5 6 ssw

Schwangerschaftskalender

6. Schwangerschaftswoche (6. SSW)

Auch wenn dein Urin-Schnelltest zu Hause bereits angezeigt hat, dass du schwanger bist, wird deine Frauenärztin dir nun wahrscheinlich Blut abnehmen. Die Konzentration des Schwangerschaftshormons HCG im Blut ist deutlich höher als im Urin und liefert bereits sechs bis neun Tage nach der Befruchtung eindeutige Ergebnisse. Ist Dein Gynäkologe mit entsprechender Technik ausgestattet, kann er die Schwangerschaft in der 6. Woche auch durch einen vaginalen Ultraschall bestätigen. Nach der Untersuchung durch den Arzt kannst du wirklich sicher sein: Du bist schwanger!
Dein Bauch ist noch ganz flach, aber deine Brüste spannen und die Brustwarzen werden dunkler und empfindlicher? Ja, das können bereits erste Anzeichen der Schwangerschaft sein. Obwohl dein Baby noch nicht einmal einen halben Zentimeter groß ist, bereitet sich dein Körper schon jetzt aufs Stillen vor. Das HCG und der Anstieg der Hormone Oestrogen und Progesteron sorgen dafür, dass sich in deiner Brust weitere Milchdrüsen bilden. Der Warzenhof, der die Brustwarze umgibt, wird meist etwas dunkler. Forscher vermuten, dass dies ein raffinierter Schachzug der Natur ist, damit das Baby nach der Geburt die Brustwarze der Mutter und damit seine sichere Nahrungsquelle schnell findet. Nicht erschrecken, wenn unter der Haut der Brust nun vermehrt Adern und Venen hervortreten. Das ist ganz normal und liegt daran, dass deine Brust nun viel stärker durchblutet wird. Gut sitzende BH´s ohne Bügel helfen bei schmerzenden Brüsten. Am besten, du lässt dich in einem Fachgeschäft dazu beraten. Bauchschläfer müssen sich leider schon jetzt an eine bequeme Schlafposition auf der Seite gewöhnen.

Was hilft gegen Übelkeit in der Schwangerschaft?
Wahrscheinlich hast du nun auch weitere Schwangerschaftssymptome wie Übelkeit, Müdigkeit und einen harten, aufgeblähten Bauch. Schuld an diesen anfänglichen Beschwerden ist ein ordentlicher Hormonschub, an den sich dein Körper erst einmal gewöhnen muss. Da kann es schon mal vorkommen, dass das Leibgericht plötzlich Brechreiz hervorruft. Das Wichtigste vorweg: Dem Baby geht es gut und auch, wenn du dich täglich übergeben musst, schadet das deinem Kind nicht. Wichtig ist jedoch, dass du genügend trinkst. Wissenschaftler der Cornell-Universität in New York haben in einer groß angelegten Studie herausgefunden, dass Schwangeren bei bestimmten Lebensmitteln besonders schlecht wird. Ihre Schlussfolgerung: Mütter entwickeln in der Schwangerschaft besondere Abneigung gegen Lebensmittel, die dem Ungeborenen schaden können. Dazu gehören Alkohol und Kaffee. Aber auch Fleisch, Eier und Fisch stehen ganz oben auf der Liste. Sie enthalten möglicherweise Bakterien, gegen die das Immunsystem nicht ankämpfen kann. Doch was hilft gegen die Übelkeit? Wenn sie dich schon am Morgen überkommt, versuche noch vor dem Aufstehen, ein bisschen trockenes Brot oder einen Keks zu essen und vielleicht ein paar Schlucke ungesüßten Kräuter- oder Früchtetee zu trinken. Das lässt den Blutzuckerspiegel steigen und füllt den Magen. Oft hilft das schon. Grundsätzlich gilt: Fettes Essen und stark gewürzte Speisen lieber meiden. Kleinere, leichte Mahlzeiten belasten den Magen nicht so sehr und sind daher meist verträglicher. Ein paar Wochen wirst du noch mit der Übelkeit zu kämpfen haben, aber spätestens ab der 12. Schwangerschaftswoche kannst du damit rechnen, dass die unangenehmen Begleiterscheinungen nachlassen. Also Kopf hoch! Und gönne dir ruhig immer mal wieder kleine Pausen um durchzuatmen. Schließlich hat dein Körper gerade eine riesige Umstellung zu bewältigen. Mehr zum Thema Übelkeit in der Schwangerschaft kannst du hier nachlesen.

Darf ich weiterhin Kaffee und Tee trinken?
Der Becher Kaffee gehörte für dich bisher zum morgendlichen Ritual und nun fragst du dich, ob du in der Schwangerschaft darauf verzichten musst? Nein, keine Sorge, du darfst weiterhin Kaffee trinken. Zwei Tassen am Tag gelten als unbedenklich. Von mehr als 200 mg Koffein am Tag raten Ärzte jedoch ab. Denn: Koffein gelangt über die Plazenta in den Organismus des Babys. Die Konzentration davon im Blut des Kindes entspricht dann jener im mütterlichen Blut. Übrigens: Auch schwarzer und grüner Tee und sogar Cola enthalten Koffein. Alternativ kannst du koffeinfreien Kaffee trinken. Auch Früchte- und Roibuschtee kannst du in der Schwangerschaft bedenkenlos trinken. Kräutertee ist in Maßen auch okay, aber schau bitte vorher einmal in unsere Teekunde für Schwangere, denn nicht alle Sorten sind in der Schwangerschaft geeignet. Himbeerblättertee zum Beispiel kann Wehen auslösen und ist daher erst in späten Schwangerschaftswochen zu empfehlen.
Ich habe ein Ziehen im Unterleib. Muss ich mir Sorgen machen?
Endlich! Du bist schwanger. In dir wächst ein kleiner Mensch heran. Ein komisches Gefühl, oder? Klar, dass du jetzt jede Veränderung an deinem Körper besonders stark wahrnimmst und dich immer wieder fragst: „Geht es meinem Baby gut?“. Besonders in der Frühschwangerschaft berichten viele Frauen von einem Ziehen im Unterleib oder dem Gefühl, dass sich im Bauch etwas tut. Die Ursachen sind meist harmlos: Dein Körper stellt sich auf die Schwangerschaft ein, die Gebärmutter wächst und dein Unterleib wird stärker durchblutet. Da kann es schon mal zwicken und ziepen. Am besten hilft hier etwas Ruhe. Gönn dir eine Pause, leg dich auf die Couch und entspanne ein wenig. Solltest du dennoch unsicher sein, gehe zu deiner Frauenärztin. Im Zweifelsfall kann sie dir die Sorgen nehmen.

