3 monate baby

Babys Entwicklungim 1. Lebensjahrmit 1 bis 3 MonatenBewegung

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Schaut mal, was ich alles kann: Die Bewegungen Ihres Kindes

Ihr Kind ist nun ein bis drei Monate alt. Direkt nach der Geburt und in den ersten Wochen danach waren seine Bewegungen vor allem durch Reflexe gesteuert. Das ändert sich jetzt und einige Reflexe verblassen bereits. Stück für Stück gewinnt Ihr Baby dadurch die Freiheit selbstbestimmter Bewegungen.

Was kann unser Baby schon?

Eine ganze Menge. Da seine Nacken-, Hand- und Beinmuskeln mit jedem Tag kräftiger werden, gewinnt es an Kontrolle über seine Bewegungen.

  • Bessere Kopfkontrolle

    Gegen Ende des zweiten Lebensmonats können die meisten Kinder Ihren Kopf in Bauchlage bis zu einem 45° Winkel heben. Eine große Leistung, schließlich ist der Kopf im Verhältnis zum Rest ihres Körpers riesig. Kein Wunder, dass er gleich wieder auf die Unterlage zurück plumpst. Doch Sie werden sehen: Ihr Baby müht sich unverdrossen, wird bald seinen Kopf heben und ein wenig umherschauen können. Wenn Sie Ihr Kind hochheben oder auf dem Arm halten, sollten Sie dennoch immer darauf achten, seinen Kopf gut zu stützen. Bitte legen Sie Ihr Kind nicht für längere Zeit in eine Babywippe: Die meisten dieser Wippen lassen sich nicht ganz flach stellen; das Baby liegt dann in einer leicht gestauchten Haltung. Das ist für seinen Rücken nicht optimal. Außerdem schränken Wippen die Bewegungsfreiheit der Kleinen ein. Stellen Sie die Wippe immer auf dem Boden ab, nicht auf einem Stuhl oder Tisch (Sturzgefahr).

    All das gilt übrigens auch für Baby-Autokindersitze. Sie sind zum sicheren Transport Ihres Babys gedacht, eignen sich jedoch nicht als ständige häusliche Liege- oder Sitzgelegenheit für Ihr Kleines.Gegen Ende des dritten Lebensmonats stützt sich Ihr Baby auf die Unterarme, stemmt sich ab und hebt seinen Kopf erstaunlich hoch. Das gibt ihm natürlich viel mehr Freiheit zum Umherschauen – auch wenn seine Kraft bald erschöpft ist und es den schweren Kopf bald wieder ablegen muss. Auf alle Fälle ist das Hochstemmen ein gutes Training für die Muskeln von Armen, Oberkörper und Nacken.

  • Kräftiges Strampeln

    Auch das Strampeln Ihres Babys war in den ersten Wochen vorwiegend reflexgesteuert. Forscher haben allerdings entdeckt, dass die Kleinen auch mit zwei bis drei Wochen bereits koordiniert zappeln. Und je mehr Kraft seine Beine gewinnen, desto gezielter werden jetzt auch die Bewegungen Ihres Babys: Das Zusammenspiel zwischen der Bewegungssteuerung im Gehirn und den ausführenden Muskeln klappt immer besser. Achtung: Einige Babys können in diesem Alter bereits unversehens ihre Lage ändern, sich z. B. beim Strampeln vom Bauch auf die Seite drehen. Lassen Sie Ihr Baby niemals alleine irgendwo liegen, wo es abstürzen oder herauspurzeln könnte, etwa auf der Wickelkommode oder unangeschnallt in seiner Wippe.

  • Beherztes Zupacken

    Als Neugeborenes hat Ihr Kind mit seinen winzigen Händen eisern festgehalten, was es zufällig erwischt hat – etwa Papas Finger. Auch das war Reflex bedingt. Richtiges Greifen ist viel schwieriger. Doch Sie können jetzt beobachten, dass Ihr Baby fleißig übt. Seine Hände sind nicht länger zu Fäusten geballt, sondern immer häufiger geöffnet. Ihr Kind versucht sie in den Mund zu stecken, um daran zu lutschen – das klappt bei den meisten Babys allerdings erst im vierten Lebensmonat zuverlässig. Vielleicht erleben Sie auch, dass Ihr Kleines mit den Armen fuchtelt, um Dinge in seiner Reichweite zu erwischen.

So unterstützen Sie die Bewegungs-Entwicklung Ihres Babys:

  • Achten Sie darauf, dass es genügend Bewegungsfreiheit hat. Das heißt: Strampler, Pullis und Söckchen (ebenso Schneeanzüge und andere Überbekleidung) sollten lieber zu weit als zu knapp sein. Das ist auch für den Temperaturausgleich besser. Im Bett und im Kinderwagen die Decken nicht zu fest einstecken. In einer Babywippe oder seinem Autokindersitz sollte Ihr Kleines immer nur vorübergehend liegen.
  • Lassen Sie Ihr Baby ruhig mehrmals täglich ein paar Minuten ohne Windel strampeln, etwa beim Windelwechsel. Die meisten Kinder genießen das sichtlich – und der Haut am Po tut die Freiheit auch gut. Achten Sie jedoch darauf, dass das Zimmer für Ihren Nackedei warm genug ist (ca. 23 Grad).
  • Spielen Sie mit Ihrem Kind. Das können erste Fingerspiele sein; Ihr Baby freut sich aber auch, wenn Sie ihm ein kleines Stofftier, eine Rassel oder einen Greifring hinhalten.

Wann brauchen wir ärztlichen Rat?

