36 ssw stechen in der mumu

Inhalte

35. Schwangerschaftswoche

Entwicklung des Babys

(Sebastian Kaulitzki / Fotolia.com)

Ihr Baby ist nun etwa 46 cm groß und hat ein Gewicht von 2.400 Gramm erreicht.

Die meisten Babys haben sich bereits in die endgültige Geburtsposition begeben. Eine Drehung ist jetzt nur mehr sehr schwer möglich. Für eine natürliche Geburt sollte sich das Kind in Längslage befinden, das heißt, die mütterliche und die kindliche Wirbelsäule verlaufen parallel zueinander. In 95% aller Fälle ist dies die sogenannte Schädellage, das Baby liegt dabei mit dem Kopf nach unten. Dies ist die „einfachste“ Geburtslage, die mit den wenigsten Komplikationen verbunden ist.

3–5% aller Babys liegen in Beckenend- bzw. Steißlage. Dabei sitzt das Kind mit dem Po nach unten und die Beine sind nach oben geklappt. Eine natürliche Geburt ist in dieser Lage zwar nicht unmöglich, aber mit einem höheren Risiko für Komplikationen verbunden. Der Steiß des Babys wird in diesem Fall zuerst geboren – wenn der Kopf und der restliche Körper nicht schnell genug nachfolgen, kann es zu Komplikationen mit der Nabelschnur und dadurch zu einer Sauerstoffunterversorgung des Babys kommen. Zusätzlich ist der Weg durch den Geburtskanal erschwert. Viele Ärzte und Frauen bevorzugen deshalb in dieser Lage einen Kaiserschnitt.

In seltenen Fällen liegen Babys auch quer im Bauch (Querlage), das heißt, die Wirbelsäule des Babys verläuft im rechten Winkel zur Wirbelsäule der Mutter. In dieser Lage ist eine natürliche Geburt nicht möglich und es wird ein Kaiserschnitt durchgeführt.

Was tut sich bei der Mutter?

Die Gebärmutter ist inzwischen sehr stark gewachsen, der obere Rand befindet sich nun etwa am unteren Rand des Rippenbogens.

Zwischen Woche 35 und 38 findet die letzte Mutter-Kind-Pass-Untersuchung statt. Dabei wird erneut eine gynäkologische Untersuchung durchgeführt und ein Vaginalbefund erhoben. Der Zustand des Muttermundes wird beurteilt und eventuelle Infektionen mit Pilzen oder Bakterien können erkannt und rechtzeitig behandelt werden, um eine Ansteckung des Kindes während der Geburt zu vermeiden. Zudem können Infektionen der Scheide wehenauslösend wirken und müssen daher behandelt werden.

Eine Ultraschalluntersuchung ist nun zwar laut Mutter-Kind-Pass nicht mehr vorgesehen, wird aber von den meisten Ärzten dennoch durchgeführt, um die Entwicklung und die Lage des Kindes noch einmal zu überprüfen.

Nutzen Sie diesen Termin bei Ihrem Arzt, um alle Fragen, die Sie zu den letzten Wochen der Schwangerschaft und zum Ablauf der Geburt haben, zu besprechen.

Viele Frauen fürchten sich in der letzten Zeit der Schwangerschaft vor vorzeitigen Wehen, die zu einer Frühgeburt führen können. Von einer Frühgeburt spricht man im Allgemeinen, wenn das Kind vor der vollendeten 37. Schwangerschaftswoche geboren wird.

Übungswehen oder vorzeitige Geburtswehen?

Wenn Sie Wehen spüren, ist es wichtig, zu unterscheiden, ob es sich um sogenannte Schwangerschaftswehen (auch Übungswehen bzw. Braxton-Hicks-Kontraktionen genannt) oder um echte, vorzeitig auftretende Geburtswehen handelt. Zusätzlich können ab etwa vier bis sechs Wochen vor der Geburt sogenannte Senkwehen auftreten.

Schwangerschaftswehen

Schwangerschaftswehen (Vorwehen, Braxton-Hicks-Kontraktionen) können im gesamten Verlauf der Schwangerschaft auftreten und sind nicht oder nur sehr wenig schmerzhaft. Es kommt dabei zu Kontraktionen der Gebärmutter, die meist nur durch ein Hartwerden des Bauches bemerkt werden. Sie treten sehr unregelmäßig auf, sind unterschiedlich lang und dauern jeweils etwa 30 bis 60 Sekunden.

Senkwehen

Senkwehen bewirken, dass der Kopf des Kindes tiefer in das Becken der Mutter rutscht. Sie machen sich meist etwa ab der 36. Schwangerschaftswoche bemerkbar. Auch diese Art von Wehen tritt meistens unregelmäßig auf. Sie können von einem Ziehen im Rücken oder im Schambein- und Beckenbereich sowie von einem Stechen in der Scheide begleitet sein. Nach längstens zwei Stunden lassen die Beschwerden meist nach.

Geburtswehen

Typisch für beginnende Geburtswehen bzw. Eröffnungswehen ist, dass sie regelmäßig auftreten. Sie beginnen meist mit längeren Abständen zwischen 10 und 15 Minuten und halten jeweils etwa 30 bis 60 Sekunden an. Danach nimmt die Dauer der einzelnen Wehen zu und der Abstand dazwischen wird immer kürzer. Zudem sind diese Wehen schmerzhafter und strahlen meist auch in den unteren Rücken aus. Sie können von leichtem Blut- oder Flüssigkeitsverlust begleitet sein.

Wann führt eine Wehentätigkeit zur Geburt?

Ob eine Wehentätigkeit tatsächlich zur Geburt führt, hängt vor allem davon ab, ob sich dabei der Muttermund öffnet. Dies ist nur bei echten Geburtswehen der Fall. Wenn Sie sich unsicher sind, suchen Sie Ihren Arzt auf – mithilfe einer vaginalen Untersuchung oder eines CTG (= Kardiotokografie bzw. Herztonwehenschreibung) können der Zustand des Gebärmutterhalses und die Wehentätigkeit der Gebärmutter beurteilt werden.

Wichtig ist, zu wissen, dass Stress oder Überforderung vor allem in der letzten Zeit der Schwangerschaft wehenauslösend wirken können. Es ist daher jetzt besonders wichtig, dass Sie sich immer wieder Pausen gönnen und Wege finden, sich richtig zu entspannen. Lassen Sie sich verwöhnen, vor allem bei Senkwehen kann eine Massage helfen. Machen Sie es sich mit einer Wärmflasche oder einem warmen Kirschkernkissen gemütlich. Und vermeiden Sie im Alltag unbedingt das Tragen und Heben von schweren Lasten!

Bleiben Sie informiert mit dem Newsletter von netdoktor.at

Autoren:
Dr.med. Kerstin Lehermayr
Medizinisches Review:
OÄ Dr. Angela Ramoni
Redaktionelle Bearbeitung:
Mag.(FH) Silvia Hecher,MSc

Aktualisiert am: 02.12.2014 | 14:48

Weyerstahl T., Stauber M.: Gynäkologie und Geburtshilfe, Duale Reihe; Georg Thieme Verlag KG Stuttgart; 4. Auflage 2013
Huch R.: Glücklich schwanger von A bis Z – Gut beraten in 280 Alltagsfragen: von Autofahren bis Zunehmen; TRIAS Verlag in MVS Medizinverlage Stuttgart GmbH & Co KG Stuttgart; 2011
Jahn-Zöhrens U.: Entspannt erleben – Schwangerschaft und Geburt; Hrsg: Deutscher Hebammenverband e.V.; TRIAS Verlag in MVS Medizinverlage Stuttgart GmbH & Co KG Stuttgart; 2011
Huch R., Largo R.: Schwangerschaft, Geburt und erste Babymonate; TRIAS Verlag in MVS Medizinverlage Stuttgart GmbH & Co KG Stuttgart; 2009
Sonntag K.: Schwanger! Tag für Tag: Mein Kalender für eine aufregende Zeit; TRIAS Verlag in MVS Medizinverlage Stuttgart GmbH & Co KG Stuttgart; 2009
Ulfig N.: Kurzlehrbuch Embryologie; Georg Thieme Verlag KG Stuttgart; 2.Auflage 2009
Sadler T.W.: Medizinische Embryologie; Georg Thieme Verlag Stuttgart; 11.Auflage 2008

Weitere Artikel zum Thema

Leckeres Wokgemüse

Mit diesem Gericht bringen Sie einen Hauch von Asien in Ihre Küche.

5. MKP Untersuchung in der Schwangerschaft

Die 5. Mutter Kind Pass Untersuchung in der Schwangerschaft findet zwischen der 35. und der 38. Schwangerschaftswoche statt.

Frühgeburt

Von einer Frühgeburt spricht man, wenn die Schwangerschaft weniger als 37 abgeschlossene Wochen dauert.

Wehen: Wie Sie Wehen erkennen, unterscheiden und fördern

Manche Frauen fürchten sich vor den Wehen bei der Geburt, andere sehnen sie bei überschreiten des Geburtstermins regelrecht herbei. Welche Wehenarten es gibt und woran Sie die Geburtswehen erkennen.

Was sind Wehen?

Wehen bezeichnen das rhythmische und schmerzhafte Zusammenziehen der Gebärmutter während der Geburt. Die Kontraktionen der Gebärmuttermuskulatur treten aber nicht nur beim Gebären auf, um das ungeborene Kind aus dem Mutterleib zu bewegen. Auch während der Schwangerschaft und nach der Geburt können Wehen einsetzen. Ist das Baby geboren, sorgen die Nachwehen beispielsweise für die Ausstoßung der Nachgeburt und dafür, dass sich die Blutgefäße der Gebärmutter wieder zusammenziehen.

Wie kann man Wehen fördern?

Wurde der geplante Geburtstermin bereits lange überschritten, überlegen einige Schwangere, die Wehen auf sanfte Weise zu fördern. Um die Einleitung der Geburt durch ein Wehenmittel zu verhindern, gibt es einige Möglichkeiten, die aber nur mit Rücksprache der Hebamme und nie eigenmächtig durchgeführt werden sollten. Ohne medizinischen Grund sollten Wehen ohnehin nie vorzeitig eingeleitet werden. Denn erst wenn der Körper und das Kind dazu bereit sind, beginnt die Geburt.

Geburtsterminrechner – Wann kommt mein Kind auf die Welt?

Geburtsterminrechner
Wann kommt mein Kind auf die Welt?

Diese Mittel können helfen, Wehen anzuregen:

  • Ausgedehnte Spaziergänge: Durch die aufrechte Haltung und die Bewegung können Wehen angeregt werden.
  • Tee trinken: Zimttee in Maßen soll die Durchblutung anregen. Es gibt auch Schwangerschaftstee, einfach die Hebamme fragen.
  • Sex mit dem Partner: Die Löffelchenstellung sorgt zum Beispiel für Entspannung und der Orgasmus kann wehenfördernd wirken.
  • Heiße Bäder: Zehn Minuten in 38 Grad warmem Wasser entspannt die Bauch- und Beckenmuskeln.
  • Bauchmassage: Den Bauch sanft mit Öl (zum Beispiel Mandelöl gemischt mit Zimt-, Ingwer- oder Nelkenöl) massieren – das kann auch der Partner oder die Hebamme übernehmen.
  • Brustwarzenstimulation: Das Wehenhormon Oxytozin kann ausgeschüttet werden, wenn die Brustwarzen sanft geknetet werden. Wichtig: Nicht länger als eine halbe Stunde ausprobieren und immer wieder Pausen einlegen.
  • Wehencocktail: Hilft alles nicht, kann die Hebamme einen Wehencocktail verabreichen, der meist Rizinusöl enthält und die Verdauungsorgane in Schwung bringt. Einen Wehencocktail sollten Schwangere nie selbst mischen und einnehmen, da eine falsche Dosierung oder falsche Zutaten starke Nebenwirkungen und gesundheitliche Folgen für Mutter und Kind haben können.

