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39. SSW: Die 39. Schwangerschaftswoche (SSW 39+0)

Jetzt kann es jeden Moment los gehen. Die meisten Mütter sind sehr ungeduldig, nervös, oder stecken voller Energie und Tatendrang und verarbeiten ihr Gefühlsleben durch einen starken „Nestbautrieb“. Ab der 39. SSW ist es nur noch knapp eine Woche oder auch wenige Tage bis zum berechneten Geburtstermin. Doch nur die wenigsten Kinder kommen wirklich pünktlich auf die Welt.

Die meisten Babys erblicken schon 14 Tage vor oder nach dem geplanten Termin das Licht der Welt. Von „übertragen“ spricht man ab der 41. SSW oder wenn das Baby zehn Tage nach dem errechneten Termin auf die Welt kommt bzw. nicht auf die Welt kommt. Solange es Ihrem Baby gut geht, besteht auch kein Grund, sich Sorgen zu machen. Sofern das Kind in Gefahr ist oder es zu Komplikationen kommen kann, wird die Geburt künstlich eingeleitet. Ab der 39. SS bleibt Ihnen nichts anderes übrig, als sich nun auf die bevorstehende Geburt vorzubreiten und die restlichen Tage zu genießen.

SSW 39: Entwicklung des Babys

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39. SSW: Vor der Geburt produziert das kindliche System verstärkt Hormone

Reifung der Lungen

Ihr Baby ist in der 39. SSW bereits etwa 51 cm lang und hat ein Gewicht von circa 3.250 Gramm erreicht. Bis das Baby auf die Welt kommt, legt es in der verbliebenen Zeit weiterhin Fettreserven an. Es wächst nun auch nicht mehr so schnell, wie die Wochen davor. Oftmals hören auch viele Baby bereits ab der 36. SSW auf zu wachsen. Doch denken Sie daran, dass alle Zahlen nur Durchschnittszahlen sind. Ein Baby entwickelt sich während der Schwangerschaft sehr individuell und kann daher auch kleiner, größer und auch schwerer und leichter sein. Die einen Kinder sind bei der Geburt klein und leicht, wiegen kaum drei Kilogramm. Andere Babys sind sehr groß und können bis zu vier Kilogramm bei der Geburt wiegen. Schon in der 38. SSW hat Ihr Baby die Reifung der Lunge abgeschlossen.

Die Lungen produzierten eigenständig Kortison, mit dem sich nach der Geburt die Lungen problemlos aufblasen können und zudem auch für eine sehr schnelle Stabilisierung der Atmung sorgt. Kindsbewegungen sind in dieser Schwangerschaftswoche kaum mehr zu bemerken, denn in der Gebärmutter ist nun kaum mehr Platz. Ihr Baby schläft meistens und auch sehr viel. Verschwunden ist in der 39. SSW nun das Lanugo-Haar fast komplett. Oftmals bleibt es an kleinen Hautstellen noch bei der Geburt erhalten und verschwindet nach einigen Wochen von selbst.

Erste Zähnchen

Im Zahnfleisch des Kindes sind sehr ausgeprägte Furchen zu erkennen. Bereits im zweiten Drittel der Schwangerschaft haben sich die Anlagen für die Milchzähne gebildet, doch die Konturen zeichnen sich jetzt zunehmend aus.

Im sechsten Lebensmonat werden die ersten Zähnchen zu wachsen beginnen. Das Fruchtwasser ist ab dieser Schwangerschaftswoche etwas trüb. Es ist nun milchig-weiß. Da die Käseschmiere sich gelöst hat, ist diese nun im Fruchtwasser enthalten. Auch abgestorbene Hautzellen des Babys schwimmen darin. Denn in den letzten Tagen vor der Geburt löst sich die oberste Hautschicht und eine neue Haut wächst. Da sich auch das Baby auf die Geburt vorbereitet, schüttet es nun sehr stark Hormone aus. Sobald der Geburtsprozess beginnt, produziert Ihr Baby mehr Stresshormone als jemals wieder in seinem Leben. Diese Hormone helfen dem Baby, direkt nach der Geburt seine Körperfunktionen in Gang zu setzen, da es ja nicht mehr von der Plazenta versorgt wird.

39. SSW: Ausgeprägter Nestbautrieb bei der Mama

Gehen Sie es ruhig an!

Bis zur Geburt heißt es nun warten und entspannen. Doch in Wirklichkeit sieht das bei den meisten Müttern ganz anders aus. Die einen entwickeln einen sehr starken Putzfimmeln. Alles wird geputzt, geordnet und neu gestaltet. Diese ausgeprägte Nestbauphase überbrückt zwar die Zeit bis zur Geburt, doch der Körper der Frau braucht in den meisten Fällen Ruhe und Entspannung für die Geburt. Lassen Sie ruhig alles liegen, spannen Sie Freunde und Verwandte für die Hausarbeit ein und tanken Sie Kraft für Ihre Geburt. Andere Mütter, vor allem Frauen, die das erste Mal ein Baby bekommen sind sehr unruhig und nervös. Sie befürchten das es zu einem vorzeitigen Blasensprung kommt. Allerdings haben das nur etwa 15 Prozent aller Schwangeren. Platzt die Fruchtblase vorher, kann es noch bis zu einigen Stunden dauern, bis die Wehen beginnen.

Warten auf die Geburt

Sie haben also auch in diesem Fall ausreichend Zeit Ihre Hebamme und Ihren Frauenarzt zu kontaktieren, sich fertig zu machen und zum Krankenhaus zu fahren. Übrigens: Fast alle Babys kommen in Deutschland in einem Krankenhaus zur Welt. Lediglich zwei Prozent werden in Geburtshäusern, Arztpraxen oder zu Hause geboren. Oftmals nimmt zum Ende der Schwangerschaft auch der Ausfluss sehr stark zu. Dabei muss das nicht immer schlecht sein und kann sogar darauf hindeuten, dass die Geburt bald bevorsteht oder dass Ihr Immunsystem sehr gut funktioniert. Es gibt sehr viele natürliche Methoden um die Wehentätigkeit zu fördern, bzw. die Geburt einzuleiten. Meist ist dies in der 39. SSW noch nicht nötig und wird von Ärzten erst ab der 40. SSW empfohlen. Doch greifen Frauen meist auf einige Tricks zurück, wenn Ihnen die Schwangerschaft sehr stark zu schaffen macht, das Baby bereits bereit ist aber der Geburtsvorgang einfach nicht starten will. Es gibt mehrere Möglichkeiten, die Wehen selbst einzuleiten und somit den Geburtsvorgang zu eröffnen. Doch letztendlich entscheidet Ihr Baby, ob es kommen will.

39+0 SSW: So lange kann die Geburt dauern

Viele werdende Mamas fragen sich in der 39+0 SSW wie lange die Geburt ihres Kindes dauern wird. Allerdings kann Ihnen die Frage niemand genau beantworten. Durchschnittswerte können hier eine kleine Orientierung geben. Frauen, die das erste Mal ein Baby bekommen, haben im Durchschnitt eine Geburtsdauer von etwa 13 Stunden, doch auch mehr wie 20 Stunden sind schon vorgekommen und nicht selten. In manchen Fällen kann das erste Baby auch sehr schnell auf die Welt kommen. Frauen dagegen, die schon ein oder mehrere Babys entbunden haben, können meist nach einer Geburtsdauer von etwa acht Stunden ihr Baby in den Arm schließen. Der Geburtsbeginn startet ab dem Zeitpunkt, wenn Sie die ersten Eröffnungswehen spüren und Ihr Muttermund beginnt, sich zu öffnen.

Einige Frauen haben bereits vor dieser Phase sehr schmerzhafte und häufige Vorwehen, bei anderen startet die Geburt mit den Eröffnungswehen. Geburten, die weniger als zwei Stunden in Anspruch nehmen, auch Sturzgeburten genannt, sind sehr selten und nur bei Frauen zu bemerken, die schon mehrere Babys auf die Welt gebracht haben. Die Eröffnungswehen sind bei solchen Frauen sehr intensiv, doch haben die Frauen meist nur sehr geringe Schmerzen. Die Presswehen überraschen sie dann plötzlich. Dauert die Geburt sehr lange und ist sowohl für Mama als auch ihr Baby sehr anstrengend, wird hier von schmerzhaften aber nicht effektiven Eröffnungswehen gesprochen. Dieser Fall tritt auf, wenn sich der Muttermund in der Eröffnungsphase pro Stunde weniger als einen Zentimeter öffnet.

