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Du hast vor kurzer Zeit festgestellt, dass Du schwanger bist? Zuerst einmal herzlichen Glückwunsch! Eine Frage, die viele Frauen beschäftigt, wenn sie einen positiven Schwangerschaftstest in der Hand halten – oder ihre Tage nicht bekommen haben, ist: Wann steht der erste Besuch beim Frauenarzt an? Und: Welche Fragen wird der Frauenarzt stellen? Bekomme ich bei der ersten Untersuchung in der Schwangerschaft schon den Mutterpass?

Heute möchte ich ein wenig Licht in das Dunkel dieser allerersten Wochen der Schwangerschaft bringen, damit die Freude ein wenig schneller wachsen kann.

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Schwanger: Wann der erste Arttermin stattfinden sollte

Der beste Zeitpunkt für die erste Untersuchung in der Schwangerschaft

Wenn Du mich als Hebamme fragst, würde ich Dir immer raten, die 8. Schwangerschaftswoche abzuwarten, wenn Du keine Probleme wie Schmerzen oder Blutungen hast.

Ich weiß, das klingt ewig und Du machst Dir vielleicht in der Zeit Sorgen, ob alles so ist, wie es sein sollte.

ABER: Wenn Du so lange durchhälst, wirst Du in dieser Woche mit einem Herzschlag Deines Babys belohnt. Manchmal klappt das auch schon in der 7. Woche, aber in der 8. ist es, wenn alles ok ist, ganz sicher so, dass Du den Herzschlag sehen kannst. Der Arzt kann in dieser Woche darüber hinaus bereits erkennen, ob der Embryo zeitgerecht entwickelt ist und ob es tatsächlich nur einer ist.

Hier kannst Du Deine aktuelle Schwangerschaftswoche berechnen:

SSW berechnen

Erster Tag der letzten Periode Tag der Befruchtung Errechneter Geburtstermin Zykluslänge: Berechnen

Zu einem früheren Zeitpunkt ist die Wahrscheinlichkeit, dass Du eine schwammige oder unklare Aussage erhälst, einfach viel größer. Das heißt, Du bekommst vielleicht nur die Aussage, dass da eine Fruchthöhle ist, eine hoch aufgebaute Schleimhaut oder eventuell auch ein Embryo. Das beruhigt die meisten Frauen nicht wirklich, sondern schürt Unsicherheit und Angst in einer Zeit, in der Du einfach auch ganz altmodisch “guter Hoffnung” sein solltest.

Denn letztendlich sollte Dir immer klar sein, dass ein Besuch beim Arzt an der Tatsache, dass Du auch einfach ein Stückweit Vertrauen in Deinen Körper, Dein Baby und die Natur haben musst, nichts ändert. Denn in einem so frühen Stadium kann der Arzt einfach auch sehr wenig machen.

Aber: Bei Schmerzen oder Blutungen in der Frühschwangerschaft direkt zum Arzt

Viele Frauen wünschen sich auch deshalb schon in den ersten Schwangerschaftswochen eine Vorsorgeuntersuchung, um sicherzugehen, dass der Embryo in der Gebärmutter sitzt und es sich nicht um eine Schwangerschaft außerhalb der Gebärmutter (z.B. Eileiterschwangerschaft) handelt.

Leider ist es aber so, dass eine Eileiterschwangerschaft nicht zwangsläufig bereits in einer frühen Woche erkannt wird. Und anders herum hatte ich tatsächlich auch schon den Fall, dass die werdende Mama einen Termin zur Entfernung einer vermeintlichen Eileiterschwangerschaft hatte und beim Kontroll-Ultraschall in der Klinik ein kleiner Embryo mit Herzschlag völlig normal in der Gebärmutter saß.

Aus diesem Grunde würde ich nur dann früher zum Frauenarzt gehen, wenn Probleme wie Blutungen oder Schmerzen auftreten. Je nach Stärke macht es dann auch Sinn, direkt in die Klinik zu fahren.

Was passiert bei der ersten Untersuchung in der Schwangerschaft?

Hast Du Deinen ersten Termin in der 7. oder 8. Schwangerschaftswoche, wird häufig bereits die erste Vorsorgeuntersuchung gemacht.