6. Schwangerschaftswoche

Entwicklung des Babys

(Sebastian Kaulitzki / Fotolia.com)

Ihr Baby ist jetzt etwa 5 mm groß und wächst jeden Tag ungefähr 1 mm.

Das Herz beginnt zu schlagen: Gerade erst vor ein paar Tagen sind die Herzmuskelzellen entstanden und gegen Ende der 6. Woche beginnen sie von selbst zu schlagen – ein Meilenstein in der Entwicklung Ihres Kindes. Das Herz des Embryos schlägt dabei doppelt so schnell wie das eines Erwachsenen. Mit jedem Schlag pumpt es Blut durch den kleinen Körper. So werden die sich rasant entwickelnden Organe mit dem notwendigen Sauerstoff und den wichtigen Nährstoffen versorgt.

In den ersten Wochen versorgt der Dottersack den Embryo. Er bildet zudem Schwangerschaftshormone und die ersten roten Blutkörperchen. Diese Aufgabe übernimmt etwa ab der 9. Woche die Leber. Die Nährstoffversorgung wird die Plazenta in der 10. Woche übernehmen.

Was tut sich bei der Mutter?

Die meisten Frauen suchen etwa zwischen der 6. und 8. Schwangerschaftswoche den Frauenarzt auf, um die Schwangerschaft bestätigen zu lassen. Wenn Sie möchten, kann Ihr Partner zu dem Termin mitkommen. Für dieses Gespräch sollten Sie sich genügend Zeit nehmen. Bereiten Sie sich auf das Gespräch mit Ihrem Arzt vor, indem Sie sich alle Fragen aufschreiben.

Wenn klar ist, dass eine Schwangerschaft vorliegt, wird Ihr Arzt meist schon beim ersten Termin Ihre persönliche Vorgeschichte bzw. Krankengeschichte (Anamnese) erfragen. Auch die Anamnesen des Partners und der Familienangehörigen gehören dazu. Ihr Arzt wird dabei auf Hinweise achten, die für das Kind oder die Schwangerschaft ein Risiko bedeuten könnten, wie z.B. die Häufung einer bestimmten Erkrankung in der Familie. Er wird auch nach der Zahl der bisherigen Schwangerschaften und deren Verlauf fragen. Zudem wird Ihr Arzt Ihnen Tipps für das Verhalten während der Schwangerschaft geben.

Zu den Standarduntersuchungen bei jedem Frauenarzttermin in der Schwangerschaft gehören eine gynäkologische Untersuchung sowie eine Untersuchung des Urins, eine Messung des Blutdrucks und die Bestimmung Ihres Körpergewichts.

Der Mutter-Kind-Pass wird meist erst zu einem späteren Zeitpunkt der Schwangerschaft ausgestellt, etwa zwischen der 10. und 12. Schwangerschaftswoche.

Lästige Übelkeit & Erbrechen

Die meisten Frauen leiden schon früh in der Schwangerschaft an Beschwerden im Verdauungstrakt. 70–80% aller Schwangeren entwickeln eine Schwangerschaftsübelkeit. Diese tritt gehäuft am Morgen auf, kann aber auch tagsüber oder sogar bis zum Abend anhalten. Zumeist bessert sich die Übelkeit gegen Ende des ersten Schwangerschaftsdrittels. Auch Sodbrennen, Appetitlosigkeit, Verstopfung oder Durchfall können auftreten.

Hier ein paar Ratschläge, die Ihnen Erleichterung bringen können:

Tipps gegen Übelkeit & Erbrechen

  • Essen Sie vor dem Aufstehen eine Kleinigkeit im Bett und trinken Sie dazu langsam schluckweise Tee.
  • Generell ist es ratsam, viele kleine Portionen über den Tag verteilt zu essen und zu trinken. Fettreiche sowie stark gewürzte Speisen und vitaminleere Kohlenhydrate (wie z.B. Zucker und Schokolade) sollten Sie meiden. Ziehen Sie kalorienarme, protein- und eisenreiche Nahrung vor, z.B. Cornflakes mit Magermilch, magere Milchshakes, Fruchtsäfte, Obst und getrocknete Früchte.
  • Achten Sie darauf, viel zu trinken. Insbesondere wenn Sie durch Erbrechen viel Flüssigkeit verlieren, ist es wichtig, wieder entsprechend Flüssigkeit zuzuführen.
  • Nehmen Sie ein Multivitaminpräparat, um eine eventuell einseitige Ernährung in diesen Wochen auszugleichen.
  • Ein altes Hausmittel, das Sie ausprobieren können, ist Ingwer. Frisch in eine Limonade gegeben, als Tee oder als Kapsel kann er Schwangerschaftsübelkeit vorbeugen oder lindern. Allerdings sollten Sie dies nur in der Frühschwangerschaft machen, weil Ingwer in zu großen Mengen auch wehenauslösend wirken kann.
  • Schauen Sie auf sich und bemühen Sie sich um zusätzliche Zeit zum Ausruhen und Schlafen. Emotionale und körperliche Erschöpfung können die Übelkeit verstärken.