39. SSW: Wehentätigkeit fördern

Dauert die Geburt sehr lange und kommen die Wehen nur sehr selten und nicht effektiv genug, werden Hebamme oder Ihr Arzt versuchen durch eine manuelle Anregung des Muttermunds die Wehentätigkeit anzuregen. Bei dieser Methode werden Prostaglandine im Körper der Frau freigesetzt. Diese spielen während der Geburt eine sehr wichtige Rolle. Sofern auch der Blasensprung noch nicht erfolgte, kann die Fruchtblase manuell geöffnet werden. Dazu kann ein langes, dünnes Instrument oder auch ein Fingerling verwendet werden. Auch ist es möglich, dass die Frau Medikamente bekommt, damit die Wehentätigkeit stärker einsetzt. Diese werden aber meist nur eingesetzt, wenn der Geburtsvorgang nicht weiter geht und Mutter sowie Baby sehr müde sind.

Anregung des Muttermundes

Als Erstes werden Prostaglandine in Form von Vaginalzäpfchen oder auch als Gel verwendet. Daraufhin können sich sehr starke Wehen lösen. Wurde dadurch die Geburt nicht beschleunigt, wird nun auf einen Wehentropf zurückgegriffen. Dabei wird der Mutter eine künstliche Version des Hormons Oxytocin (Syntocinon) injiziert. Im Regelfall ist dieses Verfahren sehr wirksam, kann die Wehentätigkeit erhöhen und in manchen Fällen sogar zu sehr starken und unkontrollierbaren Wehenschmerzen führen. Geraten wird hierbei dann zu einer Epiduralanästhesie. Doch die Wehentätigkeit kann nicht nur durch medizinische Methoden verstärkt werden. Hebammen können auch auf naturheilkundliche Verfahren zurückgreifen. In den meisten Fällen liegen die Gründe für eine sehr lange Geburt darin, dass das Baby nicht gut liegt, zu schwache Wehen auftreten, das Becken der Mutter zu klein oder sogar verletzt ist, oder dass die Mutter körperliche Blockaden hat. Hier helfen Hebammen, diese Blockaden zu lösen.

Anspannung blockiert Wehen

Hat die Mutter sehr viel Angst vor der Geburt oder ist sogar sehr angespannt, kann das ebenfalls dazu beitragen, dass die Geburt nur sehr langsam vonstatten geht. Helfen kann hier, wenn der Geburtspartner und auch das Personal im Krankenhaus die Mutter unterstützend begleiten. Es hilft oftmals auch, die Geburtsposition zu verändern oder auch zwischen durch etwas zu essen bzw. zu trinken. Wichtig ist daher, dass die Mutter vor der Geburt und wenn die Eröffnungswehen beginnen, viel trinkt und auch einige nahrhafte Snacks zu sich nimmt.

Quellen:

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Über Verena Janssen

Die 38-Jährige Autorin und Mutter lebt mit ihrem Mann und ihren Kindern Paul Oskar (7) und Ella Marie (4) in schönen Fulda. Sie liebt Musik und versucht momentan ihren Kindern das Klavier spielen beizubringen. Wenn sie mal etwas Zeit für sich hat, powert sie sich beim Volleyball spielen aus.

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39. Woche

Im Geburtsvorbereitungskurs hat man Ihnen einen Überblick über die verschiedensten Methoden der natürlichen Schmerzerleichterung gegeben, z.B. Massage, Atem- und Entspannungsübungen, Akupunktur, körperliche Bewegung, warmes Wasser als Bad oder Dusche, Homöopathie, Hypnose, Aromatherapie und vieles mehr.

Auch die medizinischen Möglichkeiten der Schmerzbekämpfung, der Analgesie und Anästhesie sind besprochen worden. Was auch immer Sie für sich persönlich passend finden, denken Sie daran, dass Sie die Entscheidungen fällen – und dass Sie jederzeit Ihre Entscheidung ändern können!

Wenn Sie zu den Risikoschwangeren gehören, zum Beispiel mit Diabetes mellitus, Bluthochdruck oder anderen chronischen vorbestehenden Erkrankungen, oder wenn Sie Zwillinge erwarten, kann eine künstliche Geburtseinleitung schon jetzt sinnvoll sein. Ihr Frauenarzt, Ihre Frauenärztin wird das genau mit Ihnen besprechen. Ein geplanter Kaiserschnitt oder Wunschkaiserschnitt wird wahrscheinlich in dieser Woche durchgeführt.

Die Bewegungen Ihres Kindes sind in der 39. SSW nicht mehr so häufig zu spüren. Es sitzt jetzt mit angewinkelten Beinen und verschränkten Armen – da bleibt für Bewegungen nicht viel Platz! Erschrecken Sie nicht, wenn es sich kaum noch und nur noch langsam bewegt. Immerhin ist es ja jetzt – ausgestreckt – schon ca. einen halben Meter lang! Wenn es wach ist, sind seine Augen jetzt ständig geöffnet.

Ihre Schwangerschaft in Zahlen:

  • 39. Woche nach dem 1. Tag d. letzten Periode
  • 38 Wochen + 1 – 7 Tage (ärztliche Berechnung)
  • 37. Woche nach der Befruchtung
  • Kopfdurchmesser des Fetus: ca. 90-103 mm
  • Gewicht des Fetus: ca. 3350 g
  • Länge des Fetus: ca. 49 cm

Häufige Fragen in dieser Woche:

Bilden sich Hämorrhoiden nach der Geburt zurück?

Mir hilft eine Wärmflasche so gut gegen Blähungen. Oder kann das zu heiss für mein Baby sein?

Wie kann ich harmlose Vorwehen von echten vorzeitigen Wehen unterscheiden?

Zur 38. Woche

Zur 40. Woche

Letzte Aktualisierung : 14-11-18, BH

Schwangerschaftswoche 39

Babys Entwicklung

In der 39. Schwangerschaftswoche heißt es: Endspurt! Es dauert nicht mehr lange, bis Sie Ihr Kleines endlich auf der Welt begrüßen können. Das rasante Wachstum, das Ihr Baby im letzten Schwangerschaftsdrittel hingelegt hat, verlangsamt sich nun. Die Füße des Ungeborenen sind jetzt meist etwas länger als sein Oberschenkelknochen.

Die sogenannte Käseschmiere auf Babys Haut wird zum Geburtstermin weniger. Ganz verschwindet sie jedoch nicht, denn sie trägt dazu bei, dass das Baby bei der Geburt leichter durch den Geburtskanal gleitet. Darüber hinaus schützt sie Ihr Kleines nach der Geburt vor Wärmeverlust. Jetzt – im Mutterleib – ist sie aber noch dazu da, die Haut Ihres Kleinen vom Fruchtwasser abzuschirmen.

Nimmt die Schicht schon vor der Geburt zu sehr ab, kann es passieren, dass das Fruchtwasser die Haut des Babys aufquellen lässt. Diese Gefahr besteht jedoch in der Regel höchstens, wenn das Kind erst weit nach dem errechneten Termin zur Welt kommt. „Übertragene Kinder haben oft direkt nach der Geburt sogenannte Waschfrauenhände“, sagt Dr. Mirja Pagenkemper, die im Rahmen der PRINCE-Studie (Prenatal Identification of Childrens Health) zur vorgeburtlichen Prägung forscht. „Stellenweise kann sich die oberste Hautschicht auch ablösen.“

Als übertragen gilt ein Baby allerdings erst ab der 42. Woche. Eine Geburt bis 10 Tage vor oder 10 Tage nach dem Geburtstermin gilt als termingerecht, da der errechnete Tag nur ein Anhaltspunkt ist. Trotzdem achtet der Arzt bei etwas verspäteten Babys darauf, dass sie im Mutterleib noch gut versorgt sind. Neben der Messung der Herztöne des Ungeborenen macht er einen Ultraschall und bestimmt die Fruchtwassermenge. „Da auch sie zur Geburt hin abnimmt, ist sie ein wichtiger Indikator dafür, wie gut das Kind noch von der Plazenta versorgt werden kann“, sagt Pagenkemper.

