt haben, benötigt Ihr Kind zusätzlich Flüssigkeit zu jedem Brei. Am besten eignen sich Wasser oder ungesüßte Kräuter- und Früchtetees.

Zu Beginn der Beikost genügen etwa 200 Milliliter, also etwa eine Tasse pro Tag. Je mehr Breimahlzeiten dazukommen, desto höher wird auch der Flüssigkeitsbedarf. Spätestens mit Einführung des dritten Breis sollte Ihr Baby täglich etwa 400 Milliliter trinken.

10. – 12. Monat: Frühstück am Vormittag

Ist Ihr Kind etwa zehn Monate alt, können Sie Vormittags nun die Milchmahlzeit durch ein Frühstück, wie beispielsweise eine Scheibe Brot mit Butter oder Frischkäse oder ein Milch-Müsli, ersetzen. In diesem Alter erfolgt auch langsam der Übergang von Breikost zu fester Nahrung. Geben Sie Ihrem Kind zunehmend stückigeres Essen, wie beispielsweise kleine Nudeln, Reis, weich gekochtes Gemüse, ein Stück Banane oder Birne.Mit etwa einem Jahr kann Ihr Kind am Familientisch mitessen. Achten Sie auf eine kindgerechte Würzung der Speisen. Sie sollten nicht scharf, salzig oder sehr süß sein.

Weitere Tipps und Antworten auf wichtige Fragen zum Beikoststart gibt es auch in diesem Video:

Dein Beikostplan – für eine ausgewogene Beikosteinführung!

Der Übergang von der reinen Milchnahrung zur Breikost und zur Familienkost ist ein wichtiger Schritt in der Entwicklung eines Kindes. Wichtig ist, dass die Breie nacheinander und der Entwicklung des Kindes entsprechend eingeführt werden.

Mit zunehmendem Alter wird dein Baby allein von der Muttermilch oder Säuglingsmilch nicht mehr satt. Dann ist der Zeitpunkt gekommen, um mit der Beikost zu beginnen. Doch welcher Brei ist wann der richtige? Und zu welcher Tageszeit sollte der Brei hinzugefüttert werden? Unsere Infografik bietet dir einen optimalen Überblick für eine gesunde und ausgewogene Ernährung deines Lieblings.

Beachte, dass alle Angaben in der Infografik Empfehlungen unserer Ernährungsberater und -experten sind. Jedes Baby und jedes Kleinkind entwickelt sich anders. Auf diese Entwicklung dürfen sich junge Eltern individuell einstellen. Und es gilt: Es ist wichtig, dass dein Baby auch neben der Beikost gestillt wird oder Säuglingsmilchnahrung bekommt. Die Milchmahlzeiten werden erst nach und nach durch Beikost ersetzt. Du kannst dein Baby also während der Beikostphase und auch darüber hinaus weiterhin stillen, solange du und dein Baby es mögen.

Die Milchnahrung

In den ersten vier bis sechs Monaten ist es schwierig, die Mahlzeiten strikt einzuteilen. Muttermilch oder Säuglingsmilch können hier immer nach Bedarf gefüttert werden. Trinkt ein Baby bei den einzelnen Mahlzeiten eher wenig, kannst du es öfter anlegen. Im ersten Monat kann das unter Umständen alle 1 bis 3 Stunden sein.

Beikoststart: Zwischen dem 5. und 7. Monat empfohlen

Beim Saugen an der Brust oder der Flasche musste die Zunge gleichmäßig nach vorn gedrückt werden. Mit dem Start der Beikost hat sie die Aufgabe, den Brei nach hinten zu schieben. Diesen Entwicklungsschritt schaffen die Babys meist nicht vor dem fünften Monat. Denn das erfordert ein wenig Übung.

Da sich jedes Baby anders entwickelt, kann kein genauer Zeitpunkt zur Beikosteinführung festgemacht werden. Von Experten für Kleinkind- und Babyernährung wird empfohlen, dass mit dem Start der Beikost zwischen dem 5. und 7. Monat begonnen werden soll. Achte darauf, wann dein Baby bereit für Brei ist. Anzeichen, wann dein Baby bereit für Beikost ist, können die Folgenden sein: Dein Baby interessiert sich für das, was ihr esst/du isst. Es kann sich selbst Dinge in den Mund stecken und es drückt den Brei nicht mit der Zunge heraus. Es kann seinen Kopf aufrecht und stabil halten, wenn du es im Sitzen stützt.

