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Von der ersten Wehe bis zur Geburt: Das solltet ihr über die Entbindung wissen

Die Entbindung wird von den meisten Frauen heiß herbeigesehnt – zum einen, weil für viele Schwangere die letzten Wochen vor der Entbindung überwiegend anstrengend sind. Aber auch, weil sie ihr Kind jetzt endlich richtig kennenlernen möchten.
Gleichzeitig macht sich aber oft auch die Angst vor der Entbindung breit. Erstgebärende fragen sich, was bei der Entbindung auf sie zukommt. Frauen, die schon Kinder haben, fragen sich, ob es auch diesmal so gut oder vielleicht auch so schlecht läuft wie bei der letzten Entbindung.

Damit ihr in diesem überwältigenden Augenblick nicht in Panik geratet, könnt ihr hier schon einmal nachlesen, wie die Entbindung – von den Vorwehen bis zu den ersten Untersuchungen des neugeborenen Kindes – genau abläuft.

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Erste Anzeichen, dass die Entbindung kurz bevorsteht

Um die 38. Woche herum (es kann aber auch schon früher sein) solltet ihr besonderes aufmerksam auf den Körper hören: Verschiedene Anzeichen weisen darauf hin, dass die Geburt kurz bevorsteht. Diese Symptome könnt ihr bereits mehrere Tage vor der Geburt, aber auch erst am Vorabend des großen Tages spüren.

  • Schweregefühl: Die ersten Anzeichen sind ein Gefühl der Schwere, größere Schwierigkeiten bei der Fortbewegung sowie wahrscheinlich ein leichtes Ziehen im Unterleib und im Becken. Vielleicht fühlt ihr euch auch ganz allgemein körperlich unwohl. Das sind die Symptome einer hormonellen Umstellung einerseits und der gesamten Kettenreaktion, die der Entbindung vorangeht, andererseits.
  • Müdigkeit: Zu dem allgemeinen Schweregefühl kommt ein verstärktes Müdigkeitsgefühl hinzu. Die geringsten Alltagstätigkeiten, die Zubereitung des Essens oder das Treppensteigen werden fast ein Ding des Unmöglichen. Ruht euch aus, delegiert und lasst die anderen arbeiten. Vor allem: Bleibt aufmerksam und hört auf die Veränderungen des Körpers, um euch im richtigen Augenblick auf den Weg ins Krankenhaus machen zu können!
  • Zeichen: Der Schleimpfropf, der während der Schwangerschaft den Muttermund versiegelt hat, geht ein oder zwei Tage vor oder sogar erst am Tag der Entbindung als klare Flüssigkeit oder zäher Schleim ab. Der Abgang des Schleimpfropfes, auch Zeichnen oder Zeichenblutung genannt, ist kein Geburtsbeginn, sondern eher ein Vorbote. Generell lassen die Wehen danach nicht mehr lange auf sich warten. Manchmal treten sie auch zum selben Zeitpunkt ein.

Die Geburt steht kurz bevor: DAS sind 4 eindeutige Anzeichen!

Die verschiedenen Phasen der Entbindung

Die Geburt wird in drei Phasen unterteilt:
1. Die Eröffnungsphase
Die erste Phase ist die Eröffnungsphase, in der sich der Muttermund dehnt (bis zu 10 Zentimeter). Dabei wird das Kind in den Geburtskanal gedrängt. Diese Phase kann bis zu 24 Stunden dauern. Einen Großteil dieser Phase erlebt man zu Hause und nicht im Krankenhaus.
Eine natürliche Entbindung über die Scheide kann erst stattfinden, wenn der Muttermund vollständig, das heißt ca. 10 cm weit, geöffnet ist. Bei Erstgebärenden kann dies bis zu 8 Stunden in Anspruch nehmen. Bei Mehrgebärenden geht es schneller.
Wenn die Eröffnung des Muttermunds abgeschlossen ist und die Austreibungsphase beginnt, verkürzt sich der Abstand zwischen den Wehen und es tritt alle 3-4 Minuten eine Kontraktion auf.
2. Die Austreibungsphase
Die Austreibungsphase beginnt nach Öffnung des Muttermundes und dauert durchschnittlich 20 bis 75 Minuten.
Wenn das Baby mit dem Köpfchen voran ins knöcherne Becken gerutscht ist, erfolgen die Wehen im 2-Minutentakt. Um gut durch das Becken zu passen, nimmt das Baby eine leicht seitlich gedrehte Körperhaltung ein und hat den Kopf mit dem Kinn auf die Brust geneigt. Das Baby taucht durch das Becken und ändert dann für das letzte Stück auf dem Weg nach draußen seine Kopfhaltung: Es hebt das Kinn und schaut mit dem Gesicht nach unten (Richtung Boden). Genau in diesem Moment müssen Sie pressen.
Das Baby löst selbst den Pressdrang aus, indem es auf den Damm drückt und beschleunigt damit das Austreten aus dem mütterlichen Becken. Wartet, bis ihr vom Arzt zum Pressen aufgefordert werdet und atmet dann vor dem Pressen erst tief ein: Denn beim Pressen wird die Luft mehrere Sekunden lang angehalten, danach wird ausgeatmet.
Keine Angst, die Hebamme und der Arzt sagen euch ganz klar, wann geatmet und wann gepresst werden muss. Wenn der Arzt das Köpfchen des Babys vorsichtig in Empfang nimmt, müsst noch ein letztes Mal pressen, um seinen gesamten Körper hinauszudrücken.
3. Die Nachgeburtsphase,
In der Nachgeburtsphase geht der Mutterkuchen (die Plazenta) ab: 10-20 Minuten nach der Entbindung setzen wieder Wehen ein, um den Mutterkuchen (Plazenta) auszustoßen. Der Arzt oder die Hebamme können diesen Vorgang unterstützen, indem sie auf den Bauch drücken.

Die Schmerzen werden stärker

Die Wehen verursachen immer stärkere Schmerzen:

Je kürzer die Abstände zwischen den Kontraktionen, desto intensiver die Schmerzen. Es kann sein, dass ihr zunächst keinen Schmerz, sondern nur eine leichte Verhärtung des Bauches spürt, wenn ihr die Hand auflegt. Nach und nach wird der Schmerz dann im Bauch, oft aber auf auch in Nieren oder sogar an der Vulva, spürbar sein.

