27. ssw ultraschall

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Schwangerschaftskalender

34. Schwangerschaftswoche (34. SSW)

Das Arbeiten mit Babybauch war die letzten Wochen ganz schön anstrengend und mühsam? Jetzt kannst Du aufatmen, denn sechs Wochen vor der Geburt Deines Kindes beginnt die Mutterschutzfrist. Angestellt berufstätige Mütter werden nun bis acht Wochen nach der Geburt vom Job freigestellt. Für viele Frauen eine Gelegenheit, letzte Besorgungen zu machen, das Kinderzimmer herzurichten und Kraft zu tanken, bevor das Baby kommt. Der Beginn der Babypause bedeutet aber auch einen vorläufigen Abschied vom bisherigen Berufsleben. Das fällt nicht allen Schwangeren leicht. Grundsätzlich kannst Du natürlich weiterarbeiten, solange Du willst, sogar bis zur ersten Wehe. Das beruht dann aber auf Freiwilligkeit. Dein Chef darf von Dir nicht verlangen, ein Projekt zu Ende zu bringen. Und in den ersten acht Wochen nach der Geburt besteht sogar absolutes Beschäftigungsverbot: Selbst wenn Du gerne möchtest, darf Dein Arbeitgeber Dich in der Zeit vom Mutterschutz nicht beschäftigen. Wie ist das bei Dir? Freust Du Dich auf die Pause und hast Pläne geschmiedet oder arbeitest Du lieber weiter?
Aber nicht nur der Kalender zeigt Dir, dass die Geburt immer näher rückt. Vielleicht hat sich Dein Baby bereits in Startposition gebracht und mit dem Köpfchen nach unten orientiert. Manchmal ist diese Drehung mit ziemlich viel Action im Bauch verbunden, und eventuell kannst Du sogar an der Form Deines Bauches erkennen, dass Dein Baby sich gedreht hat. Falls Dein Kind hartnäckig ist, haben Hebammen oft ein paar Tricks auf Lager, mit denen sie versuchen können, das Baby sanft zur Drehung zu bewegen: etwa mit einer stark leuchtenden Taschenlampe auf dem Bauch, die dem Kleinen den Weg nach unten zeigt. Oder aber durch die Behandlung mit einer Moxazigarre. Dabei wird ein Meridianpunkt am kleinen Zeh mit einer Beifuß-Zigarre stimuliert. Das soll Dein Baby dazu bringen, sich zu bewegen. Probiere diese Methoden jedoch bitte nicht aus, ohne vorher mit Deiner Hebamme darüber zu sprechen.
Bleiben alle Versuche ohne Erfolg, können Schwangere mit Ihrem Arzt über die Möglichkeit einer Äußeren Wende sprechen. Oder Du vetraust auf die Natur: In den meisten Fällen drehen sich die Kinder doch noch kurz vor der Geburt. Nur etwa 5 Prozent aller Babys bleiben in Beckenendlage.

Mäßige Nachfrage

Den vieldiskutieren „Boom des Baby-Kinos“ sehen die beiden österreichischen Experten hierzulande nur bedingt. „Tatsächlich gibt es besonders im urbanen Raum einen Markt dafür, der sich der Neugier werdender Eltern bedient. Viele niedergelassene Ärzte bieten zum Beispiel Ultraschallsitzungen ohne medizinische Indikation an. Diese Untersuchungsangebote – so ehrlich muss man sein – verfolgen einen ökonomischen Gedanken“, sagt Farr. Die entsprechenden Geräte seien meist teuer, „die Nachfrage seitens der Patientinnen ist da, und durch das Angebot zusätzlicher Untersuchungen lassen sich diese Kosten schneller abbauen.“

Dennoch: Das ungeborene Kind zu betrachten darf und soll für werdende Eltern weiterhin Bedeutung haben. Verunsicherten baldigen Müttern und Vätern rät Klaritsch, sich auf „seriöse Wissenschaft und langjährige Erfahrung“ zu verlassen: „Sie zeigen, dass der diagnostische Ultraschall keinerlei Schaden nach sich zieht.“

Wofür welcher Ultraschall geeignet ist

Die erste Ultraschalluntersuchung zwischen der 8. und 12. Schwangerschaftswoche (SSW) dient dazu, die Frühentwicklung des Kindes zu beurteilen und eine etwaige Mehrlingsschwangerschaft festzustellen. Bei der Ultraschalluntersuchung zwischen der 18. und der 22. SSW werden Herzaktion, Fruchtwassermenge und Plazentasitz überprüft. Bei der folgenden Sonografie zwischen der 30. und 34. SSW werden unter anderem Wachstum und Lage des Kindes untersucht.

3D/4D-UltraschallEin 3D/4D-Ultraschall produziert ein räumliches Bild des Ungeborenen, liefert aber selten medizinisch wichtige Informationen. Die Technologie gleicht jener des 2D-Ultraschalls. Allerdings werden beim 3D/4D-Ultraschall seriell parallele Schnittbilder aufgenommen.

Doppler-SonografieDie Doppler-Sonografie wird nur in begründeten Fällen durchgeführt, vor allem bei kindlichen Wachstumsproblemen durch Mangelversorgung. Die Methode kann etwa sinnvoll sein, um den Blutstrom in der Nabelschnur zu überprüfen und Rückschlüsse auf den Blutstrom in der Plazenta zu ziehen.