+++ Mehr Tipps gegen Übelkeit in der Schwangerschaft +++

+++ Experteninterview zum Thema Richtig essen gegen Übelkeit +++

Mitteilungs- und Nachweispflichten bei einer Schwangerschaft

Bei einer Schwangerschaft haben sowohl Arbeitnehmerin als auch Arbeitgeber bestimmte Mitteilungs- und Nachweispflichten:

Die Arbeitnehmerin hat ihre Schwangerschaft sowie auch den voraussichtlichen Geburtstermin unmittelbar nach Bekanntwerden dem Arbeitgeber mitzuteilen, damit der Dienstgeber die gesetzlichen Mutterschutzbestimmungen einhalten kann. Sie müssen eine ärztliche Bescheinigung darüber vorlegen, wenn Ihr Arbeitgeber dies wünscht. Denn gewisse Tätigkeiten sind ab einem bestimmten Zeitpunkt der Schwangerschaft nur mehr beschränkt erlaubt oder ganz verboten, z.B. Arbeit im Stehen und Akkordarbeiten. Schwangere dürfen auch keine Überstunden mehr leisten.

Des Weiteren muss der Arbeitgeber innerhalb der vierten Woche vor Beginn der Schutzfrist (Mutterschutz) auf diese aufmerksam gemacht werden. Die Schutzfrist bedeutet, dass Arbeitnehmerinnen in den letzten acht Wochen vor der Geburt sowie acht Wochen danach nicht beschäftigt werden dürfen. Bei einer Mehrlings- oder Frühgeburt bzw. bei einem Kaiserschnitt gilt eine Schutzfrist von zwölf Wochen nach der Geburt. Sie können bereits vor der Schutzfrist vom Dienst freigestellt werden, wenn bei Fortdauer der Beschäftigung Gefahr für Leben oder Gesundheit von Ihnen oder Ihrem Kind besteht. Dazu muss eine amtsärztliche Bestätigung vorgelegt werden. Mehr Informationen dazu finden Sie im Schwangerschaftskalender ab Woche 32.

Falls es zu einer vorzeitigen Beendigung der Schwangerschaft kommt, ist der Arbeitgeber ebenso zu verständigen.

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Aktualisiert am: 02.12.2014 | 14:48

Weyerstahl T., Stauber M.: Gynäkologie und Geburtshilfe, Duale Reihe; Georg Thieme Verlag KG Stuttgart; 4. Auflage 2013
Huch R.: Glücklich schwanger von A bis Z – Gut beraten in 280 Alltagsfragen: von Autofahren bis Zunehmen; TRIAS Verlag in MVS Medizinverlage Stuttgart GmbH & Co KG Stuttgart; 2011
Jahn-Zöhrens U.: Entspannt erleben – Schwangerschaft und Geburt; Hrsg: Deutscher Hebammenverband e.V.; TRIAS Verlag in MVS Medizinverlage Stuttgart GmbH & Co KG Stuttgart; 2011
Huch R., Largo R.: Schwangerschaft, Geburt und erste Babymonate; TRIAS Verlag in MVS Medizinverlage Stuttgart GmbH & Co KG Stuttgart; 2009
Sonntag K.: Schwanger! Tag für Tag: Mein Kalender für eine aufregende Zeit; TRIAS Verlag in MVS Medizinverlage Stuttgart GmbH & Co KG Stuttgart; 2009
Ulfig N.: Kurzlehrbuch Embryologie; Georg Thieme Verlag KG Stuttgart; 2.Auflage 2009
Sadler T.W.: Medizinische Embryologie; Georg Thieme Verlag Stuttgart; 11.Auflage 2008

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Ich bin schwanger

Schwanger zu sein ist für eine Frau ein einschneidendes Erlebnis, das das Leben grundlegend verändert.

Übelkeit in der Schwangerschaft

Die meisten Schwangeren leiden in der Frühschwangerschaft unter Übelkeit, die in gewissem Ausmaß normal ist.

6. SSW – Chaos im Hormonhaushalt

Hormoncocktail und rasante Entwicklungen: In der sechsten Schwangerschaftswoche ist einiges los! Dein Körper fängt an, sich auf die neue Situation umzustellen und die Schwangerschaftshormone bringt dein Körpergleichgewicht gehörig durcheinander. Nun können auch Übelkeit, Erbrechen, Appetitlosigkeit und Müdigkeit deine Begleiter für die nächsten Wochen werden.

Dein Baby in der 6. SSW

In der 6. SSW ist der Embryo etwa 4 mm groß.
Bereits in der 6. SSW (also 5+0 bis 5+6) beginnt dein Körper sich zu verändern. Als erstes spürst du das an den Brüsten. Diese werden plötzlich praller und reagieren sehr empfindlich auf jede Berührung. Schuld daran ist ein Hormoncocktail aus Progesteron, Östrogen und Prolaktin, der deine Milchdrüsen stimuliert. Auch dein Gebärmutterhals verändert sich in diesen Tagen entscheidend: Er wird fester und ist damit weniger beweglich als normal. Für Ärzte und Hebammen ist das eines der ersten ertastbaren Anzeichen für die Schwangerschaft.

Hormone in der Schwangerschaft: so wirken sie

Bilderstrecke starten (9 Bilder)

Das Baby in der 6. SSW: Die kleine Kaulquappe

Das Baby ist jetzt etwa so groß wie eine kleine Bohne und sieht aus wie eine Kaulquappe mit einem kleinen Schwanz, der das Rückenmark darstellt. Der Embryo entwickelt sich von oben nach unten, weswegen sich in der 6. SSW vor allem der Oberkörper entwickelt – und weshalb der Kopf überdimensional groß erscheint.
Hat sich das Herz in der 5. SSW noch nicht ganz entwickelt, ist es spätestens jetzt soweit für den ersten Herzschlag des kleinen Geschöpfs. Danach setzt auch die Entwicklung der anderen Organe ein: Leber, Magen, Darm. Und auch das Gehirn beginnt sich zu entwickeln.
Auch die winzigen Gliederknospen, aus denen sich Arme und Beine entwickeln, sind schon erkennbar. Die Hände und Füße sehen aus wie kleine Paddeln.
Und: In der sechsten Schwangerschaftswoche bilden sich bereits die ersten Gesichtsmerkmale. Dunkle Punkte an den Stellen, an denen sich später mal Augen, Nase und Ohren entwickeln werden, deuten bereits jetzt die Gesichtszüge an.

