2 wochen nach geburt

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Was passiert nach der Geburt im Kreißsaal? Die ersten Stunden nach der Geburt

Die ersten Stunden nach der Geburt.

Was passiert nach der Geburt im Kreißsaal?

Wie überwältigend ist für die frisch gebackene Mutter der Moment, wenn sie ihr Baby endlich in Empfang nehmen kann. Noch im Kreißsaal dürfen die beiden erste Kontakte knüpfen. Vom ersten Stillen bis zum Gesundheitscheck – für das Neugeborene stehen im Kreißsaal darüber hinaus noch weitere Punkte auf dem Programm.

Nachdem das Baby den warmen, schützenden Körper seiner Mutter verlassen hat, muss es sich an die Gegebenheiten außerhalb der Gebärmutter zunächst gewöhnen. Immerhin wird es plötzlich mit Schwerkraft, Licht, Kälte, Hunger und Durst konfrontiert. Sein Blutkreislauf muss sich in Sekunden umstellen und selbständig funktionieren, sodass es das erste Mal selbst Luft holen kann. Damit sich die Lungenbläschen richtig entfalten, sind ein paar kräftige Atemzüge nötig.

Eine innige Verbindung

Noch vor oder direkt nach dem Abnabeln legt die Hebamme der Mutter ihr Baby auf die Brust. Mit einem zuvor angewärmten Tuch bedeckt fühlt sich das Baby hier wohlig und geborgen, kann den vertrauten Herzschlag seiner Mutter hören und ihre Wärme spüren. Jetzt begegnen sich die beiden zum ersten Mal! Für die Eltern ist das ein überwältigendes Erlebnis, und die Frau hat die Anstrengungen und Schmerzen der Geburt schnell vergessen. Gemeinsam können Mutter und Kind ausruhen und das Geburtserlebnis verarbeiten. Dieses so genannte Bonding, das sich mit „Kontaktaufnahme zu den Eltern“ übersetzen lässt, bezeichnet den Beginn der innigen Eltern-Kind-Beziehung.

Das Abnabeln

Sobald die Nabelschnur zwischen Mutter und Kind auspulsiert ist, wird sie mit einer sterilen Nabelklemme abgeklemmt und durchtrennt. Wenn er mag, darf der Vater dafür selbst die Schere in die Hand nehmen. Beim Abnabeln entnimmt die Hebamme einige Tropfen Blut aus der Schnur und misst deren PH-Wert. Er informiert darüber, wie gut das Kind kurz vor der Geburt mit Sauerstoff versorgt war. Sollte sie daran eine Sauerstoffunterversorgung vor und während der Geburt feststellen, muss das Kind möglicherweise spezielle Medikamente bekommen, um das Defizit auszugleichen.

Der Gesundheits-Check

Mit einem geschulten Blick überprüfen Arzt oder Hebamme kurz nach der Geburt den allgemeinen Gesundheitszustand des Babys: der so genannte APGAR-Test, benannt nach seiner Erfinderin Virginia Apgar (1952). Insgesamt dreimal – in der ersten, der fünften und der zehnten Lebensminute – vergeben sie Punkte für die Atmung des Säuglings, den Herzschlag, seine Muskel- und Bewegungsfunktionen, die Reflexe und seine Hautfarbe. Für jeden dieser Faktoren erhält das Kind 0, 1 oder 2 Punkte. Die Werte werden dann zusammengezählt und in dem gelben Vorsorge-Untersuchungsheft notiert. Ein Wert von 7 und mehr nach einer Minute sowie 9 oder 10 nach fünf und zehn Minuten sprechen dafür, dass es dem Baby gut geht.

Nach dem ersten Kennenlernen der jungen Familie nimmt die Hebamme das Kind noch einmal gründlich unter die Lupe. In der als U1 bekannten ersten Früherkennungs-Untersuchung prüft sie, ob Gesichtsmerkmale und Körperproportionen normal sind, kontrolliert die Schädelnähte am Kopf, tastet Brust, Bauch und Wirbelsäule ab, zählt Finger und Zehen und schaut die Geschlechtsorgane und den Darmausgang an. Sie misst den Schädelumfang, testet die Greifreflexe und zählt die Blutgefäße an der Nabelschnur. Jetzt bekommt das Baby auch sein Namenschildchen um ein Handgelenk gelegt, damit es nicht verwechselt werden kann. Anschließend wird es gemessen, gewogen und seine Nabelschnur auf die passende Länge gekürzt. Größe und Gewicht trägt die Hebamme in den Babypass ein. Beim Baden und Anziehen darf der Vater mithelfen – eine gute Gelegenheit für die beiden, sich kennen zu lernen. Wenn Mutter und Kind gut versorgt sind, bleiben sie noch ein bis zwei Stunden zur Beobachtung im Kreißsaal. In den meisten Kliniken lässt man die frisch gebackenen Eltern dabei ungestört, damit sie die neue Situation als Familie genießen können.

Die ersten Tropfen

Die meisten Neugeborenen können bereits in den ersten Stunden an die Brust angelegt werden. Wie es richtig liegt und am besten trinken kann zeigt die Hebamme der Frau bereits im Kreißsaal. Für die mütterliche Brust ist das der beste Reiz, um die Milchbildung in Gang zu setzen. Die ersten Tropfen „Vormilch“, die der Säugling erhält, haben eine ganz besondere Zusammensetzung: Das so genannte Kolostrum enthält mehr Wasser, Vitamine und Mineralien, aber viel weniger Fett als die folgende Muttermilch. Zudem sind darin verschiedene Eiweiße gelöst, die Immoglobine. Diese mütterlichen Abwehrstoffe schützen das Baby in den ersten Tagen effektiv vor Krankheiten; sein eigenes Immunsystem muss sich erst noch entwickeln.

Rooming-in

In vielen Krankenhäusern wohnen Mutter und Baby Tag und Nacht gemeinsam in einem Zimmer: das so genannte Rooming-in. Möglich ist auch, dass das Neugeborene nur tagsüber bei seiner Mutter bleibt und nachts auf die Säuglingsstation kommt, damit die Frau durchschlafen kann. Durch das Rooming-in können sich die beiden in aller Ruhe kennen lernen und dadurch früh eine feste Bindung aufbauen. Unter Anleitung der Schwestern lernt die Mutter dabei alles, was sie über die Pflege ihres Schützlings wissen muss. Oft klappt es auch mit dem Stillen besser, wenn die beiden anfangs viel Zeit verbringen.

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Über Verena Janssen

Die 38-Jährige Autorin und Mutter lebt mit ihrem Mann und ihren Kindern Paul Oskar (7) und Ella Marie (4) in schönen Fulda. Sie liebt Musik und versucht momentan ihren Kindern das Klavier spielen beizubringen. Wenn sie mal etwas Zeit für sich hat, powert sie sich beim Volleyball spielen aus.

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Nach der Geburt im Kreißsaal

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Was passiert nach der Geburt?

Die Geburt ist geschafft, und während Dein Körper sich von der Anstrengung erholt, wird Dir im Kreißsaal zum ersten Mal Dein Baby auf die Brust gelegt. Es ist meist noch nass und manchmal von einer weißlichen Schicht, der sogenannten Käseschmiere, umhüllt. Diese Schicht enthält viele Nährstoffe und kann ruhig erst mal auf der Haut bleiben. Die Nabelschnur wird durchtrennt, nachdem eine Klemme gesetzt wurde. So verhindern Arzt oder Hebamme, dass der Säugling zu viel Blut verliert. Tücher schützen den kleinen Körper vor dem Auskühlen und Du und Dein Partner haben Zeit, Euer Kind kennenzulernen.

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Erste Untersuchungen im Kreißsaal

Gute Kliniken ermöglichen den frischgebackenen Eltern so viel Zeit im Kreißsaal wie sie brauchen, um die neue Situation zu verarbeiten und zu genießen. Das können durchaus zwei oder drei weitere Stunden sein. Während Mutter und Kind sich so nahe sind, ist die Betreuung der Mutter und des Säuglings für die Ärzte und Hebammen viel einfacher. Die Nachgeburt kann in Ruhe „geboren“ werden. In regelmäßigen Abständen wird Dein Kreislauf überprüft und Wunden bei einem Dammschnitt oder Dammriss werden behandelt.

Erste Untersuchungen des Kindes können auch auf der Brust der Mutter gemacht werden. Dazu gehört der sogenannte Apgar-Test, bei dem unter anderem Atmung und Puls des Kindes mehrfach überprüft werden. Darüber hinaus geht der Arzt sicher, dass sich Dein Baby keine Verletzungen bei der Geburt zugezogen hat und auch „alles dran“ ist. Überschüssiges Fruchtwasser wird mit einem kleinen Schlauch aus Mund und Nase entfernt, so dass Dein Baby frei atmen kann. Für ausführliche Check-ups, Wiegen und Messen ist später noch Zeit.

Bonding – eine besondere Beziehung zwischen Eltern und Kind

Viele Mütter erleben in diesem Moment ein intensives Glücksgefühl und tiefe Zuneigung zu ihrem Baby. Dieses Gefühl einer tiefen Verbindung zwischen Mutter und Kind wird mit dem englischen Begriff „Bonding“ umschrieben und hat inzwischen für viele Kliniken und Geburtshäuser einen hohen Stellenwert.

