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SSW 7

7. SSW: Symptome – das verändert sich bei Ihnen

„Gott, was bin ich müde“ – in der 7. SSW könnten Sie nur noch schlafen? Gut so, das bedeutet, dass alles auf Kurs ist. Verantwortlich für das Ihnen vielleicht bis dato völlig unbekannte Müdigkeits-Level ist das Hormon Progesteron, das beruhigend wirkt. Geben Sie dem Ruhebedürfnis nach und sammeln Sie Kraft. Schlafen wird Ihnen helfen, mit eventuellen Beschwerden wie Übelkeit und Schwindel besser zurecht zu kommen.

Zu schlafen, wann immer Sie können, ist übrigens auch deshalb wichtig, weil Ihre Nachtruhe vielleicht jetzt schon keine wirkliche „Ruhe“ mehr ist. Die wachsende Gebärmutter kann auf die Blase drücken und Sie nachts aus dem Bett treiben. Und: Die Brüste beginnen zu spannen und zu schmerzen. Ab der 7. SSW kann das verhindern, dass Sie bequem auf dem Bauch liegen können.

Ganz schön was wegstecken muss in der 7. SSW auch Ihr Kreislauf. Der Ruhepuls steigt auf 80 Schläge pro Minute, also um ungefähr zehn Schläge mehr. Das Blutvolumen erhöht sich um 30 Prozent, dami das Kleine in Ihrem Bauch gut mitversorgt werden kann. Deshalb sind Kreislaufprobleme und ein zu hoher oder zu niedriger Blutdruck häufige Symptome in der 7. SSW. In Schwung bringen können Sie Ihren Kreislauf mit

  • Wechselduschen und kalten Beingüssen
  • Bewegung an der frischen Luft
  • Vermeiden von langem Stehen und schnellem Aufstehen
  • Tragen von Stützstrümpfen
  • viel Trinken (2,5 Liter/Tag)

Besprechen Sie Beschwerden mit Ihrem Frauenarzt, wenn Sie unsicher sind und/oder lassen Sie Ihren Blutdruck professionell in der Apotheke bestimmen. Hatten Sie bereits vor der Schwangerschaft einen erhöhten Blutdruck oder leiden Sie unter Diabetes mellitus, sollten Sie auf jeden Fall zum Arzt gehen. In diesen Fällen muss besonders genau kontrolliert werden, um ernsthafte Erkrankungen von Mutter und Kind auszuschließen.

Schwangerschaftskalender: 7. SSW

Faszinierend ist jetzt, wie deutlich der Embryo menschliche Gestalt annimmt. Die werdende Mutter möchte in dieser Phase am liebsten nur schlafen. Kein Wunder angesichts der Umbauarbeiten in ihrem Körper.

Das steht im Mutterpass

Sobald die Schwangerschaft sicher feststeht, stellt der Frauenarzt den Mutterpass aus. Das kann auch schon ein, zwei Wochen zuvor geschehen sein. Im Mutterpass werden sämtliche Untersuchungsbefunde dokumentiert, sowie womöglich Risikobeschreibungen zur Schwangerschaft sowie Gesundheit von Kind und Mutter. Hebammen und Ärzte informieren sich im Pass rasch zu allen nötigen Maßnahmen.

Mit dieser Formel wird der Geburtstermin berechnet

Der berechnete Geburtstermin findet sich ebenfalls in diesem zentralen Dokument: Tag des Beginns der letzten Regelblutung + 7 Tage – 3 Monate + 1 Jahr.

Die Entwicklung des Embryos in der 7. SSW

Der Embryo wächst rapide und gewinnt zunehmend menschliche Gestalt: Arme, Beine und Gesicht bilden sich ansatzweise aus, Nasenspitze und Ohren lassen sich bereits erkennen. Lunge sowie Leber, Niere und Verdauungstrakt und die inneren Sexualorgane liegen nahezu vollendet vor – sie wachsen also nur noch weiter mit. Die Leber bildet dabei schon rote Blutkörperchen.

