3 jährige fördern

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Das dritte Lebensjahr: Eine intensive Zeit!

Ihr Kind rennt wie der Blitz, erklimmt problemlos Treppen und Hindernisse, öffnet Türen, schraubt die Deckel von Dosen, zieht sich Schuhe und Kleider aus, kann sich selber die Hände waschen und abtrocknen und hantiert schon recht gut mit der Zahnbürste. Das Bedürfnis, so Pipi zu machen, wie Mami oder Papi es tun, ist gross – unterstützen Sie Ihr Kind dabei, ohne das Sauberwerden zu stark zu forcieren.

Was Ihr Kind jetzt alles anstellt, braucht Nerven, zumal es gerade jetzt grundsätzlich alles verneint, was Sie von ihm verlangen. Es kennt den Unterschied zwischen gut und böse und es wird jetzt immer wieder Grenzen suchen und den Aufstand proben. Bleiben Sie gelassen, aber greifen Sie ein, wenn das Kind sich in Situationen begibt, wo es sich selber gefährden kann. Solche Situationen sind in diesem Alter häufig!

Wenn Sie etwas Bestimmtes von Ihrem Kind wollen, formulieren Sie es auch so. Ein eigentlicher Befehl, der tönt wie eine nette Frage, wird garantiert nicht ausgeführt.

Da Ihr Kind im Alter von zwei Jahren schon einen grossen Wortschatz hat, redet es sehr viel und benutzt auch schon Possessivpronomen (meins!). Gerade das ist ihm wichtig, denn sein eigenes ICH entwickelt sich jetzt sehr stark. Darum wird es jetzt auch ständig seinen eigenen Namen – oder eine Abwandlung davon – benutzen.

Zum steten Aufstand Ihres Kindes gesellt sich in diesem Alter auch eine gewisse Eifersucht auf seine Geschwister oder „Gspändli“. Möglich, dass es zuweilen sogar recht heftig gegen andere Kinder vorgeht. Diese „Wutausbrüche“ sind manchmal unangenehm, aber sie gehören in einer gewissen Weise zur Entwicklung. Dieser oft beeindruckende Eigensinn ist Garant für eine perfekte Entwicklung seiner Persönlichkeit und des selbständigen Denkens. Akzeptieren Sie das, aber lassen Sie seine Launen nicht durchgehen, versuchen Sie mit viel Geduld, das Kind trotz allem zu lenken. Es braucht Grenzen und Regeln!

Aber Ihr Kind braucht nicht nur Regeln, sondern auch Rituale. Diese liebt es und sie sind ihm eine wichtige Stütze. Es hört nach wie vor gerne Geschichten und ist restlos fasziniert, wenn es etwas gruselig wird. Angst haben gehört zur Persönlichkeitsbildung. Aber Vorsicht: lassen Sie Ihr Kind deswegen nicht unkontrolliert fernsehen! Achten Sie darauf, dass sich Ihr Kind wenig vor dem Fernseher aufhält und nur altersgerechte „Kost“ konsumiert!

Gut informiert

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Zur Persönlichkeitsentwicklung gehört zunehmend ein eigener Bereich, wo sich das Kind „ungestört“ aufhalten kann. Sei es in seinem Zimmer, in einem kleinen Spielhaus oder Zelt – Ihr Kind liebt es, sich irgendwo zu verkriechen und in seinem Reich so zu schalten und zu walten, wie es will. Noch immer aber ist Ihr Kind auch ein grosser Nachahmer. Puppengeschirr und Kinderwerkzeuge sind darum jetzt die richtigen Geschenke. Zudem ist Ihr Kind begeistert, wenn es malen oder basteln darf.

Häufige Frage zum Thema

Warum spricht unsere Tochter mit 27 Monaten noch fast nichts?

Die Sprachentwicklung verläuft bei jedem Kind unterschiedlich. Die ersten Wörter, der erste Zweiwortsatz, veranlassen Eltern häufig zu Vergleichen mit gleichaltrigen Kindern, was nicht selten zu Verunsicherungen führt.

Im Alter von 24 Monaten sprechen etwa 20 Prozent aller Kinder noch keine 50…

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Letzte Aktualisierung : 10-01-20, VZ/BH

Endlich ist Dein Baby ein Jahr alt! offiziell ist die Babyzeit jetzt vorbei und es ist nun ein Kleinkind. Das erste Jahr im Leben als Eltern ist so spannend – aber was kann Dein einjähriges Baby schon alles? Und was kannst Du als Mutter tun, um die Entwicklung Deines Kindes zu fördern?

