20 ssw baby

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20. Schwangerschaftswoche (SSW)

Sind Mutter und Baby wohlauf? Die zweite große Vorsorgeuntersuchung

Zwischen der 19. und 22. Schwangerschaftswoche steht die zweite große Vorsorgeuntersuchung an, bei der durch Ultraschall auch der Entwicklungsstand des Babys ausführlich geprüft wird. Die Mutter durchläuft eine Reihe von Routinetests: Der Arzt oder die Hebamme wird im Verlauf der Untersuchung das Gewicht der Mutter, die Größe der Gebärmutter sowie den Fundus-Stand ermitteln.

Der Urin wird auf das Vorhandensein von Zucker, Eiweiß sowie Keimen untersucht. Zur Hb-Wert-Mesung wird Blut abgenommen. Gegebenenfalls wird ein großes Blutbild gemacht, welches Aufschluss über den Hämoglobin- und damit den Sauerstoffgehalt des Blutes sowie über Mangelerscheinungen im Hinblick auf bestimmte Vitamine und Spurenelemente gibt.

Falls sich im Urin der Schwangeren Zucker und/oder Eiweiß finden oder Wassereinlagerungen in Verbindung mit einem erhöhten Blutdruck aufgetreten sind, wird in den nächsten Wochen eine engmaschige Beobachtung folgen, um sogenannte Gestosen so früh wie möglich zu erkennen. Dabei handelt es sich um bestimmte Schwangerschaftserkrankungen – auch Übelkeit und Erbrechen in der Frühschwangerschaft gehören im weiteren Sinn dazu.

In der zweiten Schwangerschaftshälfte geht es vor allem darum, gegen eine Schwangerschaftsschafts-Diabetes oder eine beginnende Präeklampsie so frühzeitig wie möglich medizinisch vorzugehen. Eine Präeklampsie kann in ihren schweren Formen zu Schwangerschaftskomplikationen führen, die für Mutter und Kind lebensgefährlich sind. Besonders gefährdet sind Frauen mit Nierenerkrankungen, Diabetes Mellitus sowie sehr junge oder bereits ältere Schwangere.

Durch eine entsprechende Behandlung sind die Symptome jedoch meist sehr gut beherrschbar. Wichtig: Wassereinlagerungen allein sind meist kein Grund zur Sorge und kommen vor allem in der zweiten Schwangerschaftshälfte bei fünf bis acht Prozent der Schwangeren vor. Arzt oder Hebamme sollten von ihrem Vorhandensein natürlich trotzdem wissen.

Für die Beurteilung des Entwicklungsstandes des Babys stehen dem Arzt in der 20. SSW oder später mehrere unterschiedliche Parameter zur Verfügung, die mit den entsprechenden Codes auch in den Mutterpass eingetragen werden. In Frage kommen

  • Der biparetale (biparietale) Durchmesser des Kopfes (BPD, BPI) – der Durchmesser zwischen den beiden Schläfen
  • Die Femur-Länge (FL) – die Länge des Oberschenkelknochens
  • Alternativ: Die Länge des Oberarmknochens (Humerus, HL)
  • Der fronto-okzipitale Kopfdurchmesser (FOD) – der Durchmesser des Kopfes zwischen Stirn und Hinterkopf
  • Alternativ: Der Kopfumfang (KU)
  • Der Abdomen-Thorax-Querdurchmesser (ATD) – der Abstand zwischen den beiden Seiten des Bauches
  • Alternativ: der Abdomen-Thorax-Umfang (Bauchumfang, AU) oder der Abdomen-Thorax-a. p.-Durchmesser (Abstand zwischen Nabel und Wirbelsäule, APD)

Aus den biometrischen Daten ergeben sich verschiedene Berechnungsmöglichkeiten in Bezug auf Größe und Gewicht des Kindes. Beispielsweise wird entspricht die siebenfache Femurlänge in etwa der Scheitel-Fersen-Länge des Babys. Welche Werte gemessen und für die Berechnung tatsächlich Verwendung finden, hängt von der Lage des Kindes sowie der individuellen ärztlichen Methodik ab. Außerdem prüft der Arzt während der Ultraschalluntersuchung nochmals, ob eine Mehrlingsschwangerschaft vorliegt und sucht gezielt nach Entwicklungsdefiziten.

20. SSW: Die 20. Schwangerschaftswoche (SSW 20+0)

Mit der 20. SSW haben Sie fast die erste Hälfte Ihrer Schwangerschaft abgeschlossen. Der Babybauch ist deutlich größer geworden und hat an Umfang zugenommen. Für viele Schwangere geht es ohne Umstandsmode gar nicht mehr. Ihr Baby hat in der 20. SSW sehr viel Kraft und zeigt das deutlich durch seine Bewegungen. Oftmals sind seine Tritte an Ihrer Bauchdecke deutlich zu sehen. Familienmitglieder können nun die Kindesbewegungen miterleben. Zwischen der 19. SSW und der 22. SSW findet die zweite große Vorsorgeuntersuchung mit Ultraschall statt. Die Ultraschalluntersuchung wird für Sie ein absolutes Highlight, sofern Sie Ihr Baby die letzten Wochen gar nicht gesehen haben. Es hat sich sehr stark entwickelt und ist mächtig gewachsen seit der letzten Vorsorgeuntersuchung.

SSW 20: Entwicklung des Babys

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20. SSW: Baby fleißig am Strampeln

Gewichtszunahme

Ab der Schwangerschaftswoche 20 wird Ihr Kind nicht mehr vom Scheitel bis Steiß gemessen. Es ist nun möglich, das Kind vom Scheitel bis Ferse zu messen. Hierbei beträgt seine Länge etwa 25 cm in der 20. SSW. Auch hat Ihr Baby deutlich an Gewicht zugelegt. Es wiegt nun circa 300 Gramm. Ihr Baby liegt schon lange nicht einfach nur zusammengekauert in Ihrem Bauch. Es ist sehr aktiv, streckt sich und spielt. Dabei macht er Purzelbäume, spielt mit Händen und Füßen und auch mit der Nabelschnur. Ab und an saugt er sogar am Daumen. Die inneren Organe sind alle vorhanden und ihre Entwicklung ist nun fast fertig, allerdings werden sie die kommenden Wochen und auch ersten Lebensjahre noch reifen. In der SSW 20 bilden sich alle Nervenzellen aus.

hell oder dunkel?

