41 ssw keine wehen

Die 41. Woche schwanger: Endlich Mama!

Plötzlich ging alles ganz schnell. Daniela hat ein süßes Mädchen zur Welt gebracht und erzählt euch in der letzten Folge ihres Schwangerschaftstagebuchs von der Geburt ihrer Tochter.

Willkommen auf der Welt, Leonie!

Es ist vollbracht. Die Welt darf einen neuen Erdenbürger begrüßen. Die kleine Leonie hat am Sonntagmorgen um 9:04 Uhr das Licht der Welt erblickt. Stolze 51 cm groß und 3.420 Gramm schwer.

Natürlich will ich euch an dieser Stelle nichts vorenthalten und berichte euch in meiner letzten Tagebuchfolge ausführlich von der Geburt!

Und plötzlich machte es „platsch“!

Nachdem ich letzte Woche, also in der vierzigsten Woche, meine „Zeichnung“ (diese Umschreibung gefällt mir viel besser) hatte, dachten wir, dass es jede Minute losgehen würde. Dem war aber nicht so. Es tat sich die ganze Woche über nichts. Alles blieb ruhig. Sieben Tage lag ich nun schon über dem eigentlich errechneten Geburtstermin.

Am siebten Tag, es war Samstagabend, lagen mein Freund und ich ganz entspannt auf der Couch. Wir machten es uns gemütlich und schauten gemeinsam unsere Serie. Da sich die letzten Stunden nichts ankündigte, erwartete ich auch die nächsten Stunden keine Wehen mehr.

Kurz vor Mitternacht, wir legten gerade die nächste Folge ein, ging ich schnell nochmal auf die Toilette. Ich war gerade fertig und wollte aufstehen, da tröpselte ein wenig „Flüssigkeit“ nach. Was mich einen Moment lang irritierte. Da es aber so wenig war, dachte ich, dass sich die Blase vielleicht noch nicht vollständig entleert hatte. Bester Dinge schnappte ich mir die Popcornschüssel und lief zurück in Richtung Couch. Plötzlich – es war wie im Film – machte es platsch – und die Fruchtblase platzte. Ich stand mitten im Wohnzimmer. Alles was ich rausbrachte war ein „OKAYYYY. SCHATZ?! SCHAAATZZZZ! SCHATZ!!!! Es ist passiert….Es ist soweit.“ Ein verstrubbelter Kopf schaute über die Couchlehne und fragte irritiert, was passiert sei?! „Meine Fruchtblase ist gerade geplatzt“, antwortete ich mit aufgeregter Stimme. Der Kopf – samt Körper – stand innerhalb weniger Nanosekunden auf den Beinen und war sichtlich aufgeregt.

Schwangerschaft

10 Fragen zur Geburt

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Jetzt hieß es: Nerven behalten!

Ich stand da wie ein dickes, nasses Häufchen Elend, was langsam aber sicher sehr nervös wurde. Ich begann vor Aufregung zu zittern und mir wurde kalt. Das war aber nicht der richtige Augenblick, um aufgeregt zu sein. Jetzt hieß es: Nerven behalten! Augen zu und durch. Ich beruhigte mich kurz und rief alles, was wir im Vorbereitungskurs besprochen hatten noch einmal im Kopf ab.

Habe ich schon Wehen? Wie groß sind die Abstände? Was brauche ich jetzt alles?

Da ich noch keine Wehen spürte, hatten wir noch genug Zeit und ich konnte mich erstmal in aller Ruhe sammeln. Ich versuchte mich zu beruhigen. Obwohl man ja genau weiß, das Tag X irgendwann kommt und man zehn Monate Zeit hatte, sich darauf vorzubereiten, war es in dem Moment doch ziemlich aufregend. Nach und nach beantwortete ich mir meine Fragen.

Wehen spüre ich noch keine. Ich brauche jetzt meine Tasche und sämtliche Unterlagen. Ich brauche meinen Tee und etwas zu essen fürs Krankenhaus. Ganz wichtig, ich brauche gemütliche Klamotten. Zuerst muss ich aber aus den jetzigen raus! Viele Frauen nehmen in diesem Moment noch einmal ein Bad. Da wir aber leider keine Badewanne haben, ging ich duschen. Mein Freund kochte mir in der Zeit einen Tee und richtete alles her. Er legte Decken und Kissen auf die Couch, machte ruhige Musik an und rief im Krankenhaus an um Bescheid zu geben, dass wir demnächst kommen. Das Duschen tat gut und ich hatte Zeit runter zu kommen. Danach war alles ein wenig entspannter.

Ich machte mich fertig, legte mich auf die Couch und wartete auf Wehen. Diese ließen nicht lange auf sich warten. Schmerzhaft waren sie weniger, einfach etwas heftiger und unangenehmer als die Vorwehen der letzten Wochen. Die Abstände wurden von Mal zu Mal kürzer. Als sie bei sechs bis sieben Minuten waren, machten wir uns langsam für die Fahrt ins Krankenhaus fertig. Man muss dazu sagen, dass das Krankenhaus nur zwei Minuten mit dem Auto von uns entfernt liegt. Was uns natürlich enormen zeitlichen Druck nahm. Wir konnten also ganz entspannt losfahren.

Ab ins Krankenhaus

Im Krankenhaus angekommen wurde ich direkt an das CTG angeschlossen. Langsam aber sicher fingen die Wehen an stärker zu werden. Man konnte nun von beginnenden Schmerzen reden. Aus Theorie wurde Praxis. Wir hatten alles besprochen. Ich fing also an, die Wehen weg zu atmen. Durch die Nase ein und durch den Mund langsam wieder aus. Gemeinsam mit meinem Freund beobachteten wir die Zahlen am CTG. Man konnte zusehen, wie die Wehen anstiegen und wieder weniger wurden. Ein Auf und Ab.

Kardiotokographie

CTG: Was der Wehenschreiber verrät

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Relativ schnell kam ich zu dem Entschluss, dass diese Wehen schon ziemlich schmerzhaft waren. Wenn sich die „kleinen“ Wehen schon so anfühlen, wie fühlen sich dann die „großen“ Wehen an? Brauche ich das wirklich? Will ich das ernsthaft wissen? Die Antwort lautete nein! Ich wollte plötzlich nicht mehr auf stärkere Schmerzen warten. Auch wenn ich vorher anders redete, nämlich, dass ich abwarten würde bis es nicht mehr geht. Nee, nee. Ich überlegte es mir plötzlich anders.
Ich musste mir und der Welt nichts beweisen und gab der Hebamme Bescheid, dass ich so früh wie möglich eine PDA haben möchte. Sicher ist sicher.

