Ab wann baby baden

Kreativ darf man bei der Suche nach dem richtigen Badegefäß sein, denn die Badewanne taugt nur selten. Die Eltern stehen dabei gebückt und haben kaum die Möglichkeiten, ihr Baby richtig festzuhalten. Gerade zu Beginn benutzen viele Eltern daher gerne einen Badeeimer oder das Waschbecken. Der Badeeimer eignet sich sehr gut, wenn man das Bad einmal im warmen Wohnzimmer oder der Küche stattfinden soll. Auch in den Urlaub oder Weihnachten zu den Großeltern kann der Badeeimer (zumindest im Auto) gut mitreisen.

Steht das nasse Vergnügen an, sollten Sie auf 22 Grad aufheizen und darauf achten, dass das Baby keinen Hunger hat. Die richtige Wassertemperatur für Säuglinge liegt bei 37 bis 38 Grad. Bitte immer prüfen, damit es auf keinen Fall zu heiß und auch nicht zu kalt ist. Vorher gut umrühren!

Nicht übertreiben

Auch wenn es viel Spaß macht und der Nachwuchs nörgelt — spätestens nach zehn Minuten bitte das Bad beenden. Lege am besten schon vorab das Handtuch über die Heizung. Dann auf dem Wickeltisch unter dem Heizstrahler in wohliger Wärme abtrocknen, damit die Kleinen nicht auskühlen. Zum Schluss die kleine Wasserratte noch eincremen. Das erhöht den Schutz der Haut – und die Berührung schafft eine entspannte und wohlige Atmosphäre zwischen Baby und Eltern. Auch eine Babymassage gefällt vielen Kindern nach dem Baden gut. Oft schlafen sie nach solch einem Badefest besonders lange.

Dermatologen empfehlen: Babyhaut nur mit Wasser reinigen

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Berlin. Waschlotion, Windelpuder, Badezusatz, Pflegecreme, Hautöl, Wundschutz, Softseife. Die Palette an Kosmetika, die speziell für Babys verkauft werden, scheint unendlich – und ist oftmals überflüssig, wie Dermatologen und Verbraucherschützer warnen. „Nur für wenige Einsatzzwecke sind spezielle Produkte tatsächlich nötig“, erklärt die Stiftung Warentest in einem neuen Ratgeber. Auf Baby-Kosmetika aus der Drogerie sollten Eltern grundsätzlich verzichten, rät die Berliner Dermatologin Yael Adler.

„Vor allem durch die zahlreichen Duftstoffe in den Produkten wird der Grundstein für Kontaktallergien gelegt“, erklärt die Autorin des Sachbuches „Haut nah“. In Speckfältchen von Babys an Armen, Beinen oder an der Pofalte, wo sich die Feuchtigkeit sammelt, weiche die Schutzbarriere auf und die Allergene könnten die Oberhaut passieren. „Ein- bis zweimal die Woche mit klarem Wasser Baden reicht für die Babyhautpflege völlig aus“, sagt Adler. Auch die Verbraucherschützer der Stiftung Warentest raten dazu, Badezusätze und Schaumbäder wegzulassen – sie könnten die natürliche Hautbarriere gegen Keime abschwächen und das Kind anfälliger für Krankheiten machen.

Die Haut nie mit Öl eincremen oder massieren

Gerade bei ganz Kleinen regeneriere sich der Schutzfilm noch nicht so schnell wie bei älteren Kindern. Auch Seife ist tabu. Nur wenn Reste von Essen, Erbrochenem oder Verdauungsprodukten großflächig entfernt werden sollen, „können Eltern eine seifenfreie milde Waschlotion mit neutralem pH-Wert verwenden“. Auch von Öl als Badezusatz, zum Eincremen oder Massieren sollten Eltern absehen, warnt Adler. „Öl verbindet sich mit den Lipiden auf der Haut und wäscht sie durch Reiben aus, als Pflegemittel ist es deswegen völlig ungeeignet.“

Auf Dauer werde die Haut dadurch sogar trockener, Rötungen, Juckreiz und Risse sind die möglichen Folgen. Ausnahme: „Hartnäckige Reste aus der Windel lassen sich mit Öl gut vom Po entfernen“, ergänzt Adler. Beim Wickeln sollten Eltern reichlich Luft an den Babypo lassen, rät Stiftung Warentest, damit er gut abtrockne. Solange der Windelbereich nicht wund sei, müsse er auch nicht eingecremt werden. „Bilden sich doch einmal rote, trockene Stellen, hilft eine weiche Zinkpaste aus der Apotheke“, sagt Adler.

Cremes mit dem Bestandteil Aqua können zu Hauterfrierungen führen

Da bei Babys die Hautbarriere noch nicht voll entwickelt ist, kann eine wasserfreie Salbe im Winter die Gesichtshaut bei starker Kälte schützen. In der Drogerie werden dafür etwa „Wind-und-Wetter-Cremes“ angeboten. Eltern müssen aber genau auf die Inhaltsstoffe achten. „Oft ist ein Hauptbestandteil Wasser (Aqua), solche Cremes können zu Hauterfrierungen führen und sind nicht zum Schutz geeignet“, sagt Adler. Sinnvoller seien rückfettende Salben ohne Farb- und Duftstoffe.