Mit „Bonding“ beschreiben Experten die besondere Bindung, die zwischen Mutter und Kind geknüpft wird. Der Körper der Mutter unterstützt diesen Prozess tatkräftig durch einen bestimmten Hormoncocktail. Gegen die Schmerzen schüttet der Körper während der Geburt zahlreiche Endorphine aus, die eine Art Rausch auslösen können. Gleichzeitig wird auch mehr Oxytocin produziert, ein Hormon, das unter anderem Wehen und die Milchproduktion anregt, aber auch Gefühle wie Liebe, Vertrauen und Ruhe stimuliert.

Dieses Gefühl kann, muss sich aber nicht sofort zeigen. Du brauchst Dich nicht schlecht fühlen, wenn Muttergefühle zunächst ausbleiben, denn das geht vielen Frauen so. Durch die Strapazen und Schmerzen fühlen sich viele Mütter einfach nur erschöpft und betrachten die Situation eher nüchtern, während der Partner erste Freudentränen verdrückt.

Die Bindung zwischen Eltern und Kind kann sich auch später noch festigen und wird mit der Zeit wachsen. Manchmal ist es aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich das Kind direkt nach der Geburt zu Mutter und Vater zu lassen. Trotzdem ist die spätere Eltern-Kind-Bindung genauso stark wie nach einer „normalen“ Entbindung.

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Stillen nach der Geburt

Der Saugreflex des Kindes ist bereits voll ausgeprägt und Du kannst Dein Baby meist schon im Kreißsaal das erste Mal stillen. Vielleicht musst Du das Köpfchen etwas führen oder die Hebamme hilft nach. Wunder Dich nicht, wenn Du anfangs nur wenig Milch produzierst. Die kleine Mahlzeit versorgt Dein Baby bereits mit vielen Abwehrstoffen und Vitaminen.

Nach diesen ersten gemeinsamen Stunden kannst Du meist Dein Klinikzimmer beziehen. In seltenen Fällen verlassen Mutter und Kind die Klinik auch schon vier Stunden nach der Geburt, aber in der Regel werdet ihr einige Tage auf der Wochenstation verbringen.

Der Körper nach Schwangerschaft und Geburt

Der Körper braucht Ruhe und die Geburtswunden heilen

Unmittelbar nach der Geburt beginnt das Wochenbett, das etwa sechs bis acht Wochen dauern wird. Abgeschlossen ist diese Phase, wenn die Gebärmutter sich vollständig zurückgebildet hat. In den ersten Tagen sind vor allem Ruhe und Erholung wichtig. Ihr Kind und Sie müssen sich jetzt erst einmal behutsam kennenlernen, auch Ihr Körper fordert in dieser Zeit jedoch sein Recht.

In den ersten Tagen werden Sie möglicherweise Schmerzen haben, da die Geburtswunden erst heilen müssen und Ihr Körper nach der Geburt die Folgen einer gewaltigen Anstrengung kompensieren muss. Auch Dammverletzungen werden sich noch für einige Zeit schmerzhaft bemerkbar machen. Ein Kaiserschnitt ist in seinen Auswirkungen mit einer größeren Bauchoperation vergleichbar, entsprechend lange braucht Ihr Körper nach der Geburt, um sich davon zu erholen.

Unabhängig davon, ob Sie Ihr Kind auf natürlichem Wege oder durch einen Kaiserschnitt entbunden haben, werden Sie im Wochenbett den sogenannten Wochenfluss – die Lochien – erleben, der eine Folge der Geburtsverletzungen ist. In den ersten zehn Tagen nach der Geburt handelt es sich dabei um eine echte Blutung, die zunächst einer starken und später einer mittelstarken Periode ähnelt.

Danach verwandelt er sich in einen bräunlichen und nach einiger Zeit gelblich-weißen Ausfluss, der sich allmählich abschwächt. Für das Auffangen des Wochenflusses sind Hygieneeinlagen nötig. Wenn Sie die Möglichkeit haben, sich während dieser Zeit körperlich zu schonen, sind die Lochien oft schwächer ausgeprägt und enden schneller.

Rückbildung der Gebärmutter, Festigung des Beckenbodens

Im Wochenbett arbeitet Ihr Körper nach der Geburt daran, deren körperliche Folgen zu überwinden. Die Rückbildung der Gebärmutter werden Sie sehr wahrscheinlich in Form eines pulsierenden Ziehens spüren, das sich wie leichte Wehen anfühlt und während des Stillens stärker wird.

Die Vagina nimmt allmählich wieder ihre normale Farbe an, der stark gedehnte Beckenboden festigt sich. Rückbildungsgymnastik und regelmäßige Bauchübungen helfen Ihnen, den Beckenboden wieder zu festigen. Einige hilfreiche Übungen finden Sie hier. Sie sollten mit diesen Übungen allerdings erst nach dem Ende des Wochenbettes – also sechs bis acht Wochen nach der Geburt – damit beginnen.

Ihr Körper benötigt Zeit, um Kraft zu sammeln

In den ersten Tagen nach der Geburt sind Ihre Brüste sehr empfindlich. Ihre ursprüngliche Form erreichen sie erst nach der Stillzeit wieder, viele Frauen brauchen auch danach jedoch eine größere Körbchengröße. Ihr Bauch wird noch für längere Zeit schlaff und etwas faltig sein. Einige Beschwerden wie Rücken- oder Bänderschmerzen werden Sie ebenfalls noch für einige Zeit begleiten.

Massagen sowie reichhaltige Massageöle, Cremes und Lotionen tragen zur Körperstraffung und zum allgemeinen Wohlbefinden bei. Schwangerschaftsstreifen verschwinden zwar niemals wieder völlig, werden in den nächsten Monaten jedoch zu silbrigen Dehnungsnarben verblassen.

Viele Frauen bemerken in den ersten Wochen nach der Geburt einen mehr oder weniger ausgeprägten Haarausfall, da die Schwangerschaftshormone jetzt den Haarwuchs nicht mehr fördern.

Das Abnehmen nach Schwangerschaft und Geburt dauert etwas länger

Bis Sie Ihr früheres Körpergewicht wieder erreichen, kann es etwas länger dauern. Unmittelbar nach der Geburt werden Sie schnell Gewicht verlieren, da sich die Blutmenge reduziert und der Körper Wassereinlagerungen abbaut. Danach verschwinden die zusätzlichen Kilos nur sehr langsam – von der Natur sind sie als Energiereserven für die Stillzeit vorgesehen.

Im ersten halben Jahr nach der Geburt nehmen die meisten Mütter deshalb nur wenig ab. Wenn Sie sich danach bewusst ernähren und das Abnehmen durch möglichst viel Bewegung unterstützen, sind die überschüssigen Pölsterchen jedoch meist schnell Vergangenheit. Wichtig: Von Diäten ist dringend abzuraten, solange Sie Ihr Baby stillen.

Lernen Sie, mit der neuen Situation umzugehen

Unabhängig davon, wie Sie am Anfang auf die Mutterschaft reagieren, ist es wichtig, dass Sie weiterhin gut auf sich achten. Setzen Sie sich selbst nicht unter Druck und überschätzen Sie Ihre Kräfte nicht! Hauptsache ist, Sie nehmen sich die Zeit, um zu essen oder zu duschen – das ist bei frischgebackenen Müttern lange nicht selbstverständlich.

Bis Sie und das Baby einigermassen einen Rhythmus gefunden haben, kann es dauern. Nach den ersten Wochen stellt sich aber eine gewisse Routine ein, und Schritt für Schritt besinnen Sie sich wieder auf sich selbst.

Bewegung tut dann Körper und Seele gut, und eine gesunde Ernährung ist für die Stillzeit ohnehin sehr wichtig. Beginnen Sie schon im Spital mit leichter Wochenbettgymnastik, die man Ihnen dort gerne zeigt. Zu Hause zeigt dann die Hebamme, wie es weitergeht. Es ist gut, bald nach der Geburt damit anzufangen, weil sich dann sofort erste Erfolge zeigen. Schon mit zehn Minuten täglich tun Sie sich und Ihrem Körper viel Gutes. Die eigentliche Rückbildungsgymnastik können Sie dann etwa sechs Wochen nach der Geburt beginnen.

Aber vor allem gönnen Sie sich die Zeit, sich einfach hin und wieder ruhig hinzusetzen und zu entspannen. Ruhen Sie sich aus und legen Sie sich hin, wenn Ihr Baby schläft. Ihre Taktik für die ersten Wochen und Monate sollte lauten: Unnötigen Stress vermeiden. Dazu gehört es auch, mit der eigenen Zeit sehr sorgsam umzugehen. Der Haushalt darf ruhig für einige Zeit im Chaos versinken. Die Hausarbeit können Sie auch erledigen, wenn Ihr Baby wach ist. Lassen Sie es zuschauen, vom Boden aus. Wenn es partout getragen werden möchte oder aus sonstigen Gründen viel schreit, nehmen Sie es in ein Tragetuch. Sie haben dann zwei Hände frei und der Säugling ist durch den Körperkontakt beruhigt. Achten Sie jedoch auf Ihren Rücken, bei leichtesten Schmerzen legen Sie Ihr Baby besser ab! Die Bauchmuskeln sind von der Schwangerschaft sehr überdehnt und brauchen einige Zeit, bis sie wieder mitarbeiten können.