Jetzt ist es nicht so, dass man den Wunsch äußert und zwei Minuten später steht jemand mit einem Spritzchen da. Nein. Man musste erst Fragebögen ausfüllen, bekam Blut abgenommen und musste auf einen Arzt und die Laborwerte warten. Zudem musste der Muttermund schon einige Zentimeter geöffnet sein. Was mit zwei Zentimetern bei mir glücklicherweise der Fall war.
Lest auf der zweiten Seite, wie es weiterging!

Glückwünsche zur Geburt – Willkommen, Baby!

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Leonie erblickt das Licht der Welt

Der Entschluss steht: Daniela möchte eine PDA. Die zu setzen stellt sich aber als gar nicht so einfach heraus. Ob es trotzdem klappt und wie die Geburt verlief, berichtet euch Daniela hier.

Ich bekomme eine PDA – nur wie?

Ich wurde in der Zwischenzeit in den Kreissaal gebracht und konnte mich dort, angeschlossen an das CTG, auf das Kreissaalbett legen. Was allemal komfortabler und gemütlicher war, als die Liege zuvor.
Hier warteten wir zirka eineinhalb Stunden auf den Arzt, der die PDA durchführen sollte. Gutgelaunt kam er irgendwann reinspaziert, im Schlepptau eine Krankenschwester und einen Helfer. Sie bereiteten alles vor. So langsam wurde es auch Zeit. Die Wehen wurden schließlich immer stärker. Ich musste mich, mit Hilfe meines Freundes, so weit nach vorne beugen wie nur menschenmöglich. Mit kugelrundem Bauch keine einfach Angelegenheit. Ich musste so gut es ging einen Buckel machen. Laut meines Freundes, bekam ich eine ziemlich lange Kanüle ins Rückenmark gestochen. Durch diese wurde ein feiner Schlauch geschoben, der das Mittel dahin bringen sollte, wo es hin sollte. Ich bekam von all dem nicht viel mit. Ich harrte in meiner „Mach den Buckel“-Stellung aus und wartete auf ein zeitnahes Ende der Schmerzen. Es dauerte ungefähr zwanzig Minuten, bis die Schmerzen weniger wurden. Mittlerweile war es schon drei Uhr morgens. Nachdem Arzt und Co. den Raum wieder verlassen hatten wurde ich noch einmal von der Hebamme untersucht. Der Muttermund war mittlerweile vier Zentimeter weit geöffnet. Noch konnte es also nicht losgehen.

Und wieder hieß es: warten

Die Hebamme machte es uns ein wenig gemütlich. Sie dimmte das Licht, schaltete das Radio an und ließ uns ein wenig schlafen. Ohne Schmerzen fühlte ich mich sogar ziemlich wohl im Kreissaal. Man mag es kaum glauben, aber es war so. Ich spürte lediglich noch einen leichten Druck in der Leiste, mehr nicht. Somit konnte ich mich ganz in Ruhe entspannen. Die Aufregung bezüglich der bevorstehenden Geburt war wie weggeblasen. Wer weiß, was da noch alles in dem Mittel drin war, das sie mir verabreicht hatten.
Da zu erwarten war, dass in der nächsten Stunde sowieso nicht viel passieren würde, legte sich mein Freund zu mir aufs Bett. Das war viel gemütlicher als die ganze Zeit auf einem Holzstuhl zu sitzen. Hin und wieder kam die Hebamme herein und schaute nach uns. Davon bekam ich aber kaum etwas mit. Wir waren so müde, dass wir irgendwann einfach einschliefen. Naja, was soll ich sagen…und plötzlich schien die Sonne. Wir hatten tatsächlich bis morgens halb neun durchgeschlafen. Ich schaute auf die Uhr und konnte es kaum glauben. Wach wurden wir eigentlich nur, weil die Hebamme erneut nachschauen wollte, wie weit der Muttermund nun geöffnet war. Sie lächelte mich an und meinte, dass die kleine Dame ganze Arbeit leistete. Der Muttermund war komplett offen. Es konnte somit losgehen.

Jetzt wird’s ernst!

Das war die gute Nachricht. Die schlechte war, dass sie mir nun ein Mittel spritzen musste, das mich die Wehen wieder spüren lassen sollte. Ich sollte die Presswehen ja schließlich mitbekommen, um mithelfen zu können. Gesagt, getan. Also wartete ich nun auf die „großen“ Wehen. Die Hebamme legte meinem Freund ans Herz, sich jetzt noch schnell einen Kaffee zu holen. Dies wäre die letzte Gelegenheit. Schließlich wisse man ja nie, wie lange eine Geburt dauert.
Schnell sprintete er aus dem Zimmer und holte sich einen Kaffee. Der Druck wurde langsam immer stärker, was ich als Wehe deutete. Das äußerte ich auch direkt der Hebamme gegenüber. Mein Freund kam gerade mit seiner Tasse angelaufen und setzte sich neben mich ans Bett. Die Hebamme saß am Ende des Bettes und streichelte netterweise mein Bein. Da saßen wir nun und warteten gemeinsam auf die ersten Presswehen. Die Stimmung war ziemlich ausgelassen und entspannt. Das hatte ich mir irgendwie anders vorgestellt. War aber froh, dass es so war.

„Soll ich mal pressen?“

Sie telefonierte kurz mit einem Arzt, der demnächst zu uns hochkommen sollte, da es bald losgehen würde. Es muss ja schließlich immer ein Arzt im Kreissaal dabei sein. Als ich wieder einen Druck verspürte, fragte ich, ob das wieder eine Wehe sei. Sie antwortete mit Ja. Ich fragte, ob ich versuchen soll zu pressen? Sie antwortete, dass ich es ja einfach mal versuchen könne. Also presste ich was das Zeug hielt. Genug Filme hatte ich ja gesehen, in denen sie Babys auf die Welt brachten. Ich wusste also wie der Hase läuft 🙂 Ein erneuter Druck kam, ich presste also wieder. Die Hebamme meinte überrascht, dass man ja schon den Kopf sehen könne. Ich würde das toll machen, nur weiter so! Anschließend kam wieder eine Wehe, ich presste also auch wieder.
Das Ganze machten wir fünf mal mit und dann war es geschafft: Sie war da!
Ganze zwölf Minuten dauerte die eigentliche Geburt. Ganz ohne Komplikationen oder Schmerzen. Schwups war sie da. Sehen konnte ich sie noch nicht, dafür aber hören. Mein Freund – der Papa – schnitt die Nabelschnur durch. Anschließend wurde sie ein bisschen abgeputzt und mir auf die Brust gelegt. Klar, das war der Moment, in dem uns dann die Tränen in die Augen schossen. Was ein unglaublich schöner Moment. Ich traute mich kaum sie anzufassen oder zu streicheln. Sooo winzig war sie 🙂 Ich hatte mir ja direktes und langes Bonding nach der Geburt gewünscht. Nachdem sie kurz durchgecheckt wurde und für mopsfidel erklärt wurde, durfte sie dann zu mir und blieb das auch die nächsten Stunden. Zwischenzeitlich durfte sie natürlich auch zu Papa auf die Brust. Ein unvergessliches Erlebnis.

