24 ssw bauch

24. Woche

Wenn Sie einen erhöhten Blutdruck oder Eiweiss im Urin haben, werden Sie ab der 24. SSW etwas gründlicher überwacht. Beide Befunde können ein Anzeichen für eine Präeklampsie sein. Die Präeklampsie, auch Gestose oder Schwangerschaftsvergiftung genannt, kann nicht nur die Versorgung Ihres Kindes beeinträchtigen, sondern unbehandelt in eine auch für Sie lebensgefährliche Eklampsie übergehen. In den meisten Fällen ist sie aber durch Ruhe und kleine Umstellungen in der Ernährung gut zu beherrschen.

Von nun an wird Ihr Frauenarzt, Ihre Frauenärztin häufig den Hämoglobinwert im Blut bestimmen. Das ist nur ein kleiner Stich in die Fingerbeere, aber damit wird festgestellt, ob Sie genug rote Blutzellen haben, um Ihr Baby optimal mit Sauerstoff zu versorgen. Falls der Hb-Wert zu niedrig ist, liegt wahrscheinlich ein Eisenmangel vor. Eventuell muss dann zusätzlich ein Eisenpräparat eingenommen werden.

In der 24.-27. Woche wird auch der Antikörper-Suchtest im Blut wiederholt. Dabei geht es nicht nur um Blutgruppen-Antikörper, sondern auch um frische Antikörper nach Infektionen (IgM), z.B. Röteln oder Toxoplasmose. Wenn Sie Rhesus negativ sind und keine Anti-D-Antikörper nachweisbar sind, wird Ihnen wahrscheinlich in der 28. – 30. SSW eine Spritze mit Anti-D-Globulin (Rhesus-Prophylaxe) gegeben.

Die Gebärmutter steht jetzt schon mindestens auf Nabelhöhe. Dadurch dass sie soviel Raum in Anspruch nimmt, verursacht sie so manche kleine Unannehmlichkeit wie Magenbrennen oder Sodbrennen, Verstopfung und Blähungen. Wie bei Hämorrhoiden ist auch hier die wirksamste und ungefährlichste Behandlung eine ballaststoffreiche Ernährung und viel, viel trinken. 1,5 bis 2 Liter sollten es pro Tag sein! Natürlich müssen Sie dann noch häufiger auf die Toilette laufen. Aber die häufige Entleerung und Durchspülung der Harnblase ist extrem wichtig. Weil der Uterus auf die ableitenden Harnwege drückt, kann die Blase oft nur unvollständig entleert werden. Und in diesem „Restharn“ können sich nur zu gut Keime vermehren. Harnwegsinfektionen sind aber wiederum ein Risikofaktor für Frühgeburten!

Auch wenn man Ihnen weismachen will, dass die Bauchform Rückschlüsse auf das Geschlecht des Kindes zuliesse: Lachen Sie drüber! Das gehört eindeutig in den Bereich der Ammenmärchen. Wie sich ein schwangerer Bauch vorwölbt, hängt von der Form und Kippung Ihres Beckens, der Stärke Ihrer Bauchmuskulatur und Ihres Bindegewebes und der Krümmung der Wirbelsäule ab. Achten Sie schon jetzt konsequent auf eine gerade Haltung – ein Hohlkreuz ist tabu. Versuchen Sie, im Stehen das Becken (bzw. das Schambein) leicht nach vorne und oben zu kippen. In ein paar Wochen werden Sie mit weniger Rückenschmerzen belohnt!