  • Dieser Schmerz tritt schubweise ein: Er ist erst nur leicht spürbar, nimmt dann zu und ebbt schließlich wieder ab, wenn sich der Uterusmuskel entspannt. Je enger die Abstände zwischen den Wehen werden, desto intensiver wird der Schmerz sein. ​

​Sind das „echte“ Wehen? Um sicher zu sein, dass es sich um „echte“ Wehen (und nicht um die in den letzten Schwangerschaftswochen häufig auftretenden Vorwehen) handelt, könnt ihr beispielsweise ein Bad nehmen. Nehmen die Beschwerden im warmen Wasser nicht ab, handelt es sich um echte Wehen.

Intervalle zwischen den Wehen

  • Notiert die Intervalle zwischen den Wehen: Zu Beginn (das kann 48 oder 24 Stunden vor der Geburt sein!) sind die Abstände zwischen den Kontraktionen noch groß: 1 Stunde oder mehr. Wenn die Zeitspanne zwischen den Wehen immer kürzer wird und nur noch 15 bis 20 Minuten beträgt, ist es Zeit ins Krankenhaus zu fahren. Bei einer zweiten Geburt solltet ihr euch schon früher auf den Weg machen: Denn beim zweiten Kind können die letzten Wehen deutlich kürzer sein als bei einer Erstgeburt.

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Was passiert bei den Wehen?

Der Uterusmuskel zieht sich, unter dem Einfluss der Geburt auslösenden Hormone, in regelmäßigen Abständen zusammen: erst in großen, dann in immer kürzeren Intervallen. Diese „Uterusarbeit“ veranlasst die Abwärtsbewegung des Babys in Richtung Vagina und ermöglicht die Verkürzung und Erweiterung des Muttermundes (bis zu 10 cm), sodass das Baby natürlich „ausgestoßen“ werden kann.

Erste Anzeichen oder Fehlalarm? Was Schwangere über Wehen wissen sollten

Der Blasensprung

Der Blasensprung, das bedeutet der Abgang des Fruchtwassers, ist für die werdende Mama das Startsignal:
Sie sollte sich jetzt auf den Weg ins Krankenhaus machen. Denn auch wenn der Blasensprung an sich noch kein Geburtsbeginn ist, kann er diesen auslösen.

Das Baby hat sich in der Plazenta, einem mit einer amniotischen Flüssigkeit gefüllten „Sack“, entwickelt. Wenn der Schleimpfropfen abgeht und der Muttermund sich öffnet, ist die Plazenta nicht mehr geschützt: Sie kann z.B. unter dem Druck des Babykopfes oder unter dem Einfluss der Muskeln der Mutter jeden Augenblick verletzt werden. Wenn dies geschieht, tritt die amniotische Flüssigkeit aus. Das nennt man den Fruchtwasserabgang.

Tut der Blasensprung weh?

Da die Fruchtblase keine Nerven enthält, tut ein Blasensprung nicht weh. Manchmal wird er wie ein innerlicher Knall wahrgenommen und wird meist nur dadurch bemerkt, dass plötzlich klare, warme Flüssigkeit abgeht, die Frauen zunächst oft für Urin halten.

Muss man warten, bevor man sich auf den Weg ins Krankenhaus macht?

Nein. Selbst wenn die Abstände zwischen den Wehen noch relativ groß sind, solltet ihr ohne zu zögern ins Krankenhaus fahren. Da das Baby nicht mehr im gewohnten Umfeld geschützt ist, bestehen einige Risiken: Das Baby kann sich infizieren, die Nabelschnur kann nach unten rutschen und bei der Entbindung für Komplikationen sorgen …
Gut zu wissen: Geburt: Wann sollte man ins Krankenhaus fahren?

Die Entbindung: Das passiert im Krankenhaus

Auf diesen Augenblick habt ihr gewartet, habt ihn euch im Kopf tausendmal vorgestellt. Jetzt ist es endlich soweit: Ihr werdet euer Kind kennenlernen! Doch trotz aller erwartungsvollen Aufregung habt ihr Angst: Was kommt im Krankenhaus auf euch zu?

Untersuchungen vor der Entbindung

Gleich nach der Ankunft im Krankenhaus wird die werdende Mama von der diensthabenden Hebamme und einem Arzt untersucht. Diese stellen zunächst fest, wie weit die Geburt bereits fortgeschritten ist. Dabei werden einige Untersuchungen durchgeführt:

  • CTG-Untersuchung, bzw. Kardiotokografie (Herzton-Wehen-Schreiber): Hier werden die kindlichen Herztöne sowie die Wehentätigkeit untersucht. Es dient dazu das Baby permanent elektronisch zu überwachen, um sich dessen Gesundheit zu vergewissern und im Notfall (z.B. bedenklicher Abfall der Herzfrequenz des Babys) einzugreifen (Notkaiserschnitt, falls die Ausstattung dafür vorhanden ist oder sofortige Überführung in die nächste Klinik).
  • Gynäkologische Untersuchung, um die Weite des Muttermundes zu bestimmen. Die Hebamme ertastet die Lage des Kindes und prüft durch die innere Untersuchung, wie weit sich der Muttermund schon gedehnt hat.
  • Manchmal eine Ultraschalluntersuchung
  • Allgemeine Untersuchungen: Überprüfung des Blutdrucks, der Temperatur, Blutentnahme …

Bei dieser Gelegenheit wird der Mutterpass benötigt! Es kann auch sein, dass ihr gefragt werdet, ob eure Schamhaare abrasiert werden dürfen, damit der Arzt das Perinäum (den Damm) besser sehen kann oder ob ihr einen Einlauf wünscht.

Zugang, Infusionen & Co.

Höchstwahrscheinlich wird man euch sofort nach der Ankunft im Krankenhaus einen Zugang (eine Nadel) legen, damit man im Kreißsaal im Notfall möglichst schnell per Infusion bestimmte Stoffe injizieren kann. Seid unbesorgt: Das ist normal. Es handelt sich um eine absolute Routinemaßnahme und ist eine zusätzliche Sicherheit für euch und das Baby.

Was ist eine Entbindung mit Periduralanästhesie?

Die Periduralanästhesie (PDA) ist eine rückenmarksnahe Lokalanästhesie, die zu einer absoluten Schmerzfreiheit der unteren Körperregion führt. Sie wird im Sitzen oder in seitlicher Lage verabreicht.