Ist das Baby noch nicht bereit für Beikost und macht entsprechende Anzeichen (z.B. den Kopf wegdrehen, Brei aus dem Mund drücken), dann warte noch und versuche es nach 1 bis 2 Wochen nochmals. Auch muss es sich an den neuen Geschmack gewöhnen. Häufig müssen Babys neue Lebensmittel mehrmals probieren, bevor sie sie mögen. Lehnt dein Baby eine neue Zutat ab, solltest du sie in regelmäßigen Abständen erneut anbieten. Manchmal dauert es bis zu acht- bis zehnmal, bevor sie von den Kleinen akzeptiert und gemocht werden.

Kinder entwickeln sich in diesem Alter noch sehr unterschiedlich, das heißt manche Kinder sind mehr daran interessiert, Laufen zu lernen, andere haben größeres Interesse am selbstständigen Essen. Geh auf das individuelle Tempo deines Kindes ein. Probiere gemeinsam, was dein Kind schaffen kann und was noch nicht.

Hinweis: Je älter dein Kind ist und je mehr es sich bereits an die Beikost gewöhnt hat, sollte der Brei zunehmend stückiger werden, da das dein Baby beim Kauenlernen unterstützt. So schaffst du beste Voraussetzungen für den Start in die Familienkost.

Rezept-Tipps für Babybreie

Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei

90-100g Gemüse
40-60g Kartoffeln
15-20g (2 – 3 Esslöffel) Obstsaft oder reines Obstpüree
8-10g (1 ½ Teelöffel) Rapsöl
20-30g Fleisch
Wasser nach Bedarf

Milch-Getreide-Brei

200g Milch
20g Getreideflocken
20g (2 Esslöffel) Obstsaft oder Obstpüree

Getreide-Obst-Brei

20g Getreideflocken
90g Wasser
100g Obst
5g Rapsöl

Der Übergang zur Familienkost: Zwischen dem 10. Und 12. Monat empfohlen

Mit der Zeit werden nun immer mehr Milchmahlzeiten durch Breie ersetzt und gegen Ende des 1. Lebensjahres gehen die gelernten Breie mehr und mehr in die Familienkost über. Zwischen dem 10. und dem 12. Lebensmonat fängt dein Kind an, sich mehr für das Familienleben zu interessieren. Und sobald dein Kind aufrecht sitzen kann, kann es mit am Familientisch sitzen. Nach und nach werden die Speisen der Eltern oder Geschwister immer interessanter.

Ab etwa dem 10. bis 12. Monat kann man ohne Bedenken in die Phase der Familienkost starten. Jetzt ist es an der Zeit, dass dein Kind einzelne Komponenten aus der Familienküche zu essen bekommt. Kochst du zum Beispiel Fleisch mit Karotten und Kartoffeln, kann dein Kind die zerdrücken Karotten und Kartoffeln sowie klein geschnittenes Fleisch schon gut essen.

Zu Beginn der Familienkost-Phase wird die Änderung der Mahlzeiten wahrscheinlich noch für ein wenig Unruhe sorgen. Mit ein bisschen Geduld werden sich aber alle daran gewöhnen. Achte auf einen möglichst regelmäßigen Mahlzeitenrhythmus, das gibt deinem Kleinen mehr Sicherheit und Struktur.

Ab wann sollte ich meinem Kind Wasser zum Trinken anbieten?

Mit der Einführung von Beikost erfolgt die Flüssigkeitszufuhr noch genauso wie in den ersten Lebensmonaten über das Stillen oder Säuglingsmilch. Da aber mit der Einführung der Breie die Milchmenge sinkt und Beikost nicht so viel Flüssigkeit enthält wie Milch, braucht das Baby zusätzlich etwas zu trinken. Grundsätzlich lässt sich sagen, dass du deinem Baby zusätzlich Wasser zu trinken anbieten kannst, sobald du den ersten Brei zufütterst.

Wichtig ist jedoch, dass du deinem Kleinen täglich ca. 200-600 ml Wasser zu trinken gibst, sobald du beginnst, den dritten Brei einzuführen. Biete deinem Kind zu jeder Mahlzeit auch ein Getränk an, damit es lernt, dass Trinken zur Mahlzeit dazugehört. Außerdem sollte das Kleine das Wasser im Becher oder Glas angeboten bekommen.

Trinken lernen: So klappt es mit Becher, Glas und Tasse

Mit einem Klick auf das Bild kannst du dir den Beikostplan als PDF speichern oder runterladen!