Schnell und ohne Komplikationen: eine Traumgeburt!

Plötzlich ging die Tür auf und der angeforderte Arzt kam reingelaufen. Tja, leider ein wenig zu spät. Wir hatten alles ohne ihn erledigt! 🙂 Im Leben hätte ich nicht mit einer Spontangeburt gerechnet.
Generell war ich selbst erstaunt über diese unkomplizierte und vor allem schmerzfreie Geburt. Außer einem Druck hatte ich durch die PDA, die noch Restwirkung während der Presswehen zeigte, keinerlei Schmerzen. Ich würde es also immer wieder genauso machen. Mir ist vollkommen klar, dass ich wirklich Glück hatte und eine Geburt oft ganz anders verläuft. Dafür war ich unendlich dankbar. Schlussendlich kann ich wirklich sagen, eine schöne Geburt gehabt zu haben. Besser hätte es nicht laufen können. Die Sonne schien, Musik lief, die Hebamme saß einfach ruhig am Bettende, es kam kein Stress auf und mein Freund blieb glücklicherweise auch ganz. Das Wichtigste: Die kleine Maus war gesund und es ging ihr gut.

Tja, so schnell können einundvierzig Wochen zu Ende gehen. Jetzt bin ich Mama, kaum zu glauben. Daran muss ich mich erstmal gewöhnen. MAMA 🙂

Ich hoffe, dass euch mein Schwangerschaftstagebuch gefallen hat und ihr an der ein oder anderen Stelle etwas für euch selbst mitnehmen konntet. Alle Folgen meines Tagebuchs zum nochmal Nachlesen findet ihr auf der Themenseite Schwangerschaftstagebuch hier bei familie.de.
Falls ihr Fragen habt, Tipps benötigt oder einfach etwas loswerden möchtet, scheut euch nicht mich anzuschreiben. Ich freue mich über eure Nachrichten.
Bis dahin alles erdenklich Gute,
eure Daniela
PS: Und wie war euere Geburt? Berichtet mir und dem Team von familie.de doch hier davon: Geburtsberichte: So war die Geburt

In der 41. SSW sollte das Kind eigentlich längst da sein, denkt unsere Tagebuchschreiberin Carla und so manche andere Schwangere. Dabei stellen sich folgende Fragen:

  • Wann kommt es zur Geburtseinleitung ?
  • In der 41. SSW Wehen durch Hausmittel ankurbeln?
  • Welche sanften Wehenmittel empfehlen Hebammen?
  • Oder besser die Geburtseinleitung in der Klinik?
  • Die spontane Geburt in der 41. Schwangerschaftswoche

Carlas Tagebuch, 41. SSW: „Was habe ich mir am Ende noch Stress gemacht! Die Suche nach einem guten Wehenmittel hat mich richtig in Beschlag genommen. Zum Glück hat meine Hebamme mich im Gespräch wieder zur Vernunft gebracht, mir ein schönes Tee-Rezept gegeben, mich wohlig massiert und mir das viele Treppensteigen ausgeredet. Ausruhen, die Kraftreserven für die Geburt aufsparen und nur ganz sanft auf die Wehen einwirken, das hat es echt gebracht!
Und jetzt kommt die freudige Nachricht: Unsere kleine Emma wurde mit 3.250 g und 51 cm am Mittwochmorgen um 6:02 Uhr geboren, genau bei 40 Wochen +4 Tagen. Ich brauchte keine Einleitung, dafür aber eine volle Nacht harter Arbeit. Thomas war die ganze Zeit bei mir, obwohl er zwischendurch einmal eingeschlafen ist. In der heißen Pressphase allerdings war er genauso hellwach wie ich, und als Emma herausgepurzelt kam, haben wir beide geheult!
Sie hat ganz süße, winzige Löckchen, unsere Prinzessin. Ich möchte sie ständig im Arm halten und am liebsten gar nicht mehr ablegen. Sie hat so einen kräftigen Zug an der Brust, dass es mir fast die Schuhe auszieht! Diesen kleinen Schatz gebe ich nie wieder her!“

Ist der errechnete Geburtstermin überschritten, steht alle zwei Tage ein Termin beim Frauenarzt an. Das Baby gilt nach dem Entbindungstermin als „übertragen“, allerdings ist das bei guter Gesundheit von Mutter und Kind eine ganz ungefährliche Sache: Ungefähr 10 % aller Babys werden in der 41. SSW oder gar in der 42. Schwangerschaftswoche geboren. Manches Kind braucht einfach noch ein bisschen länger. Bei nach dem Termin geborenen Mädels sagt der Volksmund, die Kleine müsse sich nun erst einmal „schick machen“ für den allerersten Auftritt.

Wann kommt es zur Geburtseinleitung?

Der Frauenarzt prüft bei jedem Termin per Ultraschall genau, ob noch genügend Fruchtwasser vorhanden ist und wie die Plazenta aussieht. Damit stellt er sicher, dass das Ungeborene weiterhin gut versorgt wird. Wenn er Probleme feststellt, wird er mit seiner Patientin über eine Einleitung oder einen Kaiserschnitt sprechen. Fallen die Untersuchungsergebnisse weiterhin positiv aus, wird die Geburt spätestens am zwölften Tag nach Entbindungstermin eingeleitet oder das Baby per Kaiserschnitt geholt.

In der 41. SSW: Wehen durch Hausmittel ankurbeln?

Die wachsende Ungeduld nach der 40. Woche ist absolut verständlich, das Leben mit dem Riesenbauch gestaltet sich immer unbequemer. Es gibt einige sanfte Methoden, den Körper so in Schwung zu bekommen, dass die Wehen endlich starten. Dabei handelt es sich allerdings nicht um unfehlbare Zaubermittel, sie wirken bei jeder Frau anders. Ungeduldige sollten sich besser an ihre Hebamme wenden, um die genaue Vorgehensweise zu besprechen.