Wie wird die PDA verabreicht und wie wirkt sie?

Wenn ihr euch bei der Anmeldung in der Klinik für eine PDA entschieden habt, wird euch bei eurer Ankunft im Krankenhaus ein Anästhesist (Narkosearzt) untersuchen. Je nachdem wie weit der Muttermund schon geöffnet ist (3 cm, etwas weniger oder etwas mehr), wird er ein erstes Lokalanästhetikum injizieren und dann eine hauchdünne Nadel im Bereich des Wirbelkanals (zwischen dem 3. und dem 4. Wirbel) einstechen. An dieser Einstichstelle wird anschließend ein Katheter gelegt, in den ein weiteres Betäubungsmittel eingespritzt wird. Dieses dringt in die aus dem Rückenmark austretenden Nervenwurzeln ein und unterbricht somit die Schmerzleitung zum Gehirn.
Dank des Katheters kann das Betäubungsmittel während der Entbindung im Notfall nochmals eingespritzt werden. Habt keine Angst: Da ihr euch zum Zeitpunkt der Katheterlegung bereits unter lokaler Anästhesie befindet, spürt ihr nichts davon!

Spürt man mit der PDA trotzdem etwas?

Seid unbesorgt: Im Gegensatz zur allgemein verbreiteten Meinung geht es bei der PDA nicht darum, eine Nadel in die Wirbelsäule zu stechen! Das Lokalanästhetikum wird, wie bereits erwähnt, zwischen die Wirbel gespritzt, um die Nerven zu betäuben, die die Wirbelsäule umgeben. Sobald das Betäubungsmittel eingespritzt wurde, verschwindet der Schmerz – ohne die Mutter daran zu hindern die Geburt ihres Kindes ganz bewusst mitzuerleben (es sei denn das Produkt wurde in großen Mengen verabreicht): Ihr werdet das Absinken und den „Austritt“ des Kindes trotz PDA spüren! Die PDA ist heute eine sehr geläufige Technik und ein tolles Mittel, um die Geburt des Kindes in aller Ruhe mitzuerleben.

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Entbindung mit oder ohne Papa?

Auf diese Frage gibt es keine allgemeingültige Antwort. Jeder, das heißt euer Partner, muss seinen Gefühlen und Überzeugungen folgen und für sich entscheiden, ob er oder sie bei der Entbindung dabei sein will. Auch ihr müsst entscheiden, ob ihr jemanden an eurer Seite haben wollt. Die Anwesenheit des Partners kann für die Mutter eine Quelle des Trostes, der Aufmunterung und der Liebe sein, doch sollte die Entscheidung unbedingt zu zweit getroffen werden, ohne dass sich der eine oder andere unter Druck gesetzt fühlt.

Manche Männer möchten der Entbindung nicht beiwohnen: Sie haben Angst vor der Entbindung an sich, vor der „medizinischen Neutralisierung“ des so magischen Ereignisses, vor den Schmerzen … Oder sie möchten einfach nicht an einem Akt teilnehmen, den sie eindeutig der weiblichen Domäne zuordnen. Manche fürchten auch ihre Partnerin danach nicht mehr so zu sehen wie vorher und sich nach dem Schauspiel im Kreißsaal nicht mehr sexuell zu ihrer Partnerin hingezogen zu fühlen. Diesen Standpunkt muss die Partnerin respektieren.
Niemand außer euch beiden (vor allem nicht das Krankenhauspersonal) darf sich in diese Entscheidung einmischen! Lasst euch nicht beeinflussen, weder in die eine noch in die andere Richtung.

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Das passiert bei der Entbindung

Mit der Annäherung der Ausstoßphase des Babys folgen die Kontraktionen in immer geringeren Abständen (alle 3 bis 4 Minuten). Die Erweiterung des Muttermundes kann bereits 24 Stunden vor der Geburt beginnen. Doch im Durchschnitt dauert diese Phase beim ersten Kind rund 8 Stunden.

  • Austreibungsphase: Wenn das Baby im Bauch der Mutter abgesunken und in Richtung Geburtskanal gewandert ist, treten die Kontraktionen alle 2 Minuten auf und dauern etwa 60 Sekunden. Das Baby begibt sich nun idealerweise mit dem Kopf voraus in das Becken der Mutter. Diesen Weg wird es dann langsam mit auf die Brust geneigtem Kopf und in leichter Seitenlage fortsetzen.
  • Das Absinken des Babys in das Mutterbecken setzt sich fort. Der Kopf das Babys ändert nun seine Position und richtet sich auf, mit dem Gesicht Richtung Boden. In diesem Moment verspürt ihr das Bedürfnis zu pressen. Und das ist normal: Das Baby drückt auf den Damm und ruft damit den Press-Reflex hervor, der das Austreten des Babys aus dem Mutterbecken beschleunigt. (Das fühlt sich so ähnlich an, wie beim Stuhlgang.)
  • Folgt den Anweisungen des Arztes oder der Hebamme genauestens. Sie werden euch helfen, das Baby möglichst kräfteschonend auf die Welt zu bringen. Also wartet, bis man euch sagt zu pressen und atmet tief durch, wenn ihr dazu aufgefordert werdet. Sobald der Kopf des Babys zum Vorschein kommt und vom Arzt in die richtige Position gebracht wurde, presst ihr noch einmal, um den ganzen Körper des Babys auszustoßen.
  • Abgang des Mutterkuchens: 10 bis 20 Minuten nach der Geburt werden neue Kontraktionen den Abgang der Plazenta ermöglichen. Der Arzt oder die Hebamme werden euch helfen, den gesamten Mutterkuchen auszustoßen, indem sie auf euren Bauch drücken. Der Arzt wird überprüfen, ob auch die gesamte Plazenta ausgetreten ist und sich versichern, dass sich keine Plazentareste mehr im Uterus befinden. Denn das könnte ein Infektionsrisiko nach sich ziehen.

Was ist ein Dammschnitt?

