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Brauner Ausfluss vor, nach oder statt der Periode: Bist Du schwanger?

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Liebe Ladies, brauner Ausfluss ist kein angenehmes, aber ein wichtiges Thema. Deshalb möchte ich Dich heute mit den wichtigsten Fakten zu den Ursachen und der Bedeutung von braunem Ausfluss vor und nach und der Periode versorgen. Denn mal ganz ehrlich: Wir alle hatten braunen Ausfluss schon mal und je nachdem wann er im Zyklus passiert und ob Du Kinderwunsch hast oder nicht, startet sofort Dein Kopfkino, was er denn nun bedeuten mag. Bist Du schwanger oder ist der Ausfluss ein Vorzeichen Deiner anstehenden Periode? Lass uns jetzt gemeinsam diese Fragen klären.

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Ausfluss bei der Frau

Zunächst mal ist Ausfluss an sich nichts Außergewöhnliches oder Besorgniserregendes!

Jede Frau kennt den regelmäßig wiederkehrenden Ausfluss von Zervixschleim, der sich im Zyklusverlauf in Aussehen, und Konsistenz verändert und sowohl farblos oder weiß, dickflüssig oder spinnbar sein kann. Diese Veränderungen sind sogar sehr wertvoll und richtig ausgewertet kannst Du damit sehr zuverlässig Deinen Eisprung und Deine fruchtbaren Tage zu bestimmen.

Anders verhält es sich mit Ausfluss, der länger andauert, häufig nach dem Geschlechtsverkehr auftritt oder von Symptomen wie Juckreiz im Vaginalbereich, unangenehmem Geruch, Fieber oder Unterleibsschmerzen begleitet wird.

Bitte suche in diesem Fall unbedingt Deinen Frauenarzt auf, um eine Infektion oder eine andere Erkrankung auszuschließen!

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Brauner Ausfluss

Brauner Ausfluss ist Zervixschleim, der mit altem Blut vermischt und damit bräunlich gefärbt ist. Bitte merke Dir:

Blut, das im Körper altert, wird braun. Frisches Blut dagegen ist hellrot.

Dein Körper versucht dieses alte, im Körper verbliebene Blut nach draußen zu befördern. Es entsteht ein brauner Ausfluss z.B. nach dem Sex oder nach einer gynäkologischen Untersuchung.

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Brauner Ausfluss vor der Periode

Für viele Frauen beginnt ihre Periode mit einem bräunlichen Ausfluss, der auch oft als Schmierblutung bezeichnet wird. Diese ist völlig normal, kann aber, wenn sie häufig auftritt auch ein Zeichen für eine Gelbkörperschwäche sein. Deshalb halte schriftlich fest, wie häufig Du braunen Ausfluss vor der Periode hast und spreche Deinen Frauenarzt bei Deinem nächsten Termin darauf an.

Bei Kinderwunsch kann dir Dein Arzt z.B. Progesteron verschreiben, um die Schmierblutungen zu stoppen. Er kann zudem eine Ultraschalluntersuchung machen oder Dich abtasten, um die Ursache für den braunen Ausfluss zu klären.

Brauner Ausfluss kann auch ein frühes Schwangerschaftsanzeichen sein. Bitte führe einen Schwangerschaftstest durch und wiederhole diesen nach 3 bis 4 Tagen.

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Brauner Ausfluss um den Eisprung: Schwanger?

Auch um den Eisprung herum kann es zu braunem oder rötlichem Ausfluss kommen. Zu diesem Zeitpunkt ist Deine Gebärmutterschleimhaut unter dem Einfluss des hohen Östrogenspiegels in der ersten Zyklushälfte mächtig gewachsen.

Leichte Schmierblutungen können darauf hinweisen, dass Dein Progesteronspiegel noch nicht die für Dich ideale Höhe erreicht hat, um die weitere Reifung und Verdickung der Schleimhaut in Deiner Gebärmutter zu veranlassen und braunes Spotting zu verhindern.

Brauner Ausfluss ist damit eine Auswirkung der Hormonveränderungen während des Eisprungs. Solange Du keine weiteren Beschwerden hast ist höchst wahrscheinlich alles ok. Vereinbare bitte einen Frauenarzt Termin, solltest Du Schmerzen, Fieber oder einen grün-braunen Ausfluss haben.

Ob es die Einnistungsblutung oder den Einnistungsschmerz gibt, ist bis heute nicht sicher nachgewiesen. Vielmehr lässt sich sagen, dass es leider keine Unterscheidungsmöglichkeit gibt, ob der braune Ausfluss ein Anzeichen für die gerade stattfindende Einnistung, die bevorstehende Menstruation oder für eine kleine Blutung während des Geschlechtsverkehrs ist.

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Brauner Ausfluss nach der Periode

Es kommt vor, dass die Periode nicht nur mit braunem Ausfluss beginnt, sondern auch endet. Die Menstruation wird gegen Ende schwächer und wandelt sich von hellrotem, frischem Blut zu braunem Ausfluss und stoppt schließlich ganz.

Mach Dir bitte keine Sorgen, das ist komplett normal. Sollte der braune Ausfluss jedoch nicht aufhören oder von anderen Beschwerden begleitet sein, bespreche Dich bitte mit Deinem behandelnden Frauenarzt.

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Weitere Ursachen für braunen Ausfluss

Es gibt eine Reihe weiterer Ursachen für brauen Ausfluss, die ich für Dich zusammenfassen möchte.

  • Reizung / kleine Verletzung am Gebärmutterhals: Intensiver Sex oder eine gynäkologische Untersuchung können eine braune Schmierblutung auslösen.
  • Beckenentzündung: Eine bakterielle Infektion, die Du Dir z.B. beim Sex holen kannst und die durch Schmerzen im Unterbauch begleitet sein kann.
  • Eierstockzyste: Mit Flüssigkeit gefüllter Hohlraum an Deinen Eierstöcken, die oft auch ein Druck- oder Schmerzgefühl auslösen kann.
  • PCO: Das Polyzystisches Ovarialsyndrom kommt mit einer Vielfalt an Symptomen. Neben braunem Spotting z.B. Gewichtszunahme, Haarwachstum oder unregelmäßigen Monatsblutungen.
  • Gebärmutterhalskrebs: Selten! Nur 0,7 Prozent der Frauen bekommen ihn. Er tritt oft mit weiteren Problemen wie z.B. Schmerzen und Blutungen beim Sex oder auch Blutungen zwischen den Perioden auf.
  • Wechseljahre: Brauner Ausfluss in Kombination mit Hitzewallungen, Schlaflosigkeit oder auch Stimmungsschwankungen kann ein Anzeichen für die Menopause sein.

Mein Fazit zum bräunlichen Ausfluss

Gelegentlich vorkommender brauner Ausfluss ist normal und jede Frau kennt und hat ihn. Sollte er von anderen Beschwerden begleitet sein und regelmäßig vorkommen, suche bitte das Gespräch mit Deinem Frauenarzt. Es macht Sinn, dass Du Dir einen Kalender zulegst, in dem Du neben Deiner Periode auch den bräunlichen Ausfluss und weitere Beschwerden festhältst. Damit kannst Du detailliert nach verfolgen, ob es Wiederholungen gibt und bei Bedarf Deine Notizen Deinem Arzt vorlegen.

Bei Fragen melde Dich gerne.

Herzliche Grüße

Silke

Literatur zum Thema brauner Ausfluss

Weiterlesen:

  • Eizellqualität verbessern: Was an „pimp my eggs“ wirklich dran ist
  • Zyklustee Wegweiser: Wie du den richtigen Kinderwunschtee auswählst
  • Ovulationstest: Schnell schwanger werden mit Fruchtbarkeitstests
  • Vitamin D3 bei Kinderwunsch

Keine Frau spricht gerne darüber, aber jede hat ihn: Ausfluss in der Schwangerschaft. Zyklusabhängig verändern sich Menge, Farbe und Konsistenz des Ausflusses. Solange er nicht unangenehm riecht, Juckreiz oder Brennen verursacht oder eine ungewöhnliche Farbe hat, ist das völlig normal. Auch vermehrter Ausfluss in der Schwangerschaft ist hormonell bedingt und meistens kein Grund zur Sorge.

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Warum habe ich Ausfluss?

Mithilfe von Milchsäurebakterien wird in der Scheide ein saures Milieu aufgebaut, um vor Infektionen zu schützen. Denn Krankheitserreger können sich in dieser Umgebung nicht gut vermehren. Nur wenn die Scheidenflora gestört ist, können Bakterien oder Pilze wachsen und das Scheidensekret verändert sich.

Hormonelle Veränderungen beeinflussen auch den normalen vaginalen Ausfluss in der Schwangerschaft. Während einer Schwangerschaft erhöht sich der Wert der weiblichen Sexualhormone (Östrogene und Progesteron). Außerdem wird die Vagina besser durchblutet. Dadurch kommt es bei vielen Frauen zu vermehrtem Ausfluss. Solange dieser allerdings weiterhin seine normale Konsistenz und Farbe hat sowie geruchlos ist, ist das kein Grund zur Sorge. Im Gegenteil: Die vermehrte Sekretbildung schützt vor einer aufsteigenden Infektion, die zu vorzeitigen Wehen und im schlimmsten Fall zu einer Frühgeburt führen kann.

Wann ist Ausfluss in der Schwangerschaft gefährlich?

Leider bewirkt die hormonelle Umstellung während der Schwangerschaft auch, dass das Immunsystem der Frau geschwächt ist und das Risiko, an einer vaginalen Infektion zu erkranken, erhöht sich. Wenn sich der Ausfluss in der Schwangerschaft farblich verändert, Juckreiz oder Brennen auslöst oder unangenehm riecht, sollte man das gynäkologisch untersuchen lassen. Ursache ist entweder eine bakterielle Infektion oder eine Pilzinfektion. Aufschluss darüber gibt das Prüfen des PH-Wertes in der Scheide sowie am Geruch.

Eine bakterielle Infektion erkennt man an einem PH-Wert von ca. 5, sowie am etwas fischigen Geruch und an einer gelblich-grünen Farbe des Ausflusses. Vor allem eine bakterielle Infektion während der Schwangerschaft sollte ernst genommen und behandelt werden. Denn wenn sie bis zur Fruchtblase aufsteigt, kann sie vorzeitige Wehen oder einen vorzeitigen Blasensprung verursachen.

Eine Pilzinfektion ist an sich ungefährlicher. Sie lässt sich erkennen durch einen PH-Wert von unter 4,5 sowie Juckreiz und farblich veränderten Ausfluss. Auch wenn durch eine Pilzinfektion das ungeborene Kind nicht unmittelbar gefährdet ist, so sollte sie doch behandelt werden. Denn bei der Geburt kann sich das Baby infizieren. Weil das Immunsystem von Neugeborenen noch sehr schwach ist, kann das zu Hauterkrankungen wie Windeldermatits oder Mundsoor führen.

Dünner bzw. wässriger Ausfluss

Ein sehr wässriger, farbloser Ausfluss in der Schwangerschaft, der ohne Juckreiz, Brennen oder unangenehmen Geruch abgeht, kann zwei Ursachen haben: In der fortgeschrittenen Schwangerschaft kann es durch zunehmenden Druck auf die Blase vorkommen, dass kleine Mengen Urin austreten. Dies ist kein Grund zur Sorge und lässt sich durch einen Geruchstest in der Regel feststellen. Allerdings kann wässriger Ausfluss in der Schwangerschaft auch einen vorzeitigen Blasensprung zur Ursache haben. Dann ist in der Tat schnelles Handeln gefragt, denn unter Umständen kann das Leben von Mutter und Kind in Gefahr sein.

