25 monate altes kind

Bild: © Alexandr Vasilyev / Adobe Stock

26. Lebenswoche: Der fünfte Wachstumsschub geht mit einer extremen Klammerphase einher. Wo die Mamis vorher mal schnell zur Toilette konnten, ohne dass die Babys sichtlich reagierten, schreien sie nun in dieser Situation das ganze Haus zusammen.

Meine Tochter lag vormittags immer im Wohnzimmer auf ihrer Krabbeldecke und spielte. So konnte ich in aller Ruhe den Haushalt erledigen. Von einem auf den anderen Tag (sie war damals genau 25 Wochen alt) schrie sie wie am Spieß, sobald ich den Raum verließ und außer Sichtweite war. Ich war leicht verzweifelt und machte drei Kreuzzeichen, dass ich mein Tragetuch hatte, und sie einfach überall hin mittragen konnte.

Papa der fremde Mann

Kommen Fremde auf das Baby zu, reicht oftmals ein Blick oder ein „Hallo“, um eine erneute Schrei-Attacke auszulösen. Selbst vertraute Personen wie Papa, Oma oder Opa, werden jetzt angeschrien und dürfen nur mit Sicherheitsabstand Kontakt aufnehmen. Diese Erfahrung frustriert nicht nur Papa und die Großeltern, sondern auch Mütter, da sie keine Minute ohne ihr Baby verbringen können. Selbst einfache Dinge wie das Duschen werden zu einer Lebensaufgabe.

Im Video: Keine Angst vor den Schüben!

(Video startet eventuell nach einer Werbung)

Doch lasst es euch gesagt sein – Es kommen wieder bessere Zeiten!

Der 26-Wochen-Schub dauert in etwa vier Wochen. Der Beginn liegt meist zwischen der 22. und 23. Woche und endet nach der 26. oder 27. Woche.

In dieser Entwicklungsphase lernen eure Kinder „Zusammenhänge“ herzustellen. Sie verstehen nun, dass Dinge im räumlichen Abstand zueinander stehen. Dieser bleibt entweder kontinuierlich gleich (was ihnen Sicherheit gibt), oder aber verändert sich, in dem zb. die Mutter den Raum verlässt (was sie verunsichert und ängstigt). Wird der Abstand zu groß, weint das Kind, weil es sich hilflos und alleine fühlt und scheinbar nichts an dieser Situation ändern kann.

Das Weinen, um den Abstand zu verringen und den Kontakt wieder herzustellen (zb die Mutter kommt zurück in den Raum), ist ein folgerichtig angewandter „Zusammenhang“. Damit wollen Babys uns aber weder manipulieren, noch werden sie verwöhnt, wenn man ihrem Bedürfnis nachgeht. Denn ihre Reaktion (das Weinen) wird durch das Bindungsbedürfnis aktiviert, das Alarm schlägt, sobald die Bezugsperson nicht mehr in Reichweite zu scheinen mag.

Kinder provozieren nicht – sie erforschen neue Zusammenhänge

Eine weitere neue Errungenschaft ist die Erkenntnis, dass eine Handlung eine weitere verursachen kann. Wird zum Beispiel an einem Spielzeug ein bestimmter Knopf gedrückt, fängt die Musik an zu spielen, oder ein Licht blinkt. Zu diesem Zeitpunkt beginnt ein Spiel, das viele Eltern als Provokation interpretieren:

Das Baby sitzt im Hochstuhl und lässt immer wieder einen Löffel, Becher oder das Spielzeug auf den Boden fallen. Wird dieser aufgehoben, landet er nach kurzer Zeit wieder auf dem Boden.

Das ist aber weder als Provokation gedacht, noch eine böse Absicht. Das Kind hat nur erkannt, dass der Gegenstand, den es gerade fallen gelassen hat, auf den Boden fällt und ein Geräusch produziert. Es hat also den Zusammenhang zwischen fallen lassen und Geräusch erkannt. Toll, oder?! ?

Tipps für den Alltag

Auch während diesem Schub kann ein Tragetuch oder eine Babytrage (wie die Manduca), ein hilfreiches Mittel gegen weinerliche und ängstliche Babys sein. Wenn man zum Beispiel den Haushalt erledigen möchte, ist es oft der letzte rettende Anker, um durch den Tag zu kommen.

Spielzeuge, welche zu einer Handlung auffordern, sind genau das richtige für euer Kind. Wie zum Beispiel der Knopf, den man drückt, damit der schnuffelige Teddy ein Lied vorsingt. Aber auch Alltagsmaterialien, wie Töpfe oder ein Kochlöffel, werden eurem Kind große Freude bereiten.

Da die Kinder nun mit dem Urasche-Wirkungs-Prinzip beschäftigt sind, werden sie an den unmöglichsten Stellen und Orten versuchen, ihre Finger hineinzustecken. Wichtig ist spätestens ab jetzt, die Wohnung kindersicher zu machen! Alle Steckdosen sollten mit einer speziellen Kindersicherung versehen werden. Und auch Topfpflanzen, die in Reichweite stehen, sollten mit einem Gitter geschützt werden, damit das Kind nicht an die Blumenerde gelangen kann.

Artikelreihe: Die Wachstumsschübe

0. Jeder Schub eine neue Fähigkeit

1. Wachstumsschub – Wahrnehmung

2. Wachstumsschub – Muster

3. Wachstumsschub – fließende Übergänge

4. Wachstumsschub – Ereignisse

5. Wachstumsschub – Zusammenhänge

6. Wachstumsschub – Kategorien

7. Wachstumsschub – Reihenfolge

8. Wachstumsschub – Programme

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Von einem Tag auf den anderen braucht Dein Baby extrem viel Aufmerksamkeit. Es weint mehr, will permanent Deine Nähe und hat scheinbar ständig Hunger? Herzlich willkommen, Dein Nachwuchs ist vermutlich im 5. Wachstumsschub von insgesamt 8 Wachstumsschübe angekommen.

Damit hast Du auch die Hälfte aller Entwicklungssprünge hinter Dir. Im ersten Jahr machen Babys acht herausfordernde Phasen durch, in denen Sie neue Fähigkeiten ausbilden. Dies geschieht hauptsächlich dadurch, dass sich das Gehirn weiterentwickelt und innerhalb von 12 Monaten auf die doppelte Größe wächst.

Bei allen termingerecht geborenen Säuglingen passieren diese Schübe in etwa um die gleiche Zeit. Meistens merken die Eltern schnell, wenn der nächste Sprung ansteht, weil die Kleinen sich auffällig verhalten.

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Baby im 26 Wochen Schub – Anzeichen und Symptome

Wann beginnt der 5. Wachstumsschub und wie lange dauert er?