Die gekrümmte Haltung hält den großen Kopf beim Rest des Körpers und stabilisiert den Embryo. Daher bemisst sich seine Größe als Länge vom Scheitel zum Steiß, die jetzt etwa vier bis acht Millimeter ausmacht. So ähnelt der Embryo einer dicken kleinen Bohne.

Der Kopf ist im Verhältnis zum Körper überproportional groß. Augenhöhlen, Mund und Nasenlöcher vollenden sich. Die paddelförmigen Handansätze fallen im Gegensatz zu kaum sichtbaren Füßen schon auf. Am Ende der siebten Woche erscheinen allerdings bereits Ansätze für Zehen und Finger. Vorher beginnt das Wachstum der ersten Muskelstränge. Kurz darauf bewegt sich der Embryo zum ersten Mal, noch ohne Kontrolle.

Die Grobstruktur des Gehirns differenziert sich im Wochenverlauf in Vorder–, Mittel– und Hinterhirn. Denken und Beurteilen sowie Erinnerungsfähigkeit liegen im Vorderhirn. Das Mittelhirn erfasst und vermittelt elektrische Signale an Hirnteile. Das Hinterhirn regelt Atmung und Herzfrequenz sowie die Muskelaktivität.

Typische Beschwerden der Schwangeren

Dem Hochgefühl der Schwangerschaft steht in der siebten Woche eine andauernde Müdigkeit gegenüber: In den ersten Wochen nach der Empfängnis kann eine natürliche Antriebslosigkeit das Leben beherrschen. Das Hormon Progesteron zwingt Sie zu häufigen Pausen und Schlaf. Zugleich stellt sich Ihr Körper auf einen insgesamt stark veränderten Hormonmix ein. Als Folge der heftigen Hormonausschüttung steigt die Durchblutung, was den Flüssigkeitshaushalt antreibt. Daraus resultieren vermehrtes Urinieren und verstärkter Durst.

Gegen die typischen Beschwerden der Frühschwangerschaft wie generelle Übelkeit oder Brechreiz helfen Tee im Liegen mit trockenen Keksen, Mandeln oder Sonnenblumenkernen. Gegen Rückenschmerzen oder Müdigkeit hilft nur eines: Entspannen und Ruhe.

Das ist wichtig bei der Ernährung

In der Schwangerschaft benötigt der Körper viel Calcium, Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe. Schwangerschaftsbedingt leidet die mütterliche Immunabwehr. Auch Lebensmittelinfektionen können nun schneller auftreten. So gewinnen etwa Listerien und Salmonellen leichter die Oberhand, was den Fötus gefährden kann. Fleisch und Fisch sollten daher immer gut durchgegart sein.

  • Erklärung der Fachbegriffe: Schwangerschaft – Das bedeuten die Infos im Mutterpass

Toxoplasmose-Gefahr: Darauf müssen Katzenhalter achten

Katzentoiletten sollten Sie nur mit großer Vorsicht reinigen und dabei Gummihandschuhe tragen. Noch besser übernimmt diese Aufgabe eine nicht schwangere Person: Katzenfäkalien können – wie auch rohes Fleisch – eine nicht immune, werdende Mutter mit Toxoplasmose infizieren. Dies kann den Fötus schädigen, während Sie selbst kaum Symptome spüren. Eine frühere Infektion immunisiert allerdings gegen Toxoplasmose. Daher können Sie vom Frauenarzt testen lassen, ob sie immun sind.

Schwangerschaftskalender

7. Schwangerschaftswoche (7. SSW)

Wenn dein Frauenarzt deine Schwangerschaft eindeutig festgestellt hat, wird er dir bald den Mutterpass aushändigen. Darin werden alle wichtigen Untersuchungsergebnisse, Besonderheiten und eventuelle Risiken zu deiner Schwangerschaft, deiner Gesundheit und der des Babys eingetragen. So können sich Hebammen und Ärzte, wenn nötig, schnell einen Überblick über deinen Schwangerschaftsverlauf verschaffen. Deshalb solltest du den Mutterpass künftig immer bei dir haben. Für alle werdende Eltern besonders spannend: Auf Seite 6 des Mutterpasses wird der voraussichtliche Geburtstermin deines Kindes eintragen. Beim Blättern durch den Mutterpass verstehst du nur Bahnhof? Kein Problem. Hier erklären wir dir, was es zum Beispiel mit serologischen Untersuchungen, Gravidogramm und der Normkurve für den fetalen Wachstumsverlauf auf sich hat.