Schwangerschaftswoche 39 / 39 Wochen schwanger

Sie sind nun in der 39. Schwangerschaftswoche: bis zum errechnete Entbindungstermin sind es nur noch eine Woche oder wenige Tage. Doch die wenigsten Babys kommen wirklich zum errechneten Termin auf die Welt. Die Geburt kann nun jeden Moment losgehen. Dadurch sind die meisten schwangeren Frauen sehr ungeduldig, können aber auch sehr viel Energie haben und noch einen regelrechten Nestbautrieb entwickeln. Nach der 41. SSW bzw. wenn das Baby auch zehn Tage nach dem errechneten Entbindungstermin noch nicht da ist, wird von „übertragen“ gesprochen. Doch solange es Ihrem Baby an nichts fehlt, brauchen Sie sich darüber keine Gedanken machen. Erst wenn es nicht mehr ausreichend versorgt wird oder Komplikationen zu erwarten sind, wird die Geburt künstlich eingeleitet.

SSW 39: Entwicklung des Babys

Schwangerschaftswoche 39: Fruchtwasser wird trübe

Circa 51 Zentimeter lang ist Ihr Baby in dieser Woche schon. Es kann bereits jetzt ein Gewicht von etwa 3.250 Gramm auf die Waage bringen. Die restliche Zeit bis zur Geburt wird es auch weiterhin Gewicht zulegen. Wachsen tut Ihr Baby nicht mehr schnell. Viele Babys haben auch schon ab der 36. SSW aufgehört zu wachsen. Beachten Sie, dass sich jedes Baby individuell entwickelt. Sind die einen Babys leicht und zierlich und wiegen bei der Geburt bis 3 Kilogramm, können andere Baby auch bis zu vier Kilogramm wiegen. Die Entwicklung der Lunge ist nun vollständig abgeschlossen. Sie produzieren nun Kortison und können sich so nach der Geburt ohne Probleme aufblasen und auch den Atemrhythmus schneller stabilisieren. Von Kindsbewegungen merken Sie in der Schwangerschaft 39. SSW nichts mehr.

Ihr Baby hat kaum mehr Platz sich zu bewegen und schläft sehr viel. In dieser Woche fallen nun auch die restlichen Lanugo-Haare aus. An manchen Körperstellen können sie noch bleiben, werden aber in den ersten Wochen nach der Geburt selbst ausfallen. Auch die Käseschmiere löst sich zunehmend. Dadurch ist das Fruchtwasser nicht mehr klar, sondern milchig-weiß. Im Fruchtwasser befinden sich unter anderem auch Hautzellen, denn vor der Geburt löst sich die oberste Hautschicht des Babys und es wächst eine neue heran. Schon im zweiten Trimester haben sich die Milchzahnanlagen entwickelt. Ab dieser Woche zeichnen sich die Konturen nun stark ab. Aber erst etwa sechs Monate nach der Geburt fangen die Zähnchen zu wachsen an. Das Baby bereitet sich nun zunehmend auf die Geburt vor und produziert eigenständig Hormone. Unter anderem werden während der Geburt Stresshormone freigesetzt. Diese helfen dabei, dass das Baby nach der Geburt seine Körperfunktionen aufnimmt. Da die Plazenta die Versorgung ab da nicht mehr unternimmt, ist dieser Vorgang sehr wichtig.

39 Wochen schwanger: Angst vor einen vorzeitigen Blasensprung

Für die Mama heißt es, die restliche Zeit zu genießen und die Kraft für die Geburt aufsparen. Doch die meisten Mamas sind voller Energie und Tatendrang. Sie putzen, ordnen und gestalten alles neu. Zwar vergeht so die Zeit bis zur Geburt schneller, doch sind diese Ertüchtigungen für den Körper zu diesem Zeitpunkt nicht wirklich gut. Legen Sie die Beine hoch und spannen Sie Ihren Partner sowie die Familie für alles weitere ein. Frauen, die das erste Mal Mama werden, sind sehr nervös und meist auch sehr unruhig. Oftmals befürchten Sie, dass es zu einem vorzeitigen Blasensprung kommt. Doch nur 15 % aller Schwangeren haben einen vorzeitigen Blasensprung. Kommt es zu einem vorzeitigen Blasensprung, kann es sogar noch Stunden dauern, bis die Wehen einsetzen.

Genug Zeit, in der Ihre Hebamme oder Ihr Arzt kontaktiert werden können und auch genügend Zeit sich noch mal frisch zu machen, zu stärken und sich langsam auf den Weg zum Krankenhaus zu machen. In Deutschland werden die meisten Kinder in einem Krankenhaus geboren. Etwa zwei Prozent werden in Geburtshäusern, in der Arztpraxis oder zu Hause entbunden. Für andere Mütter kann die Geburt nicht schnell genug kommen. Die Schwangerschaft ist zunehmend anstrengend, viele leiden stark unter der körperlichen Belastung und möchten die Wehentätigkeit eigenständig fördern. Doch sollten Sie diese Entscheidung mit Ihrer Hebamme oder Frauenarzt besprechen. Es wird erst ab der 40. SSW dazu geraten, Wehen selbst einzuleiten, anders kann es sein, das weder Sie noch Ihr Kind bereit dafür sind. So kann diese Förderung sogar nach hinten los gehen. Von manchen Methoden, wie Treppen steigen oder Wehencocktails ist ganz abzuraten. Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Hebamme, wenn Ihnen die Schwangerschaft in der 39. SSW sehr zu schaffen macht.

39. Schwangerschaftswoche. Wie lange dauert die Geburt?

Diese Frage stellen sich viele Mamas, vor allem diejenigen, die das erste Mal ein Kind erwarten. Doch individuell kann Ihnen diese Frage niemand genau beantworten. Orientieren können Sie sich anhand von Durchschnittszahlen. Bei Erstgebärenden kann die Geburt etwa 13 Stunden dauern. Auch kann diese mehr als 20 Stunden in Anspruch nehmen. Auch gab es schon Fälle, dass auch das erste Baby sehr schnell das Licht der Welt erblickt hat. Frauen, die schon mal entbunden haben, haben im Durchschnitt eine Geburtsdauer von etwa acht Stunden. Doch bevor Sie jetzt in Panik geraten. Geburtsdauer ist nicht gleich Austreibungsphase, sondern startet, wenn die ersten Eröffnungswehen beginnen und sich Ihr Muttermund öffnet.

Manche Frauen können auch schon vor dieser Zeit schmerzhafte und sehr intensive Vorwehen haben, andere bemerken den Beginn der Geburt erst mit den Eröffnungswehen. Sturzgeburten treten eher selten auf und dauern meist weniger als zwei Stunden. Oftmals sind Sturzgeburten nur bei Frauen der Fall, die schon mehrmals ein Baby bekommen haben. Hier sind die Wehen sehr stark und die Frauen haben sehr geringe Schmerzen. Die Presswehen treten dann so plötzlich auf, dass die Frauen davon überrascht sind. Für Mutter und Baby ist eine sehr lange Geburt sehr anstrengend. Dabei handelt es sich meistens zwar um sehr schmerzhafte aber nicht wirklich effektive Eröffnungswehen. Oftmals ist es auch so, dass der Muttermund sich pro Stunde mit weniger als einem Zentimeter öffnet.

39. Wochen schwanger: Wenn die Geburt zu lange dauert

Treten während der Geburt die Wehen nur selten auf, sind nicht effektiv und dauert die Geburt sehr lange, helfen Hebamme oder Arzt mit einer manuellen Anregung des Muttermunds. Dadurch wir die Wehentätigkeit gefördert. Diese Methode setzt Prostaglandine frei und spielt für die Geburt einen sehr wichtigen Faktor. Platzt auch die Fruchtblase nicht, kann sie mithilfe eines langen, dünnen Instruments geöffnet werden oder auch mit einem Fingerling. Um die Wehentätigkeit zu intensivieren, kann die Mutter Medikamente bekommen. Anwendung finden sie allerdings nur, wenn der Geburtsvorgang stoppt und Mutter als auch Baby erschöpft sind. Zuerst setzt man hier auf Prostaglandine. Diese werden entweder als Vaginalzäpfchen oder als Gel eingesetzt. Wehen können sich anschließend auslösen.