Überlegen Sie sich beispielsweise, wieviel Energie Sie momentan für Ihre Mitmenschen übrig haben. Das ist nicht lieblos, sondern gesunder Egoismus – und es tut Ihnen, Ihrem Baby und Ihrer Beziehung gut. Wie geht man beispielsweise mit Besuch um, der sich gleich für die ersten Tage anmeldet? Alle wollen das Baby sehen, Ihnen gratulieren: Das ist natürlich und gut gemeint. Aber wer einfühlsam ist, versteht es sicher, wenn Sie und Ihr Kleines nicht rund um die Uhr zur Verfügung stehen, sondern viel Ruhe brauchen. Wenn Ihnen der Besuch zu viel wird, bitten Sie Freunde und die Familie um etwas Geduld und versprechen Sie ihnen, sich selbst zu melden, sobald Sie sich für „Besichtigungen“ besser gewappnet fühlen.

Und noch etwas: Versuchen Sie nicht die perfekte Gastgeberin zu sein. Jeder Besuch ist sicherlich froh und dankbar, Ihnen in der neuen Lebenslage behilflich sein zu dürfen – lassen Sie das ruhig zu. Wer ein Z`vieri mitbringen möchte und Kaffee kocht, dem sei herzlich gedankt, und gemeinsam macht ohnehin alles mehr Spass!

Scheuen Sie sich nicht, andere um Hilfe zu fragen – die warten manchmal nur darauf. Bitten Sie Freunde oder Verwandte, einmal am Tag mit dem Kinderwagen spazieren zu gehen. Auch ein schreiendes Baby beruhigt sich im schaukelnden Wagen sehr schnell und schläft ein. In der Zeit können Sie wieder Kraft sammeln. Wenn Sie keine Verwandten vor Ort haben, sollten Sie ruhig mal die Nachbarin ansprechen – vielleicht kann Sie Ihnen was vom Supermarkt mitbringen? Oder bauftragen Sie einen Hauslieferdienst.

Letzte Aktualisierung : 02-05-16, AG

Entspannt durchs Wochenbett

Tipps für das Frühwochenbett

Folgende Tipps helfen dir dabei, dein Frühwochenbett doch etwas erholsamer zu gestalten:

Pflege durch den Partner

Achte gemeinsam mit deinem Partner darauf, dass er sich ausreichend um dich und euer Baby kümmern kann. Es empfiehlt sich, im Vorfeld ein paar Urlaubstage anzusparen und wichtige berufliche Ereignisse, sofern möglich, großzügig nach hinten zu verschieben. In vielen Kollektivverträgen gibt es darüberhinaus Regelungen für Pflege- und Betreuungsfreistellungen. Auch davon können frisch gebackene Väter Gebrauch machen. Dein Liebster wird dir in der ersten Zeit eine große Hilfe sein. Vor allem an jenen Tagen, an denen es dir nicht so gut geht und du eine Schulter zum Anlehnen sowie eine helfende Hand im Alltag brauchst.

Besuche von Verwandten

Die Besuche im Wochenbett sind ein ganz eigenes Kapitel. Während manche Mamas es nicht erwarten können, ihr Glück mit Freunden und Verwandten zu teilen, steht anderen der Sinn nach Abschottung. Diesbezüglich gilt: du entscheidest dich so, wie es für dich und dein Baby am besten passt. Wenn dir Besuche angenehm sind, dann genieße es. Wenn du aber lieber ungestört sein möchtest, dann darfst du dir diese Zeit auch nehmen.

Hebammen beobachten häufig, dass sich frisch gebackene Mütter zu viel zumuten, aus der Angst heraus einen Besuch im Krankenhaus oder zu Hause einfach abzulehnen. Hör auf dein Gefühl und handle danach, auch wenn es dir vielleicht das ein oder andere „Nein“ kostet. Sobald du wieder bei Kräften bist, hast du immer noch genug Zeit, Besucher zu empfangen. Und bis es soweit ist, kannst du dein Umfeld ja via Smartphone am Laufenden halten.

So wichtig ist eine gute Hebamme

Das klingt jetzt vielleicht ein wenig banal: investiere in eine gute Hebamme. Dieses Investment tätigst du idealerweise schon während deiner Schwangerschaft. Lerne unterschiedliche Hebammen kennen und erkundige dich im Krankenhaus, ob du zur Geburt deine eigene Hebamme mitnehmen darfst. Sie wird dich auch im Wochenbett betreuen und deine erste Ansprechpartnerinnen für viele Dinge sein, die dich beschäftigen. Sie beobachtet den Rückbildungsprozess der Gebärmutter sowie den Heilungsprozess von Geburtsverletzungen, sie hilft dir beim Stillen/beim Füttern deines Babys, unterstützt dich in der Babypflege und beantwortet gesundheitliche Fragen. Sie ist dir im Wochenbett auch eine emotionale Stütze, wenn du beispielsweise die Geburt aufarbeiten willst. Das gilt vor allem für jene Frauen, die traumatische Geburtserfahrungen gemacht haben und darauf möglicherweise mit einer Wochenbett-Depression reagieren.

Mittlerweile weiß man, dass sich eine zuverlässige und vertrauensvolle Betreuung durch eine Hebamme positiv auf die Mutter auswirkt. Sie wächst dadurch leichter in die neue Rolle hinein und entwickelt ein gesundes Selbstbewusstsein. Das wiederum spürt auch dein Baby. Es fühlt sich sicher und geborgen. Tipp: in einem gewissen Umfang übernimmt deine zuständige Gebietskrankenkasse die Kosten für die Hebammenbetreuung im Wochenbett.

Achte auf eine ausgewogene Ernährung

Auch wenn es in dieser Zeit der großen Umstellung schwer fällt, vergiss nicht, regelmäßig zu essen und zu trinken. Die Versorgung des Babys, die Rückbildung der Gebärmutter, der Ausheilungsprozess, die schlaflosen Nächte – all das kostet Kraft und einen Teil davon kannst du dir über eine ausgewogene Ernährung zurückholen. Und ja, wir geben es zu: manchmal ist es im Wochenbett so chaotisch, dass die Küche kalt bleibt. Es empfiehlt sich also, in den letzten Wochen der Schwangerschaft Vorratskammer und Tiefkühlschrank gut zu füllen. Am besten eignen sich Gerichte, die man leicht aufwärmen kann wie Eintöpfe, Sugo oder Aufläufe. Auch Suppen sind so ein Wochenbett-Klassiker. Sie halten sich im Kühlschrank ein paar Tage und gelingen sogar, wenn dein Partner wenig Erfahrung beim Kochen hat. Hühnersuppen gelten übrigens als besonders stärkend.

Ausreichend Ruhe im Wochenbett

Immer mit der Ruhe – dieses Motto solltest du dir wirklich zu Herzen nehmen. Gib dir die Zeit, die du benötigst. Wie jede Schwangerschaft verläuft auch das Wochenbett individuell. Manche Frauen gehen in der neuen Situation vollkommen auf und sprühen nur so vor Energie, andere müssen sich erst langsam an die Mutterschaft gewöhnen. Wie auch immer du dich fühlst, es ist in Ordnung so wie es ist. Eine ruhige Atmosphäre trägt zu deinem Wohlbefinden bei, du darfst dich hemmungslos entspannen.

Versuche dann zu schlafen, wenn dein Baby auch schläft, drehe dein Smartphone einfach einmal ab und sei bei Besuchen freundlich aber bestimmt. Du solltest dir nicht zu viel vornehmen. Für Babymassage, PeKIP-Kurse und Mutter-Kind-Treffen hast du später auch noch Zeit. Es wird der Tag kommen, an dem ganz natürlich das Bedürfnis entsteht, wieder mehr Aktivitäten außer Haus zu unternehmen und sich mit Gleichgesinnten auszutauschen. Bis dahin darfst du es einfach auch einmal genießen, dass der Alltag gemütlicher ausfällt.

Nach der Geburt kommt das Wochenbett, für mich, wie wahrscheinlich für die meisten anderen Mütter standen dabei folgende zwei Themen im Vordergrund:

  1. Wie kann ich meinem kleinen Schatz den bestmöglichen Start in sein Leben ermöglichen (und dabei möglichst wenig falsch machen)
  2. Was kann ich tun mich in meinem Körper schnellstmöglich wieder wohl zu fühlen

Ich gebe es zu, beim ersten Thema bin ich wirklich keine Expertin, darum werde ich mich hüten da irgendjemand Tipps zu geben.

Beim Thema Wochenbettgymnastik und wie du dich wieder in deinem Körper wohl fühlst, werde ich dir allerdings Schritt für Schritt in diesem Beitrag erklären, was du selbst tun kannst um dich schnell wieder fit zu fühlen.

Wenn du aber gerade in Eile bist und schon einiges Wissen im Bereich Wochenbett hast kannst du auch gleich zu den Übungen springen, am Ende kannst du dir übrigens auch die Zusammenfassung dieses Beitrags als PDF herunterladen.

Ich habe keine Zeit bring mich gleich zu den Übungen nach der Geburt 🙂

Der Beitragsinhalt

Wann kann ich mit der Wochenbettgymnastik anfangen

Eine der wichtigsten Fragen die ich immer wieder gestellt bekomme ist, wann kann ich nach der Geburt überhaupt mit den ersten Übungen im Wochenbett beginnen?

Die Antwort darauf ist sehr einfach aber auch für die meisten von euch leider unbefriedigend: Es kommt darauf an

Der optimale Startzeitpunkt ist von vielen Faktoren abhängig, die wichtigsten Punkte die man dabei beachten sollte sind:

  • Hattest du eine spontane Geburt oder einen Kaiserschnitt?
  • Gab es Komplikationen bei deiner Geburt?
  • Leidest du unter einer starken Rektusdiastase nach der Geburt (mehr als 4cm)?
  • Hast du während deiner Schwangerschaft bereits Sport zum Beispiel Beckenbodentraining etc. gemacht?

