9 monate baby

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Entwicklung deines Babys: Darauf kommt es im 9. Monat an

Seit nunmehr neun Monaten schlägst du dich als Mama durchs Leben und hast bestimmt schon viele wunderschöne und super anstrengende Momente hinter dir. Aber jetzt, da dein Baby neun Monate alt wird, nimmt das ganze noch mal richtig Fahrt auf. Oder vielmehr kommt noch mehr Bewegung ins Spiel.

Robben, Krabbeln und sich Hochziehen werden nämlich zur Lieblingsbeschäftigungen deines Babys. Genauso wie das Entdecken eurer ganzen Wohnung und aller Schränke und Schubladen, die es erreichen kann. Welche Dinge in der Entwicklung deines Babys mit neun Monaten noch so auf dich zukommen, erfährst du hier.

Dein Baby mit 9 Monaten: Größe und Gewicht

Babys entwickeln sich immer in unterschiedlichem Tempo. Das gilt für ihre Fähigkeiten genauso wie für ihre Größe und das Gewicht. Den meisten dieser Fähigkeiten geht ein sogenannter Wachstumsschub voraus, in denen das Baby jedes Mal Neues erlernt.
Im Durchschnitt sind Jungs mit neun Monaten 72 Zentimeter groß und wiegen ca. 8900 Gramm. Mädchen sind mit neun Monaten im Durchschnitt 72 Zentimeter groß und wiegen 8200 Gramm. Bei der Größe sind sowohl bei Jungs als auch bei Mädchen Abweichungen von plus minus 4 Zentimetern möglich, beim Gewicht sind es plus minus 800 Gramm.

Sollte dein Kind kleiner oder größer, leichter oder schwerer als der Durchschnitt sein, ist das kein Grund zur Sorge. In den regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen achtet auch der Kinderarzt besonders auf diese Werte und wird dich darüber informieren, sollte es Auffälligkeiten geben. Deshalb ist es wichtig, die Vorsorgetermine immer und im empfohlenen Zeitraum wahrzunehmen.

Dein Baby mit 9 Monaten: robben, krabbeln oder kriechen – Hauptsache Bewegung

Entspannt rumliegen und das Spielzeug auf der Babydecke angucken war gestern. Dein Kind wird immer mobiler und du solltest darauf vorbereitet sein. Egal ob es bisher kriecht, robbt oder schon richtig krabbelt, dein Baby will voran kommen und die Welt entdecken. Dabei sind auch eure Möbel nicht mehr sicher. Türen, Schubladen und Schränke haben eine magische Anziehungskraft auf Babys mit neun Monaten. Und sind sie einmal geöffnet, ist auch der Inhalt nicht mehr sicher. Achtet also darauf, was ihr in den untersten Schränken verstaut habt und sichert es im Idealfall ab.

Babys mit neun Monaten sind nun auch in der Lage, sich selbstständig hinzusetzen und eine Weile in dieser Position zu verharren. Dabei beobachten sie ihr unmittelbares Umfeld ganz genau, heben alles auf und untersuchen es auf ihre Art – mit Händen und Mund. Achtung also vor zu kleinen Gegenständen in Babys Reichweite, die bedeuten immer eine Verschluckungsgefahr.

Auch das Greifen hat sich bei Kindern mit neun Monaten stark weiterentwickelt. Viele Babys sind jetzt bereits in der Lage, den Pinzettengriff auszuführen, also das Fassen von Gegenständen mit Daumen und Zeigefinger. Auch deshalb sollten kleine Gegenstände, die garantiert Babys Interesse wecken, nicht in greifbarer Nähe sein.

Dein Baby mit 9 Monaten: Zuhören und brabbeln

Dein Baby kann zwar noch nicht selber Worte formen, aber es kann sehr wohl ausdrücken, was es mag, nicht mag oder haben möchte. Dinge, die ihm nicht gefallen, kommentiert es gerne mit Grummeln, wie beispielsweise das Wickeln oder Zähneputzen. Dinge, die es liebt, bringen es zum Jauchzen und Quietschen. Und wenn es Dinge außerhalb seiner Reichweite haben möchte, zeigt es bereits darauf.
Und auch dich versteht dein Baby mit neun Monaten immer besser. Schaut ihr euch ein Bilderbuch an und du benennst einzelne Gegenstände, kann es in diesem Alter schon darauf deuten. Die Laute, die dein Baby mit neun Monaten selbst produzieren kann, sind auch gar nicht mehr so zufällig, wie noch vor ein paar Wochen. Die kleinen Silben erinnern schon stark an Babys Muttersprache.

Auch ohne Worte mit dem Baby sprechen: Mit Babyzeichensprache

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Dein Baby mit 9 Monaten: Spielen und Lernen

Ist dein Baby neun Monate alt, ist seine Entwicklung schon so weit vorangeschritten, dass ihr richtig miteinander spielen könnt. Ihr könnt Bausteine stapeln, Bücher anschauen und Verstecken spielen. Dein Baby wird auch ein großer Fan davon werden, sein Spielzeug wegzuwerfen. Ärgere dich nicht darüber, sondern achte darauf, was geworfen wird. Bausteine können ganz schön wehtun, kleine Schaumstoffbälle aber bringen Mama und Baby Spaß.
Auch das Auf- und Zumachen von Kisten und Schachteln kann eine schöne Beschäftigung für den Kind sein. Verstecke darin ein Spielzeug und beobachte dein Kind, wie es Freude daran hat, den Schatz zu entdecken. Lass dir zudem das ein oder andere Spielzeug von deinem Baby geben. Damit übt ihr nämlich Sprechen, Verstehen und Greifen. Dein Kind wird sich das Spielzeug mit Sicherheit auch gleich wiedergeben lassen.

Musik bereitet den Kleinen sehr viel Freude. Kinderlieder animieren dein Kind zum Mitklatschen und auch Fingerspiele und Kinderreime fördern das Verständnis von Sprache. Besonders großen Spaß machen sie, wenn es Gesten, Bewegungen und Laute zum Nachmachen gibt.

Dein Baby mit 9 Monaten: Schlafen

Zwar ist dein Baby schon neun Monate alt, das heißt aber nicht, dass es schon die Nacht durchschlafen muss. Körperlich wären Kinder in dem Alter in der Lage, die Nacht ohne Fläschchen oder Stillen zu überstehen, emotional sind sie es aber in der Regel nicht. Viele werden noch ein bis zweimal wach und suchen Mamas und Papas Nähe.
Generell sollten Babys mit neun Monaten rund 14 Stunden am Tag schlafen. Vor allem der Mittagsschlaf ist wichtig für die Kleinen. Er hilft ihnen dabei, Dinge zu verarbeiten, die es am Vormittag erlebt hat und gibt ihm neue Kraft, die Welt am Nachmittag weiter zu erkunden.

Dein Baby mit 9 Monaten: Termine

Je nachdem, wann du in den Job zurückkehren willst bzw. ab wann dein Baby betreut werden soll, solltest du dich genauer mit der Organisation eines Betreuungsplatzes beschäftigen, sofern du das noch nicht getan hast. Wie du dich bei Kindergärten und Tagesmüttern bewerben kannst, erfährst du beim Jugendamt deiner Stadt oder Gemeinde.
Außerdem solltest du an die nächste Vorsorgeuntersuchung, die U6 denken, und am besten gleich heute einen Termin vereinbaren.
So langsam wirst du feststellen, dass dein Baby der Babyschale fürs Auto entwächst. Schaut deshalb rechtzeitig nach einem neuen Kindersitz fürs Auto. Noch habt ihr vielleicht ein bisschen Zeit, aber das ist genau richtig, wenn man Preise und Leistungen vergleichen und nach Schnäppchen schauen will.

Denkt immer an die Impfungen

Wenn ihr euer Baby bereits geimpft habt, ist das sehr gut. Behaltet den Impfkalender eures Babys und alle von der STIKO (Ständige Impfkommission) herausgegebenen Impfungen im Auge. Bei Fragen zu Impfungen wird euer Kinderarzt immer ein offenes Ohr haben. Denn Impfungen retten Leben. Nicht geimpfte Kinder können nicht nur selbst krank werden und Eltern riskieren damit ihr Leben, sondern auch andere Menschen mit einem schwachen Immunsystem wie Säuglinge, Schwangere oder chronisch kranke Menschen anstecken und gefährden. Ein einziger kleiner Piks kann das verhindern.

Eure Instagram Fragen in der Community!

  • Mein Sohn ist 28 Monate alt und kann noch nicht sprechen, ist das normal?

Kinder entwickeln sich ganz unterschiedlich schnell in den verschiedenen Fähigkeiten / Fertigkeiten. Einige sprechen später! Deshalb sind sie nicht weniger schlau (nachgewiesen!). Sprache hängt auch sehr mit der motorischen Entwicklung zusammen. Also: Toben, klettern und gemeinsam kommunizieren.

  • Mein Sohn ist 6 Monate alt und dreht/ kullert sich nur mit unserer Hilfe. Was sollen wir tun?

Mit 6 Monaten fangen die meisten an von der Rückenlage in die Bauchlage zu drehen (Rückweg ca. 2 Wochen später), also vertraue deinem Kind es selbst zu schaffen (Link: Wann kann mein Baby drehen??)

  • Wie kann ich meine Tochter, 8 Wochen, in der Übung der Kopfhaltung unterstützen?

Gute Tragevarianten und erleichternde Lagerungen unterstützen die Kopfkontrolle der Kleinen. Siehe mal den Link: Kopfverformungen bei Säuglingen!

  • Meine Tochter 7 Monate robbt durch die Gegend, zieht sich überall hoch. Möchte aber nicht sitzen

Sie hat keine Idee für den „richigen, leichteren Weg“ nach oben! Versuche selber den Weg zu verstehen und mach es ihr vor. Sie schafft vermutlich den Weg vom Vierfüßlerstand auf allen Vieren nicht zum Langsitz auf dem Boden.
Sie wird es bald lernen, sicher!!