Die verschiedenen Wehenarten

Mediziner unterscheiden zwischen verschiedenen Arten von Wehen, die unterschiedlich stark sind und verschiedene Funktionen erfüllen.

Wehenart Wann können sie auftreten? Funktion und Symptome
Übungswehen/ Schwangerschaftswehen meist ab der 25. Schwangerschaftswoche (SSW) Übungswehen sind nur leicht spürbar, der Bauch wird für kurze Zeit hart. Sie treten bis zu fünf Mal am Tag auf, öffnen den Muttermund aber noch nicht. Der Körper bereitet sich auf die spätere Geburt vor.
Vorwehen meist vor der 36. SSW Vorwehen können schmerzhafter als Übungswehen sein und öfter auftreten. Sie sind unregelmäßig. Schwangere verspüren oft einen Schmerz im Rücken- und Leistenbereich.
Senkwehen ab der 36. SSW Senkwehen sind wiederum stärker als Vorwehen und treten unregelmäßig auf. Der Bauch senkt sich sichtbar, da das Baby tiefer ins Becken der Mutter sinkt. Der Muttermund kann sich etwas öffnen. Diese Wehen gehen den Geburtswehen voraus.
Eröffnungswehen zu Beginn der Geburt Die Eröffnungswehen sind die ersten Geburtswehen und leiten die Geburt ein. Sie treten regelmäßig auf, sind schmerzhaft und schieben das Baby Richtung Muttermund. Sie kommen anfangs alle zehn bis zwanzig Minuten und verlaufen in Wellen.
Austreibungswehen/ Übergangswehen während der Geburt Die Austreibungswehen öffnen den Muttermund und sind die stärksten Geburtswehen. Sie schieben, nachdem der Muttermund vollständig geöffnet ist, das Baby durch den Geburtskanal. Sie verändern während der Geburt ihre Intensität, kommen etwa alle drei Minuten und verlaufen in Wellen.
Presswehen am Ende der Geburt Presswehen beginnen erst bei völlig geöffnetem Muttermund. Sie schieben das Kind durch den Scheidenausgang nach draußen. Dabei verspürt die Mutter einen starken Druck nach unten und den Drang, mitzupressen. Beim ersten Baby kann diese Phase bis zu vier Stunden dauern.
Nachgeburtswehen nach der Geburt Nachgeburtswehen sorgen für die Ausstoßung der Nachgeburt – Planzenta und Eihäute. Außerdem ziehen sich dadurch die Blutgefäße der Gebärmutter wieder zusammen. Sie dauern meist 15 bis 30 Minuten, sind aber nicht mehr so schmerzhaft, wie die Geburtswehen.
Nachwehen im Wochenbett Nachwehen haben die Funktion, den Uterus zurückzubilden. Vor allem in der ersten Zeit des Wochenbettes sind die Kontraktionen der Gebärmutter leicht in der Bauchgegend spürbar – besonders während des Stillens. Diese letzten Wehen halten bis etwa zwei Wochen nach der Geburt an.

Wie merkt man, dass die Wehen bald losgehen?

Den Satz „Du wirst schon spüren, wenn es losgeht!“ hören werdende Mütter oft – doch so einfach ist es häufig nicht. Einige Frauen spüren ein paar Tage vor der Geburt einen ausgeprägten Nesttrieb. Das heißt, sie wollen alles perfekt für das Baby herrichten und falten beispielsweise die längst gefaltete Babywäsche erneut. Manche Schwangere haben tagelang Vorwehen und fahren mehrmals ins Krankenhaus, bevor die Geburtswehen tatsächlich einsetzen.

Werdende Mütter können manchmal durch ein warmes Bad erkennen, ob ihre Wehen schon Geburtswehen sind oder noch Vorwehen. Die Vorwehen verschwinden meist durch die warme Entspannung. Die Geburtswehen werden dadurch intensiver – dann heißt es ab ins Krankenhaus. Achtung: Zu diesem Zeitpunkt sollten Schwangere nicht mehr allein in die Wanne oder aus ihr heraus steigen.

Weitere Anzeichen für das baldige Einsetzen der Geburtswehen:

  • Leicht blutiger oder schleimiger Ausfluss: Der Schleimpropf, der den Muttermund verschließt, löst sich, wenn der Muttermund beginnt, sich zu öffnen.
  • Anhaltende und zunehmende Rückenschmerzen können auftreten.
  • Einige Schwangere haben einen Blasensprung, bei dem etwas Fruchtwasser herauströpfelt.

Klar ist: Schwangere sollten lieber einmal zu viel ihre Hebamme anrufen, als dass sie sich, wenn Wehen einsetzen, zusammenreißen. Wann immer werdende Mütter unsicher sind, sollten sie Hilfe in Anspruch nehmen – gerade in der Endphase der Schwangerschaft. Die Hebamme kann anhand eines tragbaren Wehenschreibgeräts oder per Handauflegen erkennen, wie kräftig sich die Gebärmuttermuskulatur bereits zusammenzieht.

Wie fühlt sich eine Wehe an?

Die Stärke der Wehen beziehungsweise welche Schmerzen sie auslösen, ist von Frau zu Frau sehr unterschiedlich. Es kann völlig normal sein, dass Schwangere schon starke Schmerzen haben und auf dem Wehenschreiber nur kleine Ausschläge zu sehen sind. Andererseits sprechen manche Frauen davon, dass die Geburt „einfach Arbeit“ sei und sie ihre Wehen weniger als Schmerzen denn als Anstrengung empfunden hätten.

Die meisten Frauen beschreiben Wehen ähnlich wie Menstruationsschmerzen, nur stärker. Manche sprechen aber auch von einem Energiestoß, einem scharfen Schmerz oder einem intensiven Stechen. Einige Frauen empfinden den Schmerz als eher dumpf, andere sprechen von einem sehr starken Ziehen.

Das Besondere an Wehen: Sie schmerzen nur, wenn sie da sind. Dieses Phänomen ist eindrucksvoll, da Schmerzen normalerweise langsam abebben, etwa wenn man sich gestoßen hat. Doch nach einer Wehe setzt der Schmerz im Unterleib oder Bauch bis zur nächsten Wehe aus. Oftmals tritt sogar ein seliges Gefühl ein, was die Mutter in den Phasen zwischen den Wehen in einen angenehmen Zustand versetzt.

Wie geht man mit dem Schmerz der Wehen um?

Der weibliche Körper ist darauf ausgelegt, mit Geburtsschmerzen umzugehen. Bei einer natürlichen Geburt werden im Gehirn Endorphine ausgeschüttet. Diese Hormone wirken wie ein natürliches Schmerz- und Entspannungsmittel und können helfen, den Schmerz etwas abzuschwächen. Auch bewusstes und intensives Atmen wirkt dabei unterstützend, denn Wehen werden schmerzhafter, wenn Frauen sich verkrampfen, gegen die Wehen ankämpfen oder falsch atmen.

Schwangere Frau kurz vor der Geburt: Manchmal kann es helfen, die Position während der Wehen zu verändern. (Quelle: chameleonseye/Thinkstock by Getty-Images)

Wichtig ist außerdem, dass sich Schwangere eine bequeme Stellung suchen. Die kann in den unterschiedlichen Phasen der Geburt stark variieren – beispielsweise von der Liege auf den Gebärhocker. Auch der Partner kann durch Massagen helfen, die Schmerzen erträglicher zu machen.

Die Geburt ist ein Auf und Ab. Die Wehen kommen und gehen in wellenartigen Schmerzen und auch die Gefühle können verrückt spielen. Ob lachen, weinen oder schimpfen – Gebärenden muss nichts peinlich sein. Je lockerer die Situation, umso schneller ist das Baby auf der Welt.

Bei der Geburt an das Kind denken

Gedanken wie „Gleich sehen wir uns“, „Wie siehst du wohl aus?“ oder „Ich freue mich so auf dich!“, können mental durch die Stunden der Geburt helfen. Berührt der Partner den Bauch oder gibt Streicheleinheiten, kann er die Wehen durch die Bauchdecke spüren und ein klein wenig teilen.

Manchen Frauen hilft es auch, sich den Vorgang der Öffnung und des Schiebens durch den Geburtskanal zu visualisieren. Sie stellen sich beispielsweise die Wellen des Meeres vor oder eine Blüte, die sich in rhythmischen Bewegungen immer weiter öffnet – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Ebenfalls kann es helfen, die Wehen nicht als Übel der Geburt anzusehen, sondern als eine Hilfe, damit das Kind sicher und natürlich ins Leben treten kann.

Dabei kann es nützlich sein, mit den Wehen Verbindung aufzunehmen: „Oh, du warst besonders stark, danke. Du hast mich meinem Kind ein Stück näher gebracht“ oder „Liebe Wehe, ich lasse mich nicht unterkriegen, je stärker du bist, umso schneller hilfst du meinem Kind auf die Welt.“

Schmerzmittel während der Geburt

Sind die Schmerzen nicht mehr auszuhalten, stehen verschiedene Schmerzmittel zur Verfügung. Die gängigen Schmerzmittel sind:

  • Periduralanästhesie (PDA) wird vor allem bei stark empfundenen Schmerzen und langem Geburtsverlauf gegeben.
  • Entkrampfende Zäpfchen (Spasmolytika) unterstützen durch Entkrampfung bei der Mutter die Öffnung des Muttermundes.
  • Lokalanästhesie im Dammschnittbereich wird nur bei einem Dammschnitt vorgenommen.
  • Spinalanästhesie wird bei einem Kaiserschnitt als Narkose vorgenommen.

Auch wenn Frauen Schmerzmittel im Vorfeld der Geburt für sich ausgeschlossen haben, sollten sie die Hilfe akzeptieren und nicht mit sich hadern, wenn die Schmerzen doch zu stark sind. Ziel ist, das Kind gesund auf die Welt zu bringen.

  • Therapiemöglichkeiten: Frühgeburt – Anzeichen erkennen, Risiken vermeiden
  • Diese Fakten sollten Schwangere kennen: Was tun, wenn die Fruchtblase platzt?
  • Wann kommt das Baby zur Welt?: So können Sie selbst den Geburtstermin berechnen
  • Gratulation zum Baby: Glückwünsche und Sprüche zur Geburt eines Kindes

Sie finden uns auch auf Facebook – jetzt Fan von „t-online.de Familie“ werden und mitdiskutieren!

28. SSW: Beschwerden und frühe Wehen

Nicht nur der 7. Schwangerschaftsmonat neigt sich nun dem Ende zu. Auch das zweite Trimester der Schwangerschafts ist fast abgeschlossen. Die Schwangerschafts dauert nur noch einige Wochen und viele werdende Mütter sehen dem Ende der Schwangerschaft erleichtert entgegen und freuen sich auf die Geburt. Grund sind die zunehmenden Beschwerden, wie frühe Wehen, die sich verstärkt ab der 28. SSW zeigen.

Die Übungswehen nehmen ebenfalls zu und für die eine oder andere Mutter sind diese Wehen auch in der 28. SSW sehr schmerzhaft. Andere merken diese fast gar nicht, bis auf die Tatsache, dass der Bauch kurz immer wieder hart wieder. Durch die Übungswehen können sich Unterleibsschmerzen bemerkbar machen, die allerdings auch in Form von Bauchschmerzen auftreten können, da sich auch in der 28. SSW die Gebärmutterbänder weiter dehnen. Viele der Leiden können mit natürlichen Hausmitteln und anderen Tipps gut gelindert werden, andere gehören in die Hände eines Fachmanns.

28. SSW: Beschwerden natürlich lindern

Viele Beschwerden machen sich in der 28. SSW verstärkt bemerkbar. Dazu gehören schmerzende Bänder, Hämorrhoiden, Rückenschmerzen, Magenprobleme und Juckreiz. Einige Frauen leiden in der Schwangerschaft unter Hämorrhoiden, diese sind Krampfadern, die am Ausgang des Darms entstehen. Ein Sitzbad mit Kamille kann gegen Hämorrhoiden helfen. Fragen Sie auch in der Apotheke oder bei Ihrem Arzt nach Salben oder anderen Mitteln, die Sie zum Lindern verwenden können. Durch den Druck des Kindes und der Gebärmutter auf die inneren Organe verstärkt sich auch der Harndrang. Gehen Sie immer umgehend auf die Toilette und entleeren Sie Ihre Blase vollständig, nur so können Sie Infektionen und Blasenprobleme vermeiden. Meistens finden Sie nachts keine geeignete Schlafposition.