Beim Dammschnitt, auch Episiotomie genannt, handelt es sich um einen kleinen Einschnitt in der Vaginawand und an den Dammmuskeln, der kurz vor dem Austritt des Kindes aus dem Mutterkörper (genauer gesagt: Wenn der Kopf des Babys zu sehen ist) durchgeführt wird. Immer mehr Ärzte entscheiden sich jedoch mittlerweile gegen einen Dammschnitt, weil der Riss besser heilen soll als der gezielte Schnitt.
Wann wird der Dammschnitt durchgeführt?
Der Dammschnitt wird in den folgenden Fällen durchgeführt:

  • wenn der Kopf des Kindes besonders groß ist (um das Ausstoßen des Kindes zu erleichtern)
  • wenn das Kind in Gefahr ist, z.B. wenn die kindlichen Herztöne abfallen (um die Geburt zu beschleunigen)
  • wenn die Weichteile sehr straff sind
  • bei Frühgeburten
  • wenn Dammriss droht (Der Dammschnitt dient der Entlastung des Beckenbodens. Er soll eine Überdehnung und Zerreißung der tiefen Beckenbodenmuskulatur vermeiden)
  • bei Beckenendlagen
  • bei jeder vaginaloperativen Entbindung

Wenn ihr euch für eine Periduralanästhesie entschieden habt, wird der Arzt den Einschnitt sofort wieder zunähen, sodass keine zusätzliche Anästhesie notwendig ist.
Die Verheilung
Die Heilung des Dammschnittes ist etwa 1-2 Wochen lang schmerzhaft (das ist von Frau zu Frau unterschiedlich). Wahrscheinlich werdet ihr Schwierigkeiten haben zu sitzen. Denkt daher daran euch einen weichen Sitzball anzuschaffen und euch nach der Toilette mit einem lauwarmen Haarfön zu trocknen!

Das passiert bei einer Zangengeburt

Die Zange (oder Forceps) erinnert an zwei große Löffel. Sie wird eingesetzt, wenn das Baby Schwierigkeiten hat aus dem Körper auszutreten oder wenn sich dessen Herztöne plötzlich verändern und das Baby möglichst schnell geboren werden muss. Auch wenn die Mutter aus gesundheitlichen Gründen (z.B. Asthma) nicht pressen darf oder auf Grund der Periduralanästhesie nicht genug Kraft zum Pressen hat, wird der Forceps eingesetzt.
Bei der Forcepsextraktion werden die beiden Löffel der Zange in die Vagina eingeführt und um den Kopf des Kindes gelegt, sodass der Arzt das Kind besser greifen und aus dem Körper der Mutter ziehen kann.

Das Baby ist endlich da!

Nun ist es endlich soweit: Das Baby hat das Licht der Welt erblickt. Es ist ein bisschen verschrumpelt, feucht und glitschig und ziemlich rot, und trotzdem das Schönste, was ihr je gesehen habt … Was geschieht nun direkt nachdem das Kind den Bauch verlassen hat?

  • Das Baby schreit: Sobald das Baby euren wohlig warmen Körper verlassen hat, wird es seinen ersten Schrei loslassen. Dieses Schreien ist das erste Lebenszeichen des Babys und absolut kein Ausdruck von Leid und Schmerzen! Auch wenn es sein kann, dass die Luft, die plötzlich in die Lungen des Babys eintritt und die amniotische Flüssigkeit, die sich dort bisher befand, für euren Schützling nicht gerade angenehm ist. In diesem Augenblick erreicht das Blut die Lungen und der Herz-Lungen-Kreislauf des Babys wird in Gang gesetzt. Das brennt natürlich ein bisschen … Aber der erste Schrei eures Kindes ist vor allem ein vitaler Reflex, durch den sein irdisches Dasein beginnt.

  • Die ersten Stunden mit dem Baby: Sobald das Baby das Licht der Welt erblickt und seinen ersten Schrei von sich gegeben hat, wird es euch auf den Bauch gelegt. Das Baby wird instinktiv die Brust seiner Mama suchen, und wenn ihr es gleich an die Brust legt, wird es auch sofort den Saugreflex haben. Und das wird für das Baby beruhigend und für die Mutter ein guter Beginn des Stillprozesses sein. Das Baby wird endlich seine erste Milch trinken: die nährstoff- und antikörperreiche Muttermilch.

Erste Vorsorgemaßnahmen

Bei dem Neugeborenen werden möglichst schnell nach der Geburt einige Untersuchungen und Versorgungsmaßnahmen durchgeführt:

  • Augen, Nase und Mund des Kindes werden von Blut und Schleim befreit.
  • Befreiung der Atemwege: Wenn sich das Baby nicht selbst durch Husten und Niesen vom restlichen Fruchtwasser und Schleim befreit, wird dieser von der Hebamme durch Mund und Nase abgesaugt.
  • Das Abtrennen der Nabelschnur: Die Nabelschnur wird mit zwei Klammern unterbunden, zwischen den beiden Klemmen durchtrennt (oft vom Vater!) und mit einem speziellen Pflaster versehen.
  • Herzrhythmus, Nervenreflexe und Muskeltätigkeit des Kindes werden untersucht.
  • Das Neugeborene bekommt zwei Tropfen Vitamin K auf die Zunge, um dem Vitamin-K-Mangel vorzubeugen.
  • Das Baby bekommt oft ein paar Augentropfen, um eine Infektion zu verhindern.
  • Das Kind wird gewogen.
  • Das Baby wird von der käseartigen Schmiere (Vernix) befreit, die seine Haut im Fruchtwasser geschützt hat (teilweise wird dieser Schutzfilm auch gelassen, da er auch von allein in die Haut des Babys einzieht).

Schließlich wird das Kind warm eingepackt – und dann gehört es allein euch. Genießt den Augenblick!

​Wie lange muss man im Krankenhaus bleiben?

Das hängt ganz vom Krankenhaus ab, aber normalerweise bleiben Mutter und Kind circa 3 Tage nach der Geburt im Krankenhaus.

Quellen und Informationen:

  • Bundeszentrale für Gesundheitliche Aufklärung (BZgA)
  • Bundesverband der Frauenärzte e.V.

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Anzeichen der Geburt: Das Baby macht sich auf den Weg

Einsetzende Wehen sind ein sicheres Signal des Körpers, dass die Geburt begonnen hat. Wie lange sie dauert, ist von Frau zu Frau und von Schwangerschaft zu Schwangerschaft sehr verschieden. © iStock.com/Kzenon

Rückt der errechnete Entbindungstermin näher, beginnt für die Eltern eine aufregende Zeit. Wann ist es endlich so weit? Vor allem Frauen, die das erste Kind bekommen, sind in dieser Frage sehr unsicher und haben Bedenken, den richtigen Zeitpunkt zu verpassen.