Schwangerschaft feststellen

Als allererstes musst Du in der Regel Urin abgeben und es wird in der Praxis noch einmal ein Schwangerschaftstest gemacht. Ist der positiv, folgt für gewöhnlich die erste Untersuchung beim Frauenarzt.

Ultraschall bei der ersten Untersuchung in der Schwangerschaft

Viele Frauenärzte und -ärztinnen wissen natürlich um die Aufregung und Unsicherheit, ob alles ok ist und machen deshalb als einen Ultraschall. Dieser wird in dem frühen Stadium der Schwangerschaft noch nicht über die Bauchdecke, sondern vaginal gemacht.

Dein Arzt schaut, wie der Embryo in der Gebärmutter liegt, wie groß er ist und ob alles soweit entsprechend der Schwangerschaftswoche entwickelt ist. Auch der Herzschlag ist in dieser Woche deutlich zu sehen – ein tolles Gefühl!

Weitere Kontrollen

Meist kontrolliert der Frauenarzt noch den Gebärmutterhals und den ph-Wert in der Scheide.

Wichtige Infos zur Schwangerschaft

Danach folgt ein Gespräch über Ernährung in der Schwangerschaft, den Umgang mit Nikotin und Alkohol, Infos zu Sport und Reisen, Medikamenten und der Einnahme von zusätzlichen Vitaminen wie Folsäure.

Pränataldiagnostik

Je nachdem, wie alt Du bist, wirst Du auch über die Möglichkeiten der Pränataldiagnostik aufgeklärt. Wenn Du mit über 35 schwanger bist, besteht die Möglichkeit, einige Untersuchungen als Kassenleistung in Anspruch zu nehmen.

Blutabnahme und Blutdruckmessung

Oftmals wird noch Blut abgenommen, um Deine Blutgruppe und bestimmte Antikörper im Blut zu bestimmen. Auch die Immunität gegen bestimmte Erkrankungen wie Röteln, Toxoplasmose oder Cytomegalie kann untersucht werden. Teilweise mußt Du diese Untersuchungen allerdings privat bezahlen.

Manchmal wird auch noch Dein Gewicht und Dein Blutdruck erfasst, manche Praxen machen das aber auch erst bei der nächsten Untersuchung.

Bekomme ich bei der ersten Schwangerschafts-Untersuchung den Mutterpass?

Sehr viele Ärzte stellen bereits im Rahmen der ersten Untersuchung nach Feststellen der Schwangerschaft einen Mutterpass aus.

Manche warten allerdings auch die ersten zwölf Schwangerschaftswochen ab oder bereiten Deinen Mutterpass vor Deinem nächsten Termin mit den erfassten Blutwerten und den sonstigen Daten vor, damit Du ihn dann beim nächsten Mal mitnehmen kannst.

Das ist von Frauenarzt zu Frauenarzt verschieden und einfach eine persönliche Vorliebe des Arztes. Es bedeutet also nicht, dass etwas nicht stimmt oder Dein Arzt kein Vertrauen in Deine Schwangerschaft hat, wenn eine Freundin bei ihrem Arzt zu diesem Zeitpunkt vielleicht ihren Mutterpass schon bekommen hat.

Wenn der Mutterpass ausgefüllt wird, erhebt der Arzt in der Regel noch eine Anamnese, d.h. er hat vielleicht noch einige Fragen an Dich.

Übrigens: Wenn Du Dein zweites Kind erwartest, nimm Deinen alten Mutterpass mit zur Untersuchung. Hier findet Dein Arzt wichtige Informationen und Dein neues Baby wird direkt mit eingetragen.