Brauner oder blutiger Ausfluss

Grundsätzlich deutet bräunlicher Ausfluss auf eine leichte Blutung hin. In den ersten Wochen der Schwangerschaft kommt das häufig vor, in Kombination mit leichten bis mittelstarken Unterleibsschmerzen. Dabei handelt es sich um sogenannte Einnistungs- oder Nidationsblutungen, wenn sich die Eizelle in der Gebärmutter festsetzt. Sie sind ungefährlich und gehen schnell wieder vorbei.

Wenn zu einem späteren Zeitpunkt blutiger oder bräunlicher Ausfluss auftritt, sollte man das immer ärztlich abklären lassen. Meist ist dieser allerdings harmlos und rührt von kleineren Verletzungen.

Was tun bei Ausfluss in der Schwangerschaft?

Den normalen, gesunden Ausfluss kann man als Schwangere weder verhindern, noch reduzieren. Er variiert von Frau zu Frau und verändert sich auch im Laufe der Schwangerschaft.

Um ungesundem Ausfuss, also einer vaginalen Infektionen, vorzubeugen, sollte man folgende Punkte beachten:

  • für die Intimhygiene nur Wasser verwenden, Verzicht auf Duftstoffe und Seife
  • Baumwollunterwäsche statt synthetischer Stoffe nutzen
  • keine Tampons, sondern Binden bzw. Slipeinlagen, um den Ausfluss aufzufangen
  • gesunde Ernährung, genug Schlaf

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Blutungen in der Frühschwangerschaft

Blutungen in der Schwangerschaft sollten immer von einem Arzt abgeklärt werden. (Adam Gregor / )

Kurzfassung:

  • Blutungen in der Frühschwangerschaft sind nicht selten, sollten aber medizinisch abgeklärt werden.
  • Als Auslöser kommen verschiedene Ursachen infrage.
  • Bei leichten Blutungen in den ersten Wochen der Schwangerschaft handelt es sich meist um die sogenannte Einnistungsblutung.

Leichte, schmerzlose Blutungen sind häufig harmlos, müssen aber – wie alle Blutungen, die im Zuge der Schwangerschaft auftreten – in jedem Fall umgehend durch einen Gynäkologen abgeklärt werden.

Wie werden Blutungen in der Frühschwangerschaft abgeklärt?

Bei Blutungen aller Art sollte stets eine gynäkologische Untersuchung erfolgen. Als zentrale diagnostische Maßnahme spielt die Ultraschalluntersuchung eine große Rolle. Die Erfassung einer Schwangerschaft ist dabei ab der 6. Schwangerschaftswoche möglich. Zu diesem Zeitpunkt ist manchmal bereits der Herzschlag des Embryos sichtbar.

Zusätzlich kann sich die Messung des Schwangerschaftshormons Beta-hCG bei bestimmten Verdachtsdiagnosen als hilfreich erweisen. Beta-hCG wird zirka ab dem fünften Tag nach der Befruchtung gebildet und ist im ersten Schwangerschaftsdrittel für die Aufrechterhaltung der Schwangerschaft zuständig.

Bei einem natürlichen Schwangerschaftsverlauf verdoppeln sich die Beta-hCG-Werte im Blut alle zwei Tage und erreichen zwischen der 8. und 10. Schwangerschaftswoche ihr Maximum. Danach fallen sie kontinuierlich langsam wieder ab. Bei Blutungen unklarer Ursache können mittels regelmäßiger Beta-hCG-Bestimmung der Schwangerschaftsverlauf überwacht und gegebenenfalls entsprechende ärztliche Maßnahmen vorgenommen werden.

Wie rasch sollten Blutungen abgeklärt werden?

Bei starken Blutungen oder gleichzeitig auftretenden Schmerzen ist es ratsam, sich sofort in eine Klinik zu begeben. Leichtere Blutungen und Schmierblutungen können vom jeweiligen Gynäkologen abgeklärt werden. Wie schnell man eine Blutung abklären sollte, hängt u.a. auch von deren Aussehen ab:

  • Hellrote Blutungen in Periodenstärke

Hellrote, starke Blutungen sollten immer Anlass sein, sofort in ein Krankenhaus zu fahren. Das gilt für jeden Zeitpunkt der Schwangerschaft.

  • Dunkle, braune Blutungen

Dunkle, braune Blutungen mit eventuellen Schleimbeimengungen sprechen für „altes Blut“. Oft erscheinen diese wie eine schwache Regelblutung, teils sogar weniger stark. Auch diese Blutungsform macht eine Abklärung erforderlich. Suchen Sie Ihren Gynäkologen auf.

  • Blutungen und Schmerzen

Wenn Blutungen in Kombination mit Schmerzen auftreten, ist es wichtig, sofort eine Klinik aufzusuchen. Es könnte sich um eine Fehlgeburt oder eine Eileiterschwangerschaft handeln.

  • Leichte Schmierblutungen

Auch diese Form der Blutung sollte man abklären lassen – um einfach sicherzugehen, dass keine schwerwiegenden Ursachen dahinterstecken.

Ursachen für Blutungen in der Frühschwangerschaft

  • Nidationsblutung (Einnistungsblutung)

Die Nidationsblutung kann auftreten, wenn sich das befruchtete Ei in der Gebärmutter einnistet. Dieser Vorgang erfolgt zirka zehn Tage nach der Befruchtung und beruht auf Verletzungen kleiner Blutgefäße in der Gebärmutter durch das befruchtete Ei. Die Einnistungsblutung ist eine harmlose Blutung und zeichnet sich dadurch aus, dass sie – im Gegensatz zu einer Regelblutung – gleichbleibend schwach ist und nach kurzer Zeit (oft nach wenigen Stunden) abklingt. Das Blut ist eher hell und tritt in Form von Tröpfchen oder Schlieren aus.

  • Blutungen nach Geschlechtsverkehr

Nachdem die Geschlechtsorgane während der Schwangerschaft besonders gut durchblutet werden, kann es auch nach dem Geschlechtsverkehr zu Blutungen kommen. Es handelt sich dabei um eine Schmierblutung, die sehr rasch wieder abklingt.

  • Blutungen nach PAP-Abstrich

Ein Abstrich der Gebärmutterschleimhaut (Krebsabstrich) wird in der Schwangerschaft meist nur bei Verdacht auf eine HPV-Infektion durchgeführt. Dabei kann es infolge einer leichten Schleimhautverletzung ebenfalls zum Auftreten von kurzfristigen Blutungen kommen.

  • Hämatome in der Gebärmutter

Hämatome (Blutergüsse) in der Gebärmutter können sich ebenfalls in Form von nach außen tretenden Blutungen manifestieren. Der Nachweis eines Hämatoms erfolgt mittels Ultraschalluntersuchung, der Befund ist in den meisten Fällen harmlos. Hämatome können durch Risse von Blutgefäßen in der Gebärmutterschleimhaut entstehen, selten ist eine vorzeitige Plazentaablösung dafür verantwortlich.

  • Extrauterine Schwangerschaft

Eine extrauterine Schwangerschaft (Extrauteringravidität) liegt vor, wenn sich das befruchtete Ei außerhalb der Gebärmutter eingenistet hat. In den meisten Fällen erfolgt die Einnistung im Bereich der Eileiter (Eileiterschwangerschaft). Dies kann zu ernsthaften Komplikationen wie dem Zerreißen der Eilleiterwand führen, was einen Blutaustritt in die Bauchhöhle zur Folge haben kann und daher umgehender medizinischer Maßnahmen bedarf. Insbesondere, wenn Blutungen in Kombination mit Schmerzen auftreten, ist an eine Eileiterschwangerschaft zu denken.

Im Ultraschall wird bei einer extrauterinen Schwangerschaft üblicherweise das Bild einer „leeren Gebärmutter“ festgestellt. Wenn zusätzlich das Beta-hCG in einem der Schwangerschaftsdauer entsprechenden Normbereich liegt, ist dies ein weiterer Hinweis auf das Vorliegen einer extrauterinen Schwangerschaft. Dies erfordert umgehende medizinische Notfallmaßnahmen im Sinne einer Kürettage (Ausschabung) und/oder Laparoskopie (Operation mittels Bauchspiegelung).

Weitere Ursachen

  • Pseudomenstruation

In manchen Fällen kommt es am Beginn der Schwangerschaft zu regelmäßigen „Pseudomenstruationsblutungen“, die im bisherigen Rhythmus des Menstruationszyklus auftreten. Meistens sind diese Blutungen schwächer als vor der Schwangerschaft. Bei manchen Frauen hat dies zur Folge, dass sie ihre Schwangerschaft erst spät bemerken.

  • Abnormale Einnistung in der Gebärmutter

Auch bei einer Einnistung der befruchteten Eizelle an ihrem vorgesehenen „Zielort“, der Gebärmutter, können Komplikationen auftreten, die zu Blutungen und Schmerzen führen: Beispielsweise ist es möglich, dass sich bei Frauen, die bereits einmal oder öfter per Kaiserschnitt entbunden haben, das befruchtete Ei in der von einem vorangegangenen Kaiserschnitt stammenden Narbe einnistet. Die daraus resultierenden Blutungen können lebensbedrohlich sein. Das rechtzeitige Erkennen der Situation erfordert das geschulte Auge eines erfahrenen Gynäkologen.

  • Inkomplette/komplette Fehlgeburt

Eine Fehlgeburt wird in der Fachsprache als „Abortus“ bezeichnet, wobei zwei Arten unterschieden werden:

  • die inkomplette Fehlgeburt (Abortus incompletus)
  • die komplette Fehlgeburt (Abortus completus)

Eine „inkomplette Fehlgeburt“ ist dadurch gekennzeichnet, dass nur ein Teil des abgestorbenen Fruchtmaterials abgestoßen wird; der Rest befindet sich noch in der Gebärmutter. In diesem Fall ist die Durchführung einer Kürettage zur Ausschabung des abgestorbenen Zellmaterials unumgänglich. Hingegen ist bei einer „kompletten Fehlgeburt“ kein Fruchtmaterial in der Gebärmutter nachweisbar. Aus diesem Grund kann auf eine Kürettage verzichtet werden.

Eine drohende Fehlgeburt wird mit dem Begriff „Abortus imminens“ umschrieben. Der Befund „Abortus imminens“ wird bei fast allen Blutungen unklaren Ursprungs gestellt und muss nicht immer bedeuten, dass tatsächlich eine Fehlgeburt stattfinden wird.

Eine drohende Fehlgeburt manifestiert sich häufig in Form von Blutungen in Kombination mit Unterleibsschmerzen. Diagnostisch werden eine Ultraschalluntersuchung zum Nachweis des Herztons des Ungeborenen sowie die Bestimmung des Beta-hCG-Spiegels durchgeführt.

Auch bei Auftreten von stärkeren Blutungen, die mit der Ausscheidung von Blutpfropfen einhergehen, ist ein unkomplizierter weiterer Schwangerschaftsverlauf möglich, sofern bei den regelmäßigen nachfolgenden gynäkologischen Kontrolluntersuchungen keine Anomalien im Ultraschall oder vom Normbereich abfallende Beta-hCG-Werte festgestellt werden.

  • Blasenmole

Unter einer Blasenmole versteht man die abnorme Wucherung bestimmter Zellen (Trophoblasten), die bestimmungsgemäß die Plazenta (Mutterkuchen) bilden sollen. Eine Blasenmole kann ebenfalls zu Blutungen und Schmerzen führen. Bei Vorliegen einer Blasenmole lässt sich im Ultraschall ein charakteristisches Muster erkennen. Zudem sind die Beta-hCG-Werte abnorm erhöht.

Eine Blasenmole kann, muss aber nicht mit einer Lebendschwangerschaft einhergehen. Sollte es zur Entwicklung eines Embryos kommen, ist dieser nicht lebensfähig und muss – zusammen mit der abnormen Zellwucherung – mittels Kürettage entfernt werden. Die Blasenmole zählt zu den seltenen Komplikationen, die im Zuge einer Schwangerschaft auftreten können.