Der 5. Entwicklungssprung findet etwa zwischen der 23. Und 26. Lebenswoche des Babys statt. Im Durchschnitt dauert er etwa vier Wochen. Je nach Säugling kann er schon nach einer Woche überstanden sein oder fünf Wochen dauern.

Woran erkennt man den 26 Wochen Schub?

Im Grunde genommen gehen alle Wachstumsphasen mit den gleichen Herausforderungen einher.

  • Die Kleinen schlafen schlechter
  • Sie haben vermehrt oder keinen Appetit
  • Babys sind dann nörgelig und weinerlich
  • Der Säugling will sich Kleidung nicht ausziehen oder sich wickeln lassen
  • Wenn das Baby weint, dann lässt es sich schlecht beruhigen
  • Der Nachwuchs ist schnell frustriert und neigt zu Wutanfällen
  • Kinder brauchen viel Nähe

Für Eltern und Babys sind die Entwicklungssprünge anstrengende Phasen, die nach wenigen Tagen bis Wochen überstanden sind. Die Entwicklung neuer Gehirnstrukturen braucht ungeheuer viel Kraft. Mehr als die Hälfte seiner Energie verwendet der Babykörper dafür.

Vielen hilft es in der Zeit zu wissen, dass das Kind mit seinen neuen Fertigkeiten überfordert sein kann. Deshalb weint es vermehrt, wacht nachts häufig auf und sucht permanent Körperkontakt.

Mach Dir keine Sorgen, falls Dein Baby plötzlich wieder die Beikost verweigert. Wenn Du zwischen dem 19-Wochen-Schub und diesem Entwicklungsschub mit dem Breifüttern angefangen hast, kann es sein, dass Dein Kind während der Wachstumsphase nur noch Milch verlangt.

Macht Dein Baby sonst einen gesunden Eindruck, ist dieses Verhalten durchaus normal. Gönne dem Säugling mittags wieder seine Milch, wenn es diese verlangt. Stillmamas brauchen sich keine Gedanken wegen der Flüssigkeits- und optimalen Trinkmenge zu machen.

Falls Du das Gefühl hast, dass Dein Körper seit Einführung der Beikost weniger Milch produziert, hast Du wahrscheinlich recht. In dem Augenblick, wo das Kind wieder häufiger anliegt, steigert sich automatisch wieder die Produktion.

Dein Baby kann in dem Alter von 26 Wochen seine Emotionen noch nicht einordnen und erlebt neue Gefühle wie Wut, Trennungsschmerz und Angst. Zeig Verständnis für die Sorgen und Nöte der Kleinen. Nimm das Kind viel auf den Arm, trage es am Körper, versuche es immer zu beruhigen, wenn es weint.

Merkst Du, dass langsam Deine Geduld und Kraft nachlässt? Dann suche Hilfe im Familien- und Freundeskreis. Zwar fremdeln die Kleinen im 26 Wochen Sprung gerne, aber manchmal braucht Mama eine Auszeit, um anschließend wieder liebevoll mit dem Nachwuchs umzugehen. Egal, wie schwierig die Phase ist, sie wird bald vorbei sein und Dein Baby beherrscht anschließend tolle, neue Dinge.

Neue Fähigkeiten Deines 26 Wochen alten Babys – das passiert im Kopf

Der 26-Wochen-Schub steht unter dem Begriff „Zusammenhänge“. Das Baby kann diese nämlich jetzt erkenne. Es sieht beispielsweise eine Katze und weiß, dass diese Miau macht. Außerdem begreift der Nachwuchs räumlichen Abstand.

Die Herausforderung ist, dass der Säugling jetzt bemerkt, wenn die Mama aus dem Zimmer geht. Aus Unsicherheit darüber, dass sich der Abstand zwischen ihm und der Bezugsperson vergrößert, fängt das Baby an zu weinen. Wichtig ist, dass die Mutter zu dem Kind geht und es beruhigt. Dadurch wird das kleine Geschöpf nicht verwöhnt, sondern es erfährt Sicherheit.

Im Zuge der gleichen Entwicklungsphase fangen Babys an Löffel und andere Gegenstände fallen zu lassen. Das wiederholte Aufheben von Dingen, mag die Eltern nerven, das Kind meint es aber nicht böse. Es hat nur gelernt, dass seine Handlung etwas auslöst. Ein herunterfallender Löffel verursacht ein Geräusch etc.

Die Kleinen wollen nun Ursache und Wirkung erforschen. Sie drücken einen Kopf am Spielzeug und ein Lied erklingt. Allerdings versuchen Sie nun auch gerne Finger in Steckdosen zu stecken. Sorge deshalb unbedingt dafür, dass spätestens ab dem 26 Wochen Schub die Wohnung oder das Haus kindersicher ist.

Lesetipp: Sinnvolle und unnötige Kindersicherungen für zuhause

Das Kind wird mit einem haben Jahr auch immer mobiler. Es wird nach dem Wachstumsschub Krabbelversuche unternehmen, seine motorischen und sprachlichen Fertigkeiten weiter ausbauen.

3 geniale Spiele für den 5. Wachstumsschub und danach

Stapelbecher

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Weil das Kind jetzt Zusammenhänge erkennen kann, liebt es bestimmt das Stapelbecher-Spiel. Du kannst die Becher entweder selbst basteln, es gibt sie aber auch günstig zu kaufen. Die Kleinen lieben es, erst Türme zu bauen aber diese dann auch wieder einstürzen zu sehen.

Kisten packen

Stelle zwei Kisten, von denen eine mit verschiedenen, spannenden und kindgerechten Gegenständen gefüllt ist vor Dein Baby. Fange an die Sachen nacheinander von einer Schachtel in die nächste zu räumen. Dein Säugling wird Dich nachahmen und versuchen immer wieder die Dinge von einer Box in die andere zu räumen. Hierbei werden motorische Fähigkeiten gut trainiert.

Applaus, Applaus

Du kannst versuchen Deinem Baby das Klatschen schmackhaft zu machen. Die Gehirnstruktur könnten im Rahmen des 26 Wochen Schubs so ausgeprägt sein, dass das Kind jetzt die flachen Hände zueinander bringen kann.

Setze Dich dafür idealerweise gegenüber von Deinem Nachwuchs hin und singe:

„Klatsch, klatsch, klatsch

Wir klatschen in die Hände.“

Die Auswahl der Melodie bleibt Dir selbst überlassen, wichtig ist nur, dass Du jedes Mal, wenn Du „klatsch“ oder „klatschen“ singst, dabei tatsächlich in die Hände klatscht. Das Baby versucht normalerweise die Bewegung zu imitieren.