Als eine Daumenregel kannst du dir aber merken, sobald du keine „akuten Schmerzen“ mehr hast kannst du mit leichten Wahrnehmungsübungen für deinen Beckenboden starten.

Bei Frauen mit einer Spontangeburt ohne größere Komplikationen ist das oftmals in der 2. Wochen nach der Geburt möglich.

Bei Kaiserschnittgeburten sollte man zumindest die ersten 3-4 Wochen mit den ersten Übungen abwarten, da hier die Heilung der Narbe im Vordergrund steht.

Wenn du hier dein Risiko und optimalen Startzeitpunkt genauer bestimmen möchtest schreib mir einfach eine E-Mail und ich gebe dir eine persönliche Einschätzung.

Welche Übungen sollte man zu welcher Zeit im Wochenbett machen?

Das Wochenbett selbst habe ich für meine Mamis in mehrere Phasen aufgeteilt, da es so für dich deutlich einfacher ist selbst zu entscheiden wann welche Übungen gemacht werden sollen.

Wahrnehmungsphase

In dieser Phase steht im Vordergrund wieder ein Gefühl für deinen Körper und deinen Beckenboden zu bekommen.

Dabei helfen dir Atemübungen und leichte Dehnübungen dein Körpergefühl zu stärken und die solide Basis für die nächsten Phasen zu legen.

Dauern: Je nach Fitnesstand vor der Geburt etwa 1-2 Wochen

Ziel: Körpergefühl stärken und Grundlagen erlernen

Trainingsplan: Jeden zweiten Tag maximal 10 Minuten

Aufbauphase

In dieser Phase wollen wir unseren Beckenboden nicht nur wahrnehmen, sondern schon mit der Stärkung der Muskulatur beginnen.

Dabei ist es wichtig, dass du dich nicht überforderst und auch die Intensität der Übungen variierst.

Dauern: Je nach Fitnesstand vor der Geburt etwa 2-4 Wochen

Ziel: Beckenbodenmuskulatur aufbauen und Haltemuskulatur stärken

Trainingsplan: 2-3-mal pro Woche 10-20 Minuten

Rückbildungsphase

In dieser Phase hast du bereits die Grundlagen gelegt und kannst nun auch wieder komplexere Übungen in höherer Intensität ausführen.

Viele Krankenkassen bieten hier auch spezielle Kurse an, die ich selbst nur empfehlen kann, diese nennen sich Rückbildungsgymnastik und sind aber leider von Therapeut zu Therapeut in der Qualität sehr unterschiedlich.

Dauern: Je nach Fitnesstand vor der Geburt etwa 4-6 Wochen

Ziel: Beckenbodenmuskulatur aufbauen und Haltemuskulatur stärken

Trainingsplan: 2-mal pro Woche 20-40 Minuten (je nach Intensität)

Spaziergänge im Wochenbett

Sobald du dich selbst einigermaßen fit fühlst und auch keine Schmerzen mehr hast (Narbengewebe bei Kaiserschnitten besonders beachten) solltest du dein Wochenbetttraining durch Spaziergänge unterstützen.

Es ist eine tolle Abwechslung an der frischen Luft zu sein und die Bewegung kurbelt zudem noch deinen Stoffwechsel an.

Ich selbst bin eigentlich ab der 2. Woche täglich mit dem Kinderwagen unterwegs gewesen und kann dir das absolut empfehlen.

Exkurs zum Wochenbett

Bevor wir in die konkreten Übungen einsteigen möchte ich dir noch ein paar Hintergrundinformationen zum Thema Wochenbett geben, wenn du diese Punkte überspringen möchtest klinge einfach auf den Link:

Bringe mich direkt zu den Wochenbettübungen

Allgemeine Informationen zum Wochenbett

Das Wochenbett oder auch Kindbett ist die Bezeichnung für Zeit zwischen der Geburt bis zu dem Zeitpunkt, wenn alle Veränderungen die durch die Geburt und die Schwangerschaft zurückgebildet sind.

In der Regel dauert diese Zeit sechs bis zwölf Wochen ab der Geburt und ist für die frisch gebackenen Mamis eine echte Herausforderung.

Die meisten Mütter erholen sich in dieser Zeit sind nicht nur von der Ermüdung und den Strapazen der Geburt erholen, sondern auch von körperlichen Verletzungen wie dem Kaiser- oder Dammschnitt.

Aus medizinischer Sicht stellt sich jetzt auch nochmal deine hormonelle Lage um, was vielen Frauen sowohl seelisch als auch körperlich mitnimmt.

Was versteht man unter Babyblues?

Der Babyblues oder auch die Wochenbettdepression ist eine Depression die bei vielen Müttern nach den ersten Tagen der Geburt aufkommt.

Diese Depression wird häufig durch die hormonelle Umstellung im Körper der Mutter nach der Geburt ausgelöst und ist eine tatsächlich sehr schwierige Situation für viele Mütter.

Man möchte sich freuen, man will die Welt umarmen aber so richtig kann man nicht aus seiner Haut.

Ich selbst habe diese Phase selbst erlebt und gemeinsam mit meinem Partner einige Höhen und Tiefen in dieser Phase durchgestanden.

In meinem persönlichen Erfahrungsbericht zur Wochenbettdepression findest du ganz ungeschönt meinen Umgang mit diesem Tabuthema und ich kann dir sagen, sportliche Betätigung und die Ablenkungen durch die Wochenbettübungen haben mir geholfen den Kopf dabei frei zu bekommen und diese Phase schneller zu überstehen.

Ich kann dir generell nur empfehlen offen mit diesem Thema umzugehen und sowohl mit deinem Partner als auch deiner Hebamme deine Gefühlslage zu besprechen.

Du musst dich für deine Gefühle nicht schämen und glaub mir viele Frauen haben diese Phase durchlebt, es geht vorbei.

Brauche ich eine Hebamme fürs Wochenbett?

Kurze Antwort Ja.

Lange Antwort: Ich kann es dir nur empfehlen.

Auch wenn viele Frauen denken in der Zeit des Internets brauche ich doch keine Hebamme mehr, kann ich dir persönlich sagen, dass ich es dir bei deinem ersten Kind absolut ans Herz legen möchte.

Ich weiß ich vielen Teilen Deutschlands, gerade in größeren Städten ist es gar nicht so einfach rechtzeitig eine Hebamme zu bekommen, aber ich kann das Thema nicht oft genug wiederholen – wenn du eine gute Hebamme findest wirst du dich ewig daran erinnern.

Ich selbst hatte Glück rechtzeitig eine Hebamme zu finden und habe mich toll mit ihr verstanden.

Zusätzlich übernimmt auch deine Krankenkasse einen Teil der Kosten für die Hebamme.

Gerade am Anfang ist man nicht nur mit dem Baby, sondern auch mit sich und seinem Körper absolut verunsichert und so ein „Geburts-Profi“ hilft dir mit der jahrelangen Erfahrung deine Unsicherheiten zu nehmen.

Ich habe meine arme Hebamme jeden Tag mit Fragen bombardiert und stehe auch noch heute (Monate nach der Geburt) mit ihr in Kontakt.

Warum solltest du überhaupt Wochenbettgymnastik machen?

Der Körper vor der Geburt und vor der Wochenbettgymnastik

Die Geburt, egal ob Spontangeburt oder Kaiserschnitt, ist eine große Belastung für deinen Körper.

Gerade dein Beckenboden wurde dabei ganz besonders beansprucht.

Um möglichst schnell wieder ein Gefühl für die Region „da unten“ zu bekommen und den Heilungsprozess zu beschleunigen gibt es bestimmte Übungen zur Wahrnehmung für den Beckenboden.

Damit reduzierst du übrigens auch dein Risiko später Probleme mit Inkontinenz zu bekommen.

Ich selbst habe diese Übungen sehr sorgfältig ausgesucht und auch während meines eigenen Wochenbetts alle Übungen durchgeführt.

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Kostenlose Übungen für deine Wochenbettgymnastik

Also dann legen wir mal gemeinsam los, ich hoffe wünsche dir viel Spaß mit den Übungen und wenn du noch ein bisschen mehr für dich und deinen Körper im Wochenbett tun möchtest kann ich dir nur mein Videotrainingskurs für 11,99€ empfehlen. Dort findest du alles was du für deine Trainings im Wochenbett brauchst.

Ich bin Neugierig zeige mir das Wochenbettprogramm

1. Übung Wochenbettgymnastik

Ausgangsstellung:Rückenlage, Füße und Hände anwinkeln.

Ausführung: Einatmen die Luft einfließen lassen und über mehrere Atemzüge die Arme und Füße beugen und strecken.

Wirkung:Thromboseprophylaxe, Durchblutungsfördernd bis zum Beckenboden

Umfang:10-12 Wiederholungen

2. Übung Wochenbettgymnastik

Ausgangsstellung:Rückenlage, Arme liegen neben dem Körper, ein Bein auf dem aufgestellten Knie aufstellen.

Ausführung:Einatmen dabei die Arme heben, über mehrere Atemzüge den Fuß beugen und strecken, dabei gleichzeitig Arme beugen und strecken

Wirkung:Reaktive Beckenbodenspannung, Kräftigung der Beinmuskulatur

Umfang:1min.