Ein Blick ins Kleingedruckte auf der Rückseite verrät etwa, ob die rückfettenden Stoffe Glyzerin oder Urea enthalten sind. Das Stichwort „Parfum“ weist auf zugesetzte Duftstoffe hin. Auch wenn es sich dabei um natürliche ätherische Öle oder nach Biostandard produzierte Zusätze handelt, können diese Allergien auslösen, erklärt der Deutsche Allergie- und Asthmabund (DAAB). Besonders häufig ist das bei 26 Stoffen der Fall, die auch namentlich auf Kosmetika genannt werden müssen und in vielen Babyprodukten auftauchen. Der DAAB hat dazu eine Liste herausgegeben (PDF).

Anzeichen für Neurodermitis sind Juckreiz und Rötung

Auch das DAAB-Siegel auf Kosmetika kann Orientierung bieten, es „zeichnet Babyprodukte ohne Duftstoffe und allergieauslösende Konservierungsstoffe aus“, erklärt DAAB-Expertin Silvia Pleschka. Eine weitere Alternative sei pure 100 Prozent unraffinierte Sheabutter, ergänzt Adler. Ist die Babyhaut dennoch dauerhaft schuppig, gerötet oder juckt, könnten moderne Cremes mit hautähnlichen Lipiden ohne Emulgatoren helfen, die es auch in der Apotheke gibt

„Ob es sich bei trockener Haut um Anzeichen für Neurodermitis handelt, sollte der Kinderarzt oder Dermatologe beurteilen“, sagt Pleschka, „typische Anzeichen sind Juckreiz und Rötung der Haut vor allem in den Gelenkbeugen, am Nacken, im Gesicht, um die Augen.“ Handele es sich um Neurodermitis, sei eine spezielle Hautpflege in Absprache mit einem Arzt wichtig. „Bei akuten Neurodermitisschüben muss die Haut mit medizinischen Produkten behandelt werden“, so Pleschka.

„Nach dem Klo und vor dem Essen – Händewaschen nicht vergessen.“ Das lernen kleine Kinder schon im Kindergarten über Hygiene und das gilt auch für uns Große. Aber reicht das so?

Neulich schlenderte ich durch eine Drogerie, um einige Hygiene-Artikel zu besorgen. Ich wollte einfach nur ein Stück Seife für uns und eine Flüssigseife für die TeilnehmerInnen meiner Geburtsvorbereitungskurse kaufen. Was ich jedoch in den Regalen fand, war vor allem ein schier unüberschaubares Angebot an Desinfektionsmitteln. Besonders im Bereich Händewaschen gibt es ziemlich viele Produkte für den Privathaushalt, die ich bisher eigentlich nur aus Kliniken oder Arztpraxen kannte. Das hat mich doch sehr verwundert.
Aber auch Hautärzte und Hygieniker stehen dem inflationären Gebrauch von Antiseptika im Alltag grundsätzlich kritisch gegenüber und warnen vor einer drohenden Resistenzbildung. Und darüber hinaus sind viele der desinfizierenden Stoffe auf Dauer auch noch gesundheitsschädlich.

Handhygiene in der Geburtsklinik

Bei meinen Hausbesuchen begegnen mir ebenfalls zunehmend Desinfektionsmittel, anstatt der früher üblichen Seifen. Natürlich bekommen die jungen Familien nach der Geburt in der Klinik beigebracht, sich während des Stationsaufenthaltes stehts die Hände zu desinfizieren. Für einen Klinikaufenthalt ist diese Hygiene-Regel ja auch richtig. Dort sind extrem viele Menschen unterwegs, die ja teilweise sehr krank sind. Und wie es um die Handhygiene vieler Menschen steht, das erlebe ich ja selbst oft genug bei Toilettengängen in Restaurant- oder Kinowaschräumen. Da spazieren ansonsten sehr gepflegt wirkende Menschen ganz selbstbewusst am Waschbecken vorbei, ohne Wasser und Seife auch nur eines Blickes zu würdigen. Viele meiner Geschlechtsgenossinnen nähern sich dem Waschtisch nur, um den Lippenstift nachzuziehen, nicht aber, um sich die Hände nach dem Toilettengang zu waschen.

Wenn dieses Verhalten – und davon gehe ich aus – auch in Krankenhäusern gang und gäbe ist, dann bin ich doppelt und dreifach dafür, sich die Hände nicht nur gründlich zu waschen, sondern obendrein auch noch zu desinfizieren, bevor man sich einem Neugeborenen zuwendet.
Für uns als Klinikpersonal ist das ohnehin Pflicht. Und auch den Eltern wird das immer wieder geraten. Vor allem kleine Babys sollten sich nun wirklich nicht mit den besonders aggressiven Klinikkeimen infizieren, die sonst schön von Händen, zu Türklinken, zu Händen, und irgendwann dann zum Baby übertragen werden. Aber wie sieht das nun zu Hause mit der Hygiene aus?

Hygiene im Haushalt mit Baby

Wenn die Familien dann nach Hause kommen, gelten sofort ganz andere Regeln: Händewaschen – mit herkömmlicher Handseife und Wasser – ist die effektivste Methode, um im Alltag die Ausbreitung von Krankheitserregern zu verhindern. Zu diesem Schluss kommt übrigens auch eine entsprechende Studie. Dem oben genannten Merksatz: „nach dem Klo und vor dem Essen…“, sei noch hinzufügt:

  • nach dem Betreten der heimischen Wohnung
  • vor dem Zubereiten von Essen
  • nach dem Kontakt mit fremden Tieren

