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Fieber bei Kindern

Inhalt:

  • Anzeichen
  • Ursachen
  • Behandlung
  • Wann zum Kinderarzt?
  • Fieberkrampf

Fieber ist keine eigenständige Krankheit, sondern eine Schutzreaktion des Körpers gegen Infektionen durch Bakterien oder Viren. Die Temperaturerhöhung bewirkt, dass der Körper seine Abwehrkräfte mobilisiert, um so die eingedrungenen Krankheitserreger effektiv zu entfernen. Wenn ein Kind fiebert, hilft es also zunächst einmal sich selbst. Hohes Fieber (über 39 Grad Celsius) kann allerdings wichtige Körperfunktionen beeinträchtigen und ist für den Organismus eine große Belastung.

Wie erkenne ich, dass mein Kind Fieber hat?

In den meisten Fällen merkt man dem Kind schon rein äußerlich an, dass es Fieber hat: Das Gesicht kann heiß und gerötet sein, die Augen wirken müde und „glasig“, Hände und Füße fühlen sich entweder kalt oder heiß an. Manche Kinder sind bei Fieber unruhig oder quengelig und haben keinen Appetit.

Besteht der Verdacht auf Fieber, sollte umgehend die Körpertemperatur gemessen werden. Zur exakten Messung eignet sich am besten ein Thermometer im Darmausgang (rektal). Dabei wird die Spitze eines einfachen Digital-Thermometers vorsichtig ein bis zwei Zentimeter eingeführt. Das Kind kann während der Messung am Rücken liegen oder in Seitenlage mit abgewinkelten Beinen. Die Messung dauert je nach Thermometer nur wenige Sekunden. Ab dem Kleinkindalter empfiehlt sich ein gutes Ohrthermometer. Dabei wird durch einen Infrarotstrahl am Trommelfell die Temperatur gemessen. Messungen im Mund setzen ein gutes Mitmachen des Kindes voraus und sollten daher am besten erst bei Kindern ab fünf Jahren durchgeführt werden.

++ Mehr zum Thema: Fiebermessmethoden ++

Welche Ursachen kann Fieber haben?

Oft kann man keine eindeutige Ursache für Fieber bei Kindern finden. Krankheiten, die Fieber beim Kind verursachen können, sind u.a.:

  • Infektionen der oberen Atemwege
  • Bronchitis
  • Lungenentzündung
  • Magen-Darm-Infekte
  • Mittelohrentzündung
  • Pfeiffer’sches Drüsenfieber
  • typische Kinderkrankheiten (z.B. Dreitagesfieber, Windpocken, Röteln)
  • Blinddarmentzündung
  • Gehirnhautentzündung (Meningitis)
  • Harnwegsinfekte und Nierenbeckenentzündung

Die Körpertemperatur von Kindern ist außerdem abhängig von der jeweiligen Umgebung und kann schnell ansteigen bzw. wieder sinken. Steigt die Raumtemperatur an, sollten Sie daher darauf achten, dass Sie Ihr Kind nicht zu warm anziehen, damit es zu einer ausreichenden Abgabe von Wärme kommen kann. Im gegenteiligen Fall – bei eher niedrigen Temperaturen – darf es im Sinne eines ausgeglichenen Wärmehaushalts auch ein Pullover mehr sein.

Wie kann ich meinem Kind helfen, wenn es Fieber hat?

Wichtig ist, dass Sie ruhig bleiben und Ihr Kind genau beobachten. Achten Sie darauf, dem Kind ausreichend Flüssigkeit zu geben.

Der Gebrauch von fiebersenkenden Medikamenten sollte in jedem Fall vorher mit dem Kinderarzt abgesprochen werden!

++ Mehr zum Thema: Behandlung von Fieber bei Kindern ++

Wann zum Kinderarzt?

Es gibt keine eindeutigen Empfehlungen, ab welchem Fiebertag Sie einen Arzt aufsuchen sollten oder ab welcher Temperatur der Fieberzustand als Besorgnis erregend einzustufen ist. Beides ist abhängig vom Allgemeinzustand des Kindes und von der Erfahrung der Eltern.

Grundsätzlich gilt: Bei gesunden Kindern liegt die Körpertemperatur zwischen 36,5° und 37,5° Celsius. Zwischen 37,6 und 38,5° Celsius hat das Kind erhöhte Temperatur. Doch auch schon Körpertemperaturen zwischen 38,0 und 38,5° Celsius können auf eine Erkrankung hindeuten. Fieber besteht ab 38,5° Celsius, bei über 39° Celsius spricht man von hohem Fieber.

Wichtig: Die Körpertemperatur schwankt je nach Tageszeit. In der Früh ist die Temperatur meist um 0,5° Celsius niedriger als in den Abendstunden. Auch bei Kindern, die stark herumtoben und körperlich aktiv sind, kann die Körpertemperatur erhöht sein.

Besonders junge Säuglinge können schwere Infektionen haben, ohne dabei Fieber zu entwickeln. Ein Kinderarzt sollte dann aufgesucht werden, wenn das Kind:

  • eine ungewöhnliche Hautfarbe aufweist,
  • Hautausschlag zeigt,
  • zwei Mahlzeiten nicht trinken will,
  • wiederholt erbricht,
  • Durchfall hat oder
  • sich anders als normal verhält, z.B. apathisch ist und wenig reagiert.

Auch wenn das Fieber wiederholt bzw. schubweise auftritt oder länger anhält (bei unter zweijährigen Kindern länger als einen Tag oder bei einem älteren Kind über drei Tage) sollten Eltern ihr Kind dem Kinder- und Jugendarzt vorstellen.

++ Mehr zum Thema: Wann zum Kinderarzt ++

Was kann ich im Fall eines Fieberkrampfes tun?

In seltenen Fällen kann es bei hohem Fieber zu Krampfanfällen kommen. Dabei kommt es zu einem kurzen Verlust des Bewusstseins und zu Muskelzuckungen. Ein Fieberkrampf ist zwar nicht unmittelbar lebensbedrohend, ein Arzt sollte die Ursache aber auf alle Fälle abklären und das Fieber senken.