  • Meine Tochter 8 Monate alt dreht sich nicht, krabbelt nicht, ab und zu steht sie kurz im Vierfüßlerstand

Mit 8 Monaten müsste sie auch erst drehen können. Krabbeln kommt erst mit 9 Monaten. Tipp: Spiele viel auf dem sicheren Fußboden mit ihr und mache ihr die Bewegungsabläufe vor (gleichaltrige Spielpartner?).

  • Kind 10 Monate versucht zu laufen, wir kann ich ihn dabei unterstützen?

Aktuell schreibe ich in der BabyOne Community wöchentlich Expertenrat-Beiträge genau zu diesem Thema (Hochziehen, Gleichgewicht, freies Stehen zum Laufen…). Eigentlich musst du deinem Kind vertrauen es selbst zu schaffen, aber wenn du wichtige Tipps verstehst, kannst du es deinem Kind „leichter“ machen!

  • Meine Tochter ist 11 Monate alt und kann noch nicht krabbeln, sie robbt nur ist das normal?

Ja, das ist normal! Die meisten können schon mit ca. 10 Monaten krabbeln, aber jedes entwickelt sich anders in seinem Lerntempo. Dafür kann sie vielleicht andere Dinge (babbeln, gute Wahrnehmung, Kopfkontrolle…). Tipp: Erfreue dich an dem, was sie schon kann und vertraue ihr, dass sie ihren eigenen Entwicklungsweg findet!!!

  • Mein Sohn (16 M) läuft weder, noch krabbelt er. Er hatte eine Spreizhose, schlimm?

Schlimm, ist hier eher unpassend! Wegen der Spreizhose und der Diagnose „Hüftdysplasie“ ist eine gewöhnliche motorische Entwicklung (und da ist schon eine große zeitliche Spannbreite!) nicht zu erwarten. Bleibe im Gespräch mit dem Arzt. Bei Bedenken verordnet er sicherlich Physiotherapie. Er wird es lernen, Geduld & alles Gute!!

  • Meine Tochter 1 Jahr kann laufen, nur wenn sie Schuhe an hat läuft sie nicht, woran liegt das?

Kinder sollten erst eine Zeit lang barfuß laufen (Muskulatur, Fußgewölbebildung) und erst bei sicheren Schritten für draußen mit Schuhen laufen. Irgendwie mag sie kein festes Schuhwerk!? Vermutlich Fusswahrnehmungsproblem? S. Link: Das solltest du über die Wahrnehmung der Füße deines Babys wissen!

  • Wann können Kleinkinder anfangen mit Löffel und Gabel selbst zu essen?

Erste Löffelaktionen fangen schon mit ca. 12 Monaten an (mit Hilfe). Feinmotorisch gibt es folgend große Unterschiede. Es kommt bei „Tischmanieren“ auch erheblich auf das Elternhaus an, wieviel Fokus darauf gelegt wird! Allzeit guten Appetit….

  • Wie lange dauert es vom Laufen mit Lauflernwagen, bis schieben, bis zum freien Laufen?

Wichtig ist, dass die ersten Hochziehversuche/Standversuche für ein gutes Gleichgewicht auf den Füssen intensiv vom Kind geübt wird (ohne Hilfsmittel). Nur so wird dein Kind sicher laufen lernen. Wenn die ersten Schritte frei kommen, dann sollte man zum Schieben anregen. Ca. 2-4 Monate dauert es dann bis zum freien Laufen, total unterschiedlich!!

  • Mein Kind ist 22 Monate und spricht kein einziges Wort, versteht aber alles, ist das normal?

Ja, so unterschiedlich sind sie alle! Und es sagt überhaupt nichts aus, wie schlau ein Kind ist. Vertrau deinem Kind und gib ihm die Zeit die es braucht!
s. Link: Sprachentwicklung – von Anfang an!

  • Hallo, meine Tochter ist jetzt ca. 13 Monate alt und ich gebe sie seit Dezember 2018 für 1,5 Stunden in die Kita, aber sie will nicht dort bleiben, was soll ich tun?

Aus eigener Erfahrung: Bleib ihm Gespräch mit den Erzieherinnen! Bespreche deine Sorgen. Für dein Kind und für dich der Horror! Ablösestress ist nicht gut für die Entwicklung. Alles Gute!

  • Mein Kind ist jetzt 4,5 Monate alt und sie mag es nicht auf der Bauchlage zu liegen, was kann ich tun?

Es ihr leichter machen. Ohne Bauchlage ist sie in einer „motorischen Sackgasse“. Schau mal hier: „Die Bauchlage“: So kannst du es deinem Baby leichter machen!

  • Lohnt es sich ein Gehfrei zu holen? Mein Sohn (9Monate) läuft mit seinem Lauflernwagen bereits.

NEIN, bitte nicht! Ein Gehfrei ist nicht förderlich für das Laufenlernen. Dazu kommt noch die Sturzgefahr. Vertrau deinem Kind es erstmal „ohne“ Hilfsmittel auf die Füsse zu schaffen. Er ist noch so klein! Durchschnittsalter ist 14 Monate!!!

  • Ab wann sollte sich ein Kind selbst anziehen können?

Zwischen 1,5 – 3 Jahren wollen Kinder „alleine“ Dinge aus dem Alltag ausprobieren. S. Link: HANDLING: Aktivierende Bewegungsimpulse für dein Kind beim An- und Auziehen!

  • Mein Sohn 11 Monte trinkt nur Formular Milch, er mag weder Wasser noch Tee.

Bitte mit dem Kinderarzt besprechen. Auf Dauer wird das sonst ein Problem werden.

  • Mein Sohn 9 Monate sitzt noch nicht ganz sicher alleine, wie kann ich ihn dabei unterstützen? Und er möchte schon stehen, kann ich das schon mit ihm machen?

Sicher sitzen können Kinder erst mit 11/12 Monaten, denn sie haben noch keine Abstützreaktion nach hinten. Tipp: Spiele viel mit ihm auf dem Fußboden und lasse ihn den Weg „nach oben“ auf seine Füsse selbst finden. BITTE nicht hinstellen. Er schafft es „alleine“, Geduld!

  • Meine Kleine ist heute 7 Wochen und 1 Tag, ist es normal das sie den Kopf schon so super hält? Und sie schläft zur Zeit so unruhig und schlägt um sich im Schlaf, warum?

Toll mit der Kopfkontrolle! Den Schlafrhythmus muss sie erst noch finden (sollte erst zwischen 6-8 Monaten stabil sein). Nachts verarbeiten die Babys viele neuen Erfahrungen. Der eine ist dabei ruhiger, der andere aktiver! Geduld!

  • In welcher Lage darf mein Baby seinen Brei bekommen? Er ist 6 Monate, aber sitzt noch nicht selbstständig.

Kurzzeitig kannst du es in die Babyautoschale, Wippe oder frontal auf deinen Schoß (mit Oberkörper erhöht) legen. Ansonsten Verschluckungsgefahr!
Für diese Dauer ist es unbedenklich, danach sofort zurück auf den Boden, o.Ä.

  • Baby 8 Monate robbt nur, zieht sich hoch, aber krabbeln tut sie nicht, normal?

Völlig normal. Erst ab 9/10 Monaten krabbeln gewöhnlich die Kinder. Wichtig ist nicht wann sie das tun, sondern möglich „wie lange“ sie das tun (=super Koordinations-und Fitnesstraining)

  • Mein Sohn 6 Monate will nur noch alleine sitzen, darf ich ihn hinsitzen?

Bitte nicht! Alle aufmerksamen und neugierigen Kids wollen gerne aufrecht sitzen. Er schafft den Weg aber noch nicht alleine! Außerdem ist sitzen muskulär viel zu einfach. Also, runter auf den Boden und „alleine“ den Weg dorthin erarbeiten……s. Link: Wann darf dein Baby sitzen?

  • Meine Tochter 11 Monate steht gerade, zieht sich hoch und auf einmal schmeißt sie sich nach hinten.

Siehe dir dazu bitte meinen aktuellsten Expertenrat auf der CommunitySeite von BabyOne an : Teil 1: Der motorische Weg zum Stehen – „Das Hochziehen“ (einschließlich Rückweg)
Folgend kannst du die weiteren Entwicklungsschritte nun mit Teil 2-4 zeitgleich erarbeiten, prima!

  • Habe eine Tochter 15 Monate, schläft noch bei uns im Bett, was soll ich machen?

12 Monate empfehle ich in meinen Beratungen, weil es für die Bindung besser und gesünder ist (weniger Stress fürs Kind). Doch jetzt musst du dir einen Plan überlegen. Buchtipp: Das Geheimnis zufriedener Babys (GU Verlag)
Toitoitoi!!!

  • Schadet es dem Kind mit 9 Monaten schon an der Hand zu laufen, wenn es nichts anderes will?

BITTE lasse deinem Kind die Zeit die es zum selbstständigen Laufenlernen (möglichst ohne Hilfe!) braucht. Spiele viel auf dem Boden mit ihr/ihm. S. dazu Link: Wann läuft mein Baby endlich?

  • Mein Sohn 3 Monate, möchte immer sitzen, oder stehen. Stehen steht er schon ganz, darf er das?

Sitzen ca. mit 9-10 Monaten, Stehen mit ca. 12 Monaten!!
Er möchte es nur deshalb, weil du es ihm anbietest und er damit zufrieden ist (ist nämlich VIEL leichter als den Weg vom Boden zum Stand „alleine“ zu erarbeiten! BITTE s. Link: Kann ich das Entwicklungstempo meines Kindes beschleunigen?

  • Mein Sohn, fast 10 Monate, krabbelt nicht, steht nicht, muss ich mir sorgen machen?

Gedulde dich und freue dich über das, was er schon alles kann!! Krabbeln fängt jetzt normalerweise erst an und hochziehen versuchen die Babys mit 11/12 Monaten. Je länger er die Vorstufen „perfektioniert“, desto besser und sicherer wird er es schaffen.