Grundsätzlich ist es natürlich wichtig, in einem Babyhaushalt auf Sauberkeit zu achten, um Babys und Kleinkinder vor Krankheitskeimen zu schützen. Und in den meisten Industrieländern ist die Kindersterblichkeit, infolge der guten hygienischen Bedingungen, entsprechend niedrig.
Aber: Gerade diese Kinder brauchen heute eher wieder mehr Schmutz als weniger. Wir schießen nämlich inzwischen übers Ziel hinaus und sind regelrecht hyperpingelig. Das sagen zumindest die Allergologen und sind darüber gar nicht glücklich:

Die Hygiene-Hypothese

„Die so genannte Hygiene-Hypothese, auch Bauernhof- oder seltener Urwaldhypothese genannt, beruht auf der Beobachtung, dass Allergien bzw. atopische Erkrankungen in den letzten Jahrzehnten in den Industrieländern und hier vor allem unter Stadtbewohnern stark zugenommen haben. Zudem hat sich in Studien bestätigt, dass Kinder, die auf einem Bauernhof aufwachsen, deutlich seltener an Asthma, Heuschnupfen oder anderen Allergien erkranken als Kinder, die nicht auf einem Bauernhof leben – selbst wenn sie im selben Ort wohnen. Dabei fand man heraus, dass der Aufenthalt in Kuhställen und das Trinken roher Kuhmilch eine maßgebliche Rolle spielen. Weitere Untersuchungen zeigten, dass Mikroorganismen wie Bakterien, Pilze oder Würmer eine Schutzwirkung gegenüber Allergien zu haben scheinen.“
– Quelle: Helmholtz Zentrum München – Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt.

Eine zu saubere Umgebung ist also nicht zwangsläufig gut für Kinder. Das bedeutet, die Wohnung sollte zwar sauber sein, aber nicht übertrieben. Auch ein Baby sollte mit seinen spezifischen „Hauskeimen“ in Berührung kommen können. Zudem greifen Desinfektionsmittel meist die Haut an und stören das sensible Zusammenspiel der Mikroorganismen, die die Haut vor Schäden schützen sollen.
Die meisten Krankheitserreger werden über die Hände übertragen, denn sie kommen nahezu durchgehend mit Gegenständen, Menschen und anderen Organismen in Kontakt. Über die Hände gelangen Keime und Bakterien wiederum leicht auf die Schleimhäute von Nase, Mund und Augen. Allein das reine Händewaschen halbiert schon das Ansteckungsrisiko für Durchfallerkrankungen.
Daher sollten Eltern, die von draußen nach Hause kommen, eben die Hände waschen. Genauso sollten alle Besucher handeln. Besonders die, die das Baby berühren möchten.
Bei meinen Hausbesuchen führt mein Weg also immer als erstes ins Bad. Für Hebammen, Ärzte und anderes medizinisches Personal, gelten jedoch ohnehin strengere Regeln.

Richtig Händewaschen

Wasserhahn an, Hände kurz durchgezogen, Wasserhahn wieder zu, reicht allerdings nicht.
Richtiges Händewaschen geht so:

  • Die Hände unter fließendem Wasser anfeuchten
  • Mit Seife einreiben und gründlich reinigen
    Dabei auch Handrücken, Fingerspitzen, Nägel, Daumen und Zwischenbereiche nicht vergessen.
  • 20-30 Sekunden lang waschen
    (Das ist die offizielle Empfehlung. Ich habe mal darauf geachtet: im eigenen Haushalt komme ich eher auf 10-15 Sekunden. Beim Arbeiten hingegen sind die 20-30 Sekunden durchaus realistisch.)
  • Seife danach sorgfältig abspülen
  • Abtrocknen
    Mit einem trockenen und sauberen Handtuch

Hygiene beim Stillen

Macht es mit der Hygiene beim Stillen am besten genauso, wie beim „Tisch decken“: Wie die Teller, solltet ihr auch die Brust nur mit sauberen Händen berühren. Darüber hinaus benötigt die Brust selbst ansonsten aber keine weitere Reinigung. Im Gegenteil: wenn die Brust, wie manchmal fälschlich empfohlen, vor dem Stillen mit einem Waschlappen abgewaschen wird, geht ein besonderer Geruch verloren. Das Baby orientiert sich nämlich an Lockstoffen, die als Drüsensekrete des Warzenvorhofs hervorgebracht werden. Normales Waschen oder Duschen – einmal am Tag – reicht also vollkommen.
Wenn ein Stillhilfsmittel, wie ein Stillhütchen verwand wird, diese bitte nach jedem Stillen kurz durchwaschen.

Babyflaschenhygiene

  • Fläschchen und Sauger sollen nach der Mahlzeit mit heißem Wasser und Spülmittel ausgewaschen werden.
    Benutzt am besten eine Flaschenbürste, die ihr exklusiv für diesen Zweck benutzt. Das Spülmittel bitte gut abwaschen.
  • Lasst die Fläschchen trocknen und bewahrt sie einfach, mit einem sauberen Küchentuch abgedeckt, auf.
  • Die Sauger könnt ihr gelegentlich (1x pro Woche) auskochen.
    Bei Silikonsaugern ist dies nicht unbedingt erforderlich. Gummisauger können aber porös werden, wodurch sich Bakterien leichter ansiedeln. Wenn die Sauger sich verfärben oder rau geworden sind, tauscht sie aus.
  • Spült Flaschenwärmer bitte einmal am Tag aus und wechselt das Wasser darin.
  • Die Fläschchen bitte nicht selbst in den Mund nehmen, da auf diesem Weg Karies übertragen wird. (Um zu testen, ob die Temperatur in Ordnung ist, tropft am besten ein wenig Milch auf euer inneres Handgelenk. Dieser Bereich ist so empfindlich, dass er sich für die Temperaturkontrolle gut eignet.)