Erreicht Ihr Baby die so genannten Meilensteine der Entwicklung innerhalb eines bestimmten Zeitraums? Darauf wird der Kinderarzt bei der Vorsorgeuntersuchung U3 und bei allen weiteren Vorsorgeterminen sehr genau achten. Dennoch sollten Sie nicht zögern, Arzt oder Ärztin auch außerhalb dieser Termine um Rat zu fragen, wenn Ihnen, etwa bei der Körperhaltung ihres Babys, etwas auffällt. Denn je früher eine eventuelle Fehlhaltung oder eine Entwicklungsverzögerung entdeckt wird, desto leichter ist sie in aller Regel zu korrigieren. Häufig genügt schon leichte, spielerische Gymnastik, die das Kind zu bestimmten Bewegungen anregt. Oder Ihr Baby muss in einer bestimmten Haltung gelagert werden, damit es Neues ausprobieren kann.

Zum Babyschwimmen oder nicht?

Mit (frühestens) drei Monaten ist Ihr Kleines alt genug zum Babyschwimmen. Das korrekterweise eher Eltern-Kind-Wassergymnastik heißen müsste, da die Kleinen natürlich nicht Schwimmen lernen. Viele Babys genießen den Aufenthalt im Wasser. Es trägt sie und erleichtert ihnen manche Bewegung, regt zum Strampeln an. Fragen Sie auf alle Fälle Ihren Kinderarzt, ob Sie mit Ihrem Baby unbesorgt in den Pool steigen können. Darauf sollten Sie achten, wenn Sie einen Kurs suchen: Die Pool-Umgebung sollte ruhig sein. Häufig findet Babyschwimmen in Krankenhäusern, Seniorenheimen oder ähnlichen Einrichtungen statt, da es hier weniger hektisch ist als in städtischen Schwimmbädern. Wassertemperatur um 33 Grad, Lufttemperatur gut 25 Grad, gut geheizter Umkleideraum mit Wickelmöglichkeit. Wer macht den Kurs? Es gibt keine formelle Qualifikation, sie müssen Ihrem Gefühl oder den Erfahrungen/Empfehlungen anderer Mütter vertrauen. Abzuraten ist jedoch von Kursen, die mit tollen Erfolgsgeschichten werben. Das geht am Sinn der Sache vorbei. Übrigens: Babyschwimmen ist kein Muss. Wenn Sie z. B. selbst nicht gerne ins Wasser gehen, werden Sie auch Ihrem Baby im Pool nicht die nötige Ruhe vermitteln können. Umgekehrt kann es sein, dass Ihr Kleines keinen Spaß im Wasser hat. Dann lassen Sie’s lieber bleiben.

von Anne Malburg, Diplom-Journalistin

Zuletzt überarbeitet: April 2019

Der dritte Monat 

Ihr Baby wächst und entwickelt sich jetzt rasend schnell. Im Durchschnitt nehmen Säuglinge in dieser Phase 20 g pro Tag zu. Aber das Wachstum erfolgt in Schüben, so dass mal keine Veränderung, mal eine grössere Gewichtszunahme zu verzeichnen ist. Machen Sie sich deshalb keine Sorgen, wenn Ihr Baby auf einmal mehr Hunger hat! Das Angebot an Muttermilch stellt sich nach wenigen Tagen schon auf die vermehrte Nachfrage ein. Pro Woche wird Ihr Kind um ca. 1 cm grösser. Und auch der Kopfumfang (Hutmass) wächst um 1 bis 2 cm in jeder Woche.

Die angeborenen Reflexe sind schon abhanden gekommen oder verschwinden allmählich, so z.B. der Schreit-Reflex. Das klingt zunächst irritierend, ist aber wichtig, weil dieser Reflex sonst das spätere Laufen behindern würde. Der Verlust des Schreit-Reflexes ist somit Ausdruck einer altersgerechten Entwicklung des Nervensystems.

Seien Sie jetzt nicht besorgt, wenn Ihr Baby Haare verliert. Das ist absolut normal und Folge der Dehnung der Kopfhaut durch das Wachsen des Schädels. Die Menge der Haare eines Babys hängt mit dem Hormonspiegel der Mutter zusammen, und wahrscheinlich erleben oder erlebten Sie ja auch Haarausfall nach der Geburt bei sich selbst. Die Haarfarbe kann sich in den ersten Monaten noch ändern. Erst gegen Ende des dritten Monats kann man sagen, welche Farbe bleiben wird.

Ihr Baby braucht jetzt viel weniger Schlaf. Lieber möchte es seine Umwelt beobachten und unterhalten werden. Sorgen Sie dafür, dass es in seinen Wachphasen mitten im Trubel ist und soviel wie möglich sehen und lernen kann. Aber es muss auch bequem liegen. Eine Babywippe ist über Stunden kein geeigneter Ort!

Beachten Sie!

Baby-Kolumne

3. Monat: „Wellness für Mamas“

Mit drei Monaten ist vor allem die für Gehör, Sprache und Geruchssinn zuständige Gehirnhälfte Ihres Babys schon recht gut entwickelt und aktiv. Sinneseindrücke müssen ja dort im Gehirn auch verarbeitet werden. Gehen Sie auf Ihr Baby ein, indem Sie viel mit ihm reden. Und beobachten Sie, ob es gut hört: Gibt es vor dem Ohr ein lautes Geräusch, dann sollte es das wahrnehmen, seinen Kopf dorthin wenden und auch kurz mit dem Schreien aufhören. Ein sehr sinnvolles Spielzeug ist deshalb eine Rassel, aus Holz, Plastik oder ein Stofftier mit eingebautem Glöckchen, Steinchen o.ä.. Ihr Baby liebt es, Geräusche zu hören. Und noch besser, wenn es sie selbst verursachen kann. Geben Sie ihm immer wieder das Spielzeug in die Hand, dann wird es bald fest zugreifen und begeistert Krach machen!

