8. monat baby

Baby-Entwicklung: Das Baby im 8. Monat

Dein kleiner Entdecker beginnt immer mehr, seine Umgebung zu erkunden. Dabei streckt es sich und robbt. Außerdem erreicht das Fremdeln deines Baby nun seinen Höhepunkt. Wie du damit umgehen solltest.

Bewegung und Motorik

Die Muskulatur deines Babys entwickelt sich weiter. Die meisten Babys können mit acht Monaten schon ohne Hilfe halbwegs sicher sitzen und kommen selbstständig aus der Liege- in die Sitzposition. Im Sitzen öffnet und schließt es gern Schubladen und Türen und räumt mit Vorliebe Regale und Blumentöpfe aus.

Auch der Vierfüßerstand sollte nun kein Problem mehr für dein Baby darstellen. Es streckt und reckt sich und robbt, um an einen Gegenstand zu kommen. Richtig gut kommt es dabei allerdings noch nicht voran. Fällt ein Spielzeug herunter, folgt das Baby diesem Gegenstand mit den Augen. Wenn es etwas greifen möchte, nutzt es dafür den Pinzettengriff (Daumen und Zeigefinger).

Das Fremdeln auf dem Höhepunkt

Mit acht Monaten befindet sich das Fremdeln des Babys auf dem Höhepunkt, weshalb Verhalten oft auch als „Acht-Monats-Angst“ bezeichnet wird. Gehe gelassen damit um und fordere von angefremdelten Freunden und Verwandten ein, dass sie das völlig normale Verhalten deines Babys akzeptieren. Zwinge dein Baby nicht zum Kontakt, wenn es das nicht möchte. Bald wird es anderen Menschen gegenüber wieder offener und zuversichtlicher sein.

Mit dem Baby interagieren und das Baby im 8. Monat fördern

Das Baby kommuniziert munter mit dir und artikuliert sich durch Laute und Brabbeln. Die Bedeutung von bekannten Wörtern (z. B. „Nein)“ kann es allmählich verstehen. Es kennt seinen Namen und wird lautstark protestieren, wenn du etwas tust, das ihm nicht passt. Dein Baby versucht, den Erwachsenen alles nachzumachen. Es lernt durch Nachahmung und Erfahrung mit anderen Menschen. Spreche viel mit dem Baby, das dient der Sprachentwicklung. Lasse es außerdem selbst essen, auch, wenn das mal eine große Sauerei gibt. So förderst du die Selbständigkeit deines Kindes.

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Da dein Baby nun immer mobiler wird, solltest du spätestens jetzt die Wohnung kindersicher machen. Steckdosen, Schubladen, Regale oder Blumentöpfe sollten ausreichend gesichert werden, damit das Baby sich nicht verletzt. Unter anderem sollten Möbel mit scharfen Kanten gepolstert, Flure und Treppen mit einem Gitter gesichert werden. Achte darauf, dass keine gefährlichen Gegenstände in Reichweite deines Babys liegen.

Video: Das kann dein Baby mit acht Monaten schon

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Entwicklungskalender: 8. Monat

Manche Kinder reagieren sehr heftig, fangen an zu schreien und machen sich steif. „Eltern sollten Ihrem Kind dann Rückhalt bieten“, sagt Angela Roth, Diplom-Soziologin am Staatsinstitut für Frühpädagogik (IFP) in München. Nehmen Sie es zum Beispiel auf den Arm oder an der Hand und sprechen beruhigend mit ihm. So ist es sich bewusst, dass Sie da sind und es unterstützen.

Es versteht außerdem nun immer besser, wenn es etwas tut, was es nicht soll. „Ungefähr im 8. Monat haben Kinder den Zusammenhang zwischen einer Handlung und der Reaktion darauf hergestellt“, sagt Dr. Heinz Krombholz, Diplom-Psychologe am Staatsinstitut für Frühpädagogik (IFP) in München.

Sitzen und der Scherengriff klappen laufend besser

Ihr Baby übernimmt vielleicht nun immer öfter den Versuch, sich fortzubewegen. Liegt es auf dem Bauch, probiert es mit Ruderbewegungen nach vorne zu robben. Jedes Baby hat dabei seine eigene Technik – so richtig will es aber bei den meisten jetzt noch nicht klappen. Daher reckt und streckt es sich meist, wenn es ein bestimmtes Spielzeug erreichen will.

Es entdeckt nun am liebsten ausgiebig seine Umgebung und fasst Dinge immer mehr zwischen Daumen und Zeigefinger an – zunächst im sogenannten Scherengriff. Dabei zwickt es Gegenstände zwischen dem jeweils unteren Teil von Daumen und Zeigefinger ein. Später nimmt es den Gegenstand dann immer weiter vorne. Das Baby spielt ausdauernd – und das ist sein bestes Training für Grob- und Feinmotorik.

Mit dem Sitzen klappt es zudem immer besser. Wenn Sie Ihrem auf dem Rücken liegenden Kind beide Hände hinhalten, greift es fest zu und zieht sich daran klimmzugartig zum Sitzen hoch. Die Anspannung in seinem Körper führt dazu, dass es die Beine anhebt.

Oben angekommen kann es vielleicht schon für ganz kurze Zeit frei sitzen. Weil sich das immer noch etwas wackelig anfühlt, hält es sich meist fest. Ziehen es die Eltern nun aus dem Sitzen an den Händen weiter in den Stand hoch, setzt es vermutlich schon einen Fuß vor den anderen, als ob es gehen wollte.

Baby ärgere dich nicht: Kind bei Niederlagen unterstützen

Aber: Wer die Welt erobert, den ärgern Niederlagen. Ab dem Alter von rund sechs Monaten zeigen Kinder Basisemotionen wie Angst, Ärger und Freude. Weil das Baby immer mobiler wird, erhöht sich nun auch die Wahrscheinlichkeit, an Herausforderungen zu scheitern. Ärgert es sich, braucht es seine Eltern.