Wenn bei Ihrem Kind ein Fieberkrampf auftritt, handeln Sie ruhig und überlegt. In den meisten Fällen geht dieser schnell vorüber und bedeutet nichts Schlimmes. Bleiben Sie bei Ihrem Kind, beruhigen Sie es und drehen Sie es auf die Seite, falls es erbricht. Das vom Krampf geschüttelte Kind darf nicht festgehalten werden. Bis zum Eintreffen des Kinder- oder Notarztes muss die Atmung regelmäßig kontrolliert werden.

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Stand der medizinischen Information: Juni 2018

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Ab wann Babys Fieber haben

Zusammenfassung:

  • Babys haben eine höhere Normaltemperatur als ältere Kinder und Erwachsene.
  • Temperaturerhöhungen gehen nicht unbedingt auf Krankheit zurück, sondern auf Überhitzung und eine noch nicht voll eingespielte Temperaturregulation.
  • Wichtiger als die Temperatur ist der Allgemeinzustand des Kindes. (Faustregel zur Gefahreneinschätzung)
  • Neugeborene unter drei Monaten sollten eigentlich nicht fiebern. Steigt ihre Temperatur dennoch über 38,0°C, dann suchen Sie sofort einen Arzt auf. Lebensgefahr.
  • Fieber bei Kleinkindern am besten rektal, an der Stirn oder im Ohr messen, da dies die zuverlässigsten Ergebnisse liefert. Was beim Messen zu beachten ist.

Ab wann haben Babys Fieber?

Babys haben eine höhere Normaltemperatur als ältere Kinder und Erwachsene und auch bei ihnen steigt zum Abend hin und fällt über Nacht wieder. Allgemein bewegt sich die Temperatur zwischen 36,5°C und 37,5°C, wobei eine erhöhte Abendtemperatur bis 38,2°C bei Kleinkindern noch nicht unbedingt als Fieber zählt. Diese höheren Toleranzschwankungen begründen sich durch die Tatsache, dass Säuglinge erst mit der Zeit ihre Körpertemperatur auszubalancieren lernen und sich zum Beispiel noch nicht adäquat herunterkühlen können, wenn sie zu warm angezogen sind oder in der Sonne liegen. Bei körperlich sehr aktiven Kindern ist die Körpertemperatur ebenfalls erhöht. Der Körperkontakt zur Mutter kann in diesem Zusammenhang im Übrigen wie eine Art Richtwert hilfreich sein. Von einer erhöhten Temperatur spricht man bei einem Baby bei Temperaturen von 37,7°C bis 38,4°C. – Ab 38,5°C hat das Kind Fieber. Hier jedoch herrschen individuelle Unterschiede von Kind zu Kind. Bei manchen Kindern weist bereits eine Temperatur von 38,0°C auf eine Krankheit hin, bei manchen keineswegs – umgekehrt können auch viele Infektionen fieberfrei verlaufen.

Faustregel zur Gefahreneinschätzung bei Babys

Ausschlaggebend ist im Grundsätzlichen also nicht die Zahl auf dem Thermometer, sondern primär der allgemeine Zustand Ihres Kindes, sekundär auch das Alter des Kindes, dazu jedoch mehr weiter unten.

  • Trinkt es oder hat es bereits einige Mahlzeiten ausgelassen?
  • Verhält es sich im Wesentlichen wie sonst oder ist es ungewöhnlich reaktionslos, elend oder lethargisch?
  • Lässt es sich durch Nähe zur Mutter trösten?
  • Erbricht es sich wiederholt oder hat starken Durchfall?
  • Lassen sich diese Symptome durch schonendes Fiebersenken beheben?
  • Hält das Fieber bereits länger als drei Tage an?

Achtung: Sollte das Kind stark an Flüssigkeit verlieren, nicht trinken und nicht mehr reagieren und auch nicht durch schonendes Fiebersenken wieder zu stabilisieren sein, dann suchen Sie bitte einen Arzt auf, denn es besteht der Verdacht auf eine Hirnhautentzündung! Umgekehrt gilt als Faustregel zu Gefahreneinschätzung bei Kleinkindern, dass kein Anlass zur Sorge besteht, wenn das Baby trinkt, seinen Bedürfnissen nachgeht und auf seine Mutter reagiert bzw. wenn es relativ leicht zu stabilisieren ist. Achtung: Kleinkinder verfügen über geringere Wasserreserven als Erwachsene, weswegen einer Austrocknung unbedingt vorzubeugen ist. Dabei ist zu bedenken, dass Erbrechen und Durchfall ebenfalls austrocknen und in diesem Fall eine entsprechende Menge Flüssigkeit nachzulegen ist. Verliert Ihr Kind bei Durchfall und Erbrechen plötzlich mehr als 5% seines Körpergewichts (500g von 10kg), dann bringen Sie Ihr Kind sofort zum Arzt, da es zu Kreislaufversagen kommen kann. Ebenso sollte ein Fieber, das länger als drei Tage anhält, ärztlich abgeklärt werden.

Fieber bei Neugeborenen ist gefährlich

Eine Ausnahme der Regel besteht allerdings bei Neugeborenen, die bei denen die Temperatur selbst durchaus ausschlaggebend ist, da sie eigentlich nicht fiebern sollten. Dies betrifft die ersten drei Lebensmonate. Steigt die Körpertemperatur innerhalb von diesem Zeitraum auf über 38,0°C, dann besteht die Gefahr einer Streptokokken-Infektion, die in eine Hirnhautentzündung (Meningitis), Lungenentzündung oder sogar Blutvergiftung (Sepsis) einmünden kann. Dabei handelt es sich um Streptokokken des Typ B, die sich unter der Geburt in etwa einem von 1000 Fällen aus dem Genitalbereich der Mutter in das Fruchtwasser übertragen und so den Säugling infizieren. Etwa 4% dieser Infektionen verlaufen tödlich, weswegen umgehend einen Arzt aufsucht werden sollte. In solchen Fällen kommen Antibiotika zum Einsatz.