Viele junge Mütter kehren jetzt zur Arbeitsstelle zurück. Daraus erwächst ein natürlicher Zwiespalt. Zum einen der Wunsch das frühere Leben und den damit verbundenen Rhythmus wieder aufzunehmen, vielleicht auch etwas Abstand nach all dem Schwangerschafts-, Geburts- und Nachgeburts-Trubel zu gewinnen. Zum anderen machen sich nicht wenige Mütter Vorwürfe, ihr Kind gerade jetzt in dieser spannenden Entwicklungsphase so lange allein zu lassen. Man fühlt sich hin und her gerissen. Trösten Sie sich damit, dass es allen Müttern so geht. Wenn Sie zumindest teilweise weiter stillen wollen, finden Sie bei uns viele Tipps – nicht nur zum Abpumpen.

Nun gilt es auch auf Ihre Fitness nach der Geburt zu achten: Unser 20-Minuten Mami-Workout ist die ideale Gymnastik für Mamis mit wenig Zeit.

Auch für das Kind bedeutet es einen grossen Einschnitt, wenn die vertrauteste Person, die Mutter, plötzlich lange Zeit nicht mehr präsent ist und die Kinderbetreuung von einer zunächst etwas weniger vertrauten (wie dem Vater) oder sogar fremden Person übernommen wird. Man sollte daher das Kind schon frühzeitig vor dieser „Trennung“ an andere Personen gewöhnen. So kann man das Baby behutsam vorbereiten und ihm Sicherheit geben, dass die Mutter immer wieder zurückkehrt. Und auch für Sie hat es den Vorteil, dass Sie während der Arbeit nicht ständig von Gewissensbissen und Sorgen gequält werden, wie es Ihrem Kind nun ergeht. Die Sorge einer Mutter ist verständlich und wichtig, aber für eine Fortführung Ihrer Karriere ist Konzentration auf die Arbeit genauso bedeutend. Ob Kinderkrippe, Tagesmutter, Grossmutter, Kindsvater oder Freundin – absolutes Vertrauen ist nötig. Zögern Sie deshalb nicht (vor allem bei Fremden oder Institutionen), jede nur erdenkliche Frage zu stellen, die Ihnen durch den Kopf schwirrt. Es geht immerhin um das Wohl Ihres Kindes! Am besten wäre es natürlich, wenn Sie auch Erfahrungen anderer Mütter kennen. Wenn Ihnen im Laufe der Zeit Fehler auffallen oder Sie sich mit Ihrer Wahl unbehaglich fühlen, ist es der richtige Schritt, einen Wechsel vorzunehmen. Bei der Betreuung seines Kindes sollte man keine Kompromisse machen.

Häufige Fragen zum Thema

Unsere Tochter ist jetzt zwei Monate alt und bekommt seit zwei Wochen den Schoppen. Ist das normal, dass sie danach eine rechte Portion wieder von sich gibt?

Es ist recht häufig und zunächst nicht besorgniserregend, dass ein Säugling mit dem Görpsli nach dem Schoppen etwas Milch wieder von sich gibt (gütschelt oder sogar kötzelt). Das kann sogar noch eine halbe Stunde später passieren. Schuld daran ist die Unreife eines Muskelrings zwischen Speiseröhre…

vollständige Antwort lesen Darf mein Mann mit unserem Baby schmusen, wenn er gerade Fieberbläschen am Mund hat?

Nein, das sollte er besser nicht tun, denn der Inhalt der Herpesbläschen ist bei einer Herpes-simplex-Erkrankung, auch beim Herpes labialis (Lippenherpes) hochinfektiös.

Bei Neugeborenen und Säuglingen mit ihrem wenig ausgereiften Immunsystem kann eine Ansteckung gefährlich sein. Je nach…

vollständige Antwort lesen Mein Baby liegt – wie empfohlen – immer auf dem Rücken. Aber wird dann nicht der Hinterkopf ganz flach?

Babys, die auf dem Rücken schlafen, haben ein geringeres Risiko für den plötzlichen Kindstod. Damit es in dieser Position nicht zu Verformungen des Hinterkopfs kommt, sollte das Köpfchen aber möglichst immer wieder auf eine andere Seite zeigen. Durch eine einseitige Schlafposition kann es sonst zu…

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Newsticker

Babys brauchen Bewegungsfreiheit: Bewegung unterstützt bei Babys die Gehirnentwicklung, trainiert seine Sinne und seine Wahrnehmung. Krabbeldecken werden deshalb von Fachleuten empfohlen. Hier kann das Baby auch auf dem Bauch liegen. Ebenfalls gut ist die Fliegerhaltung. Dabei liegt das Kind mit dem Bauch auf einem Unterarm von Mama oder Papa, die andere Hand legt man zur Stabilisierung auf den Rücken des Babys, was die Rückenmuskulatur stärkt und den Gleichgewichtssinn fördert. Sitzschalen oder Wippen schränken den Bewegungsdrang ein und sollten ausschliesslich für den Transport benutzt werden. (swissmom-Newsticker, April 2012)

Letzte Aktualisierung : 01-11-19, BH

Gesundheit und Wohlbefinden

Ärzte und Hebammen haben viele Namen für Kinder mit 3-Monats-Koliken: Schreibaby, Fussy Infant, 24-Stunden-Kind … Die Unruhe hat natürlich nichts mit einem schlechten Charakter zu tun! Babys, die 3-Monats-Koliken haben, sind oft besonders sensibel. Mit Geduld und Liebe hilfst du deinem Baby dabei, zu einem ausgeglichenen Kleinkind heranzuwachsen.