Babys Entwicklung mit einem Jahr

Dein Schatz ist gerade ein Jahr alt geworden? Glückwunsch! Wahrscheinlich hat es das strahlend mit den ersten Zähnchen gefeiert. Zwei bis vier Zähne sollten mit einem Jahr in der Regel schon vorhanden sein.

Und wenn Dir Dein Kind noch nicht wackelig entgegenläuft, dann wird es wohl wild herumkrabbeln und sich überall hochziehen. Sitzen kann Dein Baby sicher auch schon seit einer ganzen Weile.

Wenn Dein Baby nicht schon wenige kleine Wörter – und sei es nur “da” und “Mama” – sagen kann, wird auch das sicher bald losgehen.

Was das Essen angeht, geht bei den meisten Kindern die Brei-Phase zuende und sie wollen am liebsten all das essen, was bei Mama und Papa auf dem Teller liegt.

Wenn Dein Kind aber noch etwas Zeit für all das braucht, ist das völlig in Ordnung. Denn jedes Kind entwickelt sich in seinem ganz eigenen Tempo und auf eine einzigartige Art und Weise. Schließlich hat auch jeder Mensch seine persönlichen Stärken und Schwächen. Wie viel Anregung oder Abwechslung, körperliche Nähe und Zuwendung Dein Schatz braucht, kann ganz anders sein als bei anderen Kindern.

Ist es eher ruhig oder lebhaft, schreit es wenig oder viel? Auch das ist bei jedem unterschiedlich. Kinder möchten aus eigenem Antrieb Erfahrungen machen und Dein Kind wird Dir meist deutlich zu erkennen geben, wann es zu bestimmten Entwicklungsschritten bereit ist.

Hör also auf die individuellen Bedürfnisse und tue nichts, zu dem es noch nicht bereit ist, das andere Kinder aber vielleicht schon können. Erziehung und Entwicklung sind kein Konkurrenzkampf. Lass Deinem Schatz die Zeit, die er braucht.

Was Du nicht beeinflussen kannst

Viele Entwicklungen durchläuft Dein Baby sowieso von ganz allein.

Die Zähne kannst Du kaum hervorholen. Du kannst nur mit Beißringen und Co. etwas Abhilfe gegen den Schmerz und den Druck schaffen.

Auch das Sitzen, Krabbeln und Laufen entwickelt sich bei jedem Kind unterschiedlich und sollte nicht erzwungen werden.

Wann es soweit ist, wird Dein Kind signalisieren. Dann kannst Du es dabei unterstützen, indem Du es an Dir hochziehen lässt.

Wie Du Dein einjähriges Baby fördern kannst

Wecke Babys Forschergeist

Dein Schatz ist nun robust und wissbegierig. Das solltest Du ausnutzen. Schau mit ihm Bilderbücher an und zweige ihm immer wieder Bilder von Tieren, Alltagsdingen, Lebensmitteln usw. – so lernt er, die ersten Worte zu sprechen. “Mama”, “Papa”, “nein”, “ja” kommt sicherlich schon aus dem Mund Deines Schatzes. Sprich viel mit Deinem Kleinen, um ihm die Fülle der Wörter näherzubringen. Auch Lernspielzeug wird Dein Kind gerne annehmen.

Unterstütze seine Motorik

Neben der geistigen Entwicklung kannst Du Dein Kind auch motorisch fördern. Es ist nun so weit, um alleine aus einem Becher trinken zu lernen und auch schon die ersten eigenen Löffelchen zu essen. So lernt es selbstständiger zu werden. Ob es beim Essen schon nach seinem Baby-Besteck greift oder lieber mit den Händen isst, ist dabei ganz egal!

Jetzt, wo Dein Baby bestimmt schon stehen kann, macht es ihm auch besonders viel Spaß zu tanzen. Lass also Musik laufen und rege es zum Bewegen an. Bestimmt wippt es auch schon gern mit, klatscht in die Hände und freut sich, wenn Musik läuft, die ihm gefällt.

Hilf ihm, seine Ängste zu überwinden

Obwohl Kinder mit einem Jahr ihre Freiheit entdecken, haben sie immer wieder mit Trennungsängsten zu kämpfen. Das ist aber vollkommen normal.

Plane immer etwas Zeit für Abschiede ein und bestelle Babysitter oder Tagesmutter lange, bevor Du aus dem Haus gehst bzw. bring Dein Kind pünktlich zur Tagesmutter oder KiTa, um Stress zu vermeiden. So kann sich Dein Kind an die neue Situation gewöhnen. Versuche aber, den Abschiedsschmerz nicht durch endlose Umarmungen zu verstärken, schleiche Dich aber auch nicht davon. Ein Kuss reicht aus, damit Du und Dein Schatz Euch verabschieden könnt. Trennungen sind für Eltern und Kind wichtig, damit Dein Kleines selbstständiger wird und auch mal ohne Eltern sein kann.