„Es versucht durch Blicke, Mimik und Körperbewegungen eine Reaktion bei den Eltern hervorzurufen“, sagt Angela Roth, Diplom-Soziologin am Staatsinstitut für Frühpädagogik (IFP) in München. Kinder sind zum Regulieren ihrer Gefühle noch sehr stark auf Unterstützung ihrer Bezugspersonen angewiesen. Seien Sie daher aufmerksam, welche Signale Ihnen Ihr Baby gibt und gehen Sie feinfühlig mit den Reaktionen Ihres Kindes um.

Dein Baby 8 Monate nach der Geburt

Baby 8. Monat: Robben: Die Vorstufe zum Krabbeln

Häufig lassen sich Mamis bereits direkt nach der Geburt auf ein recht sinnfreies Spiel ein. Sie beginnen ihr Kind mit anderen Kindern zu vergleichen. Was kann der kleine Stefan schon, was der kleine Dennis noch nicht kann? Krabbelt Lisa oder robbt sie noch? Ihre gleichaltrige Freundin Sophie steht ja schon fast. Schnell wird aufgrund des Entwicklungsstandes des Babys 8 Monate nach der Geburt eine Aussage über die Intelligenz gemacht und alle sind zufrieden. Zumindest dann, wenn ihr Baby sich besonders schnell entwickelt und deshalb besonders klug erscheint. Solche Vergleiche sind nicht nur unfair, sondern auch unnötig. Kinder entwickeln sich niemals gleich. Das bedeutet, dass Kinder, die etwas später lernen, nicht dumm oder zurückgeblieben sind, sondern sich einfach etwas mehr Zeit lassen.

Anders sieht es natürlich aus, wenn Dein Baby 8 Monate nach der Geburt wirklich auffällige Probleme hat. Kann es immer noch nicht zugreifen und festhalten? Kann es seinen Körper nicht richtig strecken? Möchte es sich gar nicht bewegen? Sämtliche Entwicklungskalender können nur Anhaltspunkte geben, wie die Entwicklung ungefähr verlaufen soll. Erst wenn die Entwicklung völlig zurückbleibt, sollte man den Kinderarzt kontaktieren. Je früher desto besser, denn so können Behandlungen schneller und einfacher geschehen. Nimm Dir aber folgenden Rat zu Herzen: Erspare Dir und Deinem Kind Stress und lass Dich nicht auf Vergleiche ein. Achte ganz individuell auf die Entwicklung Deines Kindes. Du wirst vor allem mit der Hilfe Deines Kinderarztes viel besser als alle anderen Mamis wissen, ob sich Dein Baby gut entwickelt.

Baby, 8 Monate: Motorik

Wenn Dein Baby 8 Monate alt ist, wird es sich immer besser bewegen können.

Wenn Dein Baby 8 Monate alt ist, gehorcht sein Körper ihm noch nicht vollständig, deswegen werden die Körperteile immer wieder bewegt und ausgiebig trainiert. Die gleichen Bewegungen wiederholen sich ständig. Mit einem unbeschreiblichen Ehrgeiz wird Dein 8 Monate altes Baby versuchen besser zu werden, und Hindernisse zu überwinden. Das ist bildlich gesprochen. Die Hindernisse können für Dich noch so klein sein, dennoch solltest Du nicht vergessen, welchen Aufwand Dein Baby betreibt und wieviel Anstrengung dahinter steckt. Wenn Dein Baby sein Ziel erreicht, dann lobe es und freue Dich mit ihm gemeinsam. Zeige Deinem Kind, wie stolz Du auf seine Leistung bist. Das motiviert für weitere Anstrengungen. Wenn Dein Baby 8 Monate alt ist, wird sich auch so langsam seine Sicht auf die Welt verändern. Es wird mit Sitzübungen beginnen, die meist schnell beendet sind. Die Muskulatur Deines Babys sind 8 Monate nach der Geburt noch nicht stark genug, um das eigene Körpergewicht zu halten. Es kippt also schnell mal um. Auch das Krabbeln klappt noch nicht so gut. Aber die Vorstufe – fröhliches Robben – haben die meisten Babys mit acht Monaten schon drauf. Um an Gegenstände zu kommen, wird Dein Kind versuchen vorwärtszukommen. Es wird sich so gut es geht strecken und versuchen das Wunschobjekt zu fassen.

Baby, 8 Monate: Sinneswahrnehmung

Dein Baby ist 8 Monate nach der Geburt bereits sehr aufmerksam.

Babys haben bis zum achten Monat kein Verständnis für Versteckspiele. Wenn ein Gegenstand unter einer Decke verschwindet, ist er weg. Da gibt es gar keine Diskussion in Babys Welt. Das ändert sich jedoch, wenn Dein Baby 8 Monate alt wird. Nur weil Baby es nicht mehr sehen kann, heißt das nicht, dass der Gegenstand unwiderruflich verschwunden ist. Dein Baby ist neugierig genug, den Gegenstand zu suchen. Der kleine Forscher wird der Sache auf den Grund gehen und die Decke mit aller Kraft wegziehen. Findet es den Gegenstand, freut Euch gemeinsam und schaue, ob noch eine zweite Runde „Versteckspiel“ stattfinden soll. Außerdem wird Dein Baby 8 Monate nach seiner Geburt sich nicht mehr nur auf Gegenstände konzentrieren, die direkt vor seiner Nase liegen. Auch Dinge, die weiter weg sind, werden nun die Aufmerksamkeit Deines Baby auf sich ziehen und es wird sich so gut es geht vorwärts bewegen, um an die begehrten Spielzeuge zu gelangen.

Baby, 8 Monate: Kommunikation

Dein Baby ist 8 Monate nach der Geburt sehr misstrauisch gegenüber Fremden.