Der Bauch stört, die Beine sind unruhig, Sodbrennen und ein schmerzender Rücken sind weitere Symptome, die Ihnen den Schlaf rauben. Legen Sie sich weitere Kissen ins Bett. Vor allem wenn Sie unter Sodbrennen leiden, hilft es erhöht zu liegen. Die Bänder, Muskeln und Gelenke, werden in der Schwangerschaft durch die Hormone gelockert, dadurch steigt die Magensäure auf und kann zu Sodbrennen führen. Wenn Sie höher liegen, kann diese nicht aufsteigen. Ananas, Milch und Mandeln neutralisieren kurzzeitig die Magensäure. Essen Sie bei häufigen Magenbeschwerden verbunden mit Sodbrennen keine sauren oder bitteren Sachen. Achten Sie darauf, kleinere Mengen zu essen, anstatt große deftige Mahlzeiten, die Ihnen schwer im Magen liegen. Am besten schlafen Sie nachts auch auf der linken Seite. Das entlastet Ihren Körper und sorgt für eine bessere Versorgung Ihrer Organe. Zusätzlich kann ein Seitenschläferkissen oder auch ein Stillkissen helfen eine geeignete Schlafposition zu finden. Viele Frauen lassen Ihren Umstands-BH auch nachts an, das entlastet bei schweren Brüsten den Rücken zunehmend.

9,99 EUR Bei Amazon kaufen 80,14 EUR Bei Amazon kaufen Angebot 269,00 EUR ab 199,00 EUR Bei Amazon kaufen Angebot 49,95 EUR 39,95 EUR Bei Amazon kaufen

Frühe Wehen in der 28. SSW

Schon vor einigen Wochen haben sich Übungswehen bemerkbar gemacht. Hiermit bereitet sich der Körper auf die bevorstehende Geburt vor und trainiert fleißig, die richtigen Signale an Gehirn und Muskeln zu senden. In den meisten Fällen sind diese für die werdende Mutter kaum zu spüren, der Bauch wird hart und nach einigen Sekunden sind diese wieder verschwunden. Manche Frauen spüren im Unterleib ein leichtes Ziehen, das sich wie Schmerzen bei der Regelblutung anfüllen. Diese Übungswehen sind weder für Sie noch für Ihr Kind gefährlich.

Mit der 28. SSW verstärken sich diese Wehen. Etwa drei bis fünf Mal pro Stunde übt die Gebärmutter nun die Kontraktionen. Treten die Wehen mit Schmerzen, Blutungen oder anderen Symptomen auf und häufen sie sich zunehmend, kann das ein Anzeichen dafür sein, dass es reale Wehen sind. Hier sollten Sie sich umgehend zum Krankenhaus aufmachen. Warten Sie nicht zu lange und hören Sie auf Ihre Gefühle. Auch wenn Sie befürchten falschen Alarm schlagen, ist das kein Grund bis auf die letzte Minute zu warten. Sollte es sich um wirkliche Wehen handeln, die eine Geburt einleiten, werden die Ärzte alles Mögliche unternehmen um diese zu hemmen oder sogar ganz zu stoppen. Ihr Kind ist in der 28. SSW noch sehr klein und kann im Bauch besser wachsen, als außerhalb.

28. SSW: Bauchschmerzen und Unterleibsschmerzen

Bauchschmerzen und Unterleibsschmerzen sind in der 28. SSW kein Grund zur Sorge. Beschwerden in der Bauchregion treten immer wieder in der Schwangerschaft auf. Einmal kann die Dehnung der Gebärmutterbänder der Grund für ein schmerzhaftes Ziehen sein. Ein anderer Grund für die Schmerzen im Unterleib können die Übungswehen sein, die bei manchen Frauen mit Schmerzen verbunden sind. Ein Ziehen macht sich im Unterleib bemerkbar, dass an Regelkrämpfe erinnert. Mit warmen Auflagen, kurzen Hinsetzen oder sogar Hinlegen und entspannenden Bädern, können Sie die Schmerzen lindern. Vermeiden Sie es, Tabletten gegen die Bauchschmerzen einzunehmen. Wenn Sie starke Beschwerden haben, wenden Sie sich an Ihren Frauenarzt oder Hebamme.

Bei Schmerzen im Unterleib, verbunden mit Blutungen, starken anhaltenden Krämpfen, Ausfluss oder anderen Symptomen sollten Sie sich direkt an Ihren Arzt wenden. Hören Sie hier immer auf Ihr Bauchgefühl und warten Sie nicht zu lange. Auch wenn Sie falschen Alarm schlagen, ist es besser als das Leben Ihres Kindes zu riskieren.

SSW 28: Entwicklung des Babys

Tipps für die 28. SSW

Kurzatmigkeit

Mit dem Wachstum der Gebärmutter und Ihres Kindes verspüren Sie nun deutlichen eine Kurzatmigkeit. Auch früher schon kann sie sich bemerkbar machen, doch mit der 28. SSW tritt sie verstärkt auf. Der Uterus drückt nun auf das Zwerchfell, dadurch schiebt sie sich nun etwas weiter nach oben. Das Atmen wird nun schwerer und daher kommt es zu Atmenot oder sogar Schwindelgefühlen. Das Ihnen ab und zu schwindelig wird, kann aber auch daran liegen, dass Ihr Körper es nun schwieriger hat das Blut aus den Beinen nach oben zu pumpen. Nehmen Sie sich daher Auszeiten und legen Sie Ihre Beine bei jeder Gelegenheit hoch. Das entlastet Ihren Körper und das Blut kann nach oben gelangen. Vermeiden Sie es auch, sich auf den Rücken zu legen. Denn das Gewicht drückt auf wichtige Blutorgane und kann Übelkeit und Atemlosigkeit verursachen.

Körperhygiene

Da Sie nun auch schneller ins Schwitzen geraten, ist es empfehlenswert, wenn Sie sich Feuchttücher besorgen. So können Sie sich auch unterwegs Erfrischung verschaffen und mit Cremen, die nicht zu stark duften pflegen Sie nicht nur Ihre Haut, sondern auch Ihren Körpergeruch.

30. SSW: Diese Beschwerden können auftreten

Je weiter die Schwangerschaft voranschreitet, desto mehr freut man sich auf das Baby. Trotzdem können in der 30. SSW Beschwerden wie Bauchschmerzen auftreten, denn viele Frauen empfinden die Schwangerschaft ab diesem Zeitpunkt als zunehmend beschwerlich. Aber keine Sorge: Bald hast du es geschafft!

Beschwerden in der 30. SSW

In der 30. SSW wird es langsam eng! Das Baby macht sich in deinem Körper nun immer breiter und verdrängt somit einige Organe von ihrem Platz, zum Beispiel den Verdauungstrakt.

Bauchschmerzen

Ihren Unmut könnten Magen und Darm in Form von Schmerzen, Gasen und Durchfall kundtun. Tipp: Vermeide vor allem blähende Lebensmittel, schließlich genügt es, wenn dein ganz persönliches Böhnchen Unruhe im Bauch provoziert. Auch eine Bauchmassage kann Abhilfe leisten. Streiche mit etwas Druck und kreisenden Bewegungen in Verlaufsrichtung deine Darmschlingen – das heißt linksherum von dir aus gesehen. Das kann helfen, Gasen, die sich festgesetzt haben, den Weg zu bereiten.

Schlafmangel

Getty Images

Das Schlafen macht dir in der 30. SSW Beschwerden? Dann könnte die Seitenlage helfen!

Der Bauch kann in der 30. Schwangerschaftswoche sehr störend sein und für Schlafmangel sorgen. Die Bauchlage ist nicht mehr durchführbar und die Rückenlage sollte vermieden werden. Der Grund dafür ist das sogenannte Vena-Cava-Syndrom. Dieses kann Kreislaufstörungen hervorrufen, da der Bauch in der Rückenlage auf die Hohlvene drückt, die das Blut aus Bein-, Becken- und Bauchregion zum Herzen führt. Wir empfehlen dir fürs Schlafen daher die Seitenlage. Tipp: Hast du dir bereits ein Stillkissen besorgt? Wenn ja, nutze dieses doch schon jetzt – und zwar zum Schlafen. Platzierst du das eine Ende in Seitenlage zwischen deinen Beinen und das andere im Rücken, klappt es mit dem Einschlummern mitunter gleich viel besser.

Rückenschmerzen

In der 30. SSW kommen Rückenschmerzen sehr oft vor, da sich das Bindegewebe lockert und der Beckenring sowie die Wirbelsäule weiter auseinander gleiten.

Daher ist es gut, in dieser Situation deinen Körper zu stabilisieren und so zu entlasten. Dabei kann dir ein Kissen behilflich sein, das du im Sitzen in deinen Rücken oder im Liegen zwischen deine Kniekehlen legst. Linderung der Beschwerden können zudem spezielle Schwangerschaftsgürtel bringen, die den Bauch stützen und die Rückenmuskulatur entlasten. Auch Bewegung hilft, die Schmerzen zu reduzieren. Mach also mal wieder einen ausgiebigen Spaziergang an der frischen Luft oder geh zur Schwangerschaftsgymnastik.

Wassereinlagerungen

n dieser Phase der Schwangerschaft klagen viele Frauen zudem über Wassereinlagerungen im Gewebe, vor allem Füße und Hände sind in der 30. SSW betroffen. Das hat auch eine verminderte Leistungsfähigkeit zur Folge, denn mit schweren Händen und Füßen kannst du dich nicht mehr so leicht bewegen.

In dieser Situation kannst du Abhilfe schaffen, indem du flache Schuhe trägst und deine Beine so oft wie möglich hochlegst. Außerdem können auch Kompressionsstrümpfe helfen.

Viele alltägliche Dinge fallen werdenden Müttern in der 30. SSW schwerer. Treppenlaufen und sogar angeregte Gespräche können dich außer Atem bringen. Viele Schwangere leiden in dieser Zeit unter Kurzatmigkeit und Atemnot. Das ist die Folge der Größe und der Lage deines Babys. Wenn es bereits mit dem Kopf nach unten liegt, sich aber dein Becken noch nicht abgesenkt hat, kann es sein, dass es mit seinem Po oder Füßen gegen dein Zwerchfell und damit auch auf die Lunge drückt. Kein Wunder, dass du dadurch kurzatmig und müde wirst.

Beschwerden in der 30. SSW: Weitere typische Begleiter

Die Klassiker unter den Beschwerden in der 30. SSW sind Sodbrennen, Verstopfung, Blähungen und vermehrter Harndrang.

Abhilfe schaffst du bei diesen Problemchen so:

  • Bei Verstopfung kann dir Bewegung helfen, da so die Verdauung unterstützt wird. Achte zusätzlich auf eine ballaststoffreiche Ernährung.
  • Bei Sodbrennen wäre es gut, mit erhöhtem Kissen zu schlafen. Vor dem Hinlegen kannst du auch ein Glas Milch trinken. Das kann dir dabei helfen, überschüssige Säure zu binden.
  • Blähungen sind leider in der Schwangerschaft fast unvermeidlich, trotzdem kannst du mit bestimmten Tees wie Anis, Melisse oder Fenchel der vermehrten Bildung von Gasen im Darm entgegenwirken.
  • Bei starkem Harndrang empfehlen wir dir Beckenbodengymnastik. Beginnst du frühzeitig damit, wirst du deine Blase besser im Griff haben. Außerdem kannst du so einer bleibenden Inkontinenz nach der Schwangerschaft vorbeugen.

Bauchschmerzen, Rückenschmerzen und Co. in der 30. SSW: Wann zum Arzt?