Ein wichtiger Hinweis zu allen Spielen und auch den neuen Fähigkeiten, die das Kind im Zuge des 26 Wochen Schubs erwirbt. Kein Mensch ist gleich. Auch Babys entwickeln sich unterschiedlich und haben nicht alle dieselben Vorlieben. Wenn Dein 26 Wochen altes Baby nicht weint, wenn Du den Raum verlässt oder keine Lust auf das Kisten-Packen-Spiel hat, dann ist trotzdem alles in bester Ordnung.

Unser Kleiner ist nun schon 6 Monate alt. Manchmal kann ich es kaum glauben, das schon 6 Monate vergangen sind seit der Geburt. Noch einmal dieselbe Zeit und mein Kleiner feiert seinen ersten Geburtstag. Das letzte halbe Jahr ist relativ schnell vorbei gegangen und war schon gut gefüllt mit Terminen, Alltag und Aufgaben. Das nächste halbe Jahr wird voraussichtlich noch gefüllter sein.

Durch meinen ersten Sohn gibt es natürlich schon viele feste Termine und was vielleicht viel wichtiger ist, einen Tagesablauf. Wie ein Rhythmus, der den Tag in viele kleine und große Zeitabschnitte aufteilt: aufstehen, anziehen, frühstücken, Zähne putzen, zum Kindergarten bringen, vom Kindergarten abholen, Zuhause oder außer Haus spielen, zu Abend essen, Sandmännchen gucken, im Bad bettfein machen, zu-Bettgeh-Ritual mit Mama oder Papa genießen.

Anfangs empfand ich diesen relativ festen Tagesablauf als sehr anstrengend. Das Stillen hatte keinen festen Rhythmus und ich musste trotzdem rechtzeitig in der Kita sein, meinen Großen abholen und wieder rechtzeitig Zuhause sein, um zu stillen.

Über die Monate hinweg hat mein Alltag mit Baby jedoch auch etwas Rhythmus bekommen. Zumindest kann ich nach und nach etwas rhythmisches erkennen, womit sich “arbeiten” lässt. Nachdem mein Kleiner gestillt wurde, spielt er eine Weile, bis er müde wird. Das merke ich daran, dass er sich oft die Augen reibt und zu meckern anfängt. Nach dem Schlafen kommt wieder eine Spielzeit und dann geht es nach Stillen bzw. Brei wieder von vorne los.
Ob der Tag morgens mit frisch gestillt oder ausgeschlafen losgeht, ist mal so und mal so.

Von Zeit zu Zeit verändert sich der Tagesablauf etwas, durch die Fortschritte meines Kleinen und ich versuche mich darauf einzulassen. Diese Woche habe ich z.B. bemerkt, dass mein Kleiner mehr Abwechselung beim Spielen braucht. Nach etwa 10 min spielen ist er gelangweilt. Anfangs dachte ich, er ist schon wieder müde, da er nach kurzer Zeit immer mehr meckerte. Aber auf meinem Arm war er nicht mehr müde, sondern sah sich sehr interessiert um. Daraus leitete ich ab: Bei Mama ist es schöner als auf dem Boden mit Kuscheldecke und Spielzeug! Also hab ich die Babytrage geschnappt, meinen Kleinen rein gesetzt und mich dann wieder an die Arbeit gemacht. Aber schnell gab mir mein Sohnemann zu verstehen, dass das nun auch nicht das Richtige ist. Ratlos habe ich ihn an einer anderen Stelle abgelegt und er sah mich gespannt an. Daraufhin gab ich ihm ein anderes Spielzeug und er hat zufrieden weiter gespielt und erzählt. Zuerst hielt ich das noch für einen glücklichen Zufall, doch nach einem weiteren Spielzeug- und Ortswechsel ahnte ich, dass er ab sofort einfach mehr Abwechselung braucht.

Das funktioniert natürlich nicht, wenn er tatsächlich müde oder hungrig ist oder die Windel mal wieder gewechselt werden muss. Aber im Grunde hat es sich seit ein paar Tagen so eingependelt, dass ich meinen kleinen Spatz immer wieder an einen anderen Ort lege und ihm ein anderes Spielzeug gebe. Mal liegt er im Stubenwagen unter dem Mobile, dann unter dem Rainforest-Bogen mit Musik und Licht, als Nächstes auf einer Decke in der Küche mit der Eisbär-Rassel oder auf der Matratze mit dem Elefanten-Greifling.

Wenn ich das eben Geschriebene so durchlese, klingt das nach stundenlangem Spielen, währenddessen ich alles Wichtige in Ruhe erledigen kann. In Wirklichkeit versuche ich immer möglichst schnell ein paar Sachen zu machen, denn nach 5 -15 min müssen wir wieder weiter wandern. Trotzdem kommt dadurch insgesamt etwas Zeit zusammen, in der ich versuchen kann etwas zu schaffen. Wie schnell sich das wieder ändert, bleibt natürlich abzuwarten, aber momentan bin ich froh, den neuen Spiel-Rhythmus entdeckt zu haben.

Dein Kleinkind mit 25-26 Monaten

Eventuell liest Du Deinem Kind schon seit Monaten aus Büchern vor. Bisher hat es Dir vielleicht andächtig gelauscht – jetzt möchte es selbst ran. Es gibt Bücher, die für Kleinkinder besonders geeignet sind, weil die Seiten aus Plüsch oder knautschbar sind. Greife am Anfang auf solche Exemplare zurück und gehe dann langsam zu Büchern über, die auch richtige Seiten haben. Du kannst Deinem Kind mit 25-26 Monaten diese Bücher als Bücher für Große verkaufen, denn damit zeigst Du ihm, wie vorsichtig es mit den Büchern umgehen sollte und vor allem, dass es jetzt schon groß genug dafür ist. Das wird Dein Kind besonders stolz machen.

Geistige Entwicklung

Bildung für kleine Bücherwürmer

Eine ideale Beschäftigung für Kleinkinder sind Bücher. Diese sind zum Teil schon für Kinder ab wenigen Monaten geeignet. Das sind dann zum Beispiel Plüschbücher, die nur wenige Seiten enthalten. Die Seiten können angefasst, geknautscht und in den Mund genommen werden, ohne dass sie eine Gefahr mit sich bringen. Später kannst Du Deinem Kind Bilderbücher geben, die zwar immer noch wenige Seiten haben, aber schon Bücher im eigentlichen Sinne sind. Es ist wichtig, dass Du Deinem Kind im 25. und 26. Monat genau erklärst, dass es mit diesem Buch vorsichtiger umgehen muss als mit einem Plüschbuch. Auf diesem Wege vermittelst Du ihm schon eine Art von Verantwortungsbewusstsein. Die Bilder sind zwar mit Texten versehen, haben aber immer noch wenige Seiten. Der Inhalt ist interessant gestaltet und hat eventuell besondere Einschübe wie spiegelnde Motive, Löcher in den Seiten zum Fühlen oder Plüscheinlagen. Die Sinne Deines Kindes werden damit angesprochen und seine Neugierde geweckt. Wahrscheinlich liest Du Deinem Kind schon seit vielen Monaten etwas vor. Wenn es daran Freude hat, lies weiter, denn es fördert die Sprachentwicklung Deines Kindes und Eure Beziehung zueinander. Auch später wird sich Dein Kind gerne an die Zeit des Vorlesens zurückerinnern und ein gutes Verhältnis zu Büchern entwickeln. Hörspiele sind für Kinder in diesem Alter noch nicht geeignet, da sie die Chance auf Zwischenfragen verweigern. Außerdem könnten zu aufregende Musik und verschiedene Geräusche Dein Kind beängstigen oder irritieren, wohingegen Deine Stimme eine beruhigende Wirkung hat.