Ultraschall in der 3. SSW: Was man sieht

Die Freude auf ein Kind ist meist groß. Vor allem für die Mutter beginnt eine aufregende Zeit, in der sie viele Veränderungen durchmacht. Eltern, die sich Nachwuchs wünschen, können es kaum erwarten, ihr Baby auf dem Bildschirm beim Ultraschall das erste Mal zusehen, vielleicht sogar das Geschlecht erraten zu können und fragen sich, ob man in der 3. SSW beim Ultraschall schon etwas sieht. Doch in der 3. Schwangerschaftswoche beginnt erst die Schwangerschaft und die meisten Mütter wissen da noch nicht mal, dass sie schwanger sind.

Zwar ist die Eizelle befruchtet und trägt das Erbgut der Eltern mit und kann theoretisch bei guten Voraussetzungen ein Baby werden, doch da sich das Embryo noch auf dem Weg zum Uterus befindet kann der Arzt durch einen Ultraschall in der 3. Schwangerschaftswoche eine mögliche Schwangerschaft noch nicht erkennen und so kann bei einem Ultraschall in der 3. SSW noch nichts von der Schwangerschaft erkannt werden.

Ist ein Ultraschall in der 3. SSW sinnvoll?

Die meisten Mütter gehen in der 3. SSW noch nicht von einer Schwangerschaft aus und denken hier noch nicht mal über einen 3. SSW-Ultraschall nach. Ihr Körper hat die letzten 2 Wochen, wie auch die Monate davor, schon mal eine eventuelle Schwangerschaft in die Wege geleitet. Durch den Eisprung in der 3. SSW entsteht ein reifes Ei, das sich nun auf den Weg zu Ihrem Uterus macht. Hatten Sie während dessen Geschlechtsverkehr, kann ein Sperma das Ei nun befruchten. Das jetzt entstandene Embryo hat noch nicht mal die Größe von einem Millimeter erreicht und ist bei einem Ultraschall in der 3. SSW nicht zu sehen, da der Embryo sich zu diesem Zeitpunkt noch nicht in der Gebärmutter eingenistet hat.

Erst ab dem Zeitpunkt, ab dem sich der Embryo in der Gebärmutterschleimhaut eingelegt hat, können erste Anzeichen in der 4. SSW unter einem Ultraschall gesichtet werden. Die Fruchthöhle ist schwarz und deutlich auf dem Ultraschall zu sehen. Doch der Embryo selbst ist noch zu klein. Erst ab der 6. SSW kann der etwa vier Millimeter große Embryo sicher auf dem Ultraschall erkannt werden. Ab der 8. SSW ist das Embryo auch erst mal für die Eltern klar ersichtlich. Es haben sich auch alle Organe des Babys entwickelt, so dass ab der 12.SSW von einem Fötus gesprochen wird. Bereits in der 15. SSW misst der Fötus 8,1 cm und ist gerade mal 50 Gramm schwer und das Geschlecht kann mit dem Ultraschall vom Frauenarzt erkannt werden.

3. Schwangerschaftswoche: Sicherheit für eine Schwangerschaft ohne einen Ultraschall

Da durch einen Ultraschall in der 3. Schwangerschaftswoche kein Ergebnis zu sehen ist und die meisten werdenden Mütter noch nichts von einer möglichen Schwangerschaft ahnen, wissen sie es aber ab der 4. SSW, wenn die monatliche Blutung sich verspätet oder ganz ausbleibt und suchen einen Arzt auf. Wenn Sie sich ein Baby wünschen, können Sie natürlich über einen Schwangerschaftstest, den Sie bequem selbst durchführen können, schon mal Gewissheit bekommen, ob eine erfolgreiche Befruchtung stattfand, doch ein Ultraschall in der 3. SSW wird kein Ergebnis liefern. Allerdings ist ein positiver Schwangerschaftstest in der 3. SSW noch keine Garantie, dass Sie wirklich schwanger sind, denn noch muss sich der Embryo in Ihre Gebärmutter einleben. Erst wenn diese Aktion erfolgreich war, sind Sie schwanger. Durch einen Bluttests kann der Frauenarzt nun wirklich sagen, ob Sie schwanger sind. In der 5. SSW kann die Schwangerschaft über einen Urintest festgestellt werden.

Quellen:

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Über Verena Janssen

Die 38-Jährige Autorin und Mutter lebt mit ihrem Mann und ihren Kindern Paul Oskar (7) und Ella Marie (4) in schönen Fulda. Sie liebt Musik und versucht momentan ihren Kindern das Klavier spielen beizubringen. Wenn sie mal etwas Zeit für sich hat, powert sie sich beim Volleyball spielen aus.

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SSW 3

3. SSW: So entwickelt sich Ihr Baby

Die weibliche Eizelle macht es Paaren, die zu Eltern werden möchten, nicht gerade einfach. Nach dem Eisprung ist sie nur etwa einen Tag befruchtungsfähig. Schafft es in diesem Zeitfenster ein Spermium, zum Ei durchzudringen und es zu befruchten, entsteht die erste Zelle des Babys: In der 3. SSW beginnt also das neue Leben.

Die befruchtete Eizelle enthält alle Informationen über das neue Menschenkind wie Augenfarbe, Haarfarbe, Größe und Geschlecht. Noch bevor sie auf ihrem Weg durch den Eileiter die Gebärmutter erreicht, beginnt sie bereits, sich fleißig zu teilen. Aus einer Zelle werden zwei, dann vier, dann acht … Jede dieser Zellen hat eine Aufgabe. Aus der einen geht letztlich eine Herzzelle hervor, aus einer anderen eine Hautzelle und so weiter.

Nachdem sie noch einige Tage frei in der Gebärmutter umher gekullert ist, nistet sich das befruchtete Ei fünf bis sechs Tage nach der Empfängnis, also gegen Ende der 3. SSW, in der Gebärmutterhöhle ein. Das heißt, sie stellt eine Verbindung zum mütterlichen Blutkreislauf her, um sich darüber später mitversorgen zu lassen. Mit einem „Startkapital“ von rund 100 Zellen heißt es ab jetzt für die sogenannte Blastozyste, den späteren Embryo: wachsen, wachsen, wachsen.