  • Was kann ich für Übungen am Wickeltisch mit einem Säugling machen?

Prima, dass du dein Baby beschäftigen möchtest und es dadurch mehr sensomotorische Erfahrungen bekommt! S. Link: HANDLING: „auf dem Wickeltisch“ – Spielerische Übungen und gemeinsame Kommunikation.
Bitte verfolge auch weiterhin meine Expertenbeiträge auf der CommunitySeite von BabyOne!

  • Meine Tochter 6 Monate liebt ihr Gehfrei, wollen nun auch damit raus, ist festes Schuhwerk schon gut?

BITTE kein Gehfrei! Sturzgefahr und falsches Fuß-Lauf-Training!!
s. biit Link: Das solltest du über „die Wahrnehmung der Füße“ deines Babys wissen!Und : Wann läuft mein Baby endlich?
Sie ist noch zu klein und zu „untrainiert“ für dieses zu schnelle Lerntempo! Sie muss ihren Weg „alleine“ finden!

  • 4 Monate, Rückenlage ist gehasst, geschlafen wird auch nur auf dem Bauch, was kann ich tun?

Ja, manche Kinder fordern einen heraus! Besprich dies bitte auch mit dem Kinderarzt! Die wichtige Selbsterfahrung auf dem Rücken (Strampeln, Handfertigkeiten, Beugeentspannung) sind TOTAL wichtig. Dein Kind bekommt zuviel Streckspannung. Der Schlaf in Bauchlage wird kritisch gesehen, aber es gibt halt viele Bauchschläfer (wie bei uns Erwachsenen!)?
Physiotherapie wäre sicherlich zur Klärung ratsam! Bitte schaue auch auf der CommunitySeite meine Expertenrat-Beiträge zum Thema Schlafen, Bauchlage, Rückenlage,… Alles Gute

  • Mein Sohn fing am 24.12. an die ersten Schritte alleine zu laufen, jetzt krabbelt er nur noch (11 Monate).

Tolles Kind, der weiß was gut für ihn ist. Laufen wird er sein ganzes Leben noch, krabbeln eher weniger!! Er „trainiert sich fit“, um noch mehr Stabilität und Koordination für die höheren Motorikstufen zu bekommen. Herzlichen Glückwunsch!!

  • Mein Sohn ist 8 Monate und dreht sich nur auf eine Seite und dies nur vom Rücken auf den Bauch.

Er hat also Schwierigkeiten ins Drehen zu kommen und eher eine „Schokoladenseite“! Völlig normal, aber du solltest ihn unterstützen….
s. Link: Wann kann mein Baby drehen?

  • Meine Tochter 8 Monate, zieht sich schon überall hoch und möchte laufen.

Immer diese Frühstarter! Bitte seid beide geduldiger. Sie sollte ihren Weg „alleine“ vom Boden auf die Füße zum Laufen schaffen. Bitte verfolge hierzu meine aktuellen Expertenrat-Beiträge auf der CommunitySeite von BabyOne.
Schneller Tipp: s. Wann läuft mein Baby endlich?

  • Lauflernwagen, ja oder nein?

Ja super, aber erst wenn dein Kind die ersten Steherfahrungen selbstständig trainiert hat, Gleichgewicht im Stand aktiv ist und es die ersten Schritte wagt. Erst dann ist das Schieben ratsam (andere Fußbelastung als ohne Hilfsmittel!)

  • Hallo mein Kind ist 15 Monate alt, was kann ich tun, um seine Sprache zu fördern?

Hierzu gibt es „auf den Punkt“ einen Expertenrat von mir: Link: Sprachentwicklung – von Anfang an!

  • Ab wann soll sich ein Baby von Rücken auf Bauchlage drehen können?

Laut Lehrbuch 6./7. Monat, kurze Zeit später (2-4.Wochen von Bauchlage zur Rückenlage). Individuelles Lerntempo, auch abhängig vom Handling der Eltern!! Schau mal hier: HANDLING: So solltest du dein Baby hochnehmen und ablegen!!

  • Meine Tochter 10 Monate, krabbelt nur rückwärts, was könnte das sein?

Völlig normal! Üben erst Vierfüßler, dann vor-rück Popobewegungen („Rocken“), dann erst Rückwärtsgang (!) und mit Geduld und Übung finden sie „selbstständig“ den Vorwärtsgang!!! …dein Kind wird dich bald verblüffen, wetten!!?

  • Ab wann dürfen/können Babys sitzen? Wie lange die Wanne nutzen?

In der Regel können Babys mit 10 Monaten aufrecht sitzen und dürfen in den Buggy und auch Hochstuhl. Gutes Gleichgewicht und wirkliche Sicherheit im freien Sitz erst mit ca. einem Jahr!

  • Unsere Maus 15 Monate möchte immer an den Händen gehen, ist das in Ordnung?

Normale Entwicklung! Wenn sie es „alleine“ auf die Füße geschafft hat und schön ihre Fußmuskulatur zum freien Stand ausgiebig trainiert hat, wird sie bald frei gehen können. Viele Kinder brauchen ziemlich lange diese „psychologische Stütze“ an der Hand, bis sie sich endlich alleine trauen!
Zeit & Geduld – und alles wird gut!

  • Meine Tochter 6 Monate alt feinmotorisch richtig gut, aber drehen und so tut sie nicht

Kinder nehmen sich soviel Zeit für ihre Entwicklung, wie sie dazu brauchen. Vertraue ihr, sie wird das alles „alleine“ bestimmen, was sie noch üben muss. S. Link: Kann ich das Entwicklungstempo meines Kindes beschleunigen?

  • Unsere hat sich mit 6 Monaten immer selbst aufgezogen zum sitzen, warum soll das ungesund sein?

In der motorischen Entwicklung gibt es eine natürliche Bewegungsabfolge, in welchem Zeitrahmen sich Kinder (egal vom Geschlecht, überall auf der Welt!) entwickeln. Alleine in den Sitz zu kommen ( über die Bauchlage, den Vierfüßler – zum Seitsitz in den Langsitz und zurück) schafft kein Kind dieser Welt mit 6 Monaten! S. Link : Wann darf dein Baby sitzen?
Erst Krabbeln – dann sitzen ist die „gesunde“ Reihenfolge!!

  • Meine Kleine mag sich einfach nicht auf den Bauch drehen? (8Monate)

Bitte bespreche das mit dem Kinderarzt, denn der kann eventuell ein organisches Problem ausschließen (Magen-Darm?). Achte auch auf gutes Handling (Hochnehmen / Ablegen.. Ansonsten probiere es bitte mit dem Link: Wann kann mein Baby drehen

Entwicklung von Kindern: Vom ersten Schrei bis zum ersten Kuss

Ein Baby kommt auf die Welt. Kaum ist es da, kann es auch schon etwas: Unmittelbar nach der Geburt strampelt es mit Beinchen und Ärmchen, es atmet, es schreit, es saugt.

Schon mit dem 28. Lebenstag endet die Neugeborenenperiode, dann beginnt die sogenannte Säuglingszeit. Babys werden von Tag zu Tag aktiver, sie sind neugierig und erforschen ihre Umwelt. Etwa ab dem dritten Lebensmonat bewegen sie sich dann auch nicht mehr so ruckartig und scheinbar unbewusst, sondern mehr und mehr zielgerichtet.

Etwa ab dem fünften Monat wird es noch spannender: Jetzt greifen die Kleinen nach allem, was die Eltern nicht schnell genug in Sicherheit bringen: Jeder Gegenstand wird spielerisch untersucht, angeschaut, angefasst, in den Mund gesteckt.

Ab dem sechsten Monat erweitert sich der Bewegungsradius: Das Baby fängt an zu kriechen, robben, rollen und krabbeln, seine Spielwiese wird auf die gesamte Wohnung ausgedehnt. Innerhalb des ersten Jahres nach der Geburt macht der Mensch den größten Entwicklungsschritt in seinem Leben: Gerade lag der Säugling noch hilflos in Mamas Arm, schon krabbelt er im Turbo-Tempo drauflos.

Aus Babys werden Kinder

Um den ersten Geburtstag herum endet die Babyzeit und wird abgelöst durch die Kleinkindphase – der Nachwuchs fängt langsam an, auf zwei Beinen die Welt zu erkunden. Das sieht am Anfang ziemlich komisch aus: Der kleine Eroberer watschelt breitbeinig und meist mit erhobenen Armen durch die Gegend. Aber Übung macht bekanntlich den Meister, etwa mit 18 Monaten geht er frei und relativ sicher.

Haben sie bisher mehr gebrabbelt, können Kinder etwa gegen Ende ihres ersten Lebensjahres schon einzelne Wörter aussprechen. Ihr Sprachschatz vergrößert sich ab jetzt rasant: Am Ende des zweiten Lebensjahres bilden sie schon Zwei- und Drei-Wort-Sätze. Mit teilweise mehr als 100 Wörtern machen sie ihren Eltern nun recht deutlich, was sie wollen. Und zwischen dem dritten und fünften Lebensjahr werden sie immer selbstständiger – eine entscheidende Voraussetzung für den Besuch des Kindergartens.

Ab in die Schule, hinaus in die Welt

Mit sechs Jahren sind Kinder – wie es so schön im Amtsdeutsch heißt – schulreif. Das bedeutet: Sie können länger still sitzen und sich auf eine Aufgabe konzentrieren. Außerdem haben sie auch schon ein gewisses soziales Verhalten erlernt, sie können Rücksicht nehmen und sich in eine Gemeinschaft einordnen.

Ungefähr ab dem 12. Lebensjahr kommt dann jene Phase, die die meisten Eltern am liebsten auslassen würden: die Pubertät. Pickel sprießen, der Körper verändert sich, der Nachwuchs ist oft schlecht gelaunt bis rebellisch. War die Welt für sie bisher überschaubar und sicher, stellen Kinder sich nun erste Sinnfragen und haben manchmal Angst vor der Zukunft. Kurzum: Die längst nicht mehr so kleinen Kinder sind nun groß, die Zeit des Erwachsenwerdens beginnt.