Doch auch Ärzte und Hebammen können den Zeitpunkt der Geburt nicht exakt voraussagen. Nur ganze fünf Prozent der Kinder kommen genau zum errechneten Geburtstermin zur Welt. Die Natur hält sich nicht an den Kalender, allein der Organismus der Frau und das Baby bestimmen, wann der richtige Zeitpunkt gekommen ist. Doch der Körper der Schwangeren sendet eine Reihe von Signalen, die die bevorstehende Geburt ankündigen. Diese Geburtssymptome sind jedoch bei jeder Schwangerschaft und jeder Frau unterschiedlich.

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Anzeichen für die Geburt

Die ersten Anzeichen, dass das Baby bald geboren wird, kann die werdende Mutter bereits einige Wochen vor der Geburt bemerken: Ab etwa der 36. Schwangerschaftswoche rutscht das Baby in der Gebärmutter tiefer in das Becken. Die Schwangere kann dabei Senkwehen (Vorwehen) verspüren.

Diese Kontraktionen der Gebärmutter können bis zu 40 Sekunden anhalten und unterschiedlich stark verlaufen – spürbar sind sie beispielweise als Ziehen im unteren Rücken, als Druck im Bauch, manche Schwangere verspüren nur Übelkeit oder Unwohlsein. Im Unterschied zu echten Wehen kommen Senkwehen nicht regelmäßig. Falls sich die Wehen jedoch regelmäßig wiederholen, macht sich das Baby auf den Weg in die Welt. Dann handelt es sich wahrscheinlich um die ersten Geburtswehen.

Weitere frühe Anzeichen für die bevorstehende Geburt sind:

  • Nestbautrieb: Die Schwangere breitet das Zuhause für das Kind vor.
  • das Gefühl, dass es nun genug ist mit dem Babybauch
  • Schlaflosigkeit
  • Antriebslosigkeit oder Müdigkeit
  • verminderter Appetit oder Heißhunger
  • Durchfall und vermehrter Harndrang
  • nachlassende Kindsbewegungen
  • Vormilch tritt aus den Brustwarzen aus

Neben diesen teilweise sehr unspezifischen Symptomen gibt es drei eindeutige körperliche Anzeichen, die ankündigen, dass das Baby bald geboren wird:

  • „Zeichnen“ – Ausfluss von blutigem Schleim aus der Scheide
  • platzende Fruchtblase mit Abgang von Fruchtwasser
  • regelmäßige Wehentätigkeit im Abstand von 10 bis 15 Minuten

1. Der Muttermund öffnet sich – „Zeichnen“

Während der Schwangerschaft ist der Muttermund fest verschlossen, zusätzlich bildet sich im Gebärmutterhals ein Schleimpfropf („Geburtskorken“) als Barriere gegen Infektionen. Unter dem Einfluss von Hormonen, die den Geburtsvorgang steuern, öffnet sich der Muttermund vor der Geburt stückweise. Dabei löst sich der Schleimpfropf und tritt, oft mit Blut vermischt, aus. Diesen Vorgang nennt man „Zeichnen“ – die Schwangere bemerkt einen rosafarbenen Ausfluss.

Bei den letzten Vorsorgeuntersuchungen in der Schwangerschaft prüft der Arzt auch, ob der Muttermund noch geschlossen ist. Der Zeitpunkt, wann sich der Muttermund zu öffnen beginnt, ist sehr unterschiedlich. Manchmal erfolgt der Schleimabgang bereits zehn bis zwölf Tage vor dem Einsetzen der Wehen. Meistens jedoch geschieht das, wenn die Geburt bereits begonnen hat.

2. Fruchtwasser geht ab, Fruchtblase platzt

Viele Geschichten gibt es rund um den Abgang von Fruchtwasser. Frauen, die noch kein Kind zur Welt gebracht haben, fürchten sich regelrecht davor, dass die Fruchtblase platzt. Doch das passiert längst nicht bei jeder Frau. Der normale Blasensprung „passiert“ erst, wenn der Muttermund vollständig geöffnet ist, das heißt, nachdem die Wehen eingesetzt haben. Nicht selten wird die Fruchtblase auch erst in der Klinik geöffnet.

Selbst wenn die Fruchtblase kurz vor der Geburt platzt, geht das Fruchtwasser meist nur tröpfchenweise ab, denn das Köpfchen des Kindes sitzt ja bereits vor dem Muttermund und verschließt einen möglichen Riss.

Bei einem vorzeitiger Blasensprung reißt die Fruchtblase, bevor die Wehentätigkeit eingesetzt hat. Das Baby ist jetzt nicht mehr durch das umgebende Fruchtwasser geschützt. In dieser Notsituation sollte die Schwangere möglichst schnell und liegend in eine Klinik gebracht werden.

Plötzlich einsetzende, starke vorgeburtliche Blutungen sind oft ein Hinweis für eine drohende Notsituation für Mutter und Kind. Meistens handelt es sich dabei um eine vorzeitige Plazentaablösung, wodurch die Versorgung des Kindes unter der Geburt gefährdet ist. In diesem Fall sollte die werdende Mutter sofort und am besten im Krankenwagen in die Klinik gebracht werden. Oft ist ein schnelles Eingreifen nötig, um das Leben des Kindes zu retten.

3. Einsetzende Wehen

Die Wehentätigkeit ist ein sicheres Anzeichen dafür, dass die Geburt beginnt. Die Gebärmutter zieht sich in regelmäßigen Abständen zusammen, anfangs nur vereinzelt, dann spürbar zunehmend. Die ersten Wehen kommen in der Regel nicht überraschend, die Vorwehen haben ja meist schon einen Vorgeschmack darauf gegeben.

Gewöhnlich verspürt die Schwangere ein Ziehen im Unterleib oder ein Druckgefühl im Bauch, was Menstruationsbeschwerden ähnelt. Darauf folgt wahrscheinlich ein Krampf in der Kreuzbeingegend, der sich über den Bauch ausbreitet und ihn wie ein enger Gürtel umschließt. Sehr häufig werden diese Wehen wie eine Welle des Unbehagens empfunden, die durch den Bauch läuft, einen Gipfel erreicht und dann wieder abklingt. Gleichzeitig wird der Uterus hart und zieht sich zusammen, bevor er sich wieder entspannt.