Getty Images

Ob Bauch- oder Rückenschmerzen: Beschwerden in der 33. SSW lassen Frauen besser beim Arzt abklären.

Die Beschwerden in der 30. SSW haben zwar keinen Krankheitswert, trotzdem solltest du mit deinem Arzt darüber sprechen. Vor allem bei Bauchschmerzen wäre es wichtig, deinen Frauenarzt zu kontaktieren, um vorzeitige Wehen auszuschließen. Das Auftreten von Schmerzen im Unterleib ist zu diesem Zeitpunkt der Schwangerschaft in den meisten Fällen aber kein Grund zur Sorge. Eine mögliche Ursache für die Beschwerden ist, dass das Baby größer wird und die Gebärmutter somit mehr Gewicht tragen muss.

Zusammenfassung der Redaktion

Ob Schlafmangel oder Rückenschmerzen: Es gibt zahlreiche Beschwerden, die Frauen in der 30. SSW zu schaffen machen können. Doch zum Glück gibt es auch Mittel und Tricks, um die Symptome zu lindern. Denke zudem immer daran: Die Beschwerden gehen bald vorbei, denn mit jedem Tag kommst du der Geburt deines Babys ein Stück näher.

Ziehen im Unterleib

Ein Ziehen im Unterleib kann je nach Geschlecht auf andere Ursachen hindeuten

Ein Ziehen im Unterleib kennen wahrscheinlich alle Frauen. Jedoch auch Männer können von Unterleibsschmerzen betroffen sein. Bei Frauen sind meist Regelbeschwerden die Ursache, während es sich bei Männern auch um Prostata– oder Hodenerkrankungen handeln kann.

Bei Frauen als auch bei Männern können darüber hinaus auch Verdauungsprobleme schuld am Ziehen im nterleib sein oder Infektionen der Harnwege. Ein Ziehen im Unterleib kann insgesamt sowohl harmlose als auch schwerwiegende Ursachen haben.

Welche Auslöser hinter dem Symptom stecken können, was für Behandlungsmethoden es gibt, welche Komplikationen möglich sind und vieles mehr, erfahren Sie in folgendem Ratgeber.

Was ist Ziehen im Unterleib?

Ein Ziehen im Unterleib beschreibt meist einen leichten oder stärkeren Schmerz im Unterbauch. Hierbei handelt es sich um die Region der betastbaren Hüftknochen, seitlich der Leisten und oberhalb des Nabels.

Im Unterbauch befinden sich die Harnblase und Harnröhre, die Harnleiter, der untere Darmabschnitt und die weiblichen Geschlechtsorgane bzw. die männlichen Geschlechtsorgane. Im unteren Bereich gehört auch die Schamgegend noch zum Unterbauch dazu.

In der Regel sind ein Ziehen im Unterleib als typisches Frauenleiden bekannt aufgrund der in ihm liegenden weiblichen Geschlechtsorgane. Ein Ziehen im Unterleib kann sowohl akut als auch chronisch auftreten. Es kann also plötzlich entstehen aber auch lang anhaltend verlaufen. Auch der Schmerzcharakter kann variieren. Während einige kaum Schmerzen haben und lediglich ein leichtes Ziehen verspüren, leiden andere unter kaum erträglichen Schmerzen.

Ursachen für das Ziehen

Ein Ziehen im Unterleib kann ich verschiedensten Ursachen haben. Diese unterscheiden sich zwischen dem Ziehen im Unterleib bei Frauen und dem Ziehen im Unterleib bei Männern.

Ursachen für das Unterleibsziehen bei Frauen:

Menstruationsschmerzen kennen viele Frauen. Mindestens einmal im Leben bekommt jede Frau während ihrer Regel starke und krampfartige Schmerzen im Unterleib.

Frauen leiden häufiger unter Unterleibsschmerzen als Männer

Ein Ziehen im Unterleib kann jedoch auch auf diverse andere Störungen und Erkrankungen hindeuten.

Mögliche Ursachen bei Frauen sind:

  • Menstruationsschmerzen
  • Endometriose
  • Eierstockzysten
  • Eileiterschwangerschaften
  • Entzündung der Eierstöcke
  • Entzündung der Eileiter
  • Gebärmuttervorfall
  • Gebärmuttersenkung
  • Tumore, Krebs oder Metastasen
  • Pelvic inflammatory disease

Bei Frauen

Regelmäßige starke Regelschmerzen können ein Anzeichen einer Endometriose sein. Selbst der Eisprung kann bei manchen Frauen als ein Ziehen im Unterleib spürbar sein.

Leidet man an Endometriose, so befindet sich Gebärmutterschleimhaut außerhalb des Uterus verteilt im Körper vor allem im Unterbauch, im Bauchfell, im kleinen Becken. Eine Endometriose kann jedoch auch in der Lunge oder im Gehirn auftreten. Dies ist jedoch selten.

Auch das Endometriosegewebe weist einen Monatszyklus auf. So kann es bei der Erkrankung an Endometriose auch außerhalb der Gebärmutter zu Blutungen kommen. Typische Symptome sind hier neben dem Ziehen im Unterleib auch sehr starke Regelschmerzen sowie ein Stechen im Unterleib.

Eierstockzysten können sehr häufig bei Frauen auftreten. Sind sie nur klein, so müssen sie oft nicht behandelt werden. Sie verursachen keine Beschwerden. Wenn sich eine Zyste verdreht, so kann sie die Blutgefäße abschnüren. Dies kann Beschwerden verursachen vom leichten Ziehen im Unterleib bis zu sehr starken Schmerzen.

Bei einer Einleiterschwangerschaft nistet sich die befruchtete Eizelle in der Schleimhaut der Eileiter ein. Aus einem anfänglichem Ziehen im Unterleib können starke Schmerzen entstehen, Blutungen und Infektionen.

Eierstockentzündungen entstehen durch Keime und Entzündungen, welche aus der Vagina über die Gebärmutter bis zu den Eierstöcken aufsteigen. Vor allem Frauen höheren Alters können von einem Gebärmuttervorfall oder -senkung betroffen sein. Ziehen im Unterleib, Völlegefühl und ein Druck im Unterleib sind die Folge.

Zur Entzündung der Gebärmutter gehört unter anderem auch z Pelvic inflammatroy disease wie auch Entzündungen der Eileiter und Eierstöcke. Sie machen sich anfangs durch ein Ziehen im Unterleib bemerkbar.

Bei Männern

Probleme im Unterleib zählen zu den typischen Frauenleiden. Das Symptom kann jedoch auch Männer betreffen. Allerdings unterscheiden sich die Ursachen je nach Geschlecht.

Ein Unterleibsziehen kann bei Männern auf Prostataprobleme hindeuten

Mögliche Ursachen bei Männern sind:

  • Entzündung der Prostata
  • Entzündung der Hoden oder der Nebenhoden
  • Hodentorsion
  • Prostatakrebs
  • Hodenkrebs

Eine Prostataentzündung ist eine bakterielle Infektion der Vorsteherdrüse. Ein Ziehen im Unterleib tritt auf beim Wasserlassen sowie während und nach der Ejakulation. Eine Hodentorsion tritt vor allem im Kindesalter auf. Hier dreht sich der Hoden an einem Strang. Der Prostatakrebs ist die häufigste Krebsart bei Männern.
Ziehen im Unterleib bis hin zu starken Unterleibsschmerzen und Beschwerden beim Wasserlassen treten erst reichlich spät auf.

Beide Geschlechter

  • Blinddarmentzündungen
  • Darmpolypen
  • Rektumkarzinom
  • Leistenbruch
  • Darmverschluss
  • Mesenterialinfarkt
  • Bauch-Aortenaneurysma
  • Harnwegsinfektionen
  • Harnleitersteine
  • Harnblasensteine
  • Nierenkoliken
  • Blasenkrebs

Für ein Ziehen im Unterleib bis hin zu einem Stechen sorgen Blasen– und Harnwegentzündungen. Werden die Beschwerden eher auf der linken Seite wahrgenommen, so kann es sich auch um ein Magengeschwür handeln, um einen Dickdarmtumor oder eine Gallenkolik.

Werden die Beschwerden eher auf der rechten Seite wahrgenommen, so kann es auf eine Blinddarmentzündung hinweisen oder eine Verstopfung, eine Darminfektion bis hin zu einem Tumor im Darmbereich. Auch Verletzungen der Muskeln im Unterleib oder der sich dort befindlichen Organe können zu einem Ziehen im Unterleib führen.

Diagnose & Verlauf

Bei einem akuten Ziehen im Unterleib sollte möglichst sofort ein Arzt aufgesucht werden. Dieser führt zunächst ein Anamnesegespräch durch und wird daraufhin den Bauch abtasten.

Mithilfe der Anamnese und Palpation kann der Arzt eine Erstdiagnose stellen

Nur so kann der genaue Beschwerdeherd herausgefunden werden. Zur Diagnose gehört jedoch auch das genaue Abklären der genauen Art der Unterleibsschmerzen und der Häufigkeit, in der die Symptome auftreten.

Auch eine Blutanalyse sowie eine Ultraschalluntersuchung hilft dabei, die Ursache festzustellen.
Helfen bei der Diagnose können zudem Harn- und Stuhluntersuchungen sowie eine Darmspiegelung.

Können alle vorgenommenen Untersuchungen zu keiner Klärung führen, so wird in den meisten Fällen eine Laparoskopie vorgenommen. Die mögliche Erkrankung hat Einfluss darauf, wie sich die Beschwerden weiterentwickeln.

Während Menstruationsbeschwerden, leichte Verstopfungen oder Darminfekte nach der Einnahme von Hausmitteln oder Medikamenten schnell wieder abklingen, können Blinddarmentzündungen, ein Darmverschluss oder unbehandelte Krebserkrankungen im Darm oder den Geschlechtsorganen lebensbedrohlich sein.

Daten & Häufigkeit

Diagnosedaten und Statistiken zur Häufigkeit

Jährlich leiden etwa 28,9 Prozent der Männer und etwa 71,1 Prozent der Frauen an Ziehen im Unterleib. Ziehen im Unterleib gehören zu einem der häufigsten Symptome in der Medizin und sind die Ursache für rund 1 bis 2 Prozent aller Besuche beim Arzt.

Die größte Häufigkeit liegt hierbei im Alter zwischen 15 und 45 Jahren. Danach folgt die Altersgruppe unter 15 Jahren. Mit zunehmenden Alter nimmt die Häufigkeit dann ab. Das Ziehen im Unterleib ist mehr als nur Häufig ein Symptom einer Störung, einer Infektion oder gar einer schweren Krankheit.

Wann zum Arzt?

Wann sollte man bei einem Ziehen im Unterleib zum Arzt gehen?

Beim Ziehen im Unterleib ist nicht immer der Besuch beim Arzt notwendig. Tritt das Ziehen im Unterleib plötzlich und sehr heftig auf, so ist der Besuch jedoch empfehlenswert. Daneben ist der Besuch beim Arzt auch empfehlenswert, wenn die Schmerzen länger anhalten.

Ebenso empfiehlt sich der Besuch beim Arzt, wenn weitere Symptome wie Durchfall, Verstopfungen, Fieber oder Blutungen zum Ziehen im Unterbauch hinzukommen.

Ziehen im Unterleib – Wann zum Arzt?

  • ein Ziehen, das lange andauert
  • plötzlich auftretendes und heftiges Ziehen
  • weitere Begleitsymptome wie: Durchfall, Verstopfung, Fieber oder Blutung

Behandlung & Therapie

Bei einem Ziehen im Unterleib reicht in vielen Fällen schon eine Selbstbehandlung mit Hausmitteln aus. In der Regel können die Beschwerden durch einfache Maßnahmen wie einer Wärmezufuhr behandelt werden. Weitere Informationen hierzu finden Sie weiter unten im Text (unter „Hausmittel und alternative Heilmittel“).