Der kleine weiße Punkt in der MItte ist das Herz des Embryos

Parallel dazu entwickelt sich die Plazenta, über die das Baby in den kommenden Monaten über die Nabelschnur mit allem, was es zum Leben braucht, versorgt wird.

Die Mutter in der 6. SSW: Übelkeit und Erbrechen

Bis dein Körper die schnelle Hormonumstellung verkraftet hat, wird es einige Wochen dauern. Bis dahin musst du dich auf Schwangerschaftsübelkeit, Erbrechen, Appetitlosigkeit und Müdigkeit einstellen: alles typische Schwangerschaftsanzeichen und ein sicherer Beweis, dass wirklich ein kleiner Mensch in Ihnen heranwächst. Viele werdende Mamas machen sich auch Gedanken, weil sie zu diesem Zeitpunkt der Schwangerschaft immer wieder ein Ziehen im Unterleib spüren. Meist ist dies aber völlig harmlos. Die Gebärmutter wächst und der Unterleib wird stärker durchblutet – das kann schon einmal ein bisschen ziehen. In den meisten Fällen also kein Grund zur Sorge – falls die Angst dich dennoch nicht loslässt, gehe auf deinen Arzt zu und frage nach! Dafür ist er schließlich da.

In kurzer Zeit ändert sich in deinem Körper so viel, gib ihm also Zeit, sich auf die Schwangerschaft einzustellen. Rechne damit, dass viele Dinge nun nicht mehr so schnell und glatt von der Hand gehen. Wichtig ist, deinem Körper jetzt nicht zu viel ab zu verlangen. Gönne dir regelmäßige Pausen und ruhige Momente zum Durchatmen.

Schwangerschaft

Die 6. Woche schwanger. Folge 4 des Schwangerschaftstagebuchs

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„“ zurück zur 5. SSW – Positiver Schwangerschaftstest

„“ weiter zur 7. SSW – Zwangspause für den Körper

Der Bauch in der 7. SSW

Sobald eine Frau einen positiven Schwangerschaftstest in der Hand hält, fragt sie sich meist, wie ihr der runde Bauch, in dem ihr Baby wachsen wird, stehen wird. Viele stecken sich bereits ein Kissen unter das T-Shirt oder blähen ihren Bauch auf und betrachten sich kritisch im Spiegel. Es scheint ziemlich unrealistisch, dass der Bauch in einigen Monaten bereits kräftig wachsen wird. Zudem freuen sich die meisten Frauen darauf, dass ihr Bauch wächst, und möchten stolz der Welt ihren Babybauch präsentieren und fragen sich gespannt, wann es denn endlich so weit ist. Meist beginnt der Bauch erst im zweiten Abschnitt der Schwangerschaft zu wachsen. Doch ist auch schon in der 7. SSW eine kleine Änderung am Bauch zu spüren.

7. SSW: Der Bauch wird hart

Die Außenwelt bemerkt meistens nicht, dass Sie bereits in der 7. SSW schwanger sind und sieht daher auch noch keinen Unterschied an Ihrem Bauch. Zwar ist es noch nicht klar ersichtlich, doch für die Sie selbst ist meist jetzt schon eine Änderung zu vernehmen. Ihr Körper ist sich in der 7. SSW gewaltig am Verändern. Ihre Brüste werden praller, schmerzen vielleicht etwas und es ist unangenehm auf ihnen zu liegen. Zudem dehnt sich auch die Gebärmutter und wird hart. Denn sie hat noch eine große Aufgabe vor sich: Das Gewicht Ihres Babys die kommenden Wochen zu tragen. Daher ändert sich Ihr Bauch auch schon in der 7. SSW. Ihr Unterleib wird hart und mit einem Maßband können Sie auch schon das Messen beginnen und Ihre Werte festhalten. Am besten Sie legen das Maßband um Ihren Bauch, in etwa der Höhe Ihres Bauchnabels und notiert sich die Werte in einem Schwangerschaftstagebuch, welches eine wichtige bleibende Erinnerung darstellt.

SSW 7: Entwicklung des Babys

7. SSW: Wachsenden Babybauch in Bildern festhalten

Seit einigen Jahren ist es sehr beliebt seine Schwangerschaft und den wachsenden Babybauch in Bildern festzuhalten und so die schöne Erinnerung für sich selbst und für die Nachwelt festzuhalten. Immerhin beginnt ab sofort ein neuer Lebensabschnitt. Angefangen werden kann mit der Fotostrecke bereits ab der 7. SSW, indem der Bauch klar sichtbar auf einem Bild zu sehen ist. Hängen Sie hierzu eine Tafel an einem festen Platz in Ihrer Wohnung auf. Dort notieren Sie die aktuelle Schwangerschaftswoche und vielleicht noch weitere Details wie, dass Sie sich auf das Baby freuen, vielleicht auch, dass es Ihnen gerade nicht so gut geht und so weiter. Anschließend wird ein Bild geschossen. Einige Wochen später wiederholt sich der Vorgang. War Ihr wachsende Bauch in der 7. SSW noch nicht zu erkennen, wird er im Laufe der weiteren Bilder immer mehr zu sehen sein. Dazu zeigt die Tafel die aktuelle Schwangerschaftswoche an. Obwohl Sie meist unbewegt und gleich angekleidet auf dem Bild zu sehen sind, wächst Ihr Bauch doch bei jedem neuen Bild. Das letzte Bild ist das mit Ihrem Baby in den Armen. Schließlich können Sie aus dieser Bildersammlung eine schöne Galerie erstellen. Kreative Ideen für solche Fotostecken gibt es sehr viele im Internet und auch Fotografen haben sich darauf spezialisiert sich ausgefallene Fotostrecken auszudenken, um diese schöne Zeit im Leben einer Mutter festzuhalten.