3. SSW Ultraschall: Das ist zu sehen

Sie haben erst viel später bemerkt, dass Sie schwanger sind? Sie sind nicht allein. Oft wissen Frauen in der 3. SSW noch gar nicht, dass es eine Befruchtung gab – einfach deshalb, weil sich körperlich noch kaum etwas verändert hat. Und wo kein Schwangerschaftsverdacht, da kein Ultraschall. SSW 3 wäre ohnehin ein viel zu früher Zeitpunkt dafür. Sie würden nicht mehr erkennen als eine hoch aufgebaute Gebärmutterschleimhaut. Die Blastozyste ist jetzt noch nicht einmal einen Millimeter groß und nistet sich für gewöhnlich erst gegen Ende der 3. SSW in der Gebärmutterschleimhaut ein.

Ultraschall-Untersuchungen in der Schwangerschaft

Ultraschall-Untersuchungen helfen, den Verlauf der Schwangerschaft und die Entwicklung des Ungeborenen zu beobachten. Unter anderem werden der Sitz des Mutterkuchens sowie Größe, Bewegungen und Lage des ungeborenen Kindes kontrolliert.

Wie viele Ultraschall-Untersuchungen werden in der Schwangerschaft angeboten?

© BZgA/HN/Eichhöfer

Die Mutterschafts-Richtlinien sehen im Rahmen der allgemeinen Schwangerschaftsvorsorge drei Ultraschall-Untersuchungen vor. Sie werden von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt und finden in der Regel um die 10., die 20. und die 30. Schwangerschaftswoche statt. Ultraschall-Untersuchungen sind grundsätzlich Ärztinnen und Ärzten vorbehalten, Hebammen bieten sie nicht an.

Ist die Schwangere gesund und verläuft die Schwangerschaft normal, sind keine weiteren Ultraschall-Aufnahmen notwendig. Nicht die Anzahl der Ultraschall-Untersuchungen ist ausschlaggebend für das Entdecken von Auffälligkeiten. Die Aussagekraft der Ergebnisse hängt vielmehr von der Erfahrung der Ärztin oder des Arztes und der Qualität des Schallgerätes ab.

Zeigen sich im Verlauf der Schwangerschaft Auffälligkeiten, die abgeklärt werden müssen, sind zusätzliche Ultraschall-Aufnahmen möglich. Auch in diesem Fall übernimmt die gesetzliche Krankenversicherung die Kosten.

Schwangere können auch auf Ultraschall-Untersuchungen verzichten, ohne dass dies Folgen für den Versicherungsschutz hat. Diese Entscheidung müssen Sie in der Regel mit Ihrer Unterschrift bestätigen, um die Ärztin oder den Arzt von der Informationspflicht zu entbinden.

Wenn Sie das Geschlecht Ihres Kindes nicht vor der Geburt erfahren möchten, sollten Sie dies rechtzeitig mitteilen. Ab Mitte der Schwangerschaft lässt es sich im Ultraschall erkennen.

Was passiert beim Ultraschall?

Bei einer Ultraschall-Untersuchung werden von einem Schallkopf aus Schallwellen in den Körper gesendet, die für das menschliche Gehör nicht wahrnehmbar sind. Treffen die Schallwellen auf ein Hindernis im Körperinnern, werden sie zurückgeworfen. Diese je nach Körpergewebe unterschiedlich starken „Echos“ werden vom Schallkopf wieder aufgenommen. Ein Computer errechnet daraus ein bewegtes Bild, das auf einem Monitor erscheint.

Im ersten Schwangerschaftsdrittel kann der Ultraschall durch die Scheide durchgeführt werden. Bei späteren Ultraschall-Untersuchungen führt die Ärztin oder der Arzt den Schallkopf über die Bauchdecke. Für einen besseren Kontakt zwischen Schallkopf und Haut wird vorher ein Gel auf die Haut aufgetragen.

Kann Ultraschall mir oder meinem Kind schaden?

Manche Eltern haben die Sorge, dass die im Rahmen der Basisuntersuchungen verwendeten Schallwellen dem Kind oder der Schwangeren selbst schaden könnten. Nach dem derzeitigen wissenschaftlichen Erkenntnisstand gibt es dafür jedoch keine Belege.

Beim Doppler-Ultraschall entsteht Wärme im untersuchten Gewebe, daher sollte er in der Frühschwangerschaft nur begründet angewendet und möglichst kurz gehalten werden. Moderne Ultraschall-Geräte haben hierfür eingebaute Kontrollsysteme.

Erste Untersuchung: 9. bis 12. Schwangerschaftswoche

Die erste Ultraschall-Untersuchung findet im Allgemeinen zwischen der 9. und 12. Schwangerschaftswoche statt. Sie dient vor allem dazu, die Schwangerschaft zu bestätigen und zu prüfen, ob sich der Embryo in der Gebärmutter eingenistet hat. Das schlagende Herz des Embryos ist zu sehen und die Ärztin oder der Arzt kann die äußere Körperform beurteilen. Erkennbar ist auch, ob es sich um eine Mehrlingsschwangerschaft handelt. Außerdem lassen sich jetzt die aktuelle Schwangerschaftswoche und der voraussichtliche Geburtstermin genauer bestimmen als zu einem späteren Zeitpunkt in der Schwangerschaft.

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Zweite Untersuchung: 19. bis 22. Schwangerschaftswoche

Bei der zweiten Ultraschall-Untersuchung zwischen der 19. und 22. Schwangerschaftswoche können Sie zwischen zwei Untersuchungen wählen: der Basis-Ultraschalluntersuchung und der erweiterten Basis-Ultraschall-Untersuchung.