Welche Fragen der Frauenarzt bei der ersten Schwangerschaftsuntersuchung stellt

  • Eine ganz wichtige Frage ist die nach dem Zeitpunkt Deiner letzten Periode (der erste Tag), da anhand dieses Datums die Schwangerschaftswoche und auch der Entbindungstermin (mit) bestimmt werden können. Auch kann das Wachstum des Babys besser eingeschätzt werden.
  • Spätestens wenn der Mutterpass ausgefüllt wird, wird der Arzt Dich nach Vorerkrankungen bei Dir, Deinem Partner oder engen Anghörigen fragen. Auch Operationen, die Du bereits hattest oder chronische Erkrankungen und Medikamente, die Du einnimmst, sind wichtig zu erwähnen. Wenn Du einen Allergiepass hast, solltest Du ihn unbedingt mitbringen, denn auch Allergien werden im Mutterpass erfasst.
  • Und natürlich geht es auch um frühere Schwangerschaften und deren Ende (Fehlgeburt, Abtreibung, Geburt). Es ist wichtig, dass Du hierbei ehrliche Angaben machst, da gerade vorausgegangene Ausschabungen eine Relevanz für die Geburt haben können.

Welche Fragen Du bei der ersten Schwangerschafts-Untersuchung stellen solltest

Alle! Alle Fragen, die Dir oder Deinem Partner im Kopf rumschwirren und blöde Gedanken oder Angst machen. Vielleicht bist Du in dem Moment so neben der Spur, dass Dein Kopf ganz leer ist. Es macht daher Sinn, sich eventuell offene Fragen bereits im Vorfeld aufzuschreiben.

Was auch immer ein ganz guter Tipp ist, ist den Frauenarzt nach Empfehlungen zu fragen, gerade wenn es um die Pränataldiagnostik geht. aber auch z.B. um die Hebammensuche – daran kannst Du fast nicht zu früh denken 😉

Wie es nach der ersten Untersuchung in der Schwangerschaft weitergeht

Wenn alles gut aussieht, erhälst Du den nächsten Termin etwa vier Wochen später.

Solltest Du Dich für die Nackenfaltenmessungoder eine ähnliche Untersuchung entscheiden, eventuell auch schon etwas früher oder in einer speziellen Praxis für Pränataldiagnostik.

Übrigens: Außer den drei Ultraschall-Untersuchungen kann die komplette Schwangerschaftsvorsorge auch von einer Hebamme gemacht werden. Viele Frauen nutzen diese Möglichkeit, indem die Termine im Wechsel bei der Hebamme und dem Arzt stattfinden.

Schwangerschafts­test: Schwangerschaftstest beim Frauenarzt

Letzte Änderung: 16.07.2019
Nächste Aktualisierung von Astrid Clasen • Medizinredakteurin Dieser Artikel wurde nachNach höchsten wissenschaftlichen Standards verfasst.

Unsere Inhalte basieren auf fundierten wissenschaftlichen Quellen, die den derzeit anerkannten medizinischen Wissensstand widerspiegeln. Wir arbeiten eng mit medizinischen Experten zusammen.

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Wenn Sie mit dem Verdacht auf Schwangerschaft zu Ihrem Frauenarzt gehen, führt auch er zuerst einen Urintest bei Ihnen durch. Ist dieser positiv, folgen die erste Ultraschalluntersuchung und eine umfassende gynäkologische Untersuchung. Ist das Ergebnis negativ oder unklar, nimmt der Frauenarzt vermutlich einen Bluttest vor, um eine Schwangerschaft abzuklären.

Ein Bluttest kann aber auch schon einige Zeit vor dem Ausbleiben der Periode das richtige Ergebnis zeigen, da hier der HCG-Wert im Blut ermittelt wird. Die Konzentration von HCG im Blut ist schon früh in der Schwangerschaft wesentlich höher als im Urin. Ein Blut-Schwangerschaftstest ist schon neun Tage nach der Befruchtung möglich und nahezu 100 Prozent genau.

Mit einer vaginalen Ultraschalluntersuchung kann der Frauenarzt den Ort der Schwangerschaft feststellen, um beispielsweise eine Eileiterschwangerschaft auszuschließen. Außerdem lässt sich im Ultraschall erkennen, wie viele Embryos ausgebildet sind und ob beispielsweise das Herz schon schlägt (etwa 8. SSW).

Voller Vorfreude darauf gewartet und plötzlich ist er da, der positive Schwangerschaftstest. – Herzlichen Glückwunsch! – Doch mit der Freude über das Testergebnis, kommen schnell auch die ersten Fragen, über den weiteren Schwangerschaftsverlauf auf. Besonders Eltern, die ihr erstes Kind erwarten, fühlen sich anfangs recht unsicher, wie es nun weitergehen soll.
Wir haben die am häufigsten, nach einem positiven Schwangerschaftstest aufkommenden Fragen, herausgesucht und mitsamt der Antworten, in Form dieses kleinen Schwangerschaftswegweisers zusammengetragen.

