22. ssw kindsbewegungen

Erste Kindsbewegungen – wie fühlen sie sich an?

Die Schwangerschaft bringt es mit sich, dass du deine Aufmerksamkeit verstärkt auf deinen Körper lenkst. Du beobachtest ihn ganz genau, dieses Wunderwerk, das perfekt dafür gemacht ist, deinem Baby eine Heimat zu sein.

Kein Ziehen, Stechen und Ziepen entgeht dir. Du spürst und lauschst nach innen. Ist alles ok?

Du nimmst mit feinen Antennen wahr. Bist manchmal auch in Sorge, ob tatsächlich auch jede dieser Regungen in Ordnung ist. Du möchtest entspannt schwanger sein und die Gewissheit haben, dass es deinem Baby gut geht.

Deshalb sehnst du die ersten Bewegungen deines Kindes herbei. Wenn du es spüren kannst, gibt dir das Sicherheit und es fällt dir leichter, in guter Hoffnung zu sein.

Gehörst du zu den Frauen, bei denen sich auch Verdauungsprobleme als erste Schwangerschaftsanzeichen zeigen? Dann rumort es im Bauch, es grummelt vor sich hin und du leidest an Blähungen.

Diese Aktivitäten deines Darms sind anfangs nicht so leicht von den Turnübungen deines Babys zu unterscheiden. Schließlich ist auch deine Verdauung nicht in ihrem Normalzustand, sondern im “Schwanger-Modus”. Dein gesamter Unterbauch fühlt sich anders an, als sonst.

Dein Baby ist winzig klein und die Bewegungen seiner Arme und Beine sind zunächst ein zartes Unterfangen.

Wie Schmetterlingsflügel, die das Innere deiner Gebärmutter streicheln.

Wie Blubberblasen, die am Rande eines Gefäßes zerplatzen.

Wie ein Windhauch an deiner Wade.

Oder war es doch dein Kater, der sich vorbeigeschlichen hat?

Aus diesen zarten Lebenszeichen wächst langsam dein freudiges Erkennen.

Dein Baby wächst von Tag zu Tag. Und je kräftiger es wird, desto deutlicher werden auch seine Bewegungen und das, was du spüren kannst. Da wird es klopfen, poltern oder scharren. Du wirst den Schluckauf deines Babys wahrnehmen und irgendwann lassen sich seine Bewegungen auch von außen entdecken. Jetzt kann auch dein Partner spürbar Nähe schaffen und die ersten Begegnungen mit eurem Baby gestalten.

Die Qualität der Kindsbewegungen verändert sich im Laufe der Schwangerschaft.

Bis zu dem Tag, an dem dein Baby kaum mehr Platz in deiner Gebärmutter hat. Mit seinen Füßchen an deine Rippen stößt und geboren werden will.

Du wirst sie erkennen, die ersten Kindsbewegungen.

Sie fühlen sich an, wie ein kleiner Mensch, der in dir wohnt.

Ein kleiner Mensch – in Bewegung!