Jetzt geht es los!

Hat das Baby etwa spontan gelacht? Ja, das kann es schon innerhalb der ersten drei Monate. Es kann sogar sein, dass es schon mit einem Monat das Lächeln seiner Eltern erwidert. Im ersten Vierteljahr fängt es auch an, gezielt Gesichter zu betrachten und Blickkontakt zu anderen Menschen aufzunehmen.

Aber wie ein Säugling sich verhält und reagiert, hängt immer davon ab, wie er sich gerade fühlt. Ist er satt und zufrieden, seufzt er wohlig. Hat er dagegen Hunger oder ist die Windel voll, macht er sich durch Schreien bemerkbar. Auch erste Vokale wie a und e kann er innerhalb der ersten drei Monate sprechen. Und er beginnt, sich Geräuschen zuzuwenden.

Müde Vielschläfer

Im Bauch der Mutter fühlte sich das Baby sicher und geborgen. Nach der Geburt muss es sich auf einmal in einer großen, fremden Welt zurechtfinden. Dabei ist es selbst noch so klein: Jungs mit einer Körpergröße von 51 Zentimetern und einem Gewicht von 3500 Gramm. Mädchen mit 50 Zentimetern und 3300 Gramm. Und es ist ganz schön viel, was der neue Erdenbürger verarbeiten muss. Deshalb wird er auch schnell müde und schläft 16 bis 18 Stunden am Tag.

Das Herz eines Neugeborenen klopft sehr schnell: In einer Minute schlägt es zwischen 80 und 180 Mal. Und es atmet auch öfter als ein Erwachsener – 40 bis 60 Luftzügesind es pro Minute.

Legen Eltern ihr Baby auf den Rücken, kann es den Kopf schon hin und her drehen. Wird es auf den Bauch gelegt, kann es den Kopf zur Seite drehen und ihn kurz von der Unterlage abheben. Bei der Vorsorgeuntersuchung hält der Kinderarzt das Baby in der sogenannten schwebenden Bauchlage auf seiner Hand. Dabei kann es den Kopf für einige Sekunden aufrecht halten. Hält der Arzt es senkrecht, macht es auf einer Unterlage Schreitbewegungen – einer von zahlreichen angeborenen Reflexen.

Gucken, lächeln, wachsen

Im zweiten Lebensmonat nimmt ein Baby seine Umwelt immer mehr wahr. Sein Nervensystem und sein Hirn sind schon so ausgereift, dass es zuhören sowie auf Geräusche und Licht reagieren kann: Es wendet den Kopf in Richtung einer neuen Lichtquelle und zuckt zusammen oder erstarrt bei plötzlich auftretenden Lauten.

Einer der schönsten Momente in dieser Phase: Das Baby fängt an zu lächeln. Erst nur ganz flüchtig und wie unabsichtlich. Aber dann immer mehr und zielgerichteter, wenn die Eltern sich ihm zuwenden – das erste sichere Zeichen des zwischenmenschlichen Kontakts.

Anklammern klappt

Babys sind völlig hilflos und komplett von ihren Eltern abhängig. Aber sie haben verschiedene angeborene Reflexe. Zum Beispiel den sogenannten Moro-Reflex: Hält man ein Neugeborenes schrägt hoch und tut so, als würde man es fallenlassen, reißt es die Arme nach oben und spreizt dabei die Finger. Es versucht also instinktiv, sich festzuhalten und festzuklammern.

Egal, wie ein Baby sich in den ersten Lebensmonaten bewegt, meist sieht das sehr ungezielt und ruckartig aus. Versucht es, etwas zu greifen, klappt das noch nicht. Neugeborene betrachten zunächst ihre Hände, dann führen sie sie zum Mund, und nach dem zweiten Monat fangen sie an, ihre Hände zu betasten.

In den ersten drei Monaten nimmt ein Baby jeden Tag durchschnittlich 25 Gramm zu. Innerhalb von vier bis fünf Monaten hat es sein Geburtsgewicht verdoppelt, mit einem Jahr verdreifacht und mit sechs Jahren versechsfacht. Genau so rasant wächst es: Im ersten Vierteljahr werden Monat für Monat fünf Zentimeter zugelegt. Wenn Sie wissen möchten, wie groß Ihr Kind einmal wird, hilft folgende Pi-mal-Daumen-Rechnung: Die Körpergrößen der Eltern addieren, durch zwei teilen und dazu 6,5 Zentimeter bei Jungen hinzufügen, bei Mädchen hingegen abziehen.

3. und 4. Lebensmonat

Der Säugling wendet sich intensiv seiner Umwelt zu und wird immer neugieriger. Er nimmt sein Spielzeug in die Hand und betrachtet es aufmerksam. Rasseln und Kuscheltiere sind besonders interessant und werden gleich in den Mund gesteckt. Auch weiter entfernt liegende Gegenstände werden jetzt bewusst wahrgenommen – Zeit für ein Mobile. Das Baby reagiert auch auf Stimmen. Sprechen die Eltern mit ihm, antwortet es schon, indem es Vokale aneinanderreiht.

Die Zeit des bloßen Drauflosschreiens ist vorbei. Mit ihrem Gebrüll drücken Babys nun bestimmte Gefühle aus, etwa Hunger, Schmerzen oder Unbehagen.

Am Ende des vierten Lebensmonats fangen sie an, sich verschiedenen Menschen gegenüber auch unterschiedlich zu verhalten. Und sie beginnen damit, die Gesichtsausdrücke ihrer Eltern nachzuahmen.

Das Baby kann sich nun immer besser bewegen: Legt man es auf den Bauch, stützt es sich ab und hebt den Kopf kontrolliert hoch. Am Ende des vierten Monats kann es sich schon von allein auf die Seite rollen. Jetzt fängt es auch an, ganz gezielt nach Gegenständen zu greifen. Liegt der Säugling auf dem Rücken und hält die Mutter ihm einen Finger hin, versucht er sich daran hochzuziehen. Richtet sie ihn zum Stehen auf, macht er keine Geh-Bewegungen mehr – dieser Reflex ist mittlerweile erloschen.

Der Nachwuchs hat auch wieder zugelegt: Mädchen wiegen nach drei Monaten im Durchschnitt 5,7 Kilogramm und sind 60,4 Zentimeter groß, Jungen sind 5,9 Kilogramm schwer und messen 61,6 Zentimeter.

5. und 6. Lebensmonat

Das Kleine kann sich immer besser und gezielter bewegen: Der Kopf schlackert nicht mehr hin und her, sondern wird kontrolliert bewegt. Halten Eltern das Baby stehend fest, dann trägt es schon sein Körpergewicht, wippt oder hüpft. Mit einer helfenden Hand im Rücken kann es aufrecht sitzen.

Da das Greifen jetzt nicht nur gezielt, sondern auch immer sicherer möglich ist, wird alles, was ihm in die Quere kommt, gegriffen und von einer in die andere Hand gewechselt. Und jetzt startet das Baby auch die ersten Versuche, allein vorwärts zu kommen: Es beginnt zu kriechen.

Babys können nun besser am Familienleben teilnehmen: Sie beobachten aufmerksam alles, was in der Umgebung stattfindet, und freuen sich über jede Form der Zuwendung. Sie reihen irgendwelche Vokale aneinander, lachen, gurren und quietschen laut, wenn sie angesprochen werden – die erste Unterhaltung mit den Eltern!

Das Baby sabbert wie ein Bernhardiner und kaut ständig auf harten Gegenständen herum? Dann ist es soweit: Zwischen dem fünften und achten Monat bricht der erste Milchzahn durch, meist der mittlere untere Schneidezahn. Monat für Monat folgt nun meist ein neues Beißerchen. Mit einem halben Jahr bringen Mädchen im Schnitt 7,4 Kilogramm auf die Waage und sind 67,2 Zentimeter lang. Jungen wiegen 7,9 Kilogramm und sind 68,5 Zentimeter lang.

7. und 8. Lebensmonat

Die Lall-Phase beginnt: Das Baby reiht gleiche Laute sinnfrei aneinander. Und es beginnt, aufgeschnappte Geräusche nachzuahmen. Außerdem deutet es Mienen und Gesten und lernt so die Bedeutung erster Wörter wie Mama oder Papa – lange bevor es selbst sprechen kann.

Das Kleine ist nun nach und nach in der Lage, Fremde von engen Bezugspersonen zu unterscheiden. Die Zeit, in der jede Person wahllos angelächelt wurde, ist vorbei: Das Baby fremdelt, das heißt, es reagiert ängstlich auf nicht vertraute Menschen. Unbekannte Menschen werden, wenn überhaupt, misstrauisch beäugt oder mit Gebrüll begrüßt.

Jetzt drehen die Kinder sich selbständig aus der Rücken- in die Bauchlage. Und sie werden immer kräftiger und geschickter: Sie halten ihr Spielzeug zwischen Daumen und Zeigefinger im so genannten Zangengriff. Wenn ein Erwachsener ihnen zuwinkt, versuchen sie zurückzuwinken.

Ab dem achten Lebensmonat lernen Babys, wie man Gegenstände als Werkzeuge benutzt. Mit einem Stock zum Beispiel wird das weit weg liegende Kuscheltier herangeholt oder angestupst. Funktioniert das nicht, wird hingekrabbelt. Einige Kinder können sich auch schon aus eigener Kraft an einem Möbelstück auf die Knie oder die Füße hochziehen.

9. bis 12. Lebensmonat

Flauschig oder hart, rund oder eckig: Die Form und Beschaffenheit von Gegenständen ist für Babys jetzt interessant. Objekte ihrer Neugier werden mit Hand und Mund erforscht. Versteckt man ein Spielzeug vor ihren Augen, finden sie es ab dem zwölften Monat wieder.