Kommt es aber nach wie vor nicht zur Geburt, bekommt die Frau einen Wehentropf. Dieser besteht aus einer künstlichen Variante des Hormons Oxytocin. Es ist im Normalfall sehr wirksam und kann die Wehentätigkeit fördern. Allerdings kann die Mama auch starke Schmerzen durch die unkontrollierten Wehen bekommen. Zusätzlich bekommt die Schwangere dann meist noch eine Epiduralanästhesie. Hebammen können auch versuchen auf naturheilkundliche Verfahren zu setzen.

39. Schwangerschaftswoche: Alternative Methoden die Geburt zu beschleunigen

Die Gründe für eine lange Geburt sind sehr verschieden. Das Baby kann die falsche Position haben, es können zu schwache Wehen auftreten, das Becken ist zu klein oder verletzt. Auch kann es daran liegen, dass die Mutter Angst hat, körperliche Blockaden aufbaut oder sogar sehr angespannt ist. Hebammen versuchen dann durch naturheilkundliche Verfahren der Mutter zu helfen ihre Blockaden zu lösen. Unterstützend begleitet wird die Mama durch ihren Partner und durch das Krankenhauspersonal. Manchmal hilft es auch, wenn die Gebärende ihre Position ändern, etwas isst oder auch trinkt. Daher noch ein

Tipp: Merken Sie, dass die Geburt los geht, essen Sie noch einen kleinen leichten Snack und trinken Sie ausreichend.

Wichtige Fakten zur 39. Schwangerschaftswoche

  • Entspannen Sie sich bis zur Geburt und tanken Sie Kraft
  • Die Geburt kann jeden Moment losgehen
  • Das Baby produziert viele Stresshormone, die ihm durch den Geburtsvorgang helfen und auch unterstützen die Körperfunktionen nach der Geburt anzuschalten
  • Kindsbewegungen lassen nun nach, Baby schläft viel

Achtung!
Auch wenn die Schwangerschaft allmählich sehr anstrengd wird, Wehen eigenständig einleiten, sollten Sie nur nach Rücksprache mit Ihrem Arzt oder Hebamme! Empfohlen wird die Wehenförderung erst ab der 40. SSW.

Das können Sie jetzt tun

  • Haben Sie alles, was Sie für die Zeit nach der Geburt brauchen?
  • Haben Sie Ihre Kliniktasche gepackt?

Größe und Entwicklung des Babys in der 39. SSW

In der 39. Schwangerschaftswoche (38+0 bis 38+6) wiegt Ihr Baby etwa 3.250 Gramm und hat eine Größe von 50 Zentimetern. Ihr Kind und die Nabelschnur haben in der 39. Schwangerschaftswoche die gleiche Länge erreicht.

Wehen fördern – Hausmittel im Überblick

Durch die Hormone, die Ihr Körper im Moment produziert, können bei Ihrem Baby, egal ob Junge oder Mädchen, bei der Geburt die Brüste oder Genitalien angeschwollen sein. Diese Vergrößerung verschwindet aber wieder, wenn Ihr Kleines von Ihrem Blutkreislauf getrennt wurde. Bei der Geburt hat Ihr Baby 300 Knochen. Im Körper eines Erwachsenen befinden sich allerdings nur noch 206 Knochen. Das liegt daran, dass bestimmte Knochen, wie beispielsweise Schädelknochen, während des Wachstums miteinander verschmelzen.

Die meisten europäischen Babys kommen mit dunkelblauen Augen zur Welt. Diese Augenfarbebleibt jedoch nicht bestehen. Sie entwickelt sich in den ersten Lebenstagen und -monaten. Erst nach einiger Zeit wird Ihr Baby Ihnen seine wahre Augenfarbe verraten.

So verändert sich Ihr Körper in der 39. Schwangerschaftswoche (39. SSW)

Viele Schwangere fühlen sich in der 39. Schwangerschaftswoche zunehmend unwohl. Das gesamte Becken und fast der ganze Bauchraum werden mittlerweile von der Gebärmutter ausgefüllt. Der große, runde Bauch ist überall im Weg und es fällt schwer, eine bequeme Position zum Schlafen oder Sitzen zu finden. Auch das Laufen wird beschwerlich. Bewegen Sie sich trotzdem oft, um sich auf die Geburt vorzubereiten. Bei den meisten Schwangeren kehrt der verstärkte Harndrang, den sie vielleicht schon vom Beginn ihrer Schwangerschaft kennen, wieder zurück. Die Haut am Bauch ist so stark gedehnt, dass sich Spannungsgefühl und Juckreiz ausbreiten. Bei all den Beschwerden ist es ganz natürlich, dass Sie sich die Geburt Ihres Babys herbeisehnen. Bleiben Sie trotzdem ruhig und gelassen. Abwarten ist angesagt! Planen Sie leichte Aktivitäten am Tag und treffen Sie sich mit Ihren Freundinnen zum Frühstück oder Mittagessen. Genießen Sie die ruhigen Stunden in Zweisamkeit mit Ihrem Partner und versuchen Sie nachts zur Ruhe zu kommen und zu schlafen.

Wehen fördern in der 39. SSW?

Wenn die Wartezeit in der 39. SSW zu beschwerlich wird und Ihre Hebamme oder Frauenärztin zustimmt, gibt es hilfreiche Mittel, selbst ein wenig nachzuhelfen. Sanfte Methoden wie Wehentees, Bäder oder Massagen können das Auslösen von Wehen unterstützen.

Karpaltunnelsyndrom: Beschwerden in den Händen

Durch die Wassereinlagerungen treten am Ende der Schwangerschaft häufig Beschwerden in den Händen auf. Der sogenannte Karpaltunnel am Handgelenk schwillt an und drückt auf einen Nerv. Dies führt zu Schmerzen und Taubheitsgefühlen. Zwei bis drei Wochen nach der Geburt verschwinden die Beschwerden meistens wieder. Wenn Sie darunter leiden, können Sie sich mit kalten oder lauwarmen Wassergüssen Linderung verschaffen.

Geht es jetzt los? Das „Zeichen“ für die Geburt

Neben den Senkwehen, die das Baby tiefer in Ihr Becken schieben, tritt um die 39. Schwangerschaftswoche herum auch das „Zeichen“ auf. Einige Tage, manchmal aber auch Wochen, vor der Geburt löst sich ein Schleimpfropf und Sie bemerken einen weißlich-gelben Ausfluss in Ihrem Slip. Der Schleimpfropf hat bisher Ihren Muttermund verschlossen und das Abgehen ist ein Zeichen dafür, dass sich dieser nun leicht geöffnet hat.

In der 39. Schwangerschaftswoche heißt es: abwarten. Genießen Sie die Zeit bis zur Geburt mit Ihrem Partner © iStock.com/Jacob Wackerhausen

Was ist, wenn die Fruchtblase platzt?

Im Gegensatz zu den Schwangerschaften in Hollywood-Filmen platzt die Fruchtblase nur bei ca. 15 Prozent aller Geburten. Wenn Sie merken, dass Fruchtwasser austritt, sollten Sie Ruhe bewahren und umgehend in die Klinik fahren.

39. Schwangerschaftswoche (SSW)/10. Monat: Tipps & Überblick

  • Sie haben bis jetzt auf die Unterstützung einer Hebamme verzichtet und würden nun doch gerne Hilfe für die erste Zeit mit Ihrem Baby bekommen? Sie haben immer noch die Möglichkeit sich eine Nachsorgehebamme zu suchen, die Sie und Ihr Kind betreut. Scheuen Sie sich nicht diese Hilfe in Anspruch zu nehmen und organisieren Sie dies lieber noch, bevor das Baby da ist und Sie jede Menge um die Ohren haben.
  • Die Kindbewegungen sind nun aufgrund des Platzmangels sehr wenig geworden.
  • Wird Ihr Mann bei der Geburt dabei sein? Dann lassen Sie ihn hier nochmal lesen, wie er Ihnen dabei helfen kann und wie nicht.

Videos zur 39. Schwangerschaftswoche (39. SSW)

Pauline NEIN!| Mittagessen kochen & Ehekrieg | Wochenwechsel 39. SSW | Isabeau

JvkEUSzBYK8

Schwanger # 12 – SSW 39+3,Louis lässt sich Zeit/Das Ende der Reihe und nun???/Danksagung 🙂

Wachsende Ungeduld in der 39. SSW und ein deutlicher Nestbautrieb setzt ein.