Natürlich ist diese Aufgabe nicht immer ganz leicht – das weiß jede Mama, deren Baby schon einmal eine 3-Monats-Kolik hatte. Und jede Mama kennt auch blöde Sprüche, wie: „Einfach schreien lassen, das kräftigt die Lungen.“ Solche Sprüche helfen dir natürlich kein bisschen weiter. Daher: Am besten auf Durchzug schalten. Dein Baby hat noch kein Zeitgefühl und würde sich furchtbar alleine fühlen. Versuch lieber diese Dinge, die schon vielen Familien geholfen haben:

  • Lass bei deinem Kinderarzt/deiner Kinderärztin abklären, ob nicht vielleicht eine Erkrankung oder Allergie hinter den Blähungen steckt. Wenn doch, kann die Ärztin dein Baby behandeln – wenn nicht, wirst du durch das Wissen, dass alles in Ordnung ist, beruhigt.
  • Achte darauf, dass dein Baby beim Stillen oder Fläschchen geben nicht zu viel Luft schluckt. Andere Anlege-Techniken bzw. spezielle Anti-Kolik-Fläschchen können Blähungen lindern.
  • Probiere eine Bäuchleinmassage – im Uhrzeigersinn um den Bauchnabel herum – z. B. mit einer Spezialmischung gegen Blähungen mit Kümmel-, Anis- und/oder Fenchel-Öl.
  • Versuch es mit dem Fliegergriff: Leg dein Baby mit dem Bäuchlein nach unten auf deinen Unterarm. Halte es sicher und sanft, stütze das Köpfchen und wiege dein Baby sachte hin und her.
  • Pack dein Baby ins Tragetuch oder in den Puck-Sack, das kann beruhigend wirken.
  • Findet Einschlafrituale wie z. B. Singen, das Zimmer langsam abdunkeln und/oder eine Babymassage.

Der Haushalt und die 1.000 Kleinigkeiten, die das Leben sonst bunt machen, sind gerade nicht so wichtig. Wenn dein Baby tagsüber schläft, leg dich daneben. Wenn du gelassen bleibst, überträgt sich das auf dein Kleines – das lindert oft auch die 3-Monats-Koliken.

Baby-Entwicklung: Das Baby im 3. Monat

Mit drei Monaten schläft dein Baby nachts länger durch und hat dafür am Tag längere Wachphasen. Es wird im immer selbstständiger und lebendiger. Seine Motorik entwickelt sich weiter und es kann seine Emotionen immer besser ausdrücken.

Dein Säugling macht in seiner Entwicklung große Fortschritte. Vor allem die Fähigkeiten zu hören und zu sehen, entwickeln sich im 3. Monat stark weiter. Dein Baby kann nun Gegenstände in ca. 30 cm Entfernung fixieren und sie mit den Augen verfolgen.

Baby-Entwicklung: Motorik

Dein Baby lernt jetzt sich in Bauchlage auf die Unterarme zu stützen, den Kopf dabei zu heben und etwas länger zu halten. Es übt weiter sich vom Rücken auf den Bauch zu drehen. Außerdem lernt es, seinen Kopf und seine Gliedmaße gezielt und unabhängig vom Rest des Körpers zu bewegen.

Badespaß fürs Baby

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Liegt dein Baby auf dem Rücken, berührt es alles was es sehen und erreichen kann.
Dein Kind erkennt seine Hände immer mehr als Spielzeug: Es betrachtet und untersucht sie, indem es sich eine Hand oder einzelne Finger in den Mund steckt. Dabei hält es die Beine gebeugt über dem Körper.

Baby-Entwicklung: Interagieren und Fördern im 3. Monat

Dein Säugling interessiert sich nun immer mehr für seine Umgebung und versucht soziale Kontakte zu knüpfen. Er schaut dich aufmerksam an, wenn du ihn fütterst und wendet sich dir zu, wenn du mit ihm sprichst. Durch verschiedene Laute versucht er mit dir und seiner Umwelt zu kommunizieren. Freude äußert er zum Beispiel durch Quieken und Strampeln. Unermüdlich trainiert dein Baby seine Mimik und Ausdrucksfähigkeit.

Im 3. Lebensmonat solltest du deinem Baby verschiedene Gegenstände und Materialien in seine geöffneten Hände legen. Dadurch fördest du sein Berührungsempfinden. Baby-Mobiles und Dinge, die über seinem Kopf baumeln, faszinieren dein Baby und es wird sie begeistert betrachten.

Bestimmt plappert dein kleiner Schatz mit drei Monaten gerne vor sich hin. Er kann sogar schon bekannte Abläufe vorhersehen. Wird er bspw. mit der Flasche gefüttert, erkennt er diese und kann seine Freude darüber ausdrücken. Badet der Säugling gerne, ist er beim Einlassen des Badewassers sehr aufgeregt. Sorge für feste Rituale im Tagesablauf des Babys. Spiele seine Spieluhr bspw. nur dann, wenn es Schlafenszeit ist. Animiere den Säugling dazu, in Bauchlage den Kopf zu heben und helfe ihm beim Drehen, wenn anfangs der letzte Schwung noch fehlt.

Spielzeug animiert dein Baby dazu, in Bauchlage den Kopf zu heben.

Kann dein Baby schon seinen Kopf halten und funktionieren Schluck-, Nies- und Hustenreflexe, kannst du mit deinem Baby ab drei Monaten zum Babyschwimmen gehen. Und wenn du an einem PEKiP-Kurs teilnehmen möchtest, wäre jetzt der richtige Zeitpunkt.

Vorsorgeuntersuchung U4 – 3. bis 4. Lebensmonat

Zwischen dem 3. und 4. Lebensmonat ist die U4 fällig. Der Kinderarzt prüft, ob der Säugling sich körperlich altersgerecht entwickelt. Er untersucht zum Beispiel, ob Ihr Baby einen Gegenstand mit den Augen fixieren und den Kopf danach drehen kann, wie es auf Geräusche reagiert und ob es seinen Kopf selbständig halten kann.