Körperliche Entwicklung

Bewegung macht Spaß!

Mit 25-26 Monaten beherrscht Dein Kind schon viele Bewegungen: Schnelles Laufen, einem Hindernis ausweichen, langsames Gehen und sich bücken. Aber gerade weil Dein Kind nun so bewegungsfreudig ist, solltest Du es nicht aus den Augen lassen. Es ist nämlich gut möglich, dass es auf seinen Erkundungstouren auch auf Gegenstände in Eurer Wohnung klettern möchte, die eigentlich nicht dafür ausgelegt sind. Auch was seine feinmotorischen Fähigkeiten anbelangt, entwickelt sich Dein Kind ständig weiter. So kann es jetzt vielleicht schon problemlos mehrere Bauklötze aufeinander stapeln.

Verhalten

Regeln und Verbote

Zweijährige Kinder werden immer selbstständiger und selbstsicherer. Dein Kind möchte überall dabei sein und Neues entdecken. Im Alltag wird es nun vermutlich immer wieder mit (Deinen) Verboten und Regeln konfrontiert. Es lernt in dieser Zeit, Anweisungen zu befolgen, muss dafür aber seine eigenen Wünsche zurückstellen. Dies ist eine sehr schwierige Angelegenheit für Dein Kind mit 25-26 Monaten. Der Drang, etwas zu machen und zu erleben ist da, aber Mama hat es doch eigentlich verboten und wird ärgerlich, wenn es doch getan wird. Dieses Verständnis hat Dein Kind schon. Aber hin und wieder sind die eigenen Bedürfnisse doch interessanter als Verbote. Und schon hat Dein Kind wieder auf den blinkenden Knopf des DVD-Players gedrückt oder den Küchenschrank mit den Plastikverpackungen ausgeräumt. Mit der Zeit wird Dein Kind immer besser gehorchen. Die anfängliche Akzeptanz einiger Verbote ist schon einmal ein gutes Zeichen. Einerseits entwickelt es ein Verständnis für Regeln und ein Gespür für falsches und richtiges Handeln. Andererseits lernt es, seine eigenen Bedürfnisse in bestimmten Situationen zurückzustellen, was für ein gesellschaftliches Leben von absoluter Notwendigkeit ist. Das Erlernen der Sprache stellt ein grundlegendes Hilfsmittel dar, um spontane Kinderwünsche erfüllen zu können. Inzwischen kann Dein Kind verschiedene Objekte und Menschen – natürlich auch sich selbst – benennen. Diese neue Fähigkeit ermöglicht ein schnelleres Erreichen von Zielen, da die Umwelt nun auf Anhieb versteht, was Dein Kind möchte. Somit lässt die kindliche Frustration nach und Dein Kind muss seltener weinen.

Gesundheit

Von der Windel zum Töpfchen

Beim Übergang von der Windel zum Töpfchen hat jedes Kind sein eigenes Tempo. Einige Kinder sind im 25.-26. Monat schon bereit, auf eine Windel zu verzichten und aufs Töpfchen zu gehen, während andere Kinder lieber noch eine Windel tragen wollen. Du solltest Deinem Kind dennoch immer wieder ein Töpfchen anbieten oder es auf die Toilette setzen. Für die Toilettenbrille gibt es spezielle Aufsätze für Kleinkinder. So kann Dein Kind bequem auf der großen Toilette sitzen, ohne hineinzuplumpsen. Die meisten Kinder können mit 25 und 26 Monaten jedoch noch nicht sicher abschätzen, wann sie auf die Toilette beziehungsweise auf das Töpfchen müssen. Daher solltest Du auf keinen Fall mit Deinem Kind schimpfen, wenn es sich versehentlich in die Hose macht.

Essen

Abwechslungsreiche Kost

Natürlich ist eine abwechslungsreiche Ernährung für Kinder in jedem Alter wichtig. Gerade bei Kindern im 25.-26. Monat kann es jedoch vorkommen, dass sie sich nichts aus abwechslungsreicher Kost machen. Viele Kinder entwickeln in diesem Alter eine ganz bestimmte Vorliebe für ein Nahrungsmittel und wollen dann ausschließlich davon essen. Eltern lässt dieses Essverhalten oft verzweifeln. Trotzdem solltest Du nicht müde werden, Deinem Kind immer wieder gesunde Kost – sprich Obst, Gemüse und Vollkornprodukte – anzubieten. Früher oder später kommt Dein Kind dann ganz sicher auf den Geschmack.

Schlafen

Vom Gitterbett ins große Bett

Mit 25 und 26 Monaten benötigt Dein Kind etwa elf Stunden Schlaf in der Nacht und eine bis anderthalb Stunden Schlaf am Nachmittag. Einige Kinder brauchen nun sogar gar keinen Mittagsschlaf mehr. Wenn Dein Kind keinen Mittagsschlaf machen möchte, solltest Du aber darauf achten, dass es abends etwas früher ins Bett geht. Generell kannst Du Dein Kind ungefähr zwischen 19 und 21 Uhr ins Bett bringen. Am Morgen stehen Kinder in diesem Alter in der Regel zwischen 6.30 und 8 Uhr auf. Langsam, aber sicher sollte Dein Kind jetzt auf ein größeres Bett umsteigen. Wenn es dort bleibt, kannst Du das mit einem Lob honorieren.

Spielen

Beim Spielen die Fantasie anregen!