Zeig Deinem Baby die Erwachsenenwelt

Neben der räumlichen Trennung braucht Dein Schatz auch so viel Bewegungsfreiraum wie möglich. In Deiner kindersicheren Wohnung solltest es sich frei bewegen und entdecken dürfen. Integriere Dein Kind in Deine Alltags-Aktivitäten, wie Wäsche aufhängen, aufräumen oder einkaufen gehen.

Die gemeinsame Zeit ist wichtig und Dein Kind schaut sich gerne seine Umwelt mit Dir an. Außerdem lernt es so “Erwachsendinge” kennen — und wird immer mehr versuchen, alles, was Du tust – Kochen, Autofahren, Schuhe anziehen – im Spiel zu imitieren.

Weitere Tipps für Eltern

Natürlich ist es toll, wie neugierig Kinder in diesem spannenden Alter sind. Man beschenkt sie gern mit viel Spielzeug und auch die Familie bringt sicherlich so einiges mit. Es ist aber ratsam, dass Du immer mal wieder etwas Spielzeug beiseite packst. So wird Dein Kind nicht von der Fülle der Dinge überfordert.

Viele Kleinkinder in diesem Alter sind frustriert darüber, dass sie ihre Bedürfnisse nicht ausdrücken können. Baby-Zeichensprache kann Dir helfen, Dich mit Deinem Kind auszutauschen. Handzeichen, Laute und anderes zeigen Dir dann, was Dein Kind möchte.

Außerdem liebt Dein Kind es, Dich nachzuahmen und wird jedes Zeichen gerne annehmen und verinnerlichen. Eine tolle Methode, um Spaß zu haben und Deinem Kind beizubringen, wie es sich verständigen kann.

Wann und wie man ein Kleinkind fördern sollte

Ab wann Kleinkind-Förderung Sinn macht und wie sich dabei dauerhafter Erfolg einstellt.

Versonnen sitzt Julian im Sandkasten und schaufelt sein Sieb voll. Mama Sandra schaut von der Bank aus dem vertieften Spiel ihres Vierjährigen zu. Dann gesellt sich Freundin Regina zu ihr. „Wir waren gerade zum ersten Mal bei der musikalischen Frühförderung. Das ist echt klasse, wie die Kleinen da an Instrumente und Musik herangeführt werden.“ Regina ist ganz begeistert, und ihrer Tochter Nele (4 Jahre) hat’s offenbar auch gefallen. „Und Musik soll sich ja auf die ganze Entwicklung auswirken – in Sachen Sozialverhalten, Konzentration, Gedächtnis.“ Davon hat Sandra Möller auch schon gehört, und nicht zum ersten Mal beschleicht sie das ungute Gefühl, dass ihr Sohn seine Zeit besser nutzen könnte, als im Sandkasten zu sitzen. Sollte sie ihn gezielter fördern?

Wer auf die Anforderungen der heutigen Gesellschaft schaut, dem kann durchaus angst und bange vor der Zukunft werden, die unsere Kleinen vor sich haben. Nur die Besten scheinen noch gute Chancen für das spätere Berufsleben zu haben. Dabei wächst der Lehrstoff in den Schulen ständig, während die Qualität der Vermittlung abnimmt, wie die PISA-Studien zeigten. Kein Wunder, wenn viele Eltern verunsichert sind und ihren Kindern möglichst früh möglichst viel mit auf den Weg geben wollen.

Kleinkinder lernen leichter

Seit die Hirnforschung gezeigt hat, wie sagenhaft aufnahmefähig ein Kleinkind ist, ist Frühförderung zum großen Thema geworden. Die Ergebnisse sind verblüffend: Bei Säuglingen entstehen in einer Sekunde bis zu zwei Millionen neuer Nervenzellen-Verbindungen im Gehirn. Jeder neue Eindruck, jede Erfahrung, jede Anregung führt zum weiteren Aufbau dieses Netzwerks. Und je dichter die Vernetzung, desto besser kann das Gehirn arbeiten.

Entwicklung & Erziehung

So lernt das Gehirn Ihres Babys

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Besonders leicht fällt den Knirpsen das Erlernen einer Fähigkeit, wenn sie in das dazugehörige „Zeitfenster“ fällt. So erwerben Kinder zwischen dem zweiten und vierten Lebensjahr beispielsweise relativ mühelos eine zweite Sprache. Viele Eltern folgen bereits den Erkenntnissen der Wissenschaft: Kurse wie „Englisch für Vorschüler“, musikalische Früherziehung und kreatives Werken für Kindergarten-Kinder boomen. Noch früher setzen Angebote für die ganz Kleinen an – vom Babyschwimmen bis zum „Prager-Eltern-Kind-Programm“. Hinter allem steckt der Wunsch der Eltern, den Nachwuchs fit fürs Leben zu machen und ihm die Chance zu geben, sich Fähigkeiten ohne mühsames Pauken und Trainieren anzueignen.