3. Übung Wochenbettgymnastik

Ausgangstellung:Seitenlage, Beine können angewinkelt oder gestreckt werden und der Kopf kann auf dem Arm abgelegt oder angewinkelt werden , wie auf dem Bild. Die obere Hand stützt sich vor dem Oberkörper ab. Ein Kissen zwischen den Beinen kann als Unterstützung der Position auch eingesetzt werden.

Ausführung:Einatmen, dabei die Position stabilisieren. Über mehrere Atemzüge werden die Füße nun gestreckt und gebeugt, gleichzeitig wird der obere Arm leicht in die Unterlage gedrückt.

Wirkung:Reaktive Bauch- und Beckenbodenspannung

Umfang: 1min.

4. Übung Wochenbettgymnastik

Zusätzlich zu den vorangegangen Übungen kannst du auch noch die Atemübungen in diesem Video in dein Wochenbett einbauen:

Hier kannst du dir übrigens nochmal alle Übungen und die wichtigsten Punkte aus dem Beitrag als PDF herunterladen.

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Über die Authorin

Hana Boppre

Ich bin studierte Physiotherapeutin, Personaltrainerin und Mama einer kleinen Tochter. Schon bevor ich selbst Mama geworden bin habe ich als freiberufliche Therapeutin und Trainerin gearbeitet. Ich habe Schwangeren und Mamas mit Sport und der richtigen Ernährung in der Schwangerschaft gesund und fit zu bleiben. Mein Wissen und meine Erfahrung aus mehr als 6 Jahren habe ich in meinem Wochenbettprogramm digitalisiert und das steht dir jetzt per Knopfdruck zur Verfügung steht.

Der Kaiserschnitt geht nach einer Legende auf die Geburt von Julius Cäsar zurück und erfreut sich in Deutschland immer größerer Beliebtheit.

Nach den Angaben des statistischen Bundesamtes machen Kaiserschnitte mittlerweile 30% der Geburten in Deutschland aus (Stand 2016).

Grund genug für mich also mich dem Thema mal für euch anzunehmen.

So gut wie jeder Frau macht sich während der Schwangerschaft mal Gedanken zu diesem Thema – ob wegen eines geplanten Wunschkaiserschnitts oder nur als Notlösung, wenn während der Geburt Komplikationen auftreten sollten.

Was man unter einem Kaiserschnitt versteht, welche Risiken es gibt und was ein Kaiserschnitt für die Zeit nach der Geburt bedeutet erfährst du in diesem Beitrag.

Der Beitragsinhalt

Was ist ein Kaiserschnitt?

Ein Kaiserschnitt ist ein medizinischer Eingriff, bei dem durch einen Einschnitt durch die Bauchdecke und Gebärmutter, der Fötus entbunden wird. Dabei wird in Deutschland dieser Eingriff entweder unter Vollnarkose oder regionaler Anästhesie durchgeführt.

Primärer KS

Unter einem primären Kaiserschnitt versteht man einen geplanten Eingriff, d.h. die Geburt hat bei einem primären KS noch nicht begonnen. Diese Eingriffe werden aufgrund von Risikofaktoren bei Mutter und Kind oder aufgrund anzunehmender Komplikationen unter der Geburt bereits vor dem offiziellen Entbindungstermin feststehen.

Sekundärer KS

Von einem sekundären Kaiserschnitt spricht man, wenn die Geburt bereits begonnen, die Fruchtblase gesprungen oder es bereits zu muttermundwirksamen Wehen gekommen ist. Er wird daher oftmals bei Komplikationen unter der Geburt in Betracht gezogen. Folgende Komplikationen können einen sekundären KSnotwendig machen:

  • Geburtsstillstand
  • Kindliche Herztonveränderungen
  • Kindslagen (wie z.B. die Gesichtslage) welche eine normale Geburt schwer bis unmöglich machen

Notkaiserschnitt

Der Notkaiserschnitt kann sowohl primär als auch sekundär durchgeführt werden und bezeichnet nur die Dringlichkeit des Eingriffs. Oftmals kommt es bei einem Notkaiserschnitt aufgrund der Dringlichkeit zu schwerer Verletzungen bei der Mutter, welche dann die Genesung der Mutter nach der Geburt erschweren.

Sanfter Kaiserschnitt

Der sanfte KS oder auch die Misgav-Ladach-Methode bezeichnet ein modernes und schonenderes Operationsverfahren, bei dem die Liegezeit im Krankenhaus auf wenige Tage verkürzt. Dabei wird das Schneiden des Muskelgewebes deutlich reduziert. Stattdessen werden die Gebärmutter und die Bauchdecke durch Dehnen und Reißen des Gewebes so weit geöffnet, dass das Kind entnommen werden kann. Studien haben ergeben dass der Heilungsverlauf und die Komplikationen durch die entstanden Wunde deutlich besser und schneller heilen, als bei herkömmlichen Operationstechnik.

Statistische Entwicklung

Aktuell wird in Deutschland beinahe jedes dritte Kind durch einen Kaiserschnitt auf die Welt gebracht. Interessant dabei ist, dass sich seit 1992 die Anzahl der Kaiserschnitte von 128 991 (1992) auf 232 479 (2016) fast verdoppelt hat. Dabei machen aber laut Angaben einer Befragung von über 4200 versicherten Mütter durch die BARMER GEK gemeinsam mit Bertelsmann (2012) aber Wunschkaiserschnitte nur etwa 2% der Kaiserschnitte in Deutschland aus. Daher ist davon auszugehen, dass die Gründe für diesen starken Anstieg eher in der steigenden medizinischen Notwendigkeit und der Hang zur Risikovermeidung durch Gynäkologen liegen, was aber nicht abschließend geklärt ist.

Medizinische Gründe

Bei der Begründung eines Kaiserschnitts unterscheidet man zwischen der absoluten, also wenn zwingend Gründe den Kaiserschnitt notwendigen machen und der relativen, risikovermeidenden Begründungen.

Absolut Indikation:

Zu den zwingenden Gründen, die einen Kaiserschnitt unumgänglich machen, gehören zum Beispiel:

  • wenn der kindliche Kopf nicht durch das mütterliche Becken passt
  • ein (drohender) Gebärmutterriss
  • eine Kindslage, die eine normale Geburt unmöglich oder riskant macht (beispielsweise eine Querlage)
  • ein Mutterkuchen, der vor dem Muttermund liegt und den Geburtsweg versperrt
  • eine vorzeitige Lösung des Mutterkuchens von der Gebärmutterwand
  • eine Präeklampsie, die in schwere Krämpfe übergegangen ist (Eklampsie)
  • das HELLP-Syndrom
  • ein Nabelschnurvorfall
  • eine Sauerstoffunterversorgung des Kindes (fetale Azidose)

Oftmals kann schon im Vorfeld der Geburt bei einer absoluten Indikation ein Kaiserschnitt geplant werden, manchmal kommt es aber auch während der Geburt zu Komplikationen, die eine natürliche Geburt unmöglich machen. In Deutschland ist nur jedoch nur jede 10. Kaiserschnittgeburt zwingend medizinisch notwendig.

Relative Indikation eines Kaiserschnitts:

Bei relativen Indikationen spricht man von Risikofaktoren, die bei einer vaginalen Geburt möglicherweise aber nicht zwingend zu Problemen führen können, typische relative Indikationen sind:

  • die Geburt von Mehrlingen
  • ein vorheriger Kaiserschnitt
  • ein Verdacht auf ein Missverhältnis zwischen der Größe des Kindes und dem mütterlichen Becken
  • eine Beckenendlage des Kindes – es liegt also nicht mit dem Kopf, sondern mit dem Po voran in der Gebärmutter
  • ein Geburtsstillstand
  • auffällige Herztöne des Kindes während der Geburt
  • eine stark verlängerte Geburt
  • mütterliche Erschöpfung

Oftmals werden die Mütter dann von Geburtshelferinnen beraten und entscheiden gemeinsam ob ein Kaiserschnitt durchgeführt oder ob es mit der vaginalen Geburt versucht werden soll.

Ablauf des Eingriffs

Der Kaiserschnitt ist eine Operation, die auch als Schnittentbindung oder Sectio bezeichnet wird. Die Dauer dieses Eingriffs beträgt häufig nicht mehr als eine Stunde und findet oftmals unter regionaler Betäubung statt. Je nach Operationsmethode ist ein Aufenthalt von drei bis sechs Tage im Krankenhaus notwendig.

Vorbereitung

Bei einem geplanten Kaiserschnitt wird die Frau im Schambereich rasiert und ein Blasenkatheter gelegt, der bis zum nächsten Tag liegen bleibt. Die Frau wird entkleidet und danach mit großen Tüchern zugedeckt, die nur den Bauch freilassen. Im Bereich des Oberbauches wird häufig ein Sichtschutz angebracht, damit die Frau und ihr Partner keine direkte Sicht auf das Operationsfeld haben und das Operationsfeld zudem vor Keimen geschützt wird.

Narkose

Für die Operation stehen verschiedene Arten der Narkose zur Verfügung. Eine Vollnarkose wird heute nur noch in Ausnahmen oder Notfällen durchgeführt. Bei den regionalen Narkoseverfahren wird entweder die Spinalanästhesie oder die Periduralanästhesie (PDA) eingesetzt. Beide Eingriffe haben deutlich geringere Komplikationsraten als eine Vollnarkose.