Was kann ich selbst dazu beitragen, um eine Fehlgeburt zu verhindern?

Die Ursache für eine Fehlgeburt ist nur in seltenen Fällen zu ermitteln. Zwar gilt, dass Spätgebärende aufgrund einer Zunahme von Eizellen mit Chromosomenstörungen ein höheres Risiko für eine Fehlgeburt aufweisen; dennoch zeigen Untersuchungen an abgegangenen Feten oft keine eindeutige Ursache für die Fehlgeburt.

Vor diesem Hintergrund können auch keine allgemeingültigen Empfehlungen zur Vermeidung einer Fehlgeburt ausgesprochen werden. In der aktuellen Literatur wird weitestgehend eine „normale“ Lebensführung empfohlen, wobei unnötiger Stress körperlicher oder psychischer Natur nach Möglichkeit vermieden werden sollte.

Die Hormone Beta-hCG und Progesteron (Gelbkörperhormon) werden oft bei einer drohenden Fehlgeburt verschrieben – Studien konnten bisher jedoch nicht beweisen, dass sich dadurch eine Fehlgeburt verhindern lässt.

Darf ich Sex haben?

Wie bereits erwähnt, kann es im Zuge des Geschlechtsverkehrs zu Blutungen kommen. Sobald die Ursache abgeklärt ist, steht es Ihnen frei, sexuell aktiv zu sein.

Darf ich Sport betreiben?

Prinzipiell wird die Ausübung von ungefährlichen Sportarten in der Schwangerschaft sogar empfohlen. Bei Auftreten von Blutungen sollten Sie jedoch umgehend Ihre Ärztin/Ihren Arzt konsultieren.

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Aktualisiert am: 09.12.2019 | 09:31

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Blutungen in der Schwangerschaft

Schwanger: Blutungen immer abklären lassen!

Blutungen in der Schwangerschaft – egal, ob leicht oder schwer – sollten Sie immer ernst nehmen. Je nachdem, zu welchem Zeitpunkt der Schwangerschaft Blutungen auftreten, sind unterschiedliche Gründe wahrscheinlich. Diese sollten Sie unbedingt abklären lassen. Das gilt vor allem, wenn Blutungen in der Schwangerschaft von Schmerzen im Unterbauch oder Fieber begleitet werden. Dann sollten Sie umgehend einen Arzt oder das Krankenhaus aufsuchen! Auch bei viel hellrotem Blut und/oder großem Blutverlust, womöglich mit Blutpfropfen (Blutkoageln), ist dringend medizinische Hilfe nötig. Diese Anzeichen sprechen für eine ernste Ursache der Blutung.

Frühschwangerschaft: Mögliche Ursachen für Blutungen

Frühschwangerschaft ist jene Phase, in der sich der mütterliche Organismus auf seine neue Aufgabe einstellt. Im Zuge dieser Veränderungen sind Blutungen (Zwischenblutungen) relativ häufig. Meist stammen sie nicht von der Plazenta, sondern aus der Gebärmutterschleimhaut und stellen keine Gefahr für Mutter und Kind dar. Als relativ unbedenklich gelten in den ersten 20 Wochen der Schwangerschaft Blutungen mit folgenden Ursachen:

  • Einnistungsblutung: entsteht am 7. bis 12. Tag nach der Befruchtung beim Einnisten der Eizelle in die Gebärmutter durch Verletzung kleiner Gefäße; meist hellrote, kurze Blutung
  • hormonelle Umstellung in der Schwangerschaft
  • Zervixpolyp: Polypenbedingte Blutungen in der Frühschwangerschaft können leicht mit einer Fehlgeburt verwechselt werden. Polypen fördern Infektionen und damit verbundene Risiken
  • Infektionen der Vagina oder des Gebärmutterhalses: nicht bedrohlich für das Kind, müssen aber behandelt werden, um vorzeitige Wehentätigkeit oder Frühgeburt zu vermeiden
  • Ektopie: Ausstülpung der Gebärmutterschleimhaut auf den Muttermund; schmerzfrei
  • Kontaktblutung: Verletzung kleiner Gefäße durch Sex oder vaginale Untersuchung; begünstigt durch Infektionen und Ektopie; zeigt sich meist als Schmierblutung

Schwangerschaft und Kindesentwicklung sind all diesen Fällen in der Regel nicht gefährdet. Trotz geringer Wahrscheinlichkeit gilt aber auch in der Frühphase der Schwangerschaft: Blutung jeglichen Ausmaßes kann ein erstes Anzeichen für lebensbedrohliche Komplikationen sein! So kann Blutungen in der Frühschwangerschaft auch einer der folgenden schwerwiegenden Auslöser zugrunde liegen:

  • Eileiterschwangerschaft: Einnisten der befruchteten Eizelle im Eileiter; Unterbauchschmerzen, Schmierblutung, bei Blutverlust in den Bauchraum lebensgefährlich!
  • Blasenmole: sehr seltene Fehlentwicklung der Plazenta; kein lebensfähiges Baby
  • Eierstockzysten (meist Corpus-luteum-Zysten): Beim Platzen können Blutgefäße beschädigt werden; schmerzhaft; Lebensgefahr bei starker innerer Blutung!
  • Fehlgeburt (Abort): Frühabort (bis zur 12. SSW) oder Spätabort (13. bis 24. SSW)
  • Gebärmutterhalskrebs: im Frühstadium v.a. Kontaktblutung; fortgeschrittene Karzinome äußern sich durch Schmier- oder Zwischenblutung

Schwangere sollten einen Blutverlust auch in den ersten Wochen immer ernst nehmen. Vor allem, wenn Blutungen in der Schwangerschaft mit Schmerzen, Krämpfen oder Fieber einhergehen, ist eine gynäkologische Untersuchung unbedingt erforderlich.

Blutungen in der zweiten Hälfte der Schwangerschaft

Blutung mit oder ohne Schmerzen – in der zweiten Schwangerschaftshälfte (ab der 21. SSW) steigt die Wahrscheinlichkeit für ernste Komplikationen. Dazu gehören:

  • Placenta praevia (Vorderwandplazenta): Mutterkuchen sitzt fälschlicherweise nahe oder vor dem Muttermund; meist schmerzlose, plötzliche Blutung; keine bis leichte Wehen
  • Vorzeitige Plazentaablösung: Mutterkuchen löst sich vorzeitig von der Gebärmutterwand (z. B. durch einen Unfall); schmerzhafte, unterschiedlich starke Blutung
  • Uterusruptur: komplettes oder teilweises Zerreißen der Uteruswand; schmerzhaft; Lebensgefahr für Mutter und Kind!
  • Bersten von Krampfadern im Bereich von Scham oder Vagina nach vaginaler Untersuchung oder bei der Geburt: lebensbedrohlicher Blutverlust möglich
  • Zeichnungsblutung: leichte vaginale Blutung vor der 35. SSW, eventuell mit Abgang eines blutigen Schleimpfropfs; kann drohende Frühgeburt anzeigen!
  • Spätabort, Früh- oder Totgeburt: meist wehenartige Schmerzen im Unterbauch, Kreuzschmerzen und Abgang von Fruchtwasser

Sind bedrohliche Komplikationen ausgeschlossen, kann es sich auch nach der 21. SSW um Blutungen harmloser Natur handeln, die das Leben von Mutter und Kind nicht gefährden:

  • Kontaktblutung: nach vaginaler Untersuchung oder Geschlechtsverkehr
  • Plazentarandblutung: geringe Blutung ohne Wehen
  • „Zeichnen“ nach der 35. SSW: mit einem blutigen Schleimpfropfen oder einer leichten Schmierblutung kündigt sich der Geburtsbeginn an (Eröffnungsperiode)

Wie werden Blutungen in der Schwangerschaft abgeklärt?

Ob bei einer Blutung die Schwangerschaft oder die Gesundheit von Mutter und Kind bedroht sind, kann der Gynäkologe durch eine sorgfältige Untersuchung herausfinden. Gerade bei starken Blutungen in der Schwangerschaft ist es entscheidend, den Ursprung möglichst schnell zu identifizieren. Bereits beim genauen Abtasten verschafft sich der Gynäkologe einen ersten Eindruck vom Ernst der Lage. Des Weiteren helfen Wehenschreiber (CTG) und Ultraschalluntersuchung bei der Ursachensuche.

Auch das Schwangerschaftshormon hCG (humanes Choriongonadotropin) verrät viel über Blutungen in der Schwangerschaft. Erhöhte Werte sprechen für eine Blasenmole oder einen Tumor, zu niedrige Konzentrationen für eine drohende Fehlgeburt oder eine Eileiterschwangerschaft. In einigen Fällen wird Ihr Frauenarzt auf eine vaginale Untersuchung verzichten, denn manchmal verschlimmert dies die Blutungen.

Schwangerschaft: Was tun bei Blutungen?

Wenn Blutungen in der Schwangerschaft vom Arzt als harmlos beurteilt werden, wird er Ihnen empfehlen, auf Ruhe zu achten, Stress zu vermeiden und auf Geschlechtsverkehr zu verzichten.

Bei ernsten Blutungen in der Schwangerschaft, kann Lebensgefahr für Mutter und Kind bestehen. Insbesondere bei hohem Blutverlust muss die Blutung schnell gestoppt werden, da im schlimmsten Fall ein sogenannter hämorrhagischer Schock droht. Bei einer drohenden Fehlgeburt können wehenhemmende Mittel und Bettruhe meistens Schlimmeres verhindern. Bei schweren Komplikationen in der zweiten Schwangerschaftshälfte wie beispielsweise einer Plazenta praevia, einer vorzeitigen Plazentaablösung oder Uterusruptur muss in der Regel ein Notkaiserschnitt erfolgen. Beruhen Blutungen in der Schwangerschaft auf einer Blasenmole, kann eine Ausschabung nötig sein.

Schmierblutungen kommen in der Frühschwangerschaft recht häufig vor, das heisst bei 20 – 25 % aller Schwangeren. Vor allem während der Einnistung der befruchteten Eizelle in der Gebärmutter, also ca. 3-4 Wochen nach der letzten Periode, bemerken viele Frauen eine leichte sogenannte Einnistungsblutung (Nidationsblutung).

Manche werdenden Mütter haben auch einen zu niedrigen Spiegel des Gelbkörperhormons Progesteron, eine sogenannte Gelbkörperschwäche, und bluten deshalb vorübergehend. Zum Ausgleich und zur Unterstützung der Schwangerschaft wird heute dann gelegentlich ein Gestagen (z.B. Utrogestan, Duphaston, Crinone) zugeführt. Wie lange man diese Medikamente geben sollte, ist noch nicht eindeutig geklärt. Manche Fachleute empfehlen die Therapie bis zu 12. Schwangerschaftswoche, andere bis zur 8. oder 9. Schwangerschaftswoche. Spätestens in der 12. Schwangerschaftswoche muss eine Lutealinsuffizienz jedoch nicht mehr ausgeglichen werden, da dann die Gelbkörperhormon-Produktion vom Mutterkuchen (Plazenta) sichergestellt wird.

Auch in den weiteren Wochen der Schwangerschaft kann es noch zu Schmierblutungen oder leichten Blutungen kommen, und zwar meist um die Zeit herum, wenn normalerweise Ihre Periode eingesetzt hätte. Die Verletzung feiner Blutgefässe am Muttermund während des Geschlechtsverkehrs (Kontaktblutung), bei einer vaginalen Untersuchung beim Frauenarzt oder der Frauenärztin oder auch eine Entzündung oder versprengte Gebärmutterschleimhaut (Endometriose) am äusseren Muttermund sind weitere harmlose Ursachen, bedingt durch die sehr starke Durchblutung und Verletzbarkeit des Gewebes.