Das schönste Spielzeug muss nicht total durchgestylt und irre teuer sein. Kinder legen glücklicherweise noch keinen großen Wert auf Statussymbole. Es ist ihnen egal, ob der Teddy Secondhand ist oder 100 Euro gekostet hat. Hauptsache, man kann ihn knuddeln, ihn überall mit hinnehmen und auch mal dreckig machen. Und für Dich sollte es wichtig sein, dass das Spielzeug schadstofffrei ist. Das perfekte Spielzeug schränkt die Fantasie Deines Kindes nicht ein. Kinder können mit einfachen Objekten wie Pappkartons, Decken oder Ästen stundenlang Spaß haben. Vorgefertigtes Spielzeug schränkt die Kreativität beim Spielen hingegen immer etwas ein. Kinder haben oftmals nicht die nötige Ausdauer, um sich mit Unmengen an angeblich kindgerechtem Spielzeug auszutoben. Am Ende liegt es nur in der Ecke. Spar Dir das Geld und biete kreative Spielmöglichkeiten an. Vieles hast Du eh schon Zuhause. Auch Deine Fantasie wird durch die Suche nach Spielmöglichkeiten für Dein Kind angeregt. Auf das eine Lieblingsspielzeug sollte man gut aufpassen. Zu bestimmten Dingen können Kinder schon mit 25 und 26 Monaten eine sehr intensive Beziehung aufbauen. So wird der Stoffhund etwa zum besten Freund. Er beschützt Dein Kind, spielt mit ihm und ist immer und überall dabei, denn wenn „Bello“ fehlt, geht Dein Kind nicht mehr aus dem Haus. Pass also gut auf den plüschigen Freund auf.

Geräusche sind spannend

Hämmern und Schreien

Manchmal kommt es einem so vor, als ob Kinder taub wären. Sie hämmern so fest sie können auf irgendwelchen Kartons herum, trommeln auf Töpfen und schütteln ausgiebig die Vorratsbox mit Reis. Die Welt Deines Kindes ist im 25.-26. Monat voller spannender, neuer Geräusche – und alle müssen entdeckt werden. Zeige Deinem Kind die Vielfalt der Geräusche und bringe ihm aber auch bei, dass nicht immer alles nur laut sein muss. Es schadet nicht, wenn man unterschiedliche Lautstärken produziert. Auch wenn die besonders lauten und für Erwachsene nervigen Töne, die spannenderen für Dein Kind sind.

  • Dein Kleinkind mit 23 und 24 Monaten
  • Dein Kleinkind mit 27 und 28 Monaten

25 Monate und alles so schwierig….lang

Hi!
Also, zu den verschiedenen Themen:
1. Durchschlafen tut meiner immer noch nicht (ist fast 3,5!) und wenn, dann wacht er um 7 auf, was für ihn viel zu früh ist, also ists mir fast wieder lieber, er wacht in der Nacht auf und kommt dann zu uns – ach so, selber kommt er immer noch nicht, er plärrt auch. Ich find das auch super anstrengend, einfach weil MIR der Schlaf fehlt. Wir machens so: Am WE schläft er meist einmal bei Oma (wobei, die letzten Wochen kamen wir nicht dazu), nach einer durchgeschlafenen Nacht bin ich wieder ein Mensch. Wenn das nicht geht: Abwechseln. Eine Nacht legt sich Mama zu ihm, eine Papa, der andere kann mal ganz entspannt (notfalls im Gästezimmer) durchschlafen. Einmal bzw. zweimal (jeder einmal) die Woche tut sehr gut und gefährdet weder euer Eheleben noch verzieht ihr das Kind damit.
2. Spielen mit Spielzeug: Das kam bei uns auch erst, mittlerweile spielt er sich oftmals super-schön allein, dass ich fast schon ein schlechtes Gewissen hab. Allerdings eignet sich nur wenig Spielzeug, um wirklich allein damit zu spielen. Besser sind Alltagsdinge, mein Sohn räumt mit Vorliebe Wasch- und Spülmaschine sowie Trockner ein und aus, hilft Äpfelklauben, beim Kehren, etc. Außerdem ist „draußen“ in den aller-allermeisten Fällen besser als drinnen. Setz ihn in den Buggy und fahr ihn, so kann er von den vielen Eindrücken „runterkommen“, sich in seine Welt zurückziehen, … oder geh mit ihm spazieren, vllt. checkt er auch schon das Laufrad, so hat er Action und Bewegung.
3. Dauernde Unzufriedenheit: Ich glaub, deinem Kind ist alles zu viel. In der Kita prasselt sehr viel auf ihn ein: Lärm, Action, „Angebote“, Lerninhalte, Gruppendynamik, … – das ist nicht nur positiv. Gib ihm Zeit, runterzukommen. Lass ihn für sich. Ich würd z.B. das Kinderturnen lassen. Die Meinung, Kinder müssten sich nur ausreichend austoben, dann wären sie schon still, ist zwar weit verbreitet, aber so einfach ist es nicht. Viele Kinder werden durch Action immer aufgedrehter. Wenn ihr was mit ihm macht, macht es so, wie es IHM Spaß macht. Wenn ihr beim Spazierengehen nur 100m kommt, weil er jeden Käfer einzeln untersucht – what shall’s? Nur so als Beispiel (ich bin da selber oft zu blöd). Setzt euch auf die Couch, schaut gemeinsam ein Buch an. Gib ihm nach der Kita ganz viel Aufmerksamkeit und Mama-Zeit und dann mach erst was, was nicht für ihn ist.
4. Urlaub: Im Hotel/Pension etc. find ich das mit Kind absolut nicht erholsam. Mein Kleiner ist eigentlich schon brav und man kann ihn durchaus auch mal in Restaurants mitnehmen ohne eine riesige Spielzeugkiste mitzuschleppen. Aber das geht dann, wenn ER dazu aufgelegt ist. Im Hotel MÜSSTE das Kind dann zu festgelegten Zeiten essen, auch wenn es – z.B. nach langer Autofahrt – grad Bewegung bräuchte. Besser sind Ferienwohnung oder campen. Man kann ja dann an „guten Tagen“ gerne ins Restaurant (machen wir auch), aber an Tagen, wo das Kind knatschig ist, bleibt man eben daheim und holt/kocht sich das, worauf alle gerade Lust haben. Ich find das entspannter. Außerdem sind 3 Tage für so kleine Kinder meist zu kurz. Früher gabs da mal Artikel dazu, dass Kinder eine Woche an einem festen Platz brauchen, um sich wohlzufühlen. Mein KLeiner ist Reisen gewöhnt, aber ich fürchte, selbst bei ihm ist ein Fünkchen Wahrheit dran. Und das obwohl er ja zumindest das „Haus“ immer dabeihat (wir haben nen Wohnwagen).
Fazit: 1. Ausruhen, Kraft tanken –> Kind zu Oma oder Partner und jeder bekommt mal einen oder zwei Tage + Nacht (!) frei.
2. Geduld, nicht zu viel verlangen –> dem Kind Zeit geben, so zu „werkeln“, wie er es will.
3. kein Aktionismus, weniger ist mehr –> streich alles überflüssige, bleibt mal einfach ein paar Tage daheim, ohne großes Programm, mal „nichts-Tun“ und lass dir ja nicht einreden, dem Kind wär langweilig.
Ich hoffe, dir geholfen zu haben. Klar, es gibt Hochs und Tiefs, solange die Hochs überwiegen, ist alles gut. Aber es gibt auch bei uns Situationen, wo mich der Kleine einfach nur nervt. Nicht, dass du meinst, ich wüsste alles besser .