Fieber bei Babys am besten rektal, an der Stirn oder im Ohr messen

Ein erster Verdacht auf Fieber kann sich schon aus einer bloßen Berührung der Stirn ergeben. Etwa 70% aller Eltern sind in der Lage auf diesem Weg Temperaturveränderungen wahrzunehmen. Greift man dann zum Thermometer, so stellt sich die Frage nach der besten Messmethode, die keineswegs die für Erwachsene übliche ist. Denn je nach Art der Messung, ob unter der Achsel, an der Stirn, im Mund, im Ohr oder After können die gemessenen Temperaturen voneinander abweichen. Bei der Messung unter der Achsel kann diese Abweichung in Einzelfällen bis zu 2,0°C von der rektalen Messung betragen. Mundmessverfahren eignen sich nicht für Säuglinge, da das Thermometer still gehalten werden müsste und leicht verrutscht. Es werden daher vor allem drei Messverfahren für Kleinkinder empfohlen:

1. Rektale Messung

Die oben genannten Temperaturrichtwerte entsprechen alle rektaler Messung. Sie wird insbesondere für Säuglinge und Neugeborene unter drei Monaten empfohlen, da sie die Kerntemperatur des Körpers am getreulichsten abbildet. Dazu benötigt man entweder ein analoges oder besser ein digitales Stabthermometer, wobei letzteres möglichst eine weiche, flexible Spitze und einen breiten Griff haben sollte, so dass es nicht weiter als zwei Zentimeter in den After eingeführt werden kann. Die Spitze regelmäßig mit Reinigungsalkohol desinfizieren bzw. gründlich mit Wasser und Seife reinigen. Legen Sie Ihr Kind zum Messen am besten auf den Rücken auf einen Wickeltisch, da es Ihnen dann ins Gesicht blicken kann und mit der Position ohnehin vertraut ist. Reiben Sie die Spitze des Thermometers mit etwas Vaseline oder Babycreme ein und halten Sie Kind und Messgerät während der Messung gut fest, damit das Thermometer nicht herausrutscht. Seien Sie darauf gefasst, dass im Nachgang eventuell etwas Stuhl austreten kann und reinigen Sie das Thermometer entsprechend gründlich.

2. Messung im Ohr

Wenn Sie Ihrem Kind keine rektale Messung zumuten möchten, besteht auch die Option ein digitales Infrarot-Ohrthermometer zu verwenden, wie es im Übrigen auch in Notaufnahmen zum Einsatz kommt. Allerdings bedarf es einiger Sorgfalt im Gebrauch dieser Geräte, da eine Fehlplatzierung das Ergebnis verfälschen könnte. Daher bei der Messung das Ohr leicht zurückziehen, bevor Sie das Fieberthermometer einführen. Manche Geräte bieten auch eine Positionierungs-Sensorik an um dieses Problem zu umgehen. Ob ihrer Größe eignen sie sich jedoch nicht für Neugeborene unter drei Monaten, deren Gehörgang noch klein und empfindlich ist. Entsprechende Geräte sind zwar teurer, allerdings sehr genau auch deutlich komfortabler für Ihr Kind. Grundsätzlich gilt, dass auf die im Ohr gemessene Temperatur noch 0,5°C draufgerechnet werden wollen um die Körperkerntemperatur zu bestimmen. Nachteil dieser Geräte ist neben dem höheren Preis, dass sie aus hygienischen Gründen mit Einwegkappen arbeiten, die nachgekauft werden müssen.

3. Messung an der Stirn

Infrarot-Stirnthermometer basieren auf dem gleichen Prinzip wie Ohrthermometer und eignen sich im Gegensatz zu diesen auch für Neugeborene, da sie nicht in den Körper eingeführt werden. Sie arbeiten entweder durch Berührung der Stirn oder kontaktlos, was die Gefahr der Ansteckung durch den Gebrauch an mehreren Personen umgeht. Allerdings ist bei diesen Geräten unbedingt auf die Messgenauigkeit zu achten.

Fazit

Auch wenn es wichtig ist, die Temperatur Ihres Kindes im Auge zu behalten um seinen Zustand und die Wirksamkeit eventueller fiebersenkender Maßnahmen abschätzen zu können, sollte der Hauptakzent auf dem Allgemeinzustand des Kindes liegen. Bedenken Sie, dass Fieber ein natürliches Antibiotikum darstellt und an und für sich nicht bekämpft werden muss. Lediglich, wenn das Unbehagen seitens ihres Sprösslings zu groß ist, kann lindernd eingegriffen werden.

Autor: Gwendolin Kirchhoff

Der größte Fehler, den frischgebackene Mütter machen?

Da gibt es nicht nur einen! Das Baby zu warm einpacken, zum Beispiel. Viele wundern sich, dass es im Tragetuch schreit – tja, würden Sie auch, wenn Sie im Sommer mit Mütze und fünf Schichten rausgehen müssten. Ein Neugeborenes hat nun mal immer kalte Hände. Das bedeutet nicht, dass es friert. Mein Großer ist bei minus 20 Grad geboren, der stand oft draußen! Auch falsch: einen Sterilisator und Plüschtiere anschaffen. Mit Keimen klarzukommen muss das Baby lernen, Plüschtiere gehören wegen der Gefahr des plötzlichen Kindstodes nicht ins Bettchen. Besonders fatal ist es, wenn Mütter meinen, es läuft alles irgendwie so weiter wie bisher.

Ein frommer Wunsch.

Die glauben, das Kind schläft vier Stunden, dann habe ich Zeit. Nach wenigen Tagen sind sie vollkommen erschossen und fragen sich, was sie eigentlich den ganzen Tag gemacht haben.

Eine Frage, die auch Männer ihren Frauen in Elternzeit gerne stellen.

Ja, die gehen nach ihren 14 Tagen Babyurlaub wieder ins Büro, kommen abends heim und sagen: „Du bist den ganzen Tag nur mit dem Kind zu Hause, warum hast du die Spülmaschine nicht ausgeräumt?“

Ein Mann nähert sich seiner Frau, die gerade schlimme Wehen hat, mit einem Igelball und will damit ihr Kreuzbein massieren. Was sagt die Frau?

Acht von zehn Frauen schreien: „Nimm deine Finger weg, fass mich nicht an!“

Dabei können Männer im Kreißsaal auch eine Stütze sein.