HiPP Ernährungsplan für das erste Jahr

  • Details zur Ernährung bei allergiegefährdeten Babys finden Sie hier
  • Muttermilch oder hypoallergene Anfangsnahrung wie HiPP Pre HA COMBIOTIK® oder HiPP HA 1 COMBIOTIK®
  • Für den Start mit der Beikost gelten nach wissenschaftlichen Erkenntnissen die gleichen Empfehlungen wie für Kinder ohne erhöhtes Allergierisiko. Richten Sie sich nach der Entwicklung Ihres Kindes und beginnen Sie mit Beikost frühestens nach dem 4. Monat und spätestens nach dem 6. Monat – ein späterer Beikoststart bietet keinen besseren Schutz vor Allergien.
  • Wichtig ist, die Beikost stufenweise in den Speiseplan Ihres Babys einzuführen. So hat Ihr Baby Zeit, sich an die neue Nahrung zu gewöhnen und Sie können stets erkennen, welche Lebensmittel es gut verträgt.
  • Wenn das Baby Beikost bekommt und eine Milchmahlzeit vollständig durch Brei ersetzt wurde, kann nach sechs Monaten begleitend zur Beikost von Pre HA COMBIOTIK® oder HA1 COMBIOTIK® auf HA2 COMBIOTIK® umgestellt werden. Wenn Sie Fragen zur Beikosteinführung oder zur Ernährung Ihres Kindes haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Kinderarzt oder Ihre Hebamme.
  • Auch wenn wir Veränderungen an unseren Produkten deutlich kennzeichnen, möchten wir Ihnen folgendes ans Herz legen: Besteht bei Ihrem Kind eine Allergie oder Nahrungsmittel-Unverträglichkeit, empfehlen wir Ihnen, immer vor der Verwendung eine Lebensmittels die jeweilige Zutatenliste prüfen.
    Auch dann, wenn Sie das Produkt regelmäßig verwenden.

Beikostplan für dein Baby: richtig zufüttern

Wohl alle Eltern wollen ihrem Baby einen möglichst gesunden Start ins Leben ermöglichen. Dazu gehört zweifellos auch die richtige Ernährung. Zunächst ist alles recht einfach: das Baby wird gestillt und wenn das nicht funktionieren sollte, bekommt es das Fläschchen. Doch irgendwann ist es soweit: Die Eltern müssen sich mit dem Beikostplan des Babys auseinandersetzen. Ab welcher Woche gibt es Beikost? Ab wann bekommt das Baby Familienkost? Welches Getreide ist gut für das Baby?

Es ist gar nicht so einfach, hier den richtigen Weg zu finden. Das fängt schon damit an, dass Hersteller von Babybreien damit werben, nicht allzu lange mit dem Zufüttern zu warten. Verständlich, dass Eltern sich hiervon schnell verunsichern lassen, schließlich will jeder nur das Beste für sein Baby. Die Frage nach dem richtigen Zeitpunkt für die Beikost und nach dem Beikostplan stellt sich also vermutlich allen Eltern.

Der Beikostplan ist in jedem Fall ein wichtiger Wegweiser, wenn du dein Baby gesund ernähren willst. Je älter das Kind wird, desto mehr Nährstoffe braucht es und nach und nach – ganz langsam – wird das Stillen durch die Gabe von Brei abgelöst.

Muttermilch und Säuglingsmilch

Muttermilch hat ausgesprochen viele Vorteile: Die Zusammensetzung ist perfekt an die kindlichen Bedürfnisse angepasst, sie enthält wichtige Nährstoffe für Wachstum und Entwicklung des Kindes, noch dazu ist sie hygienisch einwandfrei und richtig temperiert. Nicht zu vergessen: sie ist immer verfügbar, kostenlos und ungemein praktisch. Und sie passt sich ändernden Bedürfnissen deines Babys optimal an.

Es sprechen also genügend Gründe dafür, dass Baby so lange wie möglich zu stillen und nicht vorschnell mit der Beikost zu beginnen. Und auch wenn du bereits den ersten Brei einführst, solltest du dein Kind darüber hinaus noch weiterstillen.

Selbiges gilt für Flaschenkinder. Auch bei ihnen muss die Beikosteinführung behutsam und nicht zu früh ablaufen. Pre-Milch ist weiterhin wichtiger Ernährungsbestandteil.

Baby Ernährung 5. bis 9. Monat: Einführung der Beikost

Immer wieder wird behauptet, dass es zwischen dem 4. und 6. Monat so langsam Zeit wird, sich über die Beikosteinführung Gedanken zu machen. Dennoch solltest du dich davon nicht verunsichern lassen: jedes Babys ist zu einem anderen Zeitpunkt reif für die Beikost und erfahrungsgemäß sind es sogar nur die wenigsten Babys vor dem 6. Monat, die meisten eher erst kurz danach. Achte auf die Beikostreifezeichen deines Kindes, dann wird das Thema Beikost für dich und dein Baby nämlich deutlich entspannter!

Babys, die noch nicht reif sind für Beikost, tun sich damit schlichtweg schwer und sollten lieber noch eine Weile weitergestillt werden. Das schadet ihnen nämlich nicht, ganz im Gegenteil!