Nachhaltigen Erfolg bringt nur dauerhafte Förderung

Je mehr Stimulation, desto klüger das Kind? Ganz so einfach ist es dann doch nicht. Denn nur, was das Gehirn dauerhaft nutzt, bleibt auch erhalten. Etwa mit dem 6. Lebensjahr hört der Ausbau der Vernetzung auf und ein Reifungsprozess setzt ein: Stark genutzte Nervenbahnen verstärken sich, schwach genutzte verkümmern. Das heißt: Lernt ein Kleinkind zum Beispiel Englisch, weil seine Eltern zwei, drei Jahre im Ausland leben, und spricht es nach seiner Rückkehr wieder ausschließlich Deutsch, wird es die englischen Vokabeln zum Großteil vergessen – wenn sie nicht weiter trainiert werden. Kein Vorteil für die Schule und fürs Leben.
Einen ähnlichen Effekt haben US-amerikanische Studien bei Kindern festgestellt, die bereits vor der Schule lesen und rechnen konnten. Spätestens im Alter von elf Jahren hat sich ein solches Können relativiert und sie haben keinen Vorsprung mehr vor ihren Klassenkameraden. Im Gegenteil: Im schlimmsten Fall kann es passieren, dass die so trainierten Kinder sich im Schulunterricht langweilen und den Spaß am weiteren Lernen verlieren.

Babys Kleinkinder spielerisch fördern

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Nachteile, wenn Kinder schon früh gefördert werden

„Theoretisch kann man bereits einem Dreijährigen Lesen oder Computerlernspiele beibringen, die Frage ist nur, wie sinnvoll das ist“, gibt der renommierte Neurobiologe Professor Dr. Gerald Hüther von der Universität Göttingen zu bedenken. In seinem Ratgeber stellt er Eltern darum eine Grundsatzfrage: „Was wollen Sie Ihrem Kind unbedingt auf den Weg in sein späteres Leben mitgeben?“ Rechenkünste? Englischkenntnisse? Tennisregeln? Oder die Fähigkeit, optimistisch in die Zukunft zu blicken, die Anforderungen des Lebens zu meistern, sozial mit Menschen umzugehen und zur eigenen Meinung zu stehen, selbstbewusst und couragiert?

Lustige Spiele & Aktivitäten für 4-Jährige

In der frühen Kindheit verändert sich ständig etwas und als Eltern kann einem da schon mal schwindelig werden, wenn es darum geht, welche Aktivitäten in der aktuellen Phase am meisten Sinn machen. Kognitive und motorische Fähigkeiten entwickeln sich bei 4-Jährigen rasant. Auch die Konzentration verbessert sich, vor allem, wenn sie mit Aufgaben beschäftigt sind, die sie interessieren. Die Kinder entwickeln bessere Fähigkeiten zur Problemlösung und sind mit vier Jahren bereit für etwas anspruchsvollere Kinderspiele.

Dabei erlernt Ihr Kind Fähigkeiten, die es später in der Schule und im Umgang mit anderen Kindern gut gebrauchen kann. Eltern und Babysitter sollten das frühe Lernen unterstützen, indem sie sich auf Spiele für 4-jährige konzentrieren, die den Kindern dabei helfen, an ihrer sensomotorischen Koordination und ihren sozialen Fähigkeiten zu arbeiten.
Um den Anfang zu machen, sind hier sieben Aktivitäten und Spiele für 4-jährige, die Sie mit Ihrem Kind ausprobieren können:

1. DIY-Knete herstellen

Selbst hergestellte Knete ist eine tolle und günstige Alternative zu gekaufter Knetmasse. Eine Anleitung finden Sie zum Beispiel hier auf dem Blog „Baby, Kind & Meer“. Kinder können prima bei der Herstellung helfen! Sobald Sie die Knetmasse fertig ist, darf nach Herzenslust drauf los geknetet werden. Die Kinder können die Knete zu langen Würsten ausrollen, mit Förmchen ausstechen und verschiedene Formen, Buchstaben, Tiere oder andere Dinge erschaffen. Ganz nebenbei fördert dies die Geschicklichkeit und trägt zur Entwicklung der Feinmotorik bei.