Wenn dein Baby drei Monate alt ist, stehen die ersten Schutzimpfungen an, sofern du dich dafür entschieden haben. Die STIKO (Ständige Impfkommission) empfiehlt Säuglingen ab dem 3. Lebensmonat die erste Sechsfach-Impfung gegen Tetanus, Diphterie, Kinderlähmung, Keuchhusten, HIB (Haemophilus Influenza Typ 1 B) und Hepatitis B (Leberentzündung). Du kannst dich von deinem Kinderarzt ausführlich beraten lassen.

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Ist Dein Baby 3 Monate alt — dass heißt, wenn es sich im 4. Lebensmonat befindet, ist Vorsicht am Wickeltisch angesagt: Dein Baby wird sich bald zum ersten Mal vom Rücken auf den Bauch drehen. Außerdem reagiert Dein kleiner Schatz jetzt kritischer auf sein Gegenüber, denn Babys in diesem Alter können schon sehr genau unterscheiden, ob ihr Gesprächspartner einen freundlichen oder ärgerlichen Gesichtsausdruck hat. Das Gehirn Deines Babys entwickelt sich jeden Tag weiter und mit jeder Bewegung trainiert Dein Kleines seine Muskulatur.

Wenn Dein Baby 3 Monate alt ist, wiegt es im Schnitt 6 Kilogramm. Manche Babys haben zu diesem Zeitpunkt bereits ihr Geburtsgewicht verdoppelt.

Inhalt

Dein 3 Monate altes Baby und Liegestütze

Wenn Dein Baby 3 Monate alt ist, ist es jetzt schon viel kräftiger als vor einigen Wochen. In der Bauchlage hält das Kleine den Kopf schon stabil, stützt sich auf und stemmt sich nach oben. Der sogenannte Mini-Liegestütz, bei dem sich Dein Baby in der Bauchlage auf die Ellenbogen aufstützt, ist die Vorstufe zum Robben: Der Aktionsradius Deines Babys erweitert sich in den kommenden Lebensmonaten rasant.

Vielleicht überrascht Dich Dein Baby im 4. Lebensmonat mit der ersten Drehung. Meist kugeln sich die Kleinen zuerst vom Rücken auf den Bauch und einige Zeit später in die umgekehrte Richtung. Ganz wichtig: Dein Baby muss sich in diesem Alter noch nicht drehen können, denn jedes Kind entwickelt sich anders. Sei aber auf der Hut und am Wickeltisch oder auf dem Bett oder der Couch besonders wachsam. Die Kleinen sind auf Zack und der Weg zum Rand des Wickeltischs ist nicht weit.

Auch die Augen-Hand-Koordination klappt schon besser. Wenn Dein Baby 3 Monate alt ist kann es nun zielgerichtet nach Gegenständen greifen und diese immer sicherer und für längere Zeit in der Hand halten. Und wenn die Rassel beim Schütteln klappert, macht das Spiel Deinem Baby noch mehr Spaß!

Der angeborene Greifreflex bildet sich zu diesem Zeitpunkt vollständig zurück und geht in bewusste Bewegungen über.

Dein Baby trainiert den Sehsinn und das Hörvermögen

Ist Dein Baby 3 Monate alt, kann es nicht mehr nur starke Kontraste sehen, sondern bereits Schattierungen unterscheiden. Dein Baby liebt jetzt Spielzeug in knalligen Farben. Die Augen sind mittlerweile so gut trainiert, dass Dein Kleines Dich mit seinem Blick fixieren und Deinen Bewegungen folgen kann. Außerdem weiß Dein Baby Entfernungen nun immer besser einzuschätzen.

Auch das Gehör entwickelt sich weiter. Ein 3 Monate altes Baby hört zwar noch nicht so gut wie seine Eltern, kann aber bereits Stimmen unterscheiden und die Richtung erfassen, aus der ein Geräusch kommt.

Die Sache mit der Kommunikation

Dein Baby genießt es jetzt, mit Dir zu interagieren. Es hört aufmerksam zu, verfolgt Deine Augen und Deinen Mund und versucht, Deine Gestik und Mimik zu imitieren. Dein Kleines brabbelt und gluckst vor Freude, wenn Du Dich mit ihm unterhältst.

Es kann sein, dass Dein Baby auf fremde Personen oder solche, die es nicht so häufig sieht, ein wenig kritisch reagiert. Dein Kind kann im 4. Lebensmonat schon sehr genau zwischen Dir und anderen, ihm nicht so vertrauten Menschen unterscheiden und braucht vielleicht Zeit, um sich an sein Gegenüber zu gewöhnen.

Ein Baby, das fremdelt, dreht sich weg, weint und schreit oder zeigt mit anderen, sehr deutlichen Zeichen, dass es sich unwohl fühlt. Lass Deinem Kind in solchen Situationen unbedingt Zeit und überfordere es nicht.

Die Ablenkung erschwert das Füttern

Dein Baby ist nun sehr neugierig und lässt sich vielleicht auch beim Fläschchengeben oder Stillen leicht ablenken, trinkt unruhig und windet sich in Deinem Arm. Wenn Du merkst, dass für Dein Baby gerade alles interessanter ist als die Brust oder die Flasche, zieh Dich am besten mit Deinem Kind in eine ruhige Umgebung zurück. Oft hilft es auch, den Raum leicht abzudunkeln, um die Reize in der Umgebung ein wenig einzudämmen.

Ich selbst habe die Erfahrung gemacht, dass das Alter zwischen drei und vier Monaten die Stillbeziehung ziemlich auf die Probe stellen kann. Verzweifle nicht und versuche, entspannt zu bleiben.

Mit Beikost solltest Du frühestens nach dem 4. Monat starten.

Entwickelt sich Dein kleiner Schatz altersgerecht?

Ein Entwicklungskalender bildet immer nur die durchschnittliche Baby-Entwicklung ab. Es kann nicht nur sein, sondern ist sogar sehr wahrscheinlich, dass Dein Baby einige Entwicklungsschritte bereits hinter sich hat oder andere erst später passieren.