Beikostplan Einführung Tabelle

Alter/Tageszeit 5-7 Monate 6-8 Monate 7-9 Monate ab 10 Monaten

*Diese Tabelle dient als grobe Richtlinie. Mutter- oder Säuglingsmilch sollten weiterhin zu den Brei-Mahlzeiten verabreicht werden und sind im ersten Lebensjahr Hauptnahrungsmittel.

Beikost Plan: Wann wird welcher Brei gefüttert?

Was zunächst ziemlich kompliziert klingt, ist eigentlich ganz einfach. Die Empfehlungen für die Reihenfolge der Beikost Einführung basieren auf dem Ernährungsplan des Forschungsinstituts für Kinderernährung in Dortmund. Dabei folgt die Einführung der Beikost einer gewissen Reihenfolge, um dein Baby und seine Verdauung langsam an Brei zu gewöhnen. Nachfolgend sind die Breisorten beschrieben, die laut Beikostplan eingeführt werden. Wie du den ersten Brei am besten verabreichen kannst, findest du im Artikel zur Beikosteinführung.

1. Brei: Gemüse-Brei und Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei

Es wird empfohlen, dem Baby als ersten einen Gemüsebrei zu füttern und zwar in der Regel um die Mittagszeit. Dieser kommt also als erster Brei auf den Tisch und das meistens zwischen dem 5. und dem 7. Monat, je nach Beikostreife. Am Anfang eignen sich süße Gemüsesorten wie Kürbis, Karotte oder Pastinake, da die Muttermilch auch süß schmeckt. Die Akzeptanz ist dann größer. Sorge später gut für Abwechslung bei den Gemüsesorten, damit dein Kind viele Geschmäcke kennen lernt.

Wenn dein Baby diese Gemüsesorten gut verträgt, kannst du gut pürierte Kartoffeln auf den Ernährungsplan des Babys setzen. Manche geben auch einen Tropfen hochwertigen Öls in den Brei, damit die Vitamine besser aufgenommen werden können. Wenn du nach dem Essen stillst, sollte das aber nicht nötig sein.

Zuletzt kannst du dem Brei mageres Fleisch hinzugeben, wie Huhn oder Rind. Dadurch erhält dein Baby Eisen und Vitamin B12. Hin und wieder kannst du das Fleisch auch durch Seefisch ersetzten, um dein Kind mit Omega-3-Fettsäuren und Jod zu unterstützen. Achte hier, wie bei allen Zutaten, auf eine gute, biologische Qualität. Mit Schadstoffen belastete Nahrung schadet auch deinem Kind.

2. Brei: Milch-Getreide-Brei

Als nächstes steht beim Baby Beikostplan der abendliche Milch-Getreide-Brei auf dem Programm und zwar mit etwa 6-8 Monaten. Getreide ist ein wichtiger Nährstofflieferant, er hat allerdings auch Allergie-Potenzial. Auch Kuhmilch ist ein oft diskutiertes Thema, da sie ebenso Allergien und Unverträglichkeiten auslösen kann.

Ernährungswissenschaftler sehen die Zusammensetzung der Kuhmilch kritisch. Der Eiweiß- und Mineralstoffgehalt sei einfach zu hoch. Dazu finden sich auch zu wenig mehrfach ungesättigte Fettsäuren, zu wenig Eisen und Jod darin. Die Bestandteile sind eben für Kälber und nicht für Menschenbabys ausgerichtet.

Das betreffe allerdings Kuhmilch als reines Getränk. Ab dem sechsten Monat wären kleine Mengen im Getreide-Brei jedoch in Ordnung. Denn dann ist die Verdauung des Babys meist im Stande, die Milch zu verarbeiten.

Alternativ bereitest du den Brei mit Wasser zu und stillst dein Kind danach noch. Oder du verwendest spezielle Säuglingsmilch (pasteurisiert und ultrahoch erhitzt) für den Brei.

3. Brei: Getreide-Obst-Brei

An der dritten und letzten Stelle beim Beikostplan steht der Obst- und Getreide-Brei, der in der Regel zwischen dem 7. und 9. Monat eingeführt und nachmittags gefüttert wird. Dieser Brei ist milchfrei und somit eiweißarm. Als Obstsorten kommen zum Beispiel Banane, Apfel, Birne und Pfirsich in Frage.

Egal, um welchen Brei es sich handelt: Nach und nach darfst du ruhig etwas variieren und unterschiedliche Getreide-, Obst- und Gemüsesorten ausprobieren. Mag dein Baby etwas nicht, probiere es einfach ein paar Wochen später nochmal aus.