Wa-wa-wa, ra-ra-ra-raaaaa: Im neunten Monat reiht das Baby bevorzugt Silben mit dem Vokal a aneinander. Sie können manchmal sogar schon „Mama“ oder „Papa“ sagen. Weitere Wörter folgen zwischen dem 12. und 18. Lebensmonat. Dann werden auch schon Wünsche geäußert: „Haben!“ Am Ende des ersten Lebensjahres reagieren Kinder sowohl auf ihren Namen als auch auf einfache Aufforderungen wie „nein!“ oder: „Gib es Papa“.

Immer an dem Schrank entlang

Der erste Geburtstag naht. Jetzt wiegen Jungen 10,5 Kilogramm und sind 77 Zentimeter groß. Mädchen sind 10 Kilogramm schwer und messen 75,6 Zentimeter. Das Gehirn wächst rasant, deshalb hat der Kopfumfang bereits 80 Prozent von dem eines Erwachsenen erreicht.

Ein neun Monate altes Kind kann über eine Minute frei sitzen. Und es kriecht vor- und rückwärts. Hält man es an beiden Armen fest, kann es stehen. Es hält sich an Möbeln fest und geht daran entlang. Zwischen dem 11. und 15. Monat kann es schließlich frei stehen und zwischen dem 12. und 18. Monat alleine laufen.

Mit einem dreiviertel Jahr setzt das Baby Hände und Finger ganz geschickt ein: Es greift nach seinen Zehen und spielt damit. Außerdem beherrscht es nun den sogenannten Pinzettengriff: Auch kleine Gegenstände werden zwischen Daumen- und Fingerspitze gehalten. Mit einem Jahr zeigt es mit dem Zeigefinger auf Sachen, schüttelt, klopft und wirft sie durch die Gegend.

Die ersten Klecksbilder

Kleinkinder haben eine schier unerschöpfliche Phantasie und können sich schon bis zu 30 Minuten allein beschäftigen: In Rollenspielen ahmen sie Erwachsene nach, sie fegen mit dem Kinderbesen oder imitieren Hausarbeiten wie Staubsaugen. Sie malen erste Bilder mit wilden Strichen, Klecksen und Punkten. Absoluter Spielefavorit: mit Sand, Lehm und Wasser herummantschen und dadurch verschiedene Materialien kennenlernen.

Anderthalbjährige Kinder können manchmal schon ihren Vornamen benutzen. Sie verstehen die Bedeutung des Wortes „nein“ und halten dann zumindest einen Augenblick inne. Selbst benutzen sie oft noch eine Lautsprache – Nam-nam kann Essen bedeuten, ein Wau-wau ist ganz klar ein Hund.

Sicher auf zwei Beinen

Zwischen dem 13. und 18. Lebensmonat wollen Kinder selbst ihre Löffel halten und allein aus der Tasse trinken – ein großer Spaß und Schweinkram! Ab dem 18. Monat können sie mehr oder weniger selbständig essen und trinken. Sie fangen auch an, feste Speisen zu kauen.

Zum Leidwesen der Eltern beginnen Kleinkinder mit etwa 14 Monaten damit, einzelne Kleidungsstücke – etwa ihre Socken – selbständig auszuziehen. Sie sind große Architekten und stapeln mindestens drei Bauklötze aufeinander, sie werfen und schießen Bälle. Mit anderthalb Jahren bücken sie sich nach ihren Spielzeugen und geben in der Hand gehaltene Gegenstände auf Wunsch wieder her.

19. bis 24. Lebensmonat

Wann und wie schnell Kinder sprechen können, ist unterschiedlich. Etwa ab dem 19. Monat verwenden sie Zwei-Wort-Sätze. Mit zwei Jahren beherrschen sie mindestens 20 Wörter – manchmal schon mehr als 100. Sie sprechen nun in der Ich-Form und benutzen ihren eigenen Namen. Aber was sie so vor sich hinreden, verstehen anfangs oft nur die eigenen Eltern. Ihre Wünsche und Bedürfnisse machen sie aber ziemlich klar – sie melden sich zum Beispiel, wenn sie auf die Toilette müssen.

Jetzt werden auch einfache Aufträge verstanden und befolgt, zum Beispiel: „Nimm deine Zahnbürste!“ Außerdem entwickeln Kinder jetzt die Fähigkeit, zwischen ihren Sachen und denen der Eltern zu unterscheiden. Sie spielen nun auch mal mit anderen Kindern, verteidigen in der Sandkiste aber vehement ihre Förmchen. Beim Spielen imitieren sie gern Erwachsene: Sie füttern etwa Puppen oder Stofftiere mit einem Löffel. Essen sie selbst etwas, brauchen sie kaum noch Hilfe.

Ein zweijähriges Mädchen wiegt 12,8 Kilogramm bei einer Größe von 87,8 Zentimetern, Jungen bringen 13,3 Kilogramm auf die Waage und messen 88,9 Zentimeter. Am Ende des zweiten Lebensjahres hat das Kind meist schon alle 20 Milchzähne.

Mit 24 Monaten rennt es sicher herum und fängt an, auf der Stelle zu hüpfen. Es kann sich immer besser räumlich orientieren, Hindernisse werden nun locker umsteuert. Hält es sich am Geländer oder der Hand eines Erwachsenen fest, kann es auch schon eine Treppe hinaufsteigen. In diesem Alter spielen Kinder gern in der Hocke und stehen einfach auf – ohne sich abzustützen. Sie stapeln jetzt bis zu acht Bauklötzchen aufeinander, waschen sich allein die Hände und ziehen sich einzelne Kleidungsstücke selbst an.

Wieso, weshalb, warum?

Kinder erzählen jetzt gern, was sie gerade tun oder erlebt haben. Manchmal stottern sie vor lauter Aufregung dabei. Am liebsten möchten sie, dass ihre Eltern ihnen immer wieder neue Geschichten vorlesen. Und sie fragen ihnen Löcher in den Bauch: Wieso? Weshalb? Warum? Dreijährige sagen klipp und klar, was sie wollen und brauchen – meist in Drei- bis Vier-Wort-Sätzen. Sie unterscheiden zwischen Ein- und Mehrzahl und benutzen persönliche Fürwörter wie „du“ oder „wir“.

Im dritten Lebensjahr erobern Kinder die Welt außerhalb des eigenen Zuhauses und ohne die Eltern: Sie kommen in den Kindergarten, spielen mehr und mehr mit Gleichaltrigen und lernen so, sich in einer Gruppe zurechtzufinden.

Sie reden viel beim Spielen. Und sie kommentieren liebend gern, wen oder was sie gemalt haben – auch wenn auf den Bildern wenig mehr als Kreise zu erkennen sind. Eine weitere Lieblingsbeschäftigung: So tun als ob – heute sind sie Tierärztin, morgen Baggerfahrer, übermorgen Astronaut. Die Kinder sind ganz schön geschickt: Sie fahren Dreirad und Kettcar, sie werfen und schießen mit dem Ball. Sie können beidbeinig von einer Treppenstufe hüpfen, ohne dabei hinzufallen und etwa eine Sekunde lang auf einem Bein stehen. Wenn sie wollen, ziehen sie sich unter Anleitung alleine an. Ein dreijähriger Junge ist 97,5 Zentimeter groß und wiegt 15,6 Kilogramm, ein Mädchen liegt durchschnittlich bei 96,5 Zentimetern und 14,9 Kilogramm.

Die ersten Freunde

Jetzt beginnt die Zeit der großen Geschichtenerzähler: Vierjährige reden gern und viel, ihre Grammatik ist natürlich noch nicht ganz fehlerfrei. Ihre Erzählungen haben nicht immer etwas mit der Wirklichkeit zu tun, die Phantasie geht mit ihnen durch. Das ist dann kein bewusstes Lügen, sondern einfach alterstypisches Verhalten. Sie können nun Wörter erklären und das, was sie erlebt haben, zeitlich richtig und logisch wiedergeben.

In diesem Alter suchen Kinder sich erste Freunde. Jetzt wird auch gebastelt, was das Zeug hält – zum Beispiel Muschelkästchen. Die Rollenspiele werden immer ausgefeilter: Im Kaufmannsladen ordnen, wiegen und verkaufen sie Lebensmittel, sie ziehen ihre Puppen an, frisieren und wickeln sie. Die Kinder können sich nun immer mehr Dinge merken, das bleibende Gedächtnis entwickelt sich aber erst nach dem vierten Lebensjahr.

Jetzt suchen sie fast immer rechtzeitig die Toilette auf und machen nachts nicht mehr ins Bett. Bälle fangen, werfen, schießen, prellen, Treppen rauf- und runtergehen, sicher Dreirad fahren und lenken: All das ist kein Problem mehr. Und für drei bis fünf Sekunden können die Kleinen auch schon auf einem Bein stehen. Vierjährige halten einen Stift korrekt zwischen den ersten drei Fingern der Hand. Sie malen nun Menschen, später folgen erste Versuche, ein Quadrat zu zeichnen.

Aus Kleinkindern werden laufende Meter: Mädchen erreichen 104,2 Zentimeter bei 16,9 Kilogramm; Jungen sind 105 Zentimeter groß und wiegen 17,6 Kilogramm.

Fürs Leben lernen – und in der Schule

Aussprache und Grammatik von Fünfjährigen sind meist fehlerfrei. Was sie erlebt haben, erzählen sie in der richtigen zeitlichen und logischen Reihenfolge. Natürlich noch mit sehr einfachen Worten und Sätzen und eventuell leicht gestammelt. Aber im Laufe der nächsten Jahre wird ihr Erzählstil immer ausdrucksvoller und flüssiger.

Ab fünf Jahren sind nicht mehr die Eltern, sondern Gleichaltrige die besten Freunde: Es wird zusammen gespielt, was die Phantasie hergibt. Dabei halten sich die Kinder meistens schon an Spielregeln. Im Kindergarten oder der Vorschule haben sie gelernt, für ein harmonisches Miteinander eigene Interessen auch mal zurückzustellen. Eine wichtige Voraussetzung, um in den nächsten Jahren in der Schule zurechtzukommen.