2. Mit Kuscheltieren Verstecken spielen

Frischen Wind in einen alten Klassiker bringt man, wenn Sie Ihrem Kind vorschlagen, mit seinen Kuscheltieren Versteckenden zu spielen. Zunächst suchen Sie ein paar der Lieblingskuscheltiere Ihres Kindes zusammen und zählen sie durch. Dann halten sich alle Mitspieler die Augen zu, während eine Person die Kuscheltiere versteckt. Sobald sie versteckt sind, fangen alle an, nach den Kuscheltieren zu suchen, bis alle gefunden sind.

Diese Spiel ist eine gute Möglichkeit, Ihren Kindern auf spielerische Art und Weise das Zählen beizubringen, da das Spiel erst dann zu Ende ist, bis alle Tiere wieder aufgetaucht sind. Wenn Sie verschiedene Kuscheltiere nehmen, nutzen Sie außerdem die Möglichkeit, Ihrem Kind beizubringen, um welches Art Tier es sich jeweils handelt.

3. Einen Hinderniskurs aufbauen

Ein Hinderniskurs ist eine großartige Möglichkeit, die physische und mentale Koordination zu fördern. Man kann z.B. einen Parcours errichten, bei dem Kinder unter einem Tisch her krabbeln, auf einem Bein hüpfen, über den Boden rollen, während sie einen Ball über dem Kopf halten und Bälle oder kleine Sandsäcke in einen Behälter werfen. Um es noch komplexer zu machen, können Sie auch die Regel aufstellen, dass die Kinder den Kurs in einer bestimmten Reihenfolge durchlaufen müssen.

4. Eine Burg aus Pappkartons errichten

Das Bauen einer Burg aus leeren Kartons ist eine tolle Möglichkeit für Kinder, selber eine eigene Turmstruktur zu entwerfen. Helfen Sie Ihrem 4-Jährigen, die Kartons in beliebiger Form oder Größe zu stapeln und stabilisieren Sie die Kartons mit Klebeband. Das funktioniert sowohl drinnen als auch draußen, solange der Boden trocken ist. Dann können die Kinder Kreide oder Filzstifte benutzen, um die Wände der Burg zu bemalen.

5. Kreatives Basteln

Basteln ist eine weitere großartige Beschäftigung für 4-Jährige. Fingerfarben, Collagen, Pappmaschee oder Zeichnungen mit Wachsmalstiften und Filzstiften sind einige Möglichkeiten. Bastelpapier, Klebe, Federn, Aufkleber, Wachsmalstifte, Filzstifte und Scheren sollten Sie immer zur Hand zu haben. Wenn Sie eine Staffelei zuhause haben, kann diese hier wunderbar zum Einsatz kommen. Das macht den Kindern nicht nur großen Spaß und lässt sie sich wie ein richtiger Künstler fühlen, sondern trainiert gleichzeitig auch die Muskeln an Handgelenk und Armen, die später in der Schule fürs Schreiben gebraucht werden.

6. Fantasie- und Rollenspiele

Verkleiden und Aufführungen fördern die Kreativität und das Geschichtenerzählen. Im Alter von vier Jahren haben Kinder bereits ein ausreichend gefestigtes Sprachvermögen, um einen Handlungsstrang entwickeln und in eine Rolle schlüpfen zu können. Ob Pirat, Dschungelforscher oder Ärztin: Kinder haben Spaß daran, so zu tun, als seien sie jemand anderes. Gleichzeitig unterstützen Rollenspiele die sozioemotionale Entwicklung und die Sprachentwicklung.

7. Die zeitlosen Klassiker

Denken Sie daran, dass die Spiele-Klassiker die Zeiten überdauern, weil Kinder sie lieben und sie das frühe Lernen fördern. Bei Spielen wie „Mensch ärgere Dich nicht“, das „Leiterspiel“ oder „Wer bin ich?“ haben Kinder einfach nur Spaß und merken dabei gar nicht, dass sie etwas lernen.

11 Tipps: Selbstständigkeit von Kindern fördern

Die wichtigste Voraussetzung, damit unsere Lieben selbstständig werden, ist das sogenannte „Urvertrauen“. Kinder müssen sich sicher sein, dass sie bedingungslos geliebt werden, unabhängig von Erfolg oder Misserfolg. So können sie mutig die ersten Schritte in Richtung Selbstständigkeit gehen.

Natürlich werden Kinder nicht von heute auf morgen selbstständig, doch schon früh beginnen sie, ihre eigenen Entscheidungen treffen zu wollen. Eltern begleiten ihre Kinder auf diesem Weg und müssen oft selbst lernen, sie immer ein Stückchen länger alleine laufen zu lassen.