Ernährungsplan Baby 10. – 12. Monat: Einführung Familienkost

Bis das Baby an der Familienkost teilnehmen kann, dauert es etwas. Es wird geraten, damit erst mit dem 10. Monat zu beginnen. Dabei darfst du ruhig ein wenig experimentieren: Das Kind kann jetzt bei den Erwachsenen mitessen. Lass es am besten immer mal wieder etwas von deinem Teller probieren, so kann es auf den Geschmack kommen. Wichtig: das Essen sollt ein diesem Fall keinesfalls gewürzt oder gesalzen sein.

Auch morgens darf dein Kind jetzt am Familientisch mitessen. In der Regel ist das Obst, Obstsaft, Joghurt oder weiches Müsli bzw. Getreide.

Vegetarische oder vegane Kost für das Baby?

Kann bzw. darf man Babys vegetarisch ernähren? Daran scheiden sich immer wieder die Geister. Wenn man sich aber eingehender mit der Materie beschäftigt, kommt man zu dem Schluss: Ja, man darf. Es gibt quasi nichts, was nicht auch in pflanzlicher Kost vorkommen würde, mit einer Ausnahme: Vitamin B12.

Für alle Formen der Ernährung gilt, dass es abwechslungsreich sein sollte – und das ist heute mit einer vegetarischen Ernährung völlig problemlos möglich, einzig und allein auf das Vitamin B12 sollte geachtet werden.

Wer sein Kind vegetarisch ernähren will, sollte darauf achten, dass es genug Eisen zu sich nimmt, da Milchprodukte die Eisenaufnahme hemmen. Eisen steckt vielmehr in Innereien von Tieren, die man einem Baby ohnehin nicht gibt. Eisen steckt aber auch in Haferflocken oder Hirse und viele anderen Getreidesorten.

Willst du dein Kind vegan ernähren, suche dir am besten einen kompetenten Ernährungsberater. Mache dich mit Fachliteratur schlau und lies Artikel und Expertenmeinungen. Lasse regelmäßig kontrollieren, ob dein Kind sich gut entwickelt und ob alle nötigen Nährstoffe mit der Ernährung abgedeckt sind. Wenn du alles richtig machst, ist das kein Thema. Bei unzureichender Kompetenz kann das Kind Mangelernährung erleiden, die seine Entwicklung beeinträchtigt. Die meisten Kinder- und Jugendärzte raten jedoch von einer rein veganen Ernährung bei Babys eher ab.

Getränke laut Ernährungsplan für dein Baby

Wie viel sollen Babys eigentlich trinken? Trinken ist schließlich wichtig. Vor allem in der Zeit, in dem das Baby noch die Brust bekommt, sind viele Eltern verunsichert. Reicht das als Flüssigkeitsmenge aus? Ab wann darf das Baby Wasser oder Tee trinken? Welche Getränke eignen sich am besten?

Dein Baby sollte Wasser oder Tee am besten erst mit einem halben Jahr im Rahmen des Beikostplans bekommen. Durch die schrittweise Einführung der Beikost ist der Flüssigkeitsbedarf deines Babys höher und das Stillen reicht für die Flüssigkeitsversorgung nicht mehr aus. Babys haben ab der ersten Breimahlzeit einen zusätzlichen Flüssigkeitsbedarf von etwa 400 Milliliter, zusätzlich zur gefütterten Menge an Milch.

Gut geeignet als Getränk für das Baby ist Wasser ohne Kohlensäure, ungesüßte Kräutertees und Früchtetees. Auf Pfefferminztees sollte bei Babys verzichtet werden, da sie Menthol enthalten. Gemüse- und Fruchtsäfte hingegen enthalten zu viel Zucker. Wenn es sein muss, dann nur als Schorle im Verhältnis 4:1 anbieten. Meist wird ein Baby von sich aus keine gesüßten Getränke verlangen. Oft wollen die Großen das Kind verwöhnen und führen sie erst an die Zuckerbomben heran, die dann natürlich angenommen werden.

Nachfolgend findest du eine Auflistung über die empfohlenen Trinkmengen am Tag.

Milchmenge bei Babys, die mit Stillen oder Fläschchen gedeckt wird:

  • Neugeborenes: 30 Milliliter bis 80 Milliliter pro Mahlzeit in der ersten Woche
  • Baby 2 Monate: bis 100 Milliliter pro Mahlzeit
  • Baby 3 Monate: bis 130 Milliliter pro Mahlzeit
  • Baby 4 Monate: bis 170 Milliliter pro Mahlzeit
  • Baby 5 Monate und älter: bis 200 Milliliter pro Mahlzeit

Geschätzte Trinkmenge, wenn zugefüttert wird. Zusätzlich zum Stillen oder Fläschchen:

  • 400 Milliliter und mehr ab dem ersten Brei
  • 600 Milliliter und mehr ab der Familienkost
  • 700 Milliliter und mehr bei Zwei- bis Dreijährigen
  • Ca. 1,5 Liter bis zum siebten Lebensjahr

Beikostplan: Empfehlungen für allergiegefährdete Babys

Gerade das Allergieproblem bereitet viele Eltern Kopfzerbrechen: Kuhmilchallergie, Zöliakie und viele weitere Unverträglichkeiten sind auf dem Vormarsch.