Kleinkind-Entwicklung: Das Kleinkind im 25. Monat

Jetzt, wo das Laufen ohne Schwierigkeiten klappt, lernt dein Kind allmählich auch in die Pedale zu treten. Was dein Kind mit 25 Monaten schon alles kann und womit du sich jetzt mit deinem Kind beschäftigen kannst.

Was dein Kind jetzt schon kann und womit es sich gern beschäftigt

Wenn das Kleinkind laufen lernt, tritt es anfangs mit der ganzen Fußfläche auf, der Gang sieht etwas tapsig aus. Im 3. Lebensjahr läuft dein Kind schon flüssiger in seinen Bewegungen. Die Schritte werden gleichmäßiger, weil das Kleinkind den Fuß beim Laufen von der Ferse bis zu den Zehen abrollt. Dein Kleinkind kann rennen und einem Hindernis ausweichen. Ein Richtungswechsel während des Laufens bereitet ihm nun weniger Probleme.

Wenn du das Kleinkind auf ein Dreirad setzt, stößt es sich vermutlich noch mit den Beinen ab, anstatt die Pedale zu benutzen. Bis zum 3. Geburtstag wird dein Kind sicher schon alleine mit dem Dreirad um die Ecke gefetzt kommen. Im 25. Monaten ist dein Kind sehr aktiv und testet seine Grenzen aus, daher sollten Türen und Fenster gut gesichert sein. Dein Kleinkind braucht viel Bewegung und tobt am liebsten draußen herum, das stärkt die Muskulatur und fördert die Koordination. Wahrscheinlich macht dein Kind nachmittags ein kurzes Nickerchen und ist den Rest des Tages munter, weil es nicht mehr so viel Schlaf braucht.

Dein Kind kann einfaches mechanisches Spielzeug bedienen und trainiert weiterhin seine Feinmotorik. Allmählich kann dein Kind auch alltägliche Dinge, wie die Jacke anziehen allein bewältigen. Auch das Zähneputzen klappt immer besser, auch wenn dein Kind die Zahnbürste noch mit einem Faustgriff festhält. Sein Bewusstsein für Hygiene wächst – es lernt, sich die Hände zu waschen und alleine zur Toilette zu gehen.

Sprachentwicklung im 25. Monat

Mit dem wachsenden Wortschatz kann dein Kleinkind Zwei-Wort-Sätze bilden. Oft verstehen nicht so vertraute Personen noch nicht, was es zu sagen versucht. Aufforderungen, die zwei Schritte beinhalten, kann dein Kind verstehen und ausführen.

Frust und Wutanfälle

Dein Kleinkind ist leicht frustriert und bekommt häufig Wutanfälle, wenn es etwas körperlich noch nicht kann oder sich sprachlich noch nicht ausdrücken kann. Dein Kind fühlt sich manchmal nicht genügend beachtet oder zu sehr eingeschränkt, weil es nicht das machen darf, was es gerade möchte. Hier hilft Trost oder du wartest einfach ab, bis sich dein Kleinkind von alleine beruhigt.

Dein Kind in dieser Phase richtig fördern

Achte darauf, ob das Kleinkind tagsüber eine Pause braucht und gib ihm den nötigen Raum dafür.

Chaos darf sein. Lasse dein Kind experimentieren und sich ausprobieren.

Halte Material zum Basteln wie Papier, Farbstifte, Kreide und Kleber für das Kleinkind bereit, da es sich in einer sehr kreativen Entwicklungsphase befindet. Nimm dir die Zeit, mit deinem Kind zu basteln, malen und zu kleben. Zum kreativen Spaß gehört es, dass das Kleinkind manchmal eine Schweinerei veranstaltet. Versuche das mit Gelassenheit zu nehmen, decke vorsorglich Tisch und/oder den Boden mit Zeitungspapier oder einer Folie ab.

Sei deinem Kind ein gutes Vorbild, was das Teilen angeht. Dieses lernt es vor allem durch Nachahmung und es wird ihm so leichter fallen, Spielzeuge mit anderen Kindern zu teilen und so ein gemeinsames Spiel aufzubauen.
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Kind 25 Monate plötzlich Trennungsangst.