Hygieneregeln für unterwegs und auf Reisen mit Baby oder Kleinkind

Viele junge Eltern reisen ja mit ihrem Baby in der Elternzeit in ferne Länder. Es kommt schon sehr darauf an, wo man unterwegs ist, denn die hygienischen Bedingungen können von Land zu Land, aber auch von Ort zu Ort, sehr unterschiedlich ausfallen.
Bakterien können, gerade bei mangelhaften Hygienebedingungen, leicht über das Wasser, Lebensmittel oder Tiere übertragen werden.
Ursachen für Durchfall stellen hingegen oft Viren, wie zum Beispiel das Norovirus dar. Die Viren werden über den Stuhl ausgeschieden und direkt von Mensch zu Mensch oder auch über verschmutze Lebensmittel und verunreinigtes Wasser übertragen.
Zur Vermeidung von „Montezumas Rache“, also den in fremden Ländern erworbenen Durchfallerkrankungen durch den Verzehr von Lebensmitteln, lautet daher die einfachste Regel:

„Cook it. Fry it. Peel it – or forget it!“
(„Koch es. Brat‘ es. Schäl‘ es – oder vergiss es!“)

Und wenn ihr euch nicht ansteckt, wird es das Baby wahrscheinlich auch nicht tun.

Leider gibt es für Babys unterwegs immer noch recht selten vernünftige Wickelplätze. Aber wenn doch, dann sollte man gerade dort besonders vorsichtig sein. Also wenn möglich, dann auch hier vor und nach dem Wickeln die Hände waschen. Denn wer weiß schon, ob das Baby, das als letztes dort gewickelt wurde, nicht gerade einen Magen-Darm-Infekt hatte? Hier sind mitgebrachte Unterlagen oder tatsächlich mal ein Desinfektionsmittel angesagt.

Gute und schlechte Bakterien

Es gibt nützliche Bakterien, die unseren Organismus am Laufen halten. Sie sorgen dafür, dass Prozesse, wie Stoffwechsel und Verdauung funktionieren, sie schützen unsere Haut, und sie halten die schädlichen Bakterien in Schach. Ein Großteil der Bakterien schadet dem Menschen dabei gar nicht, sondern unterstützt und schützt ihn: Manche Bakterien verhindern durch ihre Ausbreitung und das Milieu, das sie schaffen, dass sich unerwünschte pathogene Keime überhaupt erst ansiedeln.
Die größte positive Funktion haben Mikroorganismen im Magen-Darm-Trakt, aber auch im Mund und auf der Haut.

Es gibt natürlich aber auch krankheitserregende Bakterienarten, die Durchfälle oder gar Lungen-, und Hirnhautentzündungen verursachen. Dabei haben die meisten Erreger die Fähigkeit, außerhalb des Körpers für einen gewissen Zeitraum auf Gegenständen oder Flächen zu überleben.
Daher: Hände waschen, Hände waschen, Hände waschen! Denn bis zu 80% aller ansteckenden Krankheiten werden über die Hände übertragen.

Was tun, wenn Hände waschen nicht möglich ist?

Stehen Wasser und Seife mal nicht zur Verfügung, sind Reinigungsgele*oder Lösungen, die ohne Wasser angewendet werden, das Mittel der Wahl. Es schadet also nicht, ein kleines Fläschchen Handdesinfektionsmittel für den Notfall in der Handtasche zu haben, auch wenn man es sicher nur sehr selten braucht.

Fazit

So viel wie nötig, und so wenig wie möglich. Perfekte Sauberkeit bis hin zur Sterilität brauchen meiner Meinung nach nur Intensivstationen, aber sicher keine Haushalte.

„Gretchenfrage“

Es wird wohl niemand öffentlich zugeben wollen, dass er tendenziell ein Hygienemuffel ist. Die peniblen „Supersaubermacher“ teilen das hingegen schon viel bereitwilliger mit. Daher frag ich hier jetzt mal nicht zu genau nach euren persönlichen Hygiene-Gewohnheiten.
Obwohl ich schon gerne wüsste, bei wie vielen von euch ein Fläschchen Sagrotan oder Sterillium auf dem Waschtisch steht…
Noch interessanter fänd ich aber zu hören, was ihr so für einschlägige Hygiene-Erfahrungen in Kitas, Waschräumen oder auch im Job gesammelt habt.

Erzählt doch mal: Herrscht dort eher zu viel oder zu wenig Hygiene? Oder ist alles gut? Wie ist das mit der Hygiene in eurem Umfeld und was hättet ihr vielleicht gern anders?

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Tipps & Infos

Babys erstes Bad ist aufregend – für das Kind, aber auch für die Eltern! Doch ab wann sollte man mit dem Baden bei Babys beginnen? Und worauf ist neben Wassertemperatur und Badedauer bei der Babypflege zu achten?

Wann das erste Babybad stattfinden darf, bestimmt folgende Faustregel: Unmittelbar nach der Geburt sollte ein Baby nicht gebadet werden. Erst wenn der Nabelschnurrest abgefallen und der Nabel gut verheilt ist, ist das Bad für die Kleinen zu empfehlen. Wenn Sie sich unsicher sind, fragen Sie am besten Ihre Hebamme oder den Kinderarzt um Rat. Vorher kann das Baby mit einem nassen Waschlappen liebevoll gewaschen werden, besonders der Intimbereich des Babys sollte bei jedem Windelwechsel mit Wasser (und evtl. Pflegeöl) gereinigt werden. Die ersten sechs bis acht Wochen reicht das Baden in klarem Wasser, danach kann bei Belieben ein sanftes Schaumbad oder ein paar Tropfen rückfettendes Babypflege-Öl dazu gegeben werden.