Quellen:

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Über Verena Janssen

Die 38-Jährige Autorin und Mutter lebt mit ihrem Mann und ihren Kindern Paul Oskar (7) und Ella Marie (4) in schönen Fulda. Sie liebt Musik und versucht momentan ihren Kindern das Klavier spielen beizubringen. Wenn sie mal etwas Zeit für sich hat, powert sie sich beim Volleyball spielen aus.

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Schwangerschaftswoche 6 – 6 Wochen schwanger

Die Schwangerschaftswoche 6 ist wohl für die Mutter als auch für der Embryo, dass bereits seit der 4. SSW im Mutterleib heranwächst, der Beginn einer aufregenden Zeit. Zwar ist der Embryo in der 6. SSW noch nicht mal 4 Wochen alt, beschert der Mutter aber jetzt schon reichlich Beschwerden. Er sieht aus wie ein kleiner Wurm, zu dem noch nicht so richtig alles passt und doch schafft er es, die Gefühle und Hormone der Mutter verrückt spielen zu lassen. Doch mit altbewehrten Mitteln und Methoden können Sie ihre Leiden etwas lindern und die Entwicklung Ihres Kindes maßgeblich positiv beeinflussen.

Die 6. Schwangerschaftswoche – Gefühlschaos und erste Leiden

Spätestens in der 6. SSW merken Sie, dass sie schwanger ist. Im Regelfall bleibt die monatliche Regel aus. Begleitet von Stichen im Unterleib, eventuell sogar Bauchschmerzen und Unwohlsein. Sie können sich müde, lustlos, appetitlos und sonst sehr anregende Düfte lassen Ihren Magen sehr empfindlich reagieren. Die 6. SSW ist nur eine der zahlreichen ersten drei Monate, die Ihr Körper braucht bis er sich auf das neue Leben in sich eingestellt hat und mit den ganzen Umstellungen fertig wird. Hier hilft es sich viel Erholung und Pausen zu gönnen und Ihrem Körper Zeit zu lassen. Die ausströmenden Hormone, die zum Schutz Ihres Kindes freigesetzt werden, wenn man 6 Wochen schwanger ist, machen es Ihnen nicht leicht und lassen sowohl Ihren Körper als auch Ihre Gefühle etwas verrückt spielen.

Gegen die Übelkeit können Sie auf große Mahlzeiten verzichten und statt dessen lieber kleine nahrhafte Snacks essen, die Ihren Magen beruhigen. Nüsse, Trockenobst, trockenes Brot oder auch eine Banane zwischen durch, tut gut und lässt sich meist drin behalten. Manchmal ist es auch besser vor dem Aufstehen schon etwas zu knabbern. Pfefferminz- und Kamillentee beruhigt zudem den empfindlichen Magen und sehr viel trinken ist wichtig, denn Sie verlieren beim Erbrechen viel Flüssigkeit und können dadurch sogar dehydrieren.

SSW 6: Entwicklung des Babys

6. SSW: Die Muskeln dehnen sich

Schmerzen im Unterleib oder auch im Bauch sind in den meisten Fällen kein Grund zur Besorgung. Der Bauch dehnt seine Muskeln und Sehnen, um das Gewicht des Kindes zu halten, das in der Gebärmutter heranwächst. Zudem stellt er sich schon mal drauf ein, die Muskeln zu lockern, damit auch die Entbindung nicht zu schwer für die Mutter wird. Daher kommt es in der 6. SSW bereits zu Bauch- und Unterleibsschmerzen, die allerdings durch hinlegen, Füße hochlegen, warme Auflagen oder auch einem warmen (kein heißes) Bad gemildert werden können. Entspannung und Ruhe gehört ab sofort zu Ihrem Alltag. Zudem kann sich Stress jeglicher Art und Überanstrengung negativ auf die Entwicklung des Embryos auswirken. Kommt es allerdings in Zusammenhang mit den Schmerzen im Unterleib zu Krämpfen, Blutungen und Fieber ist sofort ein Arzt aufzusuchen.

Der erste Herzschlag in der 6. SSW

In der 6. SSW ist der Embryo ca. 4 Millimeter lang. Er ist leicht gekrümmt und ähnelt einem Würmchen. Die Zellen hatten sich in der 5. SSW zu diesem Gebilde geformt und es entstand das Neuralrohr aus dem später die Wirbelsäule entstehen wird. An einem Ende dessen entsteht in der 6. SSW nun der Hals mit dem Kopf. Die Ausbeulungen, wo später die Augen sein werden, sind bereits zu erkennen. Auch die Ohren mit den Muscheln sind schon zu erkennen.

Ein Netz aus Nervenzellen hat sich auf den kleinen Körper gelegt und lenkt alle wichtigen Funktion. Auch das Skelett bildet sich nun. Da der Embryo sich von oben nach unten entwickelt sind die Stränge aus denen die Beinchen entstehen zwar ersichtlich, aber noch ähneln sie eher kleinen Flügeln. Zudem hat sich auch am Ende der Wirbelsäule ein Schwanz gebildet, der sich aber wieder verwachsen wird. Die Herzkammern sind bereits in der 5. SSW entstanden und versorgen nun alle wichtigen Organe mit Blut. Die Nabelschnur ist bereits durch die Plazenta verbunden und tauscht Sauerstoff aus. Das Herz beginnt zu schlagen und das mit ca. 120 Schlägen pro Minute. Ihr Herz schlägt vergleichsweise ca. 60 Mal in einer Ruhephase. Nach und nach wird sich das Herzschlagen anpassen. Doch noch hat der kleine Embryo einen weiten Weg vor sich. Das Herz pumpt das Blut mit dem angereicherten Sauerstoff in die wichtigen Organe.