Hebammen empfehlen diese sanften Wehenmittel:

  • Ein warmes Bad kann Wunder bewirken. Legen Sie sich ganz entspannt in das angenehm temperierte Wasser. Badezusätze wie Ingwerwurzelöl, Nelkenöl und Zimtblätter verstärken die wehenfördernde Wirkung. Zur Sicherheit sollte beim Baden immer jemand in Rufweite sein, um der werdenden Mutter aus dem Wasser zu helfen.
  • Gönnen Sie sich eine Bauchmassage mit warmem Massageöl! Sie können die Massage im Sitzen selbst durchführen, aber richtig angenehm wird es erst, wenn die sanften Finger des Partners oder der Hebamme Ihre Haut liebkosen. Zur Massage verwenden Sie vorzugsweise eine Mischung aus 10 ml Mandelöl mit etwas Nelkenöl, Zimtöl, Ingweröl und Eisenwurzelöl vermischt. Die Hebamme hat die Mischung vielleicht bereits vorrätig.
  • Auch Geschlechtsverkehr in der Hochschwangerschaft wirkt wehenfördernd. Ist das Kind geburtsreif, produziert der weibliche Körper dabei das Wehenhormon Oxytocin. Auch das Sperma enthält Stoffe, die ein Startsignal setzen können: Die Prostaglandine bewirken, dass der Muttermund weicher wird. Seien Sie beruhigt: In einer gesunden Schwangerschaft löst normaler Geschlechtsverkehr keine Frühgeburten aus.
  • Abwarten und Tee trinken? In diesem Fall macht der alte Spruch besonders viel Sinn. Viele Frauen haben in den letzten Wochen bereits einige Kannen Himbeerblättertee getrunken, dieses einfache Rezept empfehlen Hebammen auch zum Ankurbeln der Geburt. Eine schmackhafte Teemischung aus Gewürznelken, Zimt, Eisenkraut und Ingwerwurzel besitzt ähnliche Wirkung.
  • Auch leichte Bewegung bereitet den mütterlichen Körper auf die Geburt vor, verbissenes Treppensteigen verbraucht allerdings zu viele Kraftreserven. Gehen Sie lieber ein wenig spazieren oder machen Sie ein paar vorsichtige Gymnastikübungen. Der Kopf des Kindes drückt dabei verstärkt auf den Muttermund und regt die Oxytocin-Ausschüttung an.
  • Hebammen kennen noch weitere Tricks und Kniffe, um Geburtswehen auszulösen. Diese Methoden sind allerdings nur etwas für erfahrene Hände. Die Geburtshelferinnen wenden zum Beispiel eine Brustwarzenstimulation an, setzen Akkupunkturnadeln oder verabreichen der werdenden Mutter homöopathische Mittel. Wehenfördernd wirkt sich auch eine professionelle Fußzonenreflexmassage aus oder ein Nelkenöl-Tampon.

Die Geburtseinleitung in der Klinik

Wenn die Wehen auch zum Ende 42. SSW nicht einsetzen wollen, wird in der Regel eine Geburtseinleitung durch den Arzt oder die Hebamme durchgeführt. Dafür stehen verschiedene Mittel zur Verfügung:

Die Eipol-Lösung ist eine häufig angewandte Methode, die Wehen bei geburtsreifen Schwangeren auszulösen. Die Hebamme löst dabei vorsichtig die das Baby umgebende Membran vom Muttermund. Das fühlt sich für die Schwangere unangenehm, vielleicht auch etwas schmerzhaft, an. Bleiben die Wehen trotzdem aus, lässt sich der Vorgang mehrmals wiederholen.

Eine weitere Möglichkeit besteht daran, ein Prostaglandinpräparat oder Syntocinon zu verabreichen, das die Gebärmutter zu Kontraktionen anregt. Die Frau erhält das Medikament in Tabletten- Pessar- oder Gelform. Dabei besteht die Gefahr der Überstimulierung, die allerdings durch Gegenmedikamente gestoppt werden kann.

Die Blasensprengung wurde früher zur Geburtseinleitung eingesetzt, heute öffnen Ärzte oder Hebammen die Fruchtblase aufgrund der Infektionsgefahr zumeist nicht mehr ganz ohne Wehen. Diese Methode ist eher dazu da, eine bereits begonnene Geburt zu beschleunigen.

Mutter und Kind wohlauf!

Wie sehr hat unsere Tagebuchschreiberin Carla diese Stunde herbeigesehnt, zu der es heißt: Mutter und Kind wohlauf! Der glücklichste Ausgang einer Schwangerschaft ist noch immer die Spontangeburt eines gesunden Kindes – oder munterer Mehrlinge. Viele Eltern erleben im Kreißsaal eine wahre Gefühlsachterbahn, auch Freudentränen sind am Ende durchaus mit dabei. Das ist erst der Anfang einer lebenslangen Liebe, die viel Kraft, Liebe und Verständnis fordert.

Viel Zeit und drei Kameras

Tatsächlich kommt Carlas und Thomas’ kleine Tochter nach einer langen, anstrengenden Nacht zur Welt: Thomas hatte genügend Zeit, in seinem Krimi zu lesen (in der 34 SSW vorsorglich schon eingepackt), während Carla mit dem MP3-Player auf den Ohren die noch recht schwachen Wehen veratmet hat. Zum ersten Foto der neuen Familie stellen die glücklichen Eltern fest, dass sie zwei Kameras dabei haben. Und auch die Hebamme zückt einen Fotoapparat!

Überblick über die 41. Schwangerschaftswoche

  • in der 41. und 42. SSW ist der errechnete Geburtstermin bereits überschritten
  • Die ärztliche Überwachung ist jetzt noch intensiver
  • es besteht kein Grund zur Sorge, wenn genügend Fruchtwasser vorhanden ist und das Baby durch die Plazenta gut versorgt wird.
  • Wenn der Arzt Probleme feststellt, wird er eine Einleitung oder einen Kaiserschnitt ansprechen. Fallen die Untersuchungsergebnisse weiterhin positiv aus, wird die Geburt spätestens am zwölften Tag ( Ende der 42. SSW ) nach Entbindungstermin eingeleitet oder das Baby per Kaiserschnitt geholt.

Bild: © Ramona Heim / Adobe Stock

46. Lebenswoche: Der siebte Wachstumsschub, den eure Kinder etwa mit 10,5 Monaten (46 Wochen) erleben, ermöglicht ihnen das Verständnis darüber, dass manche Dinge in einer Reihenfolge geschehen.