Wie oft sollte man Babys baden? Und wann?

Ab ca. 6-8 Wochen können Sie Ihr Baby ein- bis zweimal die Woche baden. Je nach Verschmutzungsgrad (gerade bei etwas älteren Babys) kann das Baden schonender sein als der nasse Waschlappen. Mehr Spaß macht es den kleinen Wasserraten außerdem.

Ob Sie Ihr Baby lieber morgens oder lieber abends baden, bleibt Ihnen überlassen – so wie es besser passt. Wählen Sie eine Tageszeit, zu der Sie die wenigstens Störungen erwarten. Viele Eltern baden ihr Baby gern abends, weil es danach meist sehr müde ist. Egal wann: Sobald Sie sich für eine Zeit entschieden haben, bleiben Sie dabei. Babys mögen Rituale. Nur mit vollem Bauch sollten Babys grundsätzlich nicht gebadet werden.

Keine Angst übrigens – die meisten Babys sind schnell sehr begeistert vom Baden!

Die Vorbereitungen: Das Baby richtig baden

Bevor es losgeht, hier ein paar einfache Tipps, damit das Baden ein positives Abenteuer für alle wird.

#1 Babybadewanne, Eimer oder großes Bad?

Das allererste Bad kann im Waschbecken stattfinden. Es hat eine angenehme Höhe für Sie, da Sie Ihr Baby die ganze Zeit mit einem Arm halten werden. Auch die Babybadewanne auf einem Bügelbrett oder auf einer (Bad-)Kommode funktioniert super. Wenn Sie locker vor der großen Badewanne knien können (am besten mit einer Unterlage), können Sie die Babybadewanne auch in die große stellen – besonders, wenn ältere Babys planschen, kann das sinnvoll sein!

Wenn Sie sich für einen Eimer entscheiden: Bitte nehmen Sie hier keinen handelsüblichen Haushaltseimer – sie sind nicht stabil genug. Richtige Baby-Badeeimer sorgen für sicheren Stand.

Später, wenn das Baby ans Baden gewöhnt und auch schon ein wenig älter ist, kann ein Elternteil mit dem Nachwuchs auch zusammen in die große Wanne steigen. Auch kleine Bademuffel, die sich so gar nicht ans Baden gewöhnen mögen, finden manchmal erst zusammen mit einem Elternteil in der großen Wanne Spaß daran! (Und bis sich das Baby wohl fühlt, können Sie es auch regelmäßig mit einem Waschlappen säubern.)

#2 Was brauchen wir zum Baby-Baden?

Bereit liegen sollten ein Waschlappen und ein Badethermometer, mit dem Sie die Temperatur überprüfen können. Badespielzeug sowie Waschlotion & Shampoo sind nicht notwendig für das erste Bad, aber ab ca. 6-8 Wochen gute Begleiter.

Für hinterher können Sie eine sanfte Baby-Lotion verwenden, ein kuscheliges (auf der Heizung vorgewärmtes) Handtuch, eine neue Windel und saubere Kleidung und vielleicht eine Wärmelampe auf der Wickelkommode.

#3 Die richtige Badetemperatur

Das Bad sollte angenehm warm sein, nicht unter 22° Celsius – drehen Sie also rechtzeitig die Heizung im Bad auf. Das Wasser selbst hat idealerweise eine Wassertemperatur zwischen 37° und 38°C, darin kann Ihr Kind nicht auskühlen oder überhitzen. Lustige Badethermometer helfen, die Temperatur zu überwachen.

Halten Sie Fenster und Türen während des Badens möglichst geschlossen, um Zugluft und Auskühlung zu vermeiden. Sie können den Raum hinterher lüften.

#4 Vor dem Baden säubern

Achten Sie darauf, dass der Windelbereich des Babys vor dem Bad gereinigt ist; auf dem Wickeltisch geht das leichter als in der Badewanne. Auch das Gesicht des Babys können Sie vorher mit einem nassen Lappen säubern, viele Babys mögen kein Badewasser im Gesicht.

Endlich plantschen!

Wenn alles vorbereitet ist, kann es mit dem Baby- Baden losgehen. Noch ein Tipp am Anfang: Führen Sie alle Bewegungen ruhig, bestimmt und sanft aus. Bleiben Sie selbst ruhig und genießen Sie den engen Körperkontakt zu Ihrem Kind, diese Zeit zu zweit bzw. zu dritt. Baden ist zwar zum Waschen da, gleichzeitig aber eine schöne Möglichkeit zum Berühren, Kuscheln, Bindung stärken – für Mama, aber auch Papa!

So halten Sie ihr Baby beim Baden richtig

Legen Sie einen Arm unter Kopf und Schulter/oberen Rücken Ihres Kindes, die andere Hand hält den Po. Senken Sie Ihr Baby vorsichtig ins Wasser, Füße zuerst. Bei den ersten Malen oder wenn Ihr Baby ein kleiner Bademuffel ist, können Sie Ihr Kind anlächeln und sanft mit ihm reden oder etwas singen – alles, was zur Entspannung und Beruhigung von Ihnen beiden beiträgt! Manche Kinder wollen sehen, was auf Sie „zukommt“ und baden lieber in Bauchlage. Achten Sie darauf, dass das Köpfchen des Kindes über Wasser bleibt.