Bei der Basis-Ultraschall-Untersuchung wird die altersgerechte Entwicklung des Kindes überprüft. Einzelne Organe werden dabei nicht genauer untersucht. Vielmehr werden die Größe von Kopf und Bauch sowie die Länge des Oberschenkelknochens gemessen und die Fruchtwassermenge bestimmt. Außerdem wird die Lage des Mutterkuchens (Plazenta) in der Gebärmutter kontrolliert. Ergeben sich hierbei Auffälligkeiten, können sie durch weitere Untersuchungen abgeklärt werden.

Bei der erweiterten Basis-Ultraschalluntersuchung werden zusätzlich Kopf, Hirnkammern und Kleinhirn genauer angeschaut und das Größenverhältnis von Brustkorb und Herz gemessen. Kontrolliert werden außerdem der Herzschlag und die Lage und Größe der Herzkammern. Geprüft wird auch, ob die Bauchwand und die Wirbelsäule geschlossen und Magen sowie Harnblase sichtbar sind.

Sowohl der Basis-Ultraschall als auch der erweiterte Basis-Ultraschall sind Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen. Sie können nur von Frauenärztinnen und Frauenärzten mit einer entsprechenden Qualifikation durchgeführt werden. Verfügt Ihre behandelnde Ärztin oder Ihr Arzt nicht über diese Qualifikation, ist für diese Untersuchung eine Überweisung an eine andere Frauenarztpraxis erforderlich.

Dritte Untersuchung: 29. bis 32. Schwangerschaftswoche

Die dritte Ultraschall-Untersuchung ist zwischen der 29. und 32. Schwangerschaftswoche vorgesehen und dient der Beurteilung der altersgerechten Entwicklung sowie der Lage des Kindes. Auch die Plazenta und die Fruchtwassermenge werden erneut überprüft. Diese Informationen sind wichtig für die Geburtsplanung. Bei Auffälligkeiten können weitere Untersuchungen veranlasst werden.

Spezielle Ultraschall-Untersuchungen

Neben den drei genannten Untersuchungen gibt es spezielle Ultraschall-Untersuchungen.

  • Der Doppler-Ultraschall: Mit diesem Verfahren kann die Blutströmung in mütterlichen und kindlichen Gefäßen kontrolliert werden, wenn der Verdacht besteht, dass das Kind durch die Plazenta nicht ausreichend versorgt wird. Der Doppler-Ultraschall wird ab der 20. Schwangerschaftswoche empfohlen.
  • Feindiagnostik- oder Organ-Ultraschall: Er wird auch als „Fehlbildungs-Ultraschall“ bezeichnet und wird mit einem hochauflösenden Ultraschallgerät in speziellen Zentren oder Praxen durchgeführt. Damit können ab der 13. Woche viele Organe genauer untersucht werden, auch das Herz (Echo-Kardiografie). Etwa die Hälfte aller schwerwiegenden Fehlbildungen ist zu diesem Zeitpunkt zu erkennen. Fast immer wird zur Ergänzung ein weiterer Organ-Ultraschall in der 20. bis 22. Woche empfohlen.
  • Ein 3D/4D-Ultraschall produziert ein räumliches Bild des Ungeborenen, liefert aber nur selten medizinisch wichtige Informationen.

Bei einem begründeten Verdacht auf eine Erkrankung des Kindes werden die Kosten dieser speziellen Ultraschall-Untersuchungen von den Krankenkassen übernommen. Werden sie auf Wunsch der Schwangeren durchgeführt, ohne dass ein medizinischer Grund vorliegt, müssen sie als sogenannte Individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL) privat bezahlt werden.

Wie aussagekräftig sind Ultraschall-Untersuchungen?

Der Aussagekraft von Ultraschall-Untersuchungen hängt vor allem von der Erfahrung der untersuchenden Person und von der Qualität des Ultraschall-Geräts ab. Wenig Fruchtwasser oder eine ungünstige Lage des Kindes erschweren die Beurteilung, ebenso Narben oder eine dicke Bauchdecke der schwangeren Frau. Auch unter günstigen Bedingungen ist beim Ultraschall nicht jede Fehlbildung zu erkennen, und es können falsche Beurteilungen vorkommen.

Zeigen sich beim Ultraschall Auffälligkeiten, kann die Schwangere weitere Untersuchungen in Anspruch nehmen, beispielsweise eine Chorionzottenbiopsie oder eine Fruchtwasseruntersuchung.

Letzte Aktualisierung dieser Seite: 14.03.2019

Ultraschall in der Schwangerschaft: Hallo Baby!

Der erste Ultraschall ist für werdende Mütter ein unvergessliches Erlebnis. Endlich kannst du dein Baby sehen. Auch wenn du nur wenig erkennen kannst, das erste Ultraschallbild wird dein ganzer Stolz sein.

Deutschland führte 1979 als erstes Land der Welt den Ultraschall als Routine-Untersuchung während der Schwangerschaft ein. Bis dahin wussten werdende Eltern nur in etwa, wann ihr Nachwuchs kommt, mussten rätseln, welches Geschlecht das Baby wohl haben würde und mussten hoffen, dass es gesund ist.
Während deiner Schwangerschaft stehen drei Ultraschalluntersuchungen an. Ab der 9. SSW ist das Baby groß genug für sein erstes „Fotoshooting“. Dein Arzt kontrolliert bei jeder Untersuchung, ob deine Schwangerschaft gesund verläuft und das Baby sich normal entwickelt. Dazu misst er jedes Mal die Größe des Babys – vor allem seinen Kopfumfang – und den Durchmesser deiner Gebärmutter.