Wenn Dein Baby 8 Monate alt ist, wird seine Mimik langsam unverwechselbar. Es wird Dir absolut ehrlich zeigen, was es im jeweiligen Moment fühlt: Wut, Ärger, Angst, Freude, Verwunderung. Alle Facetten des Alltags werden durchlebt und unverfälscht auf Babys Gesicht gespiegelt. In dieser Zeit lernt Dein Kind auch „Nein“ zu sagen. Nicht alles müssen Kinder toll finden und mitmachen. Beim Wickeln wirst Du das sicher schon einmal erlebt haben. Dein Baby mit 8. Monaten liegt vor Dir, windet sich aber wie ein Aal und findet wickeln total doof. Erkläre Deinem Kind in einem ruhigen Tonfall, was Du von ihm möchtest und warum wickeln so wichtig ist. Es wird zwar wenige Wörter verstehen, aber am Tonfall erkennt es, wie ernst Dir die Angelegenheit ist. Deine Stimmung überträgt sich auf Dein Kind. Bist Du entspannt, kann Dein Baby entspannen. Bist Du sauer, wird Dein Kind verunsichert sein. Bist Du fröhlich und lachst, dann wird auch Dein Kind entspannt sein. Das zeigt sich ebenfalls deutlich, wenn Dein Kind auf Entdeckungstour geht. Neugierde und Angst liegen sehr nah beieinander. Zwar will Dein Baby 8 Monate nach der Geburt endlich einmal die Welt entdecken, aber es braucht Dich immer noch als Bodyguard. Fremde Menschen machen Deinem Kind immer noch häufig Angst. Spricht ein fremder Mensch Dein Baby an, wird es versuchen die für ihn unangenehme Situation zu umgehen. Es kann ruhig reagieren und versuchen wegzuschauen. Blickkontakt mit fremden Menschen ist für Babys häufig unangenehm. Oder es wird lautstark mit Weinen und Schreien zeigen, dass es die Situation schlimm findet. Mit der Zeit wird das ängstliche Verhalten weniger werden.

Baby, 8 Monate: Ernährung

Dein Baby ist 8 Monate nach der Geburt bereit für die Beikost.

Wenn Dein Baby 8 Monate alt ist, wird es vermutlich so langsam Interesse an dem Essen von Dir und Deinem Partner zeigen. Sofern Dein Baby auch bereits in der Lage ist aufrecht zu sitzen und selbstständig Essen zum Mund führen kann, spricht nun nichts dagegen Deinem Kleinen die erste Beikost zu geben. Dies kann ein selbst gemachter oder gekaufter Brei sein oder auch ein gesunder Snack wie etwa Gemüsesticks. Doch keine Angst! Auch wenn Dein Baby 8 Monate alt ist und schon mit Euch mitessen will, Milch wird es vor allem in der ersten Zeit trotzdem noch brauchen. So wird die schöne Zweisamkeit zwischen Mami und Baby beim Füttern noch eine Weile anhalten.

Baby, 8 Monate: Gesundheit

Wenn Dein Baby 8 Monate alt ist, können die ersten Zähnchen kommen.

Bei vielen sind sie bereits schon da, bei anderen lassen sie noch eine Zeit lang auf sich warten, doch wenn Dein Baby 8 Monate alt ist, kann es jederzeit losgehen. Die ersten Zähne kommen! Für Dich und Dein Baby wird dies keine leichte Zeit sein. Es wird quengeln und vermutlich nur sehr schlecht schlafen können, was sich natürlich auch schlecht auf Deinen Schlaf auswirken wird. Das beste Mittel gegen nervende Zähne ist nach wie vor die Ablenkung. Tagsüber kannst Du versuchen, Dein Baby 8 Monate nach der Geburt beschäftigt zu halten, nachts kannst Du es eine Zeit lang wieder mit zu Dir ins Bett holen. Es braucht nun schließlich eine Menge Nähe. Auch das Kauen auf einem Beißring oder einem mit kalten Wasser getränkten Waschlappen können Deinem Baby über diese schwere Zeit hinweghelfen.

Baby, 8 Monate: Pflege

Wenn Dein Baby 8 Monate alt ist, kannst Du bereits mit dem Zähneputzen beginnen.

Wenn Dein Baby 8 Monate alt ist, wirst Du wahrscheinlich bereits ein Experte bei der Pflege sein. Sollte Dein Kleines nun bereits seine ersten Zähne bekommen haben, ändert sich nun allerdings etwas an der täglichen Routine. Auch wenn es erst ein Zähnchen ist und nur sehr klein, muss es doch bereits gepflegt werden. Eine sehr weiche Zahnbürste und Wasser einmal am Tag reichen hier jedoch vollkommen aus. Auch wenn Dein Baby nur 8 Monate alt ist, ist es sehr wichtig, dass es sich bereits jetzt an das Zähneputzen gewöhnt. So wirst Du später den ein oder anderen Machtkampf umgehen können.

Baby, 8 Monate: Schlaf

Wenn Dein Baby 8 Monate alt ist, wird sich langsam ein Schlafrythmus entwickeln.

Dein Baby wird 8 Monate nach der Geburt noch jede Menge Schlaf brauchen, auch wenn sich die tägliche Dauer nun stetig verringert. Nur noch gut 15 Stunden Schlaf wird Dein Baby nun brauchen und dieser verlagert sich nun nach und nach immer weiter in die Nacht, bis ein regelmäßiger Schlafrhythmus entsteht. So langsam kann es also sein, dass Dein Baby auch mal eine Nacht durchschläft und Du nicht alle paar Stunden füttern musst. Tagsüber wird Dein Baby 8 Monate nach der Geburt immer weniger schlafen wollen. Zwei Schläfchen eins am Vor- und eins am Nachmittag reichen mittlerweile vollkommen aus.

Baby, 8 Monate: Spielen und Fördern

Wenn Dein Baby 8 Monate alt ist, versucht es am Liebsten mit Dir zu laufen.

Wenn Dein Baby 8 Monate auf der Welt ist, wird es begeistert sein, wenn Du es unter den Ärmchen hältst und es sich vom Boden abstoßen kann. Die Füßchen bleiben dabei auf dem Boden stehen. Dein Baby wird federnde Bewegungen machen und dabei seinen Spaß haben. Diese Übung stärkt die Beinmuskulatur und bereitet Deinen Kleinen auf die ersten Gehversuche vor. Wenn es sich selbstständig an Möbeln hochzieht und festhält, ist das ebenfalls ein toller Fortschritt. Nur von Lauflerngeräten solltest Du die Finger lassen. Dein Kind kann in solchen Geräten nicht einfach aussteigen. Das heißt, es muss in einer für ihn anstrengenden Position bleiben. Im schlechtesten Fall bringt ein langfristiger Gebrauch Verformungen wie O- oder X-Beine mit sich. Gib Deinem Kind Entwicklungszeit. Laufen kann es noch früh genug!