Babys werden wieder nörgelig, weinerlich und sichtlich unzufrieden. Wieder steht die Welt Kopf und vieles ist neu und anders. Der sichere Hafen, nämlich der Schoss der Mutter oder des Vaters, wird in ungewohnten und neuen Situationen nicht verlassen. Die Sicherheit und Geborgenheit durch vertraute Personen wird zum größten Gut.

Im Video: Keine Angst vor den Schüben!

(Video startet eventuell nach einer Werbung)

Ich erinnere mich, dass meine Tochter mit 10 Monaten, in der Spielgruppe, nicht von meiner Seite wich. Obwohl wir bereits seit 7 Monaten, einmal wöchentlich hierher gingen, wollte sie sich nicht mehr von mir lösen. Die neuen Spielmöglichkeiten, die unsere Kursleiterin den Kindern jede Woche bot, machten ihr Angst und verunsicherten sie.

Dieser Schub kann ganze fünf Wochen dauern. Er beginnt meist um die 41. Woche und endet mit 46 spätestens 47 Wochen. Bei uns dauerte er ganze fünf lange Wochen. Jeden Abend war ich froh, wenn mein geliebtes Kind friedlich im Bett lag und schlief, und ich endlich alleine zur Toilette gehen, oder einfach auf dem Sofa liegen konnte.

Es ist jedoch kein Wunder, dass der 46-Wochenschub so lang und intensiv ist. Denn am Ende können unsere Kinder etwas ganz besonderes. Sie spielen und denken „klug und logisch“, zumindest für uns Erwachsene. Ihre Verhaltensweisen ähneln immer mehr denen von Großen. Die Ringe des Stapelturms werden nicht mehr wahllos hinauf gesteckt, sondern nach Größe und Farbe sortiert.

Die Reihenfolge führt zum Ziel

Babys lernen nun, dass eine bestimmte Reihenfolge eingehalten werden muss, damit ein Vorhaben gelingt. Zum Beispiel muss der Löffel in den Brei getaucht werden, danach zum Mund geführt, in diesen gesteckt werden, um alleine zu essen. Nur wenn euer Kind selbst die Erfahrung machen darf, wie es den Löffel halten muss, damit das Essen auch tatsächlich im Mund landet, kann es auch lernen, selbst zu essen. Natürlich ist dieser Lernprozess mit vielen Sauereien verbunden! Wenn ihr aber möchtet, dass euer Kind lernt, selbständig zu agieren, müsst ihr das in Kauf nehmen.

Ein weiter Meilenstein, den dieser Sprung mit sich bringt, ist das sichere Herunterklettern von Sofas, Betten und großen Kisten. Da die Kinder jetzt verstanden haben, dass alle Handlungen einer bestimmten Reihenfolge von Ereignissen bedarf, können wir ihnen nun beibringen, zuerst mit den Füßen vom Sofa zu steigen, und nicht wie bisher, mit dem Kopf zuerst.

Tipps für den Alltag

Mit der Erkenntnis, dass alle Handlungen in einer Reihenfolge ablaufen, kann der Alltag viele Gefahren mit sich bringen. Interessant werden vor allem Dinge, wie der Videorecorder oder der DVD-Player. Denn um diesen zu nutzen, muss zuerst ein Knopf gedrückt werden, dann wird die DVD eingelegt, und später wieder ein Knopf betätigt. Eure Babys werden also fleißig versuchen, alles Mögliche in den Videorecorder oder den DVD-Player zu stecken, um ihn zu starten.

Spielmöglichkeiten sind nun die einfachsten Dinge: Kartons – Kisten! Alles was zum Klettern dient, ist mehr als interessant. Auch Stapelbecher und buddeln im Sand stehen hoch im Kurs.

Artikelreihe: Die Wachstumsschübe

0. Jeder Schub eine neue Fähigkeit

1. Wachstumsschub – Wahrnehmung

2. Wachstumsschub – Muster

3. Wachstumsschub – fließende Übergänge

4. Wachstumsschub – Ereignisse

5. Wachstumsschub – Zusammenhänge

6. Wachstumsschub – Kategorien

7. Wachstumsschub – Reihenfolge

8. Wachstumsschub – Programme

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Was für eine aufregende Woche! Es gibt ja soooo viele Neuigkeiten! Zunächst einmal hat das Kindlein die dritte große Reise so toll gemeistert, dass wir spontan noch eine Nacht länger blieben. Wir haben so viele schöne Sachen unternommen, waren aber auch froh wieder zu hause zu sein. Dann hatten wir einen ganz ganz schlimmen Fall von Verstopfung… ohne Worte. Ich könnte immer noch weinen, wenn ich nur daran denke. Während des Schreiens aufgrund der Bauchibeschwerden konnten wir dann tatsächlich den ersten Zahn durch die Kauleiste blitzen sehen. Wir sind sooooo stolz auf unser Murkelchen *hach*!

41 Wochen Baby sein:

Lieblingsbeschäftigung: winken, klatschen, brabbeln, Sandmann gucken
Lieblingsspielzeug: ich liebe meine neue Schildkröte, die so tolle Sterne an die Wand wirft
Wörter: unendlich viel „dadadadadada!“
Das mag ich gar nicht: Verstopfung – das erste Mal sooo richtig schlimm. Einzelheiten erspare ich Euch lieber!
Darauf bin ich stolz:

  • ich habe meine dritte große Reise ganz toll gemeistert
  • ich bin das erste Mal ein klitzekleines Stück an der Couch entlang gelaufen
  • ich teste „freies“ Stehen immer öfter
  • mein erstes Zähnchen blitzt durch meine Kauleiste
  • ich bin das erste mal durch meinen Krabbeltunnel gekrabbelt
  • ich habe das erste mal im Sandkasten gespielt
  • ich habe das erste Mal Wildschweine gesehen
  • zum ersten Mal habe ich einen Hund gestreichelt
  • ich stehe ganz oft einhändig
  • ich ziehe wiederholt Kabel aus Steckdosen

Sonstige Skills:

  • ich bin jetzt eine ganze Woche nicht mehr hinten umgekippt – Sitzen klappt somit zu 100% sicher!
  • ich stehe nun deutlich besser, länger und sicherer
  • trommeln finde ich ganz toll
  • ich liebe Metallbesteck
  • ich haue immer noch Gegenstände aneinander und freue mich, wenn sie dabei schön laute Geräusche machen

41 Wochen Eltern sein:

Neue Erkenntnisse:

  • richtige Verstopfung beim Kindlein ist ganz fürchterlich – ich habe stumm mit meinem Kind mitgeweint
  • 200 Meter Stau mit quengelndem Kind fühlen sich an wie 200km
  • Reisen mit dem Kind klappt endlich besser!
  • es war absolut richtig so viel Geld für einen Fahrradanhänger auszugeben – das Teil ist so leicht wie eine Feder!