Ab Ende des fünften, Anfang des sechsten Lebensjahres ist Kindern klar: Ich bin ein Mädchen. Oder ein Junge. Den meisten macht es jetzt Spaß, der entsprechende Geschlechterrolle nachzueifern: Fanden kleine Jungs bisher Mamas Glitzernagellack ganz schön, ist nun eher Papas Rasierwasser begehrt.

Bis zur Pubertät fügt sich der Nachwuchs jetzt gut in den Familienalltag ein. Und übernimmt mehr oder weniger gern größere Aufgaben und Aufträge – vom Tischabräumen über Unkrautjäten bis zum Einkauf. Der elterlichen Phantasie sind da keine Grenzen gesetzt.

Bilder zeigen Menschen, Tiere, Bäume

Ein fünfjähriges Kind kann sich allein anziehen – wenn es will. Werfen die Eltern ihm aus zwei Metern Entfernung einen Ball zu, fängt es ihn problemlos auf. Neben Bildern mit Kreuzen, Quadraten, Menschen, Bäumen oder Tieren kritzeln Kinder in diesem Alter bereits ein paar Zahlen und ihren Namen in Großbuchstaben.

Zwischen dem fünften Lebensjahr und dem Beginn der Pubertät wird die Feinmotorik der Kinder immer besser und ausgefeilter. Das heißt, sie setzen beim Werfen, Hüpfen, Fangen oder Balancieren immer geschickter ihre Arme und Beine ein. In dieser Phase sollten Eltern die Interessen ihres Nachwuchs gezielt fördern. Denn in Vereinen, Kindergruppen oder beim Einzelunterricht lernen die Kinder nicht nur Ballett oder Klavier. Sondern auch, dass sie es selbst in der Hand haben, ihre Leistungen durch Training und Üben zu verbessern.

Hilfe, ich pubertiere!

Die Pubertät ist eine Zeit, vor der sich die meisten Eltern fürchten. Aus Kindern werden nun Erwachsene, die später einmal Verantwortung tragen und selber eine Familie gründen sollen. Parallel zur körperlichen Entwicklung verändern sich die Jugendlichen auch seelisch.

In dieser Übergangsphase sind sie oft labil, weder Fisch noch Fleisch: Sie fühlen sich nicht wohl in ihrer neuen Haut. Mädchen werden gern schwierig und rebellisch. Jungs reagieren polterig oder verkriechen sich in ihr Schneckenhaus. Was Eltern oder Lehrer sagen, interessiert immer weniger. Gleichaltrige Freunde sind jetzt viel wichtiger. Jugendliche suchen nach Bestätigung bei Gleichgesinnten. Sie gehen auf Konfrontationskurs mit Erwachsenen und versuchen, durch Imponiergehabe zu beeindrucken. Sie stellen sich häufig Sinnfragen und suchen berufliche und persönliche Perspektiven für ihr Leben.

Hormone, Hormone: Über mehrere Jahre hinweg stecken die jungen Körper nun in der Pubertät. Ungefähr ab elf vergrößern sich bei Mädchen die Brüste, die Eierstöcke und die Gebärmutter. Bei Jungen werden mit etwa zwölf Jahren Samenzellen gebildet, die Hoden wachsen. Mit dem 15. Lebensjahr ist diese Entwicklung bei beiden Geschlechtern abgeschlossen. Das heißt: Zwischen 14 und 15 sind Mädchen und Jungen rein körperlich in der Lage, selber Kinder zu bekommen beziehungsweise zu zeugen.

Argwöhnisch beäugt: Pickel und Schamhaare

Weitere körperliche Zeichen dieser schwierigen Phase: Die Pickel sprießen, Schamhaare beginnen zu wachsen – bei Mädchen ungefähr ab 11, bei Jungen mit 13 Jahren. Die erste monatliche Regelblutung bekommen Mädchen ungefähr mit 13.

Zu diesem Zeitpunkt überholen Mädchen die Jungen: Sie sind nun mit 157,2 Zentimetern größer und mit 45,0 Kilogramm schwerer als Jungen mit ihren 155,1 Zentimetern und 42,2 Kilogramm. Denn ihr pubertärer Wachstumsschub setzt im Alter von 12 Jahren zwei Jahre eher als bei den Jungen ein. Das holen die Jungs später wieder auf: Sie wachsen in der Pubertät stärker – und auch länger. Sie sind erst mit 18 Jahren ausgewachsen, zwei Jahre später als Mädchen. Im Durchschnitt sind sie dann 177,6 Zentimeter groß und 66,2 Kilogramm schwer. Mädchen liegen zu diesem Zeitpunkt bei 166,3 Zentimetern und 58,2 Kilogramm.

Am Ende dieser Phase können alle Beteiligten tief durchatmen: Die Jugendlichen haben eine stabile Persönlichkeit und ein solides Selbstwertgefühl entwickelt. Die Kleinen sind jetzt wirklich groß, sie sind erwachsen.

Ihr Baby im 9. Monat

Noch mehr Sicherheit für kleine Entdecker

Die eine oder andere Erfahrung mit einem kleinen Krabbelkind zeigt vielen Eltern, an wie viele Sicherheitslücken Sie im Haushalt vielleicht noch nicht gedacht haben. Das Leben mit einem kleinen Menschen, der gerade Laufen lernen möchte und sich überall hochzieht, birgt zusätzliche Gefahren.

So sollten Sie beispielsweise die langen Tischdecken zunächst im Schrank lassen und auch die Vorhänge auf Zugfestigkeit überprüfen. Spätestens jetzt ist die Absicherung von Treppen wichtig. Zusätzlich zu den Sicherheitsgittern ist es auch sinnvoll folgende Baby- und Kindersicherungen im Haushaltvorzunehmen:

  • Klemmschutz für Türen, um Quetschungen der Finger zu vermeiden
  • Schrank- und Schubladensicherungen
  • Steckdosenschutzkappen
  • Kantentschutz- und Eckenschutz-Auflagen für scharfkantige Möbelstücke
  • Pflanzentopfgitter (damit die Blumenerde im Topf bleibt)
  • Kindersicherungen für Herd- und Backofen
  • Kippsicherungen für Möbel und Fernseher

Babywalker statt Gehfrei

Sie denken über die Anschaffung eines Gehfreis nach? Bei einem Gehfrei handelt es sich um eine Lauflernhilfe, in die Babys hineingesetzt werden können und mit der sie sich durch Strampelbewegungen (die dem Laufen sehr ähneln) vorwärts bewegen können. Diese Lauflerngeräte werden jedoch unter anderem von der Bundesarbeitsgemeinschaft „Mehr Sicherheit für Kinder e.V.“ als sehr gefährlich eingeschätzt. Viele Kinderärzte sprechen sich auch gegen den Gehfrei zu Laufförderung aus, da er sich nachgewiesenermaßen nicht förderlich auf die Gehfähigkeit auswirkt. Schon kleine Hindernisse, wie Spielzeuge, Türleisten und Teppichkanten können zu schweren Stürzen führen.

Auch Treppenstürze verlaufen mit einem Gehfrei oftmals besonders schwer. In Deutschland passieren pro Jahr etwa 5.000 Gehfrei-Unfälle. In Skandinavien sind Gehfrei-Laufgeräte sogar wegen ihrer schweren Verletzungsgefahren verboten. Eine bessere Alternative sind sogenannte Babywalker bzw. Lauflernwagen. Sie sind stabil genug, um sich daran hochzuziehen und mit zumeist noch unsicheren Schritten die Umgebung sicher zu erkunden. Außerdem können Sie als praktische Spielzeugkiste oder Puppenwagen verwendet werden.

Den Schuhkauf auf später verschieben

Der Gedanke ans Gehen oder Laufen schließt für viele Eltern auch den Gedanken an die ersten Laufschuhe ein. Doch Kinderärzte und Orthopäden raten davon ab, jetzt schon ins Schuhregal zu greifen. Barfuß Laufen lernen stärkt einerseits die Muskeln und Sehnen der kleinen Babyfüße und hilft andererseits Erfahrungen hinsichtlich unterschiedlicher Bodenarten und Unebenheiten zu sammeln.

Keine Angst vorm Abschiedsschmerz

Je mobiler und somit freier Ihr Baby wird, umso größer wird bei den Kleinen oftmals auch die Angst davor, ohne Papa oder Mama zu sein. Die Trennungsangst und der damit verbundene Abschiedsschmerz ist das Resultat eines natürlichen Schutzinstinktes. Dieser verhindert bei Babys unter anderem, sich zu weit von seinen engsten Bezugspersonen zu entfernen und sich dadurch in Gefahr zu bringen. Auch wenn es viele Mamas zu Recht schmerzt, wenn ein Baby vor Trennungsangst weint, so sollten Sie wissen: Trennungsangst ist ein wichtiger Punkt für Ihr Baby und Sie, den Sie gemeinsam meistern müssen.

Ganz ohne Tränen lässt sich das selten regeln. Ist eine Trennung also nicht zwingend nötig, vermeiden Sie sie. Nutzen Sie als Eltern, Ihre Instinkte, um den Trennungsängsten Ihres Kindes beispielsweise bei der kurzzeitigen Betreuung durch Großeltern oder Babysitter zu begegnen. Falls Ihr Baby ein Lieblingsstofftier hat, sollte das zum Trost mit dabei sein. Auch der Schnuller hilft oft, um sich schnell zu beruhigen.

Intensiv spielen und sprechen

Nahezu täglich können Sie im neunten Lebensmonat faszinierende Fortschritte beobachten und spannende neue Dinge ausprobieren. Beim gemeinsamen Essen gibt es immer wieder neue Geschmacksrichtungen zu entdecken. Die ersten Schritte sorgen für ganz viel Stolz. Gemeinsame Spiele, wie Türmchen bauen, werden immer facettenreicher.