Der erste Ultraschall

Das erste Ultraschallbild wird zwischen der 9. SSW und 12. SSW gemacht. Parallel dazu findet meist die 2. Vorsorgeuntersuchung statt. Auch wenn du dein Baby auf dem Bildschirm des Ultraschallgerätes nur als hellen Schatten erkennen kannst – seinen Herzschlag siehst du schon deutlich. Für die meisten Frauen ist es absolut erstaunlich, was der kleine Winzling in neun Wochen schon geschafft hat. Doch bis er für die Geburt bereit ist, liegen noch viele wichtige Entwicklungsschritte vor ihm.

Ihr Baby in der 12. Schwangerschaftswoche

In der 9. Swangerschaftswoche sollte dein Baby etwa zwei Zentimeter groß sein. Deshalb misst dein Arzt das Kind genau aus und kann daran den genauen Geburtstermin errechnen. Weil die Entwicklung deiner Gebärmutter für die Schwangerschaft ebenso entscheidend ist, vermisst der Arzt auch diese.
Ob es ein Junge oder ein Mädchen wird, kann zu diesem frühen Zeitpunkt noch nicht festgestellt werden. Welches Geschlecht dein Baby hat erfährst du dann bein der nächsten Ultraschalluntersuchung.

Der zweite Ultraschall

Zwischen der 19. SSW und der 22. Schwangerschaftswoche ist es Zeit für die zweite reguläre Ultraschalluntersuchung. Er wird auch als „Großer Ultraschall“ bezeichnet, da der Arzt dabei vor allem darauf achtet, ob alle Organe des Babys richtig angelegt sind und es sich gesund entwickelt. Besonders genau untersucht er dabei das Herz und prüft ob Herzkammern und -klappen funktionieren. Er kann dir jetzt auch verraten, ob du einen Jungen oder ein Mädchen bekommst. Die äußeren Geschlechtsorgane sind dafür weit genug entwickelt. Das ist natürlich kein Muss. Nicht alle Eltern wollen vorher das Gechlecht Ihres Baby wissen, sondern sich überraschen lassen.

Der Kopf Ihres Babys in der 20. Schwangerschaftswoche

Bei dem „Großen Ultraschall“ kontrolliert der Arzt außerdem wieder den Sitz der Plazenta und die Fruchtwassermenge. Für die weitere Entwicklung des Babys sind sie entscheidend und müssen sich richtig entwickelt haben beziehungsweise müssen genügen gewachsen sein.
Ein weiterer wichtger Teil der Untersuchung: Der Arzt sucht nach indirekten Zeichen von Chromosomenstörungen z.B. Störungen wie dem Down-Syndrom (Trisomie 21). Solche Störungen gehen oft mit Organauffälligkeiten einher. Bei einer Risikoschwangerschaft wird es ohnehin empfholen genetische Krankheiten über die pränatale Diagnostik auszuschließen. Die Untersuchungen sind ab der 11. SSW möglich.

Ultraschallbilder: Das große „Was ist Was“

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Der dritte Ultraschall

Die 3. und letzte Ultraschalluntersuchung macht der Arzt zwischen der 29. SSW und der 32. SSW. Dabei kontrolliert er vor allem das Wachstum des Kindes: Der Durchmesser und der Umfang vom kindlichen Kopf und Bauch wird gemessen. Daran kann der Arzt ableiten, wie schwer und wie groß das Baby bei der Geburt sein wird. Weichen diese Werte sehr stark von der Normkurve ab, wird die Untersuchung eine Woche später wiederholt, um das Wachstum zu beobachten.

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Babywatching mit dem 3D-Ultraschall

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Inzwischen sind auch die einzelnen Organe groß genug, um Sie auf dem Ultraschallbild zu sehen. Jetzt ist auch der ideale Zeitpunkt für einen 3D-Ultraschall, der dreidimensionale, faszinierende Ultraschallbilder liefert. Frag deinen Arzt, ob er diese Sonderleistung anbietet. Die Kosten Die Kosten für einen 3D-Ultraschall sind von Praxis zu Praxis verschieden, belaufen sich aber in der Regel auf über 100 Euro. Die Krankenkasse übernimmt nur die drei standard Ultraschalluntersuchungen.

Der 3. Schwanger­­schaftsmonat (9. bis 12. SSW): Das passiert am Ende des ersten Trimesters

Die 1. Ultraschalluntersuchung im 3. Monat

Zwischen der 9. und 12. SSW findet die erste Ultraschalluntersuchung statt. Da alle Föten in
diesem Stadium ziemlich gleich groß sind, können die Schwangerschaftswoche und das vermutliche Befruchtungsdatum relativ exakt bestimmt werden.
Der Arzt stellt ebenfalls fest, ob es sich um eine Einfach- oder Mehrlings-Schwangerschaft handelt, ob das Baby alle Gliedmaßen besitzt oder eventuelle Fehlbildungen aufweist.

Auf Wunsch kann ab der 12. SSW eine Nackentransparenzmessung durchgeführt werden. Achtung: Diese Pränataldiagnostik zählt als individuelle Gesundheitsleistung (IGEL) und muss daher von der Patientin selbst bezahlt werden.
Das so genannte Ersttrimester-Screening dient dazu, möglichst früh Hinweise auf eine chromosomale Krankheit (z.B. das Down-Syndrom) zu erkennen. Das ist vor allen Dingen dann sinnvoll wenn du familiär vorbelastet bist. Der Arzt überprüft, ob sich im Nacken außergewöhnlich viel Flüssigkeit angesammelt hat. Falls ein Zweifel bestehen sollten eine Blutanalyse und eine Fruchtwasseruntersuchung (Amniozentese) vorgenommen.