Schreckmoment: zwei Tage Verstopfung mit schreiendem Drücken mit Zittern und unendlich vielen Schmerzen beim Kindlein
Nächte: hm, eher schlecht. Sie wird zwar nachts nicht mehr richtig wach, aber es gibt gerade viele Unterbrechungen.
Dafür fehlt die Zeit: eigentlich haben wir aufgrund der Feiertage endlich mal wieder alles geschafft!
Der glücklichste Moment: sehr viele kleine Momente, da das Kindlein sooo riesige Fortschritte macht und tolle Erlebnisse hatte.
Streit über: wer fährt auf der Rückfahrt und bespaßt das Kind?
Darauf freuen wir uns: das können wir jetzt ohne Probleme sagen – auf die nächste Reise!
Das macht Mama glücklich: eine toll gemeisterte dritte Reise und der neue Fahrradanhänger
Das macht Papa glücklich: ein paar freie Tage mit der Familie verlebt

Sichere Anzeichen der Geburt: Geht es jetzt los?

Am Ende der Schwangerschaft steigt die Spannung: Wehen, ein Blasensprung und veränderte Kindsbewegungen sind Anzeichen auf die Geburt. Mit diesem Überblick können Sie einschätzen, ob das Kind bald kommt.

Baby, wann kommst du? Besonders in der ersten Schwangerschaft kann es schwierig sein, die ersten Geburtsanzeichen zu erkennen. Foto: Wavebreak Media, Thinkstock

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Von Julia Wohlgemuth

Wenn es losgeht

Vergessen Sie die Kliniktasche nicht. Hinein gehören etwa:

  • Still-BHs
  • Bequeme Kleidung
  • Zahnbürste

Je näher der Geburtstermin rückt, desto mehr verdichten sich die Anzeichen, dass das Kind bald auf die Welt kommt. Wir helfen Ihnen dabei, die Zeichen vom Abgang des Schleimpfropfens über veränderte Kindsbewegungen bis zu Geburtswehen zu erkennen und richtig zu deuten.

Und keine Sorge: Dass ein Baby auf dem Weg ins Spital geboren wird, weil die werdenden Eltern zu spät zu Hause losgefahren sind, kommt nur sehr selten vor. Denn die ersten Anzeichen bedeuten noch nicht zwingend, dass die Geburt unmittelbar bevorsteht.

Direkt zu den Anzeichen der Geburt:

  • Senkwehen
  • Veränderte Kindsbewegungen
  • Abgang des Schleimpfropfens
  • Blasensprung
  • Geburtswehen

Senkwehen: Das Kind rutscht ins Becken

Senkwehen treten meist ab der 36. Schwangerschaftswoche auf und sind bei manchen Frauen recht unangenehm, weshalb sie gerade in der ersten Schwangerschaft gelegentlich mit Geburtswehen verwechselt werden. Der Bauch sinkt nun sichtlich nach unten und das Baby rutscht ins Becken. Der Druck auf die Blase nimmt zu, während der Druck auf die oberen Organe nachlässt und Sie jetzt vielleicht wieder besser atmen können.

Veränderte Kindsbewegungen kurz vorm Geburtstermin

Eventuell wird Ihnen auffallen, dass Sie in den Tagen vor der Geburt weniger Kindsbewegungen spüren. Das liegt daran, dass es nun weniger Platz für Strampelübungen hat. Es sammelt aber auch Kraft für die bevorstehende Geburt. Falls Sie allerdings gar keine oder extrem wenige Bewegungen spüren, sollten Sie vorsichtshalber Ihren Arzt oder Ihre Hebamme kontaktieren.

Der Geburtstermin

Natürlich haben Sie beim Warten auf die Geburt Ihren Geburtstermin im Kopf. Am errechneten Termin geht es allerdings bei den wenigsten Frauen auch tatsächlich mit der Geburt los: Laut dem Statistischen Bundesamt kommen nur circa 4 Prozent aller Neugeborenen am Geburtstermin zur Welt. Zwei Drittel der Kinder erblicken in den 10 Tagen davor oder danach das Licht der Welt. Der Rest verteilt sich auf Frühgeburten, vorzeitige Geburten oder Babys, die mit mehr als 10 Tagen Verspätung geboren werden.

Abgang des Schleimpfropfens

Ein weiteres Zeichen, dass es in den nächsten Tagen oder Stunden losgeht, ist der Abgang des Schleimpfropfens. Dieser verschliesst in der Schwangerschaft die Gebärmutter. Manche Frauen bemerken vor der Geburt einen Abgang von Schleim, der mit Blut gemischt sein kann. Dies kann auch über mehrere Tage passieren.

Falls es nach der sogenannten Zeichnungsblutung doch noch einige Tage dauert, bis es mit der Geburt losgeht, sollten Sie Aktivitäten meiden, bei denen Sie in starken Kontakt mit Bakterien kommen, zum Beispiel schwimmen. Denn der Schleimpfropf kann nun das Eindringen von Krankheitserregern in den Gebärmutterhals nicht mehr verhindern.

Blasensprung: Das Fruchtwasser tritt aus

Für manche Frauen beginnt die Geburt mit dem Blasensprung. Bei diesem Anzeichen der Geburt fliesst eine meist geruchlose und farblose Flüssigkeit aus der Scheide. Im Unterschied zum Urin können Sie diese Flüssigkeit nicht halten. Die Menge des abgehenden Fruchtwassers unterscheidet sich von Frau zu Frau. Es können entweder ein paar Tropfen sein oder auch ein ganzer Schwall. Eine gelbliche, bräunliche oder grünliche Farbe kann auf eine Infektion oder Stress des Babys hindeuten.

Ob verfärbt oder nicht: Wenn Sie bemerken, dass Ihre Fruchtblase geplatzt ist, sollten Sie mit Ihrer Hebamme oder dem Spital Kontakt aufnehmen, auch wenn Sie noch keine Wehen haben. Denn nach dem Blasensprung steigt die Infektionsgefahr für Ihr Baby. Ob es in Ihrem Fall nötig ist, nach dem Abgang des Fruchtwassers eine liegende Position einzunehmen, klären Sie individuell mit Ihrem Arzt oder Ihrer Hebamme.