Wie wird der Geburtstermin meines Babys errechnet?
Wann endlich dürfen wir unser Baby in die Arme schließen? Auch dein Gynäkologe ist natürlich kein Orakel, aber er kann dir anhand einer einfachen Formel den voraussichtlichen Geburtstermin errechnen: erster Tag der letzten Regel + 7 Tage – 3 Monate + 1 Jahr. Medizinisch gesehen ist der Entbindungstermin allerdings eher ein Zeitraum. Babys, die in den drei Wochen davor oder in den zwei Wochen danach zur Welt kommen, gelten als termingerecht. Am errechneten Stichtag werden tatsächlich nur etwa 4 Prozent aller Kinder geboren.

Vorsorgeuntersuchungen während der Schwangerschaft
Du bist schwanger. So langsam setzt sich der Gedanke. Mit der großen Freude über die Schwangerschaft kommen jetzt aber auch viele Fragen – und vielleicht auch ein bisschen Unsicherheit: „Geht es meinem Baby gut? Entwickelt es sich normal? Und was kann ich gegen die ständige Übelkeit tun?“ Damit all diese Fragen beantwortet werden und du deine Schwangerschaft unbeschwert genießen kannst, hast du einen gesetzlichen Anspruch auf regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen. Die Kosten hierfür übernehmen die Krankenkassen. Oder aber das Sozialamt, wenn du Leistungen aus dem Bundessozialhilfegesetz beziehst. Bis zur 32. Schwangerschaftswoche finden die Vorsorgeuntersuchungen alle vier Wochen statt. Danach alle zwei Wochen. Kurz vor der Geburt wird dein Frauenarzt dich und dein Baby wahrscheinlich noch engmaschiger kontrollieren. Was viele Schwangere nicht wissen: Die meisten Vorsorgeuntersuchungen können auch von einer Hebamme durchgeführt werden. Nur für die drei kostenlosen Ultraschall-Untersuchungen musst du zu einem Gynäkologen gehen. Außerdem wichtig zu wissen: Berufstätige Frauen müssen für die Vorsorgeuntersuchungen von ihrem Arbeitgeber freigestellt werden.

Was wird bei den Vorsorgeuntersuchungen gemacht?
Im Rahmen der Schwangerenvorsorge gehören einige Untersuchungen zum Standard-Programm. Der Frauenarzt oder die Hebamme untersuchen zum Beispiel regelmäßig deinen Urin auf Bakterien, die Harnwegs- oder Niereninfektionen verursachen können. Deshalb der Tipp: Am besten vor den Vorsorgeterminen nicht mehr auf die Toilette gehen. Das musst du in der Praxis sowieso. Außerdem schauen Ärzte nach Eiweiß und Glukose im Urin – mögliche Anzeichen für einen Schwangerschaftsdiabetes oder eine Präeklampsie (auch bekannt als Schwangerschaftsvergiftung). Insbesondere um Letzteres auszuschließen, wird dein Blutdruck regelmäßig kontrolliert. Auch der Gang auf die Waage gehört während der Schwangerschaft zu jedem Frauenarzt-Besuch. Besonders spannend wird es für die werdende Mama, wenn Arzt oder Hebamme die Herztöne des Babys kontrollieren. Meist machen sie das mit einem kleinen Ultraschall-Handgerät, dem sogenannten Dopton (auch Fetaldoppler genannt). Wie groß ist die Gebärmutter und wie liegt das Kind im Bauch? Das können Ärzte und Hebammen ganz einfach durch Abtasten deines Bauches herausfinden.