Bei beiden regionalen Narkoseverfahren ist die Frau bei Bewusstsein, bekommt also auch die Geburt ihres Kindes mit und spürt dabei Zug- und Druckgefühle aber keine Schmerzen. Die Risiken der Vollnarkose entfallen dabei und die Mutter kann das Neugeborene nach der Geburt auch zu sich nehmen.

Operation

Herkömmliche Operationsmethode

Sobald die Frau sicher schmerzfrei ist, wird je nach Operationsmethode ein kleinerer oder größerer horizontaler Schnitt unterhalb der Schamhaargrenze gesetzt und die Bauchdecke Schicht für Schicht sorgfältig geöffnet.

Nach der Geburt zieht sich die Gebärmutter zusammen und der Mutterkuchen wird entnommen, danach werden die Gebärmutter und die einzelnen Bauchschichten wieder vernäht.

Misgav-Ladach Methode

Bei der Misgav-Ladach Methode wird nur die obere Bauchdecke eingeschnitten und der Rest der tieferen Schichten vorsichtig mit den Fingern geöffnet und auseinandergerissen. Dieses Vorgehen schont das Gewebe und reduziert den Blutverlust während der Geburt.

Nach der Geburt sind weniger Nähte nötig um den Bauch zu verschließen, die Zwischenschichten wachsen meist von selbst wieder zusammen. Auch wenn die Wundheilung hier schnell verläuft und der Blasenkatheter bereits nach wenigen Stunden entnommen werden kann, kommt es bei der Misgav-Ladach Methode häufiger zu Blutergüssen rund um die Naht. Die Mutter kann allerdings bereits häufig nach dem vierten Tag bereits aus der Klinik entlassen werden.

Nachsorge

Im Anschluss an die Operation, wird die Frau in ein Krankenbett gehoben und für gut zwei weitere Stunden zur Überwachung in den Kreißsaal gebracht. Wenn sie möchte und es körperlich möglich ist, kann die Frau in dieser Zeit das Baby das erste Mal stillen und zusammen mit der Familie die erste Zeit mit dem Baby genießen.

Im Anschluss, wenn es keine Komplikationen gab, wird die Mutter und das Kind in der Wochenbettstation bereut und nach Ende des Klinikaufenthalts durch die Hebamme bereut.

In den ersten Tagen nach dem Eingriff kann sich die Frau aufgrund des Wundschmerzes nur sehr eingeschränkt bewegen und um das Baby kümmern. Der Körper braucht daher erstmal Zeit und Ruhe für die Wundheilung.

Nach einem Kaiserschnitt bildet sich die Gebärmutter etwas langsamer zurück als bei einer Spontangeburt, daher hält auch der Wochenfluss etwas länger an.

Was passiert nach dem Eingriff?

Stillen

Das Stillen ist nach einem Kaiserschnitt etwas komplizierter als bei einer spontanen vaginalen Geburt. Die Milchbildung kommt dabei bei vielen Frauen nach einem Kaiserschnitt schwieriger in Gang und signifikant mehr Kaiserschnittbabys haben anfangs Saugprobleme. Die Schmerzen des Eingriffs und Unbeweglichkeit der Mutter führen zudem häufig dazu, dass Mütter nach einem Kaiserschnitt das Stillen deutlich früher aufgeben, als Mütter die ihre Kinder auf natürlichem Weg auf die Welt gebracht haben. Solltet ihr also Stillen wollen, sucht euch definitiv ein Krankenhaus, was ich auch nach dem Kaiserschnitt bei den ersten Gehversuchen mit dem Stillen richtig gut unterstützt. Hier findet ihr noch einen guten Artikel mit tollen Tipps, wie auch nach dem Kaiserschnitt das Stillen gelingen kann.

Nachwehen

Auch nach deinem Kaiserschnitt ist dein Körper mit der Geburt noch nicht durch, über deine Vene bekommst du normalerweise ein Kontraktionsmittel verabreicht, damit dein Körper sich daran machen kann die Gebärmutter wieder auf ihre normale Größe zurückzubringen. Der Wochenfluss und das Ausscheiden der Plazentareste ist beim Kaiserschnitt manchmal heftiger und dauert länger an als bei einer natürlichen Geburt.

Duschen und Baden nach dem Kaiserschnitt

Die meisten Hebammen empfehlen erst 6 Wochen nach der Geburt dein erstes Bad zu nehmen, das liegt daran, dass deine Narbe erst richtig verheilen muss und zudem, dass dann oftmals der Wochenfluss nicht mehr blutdurchmischt ist. Das Risiko beim Baden ist neben der Entzündung deiner Narbe nämlich auch, dass der infektiöse Wochenfluss an deine gereizten und eventuell Entzündeten Brustwarzen kommt, daher verzichte möglichst bis zu deinem Nachsorgetermin auf ein Bad.

Das Duschen ist meistens kein Problem, da deine Narbe und auch deine Brustwarzen nicht in Kontakt mit dem Wochenfluss kommen. Abhängig von deiner Operation und Wundheilung ist es schon wenige Tage nach der Geburt wieder möglich (wenn auch manchmal schmerzhaft)

Narbenpflege

Nach einem Kaiserschnitt solltest du dich regelmäßig um die Pflege deiner Narbe kümmern, da diese oftmals mit 10-15 Zentimetern relativ groß und dazu noch an einer Stelle ist, an der man gepflegt und schön wirken möchte. Deshalb gilt für dich generell, halte die Narbe sauber und trocken, trinke ausreichend und bewege dich so viel, dass dein Stoffwechsel angeregt, aber deine Narbe nicht in Mittleidenschaft gezogen wird. Dein Hebamme hat wahrscheinlich sehr viele gute Hausmittelchen um die Narbe möglichst schnell möglichst stark abheilen zu lassen, eines davon ist auch Muttermilch, aber ich möchte da deiner Hebamme nicht zu viel vorweg nehmen.

Nachdem die ersten Wochen vorbei sind, haben viele meiner Frauen die ich betreue mit Cremes und ähnlichen Produkten gute Erfahrungen gemacht, einige Frauen lassen sich auch, wenn die Wunde komplett verheilt ist Lasern. Ich denke dass bleibt jeder Frau selbst überlassen, ich würde allerdings erstmal mit Cremes meine Versuche starten.

Rückbildung nach dem Kaiserschnitt

Bei der Rückbildung und gerade dem Thema Wochenbett musst du als Frau nach einem Kaiserschnitt leider eine längere Zeit warten, bis du mit den ersten Übungen beginnen kannst. Obwohl viele Frauen nach einer natürlichen Geburt schon nach der ersten Woche mit geeigneten Übungen im Wochenbett starten können (mein Programm für Frauen im Wochenbett und in der Rückbildung findest du übrigens hier) müssen Frauen nach einem Kaiserschnitt mindestens 6 Wochen warten und sollten frühestens nach der ersten Nachuntersuchung im Krankenhaus und dem „GO“ des Arztes zu den Wochenbettübungen greifen.

Pro und Contra

Über Kaiserschnitte gibt es im Bereich der Medizin und auch im Bereich der Gesundheitsberufe sehr geteilte Meinungen. Alle Parteien stimmen überein, dass wenn ein Kaiserschnitt medizinisch absolut Notwendig ist ein guter und nachvollziehbarer Weg ist, das Kind unbeschadet auf die Welt zu bringen. Bei nicht notwendigen Kaiserschnitten oder Wunschkaiserschnitten gehen die Meinungen allerdings auseinander. Die eine Gruppe bezieht die Position, dass die Mutter diese Entscheidung treffen müsse und auch hier ihrem Wille absolut nachgegangen werden sollte, die andere Gruppe argumentiert häufig mit den Langzeitfolgen für das Neugeborene und dass es für das Kind und sein Immunsystem deutlich besser ist natürlich auf die Welt zu kommen. Ich habe hier deshalb mal ein paar Argument für und wider einen Kaiserschnitt aufgeführt.

Warum Frauen einen Kaiserschnitt in Betracht ziehen

Kindeswohl:

Die Komplikationen für das Kind sind bei einem Kaiserschnitt um das zwei bis dreifache geringer als bei einer Spontangeburt

Altersrisiken der Mutter:

Aufgrund des steigenden Alters tendieren einige Mütter zu Kaiserschnitten, da sie sich nicht mehr fit genug für eine natürliche Geburt sehen. Die Risiken für die Mutter sind allerdings trotzdem zwei bis dreimal höher als bei einer natürlichen Geburt.

Angst vor Dammriss und Inkontinenz

Die Angst vor Schäden im Genitalbereich und einer möglichen Inkontinenz treibt viele Frauen zum Kaiserschnitt, eine Studio von Forschern in Edinburgh stellte dabei wirklich fest, dass langfristig das Risiko für Inkontinenz und Probleme mit dem Beckenboden durch einen Kaiserschnitt gesenkt werden können.

Die vermeintlich leichtere Geburt

Viele Mütter haben Angst vor den Wehen und der stundenlangen Geburt und entschließen sich daher für die vermeintlich leichtere Geburt. Die eigentliche Geburt wird auch durch den Kaiserschnitt deutlich für die Frau vereinfacht, allerdings bedingt durch die schwere des Eingriffs und die Wundheilung ist das Wochenbett und die Betreuung des eigenes Babys nach der Geburt deutlich erschwert.

Was gegen einen Kaiserschnitt spricht

Höheres Risiko für die Mutter

Ein Kaiserschnitt ist eine Operation für die Mutter, dabei besteht immer ein Risiko, dass es zu Komplikationen wie Verletzung anderer Organe, Verwachsungen, Nabenproblemen, Infektionen oder Wundheilstörungen kommt.