Grundsätzlich wird empfohlen, dem Baby im ersten Jahr überhaupt keine Kuhmilch und auch keine andere Tiermilch zum Trinken zu geben, da diese als allergieauslösend gelten. Auch Sojamilch eignet sich im ersten Lebensjahr noch nicht.

Wenn das Kind auf die ersten Beikost Getreide-Breie mit Bauchschmerzen oder Blähungen reagiert, solltest du am besten stattdessen auf Hirse oder andere glutenfreie Getreidesorten zurückgreifen. Veränderungen der Haut deuten ebenso auf eine Unverträglichkeit hin.

Die erste Empfehlung als Prävention gegen Allergien ist und bleibt das Stillen und zwar so lange wie möglich.

Nahrungsergänzung für das Baby?

Säuglinge bekommen in ihrem ersten Lebensjahr sowohl Vitamin K als auch Vitamin D, außerdem Fluorid als Nahrungsergänzung verabreicht. Vitamin K wird während der Vorsorgeuntersuchungen in Tropfenform verabreicht, Vitamin D ab der 2. Lebenswoche als Tablette oder ebenfalls in Tropfenform, genau wie auch Fluorid. Am besten, du befragst deinen Arzt zu diesem Thema.

Fazit

Beim Thema Einführung von Beikost brauchst du vor allem eins: sehr viel Geduld. Denn beim Essen gilt genau wie überall: es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Babys müssen das Essen vom Löffel erst lernen, da es ganze anders funktioniert als das Trinken an Brust oder Flasche. Lass deinem Baby Zeit, sei geduldig und zwinge es zu nichts. Babys sind keine Gourmets, sondern lehnen oftmals vieles erst einmal ab.

Halte dich an den oben genannten Beikostplan für dein Baby, aber siehe es nicht als zwingend an – auch hier darfst du ruhig etwas flexibel bleiben.
Jedes Kind lernt früher oder später essen. Das eine Baby ist ein schlechter Esser, das andere ein guter. Auf jeden Fall solltest du jetzt die Grundlagen legen für eine gesunde Ernährung, denn gerade das ist im ersten Lebensjahr eine wichtige Basis für ein gesundes Leben deines Kindes.

In meinem Lebenslauf finden sich neben dem Abschluss eines wirtschaftlichen Studiums auch Stationen im Bereich Marketing und Kommunikation. Als mein Kind zur Welt kam, eröffnete sich ein neues Universum. Selbst erschlagen vom Angebot für Eltern und ihre Kinder, hätte ich mir oft einfache Entscheidungshilfen gewünscht. Zusammen mit dem Team von babysicherheit24.de beschäftige ich mich eingehend mit der Materie. Mein Wissen und meine Erfahrungen der letzten 8 Jahre Elternschaft möchte ich nun mit unseren Lesern teilen.

Baby-Ernährungsplan

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Baby-Ernährungsplan für das erste Lebensjahr

Die Babyernährung von der Milch zum Brei: Das Forschungsinstitut für Kinderernährung in Dortmund (FKE) hat einen Baby-Ernährungsplan für das erste Lebensjahr entwickelt. Da geht es schrittweise zur ersten Beikost. Was kommt in welchem Monat auf den Tisch? Wann gibt es den ersten Drink ohne Milch?

Hier kannst Du Dir den Baby-Ernährungsplan als PDF-Datei speichern oder ausdrucken.

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Baby-Ernährungsplan: 1. bis 4. Monat

In den ersten vier Lebensmonaten ist die Ernährung Deines Babys noch recht unkompliziert. Das Baby in dieser Zeit ausschließlich zu stillen empfehlen die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und viele Fachgesellschaften sowie der Baby-Ernährungsplan des FKE. Mit der Muttermilch bekommt Dein Baby alles, was es braucht.

Wenn Du nicht stillen kannst oder möchtest, fütterst Du Dein Baby in den ersten Monaten mit spezieller Babymilchnahrung. Auch diese enthält alle wichtigen Nährstoffe, damit sich Dein Baby gesund entwickelt. Getränke sind nach dem Baby-Ernährungsplan in diesem Zeitraum noch nicht notwendig, da Muttermilch oder Milchnahrung auch den Durst des Babys stillen.