Auch die Sinneswahrnehmungen wie riechen, schmecken, fühlen, hören und sehen sind nun abgeschlossen. Ihr Baby kann helles Licht von Dunklen unterscheiden, auch wenn seine Augen noch einige Wochen geschlossen bleiben und erst im 6. Schwangerschaftsmonat sich das erste Mal öffnen werden. Auch kann es bereits Geräusche von Außen wahrnehmen und diese unterscheiden. Interessant ist auch, dass Ihr Baby Lieder, die es jetzt öfters hört, auch nach der Geburt wieder erkennen wird. Oftmals besorgen sich Mamis schon jetzt eine Spieluhr und platzieren diese auf den Bauch. Das beruhigt das Baby auch nach der Geburt, da es diese Melodie kennt. In der 19. SSW überzog bereits ein Flaum das Köpfchen Ihres Kindes. Nun bilden sich die Augenbrauen heraus. Ihr Baby trinkt nun häufig und viel vom Fruchtwasser. Dieses geht teilweise in die Verdauung, der Rest wird über das Harnsystem ausgeschieden. Die Fruchtwassermenge wird regelmäßig von der Plazenta reguliert und richtet sich hier nach dem Bedarf und der Größe Ihres Kindes. Dieses macht sich auch bei Ihnen an einer Gewichtszunahme und dem wachsenden Bauchumfang bemerkbar.

Die Mutter in der 20. SSW

Starker Harndrang

Sie sind nun in der letzten Woche im 5. Monat Ihrer Schwangerschaft. Durch die wachsende Gebärmutter drückt das zusätzliche Gewicht auf die inneren Organe. Daher macht sich ab der 20. SSW bei vielen Schwangeren Kurzatmigkeit bemerkbar. Die Gebärmutter wächst nach oben und befindet sich mit der oberen Kante, auch Fundus genannt, etwa in selber Höhe wie der Bauchnabel. Im weiteren Schwangerschaftsverlauf wächst die Gebärmutter immer weiter nach oben, bis sie sich etwa in Höhe des Brustbeins befindet. Dadurch kann es zu häufigen Harndrang, Magenprobleme und auch Sodbrennen kommen. Sodbrennen können Sie mit viel Trinken und erhöhten Liegen lindern.

Umstandsmode füllt den Kleiderschrank

Ab der SSW 20+0 wölbt sich der Babybauch deutlich. Der Bauch wächst nun etwa jede Woche um einen Zentimeter. Daher ist Umstandskleidung für die meisten Frauen jetzt nicht mehr zu vermeiden. Schon lange gibt es diese in allen Formen, Schnitten und Farben. Da auch die Brüste erheblich an Größe zunehmen in der 20. SSW kommen Sie meist auch nicht drum herum sich extra Still-BHs zu besorgen. Andere BHs quetschen die empfindlichen Brüste ein oder reizen sie sogar. Breite Träger und regulierbare Verschlüsse zeichnen Still-BHs aus. Diese entlasten zudem auch das Bindegewebe der Brüste und den Rücken. Durch das Tragen beugen Sie Nackenschmerzen und Rückenbeschwerden vor. Zudem vermeiden diese, dass die Brüste nach der Geburt erschlaffen.

20. SSW: Zweite große Vorsorgeuntersuchung steht an

Wie oft muss ich zum Arzt?

Sofern Sie noch keinen Termin für die zweite große Vorsorgeuntersuchung ausgemacht haben, wird es höchste Zeit. Bei dieser Vorsorgeuntersuchung kommt der Ultraschall zum Einsatz mit dem die Entwicklung, Größe und Gewicht Ihres Babys in der 20. SSW festgestellt wird. Haben Sie das letzte Mal Ihr Baby bei der ersten Vorsorgeuntersuchung mit dem Ultraschall gesehen, werden Sie staunen wie es sich entwickelt hat und was es alles kann. Insgesamt sind drei große Vorsorgeuntersuchungen während der Schwangerschaft angesetzt. Zudem gibt es noch kleinere Untersuchungen, sodass insgesamt etwa 10 oder 12 Termine in der Schwangerschaft bei Ihren Frauenarzt anfallen. Handelt es sich um eine Risikoschwangerschaft können es auch wesentlich mehr werden.

Der zweite Ultraschall

Die erste große Vorsorgeuntersuchung mit Ultraschall fand bereits zwischen der 8. SSW und der 12. Schwangerschaftswoche statt. Die zweite findet nun zum Ende der Halbzeit statt und ist noch bis zur 22. Schwangerschaftswoche möglich. Die letzte große Vorsorgeuntersuchung ist zwischen der 29. SSW und der 32. Schwangerschaftswoche möglich. Bei dieser Untersuchung werden Ihr Gewicht, Blutdruck und Urin gemessen. Zusätzlich prüft Ihr Frauenarzt auch, ob Sie einen Mangel an Eisen haben. Anschließend wird auch Ihr Kind gründlich untersucht. Dabei hört der Gynäkologe die Herztöne Ihres Kindes ab und stellt fest, wie es liegt. Bei der wichtigen Ultraschalluntersuchung, die hier noch zum Einsatz kommt, wird die Menge des Fruchtwassers, Gewicht und Größe Ihres Babys ermittelt und so festgestellt, ob sich Ihr Kind störungsfrei entwickelt.

20+0 SSW: Gute Zeit für erste Planungen

Ab der 20+0 SSW wird es auch Zeit für das Baby einzukaufen und sich auf die Geburt vorzubereiten. Lassen Sie Ihren Partner an der Vorbereitung teilhaben, so können Sie nicht nur Zeit mit ihm verbringen, sondern auch schon einmal ein Familiengefühl herstellen. Erstellen Sie sich am besten eine übersichtliche Liste mit all den Dingen, die Sie für sich und Ihr Baby nach der Geburt brauchen. Oftmals bekommen Sie aber auch sehr viele Dinge von Freunden und Verwandten geschenkt. Auch Bekannte, die bereits Kinder haben, verschenken meist ihre Sachen oder geben diese günstig ab. Günstig können Sie auch auf Kinderbasaren oder in Second Hand Shops einkaufen. Ein Geburtsvorbereitungskurs bereitet Sie nicht nur auf die Geburt vor, sondern informiert Sie auch über wichtige Dinge, wie Geburtsort, wie sich die Geburt bemerkbar macht, was Sie alles für das Krankenhaus brauchen, welche Gebärpositionen es gibt und natürlich wie es danach weiter geht. Diese Kurse werden in den meisten Fällen von Hebammen veranstaltet und brauchen nur etwa 14 Stunden, die auf mehrere Tage verteilt werden. Die Kosten dafür trägt Ihre Krankenkasse. Möchte auch Ihr Partner bei diesem Kurs dabei sein, müssen die Teilnahmegebühren in den meisten Fällen von Ihnen selbst getragen werden. Besonders praktisch ist ein Online Geburtsvorbereitungskurs, an dem man bequem von zu Hause aus teilnehmen kann.