Es gibt aber auch Positives in diesen Wochen: Ihre Haut ist wahrscheinlicher reiner und glatter als vorher, die Haare sind dick und glänzend, die Fingernägel brechen nicht mehr so leicht ab. Allerdings neigt die Haut zu Verfärbungen, Pigmentationsstörungen, z.B. bräunliche Flecken im Gesicht (Chloasma, die sog. Schwangerschaftsmaske) und eine dunkle, senkrechte Linie auf der Bauchmitte (Linea nigra). Keine Angst, sie verschwinden einige Zeit nach der Geburt fast vollständig. Lästig ist allerdings der Juckreiz vor allem auf der Bauchhaut durch die immer stärkere Dehnung. Konsequente Hautpflege sollte helfen. Falls nicht: Sprechen Sie es beim nächsten Vorsorgetermin an, denn es kann auch eine ernsthafte Ursache, z.B. eine Schwangerschafts-Cholestase, dahinterstecken.

…und so entwickelt sich Ihr Baby in der 24. Schwangerschaftswoche…

Ihre Schwangerschaft in Zahlen:

  • 24. Woche nach dem 1. Tag d. letzten Periode
  • 23 Wochen + 1 – 7 Tage (ärztliche Berechnung)
  • 22. Woche nach der Befruchtung
  • Kopfdurchmesser des Fetus: ca. 58-69 mm
  • Gewicht des Fetus: ca. 700 g
  • Länge des Fetus: ca. 31 cm

Häufige Fragen in dieser Woche:

Welche Mineralwasser sind besonders gut für Schwangere geeignet? Und welche eher nicht?

Mein schöner Gemüsegarten wird oft als Katzenklo benutzt. Darf ich den Salat usw. überhaupt noch essen?

Darf man in der Schwangerschaft vorsorglich Magnesium einnehmen, auch wenn man keine Wadenkrämpfe hat? Oder schadet das?

Zur 23. Woche

Zur 25. Woche

Letzte Aktualisierung : 14-11-18, BH

Schwangerschaftskalender

24. Schwangerschaftswoche (24. SSW)

Ab der 24. SSW beginnt das Baby einen Schlaf-Wach-Rhythmus zu entwickeln. Insgesamt schläft es zwischen 16 und 20 Stunden am Tag, unterbrochen von kürzeren Wachphasen. Mediziner haben gemessen, dass das Ungeborene sich jetzt täglich bis zu 200 mal bewegt. Und in vier Wochen wird es sogar noch aktiver sein und im Durchschnitt doppelt so oft kicken, boxen und Purzelbäume schlagen. Gegen Ende der Schwangerschaft nimmt die Zahl der Bewegungen dann wieder ab, da das Kind einfach nicht genug Platz zum Strampeln hat.
Die Haut Deines Babys sieht in diesen Wochen vorübergehend runzlig aus, da die Haut jetzt schneller wächst, als die Fettschicht darunter aufgebaut wird. Vielleicht hast Du schon mal Bilder von ganz kleinen Frühchen gesehen? Diese Babys wirken nach der Geburt manchmal fast greisenhaft, weil ihnen eben diese Fettschicht unter der Haut noch fehlt. In einem Monat sehen sie dann schon viel rosiger aus.
Du möchtest gerne zwischen der 2. und der 3. Ultraschall-Untersuchung noch einen Blick auf Dein Kind werfen? Von den gesetzlichen Kassen wird das nur gezahlt, wenn ein medizinischer Grund dafür besteht. Du kannst auf eigene Kosten aber auch einen 3D-Ultraschall machen lassen. Und sogar einen “4D-Ultraschall”, denn dahinter steckt nichts weiter als das Video eines 3D-Ultraschalls – die Zeit, die das Video abbildet, wird dabei als 4. Dimension gezählt.

Schwangerschaftswoche 24

In dieser Woche darfst du dich freuen. Dein Baby ist ab der 24. Schwangerschaftswoche (SSW) zu 85% überlebensfähig, wenn bei einer Frühgeburt die nötige Technologie vorhanden ist. In der heutigen Zeit sollte das kein Problem mehr sein, weil zahlreiche Frühgeburtenstationen hochmoderne Technik besitzen. Falls du auf dem Land wohnst und es dort keine Station dieser Art gibt, wählst du für den Notfall eine Ersatzklinik. Kommt es zu einer Frühgeburt, solltest du unbedingt sagen, in welcher Woche du dich befindest und deinen Arzt beziehungsweise die Hebamme anrufen. Achte darauf, dass du bestimmte Tätigkeiten ab jetzt unterlässt, die die Wehen noch schneller auslösen können.