Wie sicher ist das Ergebnis des Schwangerschaftstests?

Nach einem positiven Schwangerschaftstest fragen sich viele Frauen, wie sicher eigentlich das Ergebnis und ob man wirklich schwanger ist. Nicht selten wird daher zur Sicherheit auch noch ein zweiter Test gemacht. Doch dies ist in aller Regel nicht notwendig, denn das Testergebnis gilt bei korrekter Anwendung als äußerst sicher.

Sehr selten, aber durchaus möglich, kann ein positiver Schwangerschaftstest jedoch auch auf eine Tumorerkrankung hindeuten, die den Spiegel des gemessenen Schwangerschaftshormons hCG erhöht. Und auch eine Blasenmole kann eine Schwangerschaft vortäuschen. Der Frauenarzt kann Gewissheit geben.

In welcher Schwangerschaftswoche bin ich?

Wenn der Schwangerschaftstest ein positives Ergebnis anzeigt, ist eine der ersten Fragen, die sich viele Schwangere stellen, wie weit die Schwangerschaft bereits vorangeschritten ist.

Das Berechnen der aktuellen Schwangerschaftswoche ist nicht sonderlich schwer, denn der Tag der letzten Periode gilt als Beginn der Schwangerschaft. Die Differenz in Wochen zu heute, ergibt folglich die aktuelle SSW.

Natürlich kann die Schwangerschaftswoche auch über einen SSW Rechner berechnet werden. Dieser verrät auch gleichzeitig, wann das Kind geplant zur Welt kommen wird.

Wann kommt mein Baby zur Welt?

Vorweg ist wichtig zu wissen, dass sich der Geburtstermin nur voraussichtlich vorhersagen lässt. Tatsächlich pünktlich zur Welt kommen aber überhaupt nur 5 Prozent aller Kinder. Die einen kommen frühen, die andern halt später.

Die Berechnung des voraussichtlichen Geburtsdatums erfolgt nach der Naegele-Regel:

Geburtstermin = erster Tag der letzten Periode + 1 Jahr – 3 Monate + 7 Tage

Dabei wird von einer durchschnittlichen Zykluslänge von 28 Tage ausgegangen. Ist der Zyklus kürzer, verschiebt sich der voraussichtliche Geburtstermin um die Differenz nach vorne. Bei einem längeren entsprechend nach hinten.

Die folgende Formel berücksichtigt den persönlichen Zyklus:

Geburtstermin = erster Tag der letzten Periode + 1 Jahr – 3 Monate – 21 Tage + Zykluslänge

Frauen die einen unregelmäßigen Zyklus haben, sollten den voraussichtlichen Geburtstermin mit dem Durchschnitt der letzten Monate berechnen.

Als Alternative zum selber rechnen, bietet sich natürlich der Geburtsterminrechner an. Dieser errechnet anhand dem Tag der letzten Periode und der Zykluslänge völlig automatisch den voraussichtlichen Entbindungstermin.

Wann soll ich einen Termin beim Frauenarzt machen?

Natürlich ist es ratsam, zeitnah nach einem positiven Schwangerschaftstest, einen Termin beim Frauenarzt zu machen. Sofern keine akuten Beschwerden vorliegen, muss natürlich nicht direkt zum Hörer gegriffen werden. Dies die kommenden Tage zu machen, ist in aller Regel völlig ausreichend.

Der Termin für die Erstuntersuchung sollte zwischen der fünften und achten Schwangerschaftswoche liegen. Daran orientiert sich auch die Sprechstundenhilfe bei der Terminfindung. Wurde die Schwangerschaft erst später festgestellt, ist das natürlich kein Grund zur Besorgnis. Viele Frauen merken erst später, dass sie schwanger sind.