Sind Blutungen ein Alarmzeichen?

Über 50 % aller Schwangerschaften mit leichten Blutungen im ersten Schwangerschaftsdrittel entwickeln sich danach jedoch ungestört weiter. Oft sind leichte Blutungen nur ein Zeichen dafür, dass sich die Schwangere etwas mehr schonen sollte. Nach ein paar Tagen körperlicher Schonung ist fast immer alles wieder in Ordnung. Ruhigstellung muss aber keinesfalls strikte Bettruhe sein. Entlastung im Haushalt, Vermeidung schwerer körperlicher Arbeit, aber auch von Stress allgemein ist viel wichtiger.

Allerdings können Blutungen während der Schwangerschaft auch ein Warnzeichen für eine ernsthafte Störung sein. Deshalb sollten Sie Ihren Frauenarzt, Ihre Frauenärztin immer umgehend informieren, damit die Ursache der Blutung durch Ultraschall und/oder eine Blutuntersuchung abgeklärt wird und Sie wissen, wie Sie sich verhalten sollen. Möglicherweise droht eine Fehlgeburt oder sie ist schon im Gang.

Gefährliche Blutungen in der späteren Schwangerschaft sind häufiger durch eine Komplikation der Plazenta bedingt, z.B. einen Mutterkuchen, der den Muttermund verdeckt (Plazenta praevia) oder eine vorzeitige Plazentalösung.

Bei Frauen mit Blutungen am Anfang der Schwangerschaft sieht man einen vorzeitigen Blasensprung etwas häufiger. Das Risiko für vorzeitige Wehen ist etwa doppelt so hoch wie bei Schwangerschaften ohne frühe Blutungen. Im Durchschnitt sind die Neugeborenen etwas leichter bei der Geburt. Aus diesen Gründen wird eine Schwangerschaft nach Blutungen bzw. drohender Fehlgeburt intensiver überwacht.

Angeborene Fehlbildungen sind beim Kind allerdings nicht häufiger, wenn es in der Frühschwangerschaft eine Blutung gegeben hat.

Häufige Fragen zum Thema

Nach dem Geschlechtsverkehr hatte ich (16. SSW) neulich eine einmalige leichte Blutung. Was hat das zu bedeuten?

In der Schwangerschaft ist das Gewebe in der Scheide und am äusseren Muttermund sehr stark durchblutet. Beim Geschlechtsverkehr, aber auch nach einer vaginalen Untersuchung kann es durch die Verletzung feiner Blutgefässe am Muttermund zu kurzfristigen und harmlosen Schmierblutungen kommen. Dies…

vollständige Antwort lesen Ich habe immer mal wieder leichte Schmierblutungen, aber bis jetzt (13. Woche) war bei den Untersuchungen immer alles in Ordnung.

Schmerzlose leichte Schmierblutungen in der Frühschwangerschaft sind recht häufig, schätzungsweise bei etwa einem Viertel aller Schwangeren. Oft sind leichte Blutungen nur ein Zeichen dafür, dass Sie sich etwas mehr schonen sollten, und nach ein paar Tagen Ruhe ist fast immer alles wieder in…

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Letzte Aktualisierung : 06-09-19, BH

Blutungen in der Schwangerschaft: Ab wann droht eine Fehlgeburt?

Bei manchen Schwangeren setzt noch mindestens einmal zum gewohnten Termin eine Blutung ein, die für die Regel gehalten wird. Diese Frauen erfahren oft erst spät, dass sie ein Baby bekommen. Weiß eine Frau allerdings, dass sie schwanger ist und bekommt eine Blutung, ist die Panik meist nicht weit. Zu groß ist die Angst, das Kind zu verlieren.

Es gibt schwerwiegende Gründe für Blutungen in der Schwangerschaft – eine Eileiterschwangerschaft zum Beispiel oder auch eine Fehlgeburt. Glücklicherweise aber sind die meisten Blutungen, die zu Beginn einer Schwangerschaft auftreten, harmlos. Vor allem Schmierblutungen deuten nur in den seltensten Fällen auf eine Komplikation hin.

Ursachen einer Blutung

Eine weitere Ursache für Blutungen in der Schwangerschaft kann die Tatsache sein, dass der Muttermund besonders gut durchblutet ist. So kommt es zum Beispiel durch eine Frauenarztuntersuchung oder auch durch Geschlechtsverkehr zu leichten Verletzungen. Man nennt diese ebenfalls völlig ungefährlichen Blutungen auch „Kontaktblutung“.

Blutungen in den ersten Schwangerschaftswochen

Bei mehr als 20 Prozent aller Schwangeren kommt es im ersten Drittel, also in den ersten drei, vier Monaten zu schwachen Blutungen, die in der Regel ungefährlich sind und das Baby nicht beeinträchtigen. Auf die leichte Schulter nehmen sollte man aber keine Blutung, selbst dann nicht, wenn es sich “nur um ein paar Tropfen handelt“, erklärt Franz Kainer, Chefarzt der Abteilung für Geburtshilfe und Pränatalmedizin, Klinik Hallerwiese, Nürnberg.

„Eine Blutung ist ein Warnzeichen und es muss immer eine Abklärung der Ursache erfolgen. Bei leichten Blutungen kann man auch den betreuenden Facharzt aufsuchen, bei starken Blutungen aber ist eine Kontrolle in einer Klinik angezeigt.“ Dieser Ansicht ist auch Ulrich Gembruch, Direktor der Abteilung für Geburtshilfe und Pränatalmedizin am Universitätsklinikum Bonn: „Blutungen in der Frühschwangerschaft können, wenn unterregelstark, zunächst auch noch zu Hause beobachtet werden, um dann bei Fortbestehen am nächsten Tag zum Arzt zu gehen.“

Fehlgeburt als Ursache ausschließen

Der Frauenarzt untersucht zunächst die Schamlippen sowie den inneren Bereich der Scheide, um so festzustellen, ob die Blutung möglicherweise dort ihren Ursprung hat. Dann wird eine Ultraschalluntersuchung gemacht – entweder vaginal oder auch durch die Bauchdecke – um zu überprüfen, ob die Schwangerschaft noch intakt ist. Hinzu kommt in der Regel eine Blutuntersuchung, bei der der Wert des Schwangerschaftshormons HCG gemessen wird. Er kann Aufschluss darüber geben, ob eine Fehlgeburt droht.

Extrem hohe Werte und ein Ultraschallbild, das wie Schneegestöber aussieht, weisen übrigens auf einen ganz seltenen Grund für Blutungen in der Frühschwangerschaft hin: In einem von 3000 Fällen zeigt sich hier eine sogenannte Blasenmole, eine Entartung des Plazentagewebes, die eine Ausschabung zwingend zur Folge hat.

In der zweiten Schwangerschaftshälfte gefährlich

Blutungen in der zweiten Hälfte der Schwangerschaft sind deutlich seltener, dafür können sie aber auch gefährlicher sein für Mutter und Baby. Die meisten Blutungen in der zweiten Schwangerschaftshälfte hängen mit der Plazenta zusammen. Zum einen ist hier die Plazenta praevia zu nennen, bei der der Mutterkuchen zu tief liegt und dem Kind möglicherweise sogar den natürlichen Ausgang versperrt. Wandert sie nicht wieder von alleine nach oben, muss ein Kaiserschnitt gemacht werden. Rund 0,5 Prozent aller Schwangeren sind von dieser Fehllage der Plazenta betroffen.

Je nach genauem Befund wird den Frauen entweder geraten, sich vor körperlicher Belastung und Stress zu schützen oder gleich zur Beobachtung im Krankenhaus zu bleiben, um eine drohende Frühgeburt zu verhindern. Die Blutungen, die mit einer Plazenta praevia einhergehen, sind weitestgehend schmerzfrei. Im Gegensatz zu denen bei einer totalen Plazentaablösung, die mit starken Schmerzen verbunden ist. Der Bauch ist druckempfindlich und fühlt sich bretthart an. Die Blutung ist nach außen hin allerdings oft nur trügerisch leicht. Denn die Wunde blutet nicht selten nach innen, was fatale Auswirkungen haben kann.

Besonders wenn Schmerzen und Unterleibskrämpfe dazukommen, wird es oft kritisch. Auch die Farbe des Blutes und das Ausmaß der Blutung können bereits aussagekräftig sein. Ist die Blutung so stark wie eine Periode und das Blut hellrot, dann sollte man sich ohne Umwege über den Frauenarzt direkt und vor allem sofort in das nächstgelegene Krankenhaus bringen lassen. Denn dann ist die Gefahr einer Fehlgeburt besonders groß. Auch bei einer Plazenta praevia hat das austretende Blut eine helle Farbe. Ganz anders bei der vorzeitigen Plazentalösung. Hier ist das Blut dunkelrot.

Gembruch ist Vertreter der Pränatalmedizin im Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe und er warnt davor, regel- oder überregelstarke Blutungen unabhängig vom Schwangerschaftsalter auf die leichte Schulter zu nehmen. „Wenn sie mit Schmerzen verbunden sind, sind es häufig Wehen, die zur Frühgeburt führen können.“

Bei Lebensfähigkeit des Feten, also ab der 22. Schwangerschaftswoche, sollte sich eine Schwangere bei Blutungen sofort zum Arzt oder besser gleich in die nächste Klinik begeben, möglichst in ein Perinatalzentrum mit neonatologischer Abteilung – diese ist auf Neugeborene spezialisiert. Denn dort ist bei einer ernsten Ursache eine optimale Betreuung gewährleistet.

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“Zeichnungsblutung“ kurz vor Geburt

Am Ende einer Schwangerschaft kommt es bei relativ vielen Frauen zu einer schwachen, dunklen Blutung, die absolut harmlos ist. Man nennt sie die „Zeichnungsblutung“. Jede fünfte werdende Mutter blutet leicht, wenn sich der Muttermund anfängt, zu öffnen und die Geburt beginnt.

Normalerweise haben Schwangere ein sehr gutes Gespür dafür, wann es gefährlich wird und sie können sich sicher sein, dass sowohl Ärzte als auch Hebammen ihre Sorgen ernst nehmen. Denn im Fall von Blutungen in der Schwangerschaft gilt auf jeden Fall die Devise: Lieber einmal zu viel kontrollieren lassen als einmal zu wenig!

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Blutungen in der Schwangerschaft – was jetzt?

Frauen sind häufig besorgt, wenn Blutungen in der Schwangerschaft auftreten. Für viele ist es vielleicht schon einmal beruhigend zu wissen, dass Blutungen in der Schwangerschaft nicht selten sind: Sie treten bei etwa einer von vier Frauen während der Schwangerschaft auf. Je nachdem, zu welchem Zeitpunkt einer Schwangerschaft es zu Blutungen kommt, können verschiedene Ursachen dafür verantwortlich sein. Zwar besteht in den meisten Fällen keine Gefahr für die Gesundheit von Mutter und Kind, trotzdem sollten Blutungen in der Schwangerschaft sicherheitshalber immer durch einen Arzt abgeklärt werden. Er kann feststellen, ob es sich zum Beispiel um eine meist ungefährliche Kontaktblutung oder um Blutungen ausgelöst durch Komplikationen wie eine Plazentastörung handelt.

Alarmzeichen in der Schwangerschaft: Bei diesen Symptomen zum Arzt

Auf einen Blick: Darum kann es zu Blutungen in der Schwangerschaft kommen

Blutungen in der Frühschwangerschaft:

Einnistungsblutung: Sie erfolgt bereits in den ersten Tagen nach der Befruchtung, wird häufig aber auch gar nicht bemerkt.

Hormonumstellung: Während der ersten Schwangerschaftswochen kann es zu leichten Schmierblutungen kommen, die meist um den Zeitpunkt der eigentlichen Periode auftreten.