Kindsbewegungen
 Jetzt kannst Du Dein Baby spüren

War da was? Beim ersten Mal ist es nur ein zartes Kitzeln. Dem ungläubigen Staunen folgt bald die Gewissheit: „Es bewegt sich – mein Baby!“ Für jede werdende Mutter ist das ein unglaublicher Moment. Plötzlich erfährt sie ganz direkt, dass da in ihrem Bauch ein kleiner Mensch lebt und wächst.
Bewegungen ihres Babys spüren die meisten Mütter erstmals so um die 20. Woche herum. Was nicht heißt, dass sich das Kleine vorher ganz still verhalten würde – im Gegenteil: Schon in der achten Schwangerschaftswoche ist das Baby ein echter Akrobat. Da es aber noch winzig ist, hat es eine Menge Platz. Und kann Purzelbäume schlagen, sich quer legen oder in die volle Länge strecken, ohne dass Mama etwas davon merkt. Die Bauchdecke ist einfach noch zu weit weg.
Wie intensiv die Bewegungen zu spüren sind, hängt auch von der Menge des Fruchtwassers ab. In der 20. Woche schwankt sie zwischen 100 und 300 Millilitern. Je größer das Schwimmbecken im Bauch, desto seltener eckt das Baby an. In der zweiten Hälfte der Schwangerschaft wird es für den Fötus mit jeder Woche enger im Bauch. Er bewegt sich dann nicht mehr so viel, dafür jedoch gezielter und heftiger.
Auch wenn die embryonale Entwicklung bei allen Babys ähnlich abläuft, bewegt sich doch jedes Kind anders. Mütter, die zum zweiten oder dritten Mal schwanger sind, wissen das – sie spüren die unterschiedlichen Temperamente ihrer Kinder schon, wenn sie noch im Bauch sind.
Und spätestens wenn sie die Bewegungen ihres Kindes spürt, malt sich jede Mutter aus, wie ihr Kind wohl sein wird, wenn es erst auf der Welt ist. Löwenzahn oder Seidenpfote? Hansdampf oder Däumelinchen? Schließlich sind die Bewegungen der einzige Anhaltspunkt dafür, welcher Charakter sich unter der Bauchdecke verstecken könnte.
Doch deuten heftige Tritte in Mamas Bauch tatsächlich auf einen durchsetzungsfähigen Menschen hindeuten? Oder zarte Knuffe auf ein sanftmütiges Wesen? Ganz so einfach ist es nicht, denn natürlich spielt die Sozialisation, also Familie, Freunde, Erziehung, eine wesentliche Rolle bei der Persönlichkeitsentwicklung. Und doch: Bis das Baby auf der Welt ist, sind die Bewegungen der einzige Anhaltspunkt dafür, welcher Charakter sich unter der Bauchdecke verstecken könnte.
Hier erfahren Sie auf jeden Fall, was die Kindsbewegungen zu einem bestimmten Zeitpunkt überhaupt bedeuten – und was für ein Baby-Typ dahinter stecken könnte. Klicken Sie dazu einfach auf den entsprechenden Link:

  • Kindsbewegungen ab der 20. Woche
  • Kindsbewegungen ab der 25. Woche
  • Kindsbwegungen ab der 30. Woche
  • Kindsbewegungen ab der 36. Woche
  • Kindsbewegungen ab der 38. Woche
  • Wie häufig sollte ich Kindsbewegungen spüren?
  • Welche Kindsbewegungen deuten auf einen kleinen Rambo hin?
  • Welche Kindsbewegungen deuten auf ein Sensibelchen hin?
  • Welche Kindsbewegungen deuten auf einen Querkopf hin?
  • Wenn Sie Kindsbewegungen spüren: Stellen Sie Kontakt zum Baby her!

Kindsbewegungen in der Schwangerschaft

Ab wann sind Kindsbewegungen spürbar?

Der positive Schwangerschaftstest und der erste Ultraschall sind erste sichere Beweise für eine Schwangerschaft. Über Ultraschall kann der Arzt bereits ab der 7. bis 8. SSW erste Kindsbewegungen deutlich erkennen und den werdenden Eltern auf dem Monitor zeigen.

Obwohl der Fötus erst wenige Zentimeter gross ist, paddelt er schon eifrig im Fruchtwasser herum, rudert mit Armen und Beinen. Nun wartet natürlich jede schwangere Frau – und mit ihr auch der zukünftige Papa – voller Vorfreude auf die ersten merklichen Kindsbewegungen.

Sie möchten ihr Baby endlich spüren, vielleicht sogar ein Füsschen oder den kleinen Popo durch die Bauchdecke „begrüssen“. Sobald sich das Baby durch seine Puffe und Tritte spürbar meldet, ist es für die werdende Mutter und später auch für den Papa wesentlich „greifbarer“ als auf dem Ultraschallbild.

Das ungeborene Kind liefert dann von sich aus mit seinen Bewegungen eindeutige Beweise, dass in Ihrem Bauch neues Leben heranwächst. Die Kindsbewegungen stärken die Mutter-Kind-Bindung. Für Frauen, denen es anfangs vielleicht noch schwerfällt, ihre Schwangerschaft anzunehmen, sind die deutlichen Signale aus dem Bauch sehr wichtig, damit sie sich gefühlsmässig ganz und gar auf ihr Baby einlassen können.

Viele schwangere Frauen beschreiben die ersten spürbaren Bewegungen ihres Kindes als leichtes Zittern, Streicheln oder Flattern. Manche umschreiben das Gefühl auch mit schwärmerischen Worten, wie: „Es fühlt sich an, als hätte ich Schmetterlinge oder einen Goldfisch im Bauch“.

