2. kind klappt nicht

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Warum werde ich nicht schwanger?

Kopf oder Körper: Warum werde ich nicht schwanger?

Wir gaben unseren Leserinnen die Gelegenheit, Dr. Dorothea Schuster, die als Frauenärztin und Psychotherapeutin arbeitet, am Telefon fragen zu stellen.

EMOTION: Frau Dr. Dorothea Schuster, was waren die Sorgen der Anruferinnen?
Dorothea Schuster: Sie alle versuchen seit unterschiedlich langer Zeit, schwanger zu werden, einige bereits seit ein paar Jahren. Es ging in der Sprechstunde vor allem um die Frage, warum es nicht klappt, aber auch um innere Klärung: Wo stehe ich? Was will ich? Was bedeutet es für mich und meine Partnerschaft, jetzt ein Kind zu bekommen? Ich habe mit den Anruferinnen intensive Gespräche geführt und denke, ich konnte ihnen Denkanstöße geben.

Welche Fragen beschäftigen die Frauen besonders?
Natürlich ist da zunächst die Frage nach der Ursache. Sie fragen sich oft: Warum werde ausgerechnet ich nicht schwanger? Denn in ihrer Wahrnehmung haben alle Paare um sie herum ein Kind, während es nur bei ihnen nicht klappt. Das stimmt natürlich nicht. Noch schlimmer: Mit dieser falschen Wahrnehmung setzen sich die Frauen zusätzlich unter Druck.

Was sind denn die häufigsten Gründe dafür, dass eine Frau nicht schwanger wird?
In der Regel sind es verschiedene körperliche Ursachen, die sowohl bei der Frau als auch beim Mann liegen können – oder bei beiden. Die Funktion der Eierstücke kann beeinträchtigt sein oder aber die Eileiter sind nicht durchgängig. Was viele Frauen vergessen: Der Mann kann genauso gut eine eingeschränkte Fruchtbarkeit haben. Sehr selten sind es ausschließlich psychische Probleme oder gar Stress, wie Paare häufig vermuten.

Was liegt den Betroffenen noch auf dem Herzen?
Besonders ältere Patientinnen mit jungen Partnern befinden sich oft in einer Zwickmühle. Einerseits spüren sie, dass ihr Mann gern ein Kind haben möchte. Gleichzeitig fragen sie sich heimlich, ob sie noch belastbar genug sind, um eines zu bekommen und großzuziehen.

Was raten Sie ihnen?
Dass sie ihrem Partner gegenüber offen sind. Es ist wichtig, dass Paare über ihre Bedürfnisse und Ängste sprechen. Ich beziehe immer den Mann mit ein – sowohl bei den Gesprächen als auch bei den Untersuchungen. Für die Patientinnen ist es eine Entlastung, wenn sie das Gefühl haben, es muss nicht zwingend ihre „Schuld“ sein.

Ab wann sollte man sich auf Unfruchtbarkeit untersuchen lassen?
Wenn man ein Jahr lang versucht hat, schwanger zu werden. Heißt: ungeschützten, regelmäßigen Sex mit seinem Partner hatte. Oft haben Frauen schon drei Monate, nachdem sie die Pille abgesetzt haben, Angst unfruchtbar zu sein.

Welche Fehler machen Betroffene aus dieser Angst heraus?
Sie drängen darauf, dass Eingriffe gemacht werden, lassen sich schon nach einem halben Jahr künstlich befruchten. Nicht nur ich persönlich halte das für übereilt. Es kann einfach mehrere Monate dauern, bis man schwanger wird. Dazu muss man wissen, dass sich mit zunehmendem Lebensalter die Chancen, schwanger zu werden, verringern. Heißt: Es kann besonders in solchen Fällen einfach länger dauern.

Welche Untersuchungen führen Sie durch, wenn betroffene Frauen zu Ihnen in die Praxis kommen?
Idealerweise kommt die Patientin mit ihrem Mann zu einem Gespräch in meine Sprechstunde. Nach einer ausführlichen medizinischen Untersuchung der Frau wird zunächst die Funktionsfähigkeit der Eierstöcke durch Hormonanalysen aus dem Blut überprüft. Beim Mann wird ebenfalls eine medizinische Untersuchung veranlasst und es werden zwei Spermiogramme gemacht, um die Anzahl und Funktionsfähigkeit seiner Spermien zu ermitteln. Anschließend testen wir mit einer Bauchspiegelung die Durchgängigkeit der Eileiter. Zeigen die Ergebnisse, dass die Fruchtbarkeit stark eingeschränkt ist, kann man eine künstliche Befruchtung in Erwägung ziehen. Meine Erfahrung ist aber, dass es oft trotzdem klappt!