Kleine Verletzungen: Durch das lockere und gut durchblutete Gewebe können kleine, harmlose Verletzungen eher auftreten, etwa beim Sex, aber auch bei der Untersuchung beim Frauenarzt.

Eileiter- oder Bauchhöhlenschwangerschaft: Hat sich die Eizelle außerhalb der Gebärmutter eingenistet, treten Unterbauchmerzen in Verbindung mit Blutungen auf – bitte sofort zum Arzt.

Fehlgeburt: Blutungen können auch auf eine Fehlgeburt hinweisen. Oft gehen Sie mit Schmerzen und/oder Krämpfen einher – auch hier sollte so schnell wie möglich ein Arzt aufgesucht werden.

In einem späteren Stadium der Schwangerschaft können Blutungen auf folgende Komplikationen hinweisen:

Plazenta praevia: Dabei verdeckt die Plazenta den Muttermund ganz oder teilweise.

Vorzeitige Plazentaablösung: Oft geht diese nur mit leichten Blutungen einher. Daher gilt auch hier: Blutungen in der Schwangerschaft bitte immer zügig vom Arzt abklären lassen.

Zeichnungsblutung: Diese harmlose, sehr leichte Blutung geschieht um den Geburtstermin herum. Tritt sie viel früher auf, besteht die Gefahr einer Frühgeburt.

Welche Ursachen haben Blutungen in der Schwangerschaft?

Ungefähr neun bis zehn Tage nach der Befruchtung bemerken mache Frauen eine leichte Blutung, die auch Einnistungsblutung oder Nidationsblutung genannt wird. Diese Blutung dauert etwa 24 bis 48 Stunden an und ist auf die Einnistung der befruchteten Eizelle in die Gebärmutterwand zurückzuführen. Der Blutverlust hierbei ist geringer als bei der normalen Menstruationsblutung.

In der Frühschwangerschaft, wenn sich der Körper noch nicht komplett hormonell umgestellt hat, kann ein Mangel an Progesteron zu Schmierblutungen führen. Das Gelbkörperhormon sorgt in der Schwangerschaft für ein Ausbleiben der Regelblutung. Diese Art der Blutung tritt meist dann auf, wenn eigentlich die Regelblutung eingesetzt hätte und sie ist der Grund dafür, dass Frauen manchmal eine Schwangerschaft erst spät bemerken. Normalerweise sind diese Schmierblutungen gesundheitlich unbedenklich.

Da der Muttermund während der Schwangerschaft besonders gut mit Blut versorgt wird, kann es auch nach der Untersuchung beim Frauenarzt oder dem Geschlechtsverkehr zu kleinen Verletzungen der Adern kommen (Kontaktblutung), die jedoch ebenfalls meist ungefährlich sind.

Kommt es im ersten Drittel der Schwangerschaft zu Blutungen, die eventuell sogar von Unterbauchschmerzen begleitet werden, kann dies auf eine Schwangerschaft außerhalb der Gebärmutter (Extrauteringravidität) oder eine Fehlgeburt hinweisen.

Im späteren Verlauf der Schwangerschaft sind mögliche Ursachen für Blutungen beispielsweise:

  • Komplikationen mit der Plazenta (Placenta praevia, vorzeitige Plazentalösung)
  • Wucherungen in der Gebärmutter (Zervixpolypen)
  • Gebärmutterhalskrebs
  • Mehrlingsschwangerschaft
  • Hämatome in der Gebärmutter

Sobald Blutungen in der Schwangerschaft auftreten, sollten mögliche Ursachen auf jeden Fall rasch durch einen Arzt abgeklärt und eine ernsthafte Erkrankung ausgeschlossen werden. Das gilt insbesondere dann, wenn Schmerzen zu den Blutungen hinzukommen und die Blutung nicht aufhört. Sind die Schmerzen sehr stark und handelt es sich um einen großen Blutverlust, sollten sich schwangere Frauen umgehend in die Notaufnahme begeben oder sich dorthin bringen lassen.

Schmierblutungen oder frisches Blut

Bei Blutungen in der Schwangerschaft kommt es zu einem mehr oder weniger starken Blutverlust. Die Stärke der Blutung reicht von fleckigen Färbungen des Ausflusses über Schmierblutungen bis hin zu einer starken Blutung. Gleichzeitig können leichte bis starke und krampfartige Schmerzen im Unterbauch oder im Rücken auftreten.

Diagnose: Untersuchung der Geschlechtsorgane und des Bluts, Ultraschall

Bei Blutungen in der Schwangerschaft untersucht der Arzt die weiblichen Geschlechtsorgane wie Schamlippenbereich, Scheide oder Gebärmutterhals um festzustellen, wo das Blut austritt. Mittels Ultraschall-Untersuchung über die Scheide oder die Bauchdecke schaut der Arzt dann, ob die Schwangerschaft intakt ist. Im Rahmen einer Blutuntersuchung kann der Arzt den Wert des Schwangerschaftshormons HCG messen und so unter anderem Rückschlüsse auf eine Mehrlingsschwangerschaft, eine Schwangerschaft außerhalb der Gebärmutter oder eine Fehlgeburt ziehen.

Gelegentlich gelingt es einem Arzt nicht, einen Grund für die Blutung zu erkennen und die Schwangerschaft geht ohne Störungen weiter. Leichte Blutungen können bei manchen Frauen auch immer wieder scheinbar ohne Ursache im Verlauf der Schwangerschaft auftreten.

Wie werden Blutungen in der Schwangerschaft behandelt?

Die Therapie von Blutungen in der Schwangerschaft richtet sich nach der Ursache der Blutung. Da es sich bei den Blutungen jedoch nur um ein Symptom handelt, fällt die Behandlung unterschiedlich aus.

Eine Einnistungsblutung oder kleinere Verletzungen benötigen beispielsweise keinerlei Behandlung. Allenfalls sollte sich die Betroffene etwas Ruhe gönnen. Eine Schwangerschaft außerhalb der Gebärmutter kann nicht erhalten werden. Manchmal stößt der Körper den Embryo bereits nach kurzer Zeit selber ab. Falls dies nicht geschieht, muss er operativ oder medikamentös entfernt werden.

Bei einer drohenden Fehlgeburt kann der Arzt versuchen, die Schwangerschaft durch schwangerschaftserhaltende Maßnahmen, wie beispielsweise Schonung, zu erhalten. Ist eine Fehlgeburt nicht aufzuhalten oder bereits geschehen, werden Reste des Embryos und der Plazenta aus der Gebärmutterhöhle entfernt, um Infektionen zu verhindern. Dieser Vorgang wird Ausschabung (Kürettage oder Abrasio) genannt.

Blutungen, die durch eine Placenta praevia ausgelöst werden, können innerhalb kurzer Zeit sehr gefährlich werden. Die Kinder müssen meist durch Kaiserschnitt entbunden werden. Damit das Ungeborene ausreichend entwickelt ist, wird versucht, die Schwangerschaft bis mindestens zur 37. Schwangerschaftswoche zu erhalten. Zu diesem Zweck wird die schwangere Frau im Krankenhaus aufgenommen und überwacht. Sie muss Bettruhe halten und erhält Medikamente, die die Lungenreifung ihres Ungeborenen voranbringen. Löst sich die Plazenta vorzeitig ab, muss das Kind mittels Kaiserschnitt geholt werden.

Verlauf der Blutungen

Starke Blutungen und Schmerzen in einer Schwangerschaft müssen sofort behandelt werden. Andernfalls ist es möglich, dass die Beschwerden zu ernstzunehmenden Komplikationen für Mutter und Ungeborenes bis hin zum Tod führen können. Auch wenn Blutungen oftmals keine gravierende Ursache haben, können sie unter bestimmten Umständen das Ende der Schwangerschaft bedeuten.

Wie kann man Blutungen in der Schwangerschaft vorbeugen?

Blutungen in der Schwangerschaft sind nur bedingt durch das eigene Verhalten beeinflussbar. Schwangere können versuchen, Stöße und Unfälle zu vermeiden oder beim Geschlechtsverkehr etwas vorsichtiger zu sein. Während der Vorsorge-Untersuchungen in der Schwangerschaft können Frauen erfahren, ob die Wahrscheinlichkeit von Komplikationen bei ihnen gegeben ist und ihr Verhalten entsprechend anpassen. Das heißt unter Umständen, dass sie sich bis zur Entbindung besonders schonen und auf Krankheitszeichen achten sollten.

Blutungen während der Schwangerschaft

Blutungen während der Schwangerschaft

Blutungen während der Schwangerschaft werden nach dem Zeitpunkt ihres Auftretens in frühe Blutungen – bis zur vollendeten 12. Schwangerschaftswoche (also im 1. Schwangerschaftsdrittel bzw. Trimenon) – und späte Blutungen (2. und 3. Trimenon) eingeteilt. Sie können viele verschiedene Ursachen haben. Nicht alle Blutungen bedeuten gleich das Ende der Schwangerschaft. Manchmal sind Blutungen auch Teil normaler Vorgänge, wie der Einnistung der befruchteten Eizelle (Einnistungsblutung).

Häufigkeit

Wenn sich die befruchtete Eizelle in der Gebärmutterwand eingenistet hat, tritt in ca. 10–15 % der Fälle eine Blutung auf. Bei ungefähr 25 % aller schwangeren Frauen treten in den ersten Wochen der Schwangerschaft Blutungen auf. Bei ca. der Hälfte dieser Blutungen kann es zu einer Fehlgeburt kommen.

20–30 % der Frauen, bei denen die Geburt am berechneten Geburtstermin erfolgt, haben während der Schwangerschaft Blutungen gehabt. Blutungen während des letzten Trimenons treten als Komplikation bei 4 % aller Schwangerschaften und damit relativ selten auf.

Ursachen

Blutungen während der Frühschwangerschaft

Bei der Einnistung der befruchteten Eizelle in die Gebärmutterschleimhaut kann es zu einer Einnistungsblutung (Nidationsblutung) kommen. Diese tritt einige Tage vor der erwarteten Menstruationsblutung auf und ist bei den meisten Frauen so schwach, dass sie nicht sichtbar ist oder nicht bemerkt wird. Sie kann von leichten Unterleibsschmerzen begleitet sein, ist in der Regel allerdings schmerzlos. Im Gegensatz zur Menstruation ist die Einnistungsblutung von kurzer Dauer und, wenn sichtbar, nur anhand einzelner Tropfen oder Schlieren zu erkennen.

Durch Hormonumstellungen kann es in manchen Fällen trotz bestehender Schwangerschaft zur unvollständigen Unterdrückung der Menstruation kommen. Es können dann Schmierblutungen auftreten. Eventuell kann es auch durch Geschlechtsverkehr oder die frauenärztlichen Untersuchungen zu leichten Kontaktblutungen kommen, da der Gebärmutterhals und die Vagina in der Schwangerschaft stärker durchblutet werden. In der Regel stellen diese Blutungen keine Gefahr für die Schwangerschaft dar.

Blutungen können allerdings auch auf Störungen der Schwangerschaft zurückgeführt werden. Es ist deshalb wichtig, bei Blutungen Ihre Frauenärztin aufzusuchen, um die Ursache mithilfe einer Blutuntersuchung oder eines Ultraschalls feststellen zu lassen. Im Notfall, z. B. bei sehr starken Blutungen oder bei starken Schmerzen, ist eine schnellstmögliche Vorstellung im Krankenhaus empfehlenswert.