Ich würde nie einen Mann zwingen, mit in die Geburt zu kommen. Der große Teil der Männer sagt: „Frau Kaller, ich möchte da hinten am Kopfende stehen.“ Wenn ich dann merke, dass die Frau zumacht, setze ich den Kerl weiter weg und mache das Laken so, dass er nicht reingucken kann.

Gibt es tatsächlich Väter, die alles filmen?

Ja. Hab ich mir angeschaut. Ich fand’s interessant, mich selber arbeiten zu sehen. Man sieht ja sonst nicht, wie man den Dammschutz macht oder das Kind rausholt. Aber mal ehrlich: Will man dem Kind in 16 Jahren diesen Film zeigen?

Welche ist Ihre bevorzugte Gebärposition?

Es gibt nichts, was am besten ist. So wie die afrikanischen Frauen? Die halten sich an einem Baum fest, wenn die Wehen kommen, doch zum Gebären legen sie sich auf die Seite. Meistens sind die ja auch alleine. Was sehr wichtig ist, dass man versucht, den Damm zu halten, das kann man bei vielen nur in der Rückenlage machen. Früher lagen die Frauen ganz flach, jetzt haben wir Betten, deren Rücken man hochstellen kann.

Verschiedene Nationalitäten …

… haben andere Schmerzempfindungen, das ist wirklich so. Afrikanerinnen, Thailänderinnen und Japanerinnen leiden vor sich hin, in sich rein, eher still. Russinnen und Italienerinnen sind laut und gestikulieren. Deutsche Frauen können auch sehr laut sein. So laut, dass die Männer ganz blass werden. Wenn ich merke, denen wird flau, sage ich, sie sollen sich hinsetzen. So viele Männer sind auch noch nicht umgefallen. Am ehesten Machos.

Geben die später zu, dass sie weich geworden sind?

Die behaupten gern, sie hätten nichts gegessen.

Babyschlaf: Auf dem Rücken und nicht zu warm

Im Bekanntenkreis, in dem sich frisch gebackene Eltern finden, wird es fast schon zum Wettbewerb: die Frage, ob das Baby nachts schon durchschläft. In der Praxis gibt es nun mal Babys, die nachts schnell und unkompliziert schlafen und andere, die es eben nicht tun. Doch es gibt einige Hilfestellungen, die dafür sorgen können, dass das Thema Schlafen problemloser abläuft.

Cool einschlafen: Die richtige Zimmertemperatur

Damit das Baby gut einschlafen und schlafen kann, sollte das Zimmer eine Temperatur von 16 bis 18 °Grad haben, informiert die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZGA). Im Winter sollte das Babybett nicht direkt neben einer Heizung stehen – im Sommer nicht direktem Sonnelicht ausgesetzt sein. Andere Wärmequellen – wie zum Beispiel Wärmflaschen oder Heizkissen – sind nicht nötig und führen schnell dazu, dass dem Baby zu warm ist. Ein Schlafsack ist übrigens generell eine bessere Wahl, als eine Decke, da das Baby schnell unter die Decke rutschen und es so zu einem Atemrückstau kommen kann.

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Babys erste Pyjamaparty: Das richtige Outfit

Auch wenn der Anblick von niedlichen Babypyjamas unser Herz höher schlagen lässt: Gerade im Sommer genügt dem Säugling eine Windel und Unterwäsche zum Schlafen. Babys neigen schnell dazu zu überwärmen, warnt die BZGA. Vor allem sollte dem Neugeborenen niemals eine Mütze zum Schlafen aufgesetzt werden, da überschüssige Wärme über den Kopf abgegeben wird, was mit einer Mütze nicht möglich ist.

Übrigens: Hände und Füße von Babys sind oft kühl, ohne dass ihnen wirklich zu kalt ist. Das sollte daher nie als Symptom gewertet werden, dass der Säugling friert. Wenn der Nacken warm, aber nicht verschwitzt ist, hat das Baby die richtige Körpertemperatur.

Gesund schlafen: Nur in Rückenlage

Für einen gesunden und ungefährlichen Schlaf des Babys ist die richtige Liegeposition sehr wichtig. Das Sächsische Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz (SMS) rät Eltern dringend, ihre Neugeborenen stets in Rückenlage zum Schlafen hinzulegen. In dieser Position können Babys am besten atmen. Seitdem diese Schlafposition auch von Ärzten empfohlen wird, ist die Anzahl vom plötzlichen Säuglingstod deutlich zurückgegangen, informiert die BZGA. Man solle das Baby aber tagsüber und unter Aufsicht immer mal wieder auf den Bauch legen, um die Nacken- und Rückenmuskulatur zu stärken.

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Der richtige Schlaf: Alle zusammen oder lieber alleine?

Gerade im ersten Jahr sollten Säuglinge im Zimmer der Eltern schlafen. Zum einen wird das Neugeborene durch die Atemgeräusche der Eltern beruhigt, zum anderen ist es für die Eltern praktischer, das Baby in der Nähe zu haben, wenn es nachts gefüttert werden muss.

Viele Eltern haben es gern, wenn das Baby mit im gemeinsamen Bett schläft. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung erklärt, dass dies aber nur praktiziert werden soll, wenn keiner der Erwachsenen, die im Bett schlafen, alkoholisiert ist oder Drogen konsumiert hat. Zu groß ist das Risiko, dass man sich auf das Baby rollt, ohne es zu bemerken. Außerdem sollen auf keinen Fall Haustiere ins Bett gelassen werden. Wenn dann noch darauf geachtet wird, dass das Bett nicht zu schmal ist – Wasserbetten sind übrigens nicht geeignet – und das Baby nicht aus dem Bett fallen oder eingeklemmt werden kann, steht dem gemeinsamen Kuscheln nichts im Weg.

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Von RND/ Heidi Becker

Fieber beim Baby

Wie kann man das Fieber senken?

Es gibt zwei Arten, um das Fieber zu senken: durch nicht-medikamentöse Maßnahmen und durch fiebersenkende Medikamente.