Weitere Infos zu diesen Themen erhältst Du in unseren Spezialen:

Stillen

In unserem Stillen Spezial findest Du viele hilfreiche Tipps und Hinweise, mit denen das Stillen für…

Babyfläschchen

Wenn Du nicht stillen kannst oder möchtest oder mit der Beikost startest, spielen das Fläschchen und…

Zusätzlich zur Milchernährung empfiehlt der Ernährungsplan für Babys Vitamin K, Vitamin D und Fluorid:

  • Vitamin K spielt eine wichtige Rolle bei der Blutgerinnung und wird Babys in der Regel während der ersten drei U-Untersuchungen vom Kinderarzt verabreicht. So bekommen sie zwei Dosen innerhalb der ersten Lebenswoche, die dritte bis zum Ende des ersten Monats.
  • Vitamin D dient zur Vorbeugung von Rachitis, einer Erkrankung, bei der sich die weichen Knochen von Kindern verformen. Vitamin D sollte nach dem Baby-Ernährungsplan ab der zweiten Lebenswoche das ganze erste Lebensjahr über verabreicht werden. Empfohlen wird eine Dosis von 400 bis 500 IE (Internationale Einheit) pro Tag. Heutzutage passiert das meist in Form von Tabletten. Der Körper bildet Vitamin D nur unter Einwirkung von Sonnenlicht selbst. Deshalb empfiehlt der Ernährungsplan für Babys, die im Winter geboren sind, auch im zweiten Winter noch Vitamin D.
  • Fluorid empfehlen die Ernährungsexperten des FKE zur Vorbeugung von Karies. Es wird üblicherweise im ersten Lebensjahr in Kombination mit Vitamin D als Tablette verabreicht. Als Richtwert gilt für gestillte Säuglinge eine Menge von 0,25 mg Fluorid täglich. Babys, die mit Flaschennahrung ernährt werden, haben in der Regel den gleichen Bedarf, sofern das Wasser, mit dem die Fläschchen zubereitet werden, weniger als 0,3 mg Fluorid pro Liter enthält. Enthält es mehr Fluorid, ist die zusätzliche Verabreichung von Fluorid in Tablettenform überflüssig. Die genaue Dosierung klärst Du am besten immer mit Deinem Kinderarzt ab.

Baby-Ernährungsplan: 5. bis 7. Monat

Ab Ende des vierten Monats bis zum sechsten Monat kann fürs Baby die Einführung von Beikost auf dem Ernährungsplan stehen. Beachte jedoch: Die WHO empfiehlt, einen Säugling während der ersten sechs Lebensmonate ausschließlich zu stillen.

Für Eisen und andere wichtige Nährstoffe sieht der Baby-Ernährungsplan des FKE vor, mittags die Milchmahlzeit durch einen Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei zu ersetzen. So bleibt Deinem Baby bis zum Schlafengehen ausreichend Zeit, die Nahrung zu verdauen. Sollte es allerdings besser in Euren Tagesablauf passen, wenn Du die Mahlzeit am Abend fütterst, ist das genauso mit dem Baby-Ernährungsplan vereinbar.

Viele weitere Informationen hierzu erhältst Du in unserem Spezial:

Beikost

Die Einführung von Beikost wirft unzählige Fragen auf. In unserem Spezial findest Du viele Tipps zum…

Mit den ersten Breien braucht Dein Baby mehr Flüssigkeit. Da darf es neben den verbleibenden Milchmahlzeiten immer mal wieder etwas zu trinken sein. Am besten geeignet sind laut Baby-Ernährungsplan stilles Wasser oder ungesüßte Tees, wie zum Beispiel der speziell auf Babys ausgerichtete, zuckerfreie Tee „Hipp erster Wohlfühl-Tee“Anzeige mit Bio-Fenchel, Bio-Anis und Bio-Kümmel.

Weitere Informationen dazu erhältst Du in unserem Artikel „Wasser, Tees und Säfte – Was soll Dein Baby trinken?„.

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Baby-Ernährungsplan: 6. bis 8. Monat

Wenn sich das Baby etwa einen Monat lang an die neue Mahlzeit gewöhnt hat, kannst Du den Milch-Getreide-Brei einführen. Der Baby-Ernährungsplan empfiehlt, mit diesem Brei üblicherweise die Milchmahlzeit am Abend zu ersetzen. Ihr füttert zu dieser Tageszeit den Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei? Dann passt der Milch-Getreide-Brei auch am Morgen in den Speiseplan.

Der Flüssigkeitsbedarf steigt mit dem zweiten Brei weiter an. Das heißt: Es darf ein Drink mehr sein, wenn Dein Kind Lust darauf hat.

Beachte auch hier: Die WHO empfiehlt das ausschließliche Stillen während der ersten sechs Lebensmonate. Erst danach sollte neben Stillmahlzeiten bis zum 2. Lebensjahr oder darüber hinaus nahrhafte Beikost zugefüttert werden.