Bei der Erstuntersuchung berät der Frauenarzt über die vorstehende Schwangerschaftszeit und händigt der werdenden Mutter bei bestätigter Schwangerschaft auch ihren Mutterpass aus. Dieser sollte bis zur Geburt stets bei sich geführt werden und wird auch bei eventuell späteren Schwangerschaften weitergeführt. Mit einer schönen Mutterpassschutzhülle lässt sich das trostlos wirkende Dokument nicht nur schützen, sondern auch etwas fröhlicher gestalten.

Ab wann sollte ich mir eine Hebamme suchen?

In Deutschland hat jede Frau während der Schwangerschaft Anrecht auf die Betreuung durch eine Hebamme. Anders als in anderen Ländern, auch parallel zur ärztlichen Vorsorge. Die Kosten werden von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.

Da sie längst schon nicht mehr nur für die Betreuung während und nach der Geburt zuständig sind, sondern bereits in der Frühschwangerschaft mit Rat und Tat bei Fragen und typischen Schwangerschaftsbeschwerden zur Seite stehen können, ist es sicherlich nicht verkehrt, frühzeitig mit der Suche nach einer Hebamme zu beginnen.

Auf Nachfrage geben viele Frauenärzte, Krankenhäuser bzw. Geburtskliniken, Krankenkassen und auch Gesundheitsämter Listen mit Kontaktdaten zu Hebammen heraus. Außerdem kann im Internet über die Hebammensuche des Deutschen Hebammen Verbandes nach Familienhebammen in der Nähe gesucht werden.
Der empfohlene Weg ist jedoch, sich im Freundes- und Bekanntenkreis nach einer Hebamme umzuhören. Eine persönliche Empfehlung stärkt schließlich meist das Vertrauen. Darauf sollte es auch nicht zuletzt bei der Hebammenwahl ankommen, schließlich wird sie auch Ansprechpartner bei intimen Fragen rund um die Schwangerschaft, die insbesondere Erstgebärende zu genüge haben.

Darf ich in der Schwangerschaft Medikamente nehmen?

Medikamente sind in der Schwangerschaft und auch noch während der Stillzeit ein sehr heikles Thema. Vor der Einnahme sollte immer mit einem Arzt Rücksprache gehalten und ggf. diese gegen Schwangerschaftsverträgliche Tabletten ausgetauscht werden. Häufig warnt auch schon die Packungsbeilage vor der Medikamenteneinnahme während der Schwangerschaft.

Zur Linderung typischer Schwangerschaftsbeschwerden und kleinerer Wehwehchen kann unter Umständen auch die Hebamme mit alternativen Tipps und Hausmitteln weiterhelfen. Ebenfalls bieten viele Hebammen auch Schwangerschaftsakupunkturen an.

Kann ich trotz Schwangerschaft meine Periode bekommen?

Eine Regelblutung während der Schwangerschaft ist grundsätzlich nicht möglich. Oftmals wird jedoch die in der Frühschwangerschaft typische Einnistungsblutung mit der Periode verwechselt. Zu dieser kommt es etwa sechs bis zehn Tage nach dem Eisprung. Sie wird jedoch nur von etwa jeden dritten Schwangeren überhaupt wahrgenommen.

Muss ich meinen Arbeitgeber sofort über die Schwangerschaft informieren?

Wann eine Schwangere den Arbeitgeber über ihre bestehende Schwangerschaft informiert, bleibt ihr selbst überlassen. Selbst auf Nachfrage während eines Bewerbungsgespräches muss darauf keine Antwort bzw. sogar eine unwahre gegeben werden.
Viele Schwangere warten das Ende der Frühschwangerschaft erst einmal ab, ehe sie ihren Arbeitgeber informieren. Dies liegt daran, da die ersten zwölf Schwangerschaftswochen als die risikoreichsten gelten.

In bestimmten Berufen ist es aber durchaus sinnvoll den Arbeitgeber über die Schwangerschaft zu informieren, nachdem der positive Schwangerschaftstest durch eine Untersuchung beim Frauenarzt bestätigt wurde. Erst bei offizieller Bekanntgabe greift auch das Mutterschutzgesetz im Beruf. Damit der Chef sich nicht auf den Schlips getreten fühlt, sollte er vor den Arbeitskollegen eingeweiht werden.

Worauf muss ich bei der Ernährung achten?