Dein Baby in der 24. Schwangerschaftswoche

Wie gerade erwähnt hat dein Kind nun eine hohe Überlebenschance, falls es zu einer Frühgeburt kommt. Dennoch tut sich noch ein bisschen was am Körper deines Kindes. Die Wimpern wachsen und die Bläschen in der Lunge sind fertig entwickelt. Immer noch übt dein Bauchzwerg das Atmen und es kommt nach wie vor zu Schluckauf, den du jetzt immer mehr spüren wirst. Je größer das Baby, desto stärker prallt es gegen deinen Bauch. Außerdem hat es immer noch nicht genug von seiner Umwelt. Mit einer Größe von etwa 30 Zentimetern und einem Gewicht von um die 600 Gramm hat es schon ordentlich Kraft.

Letzte Möglichkeit für ein Organscreening

Falls du dein Baby nochmal auf Herz und Niere untersuchen lassen möchtest, hast du in der 24. SSW die letzte Möglichkeit dazu. Der Fötus wird komplett durchgecheckt. Werden bestimmte Fehlbildungen jetzt erkannt, kann man bestimmte Maßnahmen früher einleiten, beziehungsweise sich bei der Geburt darauf vorbereiten. Solche Checks solltest du vor allem dann durchführen lassen, wenn du nicht im Krankenhaus entbindest. Gibt es Organprobleme, muss dein Baby eventuell nach der Entbindung operiert werden. In dem Fall wäre eine Geburt im Krankenhaus doch empfehlenswerter als zu Hause.

Du in der 24. Schwangerschaftswoche

Gratulation, bald beginnt der siebte Schwangerschaftsmonat. Kaum zu glauben, wie die Zeit vergeht. Über ein halbes Jahr wohnt bereits der Zwerg in dir und wird immer größer. In diesen Wochen stülpt sich häufig der Nabel der Mutter nach außen. Das ist ganz normal und ändert sich nach der Geburt wieder. Wie in der 23. Woche beschrieben, kommt jetzt noch einmal eine Blutuntersuchung dran, um festzustellen, ob du genug Nährstoffe zu dir nimmst. Falls nicht, wird dir dein Arzt Nahrungsergänzungsmittel verschreiben oder dir sagen, welche Nahrungsmittel jetzt empfehlenswert sind.

Zwischen der 24. und 27. SSW wird ferner ein Zuckerbelastungstest empfohlen, weil einige Frauen unter Schwangerschafts-Diabetes leiden. Je mehr Informationen vorliegen, desto besser. Jegliche Probleme in der Schwangerschaft lassen sich behandeln, sobald sie festgestellt wurden. In der Spätschwangerschaft kommt es erneut zu Vergesslichkeitsmomenten. Das liegt aber weniger an den Hormonen, sondern mehr daran, dass du dich komplett aufs Baby konzentrierst. Schließlich spürst du es jetzt den ganzen Tag und musst dich nach ihm richten.

Die Übungswehen fangen an

Ab der 24. SSW kann es vorkommen, dass sich Wehen bei dir bemerkbar machen. Keine Angst, es muss sich nicht zwangsläufig um eine Frühgeburt handeln. In der Regel ist es so, dass dein Körper für den Ernstfall probt. Die Vorwehen fühlen sich in etwa wie Menstruationsbeschwerden an und sind im Gegensatz zu den richtigen noch ziemlich leicht. Der Bauch wird hart und manchmal kommt es zu leichten Blutungen. Solltest du dir nicht sicher sein, ob es sich um Übungswehen oder richtige handelt, besprich es am besten mit deiner Hebamme. Diese kann dich untersuchen und feststellen, ob das Baby doch schon raus möchte. In der Regel verschwinden Übungswehen wieder und kommen nicht regelmäßig.