20. Schwangerschaftswoche: Zeit für einen Urlaub

In der SSW 20 und somit auch im sechsten Schwangerschaftsmonat fühlen sich die meisten Frauen richtig gut und sind sehr aktiv. Das Risiko einer Fehlgeburt in der 20. SSW ist sehr gering. Es können sich allerdings Übungswehen bemerkbar machen, die meist aber weder für das Baby noch für Sie problematisch sind. Für eine Urlaubsreise ist das genau der richtige Zeitpunkt, denn ab dem siebten Schwangerschaftsmonat ist eine lange Fahrt oder auch Reise für viele schwangere Frauen sehr schwer. Fliegen können zudem Frauen während der Schwangerschaft meist ohne Probleme. Achten Sie aber darauf, dass Ihr Urlaubsrand für Sie keine Überforderungen aufweist oder Sie körperlich belastet. Zudem sollten Sie auch darauf achten, dass die Hygiene nicht zu kurz kommt. Infektionen können Sie in der Schwangerschaft nicht gebrauchen, denn diese können Ihrem Kind schaden. Planen Sie sich für lange Autofahrten ausreichend Pausen ein, bei denen Sie sich die Füße vertreten können. Bei langen Flügen können Stützstrümpfe Ihre Beine entlasten. Bei warmen Reisezielen ist auch eine gute Sonnenschutzcreme empfehlenswert, denn Ihre Haut ist während der Schwangerschaft sehr empfindlich.

Quellen:

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Über Verena Janssen

Die 38-Jährige Autorin und Mutter lebt mit ihrem Mann und ihren Kindern Paul Oskar (7) und Ella Marie (4) in schönen Fulda. Sie liebt Musik und versucht momentan ihren Kindern das Klavier spielen beizubringen. Wenn sie mal etwas Zeit für sich hat, powert sie sich beim Volleyball spielen aus.

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20. Woche

Vor Sex in der Schwangerschaft brauchen Sie keine Vorbehalte zu haben. Alles ist erlaubt, was Ihnen und Ihrem Partner noch Spass macht.

Aber eines ist wichtig: Dass es für Sie nicht unbequem oder unangenehm wird. Wenn der Bauch im Weg ist, können Sie mit anderen Positionen experimentieren. Normalerweise ist das Baby sehr sicher in der Gebärmutter aufgehoben. Es wird vom Fruchtwasser wie von einem Kissen geschützt und ein Schleimpfropf versiegelt den Gebärmutterhals. Selten nur wird Ihnen Ihr Frauenarzt, Ihre Frauenärztin von Geschlechtsverkehr abraten, um keine Fehl- oder Frühgeburt zu riskieren.

Ob Sie allerdings überhaupt noch Lust darauf haben, ist eine ganz andere Frage. Das sexuelle Verlangen verändert sich häufig während der Schwangerschaft – wie die Psyche insgesamt. Manche Frauen mögen gar nicht mehr an Sex denken, andere wiederum geniessen es genauso wie vorher, und wieder andere spüren ein viel stärkeres Verlangen. Meist ist es eher so, dass die Libido im ersten und dritten Trimenon schwächer und im mittleren Trimenon stärker ist.

Bei der zweiten Ultraschalluntersuchung (etwa zwischen der 20. und 22. SSW) werden verschiedene Messungen am Kind vorgenommen und allgemein auf Anzeichen für Fehlentwicklungen geachtet. Auch die Lage und Struktur der Plazenta und die Fruchtwassermenge werden beurteilt. Bei der äusseren Tastuntersuchung des Bauches spürt man den oberen Gebärmutterrand etwa in Höhe des Nabels. Dies nennt man Fundusstand.

Liegt der Mutterkuchen ganz oder teilweise über dem inneren Muttermund, liegt eine Plazenta praevia vor. Das heisst aber noch nicht, dass es auch dabei bleibt. In den weitaus meisten Fällen „wandert“ die Plazenta bis zur Geburt noch ein Stück nach oben und einer vaginalen Geburt steht nichts mehr im Weg.

Das Immunsystem Ihres Kindes bleibt bis nach der Geburt noch recht unreif. Es kann nur einen unzureichenden Schutz gegen Infektionen bieten. Bis zur Geburt ist daher die Plazenta ein wichtiger Antikörper-Lieferant, danach wird die Muttermilch diese Aufgabe übernehmen. Besonders die Vormilch (Kolostrum) ist reich an schützenden Antikörpern. Wundern Sie sich nicht: Bei manchen Frauen läuft schon in der Mitte der Schwangerschaft ab und zu etwas Vormilch aus. Das zeigt nur, dass sogar für den Fall einer Frühgeburt die Brust mit den Milchdrüsen vorbereitet ist.

Die Bestimmung der Scheitel-Steiss-Länge ist schon seit Wochen nicht mehr möglich, so gekrümmt liegt Ihr Baby in der Fruchthöhle. Deshalb wird die Entwicklung des Kindes anhand des biparietalen Kopfdurchmessers (BIP oder BPD) im Ultraschall beurteilt. Das ist der Abstand zwischen den beiden Schläfenknochen. Wenn zusätzlich der Abstand zwischen Stirn und Hinterkopf gemessen wird, kann der Kopfumfang berechnet werden. Zur Einschätzung des fetalen Gewichts werden verschiedene Messwerte (z.B. die Länge des Oberschenkelknochens, der Bauchumfang usw.) in eine Rechenformel eingegeben.

…und so entwickelt sich Ihr Baby in der 20. Schwangerschaftswoche…

Ihre Schwangerschaft in Zahlen:

  • 20. Woche nach dem 1. Tag d. letzten Periode
  • 19 Woche + 1 – 7 Tage (ärztliche Berechnung)
  • 18. Woche nach der Befruchtung
  • Kopfdurchmesser des Fetus: ca. 46-55 mm
  • Gewicht des Fetus: ca. 330 g

Häufige Fragen in dieser Woche:

Ich habe manchmal richtige Heisshungerattacken und kann mich dann nicht mehr beherrschen. Wenn das so weitergeht, nehme ich bestimmt zuviel zu!