  • zur Baby-Entwicklung im 7. Monat
  • zur Baby-Entwicklung im 9. Monat

Der achte Monat

Ihr Baby beginnt, Kekse oder Banane aus der Hand zu essen und aus einer vorgehaltenen Tasse zu trinken. Die meisten Kinder haben schon ihre ersten Zähnchen. Deshalb ist es wichtig, nur ungesüsste Säfte und Tees zu geben, um Karies an den Milchzähnen und den schon angelegten dauerhaften zweiten Zähnen zu vermeiden.

Bislang wälzte sich Ihr Baby nur relativ unbeabsichtigt als Folge von Gleichgewichtsproblemen vom Bauch auf den Rücken. Jetzt kann es sich schon bewusst umdrehen. Es dreht zuerst die Schultern, dann folgt der Unterkörper. Das Ganze erfolgt mit Hilfe der Beine. Manche Babys drehen allerdings auch erst das Becken, dann den Oberkörper – jedes Kind hat da seine eigene Technik. Diese bewusste Bewegung von der Bauch- in die Rückenlage ist eine wichtige Vorbereitung auf das Krabbelstadium. Es sitzt nun schon mit recht geradem Rücken und stützt sich sicher zur Seite ab. Mit einer Drehung geht es in die Bauchlage und mit gestreckten Armen in den Vierfüsslerstand, einfach dadurch, dass es das Gesäss etwas anhebt. So beginnt es mit dem „Robben“, einer Vorstufe des „Kriechens“. Es kann sich an einem Möbelstück in den Kniestand hochziehen.

Beachten Sie!

Baby-Kolumne

8. Monat: „Zwei Herzen in einer Mutterbrust“

Die neu entdeckte Mobilität bedeutet auch, dass es nun hin und wieder harmlose kleine Unfälle gibt. Die gehören zur Entwicklung einfach dazu, auch wenn Ihr Herz so manches Mal in Panik geraten wird, wenn Sie Ihr Baby beobachten. Ihr Baby muss seine Erfahrungen machen, deshalb sollten Sie ihm die Gelegenheit dazu geben und sich selbst etwas zurückhalten. Das bedeutet aber trotzdem, dass Sie Ihr Haus kindersicher gestalten müssen.

Eine besonders schöne Erfahrung ist es für Eltern, dass ihr Kind jetzt nicht mehr nur wahrnimmt und konsumiert, sondern auch mitmacht und reagiert. Deutlich wird dies beim Spielen. Das Baby greift nun aktiv ein, indem es beispielsweise beim Spiel „Guggugg, wo bin ich?“ freudig lacht, wenn Sie sich hinter einer Tür verstecken und dann mit einem strahlenden „Guggugg“ wieder melden. Und wenn Sie sich so verstecken, dass zwei Möglichkeiten des Wiederauftauchens vorhanden sind, dann wird das Kind diese bald lernen und beide Möglichkeiten beobachten. Interessant ist auch, dass alles, was das Kind nicht sieht, auch nicht vorhanden ist. So z.B. wenn Sie sich lediglich die Hände vors Gesicht halten und sie dann mit einem fröhlichen „Guggugg, hier bin ich“ wieder wegnehmen. Für das Kind waren Sie tatsächlich weg, so als ob Sie in einem anderen Zimmer waren. Auch das Gegenteil funktioniert: Wenn Sie Ihrem Kind eine leichte Decke über den Kopf legen, wird es sie wegziehen und zwar noch nicht gerade „Guggugg“ sagen, aber sicherlich etwas von sich geben, was für das Kind ebenfalls diese Bedeutung hat. Mit diesem einfachen Spiel kann man Achtmonatige lange beschäftigen.

Sicherlich wurde Ihr Kind bereits von Ihnen, Freunden und Verwandten mit Plüschtieren und Spielzeug eingedeckt. Aber langsam ergeben sich eindeutige Lieblingsspielzeuge. Häufig sind das Kuscheltiere aus Stoff, klein oder gross, denen man die innige Benutzung der letzten Monate schon recht ansieht. Versucht man, dieses Lieblingsspielzeug wegzunehmen, erntet man lauten Protest. Nutzen Sie diese Verbundenheit und geben Sie dieses Stofftier auch mit ins Bett, als kleiner Freund, der das Kind in den Schlaf begleitet und ihm Sicherheit und Geborgenheit vermittelt.

Gutes Lernspielzeug sind Bauklötze und Becher, die man ineinander stecken kann, Bälle, die man hin- und herrollt, und Spielzeug, das seine Form plötzlich verändert (Pop-up-Bilderbücher). Auch anderes Spielzeug findet Ihr Kind nun besonders spannend, vor allem, wenn es sich bewegt, kleine Geräusche verursacht und farbenfroh leuchtet. Interessant ausschauende Gegenstände ausser Reichweite sind ein perfekter Anreiz, um Ihr Kind dazu zu bringen, sich zu bewegen und seine Reichweite zu vergrössern. Wenn die Aufgabe zu schwierig und frustrierend wird, können Sie den Gegenstand näher rücken. So kann Ihr Baby sich strecken, um ihn fassen zu können.

Ihr Baby wird sein Spielzeug ausführlich mit den Händen (und immer mal wieder auch mit dem Mund) untersuchen. Bei heruntergefallenem oder den Kinderhänden entglittenem Spielzeug wird das Baby wahrscheinlich mit dem Finger darauf zeigen und so lange schreien und quengeln, bis Sie es wieder aufheben. Machen Sie aber um dieses Aufheben sozusagen kein Aufheben, denn dann wird das Baby schnell die sportiven Übungen der Mama spannender finden als das Spielzeug, und das Ganze mit Absicht forcieren. Aufmerksamkeit und Interesse des Kindes sollten bei dem Spielzeug verbleiben.