Was kannst du in der 24. Schwangerschaftswoche tun?

In der 24. SSW hast du immer noch genug Kraft und Platz, um gewisse Dinge zu erledigen. Möchtest du deinem Baby vielleicht Söckchen stricken oder ein paar Sachen nähen? Dann hol dir am besten jetzt aus dem Zeitschriftladen ein paar Vorlagen und leg los. Es gibt auch nette Bücher zum Thema. Es muss nicht immer etwas zum anziehen sein. Selbst genähte Bettwäsche kann sich auch sehen lassen oder du gestaltest für das Gitterbett einen netten Sichtschutz. Fertig kaufen kann man alles. Warum nicht selber machen, wenn man die Möglichkeit dazu hat?

Nabelschnurblut einfrieren – Ja oder Nein?

Es gibt noch andere Dinge, über die du dir jetzt bereits Gedanken machen solltest. Kommt es einmal zur Geburt, vergeht die Zeit viel zu schnell. Deswegen solltest du gewisse Sachen bereits vorab beschließen und mit deinem Arzt darüber sprechen. Es gibt heutzutage zum Beispiel die Möglichkeit, das Nabelschnurblut des Babys einzufrieren.

Die Nabelschnur verbindet dich mit deinem Kind. Während der Schwangerschaft bekommt es über sie die nötigen Nährstoffe und Sauerstoff. Bekanntlich wird diese nach der Geburt abgeschnitten und wandert in den Abfall. Die Nabelschnur enthält Blut, welches beispielsweise bei Leukämietherapien eingesetzt werden kann. Viele kranke Menschen haben bereits von solchen Maßnahmen profitiert. Das Blut ist nicht nur für das eigene Kind interessant, sondern auch für andere Menschen, die es dringend brauchen. Deswegen ist die Frage berechtigt: Sollte man die Stammzellen aus dem Blut spenden oder handelt es sich um Angstmacherei?

Angstmacherei ist der falsche Ausdruck — eher Geldmacherei. Es gibt nämlich zwei verschiedene Arten. Zum einem die Nabelschnurspende und die Nabelschnureinlagerung für sich selbst. Wenn du dich für eine Spende entscheidest, wird das Blut in einem Plastikbeutel an eine Stammzellenbank geschickt. Hier gibt es natürlich eine behördliche Auflage. Sollte dein Kind nicht gesund sein, darf das Blut höchstwahrscheinlich nicht verwendet werden. Schließlich soll es dabei helfen, kranke Menschen zu heilen. Das Blut wird direkt im Labor bei minus 180 Grad Celsius eingefroren und in einer Datenbank eingetragen. Werden genau diese Stammzellen benötigt, können Ärzte diese dort anfordern und für ihre Patienten verwenden. Bevor du dich entscheidest, die Nabelschnur wegzuwerfen, solltest du die sie auf jeden Fall spenden. Die Spende alleine kostet nichts und kann jemandem im Notfall das Leben retten.

Die zweite Möglichkeit ist die Aufbewahrung für den Eigenbedarf. Viele Eltern sorgen mit den Stammzellen vor, falls ihr eigenes Kind einmal krank wird. Diese Art und Weise kostet jedoch viel Geld. Die Einrichtungsgebühren liegen bei etwa 300 Euro und es kommen noch zirka 100 Euro pro Jahr dazu. Viele private Firmen lassen sich gleich 15 oder 20 Jahre im Voraus bezahlen. Das heißt, du musst etwa 1500-2000 Euro bezahlen, nur um die Stammzellen für dein Kind verfügbar zu halten. Eine Menge Geld, das viele Eltern zu Anfang nicht haben. Weitere Infos bekommt ihr vom Arzt, in den Krankenhäusern und natürlich von der Hebamme.