Geburtswehen erkennen

Geburtswehen können nicht mehr durch Entspannungstechniken kontrolliert werden und kommen immer regelmäßiger in kürzeren Abständen und werden schmerzhafter. In der Anfangsphase dauern diese Kontraktionen etwa 30 bis 60 Sekunden und die Intervalle betragen fünf bis 20 Minuten.

Doch auch dieser Rhythmus kann stark variieren. Viele Frauen bemerken die Wehen erst als solche, wenn sie alle fünf Minuten erfolgen. Später dauern sie 60 bis 90 Sekunden mit Pausen von zwei bis vier Minuten. Unterscheiden kann man Vorwehen von richtigen Wehen dadurch, dass die erstgenannten verschwinden, wenn die Schwangere umhergeht, die Geburtswehen jedoch nicht.

Mehr lesen: Ausführliche Informationen zu verschiedenen Arten von Wehen, Wehenschmerz und Wehenmitteln

Bei welchem Wehenabstand ins Krankenhaus?

Wenn die Wehen alle 15 bis 20 Minuten wiederkehren, beginnt die Geburt. Hektisch muss man zu diesem Zeitpunkt jedoch noch nicht werden. Vom Einsetzen der ersten regelmäßigen Wehen bis das Kind zur Welt kommt vergehen meist noch viele Stunden. Bei Erstgebärenden rechnet man durchschnittlich mit acht bis 14 Stunden, der Zeitraum kann aber auch 20 bis 24 Stunden betragen. Beim zweiten Kind und weiteren Schwangerschaften brauchen Frauen im Durchschnitt nur noch acht Stunden bis zur Entbindung. Häufig ist es auch so, dass die Wehen bei der Ankunft im krankenhaus erst noch einmal „einschlafen“.

Als Faustregel für den Start in die Klinik gilt:

  • Wehen kommen alle fünf bis sieben Minuten in regelmäßigem Abstand.
  • Wehen werden stärker und schmerzhafter, vor allem beim Umhergehen.
  • Während der Wehen fällt das Sprechen schwer.

Dabei sollten Frauen jedoch bedenken, dass jede Geburt sehr individuell ist dass jede Geburt sehr individuell ist. Abstand, Dauer und Intensität der Wehen sowie die Länge der Geburt können sehr unterschiedlich sein. Letztendlich sollte die Frau auf ihr Bauchgefühl hören und selbst bestimmen, wann der richtige Zeitpunkt ist, ins Krankenhaus aufzubrechen.

Die richtige Ernährung in der Schwangerschaft

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16 Anzeichen für die Geburt: Jetzt geht’s los!

Welche Anzeichen für die Geburt deines Babys sprechen und wann du zur Entbindung deines Kindes direkt ins Krankenhaus solltest, erfährst du hier.

Geburtsanzeichen erkennen

Du bist dir nicht sicher, aber irgendwie hast du das Gefühl, es könnte jeden Moment losgehen? Ob die Entbindung deines Babys tatsächlich unmittelbar bevorsteht oder du nur mit den üblichen Beschwerden einer fortgeschrittenen Schwangerschaft zu kämpfen hast, kannst du an einigen typischen Geburtsanzeichen erkennen. Die wichtigsten haben wir im folgenden Video für dich:

Die folgenden Anzeichen für eine Geburt lassen keinen Zweifel daran, dass du in naher Zukunft dein Kind in deinen Armen halten wirst.

#1 Der Schleimpfropf geht ab

In der Schwangerschaft ist der Schleimpfropf ein natürlicher Schutz des Körpers vor Keimen. Er verschließt den Muttermund und erschwert es Krankheitserregern, in die Gebärmutter aufzusteigen. Wenn sich kurz vor der Geburt der Muttermund öffnet, löst sich der Schleimpfropf und geht ab. Dies kann bereits zehn bis zwölf Tage vor Beginn der Wehen auftreten, meist geht der Pfropf aber erst ein bis zwei Tage vor dem Einsetzen der Geburtswehen ab. Nicht jede Schwangere bemerkt das sogenannte „Zeichnen“ jedoch, weshalb du dich nicht einzig auf dieses Zeichen für eine nahe Geburt verlassen solltest.

Hinweis: Es gibt noch keinen Grund, ins Krankenhaus zu fahren. Du solltest dich lediglich darauf einstellen, dass es bis zur Geburt nicht mehr allzu lange dauern wird.

#2 Deine Fruchtblase platzt

Das wohl offensichtlichste Anzeichen für eine Geburt ist der Blasensprung, bei dem die Fruchtblase einreißt und das Fruchtwasser austritt. Keine Angst: Schmerzen verspürst du dabei nicht. Je nachdem, wo die Fruchtblase einreißt, kommt das Fruchtwasser als Schwall oder läuft nur langsam aus der Scheide. Es ist normalerweise klar, kann aber auch grünlich, gelblich oder bräunlich verfärbt sein – gerade, wenn du mit deiner Schwangerschaft bereits weit über dem errechneten Geburtstermin bist. Bei den meisten Schwangeren kommt es zum Blasensprung, wenn der Muttermund sich weitet und bereits Wehen vorhanden sind. Es kann aber auch sein, dass das Fruchtwasser vor dem Einsetzen der Wehen abgeht, was als vorzeitiger Blasensprung bezeichnet wird.

Hinweis: Ob vorzeitig oder mit Wehen – hast du einen Blasensprung, solltest du Hebamme, Klinik oder Geburtshaus informieren, denn die Geburt ist auf natürlichem Weg eingeleitet.

Lesetipp

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#3 Geburtswehen setzen ein

Die eigentliche Geburt beginnt natürlich erst mit den Geburtswehen. Diese von Übungs- oder Senkwehen zu unterscheiden fällt vielen Schwangeren gerade beim ersten Kind nicht leicht. Wenn du dich drehen und wenden kannst, aber die Wehen nicht nachlassen, handelt es sich höchstwahrscheinlich um Geburtswehen. Werden sie stärker, dauern länger an und verkürzen sich ihre Abstände zueinander, sind auch das Anzeichen für eine baldige Geburt. Spätestens, wenn die Schmerzen über deinen gesamten Bauch- und Rückenbereich ausstrahlen und sich nicht nur ausschließlich auf deinen Unterleib begrenzen, kannst du dir sicher sein, dass es ziemlich bald losgeht.