Nicht medikamentöse Maßnahmen

Fiebernde Babys sollten nicht (zu) warm angezogen oder zugedeckt sein. Zu warme Kleidung lässt die Hitze nicht entweichen. Dünne Kleidung (wie ein leichter Strampler) und ein Leintuch zum Zudecken sind meistens ausreichend.

Hat das fiebernde Kind warme Beine, können Sie Wadenwickel machen. Tauchen Sie dazu Baumwolltücher in lauwarmes Wasser (ungefähr 20 Grad, also einige Grad kühler als die Körpertemperatur des Babys), wringen Sie sie leicht aus und wickeln sie dann um die Waden des Babys. Legen Sie anschließend ein trockenes Tuch um jede Wade, plus je ein Wolltuch darüber. Die Wasserverdunstung sorgt für Kühlung und eine verstärkte Wärmeabgabe. Lassen Sie die Wadenwickel aufliegen, bis sie sich körperwarm anfühlen. Das dauert etwa 15 bis 20 Minuten. Sobald die Waden nach dem Abnehmen der Wickel wieder warm geworden sind, können Sie Ihrem Baby erneut welche anlegen.

Fiebersenkende Medikamente

Hohes Fieber beim Baby kann gegebenenfalls mit fiebersenkenden Medikamenten (Antipyretika) wie Paracetamol gesenkt werden. Die meisten Fiebermedikamente haben neben ihrer fiebersenkenden Wirkung auch noch schmerzlindernde und entzündungshemmende Eigenschaften. Sie können beispielsweise als Saft oder Zäpfchen verabreicht werden. Achten Sie besonders bei Babys auf die richtige Dosierung. Es sollten für Babys nur Säuglingszäpfchen verwendet werden – und diese nur in der vom Arzt erlaubten Anzahl.

Vorsicht: Geben Sie Babys und kleinen Kindern auf keinen Fall Acetylsalicylsäure (ASS): Dieses Schmerz- und Fiebermittel kann unter Umständen eine seltene Leber-Hirn-Erkrankung (Reye-Syndrom) auslösen, die tödlich enden kann.

Eine erhöhte Körpertemperatur ist bei Babys nicht selten. Eingreifen müssen Sie als Eltern aber nur dann, wenn sie auf über 38.5°C ansteigt, wenn also Fieber besteht. Dann muss eine Überhitzung verhindert werden. Ziehen Sie Ihrem Baby dünnere Kleidung an oder lassen Sie es nur in der Windel liegen.

Sorgen Sie dafür, dass es ausreichend Flüssigkeit (Tee) aufnimmt, damit die durch Schwitzen verlorene Flüssigkeit ersetzt wird. An sehr warmen Tagen kann auch eine Klimaanlage oder ein Ventilator eingesetzt werden, damit sich das Zimmer nicht zu stark aufheizt. Das Kind darf aber nicht unmittelbar in der Zugluft liegen. Sie können Ihr Baby auch etwas abkühlen, indem Sie mit einem nassen Schwamm oder Handtuch sanft über seine Haut streichen und dabei den Teil des Körpers, den Sie gerade nicht behandeln, leicht mit einem trockenen Handtuch oder einer dünnen Decke zudecken. Das Wasser sollte lauwarm sein, heisses oder kaltes Wasser ist nicht geeignet. Auch Wadenwickel sind sehr wirkungsvoll, um Fieber zu senken.

Interview

Prof. Dr. med. Urs B. Schaad: „Fieber im Kleinkindesalter“

Das bewährteste fiebersenkende Medikament ist Paracetamol, das als Zäpfchen oder Saft gegeben werden kann. Fragen Sie Ihren Arzt, Ihre Ärztin, ab welcher Fieberhöhe Sie das Medikament verabreichen sollen. Befolgen Sie in jedem Fall die Anleitungen auf der Packungsbeilage und erhöhen Sie die Dosierung nie auf eigene Faust. Die Wirkung setzt etwa nach einer Stunde ein und hat die maximale Stärke nach drei Stunden erreicht. Frühestens nach vier bis sechs Stunden darf die nächste Dosis gegeben werden. Ein ähnlich zuverlässiger Wirkstoff ist Ibuprofen. Diese Substanz belastet jedoch den Magen etwas mehr und sollte Babys unter sechs Monaten nicht gegeben werden.

Acetylsalicylsäure (z.B. in Aspirin) sollten Kinder aber auf keinen Fall einnehmen: Bei Viruserkrankungen besteht die Gefahr eines sog. Reye-Syndroms mit Hirnhautentzündung und Leberversagen.

Beikost: Der passende Brei bei leichtem Fieber

Gegen Schmerzen und Fieber – welche Medis für Babys und Kleinkinder?

Letzte Aktualisierung : 06-11-19, BH / MBM

Fieber beim Baby oder Kind: Was jetzt wirklich hilft

Was tun, wenn das Baby oder Kind Fieber hat? Diese Hausmittel helfen. Foto: Adobe Stock, (c) Syda Productions

Glasige Augen, rote Bäckchen, heiße Stirn. Vielleicht ist das Kind auch quengelig und mag nichts essen. Dann ist es Zeit, dass die Eltern das Fieberthermometer zücken. Was ist zu tun, wenn es Fieber anzeigt? Das hängt davon ab, wie sehr die Körpertemperatur beim Baby oder Kind vom Normalwert abweicht. Doch auch von anderen Faktoren.

Was genau ist Fieber?

Fieber ist keine Krankheit im eigentlichen Sinne, sondern bloß ein Zeichen dafür, dass der Organismus gegen in ihn eingedrungene Krankheitserreger kämpft. Die Temperaturerhöhung führt zu einer Mobilisierung der Abwehrkräfte, um den Bakterien oder Viren den Garaus zu machen. Das geschieht bei Kindern häufiger als bei Erwachsenen, denn einerseits muss ihr Immunsystem erst lernen, mit diversen Keimen fertig zu werden. Andererseits ist das für die Temperaturregulierung zuständige Zentrum im Gehirn noch nicht vollständig ausgereift und muss sich erst stabilisieren. Reagiert daher schon bei kleineren Störungen mit einem Anstieg der Körpertemperatur.