Fotos von der werdenden Familie

Ein Foto mit Bauch muss natürlich sein. Im Idealfall hast du bereits Fotos von jeder Woche. Solche sind eine nette Erinnerung und lassen sich später wunderbar verarbeiten. Mit Bauch solltet ihr noch ein tolles Foto machen. Am besten mit der ganzen Familie: Partner, andere Kinder, eventuell die Großeltern und so weiter. Ein Fotograf ist natürlich die beste Wahl. Tipp: Such dir im Internet freie Fotografen, die es teils noch besser können als die Studios mit ihren Standardfotos. Du möchtest einmal andere Bilder haben und nicht ständig vor einer blauen Wand stehen? In Fotobörsen gibt es immer wieder Fotografen, die schwangere Modelle für besondere Projekte suchen.

Eine Schwangerschaft kann aufregend sein und vielleicht entdeckst du dadurch eine neue Leidenschaft. Wenn du dich mit dem Fotografen gut verstehst, kannst du nach der Geburt gleich die nächsten Bilder machen. Doch diesmal ist das Baby bereits da und bereit für sein erstes Shooting außerhalb seiner Schutzhülle. Bilder sind eine wunderbare Erinnerung und darauf darfst du dich freuen.

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Schwangerschaftswoche 25

In meinem Lebenslauf finden sich neben dem Abschluss eines wirtschaftlichen Studiums auch Stationen im Bereich Marketing und Kommunikation. Als mein Kind zur Welt kam, eröffnete sich ein neues Universum. Selbst erschlagen vom Angebot für Eltern und ihre Kinder, hätte ich mir oft einfache Entscheidungshilfen gewünscht. Zusammen mit dem Team von babysicherheit24.de beschäftige ich mich eingehend mit der Materie. Mein Wissen und meine Erfahrungen der letzten 8 Jahre Elternschaft möchte ich nun mit unseren Lesern teilen.

SSW 24

24. SSW: So entwickelt sich Ihr Baby

Kuckuck! Ihr Baby beginnt in der 24. SSW langsam damit, die Augen zu öffnen. Zudem sind seine Knochen nun so stark, dass es sich im Bauch aufrichten und „sitzen“ kann. Auch andere Bewegungen sind noch gut möglich in der 24. SSW – im Bauch ist noch genug Platz. In ungefähr vier Wochen wird das Platzangebot aber knapp werden.

Die Geschmacksknospen im Mund Ihres Kindes sind fertig entwickelt und stehen „auf Empfang“. Ihr Baby kann nun differenziert Aromen unterscheiden und über das Fruchtwasser schmecken, was Sie gegessen haben. Wie alle Kinder mag es am liebsten Süßes. Wundern Sie sich also nicht, wenn Sie entsprechenden Heißhunger bekommen.

Die Lungen sind dagegen noch weiter am Reifen und bekommen unter anderem einen Schutz gegen das Zusammenfallen. Es bilden sich die weißen Blutkörperchen (Leukozyten) aus, die wichtiger Teil des Immunsystems sind. Käme das Kind jetzt auf die Welt, hätte es eine Überlebenschance von 20 bis 25 Prozent.

24. SSW Ultraschall: Das ist zu sehen

Etwa 29 Zentimeter misst ein Baby in der 24. SSW. Sein Gewicht liegt bei rund 550 Gramm. Würde man in der 24. SSW Bilder machen, würde man einen fertigen, wenn auch sehr runzligen Minimenschen sehen – dem Kleinen fehlt noch etwas polsternde Fettschicht unter der Haut, die die Falten straffzieht. Ein 3D-Ultraschall würde also noch ein recht hohlwangiges Bild liefern – darum wird ein solcher normalerweise nicht in der 24. SSW noch nicht gemacht.

Die 24. Woche schwanger: von Baby-Boxern und Bauchgrabschern

In dieser Folge des Schwangerschaftstagebuchs muss endlich ein Geburtsvorbereitungskurs her. Außerdem: „MiMiMi“ oder auch „Schlafen in der Schwangerschaft ist schwer“.