Je nach Ursache können einfache Hausmittel, Medikamente oder aber Operationen angebracht sein

Medikamentöse und therapeutische Behandlung

Beim Arzt richtet sich die Behandlung nach der Ursache. In den meisten Fällen ist nur eine symptomatische Therapie notwendig wie rezeptfreie Schmerzmittel. Bei infektiösen Erkrankungen wird dies mit Antibiotika behandelt.

Bei einer Harnwegsinfektion wird der Arzt Ihnen wahrscheinlich Antibiotika verschreiben. So können die Erreger vollständig eliminiert und ein chronischer Verlauf verhindert werden.

Ist eine Verstopfung verantwortlich, so können Abführmittel verwendet werden. Psychosomatische Ursachen werden mit einer psychotherapeutischen Therapie behandelt.

Operative Behandlung

Operative Behandlungen sind notwendig bei einer Erkrankung oder Senkung der Gebärmutter, bei Darmverschlüssen, Harnstau oder Hodentorsionen. Auch eine Blinddarmentzündung, ein Darmverschluss oder ein fortschreitendes Magengeschwür bedürfen in der Regel einer operativen Behandlung.

Tumore müssen gegebenenfalls mittels Operation entfernt werden. Hierbei werden Teile der betroffenen Organe entfernt. Um das Wachstum der Krebszellen zu verhindern bzw. diese abzutöten, finden zusätzlich eine Chemotherapie statt.

Vorbeugung & Prävention

Einem Ziehen im Unterleib kann unter anderem mit einer gesunden Lebensweise vorgebeugt werden.
Hierzu gehört eine gesunde Ernährung, welche Verstopfung und Magenproblemen vorbeugt. Auch die Verminderung von Stress und übermäßigen psychischen Belastungen wirkt sich positiv auf den Allgemeinzustand aus.

Das frühzeitige Erkennen von schweren Erkrankungen wirkt sich auf die positive Behandlung aus, weswegen regelmäßige Kontrolluntersuchungen ein Muss sein sollte.

Hausmittel & Alternativen

Alternative Heilverfahren & Hausmittel gegen Ziehen im Unterleib

Kurzzeitiges Ziehen im Unterleib – vor allem während der Menstruation – kann durchaus selbst behandelt werden. Auch bei kurzzeitigem Ziehen, welches ausgelöst wird durch Verdauungsprobleme, Verstopfungen, Blähungen oder andere Ursachen, welche harmlos sind, können diese selbst behandelt werden.

Als geeignet erwiesen, haben sich hierbei:

Die Zufuhr von Wärme hilft sehr oft gegen Beschwerden im Unterleib

  • Wärme zum Lösen von Krämpfen
  • Entspannungsbäder
  • Kräutertees bei leichten Darmverstimmungen
  • Kräutertees bei leichten Harnwegsinfekten
  • Leichte Kost bei Verdauungsbeschwerden
  • Massage des Bauches
  • leichte Schmerzmittel bei Menstruationsschmerzen

Bei leichtem Ziehen im Unterleib, welches durch harmlose Ursachen ausgelöst wird, kann Wärme durch Wärmflaschen oder erhitze Kirschkernkissen schnell helfen. Auch warme Bäder haben sich hierfür als geeignet erwiesen. Kräutertees mit Anis oder Fenchel jedoch auch mit Brennnesseln helfen bei leichten Harnwegsinfektionen, bei leichten Verdauungsproblemen oder bei Darmverstimmungen.

Weitere Informationen hierzu finden Sie in folgenden Ratgebern:

  • Hausmittel gegen Unterleibsschmerzen – Schnelle Hilfe, Alternativmedizin und mehr
  • Das Symptom Unterleibsschmerzen – Ursachen, Komplikationen, Behandlungen und mehr
  • Das Symptom Unterbauchschmerzen – Ursachen, Komplikationen, Behandlungen und mehr

Bitte empfehlt diese Seite oder verlinkt uns:

Bitte bewerten Sie den Artikel

(76 Stimmen, Durchschnitt: 4,91 von 5)
Loading…

Ziehen im Unterleib: Bin ich schwanger?

Ziehen im Unterleib während der Periode kennt sicher jede Frau. Doch kann das Stechen im Unterleib fernab von Menstruationsbeschwerden auch ein früher Vorbote dafür sein, dass Du eventuell schwanger bist? Welche Ursachen das Zwicken im Unterleib haben kann und ob es möglicherweise ein erstes Anzeichen für eine frühe Schwangerschaft ist, erfährst Du hier.

Schwanger oder nicht?

Frauen, die sich ein Baby wünschen, achten meist überdurchschnittlich genau auf ihren Körper. Sie realisieren sofort, wenn sich in ihnen etwas verändert. Meist deuten werdende Mütter ein leichtes Ziehen im Unterleib in Kombination mit Schwangerschaftsanzeichen wie plötzlicher Müdigkeit, Heißhunger und Übelkeit instinktiv richtig. Ein Pieksen im Unterleib allein ist allerdings ein eher unspezifisches Anzeichen für eine Schwangerschaft. Um für absolute Gewissheit zu sorgen, solltest Du einen Schwangerschaftstest machen oder einen Termin bei Deinem Frauenarzt vereinbaren, sobald Deine Periode ausbleibt. Sollte sich herausstellen, dass Du nicht schwanger bist, können weitere gynäkologische Ursachen Auslöser für das Ziepen und Stechen im Unterleib sein.

Gynäkologische Ursachen für Ziehen im Unterleib:

  • Entzündungen innerer Geschlechtsorgane (Gebärmutter, Eileiter, Eierstöcke)
  • Narben sowie Myome und andere (gut- oder bösartige) Tumore
  • Positionsveränderungen der Gebärmutter
  • Chlamydieninfektionen
  • Endometriose

Welche Anzeichen noch auf eine Schwangerschaft hindeuten können, sagen wir Dir im Video. Nummer 5 war uns neu.

Du bist weder schwanger, noch ist Deine Periode laut Zyklus an der Reihe? Dann kann ein komisches Gefühl im Unterleib – wie Ziehen, Stechen und Pieken – dennoch weitere Ursachen haben, die Du unbedingt abklären lassen solltest.

Weitere Ursachen für Stechen im Unterleib

Ein Ziehen im Unterleib ohne Verbindung zum weiblichen Zyklus oder einer Schwangerschaft kann viele Ursachen haben. In erster Linie kommt es auf die Art Deiner Schmerzen an: Sind sie krampfartig, brennend, drückend, ziehend oder stechend? Tritt das komische Gefühl im Unterleib in Ruhe oder in Bewegung auf? Auch andere Faktoren, wie Dein Allgemeinbefinden oder mögliches Fieber, können Aufschluss über die Herkunft Deiner stechenden Schmerzen im Unterleib geben. Der Bereich, in dem das Zwicken im Unterleib auftritt, kann ebenso zur Aufklärung Deiner Beschwerden beitragen.

Lass das Ziehen im Unterleib von einem Arzt abklären.

Mögliche Ursachen, wenn die Beschwerden eher links auftreten:

  • Magengeschwür
  • Gallenkolik
  • Dickdarmtumor

Mögliche Ursachen, wenn die Beschwerden eher rechts auftreten:

  • Blinddarmentzündung
  • Verstopfung
  • Darminfektion oder ein Tumor im Darmbereich

Da ziehende Schmerzen im Unterleib bei der Eigendiagnose aber häufig nicht exakt einer Region des Unterbauchs zugeordnet werden können, bedarf es in jedem Fall einer medizinischen Abklärung. Eine Blasen- oder Harnwegentzündung, Blasen- oder Nierensteine sowie weitere Erkrankungen können das Ziehen oder den Druck im Unterleib ebenfalls auslösen.

Wichtiger Hinweis: Suche bei starken und/oder sich steigernden Schmerzen im Unterleib, Blutungen außerhalb Deiner Periode sowie Fieber so schnell wie möglich einen Arzt auf, um schwere Erkrankungen und Komplikationen auszuschließen!

7 blutige Perioden-Probleme von Frauen

BILDERSTRECKE STARTEN (8 BILDER)

Ein Ziehen im Unterleib ist oft eines der ersten Signale, dass ein Baby unterwegs ist – allerdings nur in Verbindung mit weiteren Schwangerschaftsanzeichen. Eine werdende Mutter wird während ihrer gesamten Schwangerschaft von einem Druckgefühl und/oder Stechen im Unterleib begleitet. Die Ursachen dieser meist nicht dramatischen Beschwerden sind das Wachstum des Uterus, die Embryo-Entwicklung und die daraus resultierende Belastung der Mutterbänder sowie Auflockerung des gesamten Gewebes.

© istockphoto, AndreyPopov

Unterleibsschmerzen wurden früher als typisches Frauenleiden abgetan. Dabei können auch Männer – wenn auch seltener – von Unterleibsschmerzen betroffen sein. Die Ursachen für Unterleibsschmerzen sind äußerst unterschiedlich, denn die Schmerzen sind keine Krankheit, sondern ein Symptom. Welche Ursachen die verschiedenen Arten von Unterleibsschmerzen haben können und wann Sie mit Schmerzen im Unterleib zum Arzt gehen sollten, erfahren Sie hier.

Unterleibsschmerzen: wann, wo, wie stark?

Ebenso verschiedenartig sind die Arten der Beschwerden: Ob sehr starke Unterleibsschmerzen oder ein leichtes Unterleibsziehen, krampfartig oder pochend, links, rechts oder mittig – all diese Merkmale dienen der Anamnese und sollten deshalb genau beobachtet werden.

Auch wird der Arzt danach fragen, ob die Unterleibsschmerzen beim Gehen, nach dem Essen oder dem Genuss bestimmter Getränke wie Alkohol auftreten, ob diese Schmerzen im Unterleib erstmalig in Erscheinung treten oder ein chronisches Problem darstellen.

Starke Unterleibsschmerzen als Alarmsignal

Unterleibsschmerzen können als harmloses Symptom auftreten, wie zum Beispiel während einer akuten Magen-Darm-Verstimmung oder der Periode. Starke Unterleibsschmerzen können jedoch auch ein Hinweis auf ernsthafte Erkrankungen sein. Hier sind vor allem die Begleitsymptome ausschlaggebend, wie:

  • Blut im Stuhl
  • Blut im Urin
  • Übelkeit
  • Durchfall
  • Erbrechen
  • Fieber

Wichtig ist auch zu klären, ob die Unterleibsschmerzen in andere Regionen ausstrahlen, wie den Oberbauch, den Rücken, die Oberschenkel oder die kompletten Beine.

Viele Ursachen möglich

Mögliche Ursachen und Erkrankungen, die mit Unterleibsschmerzen einhergehen, könnten sein:

  • Verdauungsbeschwerden wie Verstopfung, Blähungen oder Durchfall
  • Erkrankungen des Darmtraktes: Darmkrebs, Darmverschluss, Verschluss von Darmgefäßen, Darmpolypen, Divertikelentzündungen und -abszesse, Blinddarmentzündung, akute Darminfektion, Reizdarmsyndrom oder entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa
  • Leistenbruch oder Abszess im Lendenmuskel
  • Tumoren
  • Bauchaortenaneurysma
  • Nierenerkrankungen: Nierenkolik, Nierensteine oder Nierenbeckenentzündung
  • Harnwegsprobleme: Harnleitersteine, Blasensteine, Blasenentzündung, neurogene Blasenfunktionsstörung und Reizblase
  • Verwachsungen und Vernarbungen vorrangegangener Operationen
  • Depressionen, Stress, Burn-Out-Syndrom
  • sexuelle Störungen, Missbrauch und Traumata, Persönlichkeitsstörungen
  • Bandscheibenvorfall
  • Fibromyalgie
  • Wirbelsäulenschäden

Plötzlich einsetzende starke Unterleibsschmerzen sind dabei oft Zeichen einer akuten Entzündung, zum Beispiel des Blinddarms, der Harnwege oder der Eierstöcke.