Kinder beginnen in diesem Alter herauszufinden, wie weit ihre Grenzen gesteckt werden. Sicher haben Sie schon ein paar Mal gesagt, dass das Telephon kein Spielzeug ist und Haare rupfen weh tut. Nun testet Ihr Baby, wie weit es gehen kann, bis Sie ihm wieder ein „Nein-Nein“ entgegenstellen. Das ist kein Ungehorsam oder Bösartigkeit – einfach Neugier, und natürlich steckt auch noch dahinter, dass sich Ihr Baby nicht mehr an das letzte Verbot erinnern kann. Da bleibt nichts anderes übrig, als erneut zu verneinen und abzulenken.

Lesen Sie hier alles über den 6. Wachstumsschub.

Häufige Fragen zum Thema

Unser Sohn hat Neurodermitis. Sollte ich während des Stillens auf Kuhmilch in meiner Ernährung verzichten?

Die beste Ernährung für ein Allergie-Kind ist sechsmonatiges ausschliessliches Stillen. Meines Wissens wird derzeit weder in der Schwangerschaft noch in der Stillzeit empfohlen, dass die stillende Mutter eine bestimmte Diät einhält. Nur bei Nahrungsmittelallergie der Mutter selbst sind natürlich…

vollständige Antwort lesen Wie lange dauert es nach dem Stillen, bis sich wieder genügend Muttermilch in der Brust bildet?

Das lässt sich pauschal nicht so einfach sagen, denn die Brust ist kein Reservoir für Milch, sondern eine Produktionsstätte. Schon kurze Zeit nach dem letzten Anlegen (z. B. schon nach 15 Minuten) könnten Sie erneut anlegen und es würde auch wieder recht viel produziert. Deshalb können…

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Letzte Aktualisierung : 01-11-19, BH

Monat 8: die Entwicklung Ihres Babys

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Sitzen, krabbeln und stehen

Jetzt, mit acht Monaten, kann Ihr Baby vermutlich schon gut ohne Hilfe sitzen, vielleicht auch krabbeln oder mit dem Hintern über den Boden rutschen (ein Hand vor und einen Fuß hinter sich, um sich anzuschieben).
Vermutlich wird es nun beginnen, sich an Möbeln hochzuziehen, um aufrecht zu stehen. Wenn Sie Ihr Baby in die Nähe des Sofa hinstellen, dann wird es dort stehen bleiben und sich an den Möbeln festhalten.
Die neu gewonnene Bewegungsfreiheit bedeutet, dass Ihr Baby jetzt die Welt des Stoßens und Fallens betritt. Das ist ein unvermeidlicher Teil der Kindheit. Obwohl Ihnen manchmal sicher vor Schreck der Atem stockt, versuchen Sie zu genießen, wie Ihr Baby seine Umwelt erkundet und seine Grenzen kennen lernt. Wenn Sie Ihrem Beschützer-Instinkt widerstehen, wird Ihr Kind selbständig lernen und begreifen. Sorgen Sie aber auf jeden Fall dafür, dass Ihr Heim kindersicher ist. Sie sollten beispielsweise zerbrechliche Gegenstände gut sichern (so dass sie nicht umfallen) und wacklige Möbel in Räume stellen, die das Kind nur selten betritt.

Die Hände benutzen

Ihr Baby könnte damit begonnen haben, mit dem Zeigefinger auf Gegenstände zu deuten. Es kann auch seine Finger schon gut einsetzen, um damit nach Essen zu greifen und es mit der Faust festzuhalten. Außerdem hat es gelernt, seine Hand und die Finger zu öffnen, um Dinge fallen zu lassen. Vermutlich beherrscht es auch bereits den Zangengriff, ein sehr schwieriges Manöver, bei dem es kleinere Objekte mit Daumen, Zeige- und Mittelfinger greift.

Mit viel Gefühl

Jetzt äußern sich die Gefühle Ihres Babys deutlicher. Es wird kleine Kunststücke vorführen, wie beispielsweise Luftküsschen an die Familie zu verteilen. Wenn man ihm applaudiert, bekommt man vielleicht eine Wiederholung als Zugabe. In den nächsten Monaten wird Ihr Baby lernen, Gefühle einzuschätzen und nachzuahmen. Dabei können sich erste Anzeichen von Mitgefühl zeigen. Wenn es beispielsweise jemanden weinen sieht, wird es vielleicht ebenfalls weinen.

Mit dem Alleinsein klarkommen

In diesem Alter leiden die meisten Babys unter Trennungsängsten. Ihr Kind wird sich Fremden gegenüber schüchtern und ängstlich zeigen (deshalb spricht man auch von Fremdeln), besonders wenn es müde oder aufgeregt ist. Es wird bestürzt reagieren, wenn Sie es alleine lassen. Obwohl es ihnen schwer fallen wird, Ihr Baby so leiden zu sehen, ist es eine wichtige Erfahrung für Ihren Winzling. Wenn Sie fortgehen und wiederkommen, dann machen Sie ihm deutlich, dass Sie es nie verlassen werden. So stärken Sie sein Vertrauen und die Fähigkeit, Bindungen einzugehen.
Wenn Sie weggehen, dann küssen und umarmen Sie Ihr Baby und sagen Sie ihm, dass Sie wiederkommen werden. Wenn es Angst hat oder panisch schreit, dann nehmen Sie sich die Zeit, es zu beruhigen. Es ist schwer, nicht gleich mitzuweinen, aber damit würden Sie den Abschiedsschmerz nur vergrößern. Es ist hilfreich, einen weiteren Vertrauten in der Nähe zu haben, der Ihren Liebling trösten kann (nicht unbedingt der neue Babysitter). Wenn Ihr Baby nachts unter Trennungsängsten leidet, dann gönnen Sie ihm eine Extradosis Kuscheln, Vorlesen, Schmusen und leises Singen, bevor Sie es ins Bett bringen.
Manche Babys haben keine Probleme mit dem Loslassen, andere schon – das hängt vom Charakter ab. Jedes Kind ist anders, und genau so unterschiedlich ist die Menge an Liebesbeweisen, die es braucht. Wenn Sie Ihr Kind sehr oft beruhigen müssen, dann brauchen Sie dabei kein schlechtes Gewissen oder das Gefühl zu haben, etwas falsch zu machen. Sie kennen Ihr Kind besser als jeder andere, folgen Sie also Ihrem Instinkt.