Die vier Phasen der Geburt und die Entwicklung Ihres Babys in dieser Woche.

  • Deutlicher Nestbautrieb in der 39. SSW
  • Die vier Phasen der Geburt
  • Das Baby in der 39. SSW

Carlas Tagebuch, 39. SSW : „Ich setze mich nur noch auf zentimeterdicke Kissen – oder auf das Sofa. Harte Untergründe sind absolut unangenehm. Das liegt wohl daran, dass der Kopf unserer Süßen kräftig auf den Beckenboden drückt. Da will man am liebsten rufen: Komm doch endlich raus!
Bei der geburtsvorbereitenden Akkupunktur saß letzte Woche noch eine nette Runde aus meinem alten Geburtsvorbereitungskurs, gestern fehlten schon zwei davon. Wahrscheinlich bleibe ich irgendwann alleine übrig!
Zuhause vertreibe ich mir die Wartezeit damit, ein paar schöne Bilder für das Kinderzimmer zu malen und alles irgendwie aufzuräumen. Betonung liegt dabei auf „irgendwie“, weil ich das Gefühl habe, in einem Medizinball festzustecken. Die Beweglichkeit ist gleich null! Thomas hat irgendwo gelesen, dass man mit Sex die Geburt ankurbeln kann und er meinte augenzwinkernd: „Vielleicht sollten wir es mal versuchen …“. Ich kann es kaum glauben, dass er mich überhaupt noch attraktiv findet in diesem Zustand. Und wie um alles in der Welt stellt er sich das überhaupt praktisch vor?“

Je näher der ET rückt, desto mehr greift bei vielen Schwangeren die Ungeduld um sich: Egal, ob Liegen, Sitzen, oder Stehen, alles ist irgendwie unangenehm. Beim Laufen geht der werdenden Mutter in der 39. SSW recht schnell die Puste aus, sogar das Singen strengt an. Und dann sind da noch die anderen Schwangeren aus dem Geburtsvorbereitungskurs, die nach und nach ihre Babys bekommen …

39 SSW: Nestbautrieb am Ende der Schwangerschaft

Ablenkung tut jetzt wirklich not! Und weil die meisten Hochschwangeren den größten Teil des Tages ohnehin zu Hause verbringen, versuchen sie häufig, das Heim auf Hochglanz zu bringen. Dabei sollten sie keinesfalls mehr auf Leitern steigen oder sich in anderer Weise der Gefahr aussetzen, zu stürzen! Auch schweres Heben ist natürlich tabu. Malen und Basteln für das Kinderzimmer, Dekoartikel kaufen und diese aufstellen: Das ist schon eine passendere Beschäftigung. Bei den anstrengenderen Haushaltsarbeiten sollten Frauen in dieser Schwangerschaftsphase sich nicht scheuen, jemanden um Hilfe zu bitten. Entspannung und Krafttanken sind gefragt!

Die 4 Phasen der Geburt: Höchstleistung im perfekten Timing

Der Geburtsvorgang besitzt ein perfektes Timing, das darauf ausgerichtet ist, das Baby durch den engen Geburtskanal zu transportieren. Dabei wirken enorme physische Kräfte, die der Körper ganz von selbst nach Bedarf dosiert.

Erste Phase: die Eröffnungsphase

In der Eröffnungsphase treten die ersten regelmäßigen Wehen auf, die zunächst einen Abstand von etwa fünf bis sieben Minuten besitzen. Diese Kontraktionen sind nur wenig schmerzhaft, sie bereiten gezielt den Geburtsweg vor: Der längliche Gebärmutterhals zieht sich durch die kräftigen Muskelbewegungen der Gebärmutter in den Uterus hinein, er „verstreicht“. Ist er nach außen nicht mehr tastbar, beginnt der Muttermund, sich bis auf etwa 8 Zentimeter zu öffnen. Der Gebärmutterhals liegt nun wie ein dünner Rand um den Babykopf herum – die Hebamme kann mit ihren Fingern genau fühlen, wann es so weit ist. Eine aufrechte Position und stetige Bewegung, zum Beispiel leichtes Beckenkreisen auf dem Gymnastikball, sind in dieser Phase hilfreich.

Zweite Phase: die Übergangsphase

Ein vollständig geöffneter Muttermund ist etwa 10 Zentimeter weit, die letzten 2 Zentimeter liegen in der Übergangsphase. Die Wehen werden spürbar kräftiger, wahrscheinlich auch schmerzhafter. Atmen Sie weiter gut in die Wehen hinein, schwimmen Sie auf ihnen wie auf regelmäßigen Wellen, das verleiht Ihnen nicht nur Kraft, sondern dient auch der Entspannung. Jede einzelne Wehen-Welle bringt Sie näher zu Ihrem Baby! Während der Muttermund sich weiter öffnet, drehen die Kontraktionen das Kind mit einer Art Schraubbewegung zuerst in den Beckeingang, und dann bis auf den Beckenboden. Das nennt die Hebamme „Einstellen“ des Kindes – die Phase kann ganz kurz sein, sich aber auch über Stunden hinziehen.

Dritte Phase: die Austreibungsphase

Nun schiebt der weibliche Körper das Baby kraftvoll heraus, die Frau verspürt einen starken Drang, zu drücken. Wenn die Hebamme ihr „Okay“ gibt, dann ist es so weit: Geben Sie alles! Viele Frauen stoßen spätestens jetzt Kraftschreie aus, manchmal schimpfen und fluchen sie auch. Die begleitende Hebamme wird sie dabei nicht zurückhalten, eher im Gegenteil: Das Schreien tut der werdenden Mutter gut und potenziert ihre Kraft. Nach einigen Presswehen – die Anzahl ist von Fall zu Fall äußerst unterschiedlich – wird endlich das Köpfchen sichtbar. Dann nur noch ein- oder zweimal kräftig pressen und das Baby purzelt auf die Welt, in die schützenden Arme der Hebamme.

Vierte Phase: die Nachgeburtsphase

Das Baby ist da! Die meisten Mütter und Väter erleben nun einen Freudentaumel, sie dürfen zum ersten Mal im Leben ihr eigenes Kind im Arm halten. Doch noch ist nicht alles geschafft: Spätestens dann, wenn das Neugeborene zum ersten Mal an der mütterlichen Brust saugt, löst sich die Plazenta endgültig ab und die Gebärmutter stößt sie nach draußen. Das tut jetzt wirklich nicht mehr weh, ist aber ein äußerst wichtiger Vorgang für die Rückbildung des Uterus. Die Hebamme überprüft, ob tatsächlich alle Teile der Plazenta draußen sind, der Arzt näht eventuelle Geburtsverletzungen. Jetzt beginnt für die junge Familie die Wochenbettzeit – und ein aufregendes Leben mit Kind.

Babymaße in der 39. SSW

Etwa 50 cm lang ist der Zwerg im Bauch jetzt schon – die meisten Babys wiegen in dieser Schwangerschaftswoche deutlich über 3.000 g. In den letzten paar Wochen hat das Kind mehr an Gewicht als an Länge zugelegt, auch jetzt lagert es weiter Fett an.

Ein weiteres interessantes Maß ist der Kopfumfang des Babys, den der Arzt per Ultraschall messen kann. Die meisten Babys haben zur Geburt einen Kopfumgang zwischen 32 und 36 cm. Mädchen besitzen tendenziell einen kleineren Schädel, weil ihr Körper insgesamt meistens zierlicher ist. Natürlich gibt es auch bei dieser Regel reichlich Ausnahmen! Schwangere sollten nicht allzu ängstlich auf den Kopfumfang ihres Kindes schielen, denn auch Babys mit stolzem 38 cm-Schädel passen normalerweise noch ohne größere Probleme durch den Geburtskanal!

Lunge und Zahnfleisch in der 39. Schwangerschaftswoche

Die Lungenflügel des Ungeborenen in der 39. SSW produzieren bereits selbständig Kortison. Mit Hilfe dieses Stoffes entfalten sich die Lungenbläschen nach der Geburt und ein stabiler Atemrhythmus setzt ein. Die Lanugo-Behaarung ist bei den meisten Kindern nun vollständig verschwunden, sehr wenige Babys besitzen noch ein paar Haare an begrenzten Körperstellen.