Unterleibsschmerzen rechts

Haben Sie Schmerzen in der rechten Leistengegend und leiden zudem unter Übelkeit, Erbrechen, Schwäche oder Fieber, liegt möglicherweise eine Entzündung des Blinddarms vor. Besonders häufig kommt dies bei Kindern und Jugendlichen vor. Eine Blinddarmentzündung muss schnellstens behandelt werden, da der Blinddarm im Extremfall platzen kann.

Ist die Gallenblase entzündet, strahlen die Schmerzen ebenfalls oftmals in den rechten Unterleib aus. Besonders oft berichten Patienten mit einer Gallenblasenentzündung über Unterleibsschmerzen nach dem Essen – vor allem nach fettigen Speisen oder Kaffee.

Unterleibsschmerzen links

Bei älteren Menschen hingegen ist eine Entzündung des Dickdarms typisch. Hierbei stülpt sich die Darmschleimhaut durch Schwächen der Darmmuskulatur nach außen. Entzünden sich diese sogenannten Divertikel, entstehen meist linksseitige Unterleibsschmerzen. Bilden sich in einem weiteren Schritt der Entzündung Abszesse oder Löcher im Darm, besteht eine lebensbedrohliche Situation. Denn unter Umständen kann sich in einem solchen Fall die gesamte Bauchhöhle entzünden.

Der linke Unterbauch ist darüber hinaus häufigste Schmerzlokalisation bei Colitis ulcerosa, einer chronisch entzündlichen Darmerkrankung.

Unterleibsschmerzen rechts und links

Beidseitige Schmerzen in den Flanken können auf eine Nierenbeckenentzündung hinweisen. Nierensteine hingegen lösen erst Schmerzen aus, wenn ein Stein in den Harnleiter gelangt. Dann nehmen die Schmerzen ein sehr starkes Ausmaß an und ziehen aus den Seiten in den Unterleib.

Auch Harnweginfekte, eine Eileiterentzündung oder eine Eileiterschwangerschaft lösen dumpfe bis stechende Schmerzen oder ein Ziehen auf einer oder beiden Seiten im Unterleib aus.

Unterleibsschmerzen mittig

Nicht eindeutig lokalisierbare Schmerzen sind häufig charakteristisch für das Reizdarmsyndrom. Blähungen, Verstopfungen und Durchfall begleiten die diffusen Unterleibsschmerzen oftmals.

Auch bei einer akuten Darmentzündung oder einer Entzündung der Prostata können Schmerzen oder ein Ziehen im Unterleib mittig auftreten.

Unterleibsschmerzen beim Gehen

Schmerzen im Unterleib, die ausschließlich oder verstärkt während des Gehens in Erscheinung treten, können viele verschiedene Ursachen haben. Möglich ist eine verspannte Rücken- oder Beckenmuskulatur oder Seitenstechen. Ebenso können organische Probleme Auslöser der Schmerzen sein.

Kommen die Beschwerden immer wieder vor oder lassen sie nicht nach, sollten Sie zur Klärung der Schmerzen einen Arzt aufsuchen.

Unterleibsschmerzen bei Frauen

Neben den obengenannten Ursachen können sich auch geschlechtsspezifische Erkrankungen durch Unterleibsschmerzen bemerkbar machen. So gehen viele frauenspezifische Krankheiten mit Unterleibsschmerzen einher: Etwa die Endometriose, eine schmerzhafte Erkrankung der Gebärmutterschleimhaut. Aber auch ein Myom, eine Entzündung von Eileiter und Eierstock, sowie Eierstockkrebs oder eine Eierstockzyste führen zu Unterleibsschmerzen.

Eine Eierstockzyste entsteht beim Eisprung und ist charakterisiert durch einseitige Unterleibsschmerzen. Sie verursacht besonders dann Schmerzen, wenn sie platzt oder sich dreht. Dies kann vor allem bei jungen, sportlich aktiven Frauen passieren.

Ferner weisen Schmerzen des Unterbauchs in Zusammenhang mit Ausfluss, Zwischenblutungen oder sogar schweren Blutungen (auch in der Menopause) auf Erkrankungen der Gebärmutter hin, wie etwa:

  • Gebärmutterkrebs
  • Gebärmutterhalskrebs
  • Gebärmuttersenkung
  • eine rückwärts geneigte Gebärmutter
  • Gebärmutterentzündungen

Auch Fehlbildungen, Scheidenverengungen und Krampfadern im Beckenbereich können Unterleibsschmerzen auslösen. Bei Letzterem strahlen die Schmerzen bis in die Beine aus und treten häufig nach langem Sitzen oder Stehen in Erscheinung.

Chronische Unterleibsschmerzen

Im Gegensatz zu diesen eindeutig diagnostizierbaren Erkrankungen leiden bis zu 25 Prozent der Frauen im gebärfähigen Alter unter chronischen Unterleibsschmerzen, auch chronischer urogenitaler Schmerz genannt. Von chronischen Unterleibsschmerzen ist die Rede, wenn Frauen mindestens sechs Monate lang quälende Schmerzen in Bauch und Becken haben.

Bei chronischen Unterleibsschmerzen sind die Auslöser vielfältig. Probleme bereiten oft chronische Entzündungen und Erkrankungen der Geschlechtsorgane, der Harnwege und der Verdauungsorgane. Auch liegen Tumorerkrankungen im Bereich des Möglichen.

Außerdem können Störungen der Nerven, Muskeln oder der Wirbelsäule Schmerzen im unteren Bauch verursachen. Häufig sind auch psychische Probleme und Erkrankungen wie Depressionen für Unterleibsschmerzen verantwortlich.

Manchmal sind allerdings auch keine körperlichen Ursachen festzustellen; der Therapieerfolg ist nur gering. Diagnosen wie Vestibulitis (fokale Vulvitis), Levator Ani Syndrom, interstitielle Zystitis oder Vulvodynie werden äußerst selten und meist erst nach einem mehrjährigen Ärzte-Marathon gestellt, schränken die Betroffenen jedoch erheblich in ihrer Lebensqualität ein.

Unterleibsschmerzen durch die Periode

Unterleibsschmerzen werden oftmals mit der Periode in Zusammenhang gebracht. Viele Frauen klagen aufgrund der Hormonschwankungen des weiblichen Zyklus über ein leichtes Ziehen im Unterleib kurz vor oder während der Periode.

Manche Frauen, insbesondere junge Mädchen, werden während der Menstruation von krampf- oder kolikartigen, sehr starken Unterleibsschmerzen befallen. Bei starken Unterleibsschmerzen während der Periode spricht man von Dysmenorrhoe. Frauen, die in der Mitte des Zyklus Unterleibsschmerzen haben, spüren ihren Eisprung

Durch die hormonellen Veränderungen während des Zyklus können sich zusätzlich zu den Unterleibsschmerzen folgende Beschwerden einstellen:

  • depressive Verstimmungen
  • Nervosität und Reizbarkeit
  • Müdigkeit und Leistungsabfall
  • Akne
  • niedriger Blutdruck
  • Herzklopfen
  • Schwindel
  • Kopfschmerzen bis hin zur Migräne
  • Appetitlosigkeit
  • Erbrechen
  • Verstopfung, Durchfall oder Blähungen
  • Übelkeit

Was hilft bei Unterleibsschmerzen während der Periode?

Ein hormonelles Präparat wie die Pille kann wirkungsvoll gegen Unterleibsschmerzen helfen. Ansonsten können neben Schmerzmitteln auch homöopathische Medikamente, pflanzliche Mittel wie Mönchspfeffer und Magnesiumpräparate Unterleibsschmerzen vertreiben.

Bewährte Hausmittel gegen Unterleibsschmerzen während der Periode sind ein heißes Bad oder eine Wärmflasche auf dem Unterleib.

Unterleibsschmerzen und Schwangerschaft

Unterleibsschmerzen in der Schwangerschaft sind zwar keine Seltenheit, jedoch genau zu beobachten, da sie einen Hinweis auf schwerwiegende Komplikationen geben können.

Meistens führen Dehnungen des runden Gebärmutterbandes und das Wachstum der Gebärmutter zu Unterleibsschmerzen während der Schwangerschaft. Das kann ein leichtes Unterleibsziehen (meist zu Beginn der Schwangerschaft), aber mit fortschreitendem Wachstum des Kindes auch krampfartige, starke Unterleibsschmerzen verursachen.

Besteht der Verdacht, schwanger zu sein, weil die Monatsblutung ausbleibt, und setzen dann plötzlich Unterleibsschmerzen und Schmierblutungen ein, könnte eine Eileiterschwangerschaft vorliegen. Starke Blutungen und Unterleibsschmerzen können auf eine Fehlgeburt oder einen Abgang hindeuten.

Weiterhin treten Unterleibsschmerzen in der Schwangerschaft bei einer Plazenta-Ablösung, in Form von verfrühten Wehen oder in Zusammenhang mit einem Faser-Geschwulst (Fibrom) auf.

Unterleibsschmerzen beim Mann

Frauen müssen sich zwar weitaus häufiger mit Unterleibsschmerzen herumplagen als Männer, doch können auch diese von solchen Schmerzen betroffen sein. Bei Männern können zum Beispiel schmerzende und verfärbte Hoden sowie Schmerzen in der Leistengegend auf eine Hodentension (Verdrehung des Hodens) hindeuten.

Zudem verursachen folgende Erkrankungen beim Mann mäßig bis starke Unterleibsschmerzen:

  • Hodenkrebs
  • Hoden- und Nebenhodenentzündungen
  • Prostatakrebs
  • Prostataadenome
  • Prostatitis (Prostataentzündung)

Junge Männer und Unterleibsschmerzen

Besonders jüngere Männer leiden häufig unter einer Prostataentzündung, was sich meist durch ein Druckgefühl und Schmerzen im unteren Bauch sowie Harnentleerungsstörungen bemerkbar macht. Zu einer akuten Entzündung der Prostata kommt es insbesondere dann, wenn Bakterien die Vorsteherdrüse befallen. Heilt eine solche Infektion nicht aus, kann sie sich zu einer chronischen Prostatitis manifestieren.

Eine Samenblasenentzündung verursacht ebenfalls oft Probleme beim Urinieren. Verantwortlich sind Infektionen mit Erregern, die unter anderem Entzündungen der Harnröhre und sexuell übertragbare Krankheiten zur Folge haben.

Eine vergrößerte Prostata ist unter Männern weit verbreitet

Eine gutartige Prostatavergrößerung tritt in der Regel bei Männern ab 30 Jahren auf und wird mit zunehmendem Alter zur wahren Volkskrankheit: Fast die Hälfte der Männer über 50 und beinahe jeder Mann über 80 hat eine gutartig vergrößerte Prostata.

Eine Behandlung ist allerdings nur dann nötig, wenn genau die Drüsenanteile wachsen, die die Harnröhre umgeben. Denn durch diese Einengung kann es zu Unterleibsschmerzen und Probleme beim Wasserlassen kommen.

Unterleibsschmerzen: Wann müssen Sie zum Arzt?

Treten die Unterleibsschmerzen nur vorübergehend und in einem erträglichen Maße auf, ist ein Arztbesuch nicht unbedingt notwendig. Beobachten Sie jedoch eines der folgenden Anzeichen, sollten sie unverzüglich einen Arzt aufsuchen:

  • anhaltende Schmerzen, die im Verlauf zunehmen
  • zusätzliche Symptome wie Fieber, Übelkeit und Erbrechen, Stuhlverhalt
  • Blut im Urin oder im Stuhl
  • niedriger Blutdruck bei einem schnellen Puls

Auch bei allen anderen untypisch lang anhaltenden oder nicht einzuordnenden Schmerzen im Unterleib ist es ratsam, zur Klärung Rücksprache mit einem Arzt zu halten.