Das ist an und für sich nicht besorgniserregend, sondern ein Indiz dafür, dass der Körper eine Art Selbsthilfe betreibt. Für krankmachende hitzeempfindliche Mikroorganismen ein ungemütliches Milieu schafft, in dem sie weder gut gedeihen noch sich effizient vermehren können. Fieber regt den Stoffwechsel und die Durchblutung an. Kann den Herzschlag und die Atmung beschleunigen, d.h. den Kreislauf belasten. Somit leistet der Körper Schwerarbeit, um dem Infekt Herr zu werden.

Doch übersteigt Fieber den Wert von 39,5 Grad Celsius, kann es den Organismus auch derart stressen, dass es wichtige Körperfunktionen beeinträchtigt, weil es (auch unter Umständen tödliche) Gewebe- und Organschäden nach sich ziehen kann.

Normale Körpertemperatur beim Kind

Die normale Körpertemperatur liegt bei Kindern zwischen 36,1 und 37,8 °C. Gleichzeitig unterliegt sie tageszeitlichen Schwankungen. Steigt tagsüber an (Höchststand um ca. 18 Uhr) und sinkt nach Mitternacht (Tiefststand um ca. 4 Uhr). Zudem beeinflusst die Umgebung die Temperatur von Kindern, sodass diese schnell ansteigen bzw. wieder sinken kann. Etwa nach ausgiebigem Toben im Freien oder Sport, beim Tragen zu warmer Kleidung oder durch eine zu warme Decke.

Die Neigung, Fieber zu entwickeln, ist bei Kindern individuell sehr verschieden ausgeprägt.

Ursachen für Fieber bei Babys und Kindern

Nicht immer lässt sich eine eindeutige Ursache für Fieber bei Kindern finden. Doch häufig ist es eine Begleiterscheinung folgender Krankheiten oder Umstände:

  • Infektionen der oberen Atemwege (Erkältung, Grippe, Halsentzündung)
  • Infektionen der tieferen Atemwege wie z. B. eine Bronchitis oder Lungenentzündung
  • Mittelohrentzündungen
  • Infektionen des Verdauungstraktes wie z.B. eine Blinddarmentzündung
  • Pfeiffersches Drüsenfieber
  • Kinderkrankheiten (z.B. Dreitagesfieber, Windpocken, Röteln)
  • Meningitis (Gehirnhautentzündung)
  • Harnwegsinfekte wie z.B. eine Nierenbeckenentzündung
  • Impfungen (Impfreaktion)

Hat mein Kind Fieber?

Oft merkt die Familie einem Kind schon äußerlich an, dass es Fieber hat. Etwa wenn sein Gesicht heiß und gerötet ist, die Augen müde und glasig aussehen, die Hände und Füße sich kalt oder heiß anfühlen. Eventuell hat das Baby auch ein verändertes Verhalten. Denn manche Kinder werden unruhig und quengelig oder schläfrig, wenn die Temperatur steigt. Oder verlieren jeglichen Appetit.

Einige Babys fiebern an Händen und Füßen trocken und heiß, andere kalt und feucht, doch beide Fiebertypen haben einen heißen Rumpf und Kopf.

Die Symptome variieren oft auch mit dem Fieberverlauf. So fühlen sich etwa beim Fieberanstieg Stirn und Kopf heiß an, der Rest des Körpers eher kühl oder das Kind friert gar. Denn der Körper versucht, die Unterschiede zwischen Körpertemperatur und Außentemperatur mit Zittern und Gänsehaut auszugleichen. Beim Fieberstau, dem Höhepunkt des Fiebers, glühen die Wangen und auch der übrige Körper fühlt sich heiß an. Der Fieberabfall wiederum wird begleitet von viel Schwitzen und Schlappheit.

Übrigens: Bei einem Baby merken Eltern oft, dass es Fieber hat, wenn sie seine Augenbrauen berühren oder küssen. Doch Gewissheit verschafft nur fachgerechtes Fiebermessen.

Babys und Kinder sind oft schläfrig, wenn sie Fieber haben. Foto: Adobe Stock, (c) wendyhayesrise

Richtig Fieber messen beim Baby

Die Körpertemperatur lässt sich an der Körperoberfläche oder in Körperöffnungen messen. Beides hat seine Vor- und Nachteile. Zudem eignen sich nicht alle Arten des Fiebermessens für alle Altersstufen von Kindern.

Unabhängig von der Messmethode: Bei einem fiebrigen Kind heißt es regelmäßig Temperatur messen und die Werte notieren. Jede halbe bis ganze Stunde. Sowie immer den Allgemeinzustand des Kindes im Auge behalten. Die Notizen erleichtern dem Arzt die Diagnostik, da einige Erkrankungen mit einem für sie typischen Fieberverlauf einhergehen.

Rektale Temperaturmessung

Sie gilt als zuverlässigste Methode, die v.a. für Kinder unter 3 Jahren empfohlen wird. Hierzu wird das Kind in Rückenlage oder in Seitenlage mit abgewinkelten Beinen gebracht. Dann wird die Spitze des Thermometers, um Verletzungen zu vermeiden, eingefettet, z. B. mit Vaseline. Und das Thermometer wird rund 1 bis höchstens 2 cm tief in den Enddarm eingeführt. Das Thermometer dabei leicht festhalten, damit es nicht aus dem After rutscht. Da die Prozedur vom Kind meist als unangenehm empfunden wird, sollte sie von beruhigendem Zureden und Ablenkungsmanövern (Spielzeug, Geschichte erzählen oder vorlesen) begleitet werden.

Orale Temperaturmessung

Sie erfordert die Mitarbeit des Kindes. Denn während die Thermometerspitze unter der Zunge liegt, muss durch die Nase (schwierig, wenn sie verstopft ist) geatmet werden und die Lippen müssen geschlossen bleiben. Deswegen sollte diese Methode erst ab dem Schulalter zur Anwendung kommen. Andernfalls könnte sie zu Verletzungen führen, etwa weil das Kind aufs Thermometer beißt. Um einer Verfälschung des Ergebnisses vorzubeugen, darf das Kind mindestens 10 Minuten vor der Messung nichts Warmes essen oder trinken. Die Werte liegen rund 0,5 Grad niedriger als im After gemessene.