Geburtswehen: Die erste Geburtsphase beginnt

Das eindeutigste Anzeichen für die unmittelbar bevorstehende Geburt sind die Wehen. Sie leiten die erste Geburtsphase ein. Eröffnungswehen treten regelmässig auf und werden immer stärker. Wie genau sich diese Wehen anfühlen, beschreibt jede Frau anders. Für manche sind sie wie ein heftiger Menstruationsschmerz, andere empfinden eine Wehe als ein festes Band, das sich um den Bauch legt.

Allgemein gilt: Geburtswehen sind stärker und schmerzhafter als Senkwehen, wobei jede Frau ein anderes Schmerzempfinden hat. Wenn Sie unsicher sind, ob Sie Geburtswehen haben, stoppen Sie die Zeit zwischen den Wehen. Geburtswehen treten in regelmässigen Abständen auf, die immer kürzer werden. Wenn die Wehen etwa im Zehnminutenabstand auftreten, sollten Sie Ihre Hebamme anrufen oder sich auf den Weg ins Spital machen.

Wenn die Wehen unregelmässig kommen und Sie unsicher sind, ob es sich um Vorwehen oder Geburtswehen handelt, sollten Sie ein entspannendes Bad nehmen. Vor- oder Senkwehen verschwinden im warmen Wasser, Geburtswehen werden in der Regel stärker. Klarheit kann auch ein warmes Bad verschaffen: Gehen die Wehen in der warmen Badewanne zurück, handelt es sich um Vorwehen. Werden Sie stärker, sind es wahrscheinlich Geburtswehen.

40. SSW

SSW 40: Dein Baby in der 40. Schwangerschaftswoche

In der 40. SSW kann es jeden Moment losgehen!

Die 40. SSW läutet das Ende des dritten Schwangerschaftstrimesters und somit der gesamten Schwangerschaft ein. In der 40. SSW ist das Baby ungefähr 50 cm groß und wiegt je nach Größe circa 3200 bis 3400 Gramm. Natürlich handelt es sich bei diesen Angaben nur um Richt- beziehungsweise Durchschnittswerte. Dein Baby kann also durchaus etwas leichter oder schwerer zur Welt kommen. Der Platz wird immer enger und es ist nahezu unmöglich, jetzt noch große Bewegungen zu machen. Die Fontanellen zwischen den Schädelknochen sind selbst in der 40. SSW noch nicht verknöchert. Das liegt daran, dass das Baby noch den Weg durch den Geburtskanal vor sich hat und hierzu den Umfang seines Kopfes verringern muss. Die Käseschmiere ist in der 40. SSW überwiegend verschwunden und auch die Lanugobehaarung, die die Haut Deines Babys während der Schwangerschaft geschützt hat, ist nun weitesgehend ausgefallen. Nur bei wenigen Kindern bleibt eine leichte Behaarung – meist an Schultern und Rücken – bis nach der Geburt zurück. Dein Baby schläft weiterhin viel, um sich für die anstrengende Geburt vorzubereiten. Wunder Dich also nicht, wenn Du es mal über einen längeren Zeitraum nicht spürst. Auch wenn am Ende der 40. Schwangerschaftswoche der Geburtstermin im Kalender steht, kommen nur fünf Prozent aller Babys am errechneten Datum zur Welt. Drei Wochen vor und zwei Wochen nach dem Termin ist immer noch alles im grünen Bereich. Aber mit der 40. SSW ist nun definitiv endlich das Ende in Sicht!

SSW 40: Du in der 40. SSW

Bald kommt Dein Baby!

Alles wartet darauf, dass das Baby endlich kommt. Wahrscheinlich kannst Du die Anrufe, Mails und SMS, die täglich eintrudeln, in der 40. SSW gar nicht mehr an einer Hand abzählen: „Ist es schon da?“. Lass Dich auch in der 40. SSW nicht unter Druck setzen, sondern lehn Dich entspannt zurück und warte in aller Seelenruhe auf Dein Baby. Wenn Dir übel wird oder Du extrem müde bist, können das Zeichen dafür sein, dass es bald losgeht. Der Schleimpfropf, der die Gebärmutter verschlossen hat und Dein Baby vor Infektionen geschützt hat, geht meist circa drei Tage vor der Geburt ab. Das macht sich durch einen leicht blutigen Ausfluss bemerkbar. Auf dieses Zeichen kannst Du in der 40. SSW achten. Wenn Du mit einem Schwall Fruchtwasser verlierst, ist die Zeit gekommen, in die Klinik zu fahren. Denn als Faustregel gilt, dass das Baby dann innerhalb von 24 Stunden geboren sein sollte, um Infektionen zu vermeiden. Egal, ob es pünktlich in SSW 40 los geht oder nicht, wichtig ist, dass Du dann ruhig bleibst, Deine Kliniktasche und Deinen Partner schnappst und in die Klinik oder das Geburtshaus fährst. Übrigens musst Du Dir auch keine Sorgen machen, wenn sich Dein Baby noch Zeit lässt und in der 40. SSW noch nicht kommen möchte. Eine Geburt gilt bis zu zwei Wochen nach dem errechneten Termin als völlig normal. Gib Deinem Körper und Deinem Kind einfach noch ein wenig Zeit.

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Schon in der 40. SSW und noch kein Baby in Sicht? Dann ist es wichtig, dass Du jetzt alle zwei Tage zum Arzt gehst.

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Lass Dich nicht verrückt machen. Auch wenn Dein Kind in der 40. SSW noch nicht geboren wird. Der Entbindungstermin ist nur ein Schätzwert. Gönn Dir Ruhe und entspann Dich!

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Tipp der Woche: 40. SSW

Entspann Dich. Auch wenn es schwer fällt. Stress hilft Dir und Deinem Baby am wenigsten. Vertreib Dir doch die Zeit damit Dein Adressbuch auf den neusten Stand zu bringen, damit nach der Geburt auch alle die freudige Nachricht bekommen!

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Schwangerschaft und Geburt: Dem Baby auf die Sprünge helfen

Nach neun langen Monaten Schwangerschaft wird die Geburt meistens sehnsüchtig erwartet. Und wenn dann selbst mehrere Tage nach dem errechneten Geburtstermin nichts passiert, wächst die Ungeduld. Trotzdem ist es wichtig, erst einmal entspannt zu bleiben. Doch wie kann man dem kleinen Würmchen bei anhaltender Verspätung auf die Sprünge helfen, ohne ihm zu schaden? Und wie lange sollte man damit warten?