6. SSW: Das tut dem Baby gut

Für die Entwicklung des Embryos ist vor allem in der 6. SSW Folsäure wichtig. Diese ist in Lebensmitteln, wie Karotten, Bohnen, Fisch und Tomaten enthalten. Meist können Sie den Bedarf nur durch Lebensmittel nicht decken und sollten ab Beginn der Schwangerschaft täglich 0,8 mg zu sich nehmen. Erst nach dem dritten Monat können Sie nur noch die Hälfte einnehmen. Folsäure ist sehr wichtig, um eine einwandfreie Entwicklung der Nerven und des Skeletts zu unterstützen. Stress wirkt sich sehr unangenehm auf den Wachstum Ihres Kindes aus, gönnen Sie sich daher viel Ruhe und vermeiden Sie Stress. Giftige Stoffe, die z. B. über die Arbeit aufgenommen werden, müssen unterbunden werden, denn diese können zu Missbildungen führen. Achten Sie auf eine gesunde Lebenseinstellung, in dem Sie auf Rauchen, Alkohol und Drogen oder Medikamente verzichten. Nehmen Sie ausreichend Vitamine zu sich, um Ihr Immunsystem zu stärken und die wichtige Folsäure, um die Entwicklung Ihres Kindes zu fördern und das Risiko einer Fehlgeburt zu minimieren.

Wichtige Fakten zur 6. SSW:

  • Embryo ist 4 Wochen alt und ca. 4 mm groß
  • Das Herz beginnt zu schlagen (etwa 120 Mal pro Minute)
  • Augen, Ohren, Kopf und Hals bilden sich und der Körper nimmt langsam eine Form an
  • Die Nabelschnur ist bereits mit der Plazenta verbunden

Achtung:

  • Das Risiko eine Fehlgeburt zu erleiden ist hoch!
  • Verzichten Sie auf Alkohol, Medikamente, Drogen und Nikotin!
  • Setzen Blutungen, Krämpfe oder ein geruchsintensiver Ausfluss mit Fieber ein, suchen Sie sofort einen Arzt auf!

Was Sie tun können:

  • Gönnen Sie Ihrem Körper Ruhepausen und vermeiden Sie Stress
  • Greifen Sie auf warme Bäder und Entspannung zurück, wenn Sie Bauchschmerzen haben
  • Essen Sie lieber kleinere Snacks als große deftige Mahlzeiten (Trockenobst, trockenes Brot, Kräcker, Zwieback)
  • Pfefferminztee und Kamillentee hilft gegen das flaue Gefühl im Magen
  • Stärken Sie Ihr Immunsystem
  • Trinken Sie ausreichend Wasser

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Die 38-Jährige Autorin und Mutter lebt mit ihrem Mann und ihren Kindern Paul Oskar (7) und Ella Marie (4) in schönen Fulda. Sie liebt Musik und versucht momentan ihren Kindern das Klavier spielen beizubringen. Wenn sie mal etwas Zeit für sich hat, powert sie sich beim Volleyball spielen aus.

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Die 7. Schwangerschaftswoche – 7. SSW

© fotolia, Werner Heiber

Müdigkeit und häufiger Harndrang – alles ganz normal…

Sie sind jetzt in der siebten Schwangerschaftswoche (SSW). Meist nehmen die Schwanger- schaftsbeschwerden noch zu. Besonders die Müdigkeit kann die Schwangere geradezu lähmen.

Schuld daran ist das Gelbkörperhormon Progesteron, das beruhigend wirkt und die werdende Mutter „zwingt“, Ruhepausen einzuhalten. Viele Schwangere müssen häufiger auf die Toilette: die Mutterbänder dehnen sich, die Gebärmutter wächst und kann auf die Blase drücken.

Auch die Brust verändert sich bereits in den ersten Schwangerschaftswochen. Sie kann sich schwer, empfindlich und sogar schmerzhaft anfühlen, weil sich der Drüsenkörper bereits in diesem frühen Stadium der Schwangerschaft auf die Milchproduktion vorbereitet. Diese Entwicklung beginnt bereits kurz nach der Einnistung der befruchteten Eizelle in die Gebärmutterschleimhaut.

Essen für zwei?

Das sollten Sie schon! Allerdings nicht so sehr, was Menge und Kaloriengehalt angeht. Sie und Ihr Baby brauchen jetzt vor allem Qualität, also die richtigen Nährstoffe.

Besonders wichtig:

  • Calcium, der Mineralstoff ist unentbehrlich für die Skelettentwicklung Ihres Babys. Calcium steckt vor allem in Milch- und Milchprodukten (wie Joghurt, Käse; Quark ist allerdings ein schlechter Calciumlieferant, ebenso Frischkäse). Tipp: Magere Produkte enthalten im Vergleich zu fetten mehr Calcium. Die nötige Tagesmenge Calcium liefern übrigens bereits 25 Gramm. Käse plus ein Glas Milch plus ein Joghurt.
  • Vitamine und Ballaststoffe; Sie stecken in Obst und Gemüse, aber auch in Getreide und Getreideprodukten. Essen Sie viel Frisches oder schonend Gekochtes. Brot, Nudeln, Müsli gehören unbedingt auf Ihren Speiseplan, besonders günstig sind Vollkorn-Varianten. Sie liefern nicht nur viele Vitamine und Mineralstoffe, sondern sorgen auch dafür, dass der Darm gut arbeitet: Viele werdende Mütter klagen über Verstopfung.
  • Eisen, Jod, hochwertige Fettsäuren; drei Mal die Woche sollten Sie (mageres) Fleisch essen, ein bis zwei Mal eine Portion Seefisch (Tipp: keinen Barsch, Hecht, Heilbutt, Rotbarsch, Seeteufel, Steinbeißer, Stör oder Thunfisch. Diese Fischarten sind so stark mit Methylquecksilber belastet, dass Schwangeren vom Verzehr abgeraten wird). Es ist möglich, sich auch in der Schwangerschaft vegetarisch zu ernähren. Das erfordert jedoch besondere Sorgfalt. Lassen Sie sich eventuell von einer Ernährungsberaterin Tipps geben.
  • Sparsam sollten Sie mit Eiern (drei bis vier Stück die Woche, inklusive der im Essen verborgenen) und Fett umgehen. Wählen Sie bei allen Nahrungsmitteln möglichst fettarme Sorten, nehmen Sie zum Kochen und Braten hochwertige ungesättigte Pflanzenöle.
  • Komplett meiden sollten Sie Rohmilch(-produkte), Leber, rohe oder nicht völlig durcherhitzte Eier sowie rohes oder nur halbgares Fleisch. In diesen Lebensmitteln können Krankheitserreger oder schädliche Stoffe stecken, die Sie und Ihr Baby gefährden.