24. SSW: Hallo, Baby-Boxer

In meinem Bauch ging es langsam zu wie in einem Boxring: Es wurde getreten und gestrampelt, was das Zeug hielt. Und: Es kamen immer mehr Wehwehchen dazu. Die Hosen gingen nur noch schwer zu, das Herumdrehen von der einen auf die andere Bettseite wurde anstrengender, Schuhe binden wurde zur nervlichen Zerreißprobe, und die Emotionen fuhren Achterbahn. Ich konnte mir nur ausmalen, wie sich das die nächsten Monate noch entwickeln würde.

Es war natürlich schön, das Ganze so intensiv zu spüren und an den Aktivitäten der kleinen Maus teilhaben zu dürfen. Mal sah man eine kleine Beule (ein Füßchen) an der Bauchdecke entlangstreifen oder treten, mal wölbte sich der komplette Bauch, wenn sie sich drehte. Man konnte einfach stundenlang dabei zusehen.
Zu meinem Übel ging es eigentlich immer genau dann so richtig los, wenn ich gerade ins Bett gehen und schlafen wollte. Es dauerte eine gefühlte Ewigkeit, bis ich endlich die Augen zumachen konnte. Also lag ich oft noch ziemliche lange wach und grübelte vor mich hin, bis ich auch endlich zu meiner wohlverdienten Ruhe kam.

Du, wie kommt das Baby da rein?

Mittlerweile konnten nun auch Außenstehende am Geschehen teilhaben. Was die meisten natürlich dazu bewegte, in eine Art Trance-ähnlichen Zustand zu verfallen und stundenlang auf meinen Bauch zu starren. Es gab aber nicht nur die pausenlosen Starrer, nein, es gab auch die Grabscher 🙂 Ich habe schon oft gehört, dass Frauen in der Schwangerschaft sehr bedacht darauf sind, nicht angefasst zu werden. Dass sie es als einen enormen Eingriff in ihre Privatsphäre sehen und sehr sensibel bzw. gereizt darauf reagieren. Kann ich natürlich verstehen. Sowas sollte man generell nicht einfach machen, sondern vorher fragen. Jeder ist da anders. Ich fand es nicht schlimm und so durfte jeder Interessent auch mal anfassen, wenn er lieb fragte.

20 Fragen, die Schwangere nerven

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Mich freute es eher, wenn jemand an dem Wunder teilhaben wollte und ganz interessiert die Hand auf den Bauch legte. Ich hatte hier überhaupt keine Berührungsängste und freute mich darüber, mein Glück teilen zu können. Ich machte lediglich einmal die Erfahrung, dass jemand ungefragt direkt hinlangte und euphorisch in die Menge schrie „Ohhh, du bist ja schwanger“. Da kam ich mir auch etwas überrumpelt vor und ging sofort in die Defensive.
Ganz besonders süß fand ich es aber, wenn Kinder den Bauch anfassen wollten und die üblichen Fragen hierzu stellten. Zum Beispiel: „Wie ist das Baby da rein gekommen?“ Herrlich! Meine Antwort darauf: „Das erklärt dir dann mal die Mama oder der Papa!“