Bei Schmerzen, ausbleibender Menstruation und leichter vaginaler Blutung kann möglicherweise eine extrauterine Schwangerschaft vorliegen, wenn sich die befruchtete Eizelle außerhalb der Gebärmutter einnistet. In den meisten Fällen ist diese in einem der Eileiter lokalisiert (sogenannte Eileiterschwangerschaft). Ursächlich können z. B. Verwachsungen nach Infektionen sein. Eine extrauterine Schwangerschaft wird in der Regel zwischen der 6. und der 8. Schwangerschaftswoche auffällig. Die Schmerzen sind meist auf einen Punkt begrenzt, können aber auch beidseitig oder über den Bauch verteilt auftreten. Bei einer Eileiterschwangerschaft kann der betroffene Eileiter aufgrund des zunehmenden Wachstums des Embryos einreißen (rupturieren). Die Schmerzen können im Vorfeld kolikartig auftreten und sich bei einer Ruptur schlagartig verschärfen.

Blutungen können auch bei einer Fehlgeburt (Spontanabort auftreten. Man unterscheidet zwischen einer frühen (vor der vollendeten 12. SSW) und einer späten Fehlgeburt (nach der vollendeten 12. SSW). Die frühe Fehlgeburt tritt deutlich häufiger auf. Bei einer drohenden Fehlgeburt werden die Blutungen manchmal von mäßigen Schmerzen im Unterbauch begleitet.

In der Frühschwangerschaft kann zudem eine Blasenmole (Windei) Blutungen verursachen. Bei der Blasenmole kommt es zum unkontrollierten Zellwachstum derjenigen Zellen, die bei einer intakten Schwangerschaft Teile der spätere Plazenta bilden (Trophoblast). Diese Zellwucherungen (Tumoren) sind in der Regel gutartig, in seltenen Fällen können sie aber auch entarten. Die Blasenmole entsteht durch eine fehlerhafte Befruchtung.

Seltenere Ursachen für frühe (oder auch späte) Blutungen während der Schwangerschaft, die nicht mit der Schwangerschaft zusammenhängen, sind Zervixpolypen, eine Gebärmutterhalsentzündung (Zervizitis), vaginale Infektionen oder ein unerkannter Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom).

Blutungen in der Spätschwangerschaft

Kommt es in der späteren Schwangerschaft zu einer leichten Blutung oder zu einem Abgang eines blutigen Schleimpropfs, kann es sich um eine Zeichnungsblutung handeln. Die Zeichnungsblutung wird durch die Eröffnung des Muttermunds hervorgerufen. Sie markiert den Beginn der Geburt und tritt meist unmittelbar vor dem errechneten Termin ein. Tritt sie deutlich vor dem Termin ein, kann sie allerdings ein Warnzeichen für eine drohende Frühgeburt sein. In diesem Fall sollten Sie schnellstmöglich einen Arzt aufsuchen.

Im Falle einer Placenta praevia befindet sich die Plazenta (der Mutterkuchen) teilweise oder vollständig vor dem Muttermund (tiefliegende Plazenta). Dies kann in der zweiten Schwangerschaftshälfte zu Blutungen führen. Dabei tritt eine plötzliche, schmerzlose, hellrote Blutung auf, in der Regel ohne, dass Wehen bestehen. Die Blutung kann auch sehr stark werden und Mutter und Kind bedrohen. Allerdings wird eine Placenta praevia meist bereits zu einem früheren Zeitpunkt mittels Ultraschall nachgewiesen und aufmerksam kontrolliert.

Eine vorzeitige Plazentaablösung kann zum Ende der Schwangerschaft hin plötzliche Blutungen hervorrufen und das Kind sowie bei stärkeren Blutungen auch die Mutter bedrohen. Diese sind häufig von Schmerzen begleitet. Die Gebärmutter ist stark angespannt und druckempfindlich, vor allem an der Stelle, an der sich die Plazenta gelöst hat. Die Ablösung kann auch nur teilweise sein. Meist ist die Blutung dann schwächer ausgeprägt oder es liegen keine Symptome vor.

Unter der Geburt kann außerdem eine Uterusruptur mit Blutungen einhergehen (siehe auch Blutungen nach der Geburt).

Diagnostik

Um auf die Ursache von Blutungen während der Schwangerschaft rückschließen zu können, werden einige Fragen zur Schwangerschaftsdauer, zur Art und Menge der Blutung, zur letzten Menstruation sowie zu anderen Symptomen (Schmerzen oder das Einsetzen von Wehen) gestellt. Zudem erfolgt eine vorsichtige körperliche Untersuchung. Eine vaginale Untersuchung wird ohne vorherigen Ultraschall in der Regel nur während des ersten Schwangerschaftsdrittels durchgeführt. Steht die Schwangerschaft noch nicht sicher fest, wird der Urin oder ggf. das Blut auf das Schwangerschaftshormon (beta-HCG) untersucht. Besteht der Verdacht auf eine Infektion, wird ggf. auf bestimmte Erreger getestet. Bei einer Ultraschalluntersuchung können ggf. Auffälligkeiten festgestellt werden. Außerdem wird bei fortgeschrittenen Schwangerschaften die Wehentätigkeit gemessen und die Herztöne des Kindes beurteilt.

Blutungen im zweiten und dritten Trimenon haben in der Regel zur Folge, dass Sie stationär im Krankenhaus aufgenommen werden. Bei starken Blutungen und Schmerzen sollten Sie sich notfallmäßig im Krankenhaus vorstellen. In jedem Fall sollten Blutungen während der Schwangerschaft schnellstmöglich ärztlich abgeklärt werden.

Therapie

Die Therapie richtet sich nach der jeweiligen Ursache.

Prognose

Bei Blutungen während des ersten Trimenons ist die Prognose gut. In weniger als 20 % der Fälle tritt eine Fehlgeburt auf.

Weitere Informationen

  • Abort (Fehlgeburt)
  • Extrauteringravidität (Schwangerschaft außerhalb der Gebärmutter)
  • Zervixkarzinom (Gebärmutterhalskrebs)
  • Zervixpolypen (Polypen des Gebärmutterhalses)
  • Akute Zervizitis (Gebärmutterhalsentzündung)
  • Chronische Zervizitis (Gebärmutterhalsentzündung)
  • Placenta praevia
  • Vorzeitige Plazentaablösung
  • Blutungen während der Schwangerschaft – Informationen für ärztliches Personal
  • Familienplanung.de: Blutungen und Zwischenblutungen
  • Familienplanung.de: Ein Kind verlieren

Autoren

  • Marleen Mayer, Ärztin, Mannheim

Denken wir an Blut und Frauen, kommen uns meist Regelblutungen oder gar Zwischenblutungen in den Sinn.

Aber woher kommen Zwischenblutungen? Was sind die Gründe dafür? Wie erkenne ich, um welche Art der Blutung es sich handelt? Und was gibt es noch für Blutungen, die bei uns auftreten können, uns aber gar nicht so wirklich aus dem Alltag bekannt sind? Was sind Schmierblutungen, was ist eine Abbruchblutung? Wie erkenne ich, um was es sich im Detail handelt und was steckt genau dahinter?

Maggie von weartheladies.de hat mich gefragt, ob ich nicht genau zu diesem Thema einen Artikel für ihren Blog schreiben könnte, weil ihr aufgefallen ist, dass Leserinnen* bei dem Thema verunsichert sind und noch viel Erklärungsbedarf besteht. Ich habe mich auf Recherche begeben und für Euch die wichtigsten Blutungen zusammengefasst.

Die Monatsblutung

Die Monatsblutung dürfte allen bekannt sein. Sie ist die periodisch wiederkehrende Blutung aus der Gebärmutter, die im Durchschnitt alle 28 Tage stattfindet und ihren Ursprung darin hat, dass Gebärmutterschleimhaut aufgebaut wird, damit sich das heranreifende Ei im Falle einer Befruchtung darin einnisten und zu einem Baby heranwachsen kann. Wenn die Befruchtung nicht stattfindet, wird die Gebärmutterschleimhaut wieder abgebaut und kommt als Regelblutung heraus.

Diese Blutung ist nicht zu übersehen. Sie dauert im Schnitt 5-7 Tage, fängt leicht an, steigert sich zur Mitte hin und wird zum Ende der Menstruation wieder weniger. Die Blutung ist meist dunkelrot bis hin zu etwas bräunlich und enthält neben Blut, Stücke der Gebärmutterschleimhaut und Sekrete, die meist gut erkennbar sind. Anhand dieser Eigenschaften ist es ziemlich leicht, die Monatsblutung von Zwischenblutungen zu unterscheiden.

Zwischenblutung vs. Schmierblutung

Oft liest man von Zwischenblutung und Schmierblutung zusammen, aber sehr selten wird klar definiert, was denn nun der genauer Unterschied ist, oder ob es sich um ein und dieselbe Blutungsart handelt oder nicht. Jein. Alle Blutungen, die außerhalb der Monatsblutung auftreten, werden als Zusatzblutung oder Zwischenblutung bezeichnet. Und diese wiederum können als Schmierblutung auftreten (was in den meisten Fällen so ist).

Kurz gesagt: die meisten Zwischenblutungen sind Schmierblutungen, aber es kann auch Zwischenblutungen geben, die z.B. stärker ausfallen und andere Farbigkeit und Konsistenz haben und damit nicht mehr unter den Begriff Schmierblutung fallen. Verständlich? Im Zweifelsfall einfach noch mal nachfragen.

Der häufigste Grund für Zwischenblutungen sind hormonelle Störungen.

Regelmäßig auftretende Zwischenblutungen, die einen festen Zeitpunkt im Zyklus haben, werden meist durch einen Östrogenmangel ausgelöst. Unregelmäßig auftretende Zwischenblutungen haben meist organische Ursachen, das heißt, eine Krankheit ist der Grund.

Die Schmierblutung

Von Schmierblutungen, auch Spotting genannt, haben die meisten sicher schon gehört. Aber Schmierblutung ist nicht gleich Schmierblutung. Im Allgemeinen bezeichnet man als Schmierblutung einen bräunlichen eher schleimigen Ausfluss aus der Vagina bei Frauen* im gebärfähigen Alter, der außerhalb der eigentlichen Regelblutung auftritt. Diese Blutung tritt normalerweise nur ganz leicht auf und dauert maximal ein bis drei Tage. Die Gründe für Schmierblutungen sind meistens hormonelle Störungen während des Zyklus. Der Unterschied zwischen der Menstruation und einer Schmierblutung ist der, dass sich während der normalen Regelblutung die Gebärmutterschleimhaut normalerweise komplett löst, was bei der Schmierblutung nicht der Fall ist. Daher auch der Unterschied zwischen Menge, Dauer, Färbung und Konsistenz. Aber was gibt es für verschiedene Schmierblutungen und wie kann ich sie auseinander halten?

Ovulationsblutung

Eine Form der Schmierblutung ist die Ovulationsblutung. Sie kann auftreten, wenn nach dem Eisprung der Östrogenspiegel absinkt und es dadurch zu einer leichten Hormonentzugsblutung kommt.

Eine Ovulationsblutung ist eine leichte Blutung von ein bis drei Tagen und tritt in der Mitte des Zyklus während des Eisprungs auf. Oft ist diese Blutung mit einem leichten Mittelschmerz verbunden.

In der Medizin hat diese Form der Zyklusstörung (auch als Mittelblutung bezeichnet) keinen Krankheitswert. Aber wenn es häufiger bis hin zu regelmäßig auftritt, sollte der Arzt trotzdem konsultiert werden, um abzuklären, dass es nicht noch andere Ursachen hat und sich alles im harmlosen Rahmen befindet.

Gelbkörperschwäche

Der Gelbkörper produziert nach dem Eisprung das Gelbkörperhormon Progesteron, das wichtig ist, um die Gebärmutterschleimhaut aufzubauen und eine Schwangerschaft aufrecht zu erhalten. Bei einer Gelbkörperschwäche wird zu wenig davon produziert und die Gebärmutterschleimhaut wird mit zu wenigen Nährstoffen versorgt, was dazu führen kann, dass sich eine befruchtete Eizelle entweder gar nicht einnistet oder es im Falle einer Einnistung zu einem frühen Abort kommt. Frauen* mit einer Gelbkörperschwäche haben meist einen unregelmäßigen Zyklus, eine verkürzte zweite Zyklushälfte und Zwischenblutungen in der zweiten Zyklushälfte.