Hier einige Anhaltspunkte, wann die werdende Mutter etwas spüren kann

  • Frauen, die ihr erstes Kind erwarten, spüren es etwa zwischen der 20. SSW und der 22. SSW zum ersten Mal. Wann genau die allerersten Kindsbewegungen bemerkt werden, hängt vor allem von der Lage der Plazenta und ihrer Wanddicke ab.
  • Frauen, die schon einmal geboren haben, spüren die ersten zarten Kindsbewegungen in ihrem Inneren mitunter schon ab der 18. SSW.
  • Um die 24. bis 25. SSW herum macht sich das Baby dann bereits durch stärkere Bewegungen bemerkbar. Es boxt, tritt und schlägt im Fruchtwasser Purzelbäume. Manchmal hat es auch Schluckauf, weil es sich am Fruchtwasser verschluckt hat. Dann spürt die Mama, wie der kleine Körper in ihrem Bauch bei jedem „Hicks“ regelrecht zusammenzuckt. Wenn die Mama mal einen Tag gar nichts spürt, ist das jedoch auch normal.
  • Bis zur 32. SSW werden die Bewegungen des Kindes immer heftiger und häufiger. Immer öfter erscheinen gut sicht- und fühlbare Beulen auf der Bauchdecke.
  • Zum Ende der Schwangerschaft nehmen die sehr heftigen Kindsbewegungen scheinbar wieder ab. Das lebhafte „in die Seite Boxen“ oder „in die Rippen treten“ weicht jetzt einem Gefühl des grossflächigen „Schieben und Dehnen“. Der Grund hierfür ist ganz einfach Platzmangel.

Wie oft bewegt sich das Baby?

Auch ein gesundes Baby bewegt sich nicht pausenlos, sondern unregelmässig über den Tag verteilt. Manchmal dauert es nur Sekunden, manchmal „turnt“ das Kleine auch über eine Stunde.

Manche Bewegungen, wie etwa kräftige Tritte in die Rippen können recht schmerzhaft sein, andere wiederum spürt die Mutter gar nicht. Entweder, weil sie nur sehr kurz andauern oder weil die Frau intensiv mit irgendetwas beschäftigt ist und nicht ununterbrochen in sich hineinspürt.

Zwischendurch gibt es immer wieder Phasen der völligen Ruhe, die zwischen 40 Minuten und mehreren Stunden dauern können. Das Ungeborene ruht sich dann aus oder schläft. Viele Kinder bewegen sich gegen Abend, wenn die Mutter zur Ruhe kommt oder wenn sie sich gerade hingelegt hat, am heftigsten.

Jedes Ungeborene hat, genau wie ein neugeborenes Baby, seinen eigenen Schlaf-Wachrhythmus. Es gibt auch keine genau vorherzusagende Anzahl von Tritten. Im Laufe der Schwangerschaft stimmen sich allerdings die meisten Frauen auf das Bewegungsmuster ihres Babys ein und spüren, ob alles in Ordnung ist.

Wann besteht Grund zur Sorge?

Vielleicht war ein aufregender Tag, und die werdende Mutter war so beschäftigt, dass sie ihr Kind überhaupt nicht bemerkt hat. Nun macht sie sich gemeinsam mit ihrem Partner Sorgen, ob vielleicht etwas nicht stimmt. Dann sollte sie sich zunächst sehr bewusst ein wenig Zeit nehmen, und ihr Baby zu Bewegungen ermuntern.

Einige Tipps

  • auf die linke Seite legen, den Bauch mit einem Kissen abstützen und eine Weile verharren
  • hinsetzen, Füsse hochlegen, entspannen, abwarten
  • Eine Spieluhr auf dem Bauch legen oder entspannte Streicheleinheiten können das Baby aufwecken und zur Bewegung animieren.

Falls sich die werdenden Eltern unsicher sind, sollten sie ruhig auch zwischen den Vorsorgeuntersuchungen den Arzt oder die Hebamme aufsuchen. Zumeist genügt ein kurzer Blick auf den Ultraschallmonitor oder das Messen der kindlichen Herztöne, um zu zeigen, dass es dem Baby gut geht. Das gibt allen Beteiligten Sicherheit.