Der kleine Forscher

Die meisten Babys erkunden neue Gegenstände durch Schütteln, Schlagen, Fallen lassen und Werfen. Aber zum Schluss wird es immer wieder mit der einzig wahren Methode getestet: dem in den Mund stecken. Ihm kommt die Idee, dass sich mit all diesen Dingen etwas tun lässt, also wird ein Activity Center (oder Spieltrainer) mit all seinen Möglichkeiten zum Öffnen, Drücken, Ziehen, Schütteln, Schlagen und Drehen ihr Baby sehr faszinieren.
In dieser Phase lieben es Babys, Dinge fallen zu lassen, sie aufgehoben zu bekommen (von Ihnen natürlich), und dann wieder fallen zu lassen. Ihr Baby versucht nicht, Ihnen mit diesem Teufelskreis auf die Nerven zu gehen. Es findet nur die Szene so spannend, dass es sie immer wieder sehen möchte.
Ihr Baby versteht auch langsam, wie Gegenstände zusammengehören. Zum Beispiel wird es begreifen, dass kleinere Dinge in größere hineinpassen, aber nicht umgekehrt. Es entdeckt in Windeseile versteckte Sachen und zeigt auf das richtige Bild, wenn Sie etwas beim Namen nennen. In den nächsten Monaten wird es Gegenstände zu Ihrem eigentlichen Gebrauch einsetzen – seine Haare bürsten, aus der Tasse trinken und in sein Spiel-Telefon hineinplappern.

Verbesserte Sicht

Die Sehfähigkeit Ihres Babys ist nun in Klarheit und Tiefe in etwa die eines Erwachsenen. Obwohl seine Kurzsicht noch etwas besser ausgeprägt ist als seine Fernsicht, kann es Menschen und Dinge quer durch den Raum gut erkennen.

Entwickelt sich mein Baby normal?

Denken Sie daran, dass jedes Kind einzigartig ist und die Meilensteine in seinem eigenen Tempo erreicht. Das hier sind Anhaltspunkte, die Ihnen die Möglichkeiten Ihres Babys aufzeigen. Wenn es manches noch nicht kann, dann sicher bald.
Falls Sie ein Frühchen haben, dann wird es vermutlich mehr Zeit brauchen, bevor es all die Dinge kann, die Gleichaltrige bereits gelernt haben. Machen Sie sich keine Sorgen. Die meisten Ärzte veranschlagen bei Frühgeborenen das vorgesehene (nicht das tatsächliche) Geburtsdatum und berechnen danach die Fähigkeiten des Babys.
Falls Sie Fragen zur Entwicklung Ihres Kindes haben, fragen Sie Ihren Arzt.
Die Entwicklung Ihres sieben Monate alten Babys
Die Entwicklung Ihres neun Monate alten Babys

Baby Ernährung im 8. Monat

Auch in der Baby Ernährung im 8. Monat spielt die Beikost in Form von Breien eine immer größere Rolle. Die ersten Zähnchen sind durchgebrochen und die Breie stellen einen fixen Bestandteil im Speiseplan des Kleinkindes dar. Natürlich dürfen Mütter, wenn sie möchten, ihren Liebling weiterhin stillen. Der Nährstoff- und Energiebedarf wird aber durch die Muttermilch bei weitem nicht mehr gedeckt.

Abwechslung in Baby’s Speiseplan

Frisch zubereitete Breie oder auch Fertiggläschen verschiedener Hersteller ersetzen in der Baby Ernährung im 8. Monat mehrere Milchmahlzeiten. Somit erhält das Kind alle wichtigen Nährstoffe, die es für eine gesunde Entwicklung benötigt. Ab dem achten Monat beginnt die Zeit der „Juniorkost“. Die Portionen werden größer und pro Mahlzeit rechnen Eltern mit ca. 220 g Brei, die das Baby mit Genuss verspeist. Auch enthalten die Breie für Babys im achten Monat größere Stücke, die zum Kauen anregen. Die ersten Zähnchen möchten auch benutzt werden!

Die Fertiggläschen können auch je nach Bedarf mit BIO-Erdäpfeln oder gekochten Nudeln aufgewertet werden. So wird die Ernährung des Babys im 8. Monat abwechslungsreich und geschmacksintensiv. Eltern achten auf wenig Salzgehalt in der Fertigkost und würzen selbst zubereitete Breie wenig. So bleibt der Eigengeschmack der Zutaten erhalten.

Knabbereien bereichern Baby’s Speiseplan

Jetzt ist auch die Zeit gekommen, in der das Kind gerne Knabbereien annimmt. Einerseits möchte es seine neuen Zähne ausprobieren, andererseits kommt es kurz vor dem Zahndurchbruch zu mehr oder weniger ausgeprägtem Juckreiz. Das Knabbern zB an einem Stück Brot lindert den lästigen Schmerz.

Was eignet sich als Knabberspaß für ein Baby mit 8 Monaten?

  • Brotkruste (hart und griffig, aber größere Stückchen können Kinder sprichwörtlich in den falschen Hals bekommen!)
  • Baby-Zwieback (schadstoffkontrolliert; größere Brocken lösen sich leicht durch den Speichel auf)
  • Baby-Keks (liegt gut in der Hand, schadstoffkontrolliert, wird durch die Süße von Kindern bevorzugt)
  • Reis-Crispys (bröckelt in größeren Stücken ab)
  • Karotte oder ähnliche Gemüsesorten (liegt gut in der Hand, jedoch besteht Erstickungsgefahr durch abgebissene Stücke)
  • Apfel und andere Obstsorten (ebenfalls Erstickungsgefahr durch größere Stücke, Babys lieben den Geschmack von süßen Äpfeln).