Ultraschall-Untersuchungen während der Schwangerschaft
Gesetzliche und private Krankenkassen bieten dir während deiner Schwangerschaft drei kostenlose Ultraschall-Untersuchungen an. Ein erster Schall wird meistens zwischen der 9. und 12. Schwangerschaftswoche durchgeführt. Dabei prüft der Arzt den Herzschlag deines Babys und bestimmt sein Alter und den voraussichtlichen Geburtstermin. Zwischen der 19. und der 22. SSW findet dann der große Check statt: Ist das Baby gut entwickelt? Wie groß sind Kopfdurchmesser und Brustumfang? Wie lang und wie schwer ist das Kind? Außerdem untersucht der Arzt alle Organe, überprüft den Sitz der Plazenta und die Fruchtwassermenge. Und wenn du willst, lüftet er ein Geheimnis: Wird das Baby ein Junge oder ein Mädchen? Der dritte Ultraschall wird zwischen der 29. und 32. Schwangerschaftswoche durchgeführt. Neben Größe und Gewicht deines Babys interessiert den Arzt im Hinblick auf die Geburt vor allem, wo der Mutterkuchen sitzt. Denn: In seltenen Fällen überdeckt die Plazenta den Muttermund. Das macht eine vaginale Geburt leider unmöglich.

Schwanger mit Zwillingen – muss ich etwas beachten?
Der Arzt hat festgestellt, dass du Zwillinge erwartest? „Oh Gott!“, denkst du vielleicht. „Wie soll ich das bloß schaffen?“ Völlig verständlich, dass dir nach der Nachricht erst einmal mulmig ist. Vielleicht hilft es dir zu wissen, dass es den meisten Zwillings-Eltern so geht. Schon wenige Monate nach der Geburt sind die meisten aber der Überzeugung: „Unsere Zwei sind Glück im Doppelpack!“ Und zum Glück hast du ja noch genügend Zeit, um dir bei Familie und Freunden Unterstützung für die Zeit nach der Geburt zu organisieren.
Zwillingsschwangerschaften gelten generell als Risikoschwangerschaften. Das ist aber kein Grund zur Sorge, sondern bedeutet nur, dass die Schwangerschaft intensiv überwacht wird, um möglichen Risiken vorzubeugen. Wenn du mit Zwillingen schwanger bist, muss dein Körper noch mehr leisten als ohnehin schon. Die Gebärmutter wird größer und auch das Blutvolumen steigt deutlich an. Deshalb nimmst du wahrscheinlich auch mehr zu als eine Mutter, die nur ein Baby erwartet. Aufgrund der höheren Belastung leiden Zwillingsmütter häufiger unter Schwangerschaftsbeschwerden. Dazu zählen zum Beispiel Übelkeit, Sodbrennen, Probleme mit der Verdauung, Kurzatmigkeit, spannende Haut am Bauch oder auch Wasseransammlungen. Was hilft? Viel trinken und regelmäßig Pausen für Körper und Seele einlegen.

Die 7. Schwangerschaftswoche (7. SSW): Was tut sich?

12. September 2019 6 Min.

Bis zur Geburt sind es in der siebten Schwangerschaftswoche noch circa 34 Wochen beziehungsweise 238 Tage. Der Embryo entwickelt sich zusehends zu einem kleinen Menschen. Und auch der Körper der Mama verändert sich, da er sich auf die Schwangerschaft einstellt. Leider führt das manchmal zu Beschwerden.

Der Embryo wächst und wächst in der 7. SSW

Zu Beginn der siebten Schwangerschaftswoche ist der Embryo noch ungefähr fünf Millimeter groß, das entspricht etwa einer Heidelbeere. Allerdings bleibt es nicht lange bei dieser Größe, denn er wächst sehr schnell: ungefähr einen Millimeter am Tag. Der Embryo schafft es also in dieser Woche seine Größe auf bis zu zehn Millimeter zu verdoppeln, dies lässt sich etwa mit einer Bohne vergleichen.