Welche Mittel gegen Sodbrennen und Magenschmerzen kann ich auch in der Schwangerschaft einnehmen?

Wie sieht es aus mit Haarefärben in der Schwangerschaft?

Zur 19. Woche

Zur 21. Woche

Newsticker

Licht in der Gebärmutter: Werden trächtige Mäuse im Dunkeln gehalten, erkrankt der Wurf nach der Geburt an einer Entwicklungsstörung der Augen, die an die Frühgeborenen-Retinopathie erinnert. Ausschlaggebend ist das Sehpigment Melanopsin, das schon vor der Geburt u.a. an der Regelung des Tag-Nacht-Rhythmus beteiligt ist. Das Ungeborene kann auch im Inneren des Uterus durch die Bauchdecken erkennen, ob es „draussen“ hell ist. Für die Entwicklung der Augen ist dies ein wichtiges Signal. Unterbleibt es, hat dies negative Auswirkungen auf die Entwicklung der Augen in den ersten Lebenswochen. swissmom-Newsticker, 5.5.2013)

Letzte Aktualisierung : 26-04-16, BH

SSW 20

20. SSW: So entwickelt sich Ihr Baby

Zappeln kann Ihr Kind inzwischen schon sehr gut. In der 20. SSW tut sich dannauch besonders viel im Kopfbereich: Das Nervensystem des kleinen Menschleins entwickelt sich in der 20. SSW rasant – pro Minute entstehen rund 200.000 Gehirnzellen; bis zur Geburt werden es 100 Milliarden sein.

Auch der Geschmacksinn reift heran. Das Ungeborene hat zehnmal mehr Geschmacksknospen im Mund als nach seiner Geburt. Seine Geschmacksempfindungen kann es sogar schon im Gedächtnis speichern. Es beginnt eine Art kulinarischer Lernprozess: So kann das Baby ab der 20. SSW im Fruchtwasser schmecken, was Sie essen. Auf diese Weise können Sie seine späteren Vorlieben mitprägen.

Am ganzen Körper wächst im vierten Monat ein feiner Flaum am Körper Ihres Kindes. Die sogenannte Lanugo-Behaarung schützt den Fötus vor Feuchtigkeit und wird ab dem 8. Schwangerschaftsmonat wieder abgestoßen.

Während Sie den kleinen Turner in Ihrem Bauch in SSW 20 nun teils schon deutlich spüren, kann Ihr Partner ihn vielleicht auch hören. Wenn er das Ohr auf Ihren Bauch legt, ist eventuell ein Glucksen wahrzunehmen. Es entsteht, wenn sich der Fötus im Fruchtwasser bewegt.

20. SSW Ultraschall: Das ist zu sehen

Das Baby wiegt nun etwa 240 Gramm und ist vom Scheitel bis zum Steiß rund 14 Zentimeter lang. Da in der 20. SSW die Größe zum letzten Mal so gemessen wird, steht in den nächsten Wochen ein ziemlicher „Wachstumssprung“ für den Nachwuchs an. Dann wird als Parameter die Länge von Kopf bis Fuß angegeben.

Übrigens wird bei der großen Vorsorgeuntersuchung, die um die 20. SSW (zwischen 19. und 22. SSW) ansteht, Ihr Nachwuchs auch ausgiebig vermessen. So werden etwa Kopf- oder Brustkorbdurchmesser genau notiert, um dann abzugleichen, ob sich Ihr Kind altersgemäß entwickelt.

Ihr Baby in der 20. Woche

Ihr Baby entwickelt sich jetzt nicht mehr ganz so schnell wie bisher. Es legt kleine Fettpolster an, die später für die Wärmeregulierung sehr wichtig sind. Ausserdem trinkt es täglich ungefähr 400 ml Fruchtwasser und scheidet es über seine Harnwege wieder aus.

So trainiert es sowohl den Schluckvorgang als auch seine Nieren. Es greift nach der Nabelschnur, gähnt herzhaft und lutscht am Daumen! Diese Saugbewegungen sind ein Überlebensreflex, mit dem es das spätere Saugen an der mütterlichen Brust trainiert. Gleichzeitig übt es bereits für seine ersten Atemzüge ausserhalb des Bauches. Es bewegt die Brust auf und ab, als ob es durch die Nase atmen würde. Die Geschlechtsteile sind komplett ausgebildet. Die Chancen stehen nicht schlecht, im Ultraschallbild deutliche Anzeichen für ein Mädchen oder einen Knaben zu sehen.

Auch erforscht Ihr Baby neugierig seine Umgebung, strampelt mit den Beinen und fuchtelt mit den Armen herum: Solche Übungen sind eine gezielte Vorbereitung darauf, nach der Entbindung vom Bauch zur Brust seiner Mutter hoch zu krabbeln. Ihr Baby weiss intuitiv, dass es später diesen Weg zurücklegen muss, um an seine Nahrung zu kommen. Es ist jetzt ganz von Käseschmiere (Vernix caseosa) bedeckt, die seine empfindliche Haut im Fruchtwasser schützt.

Die Kräfte Ihres Kindes werden von Tag zu Tag grösser, was Sie mit Sicherheit in Form der sogenannten Kindsbewegungen zu spüren bekommen werden. Auch für Ihren Partner, der bislang leider nur auf Informationen aus „zweiter Hand“ angewiesen war, beginnt nun ein spannender neuer Abschnitt der Schwangerschaft: Mit ein bisschen Glück kann er bald die „Kicks“ des Kleinen mit der behutsam aufliegenden Hand spüren oder sogar die kleinen Ausbuchtungen auf Ihrer Bauchdecke sehen. Dieses zarte Klopfen gehört wohl zu den schönsten Erfahrungen der Schwangerschaft. Möglicherweise stockt Ihnen vor Freude und Überraschung von Zeit zu Zeit der Atem.

Infos zur 20. Schwangerschaftswoche

Letzte Aktualisierung : 26-04-16, BH

20. SSW – Uralte Reflexe

Muskeln, Bänder und Gelenke werden durch den kleinen Baby-Bauch stärker belastet. Dir macht der Alltag dadurch mehr zu schaffen als sonst. Gönne dir regelmäßige Pausen.