Viele Babys sind bei den ersten Bädern ganz still und nehmen hochkonzentriert auf, was um sie herum passiert. Achten Sie einfach immer auf Ihr Kind während des Badens – so merken Sie schnell, wenn Staunen in Angst oder Unruhe umschlägt. Je älter und mit dem Baden vertrauter die Kinder werden, umso stärker fangen sie bald an zu strampeln, zu planschen oder mit einem Becher zu spielen.

Waschen Sie sanft, aber gründlich Babys Körper, achten Sie hierbei besonders auf alle Hautfalten – hinter den Ohren, in den Arm- und Leistenbeugen, am Hals … hier versteckt sich gern noch ein wenig Schmutz. Den Genitalbereich zum Schluss säubern.

Grundlegend gilt: Egal, worin Sie Ihr Kind baden, und egal, wie alt Ihr Baby ist: Lassen Sie es niemals unbeaufsichtigt, auch nicht, um nur schnell das Handtuch aus dem anderen Zimmer zu holen. (Nehmen Sie das Baby in diesem Fall stattdessen aus der Badewanne heraus und tragen Sie es zügig zum Handtuch.) Gerade bei den ersten Malen, wenn Sie noch ungeübter sind, ist es sinnvoll, dass einer der Partner das Kind badet, während der andere mit dem Handtuch bereit steht. Später kann das auch allein wunderbar klappen.

In den ersten zwei Monaten dauert das Babybad nur 5-10 Minuten, sonst könnte das Baby auskühlen. Viele Eltern wenden danach die Faustregel „5 Minuten länger pro Lebensmonat“ an. Achten Sie einfach darauf, wie wohl sich Ihr Kind fühlt. Spätestens, wenn das Wasser zu kalt wird, ist das Baden jedoch beendet.

Nach dem Baden: Abtrocknen

Achten Sie beim Herausheben Ihres Babys darauf, wieder Kopf und Nacken abzustützen. Die andere Hand hält den Po. Umfassen Sie dabei jeweils mit zwei Fingern einen Arm und Oberschenkel, nasse Babys können nämlich ganz schön glitschig sein!

Das Abtrocknen ist eher ein Trockentupfen – kräftig „rubbeln“ gefällt weder Ihrem Baby noch der zarten Babyhaut. Nutzen Sie ein großes Badetuch, in das Sie Ihr Kind komplett einwickeln können; hier gibt es tolle Modelle schon mit Kapuze, die auch den Kopf des Kindes komplett bedecken. Darin eingewickelt, können Sie Ihr Kind trocken tupfen oder „trocken kuscheln“, indem Sie das Handtuch sanft auf die Haut drücken.

Wie beim Waschen auch beim Abtrocknen auf die Hautfalten achten – zwischen den Röllchen an Armen und Beinen, die Achselhöhlen, hinter den Ohren, zwischen Fingern & Zehen usw.

Eine Alternative kann für manche Babys auch ein Haartrockner sein – probieren Sie vorsichtig aus, ob Ihrem Baby das Geräusch keine Angst macht. Stellen Sie zudem sicher, dass der Haartrockner sich in der Temperatur regulieren lässt, damit es nicht zu heiß oder kalt wird. Vorsicht aber, wenn das Baby Wasser lassen muss, während Sie es trocken föhnen …

Nach dem Abtrocknen können Sie das Baby mit einer milden Baby-Lotion oder einem Pflegeöl eincremen und dann anziehen. Mehr Informationen zum Eincremen finden Sie hier.

Ausruhen nach dem Bad

Baden ist aufregend! Die meisten Babys sind nach dem Baden besonders hungrig und müde. Stillen (oder Abendessen) direkt im Anschluss nach dem Trockenkuscheln ist daher eine gute Idee – vielleicht können der Partner oder die größeren Geschwister das Abendessen für alle bereits vorbereiten?

Als wöchentliches Ritual kann das Babybad übrigens einer schönen Zeit als Partner zu zweit vorangehen, da viele Babys danach sehr ruhig (und schnell) einschlafen – das kommt natürlich aber auf das individuelle Baby an!

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Babypflege

Baby baden

Das Babybad Schritt für Schritt

Grundsätzlich sind beim Baden eines Babys folgende Schritte zu beachten:

  1. Bereiten Sie alles für das Bad vor: 37 Grad warmes Wasser, weicher Waschlappen und Handtücher sowie gegebenenfalls die Windel in griffbereiter Nähe. Bei Babys mit vielen Haaren sollten Sie eine Babybürste bereit legen. Prüfen Sie das Wasser immer mit dem Thermometer nach. Da kleine Babys Schmerzen verzögert wahrnehmen, reagieren sie viel später auf zu heißes Wasser als größere Kinder, sodass es schneller zu schmerzhaften, gefährlichen Verbrühungen kommen kann.
  2. Bei einer Babybadewanne sollte diese etwa zu 3/4 mit Wasser gefüllt sein – hier ist aber auch die Größe Ihres Babys entscheidend.
  3. Heizen Sie den Wickelplatz schon mal vor. Babys empfinden größere Temperaturunterschiede als sehr unangenehm. Mit einem vorgeheizten Wickelplatz können zu große Temperaturschwankungen und die Gefahr einer Erkältung minimieren. Ein Badetuch mit Kapuze beugt ebenfalls einer schnellen Auskühlung vor.
  4. Ziehen Sie das Baby aus. Achten Sie dabei darauf, ob Ihr Baby sich wohl genug fühlt, um das Abenteuer Badewanne anzugehen. Babys, die schon positive Erfahrungen im warmen Wasser gesammelt haben, können auch gebadet werden, wenn ihre Laune nicht so gut ist. Oftmals wirkt ein Bad, ähnlich wie bei Erwachsenen auch, beruhigend und entspannend. Auch Babys mit Blähungen und Bauchschmerzen empfinden ein warmes Bad meist als angenehm.
  5. Lassen Sie das Baby vorsichtig ins Wasser gleiten, damit es sich nicht vor dem Wasser erschrickt. Sagen Sie dem Baby, was Sie gerade mit ihm vorhaben, erzählen Sie etwas Fröhliches oder singen Sie – das wirkt bei ängstlichen Babys oft beruhigend. Halten Sie dabei das Baby fest in Ihrer Handbeuge. Die genauen Griffe lassen Sie sich am besten von einer Hebamme zeigen.
  6. Waschen Sie Ihr Baby sanft mit einem Waschlappen. Denken Sie beim Waschen auch an die Hautspalten und die weniger gut zu erreichenden Stellen wie zwischen den Zehen, hinter den Ohren oder den Hautfalten am Hals. Die Haare sollten Sie erst gegen Ende des Badens waschen, damit Ihr Baby nicht über den Kopf auskühlt.
  7. Ob Sie Babyshampoo, -lotion oder -seife benutzen bleibt ganz Ihnen überlassen. Sollten Sie Ihr Baby gern mit etwas Öl baden wollen, zum Beispiel um Milchschorf auf dem Kopf zu entfernen, so denken Sie daran, dass die Haut beim Herausnehmen aus der Badewanne besonders rutschig sein wird. Auch einem Schuss Muttermilch im Badewasser werden gute Auswirkungen auf trockene Haut nachgesagt.
  8. Trocknen Sie Ihr Baby nach dem Baden so gut wie möglich ab, bevor Sie es wieder bekleiden. Um wunde Stellen und Hautentzündungen in Hautspalten zu vermeiden, ist ein gründliches Trockentupfen aller Hautstellen sehr wichtig. Viele Hebammen raten auch dazu, dass Baby vorsichtig zu fönen. Achten dann gerade bei Jungen aber darauf, dass der kleine Penis mit einem Waschlappen oder Handtuch abgedeckt wird, damit es nicht zu einem Stromunfall kommt.

Das Babybaden sollte ungefähr zwischen 5 bis 10 Minuten dauern, damit Ihr Baby nicht zu sehr auskühlt. Am besten haben Sie eine Uhr im Blick.

Diese Dinge benötigen Sie, damit Ihr Baby sicher spielen und glücklich plantschen kann:

Seife und Shampoo

Bei Neugeborenen können Sie auf Seife und Shampoo völlig verzichten, gründliches Waschen mit reinem Wasser genügt. Zur Pflege der zarten Haut eignet sich nach dem Bad Babyöl. Wenn Ihr Baby schon etwas größer ist, haben Sie die Wahl zwischen zwei separaten Produkten und einer praktischen Ganzkörper-Waschlotion. Solange Ihr Baby noch keine wilde Haarpracht hat, ist das eine gute Wahl. Babyhaut ist fünfmal so dünn wie die Haut von Erwachsenen – deshalb sollten Sie ein mildes Mittel verwenden, das nicht parfümiert ist, nicht in den Augen brennt und für empfindliche Babyhaut geeignet ist.

Ältere Babys und Kleinkinder lieben speziell für Kinder entwickelte Produkte: die riechen lecker (nach Wassermelone oder Kaugummi), produzieren extra viel Schaum, färben das Wasser mit ungefährlicher Farbe ein – und eine Prinzessin oder ein Pirat schmückt die Verpackung.

Schaumbad

Wahrscheinlich gibt es kein Baby, das nicht gerne in einer Wanne mit riesigen Schaumbergen sitzt und plantscht. Nur zu! Sie sollten allerdings ein unparfümiertes Schaumbad wählen, das für empfindliche Haut geeignet ist und darauf achten, dass Ihr Baby das Badewasser nicht trinkt.

Ätherische Öle sollten Sie bis ins Kleinkindalter vermeiden – die können vor allem bei Babys gefährliche Krampfanfälle auslösen. Ein Riesenspaß in der Badewanne sind übrigens Seifenblasen: Lustig bunt, ungefährlich und eine wundervolle Übung fürs erste Greifen!

Waschlappen und Handtücher

Ein gewöhnlicher Waschlappen und ein normales Badehandtuch reichen natürlich völlig aus. Aber speziell für Kinder designte Waschlappen und Handtücher bereiten den Kleinen viel Spaß. Und erfreuen nebenbei auch die Eltern! Es gibt Handtücher mit lustigen Tierohren an der Kapuze oder mit aufgestickten Feen, Feuerwehrfahrzeugen oder Tieren.

Babywaschlappen werden über die Hand gezogen und verwandeln sich dann in lustige Frottee-Handspielpuppen. Und wenn ein kleines süßes Kätzchen den Babybauch waschen will, gibt es garantiert keine Einwände von Seiten Ihres Babys!

Das Baby baden

Baden macht zwar den meisten Babys Spaß, sollte aber trotzdem nicht öfter als zweimal pro Woche gemacht werden. (Dmitry Naumov / Fotolia.com)

Die meisten Babys genießen es, gebadet zu werden. Im Wasser lernen sie, ihre Bewegungen zu koordinieren, und können gleichzeitig entspannen; zudem erinnert es sie an die Zeit in Mamas Bauch.