Ihr Baby versteht nun Verschiedenes sehr gut und kann beispielsweise auf viele Dinge, die Sie in Bilderbüchern benennen, zeigen. Zusätzlich ist das Lautrepertoire so groß, dass Sie vielleicht schon das ein oder andere Wort im Gebrabbel Ihres Babys vermuten. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass Babys Sprache nur in der Interaktion mit anderen Menschen lernen und trainieren können. Das Abstellen vor Radio oder Fernsehen bewirkt keine Sprachförderung.

Zur sprachlichen und motorischen Förderung können Sie im neunten Lebensmonat unter anderem die folgenden Spiele mit Ihrem Baby spielen:

  • Setzen Sie Ihr Baby in einen großen Pappkarton oder Wäschekorb. Das schult das räumliche Vorstellungsvermögen. Achten Sie allerdings darauf, dass es nicht damit umkippt.
  • Versteck- und Suchspiele sind nach wie vor äußerst beliebt und üben neben der Motorik auch das Sprachverständnis.
  • Zum ersten Mal gemeinsam Kuchen backen? Jetzt ist der richtige Zeitpunkt dafür.
  • Waschtag: Waschen Sie gemeinsam mit Ihrem Baby seinen Bauch, seine Hände und andere Körperteile. Das schult die Körperwahrnehmung und zeigt Ihrem Kleinen, wie jeder Körperteil bezeichnet wird.
  • Fingermalstunde. Nutzen Sie dafür spezielle Fingerfarben oder auch aus Bio-Lebensmitteln hergestellte Farben. Achten Sie bei der Wahl der Farben darauf, dass möglichst keine chemischen Zusatzstoffe zur Farbherstellung verwendet wurden. Die Haut Ihres Babys ist noch sehr empfindlich. Zusätzlich landet etwas Farbe bei den meisten Babys auch im Mund, da es vielen sehr interessant erscheint, wie so bunte Farben wohl schmecken.
  • Das Krabbel-Zug-Spiel: Lassen Sie Ihr Baby immer wieder durch Ihre Beine krabbeln und trainieren Sie somit sein Krabbelgeschick.

Nützliches für Babys 9. Monat

Kindersitz

Ab einem Gewicht von 9kg wird ein Kindersitz der ECE-Größe I nötig, im 9ten Monat ist es häufig Zeit für den Wechsel. Diese Kindersitze sind für Babys, die zwar schon sitzen können, aber noch großen seitlichen Halt benötigen, konzipiert. Durch eine verstellbare Sitz- und Ruheposition können die Kleinen während der Fahrt bequem schlafen.

Sicherheitsgitter

Sobald die kleinen Racker ihre ersten Schritte starten ist Vorsicht geboten – Treppen, Kamin und andere gefährliche Stellen dürfen für das Baby nicht zugänglich sein. Ein Sicherheitsgitter hilft dabei, den Zugang zu Gefahren-Zonen zu versperren, auch ein Laufgitter hält die Kleinen von eigenmächtigen Erkundungstouren ab.

Kindersicherung

Wenn Kinder mobil werden, ist es auch höchste Zeit, die Wohnung kindersicher zu gestalten. Schon ab dem Krabbelalter ist ein Steckdosenschutz sowie ein Kanten- und Eckenschutz notwendig. Mit zunehmendem Alter werden auch weitere Kindersicherungen wie eine Schrank- und Schubladensicherung und ein Herdschutzgitter nötig, um die kleinen Entdecker vor Verletzungen zu schützen.

Babys 9. Monat

9. Monat – körperliche Entwicklung

Ihr Baby wächst im neunten Monat langsamer als zuvor. Im Durchschnitt nimmt Ihr Nachwuchs in den nächsten drei Monaten insgesamt ein Kilo zu und wächst etwa drei bis vier Zentimeter. Vor allem verändern sich die Gesichtszüge sich im neunten Monat: Ihr Baby hat deutlich schlankere Konturen bekommen und sieht ganz anders aus, als noch vor ein paar Monaten.

Motorische Entwicklung

Den neunten Monat gestaltet Ihr Baby sehr aktiv. Es zieht sich mit den Händen nach vorne und stößt sich mit den Füßen ab: Es robbt!

Dem Krabbeln geht eine Phase voraus, in der Ihr Baby im Kniestand vor und zurück wippt. Im neunten Monat möchte Ihr Baby zwar vorankommen, oftmals gelingt die Koordination der Arme und Beine jedoch noch nicht optimal.

Die motorische Entwicklung von Babys im neunten Monat ist sehr unterschiedlich. Vielleicht überspringt Ihr Kind das Robben und krabbelt sofort. Oder Ihr Nachwuchs erfindet andere Fortbewegungstechniken und rutscht auf dem Po voran.

Im neunten Monat kann Ihr Baby frei sitzen und hantiert selbstbewusst mit Gegenständen, um sie näher zu betrachten.

Je nachdem, wie ausgeprägt die Muskulatur Ihres Babys mit neun Monaten ist, kann es sich bereits an niedrigen Möbeln hochziehen.

Die Entwicklung der Sinne

„Mit allen Sinnen lernen!“ Das ist das Credo im neunten Monat Ihres Babys. Während die Fernsinne wie Hören und Sehen bereits gut ausgeprägt sind, trainiert Ihr Baby nun mit seinen täglichen Aktivitäten besonders seine körperbezogenen Sinne.

Die Körperwahrnehmung und die motorischen Fähigkeiten, die Ihr Kind besitzt, sind eng miteinander verknüpft. Zieht sich Ihr Kind mit neun Monaten an Möbeln hoch oder krabbelt, stärkt es zugleich seinen Gleichgewichtssinn.

Der Tastsinn Ihres Babys wird im neunten Monat durch das Erforschen von Gegenständen gefördert. Schon ein einfacher Würfel enthält viele Informationen, die Ihr Nachwuchs durch das Ertasten erkundet.

Die Feinmotorik ist in Babys 9. Monat besser ausgebildet. Kleine Happen kann es selbst in den Mund befördern. Dadurch wird sein Tast- und Geschmackssinn weiterentwickelt.

Monat 9: die Entwicklung Ihres Babys

Fotogalerie

Babys erstes Jahr

Sehen Sie, was Juliet in ihrem ersten Lebensjahr lernt.

Kurz vorm Laufen

Ihr Baby ist nun kurz davor, selbständig zu laufen. In diesem Alter wird es vermutlich bereits Treppen hinaufklettern und die Möbel umkreisen. Einige können mit ein wenig Hilfe schon die ersten Schritte wagen. Ihr Baby lernt auch, die Knie zu beugen und sich aus dem Stand hinzusetzen (das ist schwerer zu bewerkstelligen, als es sich anhört!).
Sie können Ihrem Baby helfen, indem Sie vor ihm stehen oder knien und die Hände auffordernd ausstrecken. Halten Sie seine kleinen Hände in den Ihren, und gehen Sie auf Ihr Kind zu. Alternativ können Sie auch ein Rutscherauto kaufen oder etwas Ähnliches, an dem es sich festhalten kann, während es das Spielzeug vor sich herschiebt (achten Sie darauf, dass diese Gehhilfe stabil ist und eine große Fläche zum Aufstützen hat).
Das Heim kindersicher zu gestalten, ist nun ein Muss. Eine gute Möglichkeit sind Riegel für Schranktüren, die verschlossen bleiben sollen – Babys haben Ihre Finger sonst schneller als der Schall an solchen Sachen.

Schuhe? Noch nicht

Wenn Ihr Baby beginnt zu stehen und Möbel zu umkreisen, fragen sich manche Eltern, ob man jetzt Schuhe kaufen muss. Experten raten davon ab, so lange das Kind noch nicht regelmäßig vor die Tür geht. Barfuss gehen stärkt nicht nur die Muskeln und Sehnen, sondern verbessert auch die Balance. Denn so kann das Kind den Boden und eventuelle Unebenheiten besser fühlen.

Spielen und lernen

Ihr Baby kann jetzt Gegenstände in einen Behälter tun und wieder herausholen. Kaufen Sie ihm einen Plastikeimer und ein paar bunte Bauklötze (groß genug, damit es sie nicht verschlucken kann), dann kann es diese neue Fähigkeit üben. Es wird auch Spielzeug lieben, an dem sich etwas bewegt, zum Beispiel Räder, Hebel und Türen, die man öffnen und schließen kann. Große Plastikautos, mit denen sich Ihr Baby auf dem Boden herumrollen kann, sind für Jungen und Mädchen gleichermaßen geeignet.
Wenn Sie ihm ein Spielzeug wegnehmen, wird Ihr Baby protestieren. Ein Zeichen dafür, dass es beginnt, seine Selbständigkeit und Selbstbestimmung einzufordern. Außerdem ist es nun in der Lage, seine Bedürfnisse und Wünsche klar zu äußern.
Etwa die Hälfte aller neun Monate alten Babys beginnt nun mit „geliehenen Geschenken“. Es gibt einen Gegenstand her und nimmt ihn sich wieder. Seien Sie sein Spielkamerad. Wenn Sie mit Ihrem Wonneproppen auf dem Boden spielen, dann rollen Sie ihm einen Ball hin und schauen, ob er ihn zurückrollen lässt. Geben Sie ihm Spielzeug zum Sortieren oder Stecktürme, und lassen Sie sich die Steine „schenken“.

Abschiedsschmerz verkraften

Jetzt und in den kommenden Monaten ist die Trennungsangst auf ihrem Höhepunkt. Es ist normal, dass sich ein neun Monate altes Baby eng an seine Mutter oder seinen Vater klammert und alle anderen fürchtet. Dennoch kann das für einen Babysitter oder die Großeltern schwierig werden. Sie können allen die Annäherungsphase erleichtern, wenn Sie den Leuten sagen, sie sollen langsam herankommen, und das Baby den ersten Schritt tun lassen.
Wenn Ihr Baby das Fremdeln mit seinem Daumen oder seinem Schnuller bekämpft, dann ist das völlig in Ordnung. Saugen ist eine der wenigen Arten, die Ihr Baby zu seiner Beruhigung kennt.