Aktualisiert: 28.05.2019 – Autor: Daniela Heinisch; überarbeitet: Nadja Weber

11. SSW: Unterleibsschmerzen + Bauchschmerzen

In der 11. SSW ist Ihr Baby bereits 9 Wochen alt. Es hat nun vollständig alle Organe und Körperteile entwickelt und wird in den nächsten Monaten auf ca. 50 cm und etwa 4500 Gramm wachsen. Noch aber ist Ihr Baby etwa 4,1 cm groß bringt gerade mal 9 Gramm auf die Waage. Trotz dessen kann der Winzling Ihnen mächtig Unwohlsein bescheren. So ist es nicht selten, dass werdende Mütter auch in der 11. SSW unter Unterleibsschmerzen und Bauchschmerzen leiden und meist keine Ruhe finden. Dabei sind in der 1. SSW Unterleibsschmerzen und Bauchschmerzen in der 11. SSW nicht ungewöhnlich und können auch gelindert werden.

11. SSW: Unterleibschmerzen

Zwar hat sich Ihr Baby in der 11. SSW komplett entwickelt und bekanntlich sinkt das Fehlgeburtsrisiko in der 11. SSW zunehmend, doch machen sich viele werdende Mütter sehr viele Sorgen, wenn Sie in der 11. SSW Unterleibsschmerzen haben. Meist sind die Schmerzen mit einem Ziehen im Unterleib erkennbar. Oftmals gleichen Sie Regelschmerzen und sind in den meisten Fällen unbedenklich. Denn Ihre Gebärmutter ist immer noch am Wachsen. Sie hat jetzt etwa die Größe einer Orange und wird die kommenden Wochen und Monate noch an Gewicht und Größe zulegen. Zudem sucht sie sich auch einen Platz und dehnt ihre Muskeln und Sehnen, um das Gewicht Ihres Babys tragen zu können. Und nicht nur das, sie bereitet sich auch auf die Schwangerschaft vor. Daher können auch in der 11. SSW noch Unterleibsschmerzen auftreten.

Haben Sie trotzdem Sorgen oder Bedenken, wenden Sie sich unverzüglich an Ihren Frauenarzt. Vor allem wenn die Unterleibsschmerzen in der 11. SSW mit starken Krämpfen, Blutungen, geruchsintensiven Ausscheidungen und Fieber auftreten. Dies kann auch oft ein Zeichen für eine Fehlgeburt sein. Versuchen Sie auf Ihren Bauch zu hören und suchen Sie lieber Ihren Frauenarzt einmal zu oft als zu wenig auf. Ihr Frauenarzt steht Ihnen während der Schwangerschaft zur Seite.

SSW 11: Entwicklung des Babys

11. SSW: Was gegen Bauchschmerzen tun?

Bauchschmerzen sind in der 11. SSW nicht ungewöhnlich. Klären Sie aber trotzdem mit Ihrem Frauenarzt ab, ob Ihre Schwangerschaft ohne Komplikationen abläuft. So beruhigen Sie erstens Ihr Gewissen und machen sich nicht unnötig Sorgen. Denn Ihr Baby kann es fühlen, wenn Sie sich Sorgen machen. Schaden muss es Ihrem Baby nicht, aber Stress kann sich negativ auf Ihre Schwangerschaft und auf die Produktion von Hormonen auswirken. Vermeiden Sie es auch bei Bauchschmerzen in der 11. SSW eine Selbstdiagnose zu starten und Tabletten gegen die Schmerzen zu nehmen. Die meisten Medikamente schaden Ihnen und Ihrem Baby! Wenden Sie sich daher bei starken Bauchschmerzen in der 11. SSW an Ihren Frauenarzt.

Doch was tun, wenn die Bauchschmerzen den Alltag meist schwer machen? Versuchen Sie sich zu entspannen. Legen Sie sich ruhig hin und legen Sie die Füße hoch. Eine Wärmeflasche kann die Schmerzen im Bauch lindern und helfen ein paar ruhige Momente zu verbringen. Auch helfen warme Bäder (nicht heiße!) Um die Schmerzen zu lindern. Um Ihrer Gebärmutter beim Dehnen und Ziehen zu helfen, können Sie auch leichte sportliche Übungen machen. Ein Physiotherapeut oder eine Hebamme können Ihnen helfen eine Übung zu finden, die Ihre Bauchschmerzen in der 11. SSW lindern kann. Empfehlenswert sind zum Beispiel lange Spaziergänge oder auch Schwimmen.

Ab wann treten Senkwehen auf?

Senkwehen (auch Vorwehen genannt) sorgen – wie der Name schon sagt – dafür, dass sich die Gebärmutter und das Baby tiefer ins Becken senken. Idealerweise rutscht der Kopf Deines Babys direkt in Richtung Geburtskanal. Dieser Vorgang geschieht etwa ab der 36. Schwangerschaftswoche. Wenn Du bereits ein Kind auf die Welt gebracht hast, kann es gut sein, dass Du die Senkwehen erst einige Tage vor der Geburt bemerkst. Treten die Wehen vor der 36. Schwangerschaftswoche auf kannst Du davon ausgehen, dass es sich um Übungswehen handelt.

Wie fühlen sich Senkwehen an?

Es ist gar nicht so leicht, Übungswehen von Senkwehen zu unterscheiden. Natürlich sind Senkwehen auch unterschiedlich stark und jede Frau nimmt sie anders wahr. Du fühlst vielleicht nur ein leichtes Spannungsgefühl, ein Unwohlsein oder aber auch ein Ziehen in den Rücken bis in die Oberschenkel. Richtige Schmerzen verursachen sie jedoch selten. Senkwehen können etwa alle 10 Minuten auftreten oder immer mal wieder mit mehreren Stunden oder gar Tagen Abstand. Eine Wehe dauert im Schnitt etwa 30 bis 40 Sekunden. Nach den Senkwehen ist der Bauch tiefer gerutscht und Du hast wieder mehr Platz zum Atmen. Auch Beschwerden wie Sodbrennen oder Völlegefühl sind nicht mehr so stark. Allerdings liegt Dein Baby jetzt wahrscheinlich auf Deiner Blase, was dazu führt, dass Du häufiger zur Toilette musst.

Was hilft gegen die Schmerzen?

Das unangenehme Ziehen lässt sich mit Wärme gut lindern. Du kannst Dir eine Wärmflasche auf den Bauch legen oder ein warmes Bad nehmen – das tut gut und entspannt. Im Geburtsvorbereitungskurs hast Du bestimmt schon Atemtechniken geübt, mit denen Du die Wehen veratmen kannst. Diese Atemtechniken helfen auch bei Senkwehen und Du entspannst Dich dabei ganz automatisch. Vielleicht hast Du aber auch das Bedürfnis, Dich zu bewegen. Langsames auf und ab gehen oder ein kleiner Spaziergang können auch helfen. Ebenso hat sich Himbeerblättertee bewährt, denn er lockert die Gebärmuttermuskulatur und löst Krämpfe im Unterleib. Am besten besprichst Du die Dosierung vorher mit Deiner Hebamme, da der Tee auch Wehen anregen kann und nicht zu früh getrunken werden sollte. Probiere einfach aus, was Dir in der Situation gut tut, denn jeder Körper ist anders. Das Wichtigste ist, dass Du Dich dabei wohlfühlst.

Was unterscheidet Senkwehen von echten Wehen?

Viele Frauen haben Angst, die Wehen nicht richtig zu deuten und die Geburt “zu verschlafen”. Keine Sorge, das wird nicht passieren. Richtige Wehen, die die Geburt einleiten, tun weh. Schließlich sind sie – im Gegensatz zu Senkwehen – dazu da, den Muttermund zu öffnen. Sie sind schmerzhaft und treten in regelmäßigen Abständen auf, die immer kürzer werden. Anfangs kommen die Wehen alle 20 Minuten, dann verringern sich die Abstände in Minutenschritten. Um zu testen, ob es sich um Senkwehen oder echte Wehen handelt kannst Du Dich in die warme Badewanne legen. Senkwehen werden verschwinden, aber echte Geburtswehen lassen sich nicht aufhalten und verstärken sich meistens bei Wärme noch.

Wann muss man ins Krankenhaus?

Bei schmerzhaften Wehen, die in regelmäßigen Abständen auftreten und auch bei Wärme nicht nachlassen, solltest Du Dich auf den Weg ins Krankenhaus machen. Es handelt sich sehr wahrscheinlich um vorzeitige Wehen oder – um den errechneten Geburtstermin – um echte Wehen, die den Muttermund öffnen und die Geburt Deines Kindes einleiten. In diesem Fall zügig, aber nicht überstürzt ins Krankenhaus fahren.

Grundsätzlich gilt: im Zweifelsfall lieber ins Krankenhaus. Niemand wird Dich belächeln, wenn Du mit Senkwehen in den Kreißsaal willst. Du wirst wahrscheinlich untersucht und ein CTG wird geschrieben – und wieder nach Hause geschickt. Aber Du fühlst Dich danach sicherer und kannst die Signale Deines Körpers besser einordnen.

34. SSW: Senkwehen bereiten auf Wehen vor

Ab der 34. SSW sind es bis zum errechneten Geburtstermin noch etwa sechs Wochen. Zunehmend bereitet sich Ihr Körper auf die Geburt vor und trainiert auch intensiv für die bevorstehende Geburt. Dazu gehört unter anderem, dass nun vermehrt ab der 34. SSW Senkwehen, auch Übungs- oder Vorwehen genannt, auftreten. Bis es zu wirklichen Wehen kommt, kann es noch dauern, doch auch vorzeitige Wehen können sich ab der 34. SSW bemerkbar machen. Doch dies muss noch lange nicht heißen, dass mit den Wehen auch die Geburt bevorsteht.

Senkwehen in der 34. SSW

Senkwehen sind in der Schwangerschaft üblich und treten meist schon im zweiten Drittel auf. Bei vielen Frauen sind diese weniger schmerzhaft und machen sich auch weniger bemerkbar. Doch je weiter die Schwangerschaft voranschreitet umso stärker werden in den meisten Fällen auch die Senkwehen. Ab der 34. SSW ist es bis zur Geburt nicht mehr weit und die Senkwehen können nun intensiver zu spüren sein. Senkwehen sind für den Körper eine Übung um sich auf die Geburt vorzubereiten.

Hier werden die Signale von Gehirn an die Muskeln geschickt und die Kontraktionen geübt, die nötig sind, um das Kind auf die Welt zu bringen. Diese Kontraktionen können im Endstadium der Schwangerschaft auch ein Ziehen im Unterleib auslösen. Allerdings treten sie nicht häufig auf und auch nicht regelmäßig. Der Bauch wird für einige Sekunden hart, löst sich wieder und die nächste Übungswehe kommt erst in unabsehbarer Zeit wieder. Durch die Senkwehen ab der 34. SSW wird auch die Drehung des Babys gefördert.

SSW 34: Entwicklung des Babys

Wehen ab der 34. SSW

Anders als Senkwehen machen sich Wehen ab der 34. SSW stärker und intensiver bemerkbar. Frauen spüren intensiv, wenn die Geburt losgeht und können in den meisten Fällen erkennen, ob es sich um echte Wehen handelt. Echte Wehen treten häufig auf, sie kommen rhythmisch und mit Schmerzen. Meist treten hier Stiche in der Seite auf, im Unterleib und auch im Rücken macht sich ein dumpfer Schmerz bemerkbar. Zusätzlich kann es zu Ausfluss kommen und zu Blutungen oder zu einem Sprung der Fruchtblase. Merken Sie, dass die Wehen sich deutlich von den Übungswehen unterscheiden, lassen Sie sich ins Krankenhaus bringen. Sofern Sie wissen, dass Ihr Baby noch nicht im Becken liegt, müssen Sie liegend ins Krankenhaus gebracht werden. Das kann ein Notdienst für Sie übernehmen.