Auch bei einer optimalen Ernährung in der Schwangerschaft sind jedoch viele werdende Mütter mit manchen wichtigen Stoffen unterversorgt. Das betrifft besonders das Vitamin Folsäure, sowie Jod und Eisen, eventuell auch Magnesium – alle sind für eine gesunde Entwicklung Ihres Babys und den guten Verlauf Ihrer Schwangerschaft von großer Bedeutung. Möglicherweise wird Ihr Arzt Ihnen daher jetzt oder später entsprechende Präparate empfehlen.

Trinken Sie genug?

Gut zwei Liter Flüssigkeit am Tag sollten es sein. Günstig sind (Mineral-)Wasser, verdünnte Säfte sowie Früchtetees. Auf Kaffee haben die meisten Schwangeren gar keine Lust. Das ist auch gut so, denn mehr als zwei Tassen am Tag sollten es wegen dem enthaltenen Koffein nicht sein. Es sei denn, Sie steigen auf koffeinfreie Sorten um. Vorsicht mit Schwarztee, auch davon maximal vier Tassen am Tag trinken.

7. Schwangerschaftswoche: jeden Tag ein Millimeter

Von nun an wird der Embryo jeden Tag um ungefähr einen Millimeter größer. Gemessen wird die Scheitel-Steiß-Länge (SSL), also die Länge vom Kopf bis zu Steißbein. Da das Baby in den ersten Schwangerschaftswochen noch so gekrümmt liegt, kann die Gesamtlänge nicht bestimmt werden.

Die 7. Schwangerschaftswoche ist für das Kind ein wichtiger Entwicklungsabschnitt. Bis zur 10. SSW werden alle wichtigen Organsysteme fertigangelegt sein. In den folgenden Wochen und Monaten werden sie weiter wachsen und ausreifen, um bei Geburt voll funktionsfähig zu sein.

Die großen inneren Organe (der Verdauungstrakt, das Herz, die Lungen, die Leber, die Nieren und das Gehirn) und das Kreislaufsystem sind angelegt und entwickeln sich weiter. Erste Muskeln werden gebildet, die Entwicklung der unterschiedlichsten Knochen geht weiter. Die Haut als Sinnesorgan ist bereits entwickelt. Die kleinen Hände sehen noch aus wie Paddel, doch demnächst werden Einkerbungen an den Stellen sichtbar, an denen die Finger unterteilt werden. Die oberen Gliedmaßen entwickeln sich übrigens schneller als die unteren.

Übrigens ist das ein allgemeines Prinzip während der Embryonalentwicklung: Entwicklung vom Kopf in Richtung Schwanz. Das bedeutet, dass neue Entwicklungsprozesse immer am vorderen Ende beginnen und dann nach hinten „durchlaufen“. Die Armknospen bilden sich zum Beispiel vor den Beinknospen, die Hände vor den Füßen und die Halswirbel vor den Lendenwirbeln.

Wann ist Ihr Entbindungstermin..? In diesen 12 Foren finden Sie
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Januar März Mai Juli September November
Februar April Juni August Oktober Dezember

So entwickelt sich Ihre Schwangerschaft:

  • Sie befinden sich jetzt in der 7. Schwangerschaftswoche (7. SSW) nach dem 1. Tag der letzten Periode.
  • Anders gesagt: 6 Schwangerschaftswochen + 1 bis 7 Tage (ärztliche Berechnung).
    Im Mutterpass steht beispielsweise 6/2 (SSW 6, Tag 2).
  • Sie sind in der 5. Schwangerschaftswoche nach der Befruchtung, d. h. 29. – 35. Tag der Embryonalentwicklung.
  • Der Embryo hat eine Scheitel-Steiß-Länge (SSL) von etwa 6 mm.

SSW 6

6. SSW: Das verändert sich bei Ihnen

Partytime für die Schwangerschaftshormone! Und diese verstehen es zu feiern. Den „Kater“ haben allerdings Sie: In der 6. SSW ist es wahrscheinlich, dass Ihnen übel ist, Sie sich müde und abgeschlagen fühlen. Wenn Sie den Eindruck haben, dass Ihre Zunge und Mundschleimhaut geschwollen sind, ist das in dieser Phase auch nicht unbedingt ein Krankheitszeichen, sondern ein „Partysmptom“ – ebenso wie ein bitterer, metallischer Geschmack im Mund.

Besonders aktiv sind in der 6. SSW die Hormone HCG (Human-Choriongonadotropin), Östrogen, Relaxin und Progesteron. HCG verhindert in der 6. SSW weitere Eisprünge und die Regelblutung. Östrogen lässt die Brust noch empfindlicher werden und die Warzenhöfe sich dunkler verfärben. Relaxin arbeitet in der 6. SSW daran, das Bindegewebe elastischer zu machen. Das soll später die Geburt erleichtern. Progesteron entspannt die Gebärmuttermuskulatur, damit es Ihr Baby schön weich hat und bequem wachsen kann.

Deutlich fester und unbeweglicher wird dagegen in der 6. SSW der Gebärmutterhals. Im Fachjargon nennt man dieses Phänomen „Pschyrembelsches Stock-Tuch-Zeichen“ – das erste vom Arzt tastbare Schwangerschaftsanzeichen!