Dein Baby in der 20. SSW

In der 20. SSW ist der Fötus etwa 25 cm groß. Er wiegt circa 300 g.
Auch wenn dein Bauch noch nicht kugelrund ist, merkst du in der 20. SSW (das heißt 19+0 bis 19+6) die zusätzliche Belastung durch das Baby. Es strengt dich viel mehr an, den ganzen Tag auf den Beinen zu sein. Muskeln, Bänder und Gelenke werden stärker belastet und auch die Wirbelsäule wird stärker durchgedrückt. Das verursacht die Rückenschmerzen in der Schwangerschaft. Quäle dich deshalb nicht unnötig und gönne dir regelmäßige Pausen – auch während der Arbeit.

Um deinen Rücken zu entlasten, solltest du rechtzeitig zu Umstands-BHs wechseln. Deine Brüste sind ein großes Stück gewachsen und werden von alten BHs nicht mehr genügend gestützt. Auch in deine Hosen wirst du nicht mehr richtig passen. Höchste Zeit für eine neue Garderobe. Lasse dich am besten beraten, welche Umstandsmode für dich jetzt am besten geeignet ist. Tipp: Eine Leggings ist nie verkehrt!

Schwangerschaft

Tipps für die verschiedenen Schwangerschaftsphasen

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Das Baby in der 20. SSW: schlaues Köpfchen

Das Gehirn deines Babys leistet jetzt Erstaunliches: Pro Minute werden bis zu 200.000 neue Gehirnzellen gebildet. Bis zur Geburt werden es über 100 Milliarden Zellen sein. Klar, dass damit auch das Interesse deines Babys an seiner Umwelt steigt. Es wird alles erforscht. Gerne greift der Fötus beherzt nach der Nabelschnur.

Dass dein Baby nun so aktiv ist, hat einen evolutionsgeschichtlichen Grund: Denn bereits jetzt kommt ein uralter Reflex zum Tragen, der beim Nachwuchs mit der Geburt einsetzt. Das Bewegungsprogramm soll das Baby darauf vorbereiten, dass es nach der Geburt vom Bauch der Mutter zur Brust kriechen kann, das bezeichnet man als „Breast Crawl“.

Noch sind die Augen deines Kindes geschlossen, aber es kann bereits zwischen Hell und Dunkel unterscheiden – und reagiert manchmal empfindlich auf allzu helles Licht. Denn seine Augenlider sind noch transparent und bieten noch nicht so guten Schutz vor Licht. Deswegen kann es vorkommen, dass sich das Baby bei zu viel Helligkeit abwendet oder sich die kleinen Fäustchen vor die Augen hält.

Inzwischen wiegt dein Baby schon 300 Gramm und misst 25 Zentimeter. Bis zum Ende des zweiten Trimesters – etwa ab der 28. SSW – wird es sein Gewicht aber noch fast verdreifacht haben.

Tipps für die 20. SSW: Der Fundusstand

Bei jeder Vorsorgeuntersuchung ertastet der Arzt oder die Hebamme den Fundusstand – den oberen gewölbten Teil der Gebärmutter. Früher galt er als wichtigster Gradmesser in der Schwangerschaft. Auch heute ist er noch ein guter Indikator, ob die Schwangerschaft gesund verläuft.

Zu Beginn liegt der Fundus noch knapp über dem Schambein, bis zum Ende der Schwangerschaft wird er bis knapp unter das Brustbein gewandert sein. In der 20. SSW liegt der Fundus etwa drei Querfinger unterhalb des Bauchnabels.

Der Fundusstand im Überblick

>> Ganz private Eindrücke in die Schwangerschaft bekommst du hier. In unserem Schwangerschaftstagebuch erzählt Daniela ihre Geschichte vom positiven Schwangerschaftstest bis zur Geburt.
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Schwangerschaftskalender

20. Schwangerschaftswoche (20. SSW)

Nichts ist aufregender und ergreifender für werdende Mütter, als der Moment, in dem sie ihr Kind zum ersten Mal bewusst spüren. Wann es so weit ist, hängt von vielen Faktoren ab. Frauen, die schon ein Baby bekommen haben, nehmen die Kindsbewegungen früher wahr. Oft schon um die 16. Woche. Schwangere mit Vorderwandplazenta bemerken ihr Baby oft später als Frauen mit einer Plazenta an der Rückwand, runde Frauen später als dünne.
Der Flügelschlag eines Schmetterlings, eine platzende Seifenblase? So beschreiben viele Mütter das Gefühl, wenn sie ihr Kind zum ersten Mal spüren. Papa muss sich noch ein bisschen gedulden, bis auch er die Tritte und Turnübungen seines Babys von außen wahrnehmen kann. Trotzdem, die Hand auf dem Bauch und ein “Hallo, Kleines!” kommen beim Baby an.
Auch für die Partnerschaft sind diese gemeinsamen Momente ganz besonders schön. Eine wunderbare Zeit, in der Ihr gemeinsam davon träumen könnt, wie das Leben mit Baby wohl werden wird. Die Nase von Mama, die Augen von Papa? Wem wird Euer Baby ähnlich sehen und welchen Charakter wird es haben? Nehmt Euch ganz bewusst kleine gemeinsame Familienauszeiten. Das tut Euch und Eurem Baby gut.

20. SSW: Gewichtszunahme und Bauchumfang

Ab der 20. SSW nimmt der Bauchumfang stetig zu. Die Gebärmutter liegt mit der oberen Kante, die auch Fundus genannt wird, etwa in Höhe des Bauchnabels. Sie wächst mit zunehmender Schwangerschaft immer weiter nach oben, bis sie etwa in der 32. SSW in Höhe des Brustbeins liegt. Viele werdende Mamas können aber der 20. SSW eine deutliche Gewichtszunahme sehen und auch der Babybauch ist nun kaum mehr zu verstecken. Ohne Umstandskleidung geht es meistens nicht mehr und auch ein Still-BH ist nun sehr nützlich und notwendig. Auch bedarf der wachsende Bauchumfang ab der 20. SSW eine intensive Pflege. Damit beugen Sie Dehnungsstreifen vor und unterstützten Ihre Haut beim Wachsen.