Die sich vertiefenden Furchen im Zahnfleisch kündigen die ersten Milchzähne an, die jedoch bei den meisten Kindern erst im zweiten Lebenshalbjahr durchbrechen. Einige wenige Babys kommen bereits mit einem ersten Zähnchen auf die Welt, doch das hat echten Seltenheitswert!

Das Fruchtwasser trübt sich

Die Fruchtwassermenge hat mit 1,5 l in der 38. SSW ihren Höhepunkt erreicht und nimmt nun langsam wieder ab. Bei 40+0 ist nur noch etwa ein Liter der für das Baby lebenswichtigen Flüssigkeit vorhanden. Das Fruchtwasser zeigt sich nun längst nicht mehr so schön klar wie in den Wochen zuvor. Kein Wunder, denn es enthält nun ebenso Reste der Lanugo-Behaarung wie auch gelöste Käseschmiere und Hautzellen des Kindes. Das Baby erhält auf den letzten Metern vor der Geburt noch eine Haut-Rundumerneuerung, die oberste Hautschicht schält sich ab und wird komplett ersetzt. Wegen all dieser Inhaltsstoffe sieht das Fruchtwasser nun milchig-trüb aus.

Die 39. Schwangerschaftswoche im Überblick:

  • Das Baby ist jetzt ca. 50 cm groß und wiegt etwa 3000 g
  • Die Lagunabehaarung ist verschwunden
  • Die Lunge ist voll ausgebildet und produziert bereits Kortison
  • Die Fruchtwassermenge nimmt jetzt langsam wieder ab
  • 39 SSW: Die Geburt steht kurz bevor …

39. SSW: Gewicht und Entwicklung des Babys

Bis zum errechneten Geburtstermin sind es ab dieser Woche nur noch wenige Tage. Die meisten Babys kommen kaum am errechneten Entbindungstermin auf die Welt. Gerade mal fünf Prozent aller Kinder kommen pünktlich. Andere kommen 14 Tage vor oder danach auf die Welt, gelten ab auch als termingerecht. Das Baby ist in der 39. SSW körperlich darauf vorbereitet, außerhalb des Mutterleibs zu überleben. Kommt es nach der 41. SSW zur Welt gilt es als „übertragen“. Doch in den meisten Fällen ist das kein Grund zur Sorge und erst, wenn es zu Komplikationen kommen kann oder sogar das Baby nicht mehr ausreichend versorgt wird, wird die Geburt künstlich eingeleitet.

SSW 39: Entwicklung des Babys

39. SSW: Die Entwicklung des Babys ist abgeschlossen

Etwa 51 Zentimeter lang ist das Baby in der 39. SSW, gemessen von Scheitel bis Ferse. Weiter wachsen wird es kaum noch. Einige Babys wachsen schon ab der 36. SSW nicht mehr. Schon in der 38. SSW haben die Lungen des Babys damit begonnen, Kortison zu produzieren. Somit haben Sie die letzte Entwicklungsstufe abgeschlossen und können sich damit nach der Geburt ohne Probleme aufblasen und rasch den Atemrhythmus stabilisieren.

Die Kindsbewegungen sind in der 39. SSW kaum mehr zu bemerken. In der Gebärmutter ist nun sehr wenig Platz und daher schläft das Baby sehr viel. Bis auf ein paar wenige Rückstände hat sich das Lanugo-Haar nun gelöst und auch die Käseschmiere ist nun verschwunden. Bleibt an einigen Stellen noch etwas von dem weichen Flaum zurück, wird es nach der Geburt von alleine ausfallen. Bereits im zweiten Drittel der Schwangerschaft haben sich die Anlagen für die Milchzähne entwickelt. Nun bilden sich die Konturen dafür stärker aus. Allerdings werden die ersten Zähnchen des Babys erst etwa sechs Monate nach der Geburt zeigen.

39. SSW: Baby kann mehr als drei Kilo wiegen

Etwa 3.250 Gramm wiegt das Baby in der 39. SSW. Doch jedes Baby wächst und nimmt sehr individuell zu. Daher kann es bei der Geburt auch etwas kleiner, zarter und ein Geburtsgewicht von unter 3.000 Gramm haben. Andere Kinder können sehr schwer sein und bei der Geburt bis zu vier Kilogramm wiegen. Bis es zur Geburt kommt, lagert das Baby auch in der 39. SSW weiterhin Fettpolsterchen an. In der 39. SSW ist das Fruchtwasser schon nicht mehr klar. Dadurch, dass die Käseschmiere sich nun löst, ist das Fruchtwasser trüb und hat eine milchig-weiße Farbe. Zusätzlich schwimmen auch Hautzellen des Babys darin rum. Denn in den letzten Tagen vor der Entbindung schält sich die oberste Schicht der Haut ab. Es wächst eine neue Haut.

Diese Substanz nimmt Ihr Baby beim Trinken auf, sie lagert sich im Darm ab und wird innerhalb der ersten 48 Stunden nach der Geburt als Kindspech ausgeschieden. Erst sobald das Baby das erste Mal von Mamas Brust trinkt oder aus dem Fläschchen, setzt die tatsächliche Verdauung ein. Da sich auch das Baby auf die Geburt vorbereitet, schüttet es nun sehr stark Hormone aus. Während dem Geburtsvorgang schüttet sein kleiner Körper mehr Stresshormone aus. In seinem ganzen Leben wird es nicht mehr so viele davon produzieren. Doch diese Hormone helfen dem Baby nach der Geburt seine Körperfunktion aufzunehmen. Denn es wird ab da nicht mehr von der Plazenta versorgt.

Schwangerschaftskalender

39. Schwangerschaftswoche (39. SSW)

Du bist Dir ziemlich sicher, dass es echte Wehen sind, die von Deinem Rücken bis runter in die Beine ziehen und Deinen Bauch hart werden lassen. Aber wann genau nun losfahren? Vielleicht geht es Dir so wie über der Hälfte der werdenden Eltern: Sie fahren lieber früher in die Klinik. Das Problem: Auch wenn die Geburt noch nicht begonnen hat, schicken heute die wenigsten Krankenhäuser werdende Eltern wieder nach Hause. Aus Freundlichkeit, weil man niemanden unbehütet lassen möchte. Und aus Sorge, sie könnten sich im letzten Moment noch eine andere Geburtsstation aussuchen. Aber wenn Du erst einmal in der Klinik bist, läuft im Hintergrund die Zeit. Für Dich, aber auch für die Geburtshelfer. Nach 24 Stunden ist so gut wie jedes Paar mürbe und nimmt den angebotenen Wehentropf erleichtert an. Aber künstlich angestoßene Wehen verlaufen anders als natürliche. Sie tun mehr weh. Die Folge: fast immer eine PDA, fast immer Eingriffe wie etwa die Saugglocke in der letzten Phase der Geburt oder sogar ein Kaiserschnitt. Deshalb unser Tipp, wenn die Wehen nicht schon volle Aufmerksamkeit verlangen, sondern Du noch ganz gut gemütlich zuhause auf dem Sofa liegen kannst: Überlege, ob Du dort nicht noch ein bisschen bleiben willst. Wenn Du unsicher bist: Rufe die Hebamme an, oder, falls Du keine hast, die diensthabende Hebamme in der Klinik.

39. SSW: Dein Baby in der 39. Schwangerschaftswoche

39. SSW Wehen: Sind es schon Geburtswehen?

Woran merke ich, dass das Baby kommt? Vor allem Erstgebärende fühlen sich beim Thema Wehen unsicher. Sind es nun Übungswehen, Senkwehen oder doch „echte“ Wehen? Merken kannst du dir: Wenn die Kontraktionen regelmäßig werden, dann kommt die Stoppuhr ins Spiel: Wie häufig kommen sie und bleibt es bei der Regelmäßigkeit oder geht es wieder vorüber? Lies hier alles darüber, wie man Geburtswehen erkennen kann.