Der Versuch zu reisen

Das kann ein schwieriges Alter sein, um zu verreisen. Ihr Kind schätzt seinen Alltag und Berechenbarkeit – Reisen stören seine Gewohnheiten. Wenn Sie in Urlaub fahren, dann machen Sie sich auf ein quengeliges, anhängliches Kind gefasst. Nehmen Sie viele Sachen mit, um es abzulenken: Bilderbücher, Lärm machende Spielsachen und – ganz wichtig – sein Lieblingsstofftier oder seine Kuscheldecke. Wenn Ihr Baby einen Schnuller braucht, dann sollten Sie davon gleich ein halbes Duzend einpacken. Die Dinger scheinen immer dann zu verschwinden, wenn man sie am dringendsten braucht.

Sprachverständnis

Die Flut an Wörtern, die Ihr Kind seit seiner Geburt gehört hat, beginnt sich nun auszuwirken. Im Moment übersteigt seine Fähigkeit, Worte zu verstehen, bei weitem seine Möglichkeiten, sie zu benutzen. Aber immerhin klingt sein Geplapper nun schon viel mehr nach richtigen Wörtern, inklusive der Silben „ma“ und „pa“. (Freuen Sie sich im Moment noch nicht zu sehr darüber. Es sind noch keine echten Worte, nur eine Folge von Tönen, die es dauernd wiederholt)
In dieser Phase versteht Ihr Kind besser Ihre Tonlage als die tatsächlichen Worte. Je mehr Sie mit ihm sprechen – beim Kochen, Autofahren, Anziehen – desto mehr wird Ihr Baby über Kommunikation lernen. Eine Untersuchung fand heraus, dass ein wichtiger Teil späterer Intelligenz mit der Anzahl der Wörter zusammenhängt, die ein Kind täglich hört. Natürlich zählen Hintergrundgeräusche aus dem Radio oder das Baby vor dem Fernseher abstellen nicht! Um das Sprachverständnis des Babys zu fördern, müssen Sprache und Worte interaktiv benutzt werden.
Im neunten Monat beginnt das Baby das Wort „Nein“ zu verstehen -aber noch schenkt es ihm keine große Beachtung. Unabhängig davon reagiert es auf seinen Namen, indem es innehält und nach Ihnen schaut, wenn Sie es rufen. Stärken Sie sein Erinnerungsvermögen, indem Sie es häufig mit seinem Namen ansprechen.

Entwickelt sich mein Baby normal?

Denken Sie daran, dass jedes Kind einzigartig ist und die Meilensteine in seinem eigenen Tempo erreicht. Das hier sind Anhaltspunkte, die Ihnen die Möglichkeiten Ihres Babys aufzeigen. Wenn es manches noch nicht kann, dann sicher bald.
Falls Sie ein Frühchen haben, dann wird es vermutlich mehr Zeit brauchen, bevor es all die Dinge kann, die Gleichaltrige bereits gelernt haben. Machen Sie sich keine Sorgen. Die meisten Ärzte veranschlagen bei Frühgeborenen das vorgesehene (nicht das tatsächliche) Geburtsdatum und berechnen danach die Fähigkeiten des Babys.
Falls Sie Fragen zur Entwicklung Ihres Kindes haben, fragen Sie Ihren Arzt.
Die Entwicklung Ihres acht Monate alten Babys
Die Entwicklung Ihres zehn Monate alten Babys

Der neunte Monat

Ihr Baby beginnt zu krabbeln. Ärzte sprechen aber eher von „kriechen“, weil die Füsse an der Bewegung beteiligt sind. An den Händen gehalten steht das Baby gut eine halbe Minute lang gerade, wobei die Fusssohlen voll belastet werden. Ihr Baby weiss nun auch, wie es seine Knie beugen muss und sich vom Stehen wieder hinsetzen kann – was gar nicht so leicht ist!

Viele Eltern fragen sich nun, ob sie ihrem Kind Schuhe kaufen sollten. Die meisten Kinderärzte sind sich da einig: Schuhe sind erst nötig, wenn das Kind regelmässig draussen läuft. Bis dahin ist Barfusslaufen (bzw. auf rutschfesten Socken) das allerbeste für die Fussentwicklung und den Gleichgewichtssinn.

Ihr Baby ist jetzt sehr aktiv. Es will nicht mehr immer nur liegen, sondern auch sitzen, weil es so natürlich auch viel besser mitbekommen kann, was alles um es herum geschieht. Halten Sie ihm zwei Finger hin, so wird es sich daran hochziehen und selbst in die Sitzstellung bringen. Sie halten es dann höchstens noch an den Handgelenken oder den Händen fest. So kann das Baby schon mehr als eine Minute lang frei sitzen bleiben, denn der Rücken (obgleich noch nicht ganz gerade) hält es im Gleichgewicht. Zudem stützt es sich mit einer oder mit beiden Händen ab. Es kann sich dabei nach vorne beugen, ohne das Gleichgewicht zu verlieren. Wie clever es seine Hände schon einsetzen kann, werden Sie erleben, wenn Sie das Kind sanft schubsen: Sofort stützt es sich mit einer Hand ab, um nicht umzufallen. Die Koordination klappt also schon ganz gut.

Bereits seit einigen Monaten ist Ihr Kind stark mit seinen Händen beschäftigt und lernt deren Funktionen kennen und schätzen. Gegenstände werden mit Daumen und Zeigefinger im „Scherengriff“ genommen – und erst einmal in den Mund gesteckt. Es greift nach einem Spielzeug, das Sie vor ihm in einen Kasten legen. Lassen Sie Ihr Baby aus der Tasse trinken, wird es Ihnen helfen, sie zu halten. Aber nicht nur Bälle, Kuscheltiere und Spielzeug werden ergriffen, längst hat Ihr kluges Kind auch den Wert seiner Hände und Finger erkannt, wenn es darum geht, einen Keks zu ergattern, ihn an den Mund führen und zu essen. Fällt der Keks hin, wird das Kind alles dafür tun, ihn wieder aufzuheben. Manchmal bedeutet dies, sich aus dem Sitzen auf den Bauch fallen zu lassen und dem Keks hinterher zu robben. Was tut man nicht alles für Leckereien…

Beachten Sie!

Baby-Kolumne

9. Monat: „Von Fluchtversuchen und Babyneid“

Zu Anfang hatte Ihr Kind nur eine Tonlage, bzw. je nach Kraft und Energie wurde das Schreien und Weinen mal leiser, mal lauter. Mittlerweile aber hat Ihr Baby gelernt, dass es seine Stimme in verschiedenen Tonlagen einsetzen kann. Und das verblüfft sogar Ihr Kind selbst. Denn diese Fähigkeit wird nicht nur bei der Kommunikation mit den Eltern benutzt, sondern es „spricht“, d.h. brabbelt auch mit sich selbst in unterschiedlichen Stärken, wechselt von laut auf leise. Diese Erkenntnisse beschäftigen das Kind manchmal so sehr, dass es lange Zeit mit sich selbst beschäftigt vor sich hin brabbelt. Das Plappern wird immer abwechslungsreicher und das Kind lallt Silben hintereinander.

Das kann sogar eine richtige „Brabbelkonversation“ mit einem Erwachsenen werden: Das Baby formt einen Laut und wartet, während der Erwachsene antwortet. Dann erwidert es etwas darauf. Das Kind führt die Unterhaltung solange fort, wie man es ansieht und direkt mit ihm spricht. Freuen Sie sich darüber, denn ein kleines Kind unterhält sich nur, wenn es zufrieden ist. Wenn es sich ärgert, spricht es nicht. Übrigens: Untersuchungen haben gezeigt, dass die Intelligenz- und Sprachentwicklung des Kindes wesentlich davon abhängt, wie viele Worte es pro Tag zu hören bekommt! Dabei zählt aber nur die direkte, auf das Kind gerichtete Kommunikation. Es nützt also gar nichts, sein Kind vor dem Fernsehgerät „abzustellen“. Jetzt ist spätestens die Zeit gekommen für die vielen Fingerreime, die Sie noch aus Ihrer eigenen Kindheit kennen.

Fast alle Kinder lieben Musik. Kein Wunder, denn das erste Geräusch, das ein Kind wahrnimmt, ist der rhythmische Herzschlag der Mutter. Dies bedeutet: Je rhythmischer die Musik ist, desto intensiver wird Ihr Baby darauf reagieren. Das kann Salsa, Rock´n Roll oder ein Walzer sein. Ihr Kind macht da (im Moment) noch keine so grossen Unterschiede. Fördern Sie diese Leidenschaft – die schönsten Schweizer Kinderliedertexte finden Sie bei swissmom! Nehmen Sie das Kind auf den Schoss, wiegen Sie es im Rhythmus der Musik, klatschen Sie mit seinen Händen dazu. Sobald es anfängt, selbst zu klatschen, können Sie es begleiten und auch leiten, wenn Sie dazu den Takt mit einem Löffel schlagen etc. Wird das Kind älter und ist vom Trommeln selbst begeistert, so klatschen Sie den Rhythmus dazu.

Leider gelten zwei ungeschriebene und für die Eltern Stress bereitende Gesetze: Die lauteste Trommel ist immer die beste! Und: Das lauteste Geräusch macht Ihr Kind am glücklichsten. In diesem Falle sind Geduld und Ohrstöpsel einzusetzen. Eine harmlosere Variante, die allerdings auch von den meisten Kindern unendlich geschätzt wird, ist das Geräusch von raschelndem Papier, mit dem es auch gerne spielen wird. Weiches Zeitungspapier liegt hoch im Kurs, da man es einfach zerreissen und verformen kann.

Wissen

Mama ist traurig? Papa gestresst?

Berühren, Wischen, Zoomen

Häufige Fragen

Darf man Babys im ersten Lebensjahr schon Honig geben?

Welche Beikost ist zu geben, wenn das Baby sehr harten Stuhlgang hat?

Unsere Tochter (8 Monate) will absolut nicht krabbeln. Ist das schlimm?

Zum 8. Monat

Zum 10. Monat

Letzte Aktualisierung : 01-11-19, BH

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