Komplikationen bei Folgeschwangerschaften

Wenn eine Frau nach einer Kaiserschnittentbindung bei der nächsten Geburt natürlich Entbinden möchte, bestehe ein erhöhtes Risiko für einen Gebärmutterriss. Sollten allerdings keine weiteren Risikofaktoren vorliegen, kann man mit einer 74% Chance für eine natürliche Geburt rechnen. Weitere Risiken die bei einer Folgeschwangerschaft erhöht sind, sind die Ablösung der Plazenta und das Risiko auf eine Fehl- oder Totgeburt (Studie)

Immunsystem und Gesundheit des Kindes

Kinder die per Kaiserschnitt auf die Welt kommen, haben statistisch häufiger nach der Geburt Probleme mit der Atmung. Das kommt häufig daher, dass noch Wasser in der Lunge enthalten ist, was bei einer natürlichen Geburt durch die Enge des Geburtsweges aus den Lungen gepresst wird.

Einige Studien haben untersucht, wie es bei Kaiserschnittkindern und Kindern die durch eine natürliche Geburt auf die Welt gekommen sind mit der Gesundheit in den Folgejahren aussieht. Dabei wurde festgestellt, dass Kaiserschnittkinder ein erhöhtes Risiko für Erkrankungen des Immunsystems aufweisen. Dazu gehören beispielsweise Asthma, akute Infektionen der Atemwege und des Magen-Darm-Traktes oder Gelenkentzündungen.

Zudem wurde entdeckt, dass Kaiserschnittkinder ein erhöhtes Risiko für Übergewicht und Autismus haben.

Die Zusammenhänge dafür sind nicht 100% zu erklären, die Forscher gehen aber davon aus, dass bei einer natürlicheren Geburt den Keimen der Mutter ausgesetzt sind und so das Immunsystem bereits vorbereitet wird.

Zusätzlich werden Kinder nach einer natürlichen Geburt statistisch gesehen häufiger gestillt als Kaiserschnittkinder, was sich zusätzlich positiv auf das Immunsystem des Babys auswirkt.

Mögliche Kosten beim Kaiserschnitt

Wenn ein Kaiserschnitt medizinisch notwendig ist, wird dieser von den Krankenkassen bezahlt. Sollte es sich allerdings um einen Wunschkaiserschnitt handeln, bleiben die knapp 3000€ bei dir privat hängen. Es gibt allerdings mittlerweile einige Krankenhäuser die dem Thema Wunschkaiserschnitt sehr offen gegenüberstehen und die Frauen entsprechend beraten, wie ein Wunschkaiserschnitt vor der Krankenkasse begründet werden kann.

Kaiserschnitt und Fazit aus der Sicht einer Physiotherapeutin

Ich selbst habe natürlich entbunden und lag dabei mehr als 30 Stunden in den Wehen (war echt anstrengend). Auf die Geburt selbst habe ich mich sehr umfassend vorbereitet (hier findest du mein Trainingsprogramm für Schwangere) und habe daher diese Belastung ganz gut weggesteckt. Daher kann ich verstehen, dass viele Frauen Angst vor der natürlichen Geburt haben, trotzdem würde ich persönlich jeder Frau eine natürliche Entbindung empfehlen, wenn es keine Risikofaktoren gibt, die dagegensprechen.

Positiv zu erwähnen bleibt, dass sich auch die Techniken beim KS weiterentwickelt haben und die Operation mittlerweile bei Weiten nicht mehr so viele Komplikationen und Nachwirkungen haben wie noch vor einigen Jahrzehnten.

Die Entscheidung ob KS oder Spontangeburt bleibt am Ende dir selbst überlassen und ich finde auch, dass sich da niemand für das eine oder andere rechtfertigen sollte, ich hoffe allerdings ich konnte dich etwas über die Risiken und die Operation selbst aufklären. Wenn du Fragen hast, lass mir gerne einen Kommentar da.

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Schweissausbrüche nach der Geburt

Der Körper der frisch gebackenen Mutter stellt sich nach der Geburt im Wochenbett langsam um. Dabei spielt die hormonelle Anpassung eine bedeutende Rolle.

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Ähnlich wie zu Beginn der Schwangerschaft wird jetzt wieder umsortiert. Frauen erzählen oft von Stimmungsschwankungen. Aber auch Schweissausbrüche gehören zum Alltag während des Wochenbettes. Es ist wichtig über die Ursachen Bescheid zu wissen. Damit kannst du dich auf diese Situation einstellen. Vermeiden lassen sie sich nicht. Dennoch können kleine Tipps diese Phase angenehmer gestalten.

Warum Schweissausbrüche nach der Geburt?

Dieses Phänomen tritt häufig in den ersten Wochen nach der Geburt auf und ist ausserdem völlig unabhängig von der Jahreszeit. Wir kennen Schweissausbrüche aus dem Genre „Wechseljahre“, dennoch ist das Schwitzen im Wochenbett völlig unabhängig vom Alter der Frau. Die Ursachen für Schwitzen nach der Geburt sind jedoch ähnlich denen, die auch für die Wechseljahre zuständig sind. Es handelt sich wieder einmal um die Hormone. Denn diese werden bei der Geburt so richtig „durcheinander“ geschüttelt. Der Körper jeder Frau arbeitet auf Hochtouren. Ist das Baby dann erst einmal da, so machen sich die Hormone durch Schwitzen der Mutter bemerkbar. Wie aus heiterem Himmel verschwindet dieses Phänomen jedoch zum Ende des Spätwochenbetts wieder. Das ist die Zeit, in der das Leben mit dem Baby langsam einen alltäglichen Ablauf einnimmt.

Im Bann der Schweissausbrüche

Starkes Schwitzen macht sich vor allem an T-Shirts der Mutter bemerkbar. Die hormonellen Schwankungen leisten volle Arbeit. Unabhängig vom Wetter passiert dies jeder Frau. Es gibt also keinen Grund zur Besorgnis. Für manche Frauen sind Schweissausbrüche jedoch immens unangenehm. Mit Hilfe von ein paar kleinen Tipps kannst du dein Wohlbefinden steigern. Da du sicher meist eine kleine Tasche mit Wechselsachen und Windeln für das Baby mit bei dir haben wirst, findet sicher auch dein Wechselshirt einen Platz darin. Allgemein ist es empfehlenswert, in dieser besonderen Zeit lockere und luftdurchlässige Kleidung zu wählen. Damit steht der regelmässigen Zirkulation nicht mehr im Weg. Ausserdem hat sich das „Zwiebelprinzip“ bewährt. Verschiedene Kleidungsschichten übereinander angezogen ermöglichen es, bei Bedarf schnell die Jacke oder den Pullover auszuziehen. Auch zwei bis drei Mal duschen pro Tag kannst du dir in Hochzeiten gönnen. Allerdings sollte dem Baby zuliebe auf starke Parfums und Duftsprays verzichtet werden.

Kleine Hausmittel gegen Schwitzen nach der Geburt

Beim barfuss Laufen werden durch Druck auf die Fusssohlen bestimmte Stellen aktiviert, welche die Schweissausbrüche eindämmen können. Nach der Kneipp’schen Methode helfen auch kalte und warme Wechselduschen an Armen oder Beinen. Auf ätherische Öle zur Verminderung von Schwitzen nach der Geburt sollte verzichtet werden. Du kannst beispielsweise Tee aus Zitronenmelisse probieren. Auch Salbeitee wirkt schweisshemmend. Diesbezüglich ist jedoch gerade im Wochenbett Vorsicht geboten, denn Salbei kann die Milchproduktion beeinflussen.

Deine Hormone scheinen ihr Spielchen zu treiben. Es gut zu wissen, dass es eine normale Erscheinung im Wochenbett ist. Bei Fragen kann dir deine Hebamme sicher auch noch weitere Tipps geben.

1. Kreislaufschwäche und Gummibeine

In der Regel werden Mütter nach zwei bis drei Tagen aus der Geburtsklinik entlassen. Wenn dann die Sonne lacht, möchten die meisten Mütter einen ersten Spaziergang mit dem Kinderwagen machen. „Frische Luft ist gut für die Winzlinge“, erklären die Hebammen. Die Überlegung, wie lange so eine Runde mit dem Kinderwagen sein soll, ist leider meist sehr theoretisch. Denn direkt nach Geburt ist nicht umsonst die Rede vom Wochenbett.

Die Wahrheit ist: Der Kreislauf ist im Keller, die Beine fühlen sich an wie aus Gummi. Und oft gibt es auch noch frischvernähte Narben, die erst noch heilen müssen. Stellen Sie sich vor, ein untrainierter Mensch läuft einen Marathon. Ähnliches hat Ihr Körper gerade geleistet. Da braucht er einfach Zeit zum Erholen.

Die ersten zwei Wochen nach der Geburt dürfen Mütter also sehr wohl ohne schlechtes Gewissen im Bett bleiben. Kleine Spaziergänge können natürlich nicht schaden. Aber eben nur solange der Kreislauf mitmacht. Wer unsicher ist oder sich noch schlecht fühlt, sollte auf jeden Fall die Hebamme um Rat bitten.