Lass Dich deshalb nicht verunsichern, wenn Du von anderen Eltern hörst, deren Kinder dies oder jenes schon viel früher konnten. Dein Baby entwickelt sich in seinem Tempo und das ist in der Regel genau richtig so wie es ist.

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Entwicklung Baby – 3. Monat

Letzte Änderung: 29.01.2018
Nächste Aktualisierung von Till von Bracht • Medizinredakteur Dieser Artikel wurde nachNach höchsten wissenschaftlichen Standards verfasst.

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Im 3. Monat wendet sich Ihr Baby immer mehr seiner Umgebung zu und wird von Woche zu Woche aktiver. Hat es bisher grundsätzlich auf Gesichter reagiert, werden jetzt einzelne Bezugspersonen immer wichtiger. Es untersucht Gegenstände gerne mit dem Mund und verfolgt den Alltag aufmerksam mit den Augen.

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Inhaltsverzeichnis

  • Das Baby wird stabiler
  • Weitere Informationen

Das Baby spielt mit den Händen, betrachtet diese und beugt zeitgleich die Beine. Bewegungen, die vorher unkoordiniert erschienen, werden nun immer kontrollierter und flüssiger.

Das kann Ihr Baby schon

Im Verlauf des 3. Monats wird auch der Kopf zunehmend stabiler:

  • Wenn Sie Ihr Baby aufrecht auf Ihren Schoß setzen, wird es den Kopf sicher halten können.
  • Wenn Sie Ihr Baby aus der Rückenlage vorsichtig an den Händen hochziehen, wird der Kopf nicht mehr nach hinten kippen.

Mit etwa zehn Wochen können einige Babys sich auch schon selber ein Stück aus der Rückenlage hochziehen, wenn man sie an den Händen hält. Manche Babys können sich nun in der Bauchlage schon sicher auf die Unterarme aufstützen.

In dieser Zeit erkunden Babys ihre Umwelt vorwiegend oral, das heißt sie stecken alles, was sie in die Finger bekommen, in den Mund. Häufig wird das als frühes Anzeichen für das Zahnen missverstanden. Tatsächlich lernen Babys Form, Struktur und Beschaffenheit von Gegenständen kennen, wenn sie diese mit dem Mund erkunden. Man nennt diese Zeit daher auch orale Phase.
Jetzt sind erste einfache Spielzeuge, wie zum Beispiel eine Rassel oder ein weiches Kuscheltier, willkommen.

Darüber hinaus erweitert sich auch das eigene Lautrepertoire des Säuglings von Woche zu Woche. Ob Lachen, Quieken oder Brummen: Es stößt gerne spontan verschiedene Laute aus und testet seine Stimme – ein wichtiger Schritt der Sprachentwicklung.

Im 3. Monat haben die meisten Babys einen eigenen Schlaf-Wach-Rhythmus gefunden. Dieser stimmt allerdings nicht zwingend mit dem der Eltern überein, und in der Regel ist es noch eine ganze Weile nötig und sinnvoll, den Säugling beim Einschlafen zu begleiten.

Babys: Zahlen und Fakten

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Im ersten Lebensjahr schlafen Babys über den Tag verteilt ziemlich viel – im Schnitt zwischen 13 und 16 Stunden. Im Schlaf verarbeiten die Winzlinge die vielen neuen Sinneseindrücke, die auf sie einströmen.

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Ein Neugeborenes wiegt in der Regel 3 bis 3,5 Kilo und ist etwa 50 Zentimeter lang.

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Babys kommen extrem kurzsichtig auf die Welt: Scharfsehen ist für Neugeborene anfangs nur in einem Bereich von 20 bis 25 Zentimetern möglich.

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Erst mit etwa vier Jahren erreichen Kinder ihre vollständige Sehschärfe.

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So klein ein Baby auch ist, kann es dennoch erstaunliche Lautstärken erreichen: Kurze Lärmspitzen von 110 Dezibel oder mehr sind problemlos möglich – das entspricht etwa dem Lärm einer Motorsäge in zwei Meter Abstand.

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Rund 90 Prozent aller frischgebackenen Väter waren bei der Geburt ihres Kindes live dabei.

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Bis ein Kleinkind aufs Töpfchen gehen kann, ist es meist circa 2,5 Jahre alt. Bis dahin hat es im Durchschnitt 5.000 bis 6.000 Windeln verbraucht – das entspricht einem Gewicht von etwa einer halben bis einer Tonne.

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Zwei von drei Elternpaaren sind bei der Geburt ihres ersten Kindes verheiratet.

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Die meisten Frauen sind bei der Geburt ihres ersten Kindes im Durchschnitt zwischen 27 und 29 Jahren alt. Zum Vergleich: In den 1980er Jahren waren die meisten Frauen beim ersten Kind zwischen 22 und 23 Jahren alt.

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Im Monat Juli werden besonders viele Kinder geboren: 2010 kamen gut 9 Prozent aller Neugeborenen (61.900) in diesem Monat zur Welt.

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Im Jahr 2010 kamen in Deutschland insgesamt 678.000 Kinder zur Welt, das sind 1,9 Prozent mehr Geburten als im Jahr davor.

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Die höchste Geburtenrate gab es in Deutschland im Jahr 1964: Hier erblickten rund 1,4 Millionen Babys das Licht der Welt – also gut doppelt so viele wie 2010.

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Im Jahr 2010 haben in Deutschland rund 635.000 Frauen und 158.000 Männer Elterngeld bezogen.

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Im Jahr 2009 betreute eine Hebamme im Durchschnitt 63 Frauen.

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Statistisch gesehen verbringen arbeitende Väter pro Tag im Durchschnitt 37 Minuten mit dem Nachwuchs und arbeitslose Väter 48 Minuten.