MiMiMi – Schlafprobleme und die Folgen

Die Tritte und Bewegungen waren nicht der einzige Grund, warum das Schlafen unruhiger wurde. Nachts plagten mich erneut Wadenkrämpfe. Ein Zeichen dafür, dass ich es mit dem Trinken etwas schleifen ließ. Auch völlig untypisch für mich war, dass ich neuerdings relativ früh wach wurde und dann nicht mehr einschlafen konnte. Erst nicht einschlafen können und dann zu unmöglichen Zeiten hellwach werden. Hurra! Und mit früh meine ich wirklich früh! Zwischen fünf und sechs Uhr morgens ist für mich ein Unding. Ich weiß, ich weiß… das wird sich ohnehin zukünftig ändern. Aber es musste ja jetzt nicht schon sein.
Durch diese Umstände war ich tagsüber natürlich nicht so wirklich fit. Der Schlafmangel machte sich durch Müdigkeit und emotionale Instabilität bemerkbar. Sprich – ich bekam tagsüber nicht wirklich die Augen auf, und nach der Arbeit weinte ich viel, ohne wirklich einen Grund zu haben. Da kam dann wieder alles zusammen. Müdigkeit, Stress, Hormone. Eine unglaublich tolle Mischung.

Gesegnete Nachtruhe!

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Geburtsvorbereitungskurs in letzter Minute

In der 24. Schwangerschaftswoche kümmerte ich mich auch endlich um einen Vorbereitungskurs. Ich war, wie so oft, etwas spät dran. Leider schiebe ich Dinge gerne mal vor mir her, das wurde auch in der Schwangerschaft nicht besser. Ich kam häufig einfach nicht in die Gänge und war oft zu müde, um mich um irgendetwas zu kümmern. Ich nannte mich selbst gerne das kleine, runde, unmotivierte Wrack. Schwups war wieder eine Woche mehr um, in der ich nichts geschafft hatte. Ich durfte mir schon die ganze Zeit anhören, dass ich viel zu spät sei und ich mit Sicherheit keinen Kurs mehr finden würde.
Nur zu gerne antwortete ich darauf mit rollenden Augen und einem müden Lächeln. Es würde ganz sicher noch etliche Kurse angeboten werden, dachte ich für mich. Ich war ja gerade mal etwas über Halbzeit. Ich steckte es einfach in die Kategorie „Panikmache“ und kümmerte mich, wie gesagt, erst in der 24. SSW um einen Kurs bzw. eine Hebamme. Öhm ja, weit gefehlt. Schnell stellte ich fest, dass man sich hier wirklich sputen muss und doch etwas früher darum kümmern sollte. Ich hatte lediglich Glück und fand eine ganz tolle Hebamme über das Internet. Hier kann man gezielt nach Hebammen aus der Umgebung suchen. Ich stieß auf ihre schöne Homepage und mein Bauchgefühl sagte mir sofort: „DIE MUSS ES WERDEN !!!“ Ich hatte direkt ein positives Gefühl bei ihr. Was sie letztendlich auch wurde. Aber auch sie mahnte mich und meinte, dass ich recht spät sei und wirklich nur Glück hatte, dass sie noch Termine frei hat. Hebammen wären schon sehr lange im Voraus ausgebucht, ebenso die Kurse. Auch hier hatte ich doppelt Glück. Sie hatte ebenfalls noch ein Plätzchen in ihrem Vorbereitungskurs frei. Also: gerade nochmal gut gegangen.

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Im Endeffekt bin ich wirklich froh und dankbar, dass alles noch so kurzfristig geklappt hat. Ich muss ja ernsthaft gestehen, dass ich mir selbst nicht so einen Stress gemacht habe, weil ich der Meinung war, im schlimmsten Fall keinen Kurs zu benötigen. Im Nachhinein kann ich jedoch sagen, dass mir der Kurs unglaublich viel gegeben hat. Denn es ist eben nicht so, wie so oft behauptet und belächelt, dass man im Kreis sitzt und gemeinsam hechelt. Das ist Unsinn. Was genau wir im Vorbereitungskurs gelernt haben? Darüber werde ich in den nächsten Wochen berichten.
Was das Bauch-Anstarren und -Anfassen betrifft: War euch das unangenehm oder habt ihr das locker gesehen? Ich bin neugierig auf eure Erfahrungen und Kommentare!
Alle Folgen meines Schwangerschaftstagebuchs findet ihr auf der Themenseite „Schwangerschaftstagebuch“ hier bei familie.de.
Eure Daniela

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