2. Allerwerteste Schwierigkeiten

Nein, wie peinlich. Darüber redet man nun wirklich nicht. Aber nach der Geburt haben viele Frauen Probleme mit dem Stuhlgang. Alles ist noch so wund und fühlt sich komisch an. Und schon wieder pressen? Davor fürchten sich viele Frauen. Und – um es offen zu sagen – die Muskulatur fühlt sich meist nach der Geburt anders an. Denn durch die Schwangerschafts-hormone wird nicht nur Aktivität im Darm beeinflusst, sondern auch die Wände der Venen. Durch den Druck der Geburt und die verstärkte Durchblutung kann es so bei vielen Frauen zu einem unangenehmen und selten erwähnten Problem kommen – Hämorrhoiden.

Wenn sich die Gebärmutter noch nicht vollständig zurück gebildet hat, sollte langes Stehen auf jeden Fall vermieden werden, denn sie drückt noch auf den überdehnten Beckenboden und verhindert die Heilung der Hämorrhoiden. Auch wenn der Damm bei der Geburt sehr beansprucht wurde oder gar genäht ist, ist der Gang zum WC sehr unangenehm. Hier helfen gekühlte Binden (aus dem Eisfach) und Mut. Denn Stuhlgang kann nicht dazu führen, dass die Narben wieder auf aufreißen.

Wichtig ist, jetzt besonders viel zu trinken und darauf zu achten, dass die Ernährung die Verdauung ordentlich anregt (also eher Birnen als Bananen essen). Bei Hämorrhoiden lindern Hamamelis-Myrte-Balsam und lauwarme Sitzbäder lindern die Schmerzen und helfen beim Heilen.

3. Kostenlose Sauna

Sie mögen es, beim Sport oder in der Sauna kräftig zu schwitzen? Prima, dann kann sie dieser Aspekt nicht so erschüttern: Nach der Geburt schwitzen viele Frauen extrem heftig. Vor allem in den ersten Tagen nach der Geburt sind da in einer Nacht locker vier Bettlaken und Nachthemden total nass. Gut zu wissen, denn deswegen sollte man im Klinikkoffer gut ausgestattet sein.

Während der Schwangerschaft hat sich im Körper viel Wasser im Körper gesammelt, das nun ausgeschwemmt wird. Betroffen sind vor allem Frauen, die während der Schwangerschaft zu Ödemen neigten oder Medikamente unter der Geburt bekamen. Weheneinleitende oder verstärkende Mittel können dazu führen, dass der Körper kurzzeitig besonders viel Wasser lagert. Da die Nieren Schwerstarbeit leisten müssen, ist es besonders wichtig, dass möglichst viel getrunken wird – so wird alles eher schneller ausgeschwitzt.

Wer viel schwitzt, hat oft das Bedürfnis sich unter eine Dusche zu stellen. Baden im Wochenbett sollte wegen möglicher Keime lieber nicht sein – aber Duschen ist erlaubt. Auf stark parfümierte Lotionen oder Duschgel sollte verzichtet werden. Aber seifenfreie Zusätze sind ideal und ein anschließendes Eincremen mit einem schönen Öl oder einer Creme tut gut. Und nach wenigen Tagen ist der Schwitz-Spuk meist auch wieder vorbei

4. Periode hoch Zehn

Ein Baby zu bekommen ist eine blutige Sache. Sie fanden es praktisch, dass während der Schwangerschaft die monatlichen Tage ausfielen? Na ja, in den ersten Wochen nach der Geburt kann man den Eindruck haben, dass das sämtliche zehn ausgefallenen Perioden auf einmal kommen. Die ersten drei bis vier Tage bluten frisch Entbundene meist noch sehr heftig.

Grund dafür ist das Ablösen der Plazenta von der Gebärmutterwand, bei dem eine große Wunde entsteht, die erst langsam wieder abheilt. Diese speziellen Blutungen werden Wochenfluss genannt. Den haben auch Frauen nach einem Kaiserschnitt, denn er gehört zum natürlichen Rückbildungsprozess dazu.

Frauen, die zu starken Regelblutungen neigen, haben oft einen intensiveren Wochenfluss. So unangenehm er ist, ab dem fünften Tag ebbt er allmählich nach, der Ausfluss ändert die Farbe von rot zu rosa und ist zuletzt farblos. Die Länge des Wochenflusses ist von Frau zu Frau verschieden, er kann bis zu acht Wochen dauern.

Im Krankenhaus bekommt man spezielle Vorlagen (vergleichbar mit einer dicken Binde), später können auch normale Binden genutzt werden. Es ist ganz normal, nach der Geburt noch zu bluten. Wer allerdings noch nach einer Woche übermäßig stark blutet oder kleine Gewebestückchen (Plazentateile) bemerkt, sollte sofort die Hebamme oder den Arzt informieren, denn dies deutet darauf hin, dass die Wundverheilung in der Gebärmutter nicht gut verläuft oder Plazentareste noch vorhanden sind.

5. Die Wehen nach den Wehen

Auch nach Geburt kann es noch reichlich ziehen in der Gebärmutter! Erstgebärende haben damit meist noch keine Schwierigkeiten, aber für Mehrgebärende können die Nachwehen oft sehr schmerzhaft sein. Kein Wunder, der Köper muss ja auch viel tun. Denn nach der Geburt ist eine Gebärmutter so groß wie eine Wassermelone, nach sechs Wochen soll sie wieder das Volumen eines Apfels haben.

Die Nachwehen, die sich besonders beim Stillen bemerkbar machen, dauern meist zwei bis drei Tage, dann hat sich die Gebärmutter zum größten Teil zurückgebildet und auch eventuelle Plazentareste abgestossen.

In Rücksprache mit dem Arzt und der Hebamme helfen bei Schmerzen Wärmeanwendungen, homöopathisches Heilmittel und Tees oder in besonders heftigen Fällen einige Schmerzmittel.

6. Hilfe – überall Haare, aber nicht auf meinem Kopf

In den ersten Wochen nach der Geburt sollte man auf dunkle Bettwäsche verzichten. Denn die kann ganz schnell voller Haare sein. Aber auch schwarze Pullover und letztlich die Haarbürste bringen es an den Tag: Junge Mütter haben Haarausfall.

Ziemlich gemein, wenn man sich schon nicht so wohl mit seinem neuem Körper fühlt und unter Schlafmangel leidet. Aber wie war denn die Haarstruktur vorher? Tatsächlich ist so, dass die meisten Schwangeren durch das zusätzliche Östrogen besonders fülliges glänzendes Haar haben, auf das sie stolz sind. Stellt sich der Hormonhaushalt nun nach der Geburt wieder um, normalisiert sich auch das Haarbild und durch das schnell Absinken des Östrogenspiegels kann es auch zu intensivem Haarausfall kommen.

Aber keine Angst – auch wenn es unangenehm ist, wenn man auch ohne Haustier plötzlich überall Fussel hat – es ist meist nur eine kurze Phase und dann ist übliche Haarstruktur wieder da. Wer das Gefühl hat, doch zu viele Haare zu verlieren, sollte mit dem Frauenarzt oder dem Dermatologen sprechen.

7. Schlafmangel und Hormonumstellung – wer ist die fremde Frau?

Der Bauch fühlt sich noch schwabbelig an, man passt noch nicht in die normalen Klamotten, sondern noch immer nur in die Umstandshosen. Die Brüste, sind geschwollen, man schwitzt hat Haarausfall und die Hormone bewirken, dass plötzliche Tränenausbrüche – auch vor Freude –an der Tagesordnung sind. Ein ziemlicher Ausnahmezustand.

Und auch wenn man in den letzten Wochen der Schwangerschaft durch den dicken Bauch nicht mehr besonders gut schläft – es ist doch etwas anderes, wenn man nun durch einen hungrigen Mini-Menschen nur noch wenige Stunden im Stück schlafen kann.

Die Kombination aus körperlicher Umstellung und Schlafmangel ist leider nicht besonders glücklich von der Natur gelungen. Denn sie kann dazu führen, dass man sich selbst nicht wieder erkennt. Mürrisch, launisch und vergesslich? Gern wird da auch von Stilldemenz gesprochen. Aber auf jeden Fall sollte man sich selbst verzeihen, ein bisschen „neben sich“ zu stehen, ist unter den Umständen ganz normal. Was hilft? Eine reelle Portion Humor, ein liebevoller Partner und Unterstützung von Freunden und Familie.

8. Stillen und Heißhungerattacken

Es gibt tatsächlich ein Buch mit dem Titel „Die Stilldiät“. Doch da geht es nur darum, welcher Speiseplan für fütternde Mütter ideal ist. Alles andere ist auch absurd. Stillen und Abnehmen geht nämlich gar nicht wirklich gut zusammen. Bei einigen Frauen schon, aber die meisten Frauen haben in der Stillzeit wahnsinnigen Appetit.

Kennen Sie das Gefühl, wenn man nach dem Schwimmen Heißhunger hat? Genau, nur noch viel heftiger ist es beim Stillen. Gemein, dass das Baby das oft nicht versteht. Denn kaum hat man einarmig versucht zu kochen (geht irgendwann mit Baby im Arm) und möchte essen, dann fängt der Nachwuchs gerne an Theater zu machen. Hier müssen Mütter an sich denken. Mit Glück kann Oma oder Papa das Baby beschäftigen und sonst müssen sie mit einem Brüllorchester essen.

Gesunde Snacks, vorgekochtes Essen und viele Geduld sind die Lösung. Wer möglichst viel über den Tag verteilt ist, kann Fressattacken vermeiden, dann lagert auch sich nicht zuviel an den Hüften ab, sondern ist auch wirklich für das Baby. Ein genüssliches Schmatzen wird es Ihnen danken.

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