6. SSW: Symptome lindern

Sie dachten, Sie würden vor Mutterglück tanzen und singen, liegen aber hauptsächlich auf dem Sofa oder knien vor der Toilettenschüssel? Das ist zwar nicht angenehm, aber kein Grund zur Sorge. Symptome wie Übelkeit, Erbrechen und Müdigkeit sind ganz normal, wenn Sie in der 6. Woche schwanger sind. Um diese unerwünschten Begleiterscheinungen zu lindern, können Sie zuhause folgendes tun:

  • Nehmen Sie die erste Mahlzeit des Tages liegend im Bett ein (z. B. Zwieback und Pfefferminztee oder einen Smoothie). Sie können sie entweder am Vorabend zubereiten und neben Ihr Bett stellen (Thermoskanne) oder Sie ernennen Ihren Partner zum Zimmerservice.
  • Essen Sie lieber fünf kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt als drei große.
  • Würzen Sie Ihr Essen nur wenig.
  • Meiden Sie kohlensäurehaltige Getränke, saure Säfte und rohe Zwiebeln.
  • Essen Sie Ingwer oder trinken Sie ihn als Tee.
  • Gönnen Sie sich über den Tag immer wieder bewusst Ruhepausen.

6. Woche

Wahrscheinlich bemerken Sie jetzt in der 6. SSW schon die ersten unangenehmen Begleiterscheinungen der Schwangerschaft:

Übelkeit, Erschöpfung, Appetitveränderungen, Verstopfung, Harndrang, Stimmungsschwankungen und vieles mehr. Sehen Sie dies alles positiv: Es sind die Zeichen für eine ganz normale hormonelle Veränderung Ihres Körpers, also für eine gesunde Schwangerschaft. Und in den meisten Fällen kann man etwas dagegen tun! Aber wenn Sie gar keine Beschwerden haben, ist das auch kein schlechtes Zeichen. Vielleicht gehören Sie zu den Frauen, die damit keine Last haben…

Eine Schwangerschaft verlangt Ihrem Körper viel ab, aber sie ist keine Krankheit! Hören Sie jetzt noch mehr auf Ihren Körper, der Ihnen schon sagt, wie viel Sie sich schonen sollen oder belasten können. Wenn Sie müde sind, machen Sie ein Nickerchen oder gehen abends früh ins Bett. Wenn Sie sich fit fühlen, brauchen Sie andererseits wahrscheinlich kaum auf Ihre gewohnten Aktivitäten zu verzichten. Und regelmässige körperliche Bewegung verbessert sogar die Sauerstoffversorgung der Gebärmutter und kommt damit auch Ihrem Baby zugute.

Forum

Trauen Sie sich noch nicht, Ihre Familie und Freunde in das süsse Geheimnis einzuweihen? Platzen Sie fast, weil Sie es doch eigentlich in alle Welt hinausposaunen wollen? Fehlt Ihnen eine gute Freundin, mit der Sie alle unterschiedlichste Gefühle und Gedanken über die Schwangerschaft teilen können? Dann schauen Sie doch mal in das swissmom-Forum: Dort gibt es die Monatsforen, in denen sich Schwangere mit demselben Entbindungsmonat austauschen und über Monate begleiten. Sie werden sehen, dass es allen werdenden Mamis gleich geht. Und dann fühlen Sie sich trotz vieler kleiner Wehwehchen und seltsamer Stimmungsschwankungen sofort wieder besser!

Schmierblutungen sind in der Frühschwangerschaft nicht selten und meist harmlos, vor allem um die Zeit der Einnistung in die Gebärmutterschleimhaut. Die Blutungen können sogar so stark sein, dass sie für eine Periodenblutung gehalten werden. Auch später kann es noch um den Zeitpunkt der sonst fälligen Menstruation zu solchen Blutungen kommen. Trotzdem sollten Sie jede Blutung Ihrem Arzt, Ihrer Ärztin mitteilen, damit mögliche Probleme, wie z.B. eine drohende Fehlgeburt, ausgeschlossen werden.

Bei der ersten Schwangerschaftsuntersuchung kann es sein, dass eine vaginale Untersuchung durchführt wird. Die Veränderungen durch die Schwangerschaft sind jetzt, vier Wochen nach der Befruchtung, deutlich fühlbar und sichtbar. Durch den Einfluss der Schwangerschaftshormone wird der Muttermund und die Gebärmutter aufgelockert, die Schleimhaut von Muttermund und Scheide verfärbt sich bläulich und der Uterus vergrössert sich. Die Durchblutung ist in diesem Bereich verstärkt. Deshalb kann es auch sein, dass Sie nach dem Besuch in der Praxis einen Tropfen Blut im Vaginalschleim entdecken. Falls so früh schon eine Ultraschalluntersuchung gemacht wird: Es muss jetzt noch kein Embryo zu sehen sein! Mitunter liegt er auch so versteckt, dass er einfach nicht auffindbar ist. Machen Sie sich noch keine Sorgen. Bei der Kontrolluntersuchung ist wahrscheinlich alles in Ordnung.

…und so entwickelt sich Ihr Baby in der 6. Schwangerschaftswoche…

Ihre Schwangerschaft in Zahlen:

Häufige Fragen in dieser Woche:

Ich habe zur Verhinderung der Schwangerschaft die „Pille danach“ bekommen – sie hat aber nicht gewirkt. Nun freuen wir uns trotzdem auf unser Kind, aber ich mache mir Sorgen, ob das Medikament nicht geschadet hat.

Seitdem ich schwanger bin könnte ich jede halbe Stunde zur Toilette laufen. Habe ich eine Blasenentzündung?

Zur 5. Woche

Zur 7. Woche

Newsticker

Pilleneinnahme trotz Schwangerschaft: Was ist, wenn bei einem Pillenversager die Hormontabletten in der ersten Zeit noch weiter eingenommen wurden? Oder gleich im ersten Zyklus nach Absetzen eine Schwangerschaft eintritt? Kein Problem, wie eine Auswertung dänischer Patientenregister jetzt zeigte. Frauen, die trotz der Einnahme oraler Kontrazeptiva oder unmittelbar nach dem Absetzen schwanger werden, bekommen deshalb nicht häufiger ein Kind mit Fehlbildungen. 2,5% betrug die Häufigkeit von angeborenen Fehlbildungen – nicht mehr als bei Schwangeren, die niemals vorher die Anti-Baby-Pille eingenommen hatten oder sie drei Monate vor der geplanten Schwangerschaft abgesetzt hatten. (swissmom Newsticker, 25.1.2016)

Letzte Aktualisierung : 11-02-18, BH

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