20. SSW: Gewichtszunahme während der Schwangerschaft

Mit zunehmender Schwangerschaft bemerken Frauen auch, dass sowohl der Bauchumfang als auch die Gewichtszunahme deutlich ab der 20. SSW ansteigt. Dies ist vollkommen natürlich und dient zum Schutze Ihres Kindes. Der Körper legt nicht nur für die Entwicklung Ihres Kindes einen Grundstein, in dem er ihm einen wohligen Platz in Ihrem Bauch gibt, sondern auch für die Zeit nach der Geburt. In dieser Zeit benötigen auch Sie viel Energie, um Ihr Kind zu stillen. Durchschnittlich nehmen Frauen während der Schwangerschaft etwa 10 bis 15 Kilo zu. Manche Frauen nehmen allerdings weniger oder auch mehr zu. Denken Sie daran, dass Sie keine ungesunden Diäten machen sollten um die Gewichtszunahme in der Schwangerschaft gering zu halten. Alle Nährstoffe, die Ihnen fehlen, fehlen natürlich auch Ihrem Kind und schaden seiner Entwicklung. Um eine unnötige Gewichtszunahme ab der 20. SSW zu verhindern empfiehlt es sich mit Beginn der Schwangerschaft bereits auf die Ernährung zu machen. Eine ausgewogene gesunde Ernährung trägt entscheidend dazu bei, dass Sie wichtige Nährstoffe Ihrem Körper zuführen und zudem auch nicht unnötig an Gewicht zu nehmen. Zusätzlich tragen auch Bewegungen oder leichte sportliche Betätigung dazu bei, die Zunahme während der Schwangerschaft gering zu halten. Außerdem ist Sport als Stressausgleich und auch für das seelische Wohlbefinden nicht zu unterschätzen.

Gewichtszunahme ab der 20. SSW

Die Gewichtszunahme in der Schwangerschaft kann nicht allgemein und für jede Frau vorhergesagt werden. Jede Frau nimmt unterschiedlich zu und kann auch gegen eine unnötige Gewichtszunahme ab der 20. SSW mit einer gesunden Ernährung sowie leichten Sport entgegenwirken. Wie viel Sie in der Schwangerschaft zu nehmen werden, hängt von vielen Faktoren ab. So ist das Ausgangsgewicht, das Gewicht, die Lage und die Größe Ihres Kindes ebenfalls ausschlaggebend. Auch die Fruchtwassermenge spielt eine Rolle. So gibt es eine durchschnittliche Auflistung, die Ihnen eine Übersicht über die Zunahme während der Schwangerschaft geben kann. Allerdings sind das keine Richtlinien!

  • Die Gebärmutter wiegt etwa 900 Gramm.
  • Die Plazenta versorgt Ihr Baby im Bauch mit wichtigen Nährstoffen. Sie wiegt etwa 600 Gramm.
  • Während der Schwangerschaft bereiten sich die Brüste schon auf die Zeit nach der Geburt vor und produzieren Milch. Sie tragen etwa 400 Gramm bei.
  • Das Blutvolumen im Körper einer Schwangeren steigt um etwa 50 % während der Schwangerschaft, somit sind das um die 1.200 Gramm.
  • Zusätzlich werden Flüssigkeit und Fettreserven angebaut, die für die Zeit nach der Geburt als Energielieferant dienen sollen. Das sind etwa 5.100 Gramm extra.
  • Des Weiteren werden auch die Muskeln der Gebärmutter in der Schwangerschaft gestärkt. Diese tragen auch nochmals zu einer Gewichtszunahme bei, da Muskeln schwerer sind als Gewebe.
  • Ihr Baby wiegt bei der Entbindung etwa um die 3.300 Gramm. Auch dieses Gewicht tragen Sie zum Ende der Schwangerschaft mit sich.

Insgesamt ergeben sich daraus etwa 11,5 kg. Denken Sie daran, das sind nur Durchschnittswerte und eine Unterernährung schadet nicht nur Ihnen, sondern Ihrem Kind. Wenn Sie Bedenken bezüglich Ihrer Zunahme während der Schwangerschaft haben, sollten Sie sich in erster Linie an Ihren Frauenarzt oder an Ihre Hebamme wenden!

20. SSW: Bauchumfang nimmt zu

Ab der 20. SSW nimmt auch der Bauchumfang deutlich zu. Mit voranschreitender Entwicklung Ihres Babys und der zunehmenden Größe, wächst auch Ihr Bauch jede Woche um etwa einen Zentimeter mit. Allerdings gibt es auch Frauen, die eher einen geringeren Bauchumfang haben als andere Frauen, denen schon recht früh ihre Schwangerschaft angesehen werden konnte. Messen Sie ruhig Ihren Bauch und notieren Sie sich das Ergebnis in einem Schwangerschaftstagebuch. Legen Sie hierzu ein Maßband um Ihren Bauch herum, etwa in Höhe Ihres Bauchnabels und messen Sie diesen. Falls Sie Bilder von Ihrer Schwangerschaft machen, ist es eine nette Idee den Bauchumfang darauf für die Ewigkeit festzuhalten. So sehr Sie sich auch über den wachsenden Babybauch freuen, denken Sie daran, dass dieser auch eine besondere Pflege braucht. Ihre Haut ist während der Schwangerschaft sehr empfindlich und kann sogar an manchen Stocken austrocknen. Integrieren Sie die routinemäßige Pflege Ihrer Haut in Ihren Tag mit ein. Früh morgens nach dem Duschen, Abends im Bett oder vor dem Fernseher und wenn Sie noch ein paar Minuten dazwischen haben. Nehmen Sie sich auch ruhig Ihre Lieblingscreme für unterwegs mit. So geht die Pflege nicht unter. Die Pflege Ihrer Haut während der Schwangerschaft sollten Sie auf keinen Fall unterschätzen. Zwar können Sie damit nicht die Dehnungsstreifen komplett beseitigen, aber Sie können diese vorbeugen und Ihrer Haut beim Dehnen helfen. Die zusätzliche Anwendung von Zupfbürsten oder Massagebürsten mit Kombination von Massageöl oder Lotion regt die Durchblutung an und somit kann sich Ihre Haut leichter dehnen und auch nach der Geburt wieder gut zurückentwickeln.

Der Bauchumfang – mit jeder Woche ein wenig mehr

Dass mit jeder Schwangerschaftswoche auch der Bauchumfang wächst, ist ganz klar. Schlanke Frauen entdecken dies bei einer entspannten Bauchdecke oftmals früher als übergewichtige Frauen. Die durchschnittliche Schwangere bemerkt ab der 8. Schwangerschaftswoche, dass der Bauch sich ganz leicht zu wölben beginnt und die Taille verschwindet. Noch füllt die sich ausdehnende Gebärmutter die Bauchhöhle. Zum Ende des 3. Schwangerschaftsmonats braucht sie mehr Platz, das Bäuchlein wird für den werdenden Vater oder andere Eingeweihte langsam sichtbar. Spätestens ab dem 5. Monat können die meisten Schwangeren ihren Zustand nicht mehr verstecken, auch nicht mehr mit starken Bauchmuskeln in Form halten, sodass ab dem 6. Monat bei fast allen eine deutliche Kugel zu sehen ist. Schliesslich braucht das ungeborene Kind immer mehr Platz, auch wenn es sich in den letzten Wochen ganz klein zusammenballt. Im 9. Monat legen viele Frauen noch einmal an Bauchumfang zu und auch die Position des Bauches verändert sich: Die Senkwehen lassen ihn etwas nach unten rutschen. Die Kugel ist kurz vor der Geburt auch nicht mehr so überprall, die werdende Mutter bekommt leichter Luft.