39. SSW: Wehen auslösen

Viele Schwangere fühlen sich in der 39. Schwangerschaftswoche nicht besonders wohl. Die große Babykugel ist gefühlt überall im Weg, du hast vielleicht Rückenschmerzen und es fällt dir zunehmend schwer, eine bequeme Position zum Schlafen oder Sitzen zu finden. Viele sehnen dann in der 39.SSW Wehen herbei. Wenn du es in der 39. SSW also schon eilig hast, die Geburt zu erleben, dann werden dir einige Leute Tipps wie diese geben:

  • „Geh‘ spazieren und steige Treppen“
  • „Hab‘ Sex mit deinem Partner“
  • „Trink‘ einen Wehencocktail“

Diese Maßnahmen können eventuell wirklich den Beginn der Geburt beeinflussen – müssen es aber nicht. Erspare deinem Baby also vielleicht den Alkohol im Wehencocktail und dir selbst das Rizinusöl, welches darin ist und lass es einfach kommen, wie es kommt. Eine Geburt, die auf natürliche Weise beginnt, endet weniger häufig in einem Kaiserschnitt als Geburten, die eingeleitet wurden.

Wichtig: Möchtest du trotzdem versuchen deine Wehen etwas voranzutreiben, dann nicht in Eigenregie. Halte immer vorher Absprache mit deinem Arzt und/oder deiner Hebamme! Auch, wenn es bloß um Himbeerblättertee geht.

Bewegung an der frischen Luft ist immer eine gute Sache. Bedenke aber bei einem Spaziergang auch, dass der Rückweg noch zu bewältigen ist, sollten die Wehen unterwegs losgehen. Weitere Methoden, um deine Wehen zu fördern, findest du in unseren Ratgeberartikel: „Wehen fördern: So kannst du die Geburt anregen“.

39. SSW: Ein Wechselbad der Gefühle

Bei vielen Schwangeren macht sich jetzt Angst vor der Geburt bemerkbar. In der 39. Woche schwanger zu sein bedeutet oft ein Wechselbad der Gefühle. Du fühlst dich kugelrund und schwankst zwischen „Wann ist es endlich soweit?!“ und „Ich will nicht in den Kreißsaal!!“?

Wird die Geburt gut gehen?

Eine Sorge, die viele Schwangere haben, betrifft die Nabelschnur: Kann sie sich um den Hals wickeln? Tatsächlich haben etwa 25 Prozent aller Babys die Nabelschnur um den Hals gewickelt, doch nur in wenigen Fällen ist das eine Gefahr. Problematisch ist es nur, wenn die Nabelschnur sehr eng um den Hals des Babys liegt oder sich verknotet hat. Eine solche Komplikation zeichnet sich aber für gewöhnlich rechtzeitig bei der Geburt ab. Die Hebamme, die über das CTG die Herztöne des Babys überwacht, wird in der Regel schon vor der Austreibungsphase bemerken, wenn die Herztöne bei den Wehen verringert sind und entsprechende Maßnahmen ergreifen.

Die meisten Geburten verlaufen normal. Stellen sich dennoch Komplikationen ein, wird es meist früh genug bemerkt, um einzugreifen beziehungsweise einen Kaiserschnitt in die Wege zu leiten.

Wie lange dauert eine Geburt?

Auch wenn das jetzt ziemlich unbefriedigend ist: Diese Frage lässt sich leider nicht pauschal beantworten. Die Geburtsdauer ist nämlich von Frau zu Frau und sogar von Geburt zu Geburt verschieden. Im Extremfall kannst du über 24 Stunden Wehen haben oder du bringst dein Kind schon nach zwei Stunden zur Welt. Beides entspricht aber nicht der Norm. Eine normale Geburt dauert zwischen vier und 18 Stunden und verläuft in drei Phasen:

  • Eröffnungsperiode
  • Austreibungsperiode mit Pressphase
  • Nachgeburtsperiode

In der 39. Schwangerschaftswoche (39. SSW) steht die Geburt des Kindes unmittelbar bevor. Womöglich kommt es jetzt sogar schon zur Welt. PraxisVita erklärt, was auf der Zielgerade noch alles passiert.

Nach vielen Monaten ist der Moment endlich ganz nah: In wenigen Tagen erblickt das Kind das Licht der Welt. Bei der werdenden Mutter mischen sich in der 39. SSW womöglich Angst vor der Geburt, Vorfreude auf das Baby und Erleichterung, dass die Schwangerschaft endlich vorbei ist. Möglicherweise ist der Nachwuchs aber schneller da, als erwartet. Nur etwa jedes 20. Baby kommt am errechneten Geburtstermin zur Welt. Rund 80 Prozent werden in den zwei Wochen vor beziehungsweise nach dem Termin geboren. Werdende Mütter sollten deshalb in der vorletzten Schwangerschaftswoche auf besonders ungeduldigen Nachwuchs eingestellt sein.

Die meisten Kinder kommmen zwei Wochen vor oder nach dem errechneten Geburtstermin zur Welt. Foto: iStock/Wavebreakmedia

39. SSW: Was passiert im Körper?

Der Körper der Schwangeren wird in den letzten Tagen noch mal aufs Äußerste gefordert. Der Bauch ist prall gespannt, das Gewicht des Fötus verursacht im Sitzen, Stehen und Liegen Beschwerden. Schwangere leiden nun verstärkt unter ziehenden Schmerzen im Rücken und im Unterleib. Oft treten auch Übelkeit und Durchfall auf. Hinzu kommen psychische Belastungen. Viele Frauen verspüren in den letzten Tagen vor der Geburt eine innere Unruhe und können nur noch schlecht schlafen. In der Endphase der Schwangerschaft trägt falscher Alarm zur Unruhe bei. Die Vorwehen oder Übungswehen treten häufiger auf. Diese Kontraktionen der Gebärmutter können so stark ausfallen, dass sie für „echte“ Wehen (Eröffnungswehen) gehalten werden. Die Vorwehen haben jedoch noch keine Auswirkungen auf den Muttermund. Selbiges gilt für Senkwehen, mit deren Hilfe das Ungeborene in Richtung Geburtskanal rutscht.

Bei Erstgebärenden treten Senkwehen in der Regel etwa ab der 36. SSW auf. Frauen, die bereits Kinder geboren haben, verspüren Senkwehen hingegen möglicherweise erst wenige Tage vor der Geburt. Vorwehen und Senkwehen unterscheiden sich von Geburtswehen unter anderem dadurch, dass sie unregelmäßig und mit größeren Zeitabständen auftreten. Die Beschwerden lassen sich durch Wärme (Wärmflasche, Körnerkissen) lindern. Treten die Wehen in der 39. SSW aber regelmäßig und immer kürzenden Abständen auf, hat es das Baby womöglich tatsächlich eilig. Weitere Anzeichen für die bevorstehende Geburt sind Blutungen sowie der Abgang des Schleimpfropfens, der den Gebärmutterhals verschlossen hat. Platzt die Fruchtblase, muss die Schwangere sofort ins Krankenhaus. Bei einer regulären Geburt geschieht der sogenannte „Blasensprung“ aber erst unmittelbar vor der Niederkunft, wenn der Muttermund vollständig geöffnet ist.

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Wie entwickelt sich der Fötus in der 39. SSW?

Der Fötus hat in der 39. SSW nahezu Größe und Gewicht der Geburt erreicht. Neugeborene sind in Deutschland etwa 48 bis 54 Zentimeter groß und bringen rund 2800 bis 4000 Gramm auf die Waage. Kommt ein Baby jetzt zur Welt, ist das in aller Regel kein Problem. Das Kind ist voll entwickelt und gilt seit der 38. SSW bei der Geburt nicht mehr als Frühchen. Der Fötus nutzt die letzten Tage der Schwangerschaft dazu, seine Fettreserven aufzufüllen. Die halten das Baby nach der Geburt warm und versorgen es mit Energie. Die meisten Ungeborenen entledigen sich kurz vor der Niederkunft auch des Wollhaars und eines Großteils der Käseschmiere, die ihre Haut im Fruchtwasser geschützt haben.

Der Fötus ist außerhalb der Gebärmutter nun vollkommen lebensfähig und bereit das Licht der Welt zu erblicken. Foto: iStock/Eraxion

39. SSW: Darauf sollten Sie achten

Manche Frauen werden in den letzten Schwangerschaftswochen besonders nervös. Ist auch wirklich alles für die Ankunft des Nachwuchses vorbereitet? Bei allem Tatendrang müssen sich Schwangere aber so gut wie möglich entspannen und schonen. Spätestens ab jetzt sollten sie sich verstärkt auf Partner, Verwandte und hilfsbereite Freunde verlassen, wenn es um Haushalt, Erledigungen oder die Betreuung von Kindern geht. Die Arbeitsteilung kann ein guter Testlauf für die Zeit nach der Geburt sein. Die Mutter hat dann genug mit dem Baby zu tun und sollte so weit wie möglich entlastet werden.