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Arbeitende Mütter beschäftigen sich dagegen etwa 66 Minuten pro Tag mit dem Kind und arbeitslose Mütter 182 Minuten.

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Mütter sind im Internet aktiv: Sieben von zehn deutschen Müttern laden regelmäßig Fotos von ihren Sprösslingen auf Webseiten hoch. Zum Babybauch-Quiz …

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Bei der Kinderpflege übernehmen Mütter und Väter oft unterschiedliche Aufgaben. Mütter versorgen häufiger als Väter die körperlichen Bedürfnisse des Kindes, wie Anziehen, Füttern, Windeln wechseln, Krankenpflege oder passen auf das Kind auf.

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Väter helfen im Vergleich eher bei den Hausaufgaben, lesen etwas vor oder spielen mit den Kindern. Zum Ratgeber „Mein Baby“ …

Das nimmt Ihr Baby wahr

Im Verlauf des 3. Monats lernt Ihr Säugling zunehmend, am Gesichtsausdruck zu erkennen, ob jemand zum Beispiel überrascht oder traurig ist oder sich freut. Es erkennt jetzt, woher ein Geräusch kommt und versucht, den Ursprung mit den Augen zu orten.

Im 3. Monat kann ein Säugling immer besser Farben erkennen. Gegenstände kann er jetzt auch schon in einem größeren Abstand scharf sehen. Das beidäugige Sehen entwickelt sich: Die Informationen beider Augen verschmelzen zu einem Bild. Dadurch wird räumliches Sehen möglich und das Baby kann Abstände besser einschätzen. Mobiles und andere Dinge, die sich langsam in seinem Blickfeld hin- und herbewegen, werden immer interessanter.

Ab dem 3. Monat lachen Babys häufiger, denn sie sind nun in der Lage, Freude zu empfinden und diese auch zu zeigen, wenn sie beispielsweise vertraute Menschen erkennen.
Mit der Freude kommen aber auch Ärger und Traurigkeit – auch diese empfinden Säuglinge im 3. Monat zum ersten Mal und äußern ihren Unmut dann lautstark.

Säuglinge können im 3. Monat Gegenstände schon für eine kurze Weile festhalten und betrachten – und tun dies jetzt ausgiebig. Sie bewegen Arme, Hände und Finger nun gezielter, um Gegenstände zu greifen und festzuhalten – bis das richtig funktioniert, dauert es aber noch eine Weile.

So reagiert Ihr Baby

Auf verschiedene Tonhöhen und -intensitäten reagiert das Baby unterschiedlich. Zu laute und zu tiefe Geräusche mag es weniger, stattdessen wirkt ein leises Schlaflied oft entspannend und beruhigend. Das Baby reagiert jetzt auch, wenn es direkt angesprochen ist, etwa indem es den Kopf zur Stimme hindreht und aufmerksam lauscht. Das bedeutet, dass sein Gehirn mittlerweile bestimmte Umstände mit Sprache und Tönen in Verbindung bringen kann.

Jedes Kind entwickelt sich individuell. Die genannten Entwicklungsschritte können daher nur Anhaltspunkte sein. Wenn Ihr Baby von dieser Entwicklung abweicht, ist das kein Grund zur Besorgnis. Wenn Sie dennoch beunruhigt sind, besprechen Sie sich mit Ihrem Kinderarzt.

Tipps für den 3. Monat

Unterstützen Sie die orale Phase Ihres Babys und bieten Sie ihm Gegenstände unterschiedlichster Struktur und Beschaffenheit zum Erkunden an. Achten Sie aber darauf, dass die Dinge nicht verschluckt werden können. Geeignet für dieses Erkundungsspiel sind beispielsweise:

  • Stoffbälle
  • Tücher (hier können sie ein Ende festhalten und ein kleines Tauziehen veranstalten)
  • Kuscheltiere
  • Löffel
  • Ihre Finger und Handknöchel

Manche Babys lutschen besonders gerne an den Wäscheschildchen an Tüchern oder Stofftieren.

Auch beim Wickeln oder Anziehen können Sie ein Spiel einbauen. Singen Sie einfache Kinderlieder („Hopp, hopp, hopp“ oder „kleine Schnecke“) und machen Sie, fürs Baby gut sichtbar, einfache Handbewegungen dazu. Alternativ können Sie im Takt die Arme und Beine Ihres Kindes beugen und strecken.

Der 3. Monat eignet sich außerdem gut dazu, mit Ihrem Baby eine Aktivität wie Babyschwimmen, Krabbelgruppen oder Ähnliches zu beginnen.

Das ist im 3. Monat wichtig

Im 3., spätestens aber im 4. Monat steht eine weitere Vorsorgeuntersuchung an:

  • U4: 3.-4. Monat

Nehmen Sie die Vorsorgeuntersuchungen regelmäßig wahr – sie dienen dazu, Entwicklungsstörungen oder -verzögerungen frühzeitig zu erkennen. Je früher Probleme erkannt werden, desto besser kann man sie behandlen. Außerdem können Sie diese Termine dazu nutzen, Unsicherheiten und Fragen direkt mit dem Kinderarzt zu besprechen.

Im 3. Monat ist es außerdem Zeit für folgende Impfungen:

  • 2. Impfung gegen Rotaviren
  • 1. Impfung gegen Pneumokokken
  • 1. Kombinationsimpfung

Bei der Kombinationsimpfung können Sie zwischen zwei Varianten entscheiden:

  • 6fach-Impfung gegen Polio, Diphtherie, Wundstarrkrampf, Keuchhusten, Hepatitis B und Infektionen mit Haemophilus influenzae Typ B oder
  • 4fach-Impfung gegen Diphtherie, Keuchhusten, Wundstarrkrampf und Polio

All diese Impfungen können auch als Einzelimpfungen verabreicht werden.