Die Ernährung während der Schwangerschaft, aber auch in der Stillzeit danach, sollte ausgewogen und nährstoffreich sein. Rohes Obst und Gemüse sollte vor dem Verzehr gründlich gewaschen und Fisch und Fleisch gut durchgebraten bzw. durchgegart werden. Auf bestimmte Lebensmittel, wie frische Wurstaufstriche und Alkohol, ist während der Schwangerschaftszeit grundsätzlich zu verzichten.

Auch wenn es gerne heißt, dass Schwangere für zwei essen, bedeutet dies nicht gleich auch die doppelte Portion. Zum Schwangerschaftsende liegt der Mehrbedarf bei grade einmal 200 bis 250 Kilokalorien mehr als üblich. Viel mehr sollte daran gedacht werden, dass bei ungesunder Ernährung in den neun Schwangerschaftsmonaten nicht nur dem eigenen Körper geschadet wird.

Muss ich irgendwelche Nahrungsergänzungsmittel einnehmen?

Natürlich geht nichts über eine gesunde und ausgewogene Ernährung, die den weiblichen Körper und das Kind mit allen wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen während der Schwangerschaft versorgt. Doch nicht immer ist dies rein über die Nahrungsaufnahme möglich, sodass der Defizit über Nahrungsergänzungsmittel ausgeglichen werden muss.

Besonders in der Frühschwangerschaft, aber bestenfalls auch schon über Wochen vor einem positiven Schwangerschaftstest, ist Folsäure besonders wichtig für die geistige und körperliche Entwicklung des Kindes. Der Folsäurebedarf in der Schwangerschaft lässt sich jedoch nur selten über die gewohnte Ernährung aufnehmen, sodass beinahe schon vorsorglich jeder Schwangeren Folsäure-Tabletten verschrieben werden.
Auch der Bedarf an Jod wird bei schwangeren Frauen nicht immer durch die Nahrung alleine gedeckt, was die Einnahme eines Nahrungsergänzungsmittels sinnvoll machen kann.
Der Vitaminbedarf, sowie an Eisen und Magnesium sollte sich in aller Regel jedoch gut über eine gesunde Ernährung decken lassen. Gesonderte Präparate sind nur selten notwendig.

Wichtig ist es, vor der Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln, Rücksprache mit dem Frauenarzt zu halten, um abzuklären welche überhaupt notwendig sind.

Darf ich Sport während der Schwangerschaft treiben?

Sport ist Mord, heißt es doch so schön, doch während der Schwangerschaft gibt es kaum etwas besseres, was die Schwangere ihrem Körper geben kann. Natürlich sollte ein schwangerschaftsfreundlicher Sport gewählt und es nicht übertrieben werden. Auch Risikoschwangere sollten sich zuvor das Okay ihres Frauenarztes holen, wozu auch allgemein geraten wird.

Sport in der Schwangerschaft kann typische Schwangerschaftsbeschwerden lindern oder sogar gänzlich vorbeugen. So leiden Schwangere, die sich regelmäßig sportlich betätigen weniger unter Rückenschmerzen und zeigen auch seltener die schwangerschaftsbedingten Müdigkeitserscheinungen. Auch die Haut kann einem unter Umständen danken, stärk Sport das Bindegewebe und macht sie dadurch weniger anfällig für Dehnungsstreifen.

Ist ein Geburtsvorbereitungskurs sinnvoll?

Schwangeren wird grundsätzlich zu einem Geburtsvorbereitungskurs geraten. Insbesondere dann, wenn das erste Kind erwartet wird. Sofern der Schwangerschaftsvorbereitungskurs von einer Hebamme geleitet wird, erklären sich die Krankenkassen zur Kostenübernahme bereit. Der Partner muss seinen Anteil in den meisten Fällen jedoch selbst tragen. Vereinzelnd übernehmen die gesetzlichen Kassen aber mittlerweile auch diesen, sodass sich Nachfragen unter Umständen lohnen kann.