In der siebten Schwangerschaftswoche ist bereits einiges zu erkennen:

  • Der Kopf des Embryos wächst, ist aber noch stark auf die Brust geneigt.
  • Das Gesicht ist schon auszumachen: Augen sowie Nasenlöcher sind schwarze Punkte und Lippen und Zähne sind angelegt. Da die Augenhöhlen noch in der Region der Schläfe liegen, erinnert der Kopf des Embryos noch an einen Fisch.
  • Die Ansätze des Gehirns sind ebenfalls schon erkennbar und das Nervensystem entwickelt sich weiter.
  • Die Arm- und Beinanlagen des Embryos haben sich weiterentwickelt, inzwischen kann man Arme und Beine bereits erkennen.

In der 7. Schwangerschaftswoche sind auch schon erste Muskelstränge vorhanden, was den Grundstein für erste Bewegungen legt.

7. Schwangerschaftswoche: Da bewegt sich was!

In der siebten Schwangerschaftswoche bewegt sich der Embryo zum ersten Mal. Diese Bewegungen sind zunächst eher ein unkontrolliertes Zucken. In den folgenden Wochen wird der Embryo sich drehen und hopsen. Später beginnt das Kind zu treten, am Daumen zu lutschen oder etwa mit der Nabelschnur zu spielen. Auch das kleine Herz schlägt sehr schnell – nämlich 150 Mal in der Minute – und pumpt Blut zu den angelegten Organen.

Die Größe des Embryos wird während der Schwangerschaft mit SSL (Scheitel-Steiß-
Länge) angegeben. Dabei wird die Länge vom Kopf bis zum Po gemessen.

Die erste Vorsorgeuntersuchung in der 7. SSW

Nach einem positiven Schwangerschaftstest aus der Apotheke, suchen die meisten Frauen ihren Gynäkologen auf, um sich die Schwangerschaft bestätigen zu lassen. Die erste Vorsorgeuntersuchung findet nicht immer im gleichen Stadium der Schwangerschaft statt. Meist fällt die erste Vorsorge in die fünfte, sechste oder in die siebte Schwangerschaftswoche.

Bei diesen ab jetzt vierwöchigen Vorsorgeuntersuchungen werden Werte wie Herztöne des Babys oder Gewicht der Mutter gemessen und im Mutterpass dokumentiert. Ab der 32. Schwangerschaftswoche finden diese „kleinen“ Untersuchungen alle zwei Wochen statt. Im Falle einer Risikoschwangerschaft hat man zur Sicherheit öfters Untersuchungen.

Große Vorsorgeuntersuchungen werden zwischen der 9. und der 12. und zwischen der 19. und der 22. Schwangerschaftswoche durchgeführt. An diesen Terminen macht der Frauenarzt zusätzlich zu den üblichen Untersuchungen auch einen Ultraschall.

Woher kommen die Beschwerden in der siebten Schwangerschaftswoche?

Die Schwangerschaft verändert den Körper einer werdenden Mutter stark – das merken manche Frauen. Was sind die häufigsten Beschwerden und woher kommen sie?

  • Übelkeit

    Über die Hälfte aller Schwangeren leidet zu Beginn der Schwangerschaft an Übelkeit. Der Grund für die Übelkeit, die nicht unbedingt nur morgens auftritt, ist vermutlich, dass sich das Immunsystem der Mutter mit dem des Kindes auseinandersetzt. Aber auch der schnelle Anstieg von Schwangerschaftshormonen wie Progesteron und hCG könnten damit zusammenhängen. Ab der 14. Schwangerschaftswoche verschwindet die Übelkeit meist wieder. Kleine, leichte Mahlzeiten können hier helfen. Außerdem sollten Sie bei Schwangerschaftsübelkeit gleich nach dem Aufstehen eine Kleinigkeit frühstücken.