Axilläre Temperaturmessung

Sie setzt die Fähigkeit voraus, dass das Kind lange genug stillsitzen oder -liegen kann. Außerdem, dass das Thermometer gut in der Achselhöhle liegt und der Oberarm eng am Körper gehalten wird. Die so erhaltenen Werte können um gut ein Grad niedriger sein als solche bei Messungen im After oder im Mund.

Temperaturmessung im Ohr

Sie gestaltet sich angenehm und sekundenschnell. Dabei wird – unter Beachtung der Angaben des Herstellers – das Ohr ein wenig nach oben hinten gezogen und das Infrarotthermometer vorsichtig in den Gehörgang gehalten, wo sein Sensor die Temperatur am Trommelfell feststellt. Die Methode liefert Werte, die etwa 0,5 Grad unter der im After gemessenen liegen. Wobei das Ergebnis verfälscht werden kann. Beispielsweise durch Ohrenschmalz, Zugluft oder wenn das zur Messung herangezogene Ohr davor Wärme (z.B. Liegen auf einem warmen Polster) oder Kälte ausgesetzt war. Zudem wird bei Säuglingen das Fiebermessen durch den noch engen Gehörgang erschwert.

Temperatur: normal, nur erhöht oder schon Fieber?

Bei Babys und Kleinkindern wird schon bei etwas niedrigerer Körpertemperatur als bei Erwachsenen von Fieber gesprochen . Demnach bedeuten

  • 36,5°C bis 37,5°C: normale Temperatur
  • 37,6°C bis 38,4°C: erhöhte Temperatur
  • ab 38,5°C: Fieber
  • ab 39,0°C: hohes Fieber

Was tun, wenn das Baby Fieber hat?

Zunächst einmal sollte die Familie Ruhe bewahren. Und das Kind beobachten. Um Fragen zu klären wie: Sieht es sehr krank aus? Verhält es sich anders als gewohnt? Ist es aktiv oder wirkt es abgeschlagen? Als Faustregel gilt nämlich: Fieber muss nicht gleich massiv bekämpft werden, so lange sich das Kind nicht offensichtlich unwohl fühlt oder in der Vergangenheit Fieberkrämpfe hatte. Denn Fieber ist ein effizienter natürlicher Abwehrmechanismus des Körpers.

Das oberste Gebot bei Fieber lautet dennoch: trinken, trinken, trinken. Denn ausreichende Zufuhr von Flüssigkeit unterstützt den Körper, mit den Krankheitserregern fertig zu werden bzw. sie auszuschwemmen. Zudem brauchen Kinder mehr Flüssigkeit als sonst, weil sie durch das Fieber schwitzen und so Wasser und Elektrolyte verlieren, also auszutrocknen drohen. Am besten über den Tag verteilt dem fiebernden Kind oftmals Wasser, Tees oder verdünnte Fruchtsäfte bzw. dem fiebernden Baby häufiger als sonst die Brust bzw. Flaschennahrung anbieten.

Trinkt ein Kind genug, ist es auch nicht so schlimm, wenn es mal weniger isst. Apropos Ernährung: Fruchtstückchen bzw. Kompott, Nudeln, Suppe oder fettarmes Salzgebäck belasten den Organismus nicht übermäßig und eignen sich daher gut als Kost bei Fieber.

Friert das Kind bei einem Fieberanstieg oder hat es gar Schüttelfrost, dann warm einpacken und eventuell eine Wärmflasche ins Bett legen! Friert es nicht, helfen beim Abkühlen und Fieber senken.

Fühlt sich das Baby warm an, schwitzt oder wirkt kränklich, solltest du die Temperatur messen. Foto: Adobe Stock, (c) Elena Stepanova

Hausmittel bei Fieber

Oft helfen ganz einfache Maßnahmen, die Körpertemperatur zu regulieren wie

  • auf die Stirn gelegte kalte Umschläge.
  • Wadenwickel: Um jeden Unterschenkel behutsam ein in lauwarmes Wasser getauchtes, dann ausgewrungenes Tuch wickeln, zwei trockene Tücher darüber geben und mit einer großen Wollsocke befestigen. Der Zusatz von etwas Essig erhöht die Wirkung (“Essigpatscherl“). Nach 10 Minuten die Prozedur wiederholen (maximal 3 Durchgänge) und dazwischen Fieber messen. Wadenwickel dürfen nur bei Kindern mit komplett warmem Körper (auch Hände und Füße) Anwendung finden. Werden die Füße kalt, den Vorgang abbrechen.
  • ein lauwarmes Bad: Dabei das Baby sanft mit einem Waschlappen abreiben und das Baby danach nicht sofort abtrocknen, damit das Wasser verdunsten und dem Körper so Wärme entziehen kann.
  • Abreibungen der Unterarme mit einem körperwarm befeuchteten Waschlappen. Die Haut soll nur feucht, aber nicht nass werden. Die Verdunstung der Feuchtigkeit auf der Haut bewirkt einen kühlenden Effekt. Nicht mit Franzbranntwein! Sonst kann das Fieber ansteigen.
  • Pulswickel: Jeden Unterarm mit einem gut befeuchteten (2 bis 5 Grad kälter als die gemessene Körpertemperatur) Leinentuch straff, aber nicht einschnürend umwickeln. Dann mit einem trockenen Wolltuch fixieren. Das Ganze nach 10 Minuten entfernen. Den Vorgang ein- bis zweimal wiederholen.

Weiter Maßnahmen bei Fieber

Oft reichen leichte Kleidung (am besten aus Baumwolle), nur leichtes Zudecken und eine kühle Raumtemperatur, um starkes Schwitzen zu lindern. Am besten einschätzen lässt sich die Körperwärme bei einem Baby im Nacken. Ist es dort schwitzig, ist es ihm zu warm. Um eine Überhitzung zu verhindern, sollte die Zimmertemperatur bei 18 bis 20 °C liegen. Für gute Luft sorgt wiederholtes Stoßlüften, wobei es aber Zugluft zu vermeiden gilt. Ein häufiger Wechsel der Bettwäsche und Handtücher ist ebenfalls angebracht.