Die Entwicklung deines Babys im 3. Monat

So entwickelt sich dein Baby im 3. Schwangerschaftsmonat weiter:

  • Dein Baby ist kein Embryo mehr, sondern ein Fötus.
  • Im Laufe des 3. Monats verdreifacht sich die Größe deines Babys. Die Nervenzellen entwickeln sich.
  • Das Skelett bildet sich weiter aus, die Gelenke sind funktionsfähig: Dein Baby kann die Finger zusammenziehen und eine Faust bilden. Der Fötus bewegt sich immer mehr, auch wenn die Bewegungen in diesem Stadium noch nicht vom Gehirn gesteuert werden.
  • Bei den Sinnesorganen nehmen die Augen ihren definitiven Platz ein und werden von den Augenlidern bedeckt. Der Mund formt sich und die Lippen zeichnen sich ab.
  • Die Nasenlöcher bilden sich aus. Der Saugreflex entsteht.
  • Dein Baby ist jetzt ca. 12 cm groß und wiegt ungefähr 65 g.

So entwickelt sich ein Fötus im Mutterleib:

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Formalitäten

– Der Frauenarzt stellt dir eine Schwangerschaftsbescheinigung mit dem wahrscheinlichen Geburtstermin aus, die du bei deiner Krankenkasse und deinem Arbeitgeber einreichen musst.
Laut dem Mutterschutzgesetz ist der Arbeitgeber dazu verpflichtet, dich für die Vorsorgeuntersuchungen freizustellen. Da im ersten Trimester noch ein relativ hohes Fehlgeburtsrisiko (20%) besteht, wird dazu geraten, die Schwangerschaft erst im dritten SSM zu melden.
Überlege dir jetzt auch, wo du entbinden möchtest: Unter ärztlicher Aufsicht in einem Krankenhaus oder mit einer Hebamme in einem Geburtshaus.
Gut zu wissen: Mutterpass: Was bedeuten CTG, HB & Co.?

Die Gesundheit der Mutter im 3. Monat

Als werdende Mutter musst du jetzt mehr denn je auf deine Gesundheit achten. Daher solltest du dir die folgenden Ratschläge zu Herzen nehmen:
Falls du immer noch zur Zigarette greifst, solltest du umgehend mit dem Rauchen aufhören, damit du nicht als Risikoschwangerschaft eingestuft werden musst. Tabak-Konsum ist für den Fötus schädlich, darin sind sich alle Ärzte einig. Rauchen kann zahlreiche Probleme hervorrufen: eine Frühgeburt, einen Wachstumsrückstand im Uterus (Größe und Gewicht), bestimmte Fehlbildungen (z.B. die Hasenscharte) oder eine Säuglingskolik. Selbst wenn dir das Aufhören sehr schwer fällt, solltest du die Gesundheit deines Babys (und deine eigene) nicht vernachlässigen. Es gibt sanfte Methoden, die dir bei diesem notwendigen Schritt helfen können.
Falls bei dir eine pathologische Schwangerschaft vorliegt wirst du besonders überwacht. Möglicherweise rät man dir von jeglicher Anstrengung ab und empfiehlt dir, viel zu liegen, um keine Fehl- oder Frühgeburt auszulösen. Viele Frauen sind mit einer Frühgeburt konfrontiert, die sich im Anschluss als Problemquelle erweisen kann. Versuche einfach nur vorsichtig zu sein.

Sex in der Schwangerschaft

Du solltest deiner Gesundheit, deiner Libido und deinem Lebensgefährten zuliebe während der Schwangerschaft nicht auf Sex verzichten. Immerhin ist das Baby in deinem Bauch auch eine Frucht der Liebe! Diesen körperlichen Liebesbeweis solltest du auch während der Schwangerschaft nicht vernachlässigen. Es ist wichtig, dass du weiterhin mit deinem Partner Sex hast, auch wenn die Libido im ersten Trimester etwas nachlässt. Ab dem 4. Monat kommt die Lust allerdings wieder zurück. Mach dir also keine Sorgen!
Nach dem Geschlechtsverkehr können Blutungen auftreten. Das ist normal und hängt damit zusammen, dass der Penis den Muttermund berührt, der im Moment sehr empfindlich ist. Du kannst auch nach dem Orgasmus eventuell Muskelkontraktionen spüren, denn dein Körper produziert derzeit die Hormone Oxytocin und Prostaglandine, die auch während der Geburt vorhanden sind.
Versuche, dich regelmäßig zu schonen. Du bist aufgrund der zahlreichen Veränderungen in deinem Körper empfindlicher als sonst und solltest dich deshalb unbedingt ausruhen. Es ist ebenfalls völlig normal, wenn du einen kleinen Baby-Blues hast. Bleib in diesem Fall nicht alleine! Es ist sehr wichtig, dass dein Partner dich in dieser Phase unterstützt!