Aber manche Bäuche sind grösser, manche kleiner – auch dann, wenn sich die Schwangeren in derselben Schwangerschaftswoche befinden. Denn jeder Babybauch entwickelt sich so individuell wie die Schwangerschaft selbst und wird von mehreren Faktoren beeinflusst. Dazu gehören:

  • Gewicht und Bauchumfang vor der Schwangerschaft, Grösse der Schwangeren: Manche Frauen starten ihre Schwangerschaft mit einer Wespentaille, andere haben schon vorher ein Bäuchlein. Zierliche Frauen zeigen daher früher einen Babybauch als festere Schwangere, die ihn in den schon bestehenden Pölsterli verstecken.
  • Beckengrösse und Beckenform der Schwangeren: Bei einem schmalen Becken kann die Gebärmutter sich nur nach oben und nach vorn ausdehnen, bei einem breiten Becken wird sie dieses erst ausfüllen.
  • Gewichtszunahme der Schwangeren: Dies ist natürlich v.a. abhängig von der Ernährung der werdenden Mutter bzw. ob eine starke Übelkeit vorliegt.
  • Gewicht und Grösse des Kindes: Das Wachstum des Babys wird beeinflusst von seiner Versorgung mit Nährstoffen und Sauerstoff über den Mutterkuchen, aber auch durch genetische Faktoren, wie z.B. die Grösse der Eltern.
  • Fruchtwassermenge in der Gebärmutter: Je weniger Fruchtwasser, umso kleiner der Bauchumfang.
  • Beschaffenheit der Bauchdecken und des Bindegewebes:Sportliche Frauen haben oft kleinere Babybäuche, da die Muskulatur und das Bindegewebe fester sind.
  • Vorherige Schwangerschaft(en): Oft ist der Babybauch bei Frauen, die schon Geburten hinter sich haben, früher sichtbar und wirkt insgesamt grösser als bei einer Erstschwangeren.
  • Einling oder Mehrlinge: Bei Mehrlingsschwangerschaften nimmt der Babybauch natürlich deutlich mehr zu.
  • Psychische Gründe: Angeblich soll auch die seelische Haltung zur Schwangerschaft die Bauchausdehnung mitbestimmen. Frauen, die ihre Schwangerschaft nicht annehmen bzw. eher verdrängen, scheinen kleinere und später sichtbare Bäuche zu haben.

Der Bauchumfang wird auf der Höhe des Bauchnabels gemessen, im Stehen oder Liegen. Als Faustregel gilt eine Vergrösserung in der Schwangerschaft um etwa 40 cm. Gleichzeitig wird meist die Höhe der Gebärmutter, der Fundusstand, kontrolliert.

Die Form des Babybauchs kann sehr unterschiedlich sein. Bei manchen Schwangeren wölbt er sich nur nach vorne, bei anderen breitet er sich auch auf die Seiten aus. Ein Ammenmärchen ist es, wenn daraus auf das Geschlecht des Kindes geschlossen wird. Allerdings kann die Lage des Kindes in der Gebärmutter die Form bestimmen: Ein Baby in Beckenendlage (Steisslage) führt zu einem runderen, breiteren Bauch. Dreht sich das Kind mit dem Kopf nach unten, verändert sich die Bauchform und wird höher und spitzer. Ausserdem beeinflusst die Grösse und Form des mütterlichen Beckens, wie die Gebärmutter sich ausbreitet.

Das Geburtsgewicht lässt sich übrigens am Bauch kaum ablesen. Ein grosser Bauch bedeutet keinesfalls ein besonders grosses oder schweres Kind. Bis zur 20. Woche entwickeln sich sowieso alle Babys ungefähr gleich. Wie schwer Ihr Baby bei der Geburt sein wird, lässt sich durch Ultraschall berechnen – aber auch nur ungefähr.

Letzte Aktualisierung : 15-04-19, BH

20. Schwangerschaftswoche

Entwicklung des Babys

(Sebastian Kaulitzki / Fotolia.com)

Die erste Hälfte der Schwangerschaft ist nun geschafft!

Ab dieser Woche wird die Größe des Babys meist nicht mehr vom Scheitel bis zum Steiß angegeben, da es bei den Untersuchungen oft nicht mehr so zusammengerollt liegt wie früher. Es wird nun in seiner vollen Größe gemessen, also vom Kopf bis zu den Füßen. Inzwischen ist Ihr Baby insgesamt etwa 24 cm lang und wiegt zwischen 250 und 300 Gramm. Die Fußgröße beträgt etwa 3 cm.

Die Kopfhaare des Babys beginnen nun zu wachsen und die gesamte Körperoberfläche ist mit einem feinen Haarflaum überzogen (Lanugohaare). Dieser Flaum schützt das Baby vor der Feuchtigkeit des Fruchtwassers. Etwa vom 8. Schwangerschaftsmonat bis zur Geburt wird er wieder abgestoßen, bei einigen Babys ist auch bei der Geburt noch ein Rest dieser Körperbehaarung sichtbar.

Ebenso wird die Haut jetzt von der sogenannten Käseschmiere (Vernix caseosa) bedeckt. Dies ist eine fetthaltige Substanz, die aus einer Mischung aus Talgdrüsensekret, Hautzellen und Flaumhaaren besteht. Sie schützt Ihr Baby vor Kälte und der ständigen Feuchtigkeit durch das Fruchtwasser und erleichtert später den Durchtritt durch den engen Geburtskanal.