„Kinder lernen, gute Entscheidungen zu treffen, indem sie Entscheidungen treffen, nicht indem sie Vorschriften befolgen.“

(Alfie Kohn, „Liebe und Eigenständigkeit – Die Kunst bedingungsloser Elternschaft“)

Unsere Tipps: So fördern Sie die Selbstständigkeit Ihres Kindes auf ganz natürliche Weise

1. Freiraum gewähren, entdecken lassen

Kinder brauchen Zeit und Raum, die eigene Fähigkeiten in der Umgebung auszutesten. Doch als Eltern machen wir uns natürlich Sorgen und haben Angst, dass unseren Kindern etwas passiert. Schnell rutscht dann mal ein „Nein“ oder „Dafür bist du noch zu klein“ über die Lippen.

Wir können versuchen, solche Entscheidungen bewusster zu fällen und die eigenen Ängste etwas zurückzunehmen – und zum Beispiel das Kind auf das Klettergerüst lassen, wenn es sich das selbst zutraut und wir ahnen, dass es das eigentlich schon alleine kann.

2. Eigeninitiative zulassen

Ihr Kind hat einen Vorschlag oder eine Idee? Wunderbar! Wer den Nachwuchs jetzt ernst nimmt, fördert Selbstständigkeit und Selbstbewusstsein enorm. Besprechen Sie, inwiefern die kindlichen Vorstellungen umgesetzt werden können.

3. Eigene Erfahrungen machen lassen

Besonders kleine Kinder haben ihre ganz eigene Art und Weise, an Neues heranzugehen. Um die Selbstständigkeit Ihres Kindes zu fördern, lassen Sie es einfach rumprobieren – auch wenn es dadurch nicht alles „richtig“ macht. (Und mal ehrlich: Was ist schon „richtig“? Am Ende können wir Erwachsenen noch viel durch unsere Kleinen lernen.)

4. Entscheidungen treffen lassen

Was möchte ich heute Anziehen? Wen möchte ich zu meiner Geburtstagsfeier einladen? Auch gute Entscheidungen zu treffen, will geübt sein: Wenn wir unseren Kindern öfter mal die Zügel überlassen – besonders bei Dingen, die sie selbst betreffen – lernen Sie das Schritt für Schritt.

5. Nicht alles abnehmen

Ja, oft geht es einfach schneller oder ordentlicher, wenn wir das eben selbst machen. Trotzdem: Nehmen Sie Ihrem Kind nicht Dinge ab, die es eigentlich schon allein kann. So kann Ihr Kind Dinge wie zum Beispiel Anziehen, Ausziehen, das Brot schmieren oder Schleifenbinden immer weiter perfektionieren und beherrscht diese irgendwann selbst so toll wie Mama und Papa.

6. Konflikte möglichst selbst lösen lassen

Auch das soziale Miteinander erfordert Selbstständigkeit. Solange die Kleinen nicht auch körperlich miteinander ringen und die Gefahr besteht, dass sie sich verletzen, sollten vor allem ältere Kinder eigenständig nach Lösungen in Konfliktsituationen suchen dürfen. Sie lernen, Kompromisse einzugehen, sich zu behaupten oder aber auch einmal zurückzustecken.

7. Verantwortung übertragen

Lassen Sie Ihr Kind im Haushalt helfen, machen Sie daraus vielleicht sogar schöne Rituale, wie gemeinsam das Abendessen vorzubereiten. Wenn Ihr Kind alt genug ist und/oder selbst den Wunsch hat, kann es auch mal den Einkauf, eine Mahlzeit oder einen Ausflug planen – natürlich darf der Nachwuchs entscheiden, was es zu essen gibt bzw. wohin die Reise geht. Super fürs Selbstbewusstsein! Auch die Verantwortung, das eigene Zimmer (mehr oder weniger) ordentlich zu halten, ist ein guter Schritt, die Selbstständigkeit von Kindern zu fördern.

8. Erfolgserlebnisse schaffen

„Yes, I can!“ Wenn wir Aufgaben „bewältigen“, die herausfordernd aber machbar waren, durchströmt uns ein Glücksgefühl. Das gilt auch für Kinder. Wichtig: Lassen Sie Ihrem Nachwuchs die nötige Zeit.

Erfolgserlebnisse beim Lernen? Ganz einfach mit scoyo:

9. Wut und Frust sind okay

Wenn etwas nicht gleich auf Anhieb klappt, bewahren Sie Ihr Kind nicht davor, zu „scheitern“. Es ist wichtig, dass es auch lernt, mit Misserfolgen umzugehen. Zeigen Sie dabei, dass negative Gefühle völlig okay und verständlich sind. So kann es lernen zu akzeptieren, dass nicht immer alles im ersten Anlauf funktioniert – und später einen neuen Versuch unternehmen.