Baby-Ernährungsplan: 7. bis 9. Monat

Nach abermals mindestens einem Monat Gewöhnungsphase steht auf dem Baby-Ernährungsplan der dritte Brei. Der Getreide-Obst-Brei ist eine besonders vitaminreiche Zwischenmahlzeit. Darum ersetzt sie entweder am Vormittag oder am Nachmittag eine weitere Milchmahlzeit. Drei Mal Brei und ein oder zwei Milchmahlzeiten – so sieht der Speiseplan Deines Babys dem Baby-Ernährungsplan des FKE zufolge etwa am Ende des neunten Monats aus. Sollte Dein Kind nachts aufwachen, wird es natürlich unabhängig von der Beikosteinführung nach Bedarf gestillt oder es bekommt das Fläschchen. Denn wann ein Kind durchschläft, ist sehr individuell.

Du kannst die Beikost für Dein Kind in fertigen Babygläschen kaufen oder auch selbst zubereiten. Ein Vorteil der eigenen Herstellung ist sicher, dass es kostengünstiger ist und Du selbst entscheiden kannst, beispielsweise welche Gewürze Dein Baby bekommt oder welche Zusätze Du lieber nicht verwenden möchtest. Wenn Du bei der Zubereitung auch noch Zeit sparen willst, ist ein Babynahrungszubereiter, wie beispielsweise das Modell Philips Avent 2-in-1 – mit über 1.000 Kundenrezensionen auf Amazon,Anzeige optimal.

Die selbst gemachte Beikost lässt sich gut einfrieren. Wichtig ist dabei jedoch, den Babybrei möglichst luftdicht zu verpacken. Unser Tipp: die KIDDO FEEDO Babynahrung-AufbewahrungAnzeige aus BPA-freiem, hochwertigem Silikon.

Ausreichend Flüssigkeit ist zu diesem Zeitpunkt wichtiger denn je.

Baby-Ernährungsplan ab dem 10. Monat

Etwa ab dem 10. Monat entwickeln viele Babys ein besonderes Interesse an festen Nahrungsmitteln. Das ist laut dem Baby-Ernährungsplan auch der richtige Zeitpunkt, um die Breimahlzeiten nach und nach mit der Familienkost abzulösen.

  • Der Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei geht dabei in eine warme Mahlzeit über.
  • Der Milch-Getreide-Brei wird von einer Brotmahlzeit, gegebenenfalls begleitet von einem Glas Milch, abgelöst.
  • Den Getreide-Obst-Brei ersetzen im Baby-Ernährungsplan zwei Zwischenmahlzeiten aus Früchten, Joghurt oder Gemüse am Vormittag und Nachmittag.
  • Schließlich wird auch die letzte Milchmahlzeit durch eine Brotmahlzeit ersetzt. Natürlich kannst Du Dein Kind auch weiter zusätzlich stillen, wenn Ihr beide das möchtet. Auch das ist mit dem Baby-Ernährungsplan vereinbar.

Mehr zur Einführung der Familienkost und einer ausgewogenen Ernährung für Dein Kind ab dem zweiten Lebensjahr erfährst Du in unserem Spezial:

Kinderernährung

Wie sieht eine gesunde Kinderernährung aus? Erfahre hier, welche Vitamine und Nährstoffe Kinder brau…

Baby-Ernährungsplan für allergiegefährdete Kinder

Für allergiegefährdete Babys, die gestillt werden, sieht der Baby-Ernährungsplan in den ersten vier Lebensmonaten keine besonderen Regelungen vor, denn Muttermilch ist die beste Vorbeugung gegen die Entwicklung einer Allergie. Solltest Du Dein Kind mit der Flasche füttern, empfiehlt der Baby-Ernährungsplan die Verwendung einer sogenannten HA-Nahrung. HA steht für „hypoallergen“ und bedeutet, dass das Milcheiweiß in der Milchnahrung aufgespalten wurde. Dadurch wird es für allergiegefährdete Babys verträglicher.

Spezielle Beikost für allergiegefährdete Kinder?

Bei Einführung der Beikost gelten für allergiegefährdete Babys heute in der Regel keine gesonderten Richtlinien mehr. Davon, Lebensmittel zu meiden, die im Verdacht stehen, dass sie eine Allergie auslösen könnten, rät das FKE ab.

Im Gegenteil: Der Baby-Ernährungsplan empfiehlt das Immunsystem des Babys schon früh mit verschiedenen Fremdallergenen zu konfrontieren, um so die Toleranzentwicklung zu fördern und Allergien vorzubeugen. Da neue Lebensmittel beim Beikoststart ohnehin idealerweise einzeln und nacheinander eingeführt werden, können Eltern eventuell auftretende Unverträglichkeiten leicht identifizieren und weitere Schritte mit dem Kinderarzt besprechen.

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