Denn so können Sie sichergehen, dass die Nabelschnur nicht abgeklemmt wird oder sich sogar um das Köpfchen des Kindes drehen kann. Wenn Sie sich nicht sicher sind, sollten Sie Ihre Hebamme oder Ihren Frauenarzt kontaktieren. Merken Sie, dass neben den Übungswehen auch ein blutiger Ausfluss auftritt, kann das auch der Abgang des Schleimtropfs sein. Dieser befindet sich am Muttermund und schützt die Gebärmutter vor Keimen. Dieser Schleimtropf besteht aus einem Gemisch aus Schleim und Blut und kann durch die Senkwehen abgehen. Dieser Vorgang wird auch Zeichnen genannt. Begeben Sie sich ins Krankenhaus. Nur dort kann festgestellt werden, ob das Kind kommt und notfalls auch die Wehen mit Hemmern gestoppt werden. Sofern die Fruchtblase noch nicht geplatzt ist, wird bis zur 35. SSW bei echten Wehen versucht, die Geburt gestoppt zu werden. Denn jeder Tag in Mamas Bauch ist für das Kind wichtig.

Wehen erkennen und unterscheiden: Das sollten Schwangere wissen!

Je näher der Geburtstermin rückt, desto verunsicherter sind Schwangere und stellen sich Fragen wie: „Woher weiß ich, dass es Wehen sind?“, „Wie fühlen sich Wehen an?“ oder „Geht es jetzt wirklich los?“

Und es ist auch gar nicht so einfach, Wehen zu erkennen und richtig einzuordnen. Schließlich gibt es verschiedene Arten von Wehen, von den Übungs- oder Vorwehen, über Senkwehen, Geburtswehen und Presswehen bis hin zu den Nachwehen. Die eine Wehen-Form kann die Schwangere schon in der 24. Schwangerschaftswoche spüren, die andere noch einige Tage nach der Geburt. Einige Wehen-Arten sind für alle werdenden Mamis spürbar, andere werden von einigen Frauen gar nicht wahrgenommen.

Es gibt aber ein paar Anhaltspunkte, woran ihr die einzelnen Formen der Wehen erkennen könnt.

Was sind Übungswehen oder Vorwehen?

Die eigentliche Bezeichnung der umgangssprachlichen Übungs- oder Vorwehen lautet Braxton-Hicks-Kontraktionen, nach ihrem Entdecker Braxton Hicks benannt. Der britische Arzt beschrieb bereits 1872, dass es in der Gebärmutter schwangerer Frauen ab dem 2. Monat zu Kontraktionen kommen kann, die die Schwangere selten spürt und die auch keine Vorboten einer Geburt seien. Erst mit der wachsenden Gebärmutter kann auch die Schwangere diese leichten Kontraktionen spüren.

Ab wann spürt man Übungswehen?

Am häufigsten treten die Übungswehen zwischen der 27. und 32. Woche auf, einige Schwangere spüren sie aber bereits ab der 20. Woche. Sie treten zudem sehr unregelmäßig auf und dauern weniger als eine Minute an.

Wie erkenne ich eine Übungswehe?

Wenn die Übungswehen dann einmal zu spüren sind: Wie fühlen sich diese Wehen an?
Mit den Übungswehen oder Vorwehen übt die Gebärmutter das Zusammenziehen der Muskulatur, so wie sie es zu der eigentlichen Geburt braucht. Meist spüren Schwangere lediglich, dass ihr Bauch hart wird. Schmerzhaft sollten Übungswehen nicht sein.

Frauen mit vielen Vorwehen haben dank dieser Vorarbeit später eine kürzere Geburt als die, bei denen sich im Vorfeld nichts oder nur sehr wenig getan hat. Aber auch, wenn die Übungswehen ausbleiben oder nicht spürbar sind, muss das kein Grund zur Sorge sein.

Anders als Geburtswehen hören Vorwehen nach kurzer Zeit wieder auf. Viele Schwangere empfinden sie ähnlich wie Regelschmerzen oder auch die späteren Geburtswehen. Die meisten werdenden Mütter spüren ein Spannungsgefühl im Bauch, meist aber keine Schmerzen.

Wie oft treten Übungswehen auf?

Übungswehen treten unregelmäßig auf, alle paar Stunden oder mehrmals in der Stunde. Manchmal spürt man sie stärker, manchmal schwächer.

Was tun:

  • Überanstrengung kann die Vorwehen verstärken, Entspannung kann sie lindern.
  • Bei Stress solltet ihr zwischendurch eine Pause einlegen und die Füße hochlegen.
  • ​Magnesium lindert die Beschwerden, sollte aber mit dem Frauenarzt abgesprochen werden. Wenn sehr schmerzhafte Übungswehen in kurzen Abständen auftreten und nicht mehr nachlassen, solltet ihr einen Arzt aufsuchen.
  • Eventuell muss ein Wehenhemmer verordnet werden. Hebammen haben oft alternative Methoden, um den Muskel zu beruhigen.

Was sind Senkwehen?

Vorwehen oder auch Senkwehen treten wenige Wochen vor der Geburt auf. Sie sorgen dafür, dass sich das Baby ins Becken senkt und der Kopf des Kindes sich vor dem Muttermund positioniert.

Senkwehen treten meistens ab der 36. Schwangerschaftswoche auf.

Wie erkenne ich Senkwehen?

Da durch die Senkwehen die Gebärmutter nach unten verlagert wird, entsteht um Magen und Lunge wieder mehr Platz, das Atmen fällt wieder leichter und der Bauch der Schwangeren verlagert sich sichtbar nach unten. Gleichzeitig nimmt der Druck auf die Blase zu.

  • Viele Schwangere beschreiben Senkwehen als Schmerzen im Rücken oder in der Leiste.
  • Hinzu kommt häufig ein Muskelkater in den Oberschenkeln und ein Stechen der Blase.
  • Der Bauch verhärtet sich.
  • Frauen, die zum zweiten Mal entbinden, empfinden die Senkwehen oft viel stärker als bei der ersten Schwangerschaft, bei ihnen senkt sich die Gebärmutter oft erst kurz vor der Geburt.

Wie oft treten Senkwehen auf?

Senkwehen können mal alle zehn Minuten auftreten, dann wieder stunden- oder tagelang gar nicht.

Was tun: Die Schmerzen bei Senkwehen lassen sich gut durch Entspannung und Wärme, beispielsweise in der Badewanne lindern. Sind die Schmerzen stark und dauern an, solltet ihr eure Hebamme zu Rate ziehen oder euren Frauenarzt aufsuchen.

Was sind Geburtswehen?

Die Geburtswehen leiten die Geburt ein. Durch Kontraktionen der Gebärmutter wird das Baby nach und nach durch den Geburtskanal geschoben, der Gebärmutterhals verkürzt sich (er „verstreicht“) und der Muttermund öffnet sich bis zu den erforderlichen zehn Zentimetern. All diese Vorgänge benötigen enorme Kräfte und lassen viele Frauen an ihre Grenzen stoßen. Sie erfordern sehr viel Willenskraft und Konzentration von der Gebärenden.

Geburtswehen empfindet jede Frau anders. Manche beschreiben sie als ähnlich den Regelschmerzen, andere als enormes Drücken oder Stechen im Rücken.

Ab wann treten Geburtswehen auf?

Geburtswehen treten ab der 37. Schwangerschaftswoche auf. Wenn ihr lange vor dem Geburtstermin Geburtswehen verspürt, solltet ihr sofort zum Arzt gehen, um eine Frühgeburt zu vermeiden.

Wie erkenne ich Geburtswehen?

Geburtswehen treten in immer häufigeren Intervallen auf, dies bezieht sich aber auf den gesamten Geburtsvorgang. Die Wehen können auch mal eine Zeit lang enger und dann wieder mit mehr Abstand auftreten. Wenn es ernst wird, kommen Geburtswehen in 2- bis 3-minütigem Abstand und können bis zu 90 Sekunden andauern.
Übrigens: Echte Geburtswehen unterscheiden sich auch auf dem CTG, umgangsspachlich auch Wehenschreiber genannt, welches bereits vor der Geburt in regelmäßigen Abständen beim Frauenarzt geschrieben wurde. Eine echte Geburtswehe zeigt sich auf dem CTG als ansteigender Berg mit einem kleinen Plateau. Übungswehen hingegen haben viele kleine Ausschläge und Spitzen. Einen festgeschrieben Wert, wie stark eine Wehe auf dem CTG sein muss, gibt es dabei nicht.

Wann muss ich ins Krankenhaus?

Der Zeitpunkt, wann ihr euch in ein Krankenhaus oder Geburtshaus begeben solltet, hängt von eurem Gefühl ab. Manche Frauen möchten sich möglichst früh in sicheren Händen wissen, andere möglichst lange zu Hause bleiben. Wenn ihr unsicher seid, fahrt ruhig los, es ist nichts Schlimmes dabei, wenn ihr wieder nach Hause geschickt werdet.

Sofort ins Krankenhaus fahren solltet ihr, wenn…

  • …eine starke, hellrote Blutung auftritt. Es könnte eine vorzeitige Plazentaablösung auftreten.
  • …die Fruchtblase gesprungen ist. Vor dem Geburtstermin stellt der Frauenarzt fest, ob das Baby fest im Becken liegt. Ist dies nicht der Fall, muss die Schwangere bei einem vorzeitigen Blasensprung liegend ins Krankenhaus transportiert werden, denn es besteht die Möglichkeit, dass sonst das Baby nach Abgang des Fruchtwassers mit dem Kopf die Nabelschnur abklemmt.
  • …die Wehen regelmäßig alle fünf Minuten oder öfter kommen. Bei den Geburtswehen dürft ihr noch nicht pressen, sondern solltet versuchen, möglichst entspannt weiterzuatmen. Auch wenn ihr Atemübungen als albern empfindet – gezieltes Ausatmen ist sehr gut, um für Entspannung zu sorgen, sonst konzentriert ihr euch zu sehr auf den Schmerz und verkrampft automatisch.

Was sind Presswehen?

Nachdem der Muttermund vollständig geöffnet ist, beginnen die Presswehen. Diese aktivieren die Bauch- und Gebärmuttermuskulatur. Das Kind wird in Millimeterschritten durch den letzten Teil des Geburtskanals geschoben.

Wann setzen die Presswehen ein?

Presswehen setzen zum Ende der Geburt ein. Sie sind die stärksten Wehen der Geburt und werden meist als enormer Druck auf den Darm empfunden.

Wie lange dauern Presswehen an?

Eine Geburt kann nach zwei bis vier Presswehen vorbei sein. Manche Frauen haben auch stundenlang Presswehen, andere wiederum gebären bereits, bevor die Presswehen einsetzen.

Was tun: In dieser Phase ist die aktive Mitarbeit der werdenden Mama unerlässlich. Wenn die Hebamme sagt, dass es soweit ist, presst die Gebärende, sodass zunächst das Köpfchen und danach der restliche Körper des Babys hinausgedrückt wird.

Was sind Nachwehen?

Nachgeburtswehen lösen nach der Geburt die Plazenta und stoßen sie aus. In den nächsten zwei bis drei Tagen wird mit Nachwehen der Rückbildungsprozess der Gebärmutter in Gang gebracht. Gleichzeitig beginnt der Wochenfluss – ein reinigender Blutfluss.

Viele Erstgebärende merken die Nachwehen nur als leichtes Ziehen im Bauch. Beim zweiten oder dritten Kind sind die Nachwehen oft schmerzhafter, da die Gebärmutter weiter gedehnt ist und sich weiter zurückbilden muss.

Nachwehen treten häufig besonders beim Stillen auf, sollten aber nach einigen Tagen vorbei sein. Von nun an heilt euer Körper. Die Anstrengungen der Geburt werden körperlich und seelisch verarbeitet und eine neue Zeit mit dem kleinen Baby beginnt.

Quellen:

  • Bundezentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)
  • Onmeda.de

Noch mehr zum Thema Schwangerschaft & Geburt:

Die Geburt: 30 Fragen und Antworten rund um die Entbindung

Gewusst? 14 Dinge, die bei der Geburt passieren, die dir niemand verrät

18 völlig verrückte Fakten über die Schwangerschaft, die du so noch nie gehört hast!

Sex in der Schwangerschaft: Antworten auf die 6 wichtigsten Fragen

Auch auf gofeminin: Ultraschallbilder einer Schwangerschaft: So entwickelt sich der Embryo

About the author

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.