Die richtige Ernährung während der Schwangerschaft

Ernähre dich abwechslungsreich und gesund. Zwingen dich wenn nötig zum Essen, auch wenn du immer noch unter Übelkeit und Erbrechen leidest. Die Nahrungsaufnahme ist wichtig, damit dein Baby keine Mangelerscheinungen erleidet. Vergiss nicht, dass sich dein Kind nur über dich ernähren kann.
Es wird dazu geraten, bei jeder Mahlzeit eine Portion Obst oder eine Portion Gemüse zu verspeisen. Vergiss nicht, das Obst und Gemüse vor dem Verzehr gründlich zu waschen!
Es ist nicht unbedingt nötig, Vitaminpräparate einzunehmen, es sei denn, deine Ernährung reicht nicht aus, um deinen Bedarf zu decken. Sprich in diesem Fall mit deinem Arzt!
Gut zu wissen: DAS darfst du in der Schwangerschaft nicht essen

Nur kein Stress…

Versuche, die eventuellen Stresssituationen und kleinen moralischen Tiefs im Alltag zu bewältigen, damit sich dein Baby unter guten Bedingungen entwickeln kann. Egal ob Yoga für Schwangere, Freunde treffen, … Hauptsache, du lässt es dir gut gehn und bekommt den Kopf frei.
Auch wenn es gut wie schlechte Tage gibt, versuche, das glückliche Gefühl, schwanger zu sein, auszuleben. Und genieße die erste Ultraschalluntersuchung, das ist ein einmaliger Augenblick!
Die Schwangerschaft ist auch für deinen Partner ein großer Schritt. Sobald er das Baby beim Ultraschall das erste Mal gesehen hat wird er sich immer mehr bewusst, dass er Vater wird.

Yoga für Schwangere: Entspannung für Geist & Körper

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Quellen & Informationen:
Die gesetzlichen Regelungen zu Mutterschutzurlaub, Kündigungsschutz und Mutterschaftsgeld findest du in der Broschüre des Bundesministeriums für Familie.
Weitere Infos zum Schwangerschaftsverlauf und Babys Entwicklung gibt es hier:

  • Bundeszentrale für Gesundheitliche Aufklärung (BZgA)
  • Berufsverband der Frauenärzte e.V. (BVF)

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Ultraschallbilder einer Schwangerschaft: So entwickelt sich der Embryo

© iStock

1. Ultraschallbild 4. SSW

1. Ultraschall in der 4. Schwangerschaftswoche:
Die befruchtete Eizelle, die die Form einer kleinen Bohne von 3 mm Durchmesser hat, hat sich gerade erst eingenistet. Um sie herum ist ein weißer Rand sichtbar, der sich später zur Plazenta ausbildet. Das restliche Bild zeigt die gut aufgebaute Gebärmutterschleimhaut (Endometrium).

Ultraschallbild 5. SSW

Ultraschall in der 5. Schwangerschaftswoche:
Der Embryo ist als schwarzer Fleck rechts im Bild gut erkennbar.

Ultraschallbild 6. SSW

Ultraschall in der 6. Schwangerschaftswoche:
Gut zu erkennen ist hier die Fruchtblase (schwarz). Der Embryo, der hier etwa 5 mm misst, ist als kleine Verdickung in der Fruchtblase sichtbar. Im bewegten Ultraschallbild konnte schon der Herzschlag beobachtet werden.

Ultraschallbild 7. SSW

Ultraschall in der 7. Schwangerschaftswoche:
Der Embryo (links im Bild in der dunklen Fruchtblase gut erkennbar) misst 7 mm. Er krümmt sich jetzt und lässt zwei Pole erkennen: Oben entsteht nun der Kopf, der lange Zeit unverhältnismäßig groß sein wird, unten der restliche Körper. Rechts über dem Embryo kann man gut den Dottersack erkennen, über den der Embryo momentan noch versorgt wird.

Ultraschall in der 8. SSW

Ultraschall in der 8. Schwangerschaftswoche:
Der Embryo misst jetzt etwa 16 mm. Man kann deutlich Kopf, Körper und sogar die Ansätze von Armen und Beinen (jeweils etwa 1-2 mm lang) erkennen. Im Kopf kann man auch die Ansätze des Gehirns sehen.

Im bewegten Ultraschallbild sah man erste unkontrollierte Bewegungen des Embryos.

Ultraschall in der 9. SSW

Ultraschall in der 9. Schwangerschaftswoche:
Der Embryo misst jetzt 22 mm. Im bewegten Ultraschallbild waren deutliche Bewegungen zu erkennen. Die Anlage der Wirbelsäule wird nun sichtbar. Arm- und Beinansätze sind jeweils etwa 5 mm lang, die Fingeransätze heben sich langsam von der restlichen Hand ab.

Ultraschall in der 10. SSW

Ultraschall in der 10. Schwangerschaftswoche:
Der Embryo misst jetzt 3 cm SSL (Scheitel-Steiß-Länge). Im Gehirn sind die zwei Gehirnhälften (Hemisphären) angelegt. Das Gesicht entwickelt sich, die Augenpartie kann man schon erkennen.

Ultraschall in der 11. SSW

Ultraschall in der 11. Schwangerschaftswoche:
Der Embryo misst jetzt 4,5 cm. Auf dem Ultraschallbild sieht man die Beine, die im Knie geknickt sind, und die Füße (rechts oben). Die Zehen sind schon gut ausgebildet und der Embryo strampelte im bewegten Ultraschallbild kräftig mit den Beinen.

Ultraschall in der 12. SSW

Ultraschall in der 12. Schwangerschaftswoche:
Im Bild sieht man den Kopf des Babys (links) und einen Teil des Oberkörpers (rechts). Gut sichtbar ist die kleine Nase und die Mundpartie. Im Mund sieht man deutlich die Anlagen der Zähne.
Dieser Ultraschall wurde im Rahmen der ersten großen Vorsorgeuntersuchung vorgenommen, die zwischen der 9. und 12. SSW liegt. Jetzt ist auch die beste Zeit für die Chorionzottenbiopsie und Nackenfaltenmessung, um bestimmte Erkrankungen beim Baby auszuschließen.

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Wann kann man per Ultraschall das Geschlecht erkennen?