Eine Gelbkörperschwäche ist ein sehr häufiger Grund für einen unerfüllten Kinderwunsch. Wenn die oben genannten Symptome bestehen und ein Kinderwunsch bisher nicht erfüllt wurde, sollte man auf jeden Fall zum Arzt und sich untersuchen lassen.

Durchbruchblutung

Eine Durchbruchblutung ist eine Schmierblutung während der Verwendung von hormonellen Verhütungsmitteln, wie z.B: der Pille. Diese Blutung tritt außerhalb der üblichen Einnahmepause und der darin stattfindenden Abbruchblutung auf. Die Durchbruchblutung ist eine Sonderform der Abbruchblutung.

Das kommt häufig bei solchen Präparaten vor, die nicht gut auf den eigenen Hormonspiegel abgestimmt sind. Die Blutung kommt dadurch zustande, wenn das Hormonpräparat zuwenig Östrogen liefert oder wenn es sich um ein reines Gestagenpräparat handelt (Minipille). Durch die zu geringe Menge an Hormonen kann die Gebärmutterschleimhaut nicht lang genug aufrecht erhalten werden und des kommt schon vor der Pillenpause zu Blutungen.

Auch bei einem Pillenwechsel kommt es sehr häufig zu Zwischenblutungen, weil der Körper sich erst umstellen und an den neuen Hormonhaushalt gewöhnen muss.

Meistens sind solche Zwischenblutungen harmlos. Sollten sich aber Fieber und Unterleibsschmerzen zu den Schmierblutungen dazu gesellen, dann sollte man sofort zum Arzt gehen. Auch wenn nach einer 4-monatigen Eingewöhnungs- oder Umgewöhnungsphase die Schmierblutungen weiterhin auftreten, sollten mit dem Arzt die Ursachen geklärt und evtl. anderes Präparate ausprobiert werden.

Eine Abbruchblutung wird auch eine Hormonentzugsblutung genannt. Sie ist meist etwas kürzer, schwächer und weniger schmerzhaft als die normale Regelblutung und tritt in der Woche auf, in der die Einnahme der Pille pausiert wird (insofern man eine nimmt, die man nur 21 Tage durch nimmt und dann 7 Tage pausiert).

Durch die Einnahmepause ist im Körper zu wenig Östrogen und Progesteron vorhanden und die bis dahin aufgebaute Gebärmutterschleimhaut kann nicht mehr aufrecht erhalten werden, es kommt zur Abbruchblutung.

Vielen Frauen* denken, sie haben trotz Pille eine „normale“ Regelblutung. Dem ist aber nicht so. Diese „Fake-Regel“ (auch Pseudomenstruation genannt) kommt nur durch den Hormonentzug zustande, der sich einstellt, wenn man die Pille pausiert und hat nichts mit der normalen Menstruation zu tun. Es wird zwar auch Schleimhaut aus der Gebärmutter ausgestoßen, die ist aber nicht mit der zu vergleichen, die in einem natürlichen Zyklus aufgebaut und nach Nicht-Einnistung des Eis abgestoßen wird.

Zu Abbruchblutungen kann es auch kommen, wenn man andere Hormonpräparate verwendet und absetzt, wie z.B. in den Wechseljahren.

Wenn eine Eizelle erfolgreich befruchtet wurde, dann nistet sich diese in die Gebärmutterschleimhaut ein, wobei Blutgefäße gering verletzt werden können und so eine Blutung auslösen. Die Einnistungsblutung (auch Nidationsblutung genannt) findet ca. 4-6 Tage nach der Befruchtung statt und kann ein frühes Schwangerschaftsanzeichen sein. Es ist durchaus möglich, dass sie einige Tage anhalten kann. Es gibt aber auch Frauen, bei denen sie gar nicht auftritt oder so schwach ist, dass sie gar nicht wahrgenommen wird (einige Tropfen oder Schlieren)

Um eine Einnistungsblutung von einer Periode zu unterscheiden, muss man auf Farbe und Stärke achten. Die Einnistungsblutung ist heller und rötlicher, nicht schmerzhaft und meist von kurzer Dauer. Sie kann zwar auch einige Tage andauern, dann bleibt sie aber von der Menge her konstant und nimmt nicht zu, wie die Regelblutung. Wer regelmäßig Temperatur misst als natürliche Verhütungsmethode, wird außerdem eine leichte Temperaturerhöhung feststellen können. Die normale Regelblutung kann am Anfang auch hellrot sein, wird aber im Verlauf der Menstruation deutlich stärker und dunkel und bräunlicher.

Zudem ist der Zeitpunkt auch ein gutes Indiz für die Einnistungsblutung. Sie tritt meistens früher (4-6 Tage nach dem Eisprung) auf, als die zu erwartende Regelblutung (14 Tage nach dem Eisprung). Die Zahlen gelten natürlich nur als Durchschnittswerte und wenn man einen regelmäßigen Zyklus hat.

Kontaktblutung

Eine Kontaktblutung ensteht meisten durch, sagen wir, äußerst rabiaten Geschlechtsverkehr. Bei manchen Positionen oder bei einer doch etwas mächtigeren Penisgröße des Partners kann es dazu kommen, dass Gewebe verletzt wird und blutet. An sich reicht es meistens schon, etwas vorsichtiger und behutsamer beim Sex vorzugehen. Auch bei einer Frauenärztlichen Untersuchung kann es mal zu einer Kontaktblutung kommen. Das Gewebe der Gebärmutter und Scheide neigen schnell mal dazu, zu bluten. Wenn man das Gewebe schont, dann ist die Blutung schnell wieder behoben und sie verschwindet von alleine.

Das Blut ist hierbei hellrot, klar und flüssig und nicht dunkel und zäh fließend wie bei einer Schmierblutung.

An sich ist eine Kontaktblutung harmlos. Sollte sie aber regelmäßig z.B. nach dem Geschlechtsverkehr auftreten oder länger anhalten, das Blut trüb und die Blutung sehr heftig und schmerzhaft sein, dann ab zum Arzt!

Jede Frau* ist anders

Final ist zu sagen: Jede Frau* ist anders! Jede hat ihren eigenen Körper, ihren eigenen Hormonhaushalt und ihre eigene Sensibilität für Einflüsse auf ihren Hormonhaushalt. Die hier beschriebenen Merkmale, Symptome und Ursachen gelten für den breiten Durchschnitt und treffen auf die meisten Frauen* zu, aber es kann auch sein, dass das bei dir etwas anders ist.

Höre auf deinen Körper!

So oder so gilt: Immer wenn du das leiseste Gefühl hast, irgendwas stimmt in deinem Körper nicht, gehe zum Arzt und lass dich durchchecken. Lieber einmal mehr zum Arzt gegangen, als einmal zu wenig. Mach dich nicht verrückt. Lerne deinen Körper kennen, lerne ihn zu lesen, lerne ihn zu fühlen und lass dich nicht beirren, wenn andere dir sagen, es ist alles ok, du aber ein schlechtes Bauchgefühl hast. Du bist Herrin* deines eigenen Körpers! <3

Du musst nicht wegen jeder kleinen Zwischenblutung zum Frauenarzt, aber wenn diese Symptome auftauchen, solltest du dich auf jeden Fall durchchecken lassen:

  • Mehrere Zwischenblutungen hintereinander
  • häufig auftretende Schmierblutungen
  • Zwischenblutung nach Ende der Wechseljahre
  • Starke oder langanhaltende Blutungen
  • Schmierblutung während der Schwangerschaft
  • Schwächegefühl, Ohnmacht
  • Starke Schmerzen

Wenn ihr noch mehr wissen wollt

Dann schaut doch mal in diese kleine Linksammlung rein. Hier findet ihr einige Referenzseiten, die ich unter anderem für meine Recherchen verwendet habe, die deutlich tiefer in die Materie gehen und euch noch mehr Infos über Details geben können, die den Rahmen dieses Artikels hier gesprengt hätten.

  • www.apotheken-umschau.de – Blutungen außerhalb der Regel
  • www.cyclotest.de – Gelbkörperschwäche
  • www.netdoktor.de – Schmierblutungen
  • www.netdoktor.de – Zwischenblutung trotz Pille
  • www.einnistungsblutung.org – Einnistungsblutungen
  • www.gesundheits-magazin.net – Kontaktblutung

* Transgender sind an der Stelle natürlich mit einbeschlossen, denn es gibt schließlich auch Menschen, die keine Frauen sind, aber trotzdem menstruieren mit allem was dazugehört!

starke Blutungen mit Gewebestücken in Frühschwangerschaft

Hallo ihr lieben,
Bin momentan am Anfang der 5. Woche und habe Dienstag Nacht schlimme Blutungen mit vielen und großen gewebestücken und entsprechenden Schmerzen bekommen. Als ich deswegen zum FA bin, meinte er, ich soll nochmal vor Ort einen SST machen, weil ich halt trotzallem ein paar tage überfällig war. Dieser zeigte ein positiv an und mein FA stellte mich darauf ein, dass es ein Frühabort sein kann. Muss jetzt auf die Blutwerte warten und soll Montag hin wegen US (er will schauen ob auch wirklich alles abgegangen ist oder ob der Krümel vielleicht sogar noch da ist).
Jetzt ist die Blutung aber schon vorbei (hab gelesen das sie mindestens so lang wie die Mens sein sollte) und mir geht es körperlich soweit gut. Also hab keine UL Schmerzen mehr aber die Brust spannt halt noch, ist geschwollen und müde bin ich auch mehr als sonst.
Was meint ihr? Kann es trotz dieser starken Blutung sein, dass es meinem Krümel noch gut geht? Hab auch vermehrt gelesen, dass solche Blutungen häufiger vorkommen in der frühschwangerschaft wegen Zysten, Hämatomen oder ähnlichem. Wie sind da eure Erfahrungen?
Mache mich da irgendwie gerade total fertig, weil ich schon so lange mit meinem Partner an einem Baby bastle und dann hat es geklappt und jetzt muss ich so bangen
Liebe Grüße und eine schöne Kugelzeit wünscht euch…
Das chen

Starke Regelblutung

Veröffentlicht von cyclotest 29.10.2019 Kategorie(n): Meine Regel, Wissenswertes

Wie definiert man eine starke Regelblutung?

Man spricht von einer starken Regelblutung, wenn die Frau regelmäßig insgesamt mehr als 80 Milliliter Blut verliert. Hinweise auf eine starke Regelblutung sind:

  • Wechsel des Tampons/der Binde nach 1-2 Stunden
  • Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Antriebslosigkeit
  • Menstruationsblut enthält viele dicke Blutklumpen

Ab wann Menstruationsblutungen als „ungewöhnlich und ungesund“ bezeichnet werden können, ist individuell verschieden. Ein- und dieselbe Menge an Blut kann für eine Frau eine gefühlt starke Regelblutung darstellen, während eine andere Frau dieselbe Menge als „normal“ einordnet und fühlt – ähnlich wie bei Regelbeschwerden.

Es gibt natürlich einen Normbereich, innerhalb dessen sich die Blutungsmengen befinden sollten, aber „Ausreißer“ davon sind nicht notwendigerweise krankhaft. Die Blutungsstärke kann von Zyklus zu Zyklus variieren. Auch ist der Blutverlust an den ersten beiden Tagen Deiner Periode am stärksten, was vollkommen normal ist.

Starke Blutungen: Welche Menge an Blut gilt als zu viel?