Hallo Papa – hier bin ich!

Für den werdenden Vater und die älteren Geschwister sind die fühl- und sichtbaren Kindsbewegungen natürlich auch sehr faszinierend. Wenn ein kleiner Fussabdruck unter der Bauchdecke erscheint, sich irgendwo eine sichtbare Beule herausschiebt oder der gesamte Bauch in grosser Aufruhr ist, sind das sehr emotionale Momente, die der kleinen Familie Gefühle inniger Verbundenheit schenken.

Oft ist sogar eine Kontaktaufnahme zum ungeborenen Baby möglich. Das Kleine gewöhnt sich nämlich nicht nur an den Lebensrhythmus der Mutter, sondern reagiert auch bereits auf äussere Reize, wie Stimmen, Musik oder Streicheleinheiten.

Ab dem fünften bis sechsten Schwangerschaftsmonat empfindet es bereits Vibrationen, Temperatur- und Druckunterschiede, etwa wenn jemand seine Hand auf den Babybauch legt. Deshalb lassen sich sehr unruhige Kinder durch sanftes Streicheln des Bauches, durch Vorsingen und leises Zureden oftmals sogar beruhigen.

Ab wann muss man spätestens die Kindsbewegungen spüren?

Etwa um die 22. SSW herum haben die meisten Schwangeren schon die Bewegungen ihres Babys (Kindsbewegungen) gespürt: Ein Gefühl, das häufig als Kitzeln, Blubbern, Platzen von Seifenblasen oder als Flattern von Schmetterlingen beschrieben oder einfach nur Darmbewegungen oder Blähungen verglichen wird.

Frauen, die zum ersten Mal schwanger sind, bemerken selten vor der 20. SSW die ersten Bewegungen ihres Babys, manchmal sogar erst in der 25. SSW. Bis zur 24. SSW sind regelmässige Bewegungen eher die Ausnahme, und es können Tage vergehen, an denen man gar nichts spürt.

Frauen, die in einer früheren Schwangerschaft Kindsbewegungen erlebt haben, sind sich dagegen meist schon in der 18. Woche oder sogar noch früher ganz sicher, denn sie können aus ihrer Erfahrung das „komische Gefühl“ besser einordnen. Schwangere, die Zwillinge erwarten, spüren die Kindsbewegungen ebenfalls früher, meist heftiger und vor allem an vielen unterschiedlichen Stellen in ihrem Bauch.

Weitere individuelle Faktoren, wann und wie stark man die Kindsbewegungen spürt, sind z. B. die Lage des Mutterkuchens, die Fruchtwassermenge, die Dicke der Bauchdecken, wie aktiv man selbst oder das Kind ist und wie gut man in seinen Körper „hineinhorchen“ kann.

14. SSW: Kindesbewegungen des Babys

In der 14. SSW ist es endlich soweit und jener Moment tritt ein, auf welchen die werdenden Mütter sich besonders freuen. Dieser Moment, in dem sie ihren Nachwuchs zum ersten Mal bewusst spüren können mit ein bisschen Übung. Das Baby in der 14. SSW macht sich oftmals nur durch eine zartes, leichtes Flattern oder ein sanftes Entlanggleiten an der Bauchinnendecke bemerkbar. Manche Frauen nehmen, vor allem bei der ersten Schwangerschaft, die ersten 14. SSW Kindesbewegungen auch nur als kleine, zarte Darmbewegungen war. Ab der zweiten Schwangerschaft weiß die werdenden Mama jedoch, wie sich die Kindesbewegungen anfühlen, und bemerkt diese bereits früh in der 14. Woche der Schwangerschaft. Der beste Moment, um zum ersten Mal Kontakt mit dem wachsenden Wunder in Ihnen Kontakt aufzunehmen, ist, wenn Sie ruhig und entspannt auf dem Rücken liegen und die Hand dabei flach auf den Bauch legen. Auch in Zeiten besonderer Entspannung kann die Kindesbewegung schon in der 14. SSW erfahren werden. Zu diesen unbeschreiblichen Momenten kommen viele Frauen bei einem entspannenden Bad, oder während einer Meditation.