Einen wirklichen Sinn machen Geburtsvorbereitungskurse zwar erst ab etwa zwischen der 28. und 30. Schwangerschaftswoche, jedoch ist es ratsam, sich frühzeitig um die Anmeldung zu kümmern. Geburtsvorbereitende Kurse sind äußerst beliebt und entsprechend aufgrund der hohen Nachfrage auch häufig schnell ausgebucht.
Um auf Nummer sicher zu gehen, sollte sich zwar nicht unbedingt nach dem positiven Schwangerschaftstest schon, aber nach der Frühschwangerschaft (ab etwa der zwölften Woche) darum gekümmert werden. Bis spätestens zur 20. SSW. sollte die Anmeldung für einen Vorbereitungskurs vorliegen. Danach könnte es zu eng werden.

Darf ich Sex in der Schwangerschaft haben?

Sehr viele werdende Eltern machen sich sorgen, dass Sex während der Schwangerschaftszeit ihrem Kind schaden könnte. Bei einer normal verlaufenden Schwangerschaft ist diese Besorgnis jedoch in aller Regel unbegründet. Grundsätzlich ist Geschlechtsverkehr erlaubt, solang wie die Fruchtblase, in der das Baby schützend liegt, noch nicht geplatzt ist.

Vielen Schwangeren ist die körperliche Belastung zum Schwangerschaftsende jedoch zu groß, als dass sie so kurz vor der Geburt noch Lust auf Beischlaf haben. Und das ist auch okay so, schließlich ist die Grundvoraussetzung für Sex in der Schwangerschaft, dass ihr oder besser gesagt beiden Geschlechtspartnern auch wirklich einvernehmlich danach ist.

Vorsichtig sollten jedoch Schwangere sein, die zu Zervixinsuffizienz oder zu Blutungen neigen und daher vorher ihren Frauenarzt um fachlichen Rat fragen. Aber auch bei einer tief liegenden Plazenta oder generell einer bestehenden Risikoschwangerschaft ist Rücksprache mit diesem zu halten.

Es war Oktoberfestzeit als Ela mir verkündete, dass sie schwanger ist. Auch mein Mann und ich hatten so ein Bauchgefühl. Eindeutiges Anzeichen für eine Schwangerschaft war das Ausbleiben der Periode. Ob der Schwangerschaftstest wohl wirklich positiv ausfallen würde?

Gründe für das Ausbleiben der Periode

Der Verdacht erhärtete sich. Ich war nicht gestresst und ernährte mich nicht schlecht. Eine Zeitumstellung musste ich schon wochenlang nicht mehr verkraften, was die Situation auch erklärt hätte.

Alle weiteren Eventualitäten ging ich vor meinem inneren Auge durch. Vom Übergang in die Wechseljahre bin ich ja noch weit entfernt 😉 und meine Schilddrüsen-Werte waren im Normbereich. Auch andere Erkrankungen, die für ein Durcheinander im Monatszyklus in Frage kommen, konnte ich ausschließen.

Ein Schuss, ein Treffer – das wäre ja zu verrückt. Also kauften wir einen Schwangerschaftstest. Diesmal war unser Babywunsch ganz präsent. Vor einigen Jahren habe ich schon mal einen Test gemacht. Damals dachte ich mir: Muss jetzt noch nicht sein.

Jetzt, in diesem Moment, fieberte ich einem positiven Ergebnis entgegen. Ich malte mir aus, wie schön es wäre schwanger zu sein. Mit Ela diese intensive Erfahrung zu teilen, heizte meine Vorfreude weiter an. Ein Schwangerschaftstest musste her. Am besten sogar zwei.

Was ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste, war, dass sich zeitgleich weitere Freundinnen von uns mit dem Kauf eines Tests beschäftigten.

Der positive Schwangerschaftstest

Ein Schwangerschaftstest aus dem Drogeriemarkt oder der Apotheke ist wohl die simpelste Methode, um herauszufinden, ob man schwanger ist. Das Hormon Human Chorion Gonadotropin (HCG) wird am besten im Morgenurin gemessen. Wer nachts nicht auf Toilette und somit ein paar Stunden lang nicht Pipi machen war, hat eine erhöhte Konzentration des HCG im Urin.