Frage:
Liebe Frau Ubbens,
ich hoffe hier die richtige Expertin angeschrieben zu haben.
Ich habe folgendes Problem und weiß nicht wie ich mich weiter verhalten soll:
Ich habe einen gerade 2 Jahre gewordenen Sohn (02.11.15). Bisher war er überhaupt nicht anhänglich oder klettig. Er ist in jeder Eltern-Kind Gruppe offen auf alle Kinder und Eltern zu gegangen und man könnte ihn ohne das er überhaupt nur wirklich reagiert hat sogar alleine in einer ihm vertrauten Gruppe lassen und mal eben was vergessenes von zu Hause holen. Hab ihn immer gesagt das Mama kurz weg geht aber bald wieder kommt. Er hat immer ok gesagt – und es war auch ok.
Regelmäßig ist er mit meinen Eltern und Schwiegereltern alleine und schläft auch völlig problemlos mal da.
Einen Kita-Platz hat er noch nicht.
Nun habe ich vor kurzem die Gruppen gewechselt und eine Maxi-Gruppe der Kirche gefunden wo 6-7 Kinder (2-3 Jährige) 2 mal in der Woche am Di und am Do alleine ohne Eltern mit 2 Betreuerinnen alleine sind. Ich dachte es sei eine gute Idee, als Übergang zur Kindergartenzeit und das er so sanft einen weiteren Entwicklungsschritt macht.
Jetzt hatte ich ihn zweimal hin gebracht und er ist mit nur wenig Quängelei zwischendrin da geblieben für 3 Stunden. Plötzlich war er beim nächsten Mal nur noch am Weinen wollte nicht weg und da bleiben.
Er weint die ganze Zeit lässt sich auch nicht ablenken. Will aufräumen und zu Mama nach hause..Hab immer gewartet und ihn sonst eher aus der Situation befreit, dann versucht ihn später zu bringen sodass er nur noch 45 Minuten da bleiben soll. Es wird aber immer schlimmer und ich kann es mir nicht erklären…:( jetzt geht er noch normal bis zur Tür und sagt dann an der Tür schon nein nein…wenn ich sage ich geh jetzt kurz und komme wieder wenn die Kinder gesunden haben, macht er völlig dicht weint fast ausschließlich…
Wo ist mein total cooles Kind hin?
Ist das noch normal?
Vielleicht hab ich ihn auch überrumpelt, dass er sofort bei ihm fremden Personen und Kindern bleiben musste ohne Eingewöhnung….
Habe dann wohl zusätzlich noch den Fehler gemacht Ihn im Anschluss immer wieder zu fragen, was los war warum er nach Mama geweint hat usw was sein Verhalten vielleicht verfestigt hat….eigentlich wollte ich das Gegenteil erreichen…
So kann er jedenfalls nicht in der Gruppe bleiben…
will ihn nicht ewig Herz zereißend schreien lassen.. (hab ihn nie schreien lassen und er war auch immer in sich ruhend mit sicherem Vertrauen -so erschien es jedenfalls) Jetzt ist er aber wirklich richtig traurig, nicht etwa bockig und körperlich und psychisch echt fertig, wenn ich ihn aus der Sitation raus holen muss….er ist so aufgeregt und traurig das es mein Herz bricht.
Eigentlich war der letzte Plan das er nur kurz kommt und den Stuhlkreis als Abschluss mitmacht und dann zumindest, wie alle anderen Kinder, das Ende und die normale Abholphase mitbekommt. So lernt Mama kommt und alles wird /ist gut.
Er weint aber jetzt sofort wenn ich sage ich gehe und steigert sich hysterisch so rein dass ich doch eher kommen muss obwohl nur 30-45 Minuten bleiben….
Was soll ich nur tun?
Ihm ne Pause gönnen es dann nochmal versuchen?
Es thematisieren mit ihm oder besser doch nicht?
Es ganz aufgeben?
Bisher kenne ich mein Kind nur als unkompliziert und total cool! Ohne Mama war kein Problem. Er ging auch mitbOma in eine Gruppe usw…
Jetzt will er plötzlich bei mir im Bett schlafen (er schläft seid dem er 8 Monate war und nicht mehr voll gestillt im Babybay geschlafen hat – immer bei ihm im Zimmer. Plötzlich will er zu uns ins Bett. Auch soll Mama und nicht Papa ihn ins Bett bringen. Bisher war es ihm egal wer von uns…
Was hab ich falsch gemacht oder kann ich etwas ändern?
Ist es noch ein normales Verhalten /Phase?
Wie verhalte ich mich richtig?
Ich möchte ihn nicht überfordern wenn er mit etwas noch nicht weit genug ist aber auch nicht ihm die Chance nehmen selbständig zu reifen falls der Fehler bei mir liegt…
Versteh die Welt nicht mehr…
Vielen Dank für das lesen des längeren Textes und die Antwort!
M.

von Marima211 am 12.12.2017, 23:06 Uhr

Soziales Verhalten

LIEB ZUEINANDER SEIN

Der Wunsch, anderen helfen zu wollen, ist etwas ganz Natürliches. Es ist eine aufrichtige, typisch menschliche Emotion. Es wird sogar behauptet, dass Menschen, die anderen helfen, glücklicher sind und länger leben! Aber nicht jedermann ist immer für seine Mitmenschen da. Der Charakter und also auch die Bereitschaft, anderen zu helfen, entsteht schon in jungen Jahren. Aber wie genau funktioniert das? Und warum zeigt das eine Kind ein gutes soziales Verhalten und das andere nicht oder in viel geringerem Maße?

ENTWICKLUNG DES SOZIALEN VERHALTENS BEI KLEINEN KINDERN

Babys reagieren schon von Geburt an auf die Emotionen von anderen. Sie können zum Beispiel den Gesichtsausdruck ihrer Eltern nachahmen oder spontan anfangen zu weinen, wenn sie ein anderes Baby weinen hören. Wie haben es dann allerdings noch nicht mit echten Emotionen des Babys zu tun, sondern mit purem Nachahmverhalten. Aber mit drei Monaten reagieren Babys schon unterschiedlich auf fröhliche oder traurige Gesichter.

Ein einjähriges Baby reagiert bereits teilnahmsvoll auf Bilder von weinenden Kindern und ab diesem Alter wird sich die Fähigkeit, Mitleid mit anderen zu empfinden immer stärker ausbilden. Die Hälfte aller Kleinkinder im Alter von 13-15 Monaten versucht, eine Person zu trösten, wenn diese traurig ist. Das Kleinkind wird dann versuchen, diese Person anzufassen oder zu umarmen, weil es gerne möchte, dass der andere sich besser fühlt.

Etwa zwischen dem 18. und 20. Monat zeigt das Kleinkind ein aktives Verhalten, wenn es andere trösten möchte. Es teilt sein Spielzeug mit einer traurigen Person oder bringt jemandem, der krank ist, ein Pflaster oder eine Decke.

Kleinkinder von 23-25 Monaten zeigen neben aktivem Verhalten auch Besorgtheit. Sie machen dann zum Beispiel Vorschläge, um dem anderen dabei zu helfen, sich besser zu fühlen. Natürlich sind dies noch Vorschläge, die ganz aus der Erlebniswelt des Kindes stammen. Ein knapp zweijähriges Mädchen reicht seiner traurigen Mutter zum Beispiel ihre Lieblingspuppe, weil es selbst gerne mit der Puppe kuschelt und annimmt, dass seine Mutter sich auch besser fühlen wird, wenn sie mit der Puppe kuschelt.

Im Alter von drei bis vier Jahren beginnen Kinder zu begreifen, dass nicht jeder so reagiert wie sie selbst. Was ein Kind selbst schön findet, muss ein anderer nicht unbedingt auch schön finden. Das Kind versucht dann dahinterzukommen, warum eine andere Person so reagiert, wie sie reagiert und wie es dieser Person am besten helfen kann.

Je älter ein Kind wird, desto häufiger beobachtet es, wie ein Mensch einen anderen tröstet oder einem anderen hilft. Es gelingt ihm immer besser, logische Schlussfolgerungen zu ziehen, wodurch es sich immer besser in andere einfühlen kann. So wird es immer geschickter darin, anderen behilflich zu sein.

Die meisten Teenager leben in ihrer eigenen Welt. Sie beschäftigen sich mit ihrem Imago und ihrer Beliebtheit. Meist identifizieren sie sich mit einer bestimmten Gruppe und begegnen Außenstehenden mit Feindseligkeit. Gut zwei Drittel aller Teenager zeigen ein egoistisches Verhalten und sind nicht schnell dazu bereit, anderen zu helfen. Nur ein Drittel zeigt Teilnahme am Schicksal anderer.

DIE ROLLE DER ERZIEHUNG

Eltern spielen eine Schlüsselrolle für die soziale Entwicklung ihres Kindes. Natürlich ist die Art der Erziehung, die ein Kind genießt, hierbei sehr wichtig. Wie genau aber beeinflussen bestimmte Erziehungsmethoden das soziale Verhalten von Kindern?