10. Klare Absprachen treffen, Vertrauen zeigen

Wenn Ihr Kind etwas selbstständig machen möchte, das Ihnen etwas Unbehagen bereitet, zeigen Sie zunächst, wie gut Sie den Vorschlag/die Idee finden. Schaffen Sie aber auch klare Rahmenbedingungen, an die sich das Kind halten muss, damit es das ganz allein tun darf. Lassen Sie Ihr Kind zum Beispiel Wege alleine zurücklegen, sobald es alt genug ist und sich in seiner Umgebung sicher auskennt. Sprechen Sie Uhrzeiten ab, wann es zu Hause sein soll und was es im Falle einer Verspätung tut. Auch Hausaufgaben und Lernen sollten dem Kind mit zunehmendem Alter selbst überlassen werden, wenn die Rahmenbedingungen vorher gemeinsam festgelegt wurden.

11. Mut machen, auffangen

Machen Sie Ihrem Kind Mut und zeigen Sie ihm, dass Sie an es glauben. Und falls dann doch mal etwas schief geht: Trost und Zuspruch sind das beste Mittel, um Selbstbewusstsein und Selbstständigkeit zu fördern.

Kinder spielerisch fördern: Wahrnehmungsspiele für alle Sinne

Spielideen aus der Natur

Die Natur bietet die verschiedensten Dinge, die sich wunderbar für einige der hier vorgestellten Spiele einsetzen lassen. Und schon das Zusammentragen von Bucheckern, Kastanien, Moos, Steinen oder Rindenstückchen macht Ihrem Kind sicherlich viel Spaß, denn die Kleinen sind meist begeisterte „Schätzesammler“. Alle Spiele sind für Kinder ab drei bis vier Jahren geeignet.

Sinnesspiel Nr. 1: Geräuscheraten

Schön für einen kurzweiligen Waldspaziergang!

Sie benötigen: verschiedene Naturgegenstände und -materialien

So geht’s:
Erzeugen Sie mit den vorhandenen Dingen Geräusche, die Ihr Kind mit geschlossenen Augen erraten soll. Damit es nicht zu schwierig wird, können Sie alles zuvor in einer Reihe hinlegen und Ihr Kind bitten, sich alle diese Dinge, die es gleich zu hören bekommen wird, gut einzuprägen. Später können Sie wechseln: Ihr Kind macht die Geräusche, und Sie raten.

Geräusch-Beispiele:

  • Reiben Sie zwei Tannenzapfen aneinander.
  • Klopfen Sie zwei Steine aneinander.
  • Rupfen Sie ein paar Grashalme ab.
  • Lassen Sie Erde durch die Finger rieseln.
  • Rascheln Sie mit Laub.
  • Brechen Sie ein Stöckchen auseinander.

Sinnesspiel Nr. 2: Schnuppory

„Geruchsvariante“ des bekannten Memory-Spiels!

Sie benötigen:

  • 10 verschiedene, möglichst natürliche Gerüche (z. B. Zitronensaft, Orangensaft, Kirschsaft, Apfelsaft, Zwiebelsaft, Weinessig, ein wenig Baby-Erkältungsbalsam, natürliche ätherische Öle wie Rose, Lavendel oder Sandelholz; notfalls auch Backaromen)
  • 20 möglichst exakt gleich große Stoffstückchen, am besten aus Baumwolle und vom gleichen Stoff (möglichst gemustert oder in nicht zu heller Farbe, denn auf weißem Stoff lassen sich die Farbunterschiede der verschiedenen Substanzen leicht erkennen!)

So geht’s:
Weil die weniger konzentrierten Düfte von Säften schnell verfliegen, sollten Sie die Stoffstückchen am besten direkt vor dem Spiel präparieren. Immer zwei Stoffläppchen werden mit demselben Duft getränkt. Von den Säften dürfen Sie mehr nehmen, aber ätherische Öle, Essig, Erkältungsbalsam oder Backaromen dosieren Sie bitte sehr sparsam. Dann werden die duftenden Stoffläppchen gemischt und anschließend in Reihen auf den Tisch gelegt (Plastikfolie oder notfalls Plastiktüte unterlegen!). Gespielt wird nach den Regeln des normalen Memory.

Sinnesspiel Nr. 3: Meister der Tarnung

Kann auch im Garten gespielt werden!