Kontakt:

Gynäkologische Gemeinschaftspraxis
Rudolf-Renner-Str. 37
01159 Dresden

0351 421 54 32

Paaren, die auf natürlichem Weg kein Kind bekommen möchten, hilft die Reproduktionsmedizin. Wir haben die wichtigsten Adressen zum Thema.

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Kein zweites Kind: Anne leidet unter ihrem unerfüllten Kinderwunsch

Erhobener Zeigefinger und Aufforderungen zur Mäßigung

Und dann ist da die zweite Gruppe, bestehend aus denjenigen, die über den unerfüllten Kinderwunsch im Bilde sind. Nicht, dass ich irgendjemandem einen Vorwurf machen möchte. Die Gesellschaft trimmt uns auf diese Floskeln, die angeblich Trost spenden sollen: „Seid doch froh. Ihr habt ein gesundes Kind.“ „Denk mal, wie schlimm das erst für Frauen ist, die gar keins bekommen, nicht mal eines.“ „Greta ist so ein tolles Mädchen – ihr müsst dankbar sein.“

Ihr müsst, ihr sollt… Bis in die Träume haben sie mich verfolgt, diese Sätze. Die erhobenen Zeigefinger, die Aufforderungen zur Mäßigung. Die doch im Grunde alle auf dasselbe aus waren: mir zu sagen, dass es mir nicht zustand, traurig zu sein. Dass ich, im Gegenteil, endlich anerkennen sollte, was war. Ich fing an, mir Vorwürfe zu machen. Sogar mein Mann fand, wir sollten zufrieden sein. Kennen Männer diese Wucht, mit denen ein Kinderwunsch jede Faser des Körpers erfasst? Schau, was wir haben, schau unser Leben an – wenn Bernd mir so kam, klang mir das doch recht abgeklärt. Nach Theorie. Kind, Haus, Kombi – die Fassade stimmt.

Mutter, Vater, Kind – das ist nicht richtig

Nie hatte ich mich so einsam gefühlt. Ich erinnerte mich, wie es damals bei Greta gewesen war, auf die wir ja auch eine ganze Weile hatten warten müssen.

Mitte 20 war ich, und dass ich eines Tages Familie haben wollte, war mir immer klar gewesen. Wohl auch wegen meines zehn Jahre jüngeren Bruders, den ich seinerzeit im Buggy geschoben, gehütet, später manchmal vom Kindergarten abgeholt hatte. Keiner musste mir sagen, wie toll es ist, für einen so kleinen Menschen da zu sein. Wie wohl die Dynamik von Familie tut. Von richtiger Familie. Mutter, Vater, Kind – das ist nicht richtig. Auch: belastend für den, der da zwischen den Großen steht.

Oft habe ich mich bereits dabei ertappt, wie ich Greta beglucke. Viel mehr als Zwei- oder Dreikind-Mütter, die ihre Sprösslinge sorgenfrei ins Dorf radeln lassen, und die nicht vor sechs bei uns anrufen und fragen „Ist unser Kind bei euch?“, wenn sie bis dahin nicht wieder aufgetaucht sind. Keine halbe Stunde würde ich mit so einem Anruf warten, immer im Fokus ist unsere Maus. Das ist nicht gut, weder für sie, noch für mich – ich weiß das, ohne dass irgendein Experte seinen Senf dazu gibt.

Plötzlich ist man Teil dieser Gemeinschaft von Müttern

Wenn wir schon beim Thema erhobener Zeigefinger sind: hier kommt noch einer. Studien, die behaupten, die soziale Entwicklung von Einzelkindern ließe zu wünschen übrig, sind zwar längst widerlegt – doch in den Köpfen haben sie sich festgesetzt. Hat es sich festgesetzt, dass es egoistisch ist, nur ein Kind zu haben.

Greta hat sich damals nach anderthalb Jahren ungeduldigen Wartens angekündigt: als winziges Pünktchen im Ultraschall. Das pure Glück war die Bestätigung der Schwangerschaft durch den Arzt. Willkommen in Club, zwinkerten mir Freundinnen zu, die bereits Mutter waren. Plötzlich ist man Teil dieser Gemeinschaft, zu der man schon so lange dazugehören wollte.

War das zweite Kind wirklich ein Herzenswunsch?