AUTORITÄRE ERZIEHUNG

Das Kind wird dem Willen seiner Eltern unterworfen und bekommt nur wenig Zärtlichkeit. Die Eltern sind der Chef, und das Kind muss genau das tun, was ihm befohlen wird. Auf diese Weise bekommt das Kind keine Chance, selbständig zu denken, wodurch es beginnt, an sich selbst zu zweifeln. Es wird wenig bis keine Initiative zeigen: Es zieht sich zurück, wenn es sich in der Gesellschaft von anderen Kindern befindet.

Permissive Erziehung

Permissive Eltern bringen ihrem Kind zwar Zärtlichkeit entgegen, aber lehren ihm keine Disziplin und belohnen es nicht für diszipliniertes Verhalten. Diese Erziehungsmethode wird auch als „verwöhnende Erziehung“ bezeichnet. Das Kind bekommt alles in den Schoß geworfen und lernt nicht das Prinzip „Wer nimmt, muss auch geben!“. Ein solches Kind zeigt ein egoistisches Verhalten und kein Interesse für die Bedürfnisse seiner Mitmenschen.

Autoritative Erziehung

Dieser Erziehungsstil wird von Pädagogen als die geeignetste Methode angesehen, um ein Kind eine gesunde Dosis Einfühlungsvermögen entwickeln zu lassen. Die Eltern legen angemessene Grenzen fest und erklären alles mit Autorität und Liebe. Sie sind warm und respektvoll. Sie sprechen mit ihrem Kind darüber, welchen Effekt ein bestimmtes Verhalten auf andere hat. Sie erwarten u.a. von ihrem Kind, dass es kleine Aufgaben übernimmt und geben ihm zum Beispiel die Chance, uneigennützige Taten auszuführen. Das Kind lernt, sich in seine Mitmenschen einzufühlen und wird schnell bereit sein, einem anderen zu helfen.

EINFÜHLUNGSVERMÖGEN

Einfühlungsvermögen kann mehreren Zwecken dienen. Der wichtigste ist natürlich, einem Mitmenschen gut helfen zu können. Aber es ist auch nützlich, die Reaktion eines anderen Menschen voraussehen zu können, wenn man diesem eine schlechte Nachricht übermitteln muss. Um den Schmerz zu mildern, erfindet man eine Ausrede, von der man sicher weiß, dass der andere sie akzeptieren wird.

Mama bittet zum Beispiel ihren achtjährigen Sohn darum, artig mit seiner dreijährigen Schwester zu spielen. Der Sohn hat aber keine Lust dazu und sagt deshalb, dass es noch Hausaufgaben machen muss. Mama wird dann natürlich nicht zu ihm sagen: „Lass die Hausaufgaben mal sein.“.

Übrigens wird Einfühlungsvermögen auch für asoziales Verhalten missbraucht. Wenn man jemanden zielgerichtet ärgern will, ist es nützlich, wenn man dessen Schwachstellen kennt und somit voraussehen kann, wodurch man diese Person am meisten verletzten kann.

DAS GUTE VORBILD

Entscheidend für die soziale Entwicklung eines Kindes ist das Vorbild, das es bekommt. Kinder achten mehr darauf, was ein Erwachsener tut als darauf, was er sagt und werden nachmachen, was sie sehen. Dabei beeindrucken es Vorbilder von Wärme und Liebe mehr als gefühlskalte Vorbilder. Kinder haben ein großes Bedürfnis danach, sich mit Menschen zu identifizieren, zu denen sie eine enge emotionale Bindung haben, meist mit den Eltern also.

Untersuchungen haben gezeigt, wie wichtig die Kombination von einer starken Bindung und dem guten Vorbild ist. Jungen im Kindergartenalter, die einen liebvollen, warmherzigen Vater haben, zeigen mehr Freigebigkeit und Einfühlungsvermögen als gleichaltrige Jungen, die einen weniger liebevollen Vater haben. Ein zehnjähriges Kind ist genauso selbstlos und aufmerksam wie sein gleichgeschlechtliches Elternteil.

NORMEN UND WERTE

Der wichtigste Ort, an dem Kinder Normen und Werte erlernen, ist die Familie. Dabei ist es wichtig, dass ein Elternteil oder am besten beide Eltern häufig im Leben des Kindes anwesend ist, sowohl körperlich als auch emotional und intellektuell. Außerdem tragen Schule, Vereine und gesetzliche Regelungen zur gesunden Entwicklung von Normen und Werten bei. Dieser Effekt ist allerdings minimal, wenn das Kind zu Hause keine Aufmerksamkeit bekommt.

TIPPS STIMULEREN SOZIALES VERHALTEN

Was können Sie als Eltern tun, um das soziale Verhalten Ihres Kindes zu stimulieren?

  • Lassen Sie Ihr Kind spüren, dass es Gutes tut, wenn es zu anderen Menschen lieb ist und anderen hilft.
  • Seien Sie ein gutes Vorbild und seien Sie selbst lieb zu anderen und zu Ihrem Kind. Wenn Sie das selbst nicht tun, wird Ihr Kind Ihr Verhalten nachmachen.
  • Die Medien üben auch Einfluss aus. Ein Kind, das freundliches Verhalten im Fernsehen sieht, wird versuchen, dies nachzumachen.
  • Wenn Ihr Kind älter wird, werden andere Vorbilder als die Eltern wichtig. Aber all zu häufig fallen Kinder dem (mitunter feindseligen) Druck Ihrer Altersgenossen zum Opfer. Versuchen Sie, Ihr Kind mit helfenden Personen zu umgeben, und versuchen Sie, es erfahren zu lassen, wie viel Genugtuung es mit sich bringt, jemandem zu helfen. Anfangs wird es vielleicht noch widerwillig helfen, aber mit der Zeit wird es dies gerne von sich aus tun.
  • Erzählen Sie Ihrem Kind von berühmten Wohltätern wie Mutter Teresa und Mahatma Ghandi und zum Beispiel von bekannten Schauspielern und Popstars, die viel Gutes tun.
  • Versuchen Sie, Ihr Kind nicht bestrafen, indem Sie ihm Privilegien entziehen, wenn es sich einmal nicht sozial verhalten hat. Das führt nur dazu, dass es sich verteidigen und absichern wird. Mit anderen Worten: Es wird sich dann auf sich selbst konzentrieren. Versuchen Sie vielmehr, seine Empathie zu wecken, indem Sie ihm zum Beispiel erzählen, dass seine Schwester jetzt traurig ist, weil es ihr einen Stoß gegeben hat, wodurch sie hart hingefallen ist. So wird Ihr Kind seine Aufmerksamkeit auf andere richten anstatt auf sich selbst.

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