Aber auch wenn Ihnen und Ihrem Baby das Baden große Freude bereitet – ein- bis höchstens zweimal die Woche zu baden reicht für Babys völlig aus. Zu häufiges Baden kann den natürlichen Schutzfilm der Haut zerstören, der krank machende Erreger abhalten soll. Besser geeignet für die tägliche Pflege ist eine kleine „Katzenwäsche“ mit Waschlappen und warmem Wasser.

Beim Baden des Babys sollten Sie einige Dinge beachten:

  • Neugeborene, bei denen der Nabel noch nicht abgefallen bzw. abgeheilt ist, dürfen nicht gebadet werden. Wenn Sie sich unsicher sind, fragen Sie bei Ihrem Kinderarzt nach, wann der optimale Zeitpunkt für das erste Bad ist.
  • Bevor das Baby ausgezogen wird, sollten Sie darauf achten, dass die Raumtemperatur mindestens 23 bis 25 Grad beträgt.
  • Halten Sie Kleidung und Handtücher, die Sie nach dem Baden brauchen, griffbereit, damit Sie das Baby nicht nass und nackt durch die Wohnung tragen müssen. Der Wärmeverlust nach dem Bad wird von Babys als sehr unangenehm empfunden – am besten, Sie wärmen das Handtuch und die Kleidung auf der Heizung vor.
  • Die Wassertemperatur sollte für Babys 37 Grad betragen, überprüfen Sie dies unbedingt mit einem Badethermometer.
  • Im Allgemeinen müssen Sie dem Badewasser keine speziellen Zusätze beifügen, Wasser allein reicht völlig aus. Hat Ihr Baby sehr trockene Haut, können Sie einige wenige Tropfen eines milden Hautöls oder eines speziellen Babypflegebades hinzugeben. Keinesfalls aber sollten Sie Seife verwenden.
  • Der Wasserspiegel sollte nie höher als bis zu den Schultern des Babys reichen.
  • Ob Sie eine Babybadewanne oder einen Badeeimer, eine Waschschüssel oder die große Badewanne mit oder ohne speziellen Badeeinsatz zum Baden Ihres Babys verwenden, ist Geschmackssache. Wichtig ist es, darauf zu achten, dass das Badegefäß kippsicher steht und Sie das Baby in einer für Sie bequemen Position festhalten können. Legen Sie dazu Ihren Unterarm unter den Kopf des Babys und umfassen Sie seinen Oberarm mit der Hand, sodass sein Nacken immer auf Ihrem Arm aufliegt. Auch der Popo des Babys sollte in der Wanne aufsitzen, freies Schweben im Wasser macht vielen Babys zunächst Angst.
  • Waschen Sie das Baby mit der Hand oder einem weichen Waschlappen ab. Achten Sie dabei besonders darauf, eventuelle Salben- oder Schmutzreste in den Hautfalten zu entfernen. Die Haare des Babys sollten Sie zuletzt waschen, da das Baby über einen nassen Kopf viel Wärme verlieren kann.
  • Auch für die Haare gilt: Wasser ist zur Reinigung, vor allem bei Neugeborenen, völlig ausreichend. Bei etwas größeren Babys ab etwa sechs Monaten können Sie auch zu einem milden Babyshampoo greifen. Findet sich auf der Kopfhaut Ihres Babys sogenannter Milchschorf (weißlich-gelber, fest haftender Belag, der durch eine Überaktivität der Talgdrüsen entsteht), sollten Sie nicht versuchen, diesen beim Haarewaschen abzulösen. Dies kann zu Verletzungen der empfindlichen Kopfhaut führen. Reiben Sie stattdessen die Kopfhaut des Babys nach dem Bad mit einem milden Pflegeöl ein, das Sie über Nacht einziehen lassen, und versuchen Sie am nächsten Morgen, den Belag vorsichtig mit einer weichen Bürste zu entfernen.
  • Das Bad sollte insgesamt nicht länger als etwa zehn Minuten dauern, da das Wasser nach dieser Zeit deutlich abkühlt und dem Baby schnell kalt wird.
  • Wickeln Sie Ihr Baby sofort nach dem Bad gut ein und bedecken Sie auch den Kopf mit einem Handtuch. Trocknen Sie es überall gut ab und achten Sie dabei besonders darauf, dass in den Hautfalten keine Feuchtigkeit zurückbleibt, die leicht zu Wunden führen kann.

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++ Mehr zum Thema: Tipps rund um das Thema Wickeln ++

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Autoren:
Dr.med. Kerstin Lehermayr
Redaktionelle Bearbeitung:
Philip Pfleger, Helga Quirgst MSc

Aktualisiert am: 29.01.2014 | 15:30

Laue B: Babypflege Schritt für Schritt. Gräfe und Unzer Verlag, München; 1. Auflage 2012
Jahn-Zöhrens U: Entspannt erleben: Babys 1. Jahr. Hrsg.: Deutscher Hebammenverband e.V.; Trias Verlag in MVS Medizinverlage Stuttgart; 2. Auflage 2011
Langanki D: Babypflege: Alles, was Eltern wissen müssen – Schritt für Schritt. Elsevier, München; 2. Auflage 2011
Edenhofer I et al: Das Neugeborene in der Hebammenpraxis. Hrsg.: Deutscher Hebammenverband e.V.; Hippokrates Verlag in MVS Medizinverlage Stuttgart; 2. Auflage 2010
Sonntag K: Mein Baby ist da. Trias Verlag in MVS Medizinverlage Stuttgart, 2010

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