Beim Schwangerschaftstest ist Geduld gefragt. Wer nicht lange genug wartet, riskiert, dass die Nachweisgrenze des Hormons im Urin noch nicht erreicht ist. Zuverlässig getestet werden kann nach dem Ausbleiben der Regelblutung. Laut Herstellerangaben liegen die Urintests zu 99 Prozent richtig.

Frühtests können bereits etwas früher, bis zu vier Tage vor Ausbleiben der Regelblutung, durchgeführt werden. Sie sind jedoch nicht ganz so zuverlässig.

Im Blut kann das HCG noch früher nachgewiesen werden. Sieben bis neun Tage nach Befruchtung, also eine Woche vor dem Ausbleiben der Periode. Allerdings ist hier ein Pikser notwendig.

Schwangerschaftshormon HCG

Die Produktion des Hormons sichert die Schwangerschaft. Die Herstellung des HCG beginnt, sobald sich die befruchtete Eizelle in der Gebärmutterschleimhaut eingenistet hat.

Bei mir habe ich damals den für mich richtigen Zeitpunkt gewählt um den Test zu machen. Zuhause, in Ruhe mit dem Göttergatten. Wer schwanger werden will und auf dem Test „Du bist schwanger“ abliest, wird dieses Gefühl nie wieder vergessen – wirklich zauberhaft.

Dieses Ergebnis verändert unser ganzes Leben – das war klar.

Nur die Tragweite war uns noch nicht bewusst. 😉

Voller Euphorie griff ich zum Handy und rief meine Frauenärztin an. Die Arzthelferin am anderen Ende hatte, diese für mich weltverändernde Nachricht, wohl schon öfter gehört. Sie fragte mich nach dem ersten Tag der letzten Periode. Wie unromantisch, dachte ich. Damit kann die Schwangerschaftswoche berechnet werden, erklärte sie.

Ich erhielt einen Termin in der siebten Schwangerschaftswoche. Dann ist schon der Herzschlag des Embryos im Ultraschall zu erkennen, freute ich mich. Das Herz eines Babys beginnt ab dem 22. Tag, also in der 5. SSW, zu schlagen. Die Erstuntersuchung nach positiven Schwangerschaftstest sollte zeitnah stattfinden.

Für mich fühlte sich das Warten wie eine Ewigkeit an. Welch Glück, dass ich Ärztin bin. Ich konnte selbst mit dem Ultraschallgerät in meinen Bauch kucken. Der Herzschlag ist nämlich schon ab der 6. Woche SSW im Ultraschall zu sehen. Ich weiß noch wie heute, wie aufgeregt ich war, als ich das kleine „Pünktchen“ entdeckt habe: Magisch.

Das Medizinstudium hat sich definitiv gelohnt. War ganz schön cool, die Erste zu sein. Ganz alleine konnte ich den ersten Blick auf unsere Tochter erhaschen.

Das erwartet dich beim ersten Frauenarzt-Termin

Meine Frauenärztin stellte beim ersten Vorsorgetermin den „Sitz“ der Schwangerschaft fest. Alles war gut soweit und ich bekam gerade den Mutterpass überreicht, als ich hinter mir eine bekannte Stimme vernahm.

Eine Freundin hier beim Arzt, dass hatte mir gerade noch gefehlt. Es war zwar alles bestens, aber die Schwangerschaft wollte ich erst einmal für mich behalten. Pustekuchen. Sie erwischte mich in flagranti mit dem Mutterpass und ich konnte die frohe Nachricht nicht vor ihr verheimlichen. Die gute Nachricht – sie war selbst in der neunten Woche schwanger. Wahnsinn, noch ein Babybauch.

Eines war uns beiden klar – wir wollten direkt Ela von unserem Glück erzählen. Viele Frauen halten ihre Schwangerschaft für drei Monate und länger für sich, da in dieser Zeit ein erhöhtes Risiko für eine Fehlgeburt besteht.

Von Ela erfuhren wir, dass nach einem positiven Schwangerschaftstest neben einem Frauenarzt-Termin auch die frühzeitige Suche nach einer Hebamme sinnvoll ist. Leider gibt es viel zu wenig von Hebammen.

Statt feucht-fröhlichen Mädelsabenden mit viel Lachen und Tanzbein schwingen, begann ein noch bewegenderes Abenteuer mit durchwachten Nächten.

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