Ein Baby kommt nicht nach Fahrplan

Der Bauch erscheint riesig. Sodbrennen, Wassereinlagerungen oder andere Wehwehchen plagen die werdende Mutter ebenso wie die erwartungsfrohe und gerade beim ersten Kind auch ein wenig besorgte Spannung vor der Geburt. Gespannt blicken die werdenden Eltern dem errechneten Geburtstermin entgegen. „Nach 281 Tagen Schwangerschaft wünschen sich die meisten Frauen, dass die Geburt endlich losgeht“, weiß Iris Edenhofer vom Bayerischen Hebammenverband in Bad Reichenhall. Und dann ist es endlich soweit: Der vorausgesagte Termin, an dem das Baby eigentlich kommen sollte, ist endlich da, und es passiert – nichts. „Rund 97 Prozent aller Babys kommen nicht am errechneten Geburtstermin zur Welt“, so die Hebamme. Plusminus zehn Tage um den errechneten Termin seien normal. Frauen, die ihr erstes Kind bekommen, müssten sich meist besonders in Geduld üben: „Erstgebärende sollten generell mit einigen Tagen Verlängerung rechnen.“

Entspannt bleiben

Auch wenn es schwer fällt, Frauen sollten die letzten Tage der Schwangerschaft bewusst genießen und nicht all ihre Gedanken auf die bevorstehende Geburt konzentrieren. „Machen Sie sich nicht mit der Warterei verrückt“, empfiehlt Hebamme Birgit Brulow vom Geburtshaus Hamburg den werdenden Müttern. Ins Kino gehen, Freunde treffen, durch die Fußgängerzone bummeln: „Lenken Sie sich mit schönen Dingen ab, das dauerhafte Grübeln und Warten auf das Baby lähmt und verkrampft.“ Nach neun Monaten komme es schließlich auf ein paar Tage mehr nicht an, ergänzt Edenhofer und rät: „Bleiben Sie entspannt!“

Verfrühtes Nachhelfen sinnlos

In Internetforen wimmelt es nur so von „Geburtsbeschleunigungs-Tipps“. Aber hier sollten Hochschwangere Vorsicht walten und der Natur erst einmal ihren Lauf lassen. „Das Baby gibt den Startschuss für die Geburt“, betont Brulow. Erst eine Woche nach dem errechneten Geburtstermin dürften Frauen anfangen, mit sanften Methoden Wehen zu provozieren. „Vorher ist der Muttermund meistens noch nicht reif, die Versuche laufen ins Leere und stressen Mutter und Kind“, warnt die Geburtshelferin vor zu früher und übertriebener Eigeninitiative.

Dem Baby auf die Sprünge helfen

Um den Muttermund weicher zu machen, empfehlen die Hebammen einen Nelkenöl-Tampon. „Dafür wird Sonnenblumenöl mit fünf bis sechs Tropfen Nelkenöl vermengt und auf einen Tampon geträufelt“, so ihr Tipp. Den gleichen Effekt könne auch Sex mit dem Partner haben. „Im Sperma befinden sich natürliche Prostaglandine“, erklärt Brulow. „Das sind Hormone, die bewirken, dass sich der Muttermund erweicht und bei den Wehen leichter öffnet.“

„Bei Frauen, die bereits Kinder bekommen haben, kann Bewegung die Geburt beschleunigen“, ergänzt Achim Wöckel, Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe an der Universitätsfrauenklinik in Ulm. Fenster putzen, Fußböden schrubben und Treppen steigen können dazu beitragen, die Wehen endlich beginnen zu lassen. Um sich jedoch nicht völlig unnötig abzustrampeln, sollten Arzt oder Hebamme zunächst die Reife des Muttermundes untersuchen. „Bei Unreife nützt auch stundenlanges Treppensteigen nichts.“

Energiedefizit ausgleichen

Wenn das Baby einfach nicht kommen will, könnte auch ein Energiedefizit bei der Mutter dahinterstecken, erläutert Iris Edenhofer mit Blick auf die Auffassungen der Traditionellen Chinesischen Medizin. Demnach würde es den Geburtsbeginn behindern, wenn sich die Lebenskräfte Ying und Yang nicht im Einklang befänden. Eine Geburt ist für den weiblichen Körper immer auch eine enorme Belastung. Um diese zu bewältigen, braucht er Energiereserven. „Wenn der Körper aufgrund von Stress oder Anstrengung kraftlos ist, setzt er keine Wehen in Gang“, so Edenhofer.

Stärkend wirken sollen heiße Lebensmittel, zum Beispiel eine selbstgekochte Hühnersuppe. Ein scharfer Tee aus Kardamom, Ingwer, Nelken, Zimt und Eisenkraut wärmt von innen und regt die Gebärmutter an. „Trinken Sie an zwei bis drei Tagen jeweils drei bis fünf Tassen und warten Sie ab, was passiert“, rät die Hebamme. Wichtig sei außerdem viel Schlaf. Auch Akupunktur könne helfen. Über die richtigen Punkte ließen sich auch Blockaden beseitigen und der Energiefluss im Körper stärken. Alternativ könne ein Besuch beim Osteopathen sinnvoll sein, um Störungen im Beckenbereich zu lösen.

Rizinus-Cocktails nur unter ärztlicher Aufsicht

Wenn trotz aller sanften Versuche nachzuhelfen nichts geschieht, rückt der Zeitpunkt näher, an dem eine künstliche Einleitung der Wehen notwendig wird. „Nach spätestens zehn bis 14 Tagen empfehlen wir die Einleitung in der Klinik“, rät Gynäkologe Wöckel. Bevor dies passiert, wird mittlerweile in vielen Geburtsstationen auf den berühmt-berüchtigten Rizinus-Cocktail gesetzt. „Es ist erstaunlich, aber mit diesem Getränk werden wirklich gute Ergebnisse erzielt.“ Die Mischung aus Alkohol, Saft und Rizinusöl wirke nicht nur abführend auf den Darm, sondern auch anregend auf die Gebärmutter. „Besonders bei Mehrgebärenden kann der Rizinus-Cocktail dem Geburtsbeginn den nötigen Schwung geben“, berichtet der Mediziner von seinen Erfahrungen.

  • Schwangerschaft : Vorzeitige Wehen niemals ignorieren

Birgit Brulow weiß, dass viele Schwangere in Eigenregie zum Rizinus-Trunk greifen. „Davon kann ich nur dringend abraten.“ Die Wehen, die durch das Getränk entstehen, führten bei einem nicht-geburtsbereiten Muttermund zu unnötigem Stress für das Kind. „Das Risiko von Komplikationen, wie Wehenstürmen, steigt“, gibt die Geburthelferin zu bedenken. Um allzu heftige oder zu häufig Wehen zu vermeiden, sollte Rizinusöl als letzter Versuch vor einer klinischen Einleitung deshalb nur in enger Absprache mit Arzt oder Hebamme angewendet werden.

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