Die Entwicklung des Nervensystems und der Sinnesorgane schreitet jetzt rasch voran und Ihr Baby macht immer mehr Fortschritte beim Schmecken, Riechen, Hören und Sehen. Da das Gehirn immer mehr an Größe zunimmt, sind die Schädelknochen des Babys noch nicht fest miteinander verwachsen, sondern locker aneinandergefügt. Dies hat außerdem eine schützende Funktion während des Geburtsvorgangs: Beim Durchtritt durch den engen Geburtskanal schieben sich die Schädelknochen so weit wie möglich aneinander, erleichtern dadurch den Weg und schützen das Gehirn. Erst etwa um den zweiten Geburtstag Ihres Kindes wird sich diese offene Stelle (Fontanelle) der Schädelknochen schließen.

Was tut sich bei der Mutter?

Ihre Gebärmutter muss sich immer weiter ausdehnen, um für das Baby Platz zu schaffen, und hat momentan etwa die Größe eines Handballs. Sie ist nun ungefähr 2–3 cm unter dem Nabel tastbar.

Ihr Kind ist langsam so groß, dass Sie spätestens jetzt beginnen werden, seine Bewegungen zu spüren. Dies kann sich wie ein leichtes Klopfen, Kitzeln oder Kribbeln anfühlen, viele Frauen beschreiben es auch als Gefühl „als würden Seifenblasen zerplatzen“ oder „Luftblasen blubbern“. Zu Beginn ist es völlig normal, wenn Sie die Bewegungen nur ein- oder zweimal pro Tag wahrnehmen, denn nicht alle Bewegungen des Kindes spürt man gleich stark. Schon sehr bald werden die Tritte des Babys allerdings immer kräftiger werden, denn je mehr es wächst, umso enger wird sein Platz in der Gebärmutter und die einzelnen Bewegungen werden von Ihnen viel stärker wahrgenommen.

Die meisten Frauen fühlen sich in dieser Phase der Schwangerschaft besonders wohl. Anfängliche Beschwerden wie etwa Übelkeit sind nun vorbei, gleichzeitig schränkt der Bauch noch nicht besonders ein. Viele nutzen diese Zeit, um noch einmal zu entspannen oder in Ruhe Zeit mit dem Partner zu verbringen. Dies ist auch der optimale Zeitpunkt, um noch ein letztes Mal vor der Geburt zu verreisen.

Tipps zum Reisen während der Schwangerschaft

  • Reisen Sie nicht an Orte, an denen extreme Temperaturen oder Impfzwänge herrschen. Vor allem Endemiegebiete, wie etwa Malariagebiete, sollten Sie in der Schwangerschaft nicht besuchen.
  • Auch Aufenthalte im hohen Gebirge sollten Sie vermeiden.
  • Stellen Sie sicher, dass an Ihrem Urlaubsort eine gute medizinische Versorgung vorhanden ist und hohe Hygienestandards herrschen.
  • Bei längeren Autofahrten sollten Sie darauf achten, immer wieder kurze Pausen einzulegen und ein paar Schritte spazieren zu gehen.
  • Das Tragen von Kompressionsstrümpfen kann bei längeren Reisen helfen, Schwellungen der Beine zu verhindern, und beugt zudem Thrombosen vor.
  • Abhängig von der jeweiligen Fluglinie dürfen Sie bei einer normal verlaufenden Schwangerschaft bzw. einer Einlingsschwangerschaft in etwa bis zur 36. Schwangerschaftswoche fliegen. Wenn Sie sehr spät in der Schwangerschaft noch verreisen, sollte im Falle einer vor Ort notwendigen Geburt eine entsprechende Krankenversicherung bestehen, da sonst enorme Kosten auf Sie zukommen können. Sprechen Sie eine geplante Flugreise in jedem Fall mit Ihrem Frauenarzt ab.

+++ Mehr zum Thema: Reisen in der Schwangerschaft +++

Untersuchungen

Etwa in der 20. Schwangerschaftswoche (zwischen Woche 18 und 22) sollte die zweite im Mutter-Kind-Pass vorgesehene Ultraschalluntersuchung durchgeführt werden. Diese dient zur Kontrolle der Entwicklung, des Wachstums und des Gewichts Ihres Babys. Sie werden bei dieser Untersuchung möglicherweise zum ersten Mal sehen, wie sich Ihr Babys bewegt, wie es tritt, sich streckt, dreht oder seine Hände bewegt. Dies ist für viele ein großer Moment – Sie können Ihren Partner oder auch eine andere Begleitperson mitnehmen und diese daran teilhaben lassen.

Auch das sogenannte Organscreening (Organultraschall) kann – auf Wunsch bzw. nach Absprache mit Ihrem Frauenarzt – ab der 20. Schwangerschaftswoche durchgeführt werden. Diese Untersuchung dient der genauen Beurteilung aller Organe des Babys. Das Organscreening zählt zu den pränataldiagnostischen Untersuchungen und wird nicht routinemäßig durchgeführt. Es wird in dem Krankenhaus, in dem man entbindet, oder in einem Zentrum für Pränataldiagnostik durchgeführt. Die Kosten werden bei normalem Schwangerschaftsverlauf nicht von der Krankenkasse übernommen.

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Autoren:
Dr.med. Kerstin Lehermayr
Medizinisches Review:
OÄ Dr. Angela Ramoni
Redaktionelle Bearbeitung:
Mag.(FH) Silvia Hecher,MSc

Aktualisiert am: 02.12.2014 | 14:43

Weyerstahl T., Stauber M.: Gynäkologie und Geburtshilfe, Duale Reihe; Georg Thieme Verlag KG Stuttgart; 4. Auflage 2013
Huch R.: Glücklich schwanger von A bis Z – Gut beraten in 280 Alltagsfragen: von Autofahren bis Zunehmen; TRIAS Verlag in MVS Medizinverlage Stuttgart GmbH & Co KG Stuttgart; 2011
Jahn-Zöhrens U.: Entspannt erleben – Schwangerschaft und Geburt; Hrsg: Deutscher Hebammenverband e.V.; TRIAS Verlag in MVS Medizinverlage Stuttgart GmbH & Co KG Stuttgart; 2011
Huch R., Largo R.: Schwangerschaft, Geburt und erste Babymonate; TRIAS Verlag in MVS Medizinverlage Stuttgart GmbH & Co KG Stuttgart; 2009
Sonntag K.: Schwanger! Tag für Tag: Mein Kalender für eine aufregende Zeit; TRIAS Verlag in MVS Medizinverlage Stuttgart GmbH & Co KG Stuttgart; 2009
Ulfig N.: Kurzlehrbuch Embryologie; Georg Thieme Verlag KG Stuttgart; 2.Auflage 2009
Sadler T.W.: Medizinische Embryologie; Georg Thieme Verlag Stuttgart; 11.Auflage 2008

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