Auch in den Monaten davor allerdings war ich Teil gewesen – und das ist eindeutig anders als jetzt. Ich erinnere mich gut an die Zeit, in der ich meinen Zyklus beobachtet und Temperaturkurven in Kalender eingetragen habe. Ungewollt kinderlos – unzählige Treffer bekommt man, wenn man das in eine Suchmaschine eingibt. Es gab Foren, in denen ich mich austauschen konnte, Bücher, die wie für mich geschrieben waren, Fernsehberichte, Verständnis im Freundinnenkreis – ich hatte Halt, wurde gesehen. Anders jetzt, wo der Vorwurf des Undanks und des Egoismus genauso durch mein Leben wabert wie die diffuse Anklage, gesellschaftlich versagt zu haben.

War das zweite Kind wirklich ein Herzenswunsch oder redete ich mir das nur ein? Ja, es gab Momente, da fragte ich so. Um schon im nächsten wieder am Boden zu sein vor Schmerz. Das Problem mit Hilfe eines Reproduktionsmediziners anzugehen, kam für Bernd nicht in Frage. „Wenn es nicht sein soll, soll es nicht sein“, sagte er. Das machte mich rasend.

Beim Ultraschall sah man nur eine leere Fruchthöhle

Greta war sieben, da kam endlich Bewegung in die Sache. Bernds Bruder und seine Frau hatten Nachwuchs bekommen – Dank künstlicher Befruchtung. Jetzt, wo er ihr Glück sah, war er soweit. Tatsächlich bin ich dann recht schnell schwanger geworden. Aber beim Ultraschall sah man nur eine leere Fruchthöhle.

Ich sehe mich noch an diesem Nachmittag, an dem wir Frauen von der Geburtsvorbereitung uns mal wieder trafen. Aus Wohnzimmerteppich und Wiese im Park sind längst kleine Events geworden: Abenteuerspielplatz, Ponyhof. Beiläufig erzählte ich vom Windei und der Ausschabung. Betretene Gesichter. Aber nur kurz. Von Trotz- und Zicken- und sonst irgendwelchen Phasen ihrer Jüngeren berichteten die Mütter dann. Ich glaube, sie haben es lieb gemeint, wollten mich schützen, indem sie das eigene Glück herunterredeten. Aber leider empfindet man das selbst ganz anders.

Es ist wichtig für mich, beide Seiten der Medaille anzunehmen

Bevor Bernd und ich soweit waren, einen zweiten Befruchtungsversuch anzugehen, wollte ich Klarheit. Nicht für den Körper und mögliche Chancen, die es noch gab. Sondern für mein Inneres. Wie damals googelte ich und gelangte auf eine Seite, die mich berührte. Eine Kinderwunsch-Expertin hatte einen Bericht auf ihre Webseite gestellt, den sie mit „Folgekinderwunsch?“ überschrieb. Das war sie – die Frau meines Vertrauens! Und es war nicht schlimm, dass sie weit weg wohnte, denn sie bot auch Online-Beratungen an.

Es tat gut, sich über E-Mails auszutauschen. Keine Ratschläge habe ich bekommen und wenn, dann nur diesen: dass es wichtig für mich ist, beide Seiten der Medaille anzunehmen. Das unfassbare Glück und die Dankbarkeit, ein Kind zu haben. Und den tiefen Schmerz, dass da noch immer kein zweites ist. Beides ist richtig und beides darf sein – auch wenn das zunächst überfordert, weil es ja so widersprüchlich scheint.

Mir ist klar geworden, dass uns das zunächst reflexartig überfordert und wir auch deswegen nach schnellen, einfachen Erklärungen suchen. Und dass es für mich nur möglich ist, im Reinen mit mir und meiner Familie weiterzuleben, wenn ich einen Schritt weitergehe und das Ganze sehe. Denn sollte Greta unser einziges Kind bleiben, so bleibt sie das ja nicht nur jetzt. Sondern auch, wenn sie auszieht, uns alt werden sieht. Nur ein Kind zu haben, dieses Thema ist groß und langandauernd. Wie gut, dass ich das endlich verstanden habe.

Warum werde ich nicht schwanger? Mögliche Ursachen

Wer sich ganz bewusst für ein Kind entschieden hat, muss meist etwas Geduld haben, bis wirklich so weit ist. Es ist völlig normal, dass es eine Weile dauert, bis das Schwangerwerden klappt. In der Regel schaffen es circa 80 Prozent der Paare mit Kinderwunsch, innerhalb eines Jahres schwanger zu werden. Dauert es länger, kann dies verschiedene Ursachen haben.

Geduld haben beim Kinderwunsch

Bis die Frau schwanger werden kann, dauert es meist eine Weile. Dies hängt auch vom Alter des Paares ab. Die Fruchtbarkeit von Mann und Frau ist im Alter von 18 bis 25 Jahren am höchsten. Mit zunehmenden Alter wird es schwieriger, schwanger zu werden. Doch auch bei jungen Paaren kann es dauern. Lassen Sie der Natur Zeit, und gehen Sie die Sache ruhig an.