SSW 14: Entwicklung des Babys

Keine Sorge bei keinen Kindesbewegungen in der 14. SSW

Sorgen Sie sich nicht, wenn Ihr Baby Sie in der 14. SSW noch nicht mit kleinen Bewegungen auf sich aufmerksam macht. Denn wenn die Plazenta in der Nähe der mütterlichen Bauchdecke liegt, kann dies die Bewegungen des Babys in der 14. SSW noch dämpfen, sodass Sie den Fötus vielleicht gar nicht wahrnehmen. Schnell jedoch wird sich dies mit dem weiteren Anwachsen des Nachwuchses in der Schwangerschaft ändern. Sollten Sie aber eine zarte Darmbewegung oder das Gefühl einer Blähung verspüren, kann dies durchaus die 14. SSW Kindesbewegung sein. Bei sehr übergewichtigen Frauen stellt sich das Gefühl der Kindesbewegungen auch oft später ein. Bewahren Sie einfach Geduld, und freuen Sie sich auf diesen einzigartigen Moment.

Die ersten Tritte schon in der 14. Schwangerschaftswoche?

Was als zaghaftes Flattern in der 14. SSW beginnt, kann sich schnell in der 16. und 17. SSW zu gut spürbaren Bewegungen weiterentwicklen. Natürlich sind die Lage des Mutterkuchens und der Körperbau der Mutter entscheidend dafür, wie früh Sie Ihr Baby spüren werden. Auch die egene Sensibilität für Vorgänge, die im eigenen Körper vor sich gehen, hat einen Einfluss darauf, wann Sie die ersten Kindesbewegungen spüren können. Der werdende Papa kann das Kind erst etwa an der 25. Schwangerschaftswoche spüren. Danach spüren fast alle Schwangeren regelmäßig Kindesbewegungen, der Nachwuchs wird sich dann regelmäßig melden und sich dafür besonders gern die Ruhephasen der Mutter aussuchen.

In diesem frühen Stadium der 14. SSW legen Sie sich am besten in die Badewanne und nehmen Kontakt mit dem Fötus auf. Dann haben Sie eine gute Chance, das Ungeborene zu spüren, wenn es gerade mit der Nabelschnur spielt oder am Daumen lutscht. Wie intensiv Sie Ihren Nachwuchs spüren während der Schwangerschaft, ist auch abhängig von der Menge des Fruchtwassers, das zwischen 100 und 300 ml (in der 20. Schwangerschaftswoche) schwanken kann. Je enger es wird, weil Ihr Babys wächst, desto gezielter kann der Nachwuchs treten. Manche Mütter behaupten, dass sie den Charakter des Kindes bereits im Bauch erkennen konnten. Da ist alles dabei, von zarten, zurückhaltenden Charakteren bis zu wahren Rabauken. Wobei die kräftigen Tritte keineswegs auf einen Jungen hinweisen.

Quellen:

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Über Verena Janssen

Die 38-Jährige Autorin und Mutter lebt mit ihrem Mann und ihren Kindern Paul Oskar (7) und Ella Marie (4) in schönen Fulda. Sie liebt Musik und versucht momentan ihren Kindern das Klavier spielen beizubringen. Wenn sie mal etwas Zeit für sich hat, powert sie sich beim Volleyball spielen aus.

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Schwangerschaft: Wie viele Kindsbewegungen sind normal?

„Count the Kicks“ – zähl die Tritte – lautet eine Kampagne in den USA, die Babys vor dem Tod im Mutterleib bewahren soll. Schwangere sollen regelmäßig per Tabelle oder Smartphone-App die Bewegungen des Ungeborenen dokumentieren. Ist das ein nützlicher Rat für Schwangere oder Panikmache? Wir haben eine Hebamme gefragt.

Schwangerschaftskalender – Das passiert nach der Befruchtung

Schwangerschaftskalender
Das passiert nach der Befruchtung

Hinter der Kampagne steckt eine von Müttern gegründete Organisation, die sich für die Prävention von Totgeburten und Kindstod engagiert. Laut einer Statistik der Weltgesundheitsorganisation WHO kommen in den USA auf 1000 Geburten drei Totgeburten; in Deutschland sind es 2,4. Die Zählmethode könne das Risiko senken, heißt es.