Hinweis: Kontaktiere deine Hebamme und folge ihren Anweisungen!

Neben Zeichnen, Blasensprung und Geburtswehen gibt es noch weitere Anzeichen.

Mögliche Anzeichen für eine bevorstehende Geburt

Neben den eindeutigen Anzeichen für eine Geburt gibt es weitere unspezifische Merkmale, die besonders in Kombination für eine baldige Entbindung sprechen können:

  1. Starke Rückenschmerzen
  2. Übelkeit
  3. Leichter Durchfall
  4. Muskelzittern
  5. Schlaf- oder Appetitlosigkeit
  6. Austreten orangefarbener Vormilch aus den Brustwarzen
  7. Vermehrte Senkwehen
  8. Veränderung der Bauchform, da das Baby tiefer ins Becken sinkt
  9. Unangenehmer Druck auf die Blase
  10. Nachlassen von Sodbrennen
  11. Starke innere Unruhe
  12. Starkes Erschöpfungsgefühl
  13. Nachlassende Kindsbewegungen

Video: Anzeichen für die Entbindung

Wende dich direkt an deine Hebamme oder deinen Arzt, wenn es tatsächlich soweit ist oder du dir nach wie vor nicht sicher bist, ob du es mit Anzeichen für die Geburt zu tun hast.

Nur noch schlapp! 37. ssw

Juhu,
dass „fix und fertig sein“ gehört zu diesem Zeitpunkt der SS dazu! Der Körper nimmt sich die Ruhe und tankt Kraft die er benötigt um die baldige, anstrengende, kräftezerrende Geburt gut zu meistern.
Ich bin nun auch in der 38. SSW und merke ebenfalls, dass alles ein wenig schwerfälliger wird! Habe jedoch das große Glück, dass ich immer noch Sport machen kann und auch sonst recht gut mit den ganzen aktuellen wehwechen zurechtkomme. (ständiges „ziehen / Druck“ nach unten, Ischias,…) Zum Glück bin ich bis jetzt von Wassereinlagerungen verschont geblieben.
Bin aber auch immer froh, wenn mein Mann Feierabend hat und mir dann abends unseren 20 Monate alten Racker abnimmt! Der ist nämlich ein totales Energiebündel! Tankt nachts seine Akkus auf und läuft ab 7 Uhr nonstop wie ein Duracell Häschen… Das ist mitunter eine Portion anstrengend!
Für das neue Familienmitglied ist alles vorbereitet und ich habe – wie bereits beim ersten Kind – alle Antragsformularitäten soweit vorbereitet! (Elterngeldantrag, Kindergeld, Elternzeit, KK Anmeldung, restl. MUSCHU Geld Berechnung, etc.) So das nur noch Geburtsurkunde dazu muss und ab zur Post! War nach der ersten Geburt eine enorme Erleichterung.
Wünsche euch allen noch eine schöne restliche SS und eine unkomplizierte, angenehme Geburt!

7 Tipps gegen Erschöpfung in der Schwangerschaft

Am Anfang einer Schwangerschaft muss der Körper der Frau so einiges leisten. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass schwangere Frauen vor allem in den ersten Wochen (bis in die 13./14. Schwangerschaftswoche) unter einer bleiernen Müdigkeit leiden, sich schlapp und antriebslos fühlen.
Während die Müdigkeit im zweiten Trimester oft nachlässt und Schwangere sich endlich fit und kraftvoll fühlen, kehrt bei vielen die Müdigkeit im späteren Verlauf der Schwangerschaft wieder. Schuld daran sind oft Schlafprobleme. Warum das so ist und was du gegen die Erschöpfung in der Schwangerschaft tun kannst, verraten wir dir hier.

Erschöpfung in der Schwangerschaft: Das sind die Ursachen

Die extreme Müdigkeit gerade zu Beginn der Schwangerschaft hat ganz klare hormonelle Ursachen und ist vollkommen normal. Der Progesteronspiegel steigt besonders am Anfang der Schwangerschaft rasant an. Und Progesteron – das berühmte Schwangerschaftshormon – hat eine stark einschläfernde Wirkung.

Die gute Nachricht: Ab dem 4. Monat sollte das permanente Gefühl der Erschöpfung nachlassen.
Die schlechte Nachricht: In den letzten Schwangerschaftswochen (vor allem im dritten Trimester) können Müdigkeit und Schlafstörungen durchaus wieder auftreten. Diesmal allerdings aus anderen Gründen.

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Während das Schlappheitsgefühl in den ersten Schwangerschaftsmonaten also vor allem durch die hormonelle Umstellung begründet ist, sind die Erschöpfung und der schlechte Schlaf im letzten Trimester der Schwangerschaft auf handfestere Ursachen zurückzuführen: Das Baby bewegt sich und tritt, die Anspannung der Mutter steigt mit näher rückendem Geburtsdatum und der Bauch ist einfach ständig im Weg.
Wie Hohn und Spott erscheint es da, wenn andere einem raten, vor der Geburt doch so viel wie möglich ‚vorzuschlafen‘. Um trotzdem ausreichend zur Ruhe zu kommen, solltest du Folgendes beachten:

Erschöpfung in der Schwangerschaft: Diese 7 Tipps helfen

1. Ausreichend Schlaf
Schlaf von mindestens 7 bis 8 Stunden pro Nacht ist ideal. Und auch mittags solltest du eine kurze Pause einplanen. Du arbeitest? Dann verlängere deine Pausen und mache mittags einen kurzen Powernap (maximal 15 Minuten). Mache wenn möglich auch am Wochenende einen Mittagsschlaf.
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2. Überanstrengungen vermeiden
Während der Schwangerschaft musst du dir deine Energie gut einteilen. Nimm den Haushalt nicht so wichtig und lass Arbeit liegen, die zu anstrengend ist.
3. Regelmäßige Mahlzeiten
Gegen Energielöcher helfen vor allem die richtigen Ernährungsgewohnheiten. Im Klartext heißt das: Überspringe keine Mahlzeiten und bleib nie länger als 4-6 Stunden ohne Nahrungszufuhr, um deinen Körper nicht zusätzlich zu erschöpfen.
4. Gesunde Ernährung
Achte auf eine ausgewogene Ernährung! Besonders beim Abendessen solltest du auf leicht verdauliche Nahrungsmittel setzen, um den Schlaf nicht unnötig zu erschweren. Ernähre dich abwechslungsreich (Proteine, Kohlenhydrate, Fett), um Mangelerscheinungen (Kalzium, Magnesium, Eisen) vorzubeugen. Schwangere brauchen auch viele Vitamine wie Folsäure und diverse B-Vitamine, Vitamin C, Vitamin D und Vitamin E.