Sie benötigen: verschiedene Naturgegenstände,
z.B.Vogelfeder, bunte Blüte, Eichel, Schneckenhäuschen, Stöckchen

So geht’s:
Legen Sie alle gesammelten Gegenstände nebeneinander. Vereinbaren Sie mit Ihrem Kind ein mehrere Quadratmeter großes Spielgebiet (z. B. zwischen markanten Bäumen oder Steinen), das Sie sich gemeinsam gut ansehen. Nun nehmen Sie und Ihr Kind je drei der ausgebreiteten Gegenstände und verstecken diese. Die Gegenstände sollten zwar gut an die Umgebung angepasst sein, müssen aber weiterhin sichtbar sein (also nicht unter Steinen oder hinter Bäumen verstecken!).

Versteck-Beispiele:

  • Einen Stein zwischen Baumwurzeln verstecken.
  • Ein Schneckenhäuschen auf ein Blatt legen.
  • Eine rote Blüte in einem Strauch mit roten Beeren verstecken.
  • Eine Vogelfeder in einen Strauch stecken.
  • Wer hat zuerst die Gegenstände des anderen gefunden?

Sinnesspiel Nr. 4: Fühl doch mal

Faszinierende Vielfalt von Formen und Strukturen!

Sie benötigen: verschiedene Naturgegenstände und -materialien,
z.B. Steine, Rindenstückchen, Blätter, Bucheckern, Kastanien, Tannenzapfen, etwas Moos

So geht’s:
Sehen Sie sich mit Ihrem Kind alle Schätze an. Anschließend macht es die Augen zu und Sie geben ihm einen Gegenstand in die Hand. Kann es fühlen, welcher es ist? Schwieriger wird das Spiel, wenn Sie und Ihr Kind jeweils einige Gegenstände sammeln, die der andere nicht zu sehen bekommt, und Sie dann abwechselnd „blind“ raten (ab dem Vorschulalter).

Sinnesspiel Nr. 5: Barmixer

Da erschließen sich ganz neue Geschmackserlebnisse!

Sie benötigen:

  • mehrere Plastikbecher, notfalls stabil stehende Henkelbecher aus Porzellan
  • 5 verschiedene Getränke, die sich mischen lassen,
    z.B. Kirschsaft, Apfelsaft, Orangensaft, Wasser und Buttermilch

So geht’s:
Lassen Sie Ihr Kind zunächst von jedem Getränk einen Schluck probieren. Für Vorschulkinder können Sie diesen Schritt weglassen, dann wird es etwas schwieriger. Füllen Sie ein Getränk in einen Becher (z. B. Kirschsaft) und lassen Sie Ihr Kind mit geschlossenen Augen davon trinken. Kann es erraten, was da im Becher ist? Nun lassen Sie Ihr Kind wegschauen und geben eines der anderen Getränke dazu, also z. B. Wasser zum Kirschsaft. Errät Ihr Kind mit geschlossenen Augen, welche Flüssigkeit Sie dazu gegeben haben? Kommt es nicht drauf, kann es die Augen aufmachen und sich die Mischung auch ansehen. Danach darf Ihr Kind ein Mixgetränk für Sie kreieren.

Praxiserfahrungen zum Mathe 2000-Frühförderprogramm

Mathematische Frühförderung kann bereits in der Kita ein mathematisches Grundverständnis anbahnen, um Kinder spielerisch auf den bevorstehenden Mathematikunterricht in der Grundschule vorzubereiten und ihr Interesse an Mathematik zu wecken. Ziel dieses Buches ist es deshalb, die Notwendigkeit einer frühen mathematischen Förderung aufzuzeigen und den Blick für fachliche Qualität auf diesem Gebiet zu schärfen.

  • Im Zentrum stehen 12 Praxisberichte aus verschiedenen Ländern, die verdeutlichen, wie die Zusammenarbeit von Grundschulen und Kindergärten unter Beachtung der lokalen Gegebenheiten organisiert werden kann und wie Kindergärten auch aus sich heraus aktiv werden können.
  • Eingerahmt werden diese Berichte durch grundsätzliche Überlegungen zu Zielen, Inhalten und Prinzipien einer ‚echten‘ mathematischen Frühförderung, die gezielt auf den Unterricht der Grundschule vorbereitet.
  • Grundlage für die Praxisprojekte ist das Mathe 2000 Frühförderprogramm, das 2009 mit dem ‚Worlddidac Award‘ ausgezeichnet wurde.

Dieses Buch wendet sich an alle, die für die Zukunft unserer Kinder Verantwortung tragen: Lehrerinnen und Lehrer an Grundschulen, Erzieherinnen und Erzieher an Kindergärten, Bildungsverwaltung und Bildungspolitik, Stiftungen, Grundschulpädagogen und interessierte Eltern.

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