Wenn Sie Ihren Eisprung genau bestimmen, können Sie die besten Tage im Monatszyklus effektiv nutzen. Manche Frauen zählen die Tage, messen die Basaltemperatur oder verwenden einen Zykluscomputer, der den Eisprung anzeigt. Mit diesen Methoden kann der beste Zeitpunkt bestimmt werden, um schwanger zu werden.

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Aber Achtung: Umso verkrampfter der Kinderwunsch ist, desto weniger Spaß macht der Sex, und Frust kommt auf. Das wiederum kann Stress verursachen und sich negativ auf das Schwangerwerden auswirken.

Schwanger werden: Hormone im Gleichgewicht

Neben dem Alter des Paares und anderen körperlichen Faktoren, ist es oft auch der Hormonhaushalt, der bei der Frau in Ordnung sein muss. Um besser schwanger werden zu können, müssen die Hormone im Gleichgewicht sein. Das erreichen Sie zum Beispiel durch eine gesunde Lebensweise, wenig Stress und die Regulierung des Körpergewichts. Das Gewicht sollte weder zu hoch noch zu niedrig sein. Optimal ist ein BMI zwischen 18,5 und 24,9, so das Fachportal „familie.de“. Ein gesundes Gewicht sollte dabei auch der Mann mitbringen: Übergewicht kann die Anzahl der Spermien reduzieren.

Rauchen, Alkohol oder Drogen wirken sich ebenso negativ auf den Hormonhaushalt aus. Sport und eine gesunde Ernährung können zur Regulierung der Hormone beitragen.

Hormone im Gleichgewicht: Krankheiten richtig behandeln

Die Hormone können aber auch durch verschiedene Krankheiten negativ beeinflusst werden, wodurch das Schwanger werden deutlich schwieriger wird. Erkrankungen der Schilddrüse führen zum Beispiel oft zu einer ungewollten Kinderlosigkeit, da diese die Hormone durcheinanderbringen. Auch ein Mangel an Gelbkörperhormonen behindert das Eintreten einer Schwangerschaft und muss behandelt werden. Ein Hinweis auf eine Hormonstörung kann zum Beispiel ein unregelmäßiger Zyklus sein oder auch starke prämenstruelle Beschwerden.

Eine genaue Auskunft über den Hormonstatus können Sie aber letztendlich nur durch eine Blutuntersuchung beim Frauenarzt erhalten.

Gesundheitliche Probleme bei Mann und Frau

Wenn beim Partner gesundheitliche Störungen vorliegen, muss dies nicht gleich Unfruchtbarkeit bedeuten. Störungen, die das Schwangerwerden erschweren, können bei der Frau folgende sein:

  • Geschädigte Eileiter: Sind die Eileiter verklebt, zu eng oder gar unterbrochen, gelangen die Spermien nicht zur Eizelle – dies ist der häufigste Grund für das Ausbleiben der Schwangerschaft, so „gofeminin.de“.
  • Vernarbter Gebärmutterhals: Vernarbungen am Gebärmutterhals entstehen als Folge von Entzündungen. Diese Narben können Spermien behindern.
  • Myome: Die meist gutartigen Tumore können bei ungünstiger Lage das Schwangerwerden verhindern.
  • Endometriose: Es handelt sich um eine schmerzhafte Wucherung der Gebärmutterschleimhaut. Die Endometriose kann die Eileiter dauerhaft schädigen.

Auch beim Mann gibt es Faktoren, die das Ausbleiben der Schwangerschaft begünstigen:

  • Verminderte Spermienproduktion und -qualität: Oft liegt für die verminderte Anzahl und Qualität von Spermien keine eindeutige Ursache vor. Gründe können aber eine ungesunde Lebensweise und konstant erhöhte Temperaturen im Hodenbereich sein, etwa durch die Sitzheizung im Auto. Krampfadern am Hoden oder genetisch bedingte Ursachen haben ebenfalls Einfluss auf Probleme bei der Spermienreifung.
  • Blockierte Samenleiter: Sind die Samenleiter blockiert, kommen die Spermien nicht heraus.

Warum werde ich nicht schwanger, obwohl alles in Ordnung ist?

Manche Frauen werden nicht schwanger, auch wenn ihr Körper nach ärztlicher Untersuchung in bester Verfassung zu sein scheint. Auch Frauen, die bereits ein Kind haben, wundern sich häufig, warum es beim zweiten Mal nicht klappen will. In manchen Fällen kann es vorkommen, dass es auf natürlichem Wege nicht klappt, obwohl alles in Ordnung ist.