Schwangere im dritten Trimester – ab der 28. Schwangerschaftswoche – sollen demnach einmal am Tag ganz genau auf die Aktivität ihres Babys achten. Bestenfalls immer zur gleichen Zeit, zum Beispiel nach einer Mahlzeit. Die Frau soll sich entweder mit hochgelegten Füßen hinsetzen oder auf die Seite legen und mitzählen, bis sie zehn Bewegungen wahrgenommen hat. Dies sollte innerhalb einer Stunde der Fall sein, maximal innerhalb von zwei Stunden, lautet die Faustregel der US-Organisation.

Falls es verdächtig lange ruhig bleibt, soll die Schwangere versuchen, das Baby mit sanftem Klopfen auf den Bauch oder durch Trinken von kaltem Wasser zu wecken. Sollte das Baby sich auch danach wenig oder gar nicht bewegen, sei es dringend ratsam, zum Arzt zu fahren und das Ungeborene untersuchen zu lassen, heißt es auf der Website von „Count the Kicks“.

Hebamme: „Bewegungen wahrnehmen – aber nicht mit der Stoppuhr“

Ursula Jahn-Zöhrens aus Bad Wildbad, Vorsitzende des Vereins Hebammengemeinschaftshilfe, hält die Formel „mindestens zehn Bewegungen in einer Stunden“ für übertrieben. „Ein 0815-Modell für die normale Anzahl von Bewegungen gibt es nicht. Wichtig ist, Frauen für die Bewegungsmuster ihres Babys zu sensibilisieren und deutliche Veränderungen wahrzunehmen – aber nicht mit der Stoppuhr.“ Sie rät dazu, im wahrsten Sinne auf das Bauchgefühl zu achten, als Tabellen auszufüllen oder die Regungen des Babys mit einer Smartphone-App zu überwachen.

Entscheidend sei, dass die Schwangere früh eine Bindung zum Ungeborenen aufbaut und immer wieder den Kontakt sucht, beispielsweise durch Streicheln des Bauches, Klopfen oder Reden. „Ein Schwangerschaftstagebuch ist eine tolle Sache“, findet die Hebamme. Wie oft und wie intensiv sich ein Ungeborenes bewegt, sei sehr individuell. Manche seien von Anfang an lebhaft, andere ruhiger. „Das Kind schläft ja auch mal.“ Schon im Mutterbauch entwickelt jedes Kind einen Schlafrhythmus, der sich allerdings auch gegen Ende der Schwangerschaft verändern kann.

Grundregel: „Wahrnehmungen der Schwangeren ernst nehmen“

Alle Hebammen kennen die Situation, dass eine Schwangere in Panik anruft, weil sie das Gefühl hat, dass etwas mit dem Ungeborenen nicht stimmt. Erstgebärende sind schnell verunsichert, wenn sie etwas spüren, das sie nicht einordnen können. Und Frauen, die schon einmal eine Fehl- oder Totgeburt erlitten haben, sind extrem sensibilisiert für das Wohlergehen ihres Babys und leiden oft unter Ängsten und Albträumen. „Solche Frauen auch noch mit einem Programm wie ‚Count the Kicks‘ unter Druck zu setzen, finde ich kritisch“, sagt Jahn-Zöhrens.

Sie betont: „Eine Grundregel ist, die Schwangere mit ihren Sorgen immer ernst zu nehmen, ihre Wahrnehmungen nicht zu ignorieren, sondern die Ursachen zu klären. Die Frau weiß am besten, wenn etwas mit dem Baby nicht stimmt.“ Die Hebamme oder der Arzt prüfe dann üblicherweise zuerst die Herztöne des Kindes. Generell sei es sinnvoll, die Herztöne zu verschiedenen Tageszeiten zu checken, damit man nicht immer eine Schlaf-Phase erwischt.

Eine verdächtige Trägheit des Ungeborenen kann viele Gründe haben: Zum Beispiel mangelhafte Versorgung durch die Plazenta, abnehmende Fruchtwassermenge und dadurch weniger Bewegungsraum für das Kind oder ein Infekt der Mutter, der auch das Baby im Bauch schwächt. In der Regel könne man die Ursache herausfinden und entsprechend reagieren. Der schlimmstmögliche Fall – Kindstod im Mutterleib – ist glücklicherweise sehr selten.

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