Möchten Eltern jegliche Gefahr beim Knabberspaß vermeiden, geben sie dem Kleinkind Knabberringe gegen den Juckreiz. Wobei nichts gegen einen Keks oder Zwieback ab dem achten Monat spricht.

Rohes Obst ab dem 8. Lebensmonat

Am Ende des achten Lebensmonats bieten Eltern ihrem Nachwuchs erstmalig rohes Obst an. Ein fein geschabter Apfel oder auch eine zerdrückte Banane werden gerne genommen. Die Nahrung des Babys im 8. Monat verändert sich immer mehr in Richtung feste Nahrung, doch noch stehen Breie in verschiedenen Geschmacksrichtungen im Mittelpunkt.

Ihr Baby im 8. Monat

Keine Angst vor kleinen Unfällen

Mit dem Krabbeln, Sitzen und Stehen kommt es unweigerlich zu mitunter leicht schmerzhaften Stoß- und Fallerfahrungen.

Versuchen Sie allerdings bei kleineren Gefahren Ihrem Beschützerinstinkt zu widerstehen. Jede Bewegungs-, Fall- und Stoßerfahrung wird Ihrem Baby helfen, sich immer sicherer und selbständiger zu bewegen.

Lassen Sie es allerdings nie unbeaufsichtigt in einem Raum. Auch wenn Sie sehr wahrscheinlich alle möglichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen haben, gibt es immer wieder Risiken, die Sie vielleicht nicht bedacht haben. Müssen Sie mal kurz den Raum verlassen, in dem Ihr Baby sich aufhält, nehmen Sie es mit oder lassen Sie es zur eigenen Sicherheit im Laufstall.

Feinmotorische Meisterleistungen

Im achten Monat ist die Erinnerung an die Zeit, in der ein kleines Baby noch nicht wusste, wie es etwas greifen kann, für die Eltern noch sehr präsent. Umso erstaunlicher erscheint es, dass es nur ein paar Wochen später sogar die einzelnen Finger gezielt steuern kann. So können viele Babys mit ihrem ausgestreckten Zeigefinger auf die Dinge zeigen, die sie gern haben möchten. Zusätzlich wird der vergleichsweise schwierige Zangengriff, bei dem Objekte mit Daumen und Zeigefinger gegriffen wird, fleißig erprobt.

Luftküsschen für Mama

Neben dem motorischen Feingefühl schärfen sich auch die Empfindungen rund um das eigene Gefühlsleben. Ihr Baby lernt nun immer intensiver, Gefühle nachzuahmen und einzuschätzen. Es kommt teilweise zu Momenten, in denen Mitgefühl entsteht. So führt das Weinen anderer Babys manchmal zum mitweinen. Aber auch Freude und Liebe werden jetzt noch stärker ausgedrückt und beispielsweise Luftküsschen für Mama oder Papa mit viel Spaß erwidert.

Fremdeln: Das gute Recht sich abzugrenzen

Ihr Baby ist müde, aufgeregt oder fühlt sich in seiner Umgebung nicht wohl? Fremdeln gehört für viele Babys im achten Monat einfach zu ihrer Gefühlswelt. Das erscheint zwar in manchen Fällen problematisch. Auch wenn es bei spontanen Babysitter-Einsätzen durchaus zu Schwierigkeiten führt, sollten Sie es als positiven Entwicklungsschritt ansehen, da die „natürliche Kindersicherung“ einen wichtigen Schutz für Ihr Baby bietet.

Eng mit dem Fremdeln verbunden, ist die Angst ohne Mama oder Papa zu sein. Möchten oder müssen Sie Ihr Kind jetzt schon häufiger in eine Kinderbetreuung geben, sollten Sie den Babysitter langsam zur Vertrauensperson werden lassen. So fällt der Abschiedsschmerz oft weniger intensiv aus. Zeigen und betonen Sie Ihrem Baby gegenüber, dass Sie immer wieder kommen und geben Sie ihm bei Trennungsängsten eine Extradosis an liebevoller Nähe.

Kaum ein Kind und kaum eine Mama kommen hinsichtlich des Themas Trennungsangst ohne die eine oder andere Träne aus. Auch wenn es für einige Mütter schwer ist: Loslassen ist ein Prozess den sowohl Kinder als auch Mütter immer wieder in verschiedensten Lebenssituationen lernen müssen.

Spielerische Förderung im achten Monat

Auch wenn Babys unter einem Jahr noch weit vom miteinander Spielen entfernt ist, so empfinden viele die Beobachtung anderer Babys als sehr spannend. Der regelmäßige Besuch einer Babyspiel- bzw. Krabbelgruppe kann deshalb eine interessante Abwechslung sein. Ebenfalls bringt der Austausch mit anderen Eltern oftmals neue Spiel- und Bewegungsideen für Zuhause. Zu diesen zählen beispielsweise:

  • Minifußball (Lassen Sie ihr Baby gegen einen leichten Ball treten bzw. schwingen Sie es dagegen.),
  • Lieblingsspielzeug verstecken und wiederfinden,
  • Tauziehen mit dem Spuck- oder Geschirrtuch,
  • einfach mal woanders wickeln (fördert den Entdeckersinn und hilft gegen die Langeweile beim täglichen Windeln).

Auch ein Besuch im Schwimmbad oder die Anschaffung eines kleinen Sandkastens sorgen jetzt schon für viel Spaß.

Für die sprachliche Förderung sind Kinderreime, Kinderlieder, Vorlesegeschichten und Bilderbücher hervorragend geeignet. Kinderfernsehen und Zeichentrickfilme sind laut Studien nicht dazu geeignet, um die sprachliche Entwicklung von Babys zu fördern. Das Sprechen können Babys nur durch eine starke Interaktion mit ihren Bezugspersonen und nicht durch reines Radiohören oder Fernsehen erlernen.

Nützliches für Babys 8. Monat

Buggy

Viele Kinder können mit 8 Monaten schon selbstständig sitzen, daher empfielt sich der Umstieg vom Kinderwagen auf den Buggy. Dieser ist kompakter und lässt sich einfacher zusammenklappen. Besonders für Kinder die bereits laufen können bietet der Buggy den Vorteil, dass das Ein- und Aussteigen schnell von statten geht.