Bei einer normalen Blutungsstärke während der Menstruation wird von etwa 60 Milliliter Blutverlust ausgegangen. Zur besseren Veranschaulichung: Das ist etwas mehr als der Inhalt einer normalen Packung Gesichtscreme (50 ml). Als grobe Faustregel gilt hier, dass es bei dieser Stärke etwa vier Stunden dauert, bis ein normaler Tampon bzw. eine normale Binde voll ist.

Ab etwa 150 Milliliter Blutverlust spricht man von einer starken Regelblutung bzw. Hypermenorrhoe. Das Blut enthält dann oft auch viele größere Blutklumpen und Schleimhaut.

Ist die Blutung verstärkt und verlängert, spricht man von einer Menorrhagie.1 Sie dauert zwischen 7 und 14 Tagen; bis zu 30 % aller Frauen im gebärfähigen Alter sind von einer Menorrhagie betroffen.2, 3 Beide Störungen – Hypermenorrhoe und Menorrhagie – kommt häufig zusammen vor.

Wenn Du während Deiner Monatsblutung eine Menstruationstasse verwendest, kannst Du Dir die oben genannte Faustregel natürlich sparen, da Du dann die genaue Blutmenge kennst. Du kannst auch besser feststellen, ob sich im Blut stärkere Blutklumpen und Schleimhaut befinden.

Unabhängig davon, wieviel Blut Du während Deiner Menstruation verlierst, ist es wichtig, Deinen Menstruationszyklus und die Blutungsdauer sowie Stärke zu beobachten und zu dokumentieren. Mit cyclotest mySense kannst Du diese Symptome bequem und einfach dokumentieren.

Starke Periode: Welche Beschwerden treten auf?

Bei einer starken Regelblutung treten meist bestimmte Menstruationsbeschwerden auf: oft starke Schmerzen, meist Unterleibsschmerzen. Abgesehen von den Regelschmerzen, die durch das natürliche Zusammenziehen der Muskeln der Gebärmutter entstehen, kann es bei zu starken Blutungen zu weiteren Beschwerden kommen.

Zum einen tritt häufig Eisenmangel als negatives Symptom auf. Eisen ist jedoch notwendig, um rote Blutkörperchen zu bilden, und diese wiederum sind nötig, um den Körper mit Sauerstoff zu beliefern. Ist dies nicht der Fall, kann dies zu Antriebslosigkeit und Müdigkeit führen – fachsprachlich eine sekundäre Anämie, also Blutarmut. Kalte Hände und Füße können Symptome der Anämie sein, die hierdurch verursacht werden. Bei einer stärkeren Anämie können weitere Beschwerden, wie Atemnot und Herzrasen auftreten. Die negativen Symptome zeigen sich vor allem, wenn Du Dich körperlich belastest.

Frauen mit einer starken Regelblutung leiden auch oft unter einem unregelmäßigen Zyklus. Vor allem bei verkürzten Zyklen mit hohem Blutverlust können mit negativen Folgen einhergehen. Hier empfiehlt sich der Gang zum Arzt oder Frauenarzt, der dies abklären kann.

Ursachen für eine starke Regelblutung

Eine häufige Ursache für eine starke Regelblutung sind Verwachsungen, Myome (Muskelknoten), Polypen (Schleimhautvorwölbungen) und gutartige Geschwulste an der Gebärmutter. Sie führen dazu, dass sich die Gebärmutter während der Periode nicht mehr richtig zusammenziehen kann – ein Vorgang, der normalerweise die Abstoßung der Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) unterstützt. Durch das Zusammenziehen wird außerdem die Dauer der Monatsblutung begrenzt. Durch Verwachsungen, Polypen, Myome und Geschwulste werden diese Mechanismen beeinträchtigt.

Eine starke Regelblutung kann auch aufgrund einer Endometriose entstehen. Sind Endometriose-Herde innerhalb der Gebärmutter, sind meist sehr starke Abblutungen die Folge. Auch können Entzündungen der Gebärmutter oder der Eileiter Ursache einer starken Regelblutung sowie von Schmerzen sein.

Eine weitere Ursache für eine starke Regelblutung kann die Kupferspirale sein. Eine stärkere Menstruationsblutung ist eine der häufigsten negativen Folgen dieser Methode für den Empfängnisschutz. Zudem dauert die Abstoßung der Gebärmutterschleimhaut meist auch länger als üblich.

Manche Frauen haben bereits ab der 1. Monatsblutung eine starke Periode. Bei den meisten Frauen wird allerdings die Blutungsmenge erst zu einem späteren Zeitpunkt stärker. Ein Grund dafür ist beispielsweise eine natürliche Geburt. Bei manchen Frauen treten die Beschwerden nach dem vierzigsten Lebensjahr auf, manchmal ist der Auslöser der Einnahmestopp der Pille. Auch hormonelle Veränderungen oder Störungen während der Wechseljahre können Ursache einer starken Regelblutung sein.

Wie wird eine starke Regelblutung behandelt?

Für Frauen mit einer starken Regelblutung gibt es verschiedene Behandlungen wie Medikamente, Hormone oder eine Operation. Eine Therapie ist aber nicht zwingend erforderlich und muss im Einzelfall geklärt werden. Solange die starke Regelblutung keine Blutarmut und keinen Eisenmangel nach sich zieht, kann sich frau auch dafür entscheiden, die Blutungen unbehandelt zu lassen und die stärkeren Tage der Periode einfach als normale Beeinträchtigung „auszusitzen“.

Hypermenorrhoe: Welche Therapien gibt es?

Bei einer Behandlung richtet sich ihre Art immer nach den zugrunde liegenden Ursachen bzw. Auslöser der starken Monatsblutung und nach dem Grad der individuellen Betroffenheit. Bei den Behandlungsmethoden zu berücksichtigen ist auch, ob später noch eine Schwangerschaft angestrebt wird oder nicht.

Für den Arzt ist es hilfreich, wenn er anhand der Anzahl der verbrauchten Hygieneartikel wie Tampons oder Binden einen Überblick über das Ausmaß der Blutungsstärke gewinnen kann. Zusätzlich sollte man seinen Menstruationszyklus dokumentieren, der Aufschluss über mögliche Erkrankungen liefern kann. Bei jeder Art von Zyklusstörung ist es auch von Vorteil, wenn man eine Art Tagebuch über den Zyklus führt. Bei Verwendung einer Menstruationstasse ist es natürlich einfacher, genaue Angaben zur Blutmenge zu machen.

Liegt eine Erkrankung vor, beispielsweise eine Endometriose, so sollte natürlich nicht nur die starke Regelblutung als Symptom behandelt werden, sondern die Krankheit selbst. Sind Wucherungen wie Myome oder Polypen die Ursache für die starken Blutungen, können sie operativ entfernt werden.

Schwächere Hypermenorrhoe behandeln

Schwächere Hypermenorrhoen lassen sich oftmals durch niedrigdosierte Hormone vom Arzt behandeln. Hierbei kommen gestagenbetonte Östrogen-Gestagen-Hormon-Kombinationen wie die Antibabypille zum Einsatz.1 Zu beachten sind aber die negativen Symptome, die mit der Einnahme der Pille, der Hormonspirale oder anderen Hormonen einhergehen.

Verschiedene weitere Medikamente können ebenfalls die Blutung abschwächen und Beschwerden lindern. Es können Tabletten eingenommen werden, die das Hormon Progesteron enthalten. Progesteron hemmt den Aufbau der Schleimhaut, was eine schwächeres Abbluten hervorruft.

Auch nicht-hormonelle Mittel zur Abschwächung der Abblutung können zum Einsatz kommen. Bei Menstruationsbeschwerden wie Schmerzen und Krämpfe werden oft Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Diclofenac eingesetzt. Ein anderes Medikament, das bei übermäßigen Abblutungen helfen kann, ist Tranexamsäure. Das Präparat greift in die Blutgerinnung ein und verringert die Blutungsneigung.

Behandlung der stärkeren Hypermenorrhoe

Bei starken Blutungen kann eine hochdosierte Therapie mit Hormonen vom Arzt oder Frauenarzt angewandt werden. Außerdem ist auch eine direkte Behandlung der Gebärmutterschleimhaut möglich. Bei abgeschlossener Familienplanung ist auch eine Gebärmutterentfernung denkbar.1 Dabei gibt es meist keine Veränderungen im Hormonhaushalt, da die Eierstöcke bei dem Eingriff fast immer erhalten bleiben.

Was kann ich selbst bei starken Blutungen tun?

Viele Frauen leiden im Alltag von Monat zu Monat unter einer starken Regeblutung meist aufgrund der Müdigkeit, Abgeschlagenheit und Antriebslosigkeit. Dann können Arbeit, Haushalt, soziale Aktivitäten und Hobbies zur Last fallen, anstatt Freude zu bereiten.

Es gilt daher, im Alltag Strategien zu entwickeln, wie man mit dem großen Blutverlust und dessen Symptomen zurechtkommt. Welche Tipps und Behandlungsmöglichkeiten können hier helfen?

Zum einen sind gerade Menstruationstassen eine große Entlastung für Frauen mit einer starken Regelblutung. Die Kapazität der Cups ist um einiges größer als die von Tampons oder Binden und Du kannst sie länger tragen.

Zum anderen muss individuell geschaut werden: Während eine Frau Sport und Bewegung während der Monatsblutung hilfreich für den Körper findet, kann es sein, dass einer anderen gerade das Gegenteil gut tut, nämlich Entspannung, Ruhe und Faulenzen.

Für die nächste Frau liegt die Lösung dazwischen, z. B. im Yoga, wo sich Bewegung und Ruhe vereinen. Die Vermeidung von Stress auf der Arbeit und in der Partnerschaft dürfte jedoch in jedem Fall zu einem besseren Wohlbefinden während der Regelblutung beitragen.

Frauen mit starker Regelblutung wird oft empfohlen, die Ernährung umzustellen. Bestimmte Fettsäuren, Vitamine oder Ballaststoffe sollen hier helfen. Dass eine Ernährungsumstellung eine starke Regelblutung abschwächen oder die Beschwerden lindern kann, ist jedoch nicht belegt.

Eisenreiche Nahrungsmittel wie Fleisch, grünes Blattgemüse, Vollkornbrot und Hülsenfrüchte können helfen, einer Blutarmut vorzubeugen.

Blutungen
 In der Schwangerschaft lieber zum Arzt!

Zunächst einmal gilt: keine Panik! Bei mehr als der Hälfte der Frauen haben Blutungen in der Frühschwangerschaft – also in den ersten drei bis vier Monaten – keinen Hintergrund, der die Schwangerschaft gefährdet. Nur selten deuten Schmierblutungen auf eine Fehlgeburt oder eine Eileiterschwangerschaft hin. Trotzdem sollten Blutungen nie als Bagatelle abgetan werden: Bei leichten Blutungen oder Schmierblutungen sollten Sie möglichst noch am gleichen Tag Ihren Frauenarzt aufsuchen – schon allein, damit Sie sich keine Sorgen machen und die Schwangerschaft unbeschwert genießen können. In einigen Fällen wird er der werdenden Mutter zusätzlich Schonung empfehlen. Denn Stress belastet das Immunsystem und kann die Schwangere anfälliger für Infektionen machen. Normalerweise lassen Schmierblutungen dann auch bald wieder nach.
Treten Schmerzen und stärkere, hellrote Blutungen auf, ist es ratsam, gleich eine Klinik aufzusuchen – auch wenn sich letztlich herausstellt, dass die Blutungen die Schwangerschaft nicht gefährden. Dies gilt übrigens zu jedem Zeitpunkt der Schwangerschaft! Droht tatsächlich eine Frühgeburt, kann der Gynäkologe je nach Sachlage versuchen, durch verschiedene Maßnahmen die vorzeitige Entbindung hinaus zu zögern.

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