Das sollten Schwangere bei der Ernährung unbedingt beachten:

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5. Ausreichend essen – aber nicht zu viel
Sorge für eine ausreichende Nahrungszufuhr: Der Körper einer schwangeren Frau muss mehr leisten (der Kalorienverbrauch steigt um 25 %). Zu Beginn der Schwangerschaft benötigst du durchschnittlich 2.500 Kalorien pro Tag, ab dem 6. Monat 2.800 Kalorien.
6. Gewichtszunahme kontrollieren
Achte durch ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung auch auf deine Gewichtszunahme. Es ist vollkommen normal, in der Schwangerschaft ein paar Kilo zuzunehmen. Niemand sollte in der Schwangerschaft Diät halten. Wer es beim Essen aber übertreibt und übermäßig viel zunimmt, dem fällt es schwerer, sich zu bewegen. Das wiederum macht noch müder und träger.
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7. Sport treiben
Natürlich sollen Schwangere keinen Leistungssport treiben. Aber Bewegung ist auch in der Schwangerschaft sehr wichtig: Spazieren gehen, schwimmen, Yoga oder Pilates… Sprich im Zweifelsfall mit deinem Arzt darüber, welche Aktivität gut für dich ist. Schließlich soll dich der Sport in Schwung bringen und nicht zur Erschöpfung führen.
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Schlafstörungen während der Schwangerschaft: Das sind die Ursachen

Während die Erschöpfung zu Beginn der Schwangerschaft hormonelle Ursachen hat, die dazu führen, dass man sich ständig müde fühlt, berichten viele Schwangere auch, dass sie im späteren Verlauf der Schwangerschaft unter Schlafstörungen leiden. Sie werden nachts wach und können nur schwer wieder einschlafen.
Das kann zum einen damit zu tun haben, dass man sich über den Tag verteilt häufiger Pausen gönnt und der Körper ausgeruht ist. Aber es ist vor allem der Kopf, der schwangeren Frauen den Schlaf raubt. Gerade mit der ersten Schwangerschaft kommt so viel Neues und Ungewisses auf die Frau zu, dass sie nachts von Sorgen geplagt wach liegt. Schlechte Träume sind da keine Seltenheit.
Diese Symptome bedeuten nicht, dass die Schwangerschaft kompliziert ist oder als leidig empfunden wird: Auf diese Weise kommen einfach nur die völlig legitimen Ängste und Befürchtungen der werdenden Mutter zum Vorschein.

Vorsicht: Wenn sich die schlaflosen Nächte häufen und du den Schlaf tagsüber nicht nachholen kannst, solltest du deinen Arzt aufsuchen. Du benötigst ein Höchstmaß an Energie, um deine Schwangerschaft positiv zu erleben und um dein Baby richtig zu ernähren. Wenn du zu müde bist, kannst du gemeinsam mit deinem Arzt eine Krankschreibung in Erwägung ziehen.

Schwangerschaft ist keine Krankheit

Und ja, eine Schwangerschaft ist keine Krankheit. Trotzdem sollten eventuelle Beschwerden oder ungeklärte Symptome nicht auf die leichte Schulter genommen werden: Schließlich hast du als werdende Mutter nicht nur für dich, sondern auch für dein ungeborenes Kind die Verantwortung.
Meist erweisen sich die Symptome sicher als völlig normal. Aber schon um unnötigen Stress zu vermeiden und die Schwangerschaft entspannt zu durchleben, lohnt es sich, sich beim Arzt Gewissheit zu verschaffen. Denn auch wenn es wie ein altes Klischee klingt: Schwangere Frauen sollten unnötige Aufregung und Stress vermeiden!

Müdigkeit in der Schwangerschaft

Gründe für die Müdigkeit

Schwangerschaft und Geburt verlangen dem Körper einiges ab. Insbesondere die hormonelle Umstellung verursacht oft zahlreiche Beschwerden. Hierzu zählt auch die Müdigkeit. Einige Frauen bemerken oft schon vor dem Ausbleiben der Monatsblutung eine ungewohnte Erschöpfung und Müdigkeit – Schwangerschaftstest und Frauenarzt bestätigen dann meist die Vermutung. Sobald sich die Eizelle in der Gebärmutter einnistet, verändern sich die Hormonspiegel im Körper der Frau. Im Wesentlichen ist das Hormon Progesteron, das vor allem in den ersten Monaten stark ansteigt, verantwortlich für die Müdigkeit.

Schwangerschaft bringt außerdem ein Absinken von Blutdruck und Blutzucker mit sich, und der Stoffwechsel verlangsamt sich. Aber auch andere körperliche Veränderungen machen müde. Die Plazenta wächst, und das Knochenmark muss zusätzliche Blutzellen produzieren, um das Kind und den Mutterkuchen zu versorgen. Folglich ist auch das Herz stärker gefordert, da es jetzt eine größere Menge Blut durch den Körper pumpen muss.

Manchmal können auch eine nicht erkannte Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) oder ein Eisenmangel (Sideropenie) in der Schwangerschaft Müdigkeit hervorrufen. Beides kann Ihr Arzt durch eine Blutabnahme feststellen.

Möglicherweise sind aber auch eine falsche Ernährungs- und Lebensweise Schuld an der Müdigkeit. Zu wenig Bewegung und damit Sauerstoff, große Mahlzeiten, fettige oder süße Speisen sowie ein Mangel an Flüssigkeit machen schlapp und begünstigen die Müdigkeit.

Schwangerschaft wird in den letzten Wochen oft noch einmal von verstärkten Beschwerden begleitet. Fühlen sich die meisten Schwangeren im zweiten Trimester fit, erreicht die körperliche Belastung im letzten Drittel ihr Maximum. Nicht selten kommt es dann erneut zu Erschöpfung und Müdigkeit.

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