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Meilensteine: Kopfkontrolle

Fotogalerie

Babys erstes Jahr

Sehen Sie, was Juliet in ihrem ersten Lebensjahr lernt.
Bei der Geburt haben die Babys nur sehr wenig Kontrolle über ihren Kopf, den Nacken und die Muskeln. Sie entwickeln und erweitern diese entscheidenden Fähigkeit, die für alle späteren Bewegungen, wie Sitzen und Laufen, unverzichtbar ist, in den ersten sechs Lebensmonaten.

Wann entwickelt mein Baby seine Nackenmuskulatur?

Im ersten halben Jahr entwickeln Babys die Nackenmuskulatur, die stark genug ist, um den Kopf oben zu halten.

Wie entwickelt sich die Kopfkontrolle meines Babys?

Neugeborene
Die Nackenmuskeln Ihres Babys sind bei der Geburt noch schwach. Daher muss der Kopf in den ersten Wochen gestützt werden. Aber auch schon Neugeborene müssen den Kopf zur Seite drehen können, um die Atemwege frei zu halten.
Erster und zweiter Monat
Am Ende des ersten Monats sollte Ihr Baby für kurze Momente den Kopf recken können und ihn von einer Seite auf die andere drehen, wenn es auf dem Bauch liegt. Falls es besonders stark ist, wird es zwischen der sechsten und der achten Woche auch schon aus der Rückenlage heraus den Kopf heben können. Wenn Sie es an der Schulter tragen, wird es genug Kontrolle über seine Bewegungen haben, um das Köpfchen kurz und wackelig selbst zu halten.
Auch bei anderen Gelegenheiten wird es sich nun „behaupten“: In einem Baby-Autositz, einer Babyschale oder einem Tragetuch. Aber noch hat es nicht genug Kraft, um in einem Buggy zu sitzen oder einem Rückentrage-Gestell. Warten Sie damit, bis Ihr Winzling seinen Kopf ganz ohne Hilfe auch längere Zeit aufrecht halten kann. Für den Moment können Sie es noch in eine stabile Schaukelliege legen, aus der heraus es die Welt staunend betrachten kann.
Drei bis vier Monate
In dieser Zeit werden Sie einen deutlichen Fortschritt bemerken. Wenn Ihr Baby auf dem Bauch liegt, wird es seinen Kopf bis zu einem 45-Grad-Winkel anheben und länger halten können. Um dies zu trainieren, sollten Sie Ihr Baby öfter auf den Bauch legen.
In diesem Alter sollte Ihr Baby seinen Kopf schon in einer Linie mit dem Körper halten können, wenn er in die Waagrechte gezogen wird. Es könnte nun alt genug für einen Buggy sein, aber gehen Sie damit noch nicht ins offene Gelände, sondern bleiben Sie auf dem Gehweg – Erschütterungen sind nicht gut. Besser in jedem Fall ist, in den ersten sechs Monaten der Kinderwagen zu verwenden.
Fünf bis sechs Monate
Mit sechs Monaten wird es seinen Kopf ruhig und gerade halten können, und es wird ihn nach vorne beugen, wenn Sie es in die Sitzposition ziehen.

Was passiert, wenn mein Kind seinen Kopf halten kann?

Sobald Ihr Baby seine Kopfbewegungen gut kontrollieren kann, wird es beginnen zu sitzen, sich herumzurollen und zu krabbeln. Die Kontrolle des Kopfes ist auch notwendig, um feste Nahrung schlucken und in einem Hochstuhl sitzen zu können.

Wie kann ich mein Kind unterstützen?

Sie müssen Ihr Kind nicht sehr dazu ermuntern, Kontrolle über seine Kopfbewegungen zu gewinnen. Falls aber doch, dann tun Sie das sehr vorsichtig. Besonders in den ersten Monaten müssen Sie den Kopf und den Nacken des Babys sanft wiegen, wenn Sie es aus der Wiege nehmen oder es im Raum herumtragen. Legen Sie Ihren Säugling von Zeit zu Zeit auf den Bauch. Wenn es den Kopf oder die Brust hebt, um nach Ihnen oder seinem Spielzeug zu sehen, wird das seine Nackenmuskeln kräftigen.
Zwischen dem dritten und dem sechsten Monat können Sie Ihren Wonneproppen in einen Stuhl oder ins Bett setzen. Dabei müssen Kopf und Nacken aber gut gestützt und abgesichert sein (z.B. mit Kissen). Stellen Sie sicher, dass er nicht zu nah an einer Kante sitzt und Sie immer in der Nähe sind. Am besten ist natürlich, Sie nehmen Ihren kleinen Schatz auf den Schoß und lehnen seinen Kopf an Ihren Bauch. Setzen Sie Ihr Baby an verschiedene Plätze in der Wohnung, so dass sich seine Aussicht ändert und es unterschiedliche Dinge in Augenschein nehmen kann. Achten Sie darauf, dass es nicht auf dem Sofa oder einem anderen Platz sitzt, von dem es herunterpurzeln könnte.

Wann sollte ich mir Sorgen machen?

Wenn Ihr Baby im dritten Monat seinen Kopf offensichtlich nur unter großen Anstrengungen und auch dann nur minimal anheben kann, dann sagen Sie es Ihrem Kinderärzt/Ihrer Kinderärztin bei der nächsten U-Untersuchung.
Babys entwickeln Ihre Fähigkeiten zu sehr unterschiedlichen Zeitpunkten, manche schneller als andere, die Kontrolle über den Kopf bildet da keine Ausnahme. Frühgeborene können diesen Meilenstein später als Gleichaltrige erreichen – aber wenn Sie sich Sorgen machen, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.
Zuletzt überarbeitet: Januar 2019

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