Foto: iStock/AleksandarNakic

Hier finden Sie alle Schwangerschaftswochen auf einen Blick!

Im Trubel nach der Niederkunft geht Organisatorisches leicht unter. Eine Liste kann dabei helfen, notwendige Behördengänge festzuhalten und die Erledigung vorab zu delegieren.

Dazu gehören unter anderem:
• Innerhalb einer Woche nach der Geburt: Ein sorgeberechtigtes Elternteil meldet das Kind beim Standesamt an. Dort wird die Geburtsurkunde ausgestellt. In vielen Fällen erledigt die Geburtsklinik diesen Schritt. Erkundigen Sie sich im Vorfeld beim zuständigen Standesamt, welche Unterlagen Sie benötigen.
• Möglichst bald nach der Geburt: Ist die Mutter angestellt, informiert sie den Arbeitgeber schriftlich oder mündlich über die Geburt.
• Innerhalb einer Woche nach der Geburt: Der Antrag auf Elternzeit muss dem Arbeitgeber spätestens sieben Wochen vor Beginn der Elternzeit vorliegen. Die Elternzeit beginnt nach dem achtwöchigen Mutterschutz.
• Wenn die Geburtsurkunde vorliegt: Ein Elternteil beantragt bei seiner Kasse die Familien-Krankenversicherung für das Kind. Sind Mutter und Vater gesetzlich und privat versichert, muss mit der gesetzlichen Krankenkasse Rücksprache gehalten werden. Bei unverheirateten Eltern benötigt der Vater für den Antrag bei seiner Kasse die Vaterschaftsanerkennung.

Das ist die 38. SSW (Schwanger­schafts­woche) auf einen Blick

Ab der 38. Schwangerschaftswoche wird der Frauenarzt besonders darauf achten, dass die Plazenta, also der Mutterkuchen, noch richtig arbeitet und dass die Schwangere noch genug Fruchtwasser hat. Bei – eher seltenen – Auffälligkeiten kann dann rechtzeitig die Geburt eingeleitet oder ein Kaiserschnitt gemacht werden, damit es für Mutter und Kind keine Komplikationen gibt.

Das Baby ist jetzt mit etwa 49 Zentimetern und 3.100 Gramm bereit für die Geburt! Bis zum errechneten Geburtstermin ist jeder weitere Tag aber gut für seine Entwicklung und hilft ihm, nötige Energie zu tanken.

Es gibt eine Differenz zwischen Schwangerschaftswoche und Alter des Babys: Insgesamt umfasst eine Schwangerschaft 40 Wochen oder zehn Monate. Dabei startet die Berechnung etwa zwei Wochen vor der Befruchtung – nämlich mit dem ersten Tag der letzten Regelblutung. Die Rechnung hat sich bewährt, weil sich nicht bei jeder Frau der Termin des Eisprungs rückwirkend eindeutig bestimmen lässt. In der 38. SSW ist das Baby daher etwa 36 Wochen alt.

Das Baby in der 38. SSW

In der 38. SSW wiegt das Baby etwa 3.100 Gramm bei etwa 49 Zentimetern. Wenn das nicht das erste Kind der werdenden Mutter ist, kann es sein, dass das Baby in der 38. Schwangerschaftswoche noch nicht in der optimalen Geburtsposition liegt. Selbst während der Geburt kann es sich dann noch drehen. Arzt oder Hebamme können die Drehung bei der Geburt zusätzlich unterstützen.

So liegt das Baby richtig
Den meisten ist bekannt, dass ein Baby mit dem Kopf nach unten liegen soll, also in der sogenannten Schädellage. Tatsächlich ist es für eine reibungslose Geburt aber auch wichtig, wohin das Ungeborene dabei schaut.
Am einfachsten verläuft die Geburt, wenn das Baby nach hinten, also zum mütterlichen Rücken hin, schaut, und den Kopf auf die Brust neigt. Sein Hinterkopf und Rücken zeigen so nach vorne. Diese Lage nennt man vordere Hinterhauptslage.

Ungünstige Ausgangslage
Es gibt verschiedene ungünstige Ausgangslagen, aus denen heraus die Geburt erschwert wird, Hilfsmittel eingesetzt werden müssen oder gar ein Kaiserschnitt nötig werden kann. In vielen Fällen kann das Kind aber durch die Unterstützung von Hebamme oder Frauenarzt noch während der Geburt oder schon im Vorfeld in eine bessere Position gedreht werden.

Wenn das Baby zwar mit dem Kopf nach unten, aber mit dem Gesicht nach vorne (zum mütterlichen Bauch hin) liegt (hintere Hinterhauptslage), ist das eine ungünstigere Ausgangslage für die Geburt. Für das Baby ist es aus dieser Startposition schwerer, sich durch das Becken zu drehen. Darum dauern solche Geburten oft länger oder gehen gar nicht voran. Dreht sich das Baby gar nicht, kommt es mit dem Gesicht nach oben zur Welt und sieht den Geburtshelfer direkt an. In diesem Fall ist es oft nötig, eine Zange oder Saugglocke zur Unterstützung zu nehmen.

Eine weitere ungünstige Ausgangslage ist die Vorderhauptslage. Das Baby legt dabei den Kopf in den Nacken, anstatt ihn nach vorne zur Brust zu neigen. Auch dann kann es sein, dass die Geburt durch eine Saugglocke oder Geburtszange unterstützt werden muss.

Im Verlauf der Schwangerschaft werden sich die Größe und das Gewicht des Babys immer individueller entwickeln. Die hier genannten Werte können deshalb nur Durchschnittswerte sein. Werdende Eltern sollten sich daher keine Sorgen machen, wenn die vom Frauenarzt ermittelten Werte von den hier genannten abweichen.

Die Mutter in der 38. SSW

Sind das Geburtswehen? Geht es schon los? Viele werdende Mütter werden jetzt nervös und deuten jedes Ziehen als beginnende Geburt! Aber immer mit der Ruhe. In dieser Zeit haben viele Schwangere erst einmal nur Senkwehen und Übungswehen, die ihren Körper auf die Geburt vorbereiten und das Baby tiefer ins Becken schieben.

Wenn der Bauch in unregelmäßigen Abständen kurz hart wird, sich diese Abstände aber nicht verkürzen oder regelmäßiger auftreten, handelt es sich vermutlich um Übungswehen. Das kann die werdende Mutter mit einem warmen Bad überprüfen: Wenn die Wehen nachlassen und sie sich entspannen kann, waren es keine Geburtswehen. Auch Positionsänderungen können die Vorwehen lindern.

Geburtswehen äußern sich ganz anders. Sie werden immer stärker und kommen in immer kürzeren Intervallen. Wenn die Schwangere sich bewegt oder heiß badet, werden auch die Geburtswehen stärker. Geburtswehen lassen auch nicht nach, wenn die werdende Mutter ihre Position ändert.

Mögliche Anzeichen für die bevorstehende Geburt

  • Einige Schwangere bekommen kurz vor der Geburt leichten Durchfall.
  • Etwa eine Woche vor der Geburt nehmen viele werdende Mütter plötzlich nicht mehr zu, einige nehmen sogar etwas ab.
  • Viele Frauen sind kurz vor der Geburt von einem Moment zum anderen unkonzentriert und ungeduldig und verspüren starke Unruhe.
  • Das Zeichnen: Während der Schwangerschaft ist der Muttermund durch einen, oft blutigen, Schleimpfropf verschlossen. Dieser kann sich einige Tage bis Wochen vor der Geburt lösen, was die werdende Mutter als leichten, blutigen Ausfluss beobachten kann. Das Zeichnen kann auf die bevorstehende Geburt hinweisen, muss das aber nicht zwingend.

Achtung: Wenn ein starker, hellroter Ausfluss auftritt, kann das ein Anzeichen für eine vorzeitige Plazentaablösung sein und sollte vom Frauenarzt untersucht werden.

Weitere Informationen zu Schwangerschaftsverlauf und Babys Entwicklung findest du bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA).

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