Viele Eltern interessiert es brennend, das Geschlecht ihres Kindes schon vor der Geburt zu erfahren. Die beste Zeit ist dafür bei Ihrem zweiten regulären Ultraschall, der ungefähr in Schwangerschaftswoche 20 ansteht. Dann ist es ziemlich einfach, das Geschlecht zu bestimmen, wenn sich Ihr Baby dem Gynäkologen/ der Gynäkologin im Ultraschall gut präsentiert. Der Unterschied zwischen Jungen und Mädchen ist in diesem Stadium ziemlich offensichtlich. Wenn Ihre Schwangerschaft fortschreitet, wird der Unterschied noch deutlicher und, vorausgesetzt, dass Ihr Baby von reichlich Fruchtwasser umgeben wird und es seine Füße nicht zwischen seinen Beinen eingezogen hat, kann auch die Ultraschalluntersuchung im letzten Drittel das Geschlecht deutlich zeigen.
In den ersten Wochen ist es jedoch nicht so leicht. Das Geschlecht eines Kindes wird zwar schon genetisch bei der Zeugung bestimmt. Aber im frühen Entwicklungsstadium sehen alle Embryos gleich aus.
Alle Embryos haben eine Art Knospe, die man als Wölbung oder auch Protuberanz bezeichnen kann. Bekommen Sie einen Jungen, beginnt Ihr Körper ungefähr in der achten Schwangerschaftswoche mit der Produktion von Testosteron. Dadurch wird die kleine Wölbung angeregt zu wachsen und entwickelt sich zu einem Penis und einem Hodensack. Bei einem Mädchen wird sie zur Klitoris und zu Schamlippen.

Dies ist ein allmählicher Prozess und erst ab ungefähr Woche 11 wird es möglich, überhaupt einen Unterschied zwischen den Geschlechtern zu erkennen. In diesem Stadium ragt bei allen Babys etwas hervor. Bei Jungen besteht die Tendenz, dass es in einem Winkel von mehr als 30 Grad zur Wirbelsäule nach oben zeigt. Bei Mädchen ist es waagerechter und in einem Winkel von weniger als 30 Grad. Das Baby muss auf dem Rücken liegen, damit dies beim Ultraschall gesehen werden kann.
Die beiden Aufnahmen, die Sie im Folgenden sehen, zeigen zwei Babys in der 13. Woche der Schwangerschaft (SSW 12 plus einige Tage). Hier können Sie die verschiedenen kleinen Vorwölbungen gut erkennen.
Das Baby oben hat einen kleinen Zipfel, der im Winkel von mehr als 30 Grad steht, deshalb ist es wahrscheinlich ein Junge. Er beginnt bereits einem Penis und dem Hodensack zu ähneln.
Das Baby unten hat eine Wölbung, die eher horizontal zum Körper des Babys und parallel zur Wirbelsäule ist, deshalb ist es wahrscheinlich ein Mädchen.
Der Unterschied zwischen den beiden Babys ist sehr deutlich. Aber er ist nicht immer so klar.
Das Bild von dem Baby hier rechts wurde zwischen Schwangerschaftswoche 11 und 13 gemacht. Die Wölbung scheint in einer Lage zu sein, die horizontal ist, parallel zur Wirbelsäule und deshalb weiblich, aber die Form sieht mehr nach einem Jungen aus. Gar nicht so einfach, oder?
Tatsächlich ergeben Untersuchungen, dass Prognosen zu diesem Zeitpunkt eine ziemlich unsichere Sache sind. Ältere Studien zeigten, dass selbst bei Babys, die in einer günstigen Position lagen, sehr erfahrene Sonographie-Spezialisten mit den besten Ultraschallgeräten das Geschlecht in Schwangerschaftswoche 11 nur in 70 Prozent der Fälle richtig bestimmt haben. In Schwangerschaftswoche 12 war die Trefferquote etwas besser als 9 von 10 Fällen.
In einer neueren Studie konnten Sonographie-Experten das Geschlecht in Schwangerschaftswoche 12 nur bei 46 Prozent aller Babys richtig bestimmen. In Woche 13 waren es 80 Prozent richtige Vorhersagen.
Es ist deshalb unwahrscheinlich, dass Sie das Geschlecht bei einer routinemäßigen ersten Ultraschalluntersuchung erfahren. Die meisten Ultraschallgeräte sind technologisch für so genaue Widergabe nicht ausgerüstet. Und der Sonographie-Spezialist wird nicht darauf warten können, dass sich Ihr Baby in eine optimale Position dreht. In Schwangerschaftswoche 13 kann sich Ihr Baby zusammenrollen oder herumturnen, deshalb kann es sehr schwierig sein, den richtigen Winkel zu erwischen.
Wenn Sie also keine „Falschmeldung“ bekommen möchten, sollten Sie sich lieber in Geduld üben. Es kann frustrierend sein, wenn einem das Geschlecht mitgeteilt wird und man muss später feststellen, dass das falsch war. Wenn es nicht unbedingt erforderlich ist, dass Sie das Geschlecht erfahren, weil Sie in Ihrer Familiengeschichte geschlechtsgebundene genetische Probleme haben, dann warten Sie bis zu Ihrem detaillierten Ultraschall in der Mitte der Schwangerschaft. Die Chance, das Geschlecht richtig zu erkennen, ist dann viel größer.
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Quellen

Chigbu C.O., Odugu B., Okezie O.. 2008. Implications of incorrect determination of fetal sex by ultrasound. Int J Gynaecol Obstet 100(3):287-90
Efrat Z., Akinfenwa O.O., Nicolaides K.H.. 1999. First trimester determination of fetal gender by ultrasound. Ultrasound Obstet Gynecol 13(5):305-7
Zampieri N., Zamboni C., Ghidini A. et al. 2008. Prenatal sonographic evaluation of male genitalia development. Minerva Ginecol 60(4):317-21

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