Geht es dem fiebernden Kind gut, ist keine strikte Bettruhe notwendig. Sehr wohl aber genügend Ruhephasen und Schlaf. Überhaupt sollte ein Kind erst wieder dann in den Kindergarten/die Schule geschickt werden, wenn es vollständig genesen ist.

Die eigentliche Therapie bei Fieber besteht jedoch in der Beseitigung der zugrunde liegenden Ursache. Etwa der Gabe von Antibiotika bei bakteriellen Infektionen. Hierzu kann es notwendig sein, zuvor nach dem Grund für das Fieber zu fahnden. Etwa mithilfe einer Urin- oder Blutprobe.

Kind hat Fieber: Wann zum Kinderarzt?

Es gibt keine für jedes Kind passenden Empfehlungen, ab wie vielen Tagen Fieber oder ab welcher Temperatur sein Zustand als besorgniserregend einzustufen ist. Denn darüber entscheiden insbesondere Allgemeinzustand und Verhalten des kleinen Patienten. Ein Arzt ist aber unbedingt zu konsultieren, wenn ein fieberndes Baby oder Kind

  • weniger als 3 Monate alt ist und seine Temperatur 37,8 °C übersteigt.
  • 3 bis 6 Monate alt ist und seine Temperatur 38,2 °C übersteigt.
  • älter als 6 Monate ist und die Temperatur 39,2 °C übersteigt.
  • unter 2 Jahre alt ist und länger als einen Tag leicht bis mäßig fiebert.
  • älter als 2 Jahre ist und länger als drei Tage leicht bis mäßig fiebert.
  • schnell 39 °C oder mehr erreicht.
  • ununterbrochen weint oder wimmert bzw. auffällig (viel) schreit.
  • schlecht oder nicht trinkt.
  • schwer erweckbar, apathisch, verwirrt bzw. in seiner Wahrnehmung gestört erscheint.
  • sich ungewöhnlich verhält.
  • chronisch krank ist.
  • Schwierigkeiten beim Atmen hat.
  • nicht imstande ist, zu schlucken oder zu trinken oder auffallend speichelt.
  • einen Hautausschlag oder eine ungewöhnliche Hautfarbe aufweist.
  • Bauchschmerzen, Erbrechen oder Durchfall bekommt.
  • über Brennen oder Schmerzen beim Wasserlassen klagt.
  • das Kinn nicht zur Brust beugen kann (Nackensteife).
  • trotz fiebersenkender Maßnahmen (Zäpfchen, Wadenwickel etc.) unvermindert weiterfiebert.
  • schubweise oder wiederholt fiebert.

Im Zweifelsfall gilt: Lieber einmal zu oft zum Arzt als zu wenig.

Hat das Baby hohes Fieber, solltest du dringend den Kinderarzt aufsuchen. Foto: Adobe Stock, (c9) Art_Photo

Medikamente bei Fieber: wenn ja, welche?

Ein Arzt sollte auch immer zu Rate gezogen werden, wenn es um den Einsatz von Medikamenten geht. Denn nicht alle, die sich zum Fieber senken bei Erwachsenen eignen, tun das auch bei Babys oder Kindern. Zudem reduzieren fiebersenkende Arzneien lediglich die Körpertemperatur, bekämpfen aber nicht die Ursache des Fiebers. Ab einer Temperatur von über 39 Grad ist es meist angesagt, medikamentös gegenzusteuern. Oder wenn das fiebernde Kind früher schon einmal Fieberkrämpfe hatte.

Jedenfalls taugen Substanzen wie Acetylsalicylsäure oder Metamizol NICHT zur Behandlung von Kindern. Denn beide können bei den Kleinen schwerwiegende Erkrankungen auslösen. Meist kommt bei Kindern der Wirkstoff Paracetamol oder ab dem vollendeten 6. Lebensjahr der Wirkstoff Ibuprofen zum Einsatz. In Form von Zäpfchen, Saft oder Tabletten. Aber auch das bitte nur nach Rücksprache mit dem Arzt!

Sonderfall Fieberkrampf

Manchmal entwickelt sich bei schnellem Anstieg oder Abfall von Fieber ein sogenannter Fieberkrampf, eine Reaktion des Nervensystems auf die Temperaturänderung. Dann verdreht das Kind seine Augen, bekommt steife oder auch zuckende Gliedmaßen, bläuliche Lippen und kann auch kurzzeitig das Bewusstsein verlieren. So ein Krampfanfall ist zwar nicht unmittelbar lebensbedrohend, geht in den meisten Fällen schnell vorüber und hinterlässt beim Kind etwas Müdigkeit, aber keine Erinnerung an den Krampf oder gesundheitliche Folgen. Aber die Ursache dafür sollte ärztlich abgeklärt werden. Nach dem Anfall Fieber messen und gegebenenfalls senken!

Eltern beruhigen dann am besten das Kind, lockern seine Kleidung und entfernen, so vorhanden, Schnuller oder Fläschchen aus seinem Mund, damit es gut Luft bekommt. Sie polstern umliegende harte Gegenstände mit Decken oder Kissen ab, um Verletzungen zu verhindern. Zudem kontrollieren sie regelmäßig die Atmung des Kindes, bis der Arzt eintrifft und drehen es in Seitenlage, falls es erbricht, damit Erbrochenes nicht in die Lunge gelangt. Keine gute Idee ist es hingegen, das Kind während eines Krampfes festzuhalten oder zu schütteln, die Zuckungen unterdrücken oder ihm etwas einflößen zu wollen. Sonst besteht Verletzungs- bzw. Erstickungsgefahr.

Bei einem länger als 15 Minuten anhaltenden und/oder mit Auffälligkeiten einhergehenden Fieberkrampf ist der Notarzt zu verständigen, um den Krampf medikamentös zu beenden.

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Gabriela Gerstweiler

Gabriela Gerstweiler ist Ärztin für Allgemeinmedizin und freie Texterin. Sie schreibt vor allem über Gesundheitsthemen und Ernährung.

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