  • Müdigkeit

    Viele Schwangere sind in der Frühschwangerschaft – das sind die ersten drei Monate – müde und schlapp. Manchmal können auch Durchschlafprobleme die nächtliche Erholung stören. Schlafprobleme kommen meist daher, dass sich Bänder und Sehnen im Körper zur Vorbereitung auf die Schwangerschaft lockern. Es kann schon mal sein, dass es im Unterbauch oder in den Brüsten zieht und man dadurch wach wird.

  • Blasendruck

    Auch die Gebärmutter wächst in der siebten Schwangerschaftswoche. Wenn die Gebärmutter sich vergrößert, kann das auf die Blase drücken: Schwangere müssen dann öfter auf die Toilette.

  • Kreislaufprobleme

    Einige Frauen klagen in der Frühschwangerschaft auch über Kreislaufprobleme. Durch die Schwangerschaft kann es nicht nur zu einem niedrigen, sondern auch zu einem hohen Blutdruck kommen. Das liegt daran, dass hormonelle Umstellungen die Blutgefäße weiten, damit die Plazenta besser durchblutet wird. Aus diesem Grund nimmt auch das Blutvolumen der schwangeren Frau zu, und das Blut wird dünnflüssiger. Das Herz der Mutter muss daher gerade zu Beginn der Schwangerschaft eine Mehrleistung erbringen, was den Kreislauf unter Umständen erstmal überfordert.

Außer den genannten Beschwerden, leiden einige Schwangere auch unter psychischen Problemen. Besonders häufig sind in der siebten Schwangerschaftswoche Stimmungsschwankungen, die meist ebenfalls hormonell bedingt sind.

Bei belastenden Schwangerschaftsbeschwerden können Sie sich an Ihren Frauenarzt wenden. Außerdem ist es wichtig, dass Sie sich genügend Ruhephasen gönnen, damit Ihr Körper die Möglichkeit hat, die großen Veränderungen zu verkraften.

7. Woche

Die erhöhten Hormonspiegel in der Frühschwangerschaft bewirken, dass Sie jetzt in der 7. SSW oft einen seltsamen Geschmack im Mund haben. Ihr Geruchssinn hat sich auch verändert und manche Lebensmittel mögen Sie jetzt überhaupt nicht mehr riechen oder schmecken.

Vielleicht haben Sie jetzt auch manchmal Heisshunger auf bestimmte Dinge, sogar solche, die eigentlich nicht essbar sind. Oder es ist Ihnen übel – vor allem morgens beim Aufstehen, aber auch, wenn Sie einen unangenehmen Geruch wahrnehmen oder wenn Ihr Blutzuckerspiegel zu tief sinkt, weil Sie längere Zeit nichts gegessen haben. Wir haben ein paar praktische Tipps, wie mit dieser unangenehmen Hormonwirkung umgehen kann!

Die Brust verändert sich. Sie fühlt sich schwer, empfindlich und sogar schmerzhaft an, weil der Drüsenkörper sich schon jetzt auf die Milchproduktion vorbereitet. Bereits kurz nach der Einnistung der befruchteten Eizelle in die Gebärmutterschleimhaut beginnt diese Entwicklung. Sie sollten jetzt schon einen etwas grösseren, gut stützenden BH tragen, um eine Überdehnung des Stützgewebes der Brust zu vermeiden. Kalte Brustduschen regen die Durchblutung an. Mehr Tipps finden Sie hier. Viel Eincremen hält die Haut – auch im Bauchbereich – elastisch und wirkt Schwangerschaftsstreifen entgegen.

Die meisten Schwangeren sind erst einmal überrascht, dass sie sich immer müde fühlen. Das ist zwar nicht so bekannt wie die Morgenübelkeit, aber ebenfalls eine ganz normale Begleiterscheinung der Schwangerschaft. Versuchen Sie einfach, so oft wie möglich kleine Ruhepausen oder sogar ein Nickerchen einzulegen. Andererseits sollten Sie mit einem Spaziergang an der frischen Luft und einer Extraportion Vitamine aus frischem Obst und Gemüse Ihren Kreislauf in Schwung bringen. Dann sind viele der typischen Schwangerschaftsbeschwerden nur noch halb so schlimm.

Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, mit einem Schwangerschaftstagebuch zu beginnen, in dem Sie Höhen und Tiefen der nächsten spannenden Monate für Sie selbst und auch Ihr Kind festhalten können. Das wird ein wunderschönes Erinnerungsstück! Es gibt spezielle Schwangerschaftskalender in der Buchhandlung, die neben vielen wertvollen Informationen auch Platz für eigene Notizen lassen. Oder gestalten Sie den Kalender ganz frei wie eine Art Album – mit Ultraschallbildern, Arzt-Terminkärtli, der Quittung für den ersten Baby-Body, und und und…

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…und so entwickelt sich Ihr Baby in der 7. Schwangerschaftswoche…

Ihre Schwangerschaft in Zahlen:

Häufige Fragen in dieser Woche:

Ich hatte in der 5. Woche sehr hohes Fieber. Stimmt es, dass es dadurch zu kindlichen Fehlbildungen kommen kann?

Meine Brüste sind soviel grösser geworden, dass sie wahrscheinlich bald platzen. Jede Berührung tut weh. Bleibt das so durch die ganze Schwangerschaft?

Zur 6. Woche

Zur 8. Woche

Letzte Aktualisierung : 11-02-18, BH

Ihr Baby in der 7. Woche

Für Ihr ungeborenes Kind sind die nächsten Wochen ein wichtiger Entwicklungsabschnitt. Bis zur 10. SSW werden alle wichtigen Organsysteme fertig angelegt sein. Sie müssen danach nur noch ausreifen.

Der Embryo wächst jetzt sehr schnell. Von nun an wird er jeden Tag um ungefähr einen Millimeter grösser. Um die Grösse eines Embryos anzugeben verwenden Mediziner übrigens den Ausdruck SSL (Scheitel-Steiss-Länge). Weil Ihr Baby noch so gekrümmt liegt, wird der Abstand vom Kopf bis zum Gesäss gemessen. Seine Körperform ist jedoch schon deutlich erkennbar, wenn auch noch mit einem angedeuteten Schwanz.

Die grossen inneren Organe (der Verdauungstrakt, das Herz, die Lungen, die Leber, die Nieren und das Gehirn) und das Kreislaufsystem sind vorhanden und entwickeln sich weiter. Im Herzen gibt es schon einfache Herzklappen. Der vordere Darm entwickelt sich nach und nach zum Magen. Körperstrukturen wie Muskeln und Knochen werden ausgebildet, und aus Knorpelzellen werden festere Knochenzellen. Die bereits vorhandene Wirbelsäule hat sogar schon Bandscheiben und verleiht dem Embryo Stabilität, und die Bildung des Nervensystems schreitet langsam voran. Die Haut als Sinnesorgan ist bereits entwickelt.

Die grossen Gelenke werden langsam erkennbar, als erstes das Ellenbogengelenk. An den paddelförmigen Händen und Füssen ist schon Knorpel zu sehen, ausserdem Einkerbungen, welche die Finger und Zehen unterteilen werden. Die oberen Gliedmassen entwickeln sich übrigens schneller als die unteren, und auch nach der Geburt wird Ihr Baby schneller greifen können als laufen.

Am grossen und noch stark nach vorn gebeugten Kopf des Embryos fallen Vorwölbungen auf, die sich zu den Augen entwickeln einschliesslich der Augenlinse, allerdings sind die Lider noch nicht ausgebildet. Es gibt schon winzig kleine Löcher für die Nase (Nasengrube und Nasenwulst). Der Mund bildet sich weiter aus. Der Gaumen entsteht aus dem inneren Abschnitt des Zwischenkiefersegmentes des Oberkiefers. Wird die Entwicklung jetzt gestört, so kommt es zur Bildung vorderer Lippen- oder Gaumenspalten. Im Ohr haben sich das Trommelfell und die Gehörknöchelchen entwickelt.

Infos zur 7. Schwangerschaftswoche

Letzte Aktualisierung : 11-02-18, BH

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