Babykostwärmer

Um gekühlte Babynahrung auf die optimale Temperatur zu bringen eignet sich ein Babykostwärmer hervorragend. Dieser erwärmt das Essen auf schonende Weise ohne dabei Vitamine und Nährstoffe zu zerstören. So kann die kalte Babynahrung schnell und einfach für den Verzehr vorbereitet werden.

Badespielzeug

Mit tollem buntem Badespielzeug macht das Baden und Planschen in der Wanne den Kleinen noch mehr Spaß. Ob Badeenten, Spritztierchen oder Badebücher, für jedes Alter gibt es spannendes Spielzeug in der Badewanne zu entdecken. Gerade wasserscheue Babys lassen sich gut mit einem Badespielzeug ablenken.

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Dein Baby wird langsam mobil und beginnen, seine Umwelt auf eigene Faust zu entdecken – die Baby Entwicklung läuft auf Hochtouren. Die meisten Babys sind im 8. Monat so weit, dass sie mit dem Robben und vielleicht auch schon Krabbeln beginnen. Antrieb für diese Entwicklung ist der Entdeckerdrang und der Wunsch, interessante Gegenstände selbständig zu erreichen und zu entdecken. Manche Babys sind motorisch sogar so schnell, dass sie sich schon aufstellen. Jedes Baby hat sein eigenes Tempo – du kannst die Entwicklung unterstützen, aber nicht beschleunigen. Das Gras wächst ja auch nicht schneller, wenn man daran zieht.

Motorische Entwicklung

Lange hat dein Baby auf diesen Moment hingearbeitet: Es hat seine Muskulatur soweit trainiert, dass es nun kräftig genug ist, sich in Bauchlage fortzubewegen. Dein Baby kann den Kopf halten und entdeckt so eine völlig neue Perspektive. Die kleinen Ärmchen sind kräftig genug, um das Baby durch den Raum zu schieben. Zunächst einmal rückwärts, aber irgendwann versteht dein Baby, wie es vorwärts kommt. Ist dieser Schritt erreicht, geht es schnell voran: Vierfüßler, Krabbeln, Sitzen, Stehen, Gehen. Es ist nur mehr wenige Wochen, die dein Baby auf dem Boden verbringt. Unvorstellbar, oder?

Eine kindersichere Wohnung ist nun unumgänglich, damit dein Baby seine Entdeckertouren ohne große Gefahren bestreiten kann. Achte auch darauf, dass keine Kleinteile am Boden liegen, an denen sich dein Baby verschlucken könnte. Sei dir bitte auch dessen bewusst, dass du wissen solltest wie du zu reagieren hast wenn dein Baby einen Fremdkörper schluckt. Gerade dann, wenn es schon ältere Geschwister gibt, ist dieses Thema sehr heikel. Dein Baby steckt alles in den Mund und übt so seine Hand-Augen-Koordination. Möchte sich dein Baby aber noch nicht durch die Wohnung bewegen, ist das kein Grund zur Sorge: Vielleicht ist es gerade mit einer Erkältung oder mit dem Zahnen so beschäftigt, dass hierfür noch keine Zeit ist. Bei der Baby Entwicklung im 8. Monat passiert also Einiges wie du bereits gemerkt hast.

Sprachliche Entwicklung

Obwohl sich dein Baby noch mitten in der Fremdelphase befindet, beginnt es langsam die sozialen Fähigkeiten auszubauen. Vielleicht schickt es schon Küsschen, winkt freudig und reagiert mit weinen, wenn ein anderes Kind weint. Kinder sind bereits empathisch und mitfühlend. Erstaunlich, was so ein kleiner Mensch schon alles kann.

Die Trennungsangst ist ein großes Thema bei Babys im Alter von 8 Monaten – für die Mama bedeutet dies, dass sie nicht einmal alleine aufs Klo gehen kann. Das Baby muss überallhin mitgenommen werden. Denn wenn dein Baby dich nicht mehr sieht, dann weiß es noch nicht, dass du nur um die Ecke verschwunden bist. Es glaubt, du bist nicht mehr da. Mithilfe von Versteckspielen und viel Geduld kannst du dein Baby durch diese Phase begleiten. Die ist anstrengend, aber ganz normal.

Unter dem Namen „Objektpermanenz“ wird genau das verstanden: Dein Baby weiß nicht, dass du noch immer da bist, auch, wenn es dich nicht mehr sieht. So ist es jetzt auch umso schwieriger, dein Baby für ein paar Stunden bei der Oma abzugeben – auch, wenn die Oma vertraut ist. In dieser Zeit braucht dein Baby die Hauptbezugsperson, also dich (in den meisten Fällen ist es ja die Mutter). Außerdem ist zu beachten, dass die Bindung zwischen Eltern und Kind keine Selbstverständlichkeit ist. Gerade in dieser Zeit ist es daher umso wichtiger, dass du für dein Baby da bist.

Als „Dankeschön“ für diese Zeit belohnen viele Babys ihre Mamas zum ersten Mal mit dem Wort „Mama“. Ob es sich dabei einfach nur um eine Aneinanderreihung zweier Silben handelt oder wirklich das Wort „Mama“ mit Bedeutung gemeint ist, sei dahingestellt. Als Mama hört man natürlich „Mama“.

Achtung: Oft hört man in dieser Phase auch den Begriff “ 24 Stunden Baby „. Solltest du dir nicht sicher sein ob dein Baby zu jenen hochsensiblen gehört, haben wir hier alles wichtige für dich zusammengeschrieben.

Baby Entwicklung, der 8. Entwicklungsmonat

Die folgenden Beiträge sind auch auf den 8. Monat abgestimmt und erklären daher weitere wichtige Dinge die du über die Baby Entwicklung wissen solltest:

  • Baby, 8 Monate: Wie klappt das Abstillen?
  • Baby, 8 Monate: Wie schaffe ich, dass mein Baby wieder schläft?

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