Ratsam ist es dann, eine Kinderwunschklinik aufzusuchen, denn oft werden dort Untersuchungen angeboten, die der Frauenarzt nicht anbietet. Werden auch dort keine körperlichen Beeinträchtigungen festgestellt, sollten Sie es mit Ruhe weiterhin versuchen, da in diesem Fall der Stressfaktor schuld sein kann. Um sich nicht zu sehr auf den Kinderwunsch zu versteifen, suchen Sie sich ein neues Hobby oder andere Beschäftigungen. Oft klappt es ganz von selbst, wenn beide Partner nicht mehr zu verbissen mit dem Thema umgehen.

Schwanger werden durch künstliche Befruchtung?

Wenn es auch nach längerer Zeit nicht klappt, nützt auch Geduld nichts mehr. Ab einem gewissen Alter sollten Sie auch nicht mehr zu lange warten und die Möglichkeit einer künstlichen Befruchtung in Anspruch nehmen. Ab 35 Jahren steigt zudem die Wahrscheinlichkeit, ein behindertes Kind zu bekommen, um ein Vielfaches an. Aus diesen Gründen denken viele Paar über eine künstliche Befruchtung nach.

Im Kinderwunschzentrum werden verschiedene Varianten angeboten, um der Schwangerschaft auf die Sprünge zu helfen. Am einfachsten ist die Hormonbehandlung oder die Samenübertragung, fachlich Insemination. Dabei bringt der behandelnde Arzt die Samenzellen des Mannes mit Hilfe eines Schlauchs in die Gebärmutter.

Klappt auch dies nicht, bleibt die künstliche Befruchtung aus dem Reagenzglas. Auch dafür muss sich die Frau mit einer Hormonbehandlung vorbereiten. Nach dem Eisprung werden die gereiften Eibläschen unter Narkose mit einer Nadel entnommen. Man bezeichnet dies als Follikelpunktion. im Reagenzglas werden die Eizellen dann mit dem Sperma zusammengebracht.

Informieren Sie sich am besten in Ihrer Kinderwunschklinik über geeignete Möglichkeiten.

  • Schwanger werden: Mit einem Ovulationstest den Eisprung bestimmen
  • Kinderwunsch: Schwanger werden: Am weiblichen Zyklus orientieren
  • Kinderwunsch erfüllen: Voraussetzungen für eine Adoption in Deutschland
  • Vor- und Nachteile: Künstliche Befruchtung durch Samenspende
  • Symptome richtig deuten: Erste Schwangerschaftsanzeichen erkennen

Ein Kind adoptieren

Haben alle Versuche nicht geklappt, bleibt Ihnen beim Kinderwunsch immer noch die Möglichkeit der Adoption. Allerdings müssen Sie sich auf ein langwieriges Verfahren mit Fragebögen und Eignungsprüfung einstellen. Dieses Eignungsverfahren kann sich über mehrere Monate hinziehen. Zudem sollten Sie wissen, dass es meist mehr adoptionswillige Paare gibt als Kinder, die zur Adoption freigegeben werden. Die Vermittlung eines Kindes kann demnach selbst bei festgestellter Eignung mehrere Jahre in Anspruch nehmen. Sie benötigen also auch hier viel Geduld.

Unfruchtbar beim zweiten Kind?

Stress spielt untergeordnete Rolle

Ein häufiger Grund: das Alter der Mütter. „Ein Viertel der Mütter sind heute bei der Geburt 35 Jahre oder älter“, sagt die ­Gynäkologin Dr. Roxana Schwab vom Universitätsklinikum Freiburg. Und die Möglichkeit, ein Kind zu empfangen, sinkt kontinuierlich, „ab 35 Jahren sogar ziemlich schnell“, sagt Schwab. Aber Susanne R. war ja erst 32. Sie rauchte nicht. Sie trank nicht. Sie hatte Normal­gewicht und ernährte sich gesund.

Vielleicht doch der Stress? „Du musst loslassen, nicht so verkrampft sein“, hatten alle Freundinnen Susanne R. geraten. So, als könne man einfach einen Schalter umlegen und plötzlich anders denken. „Im Grunde fühlte ich mich auch noch selbst schuld an meiner Situation“, erzählt sie. „Viele Frauen, die unter ihrem unerfüllten Kinderwunsch leiden, werden in die Psychoschublade gesteckt“, sagt Wischmann. „Dabei gibt es keine einzige Studie, die nachweist, dass Alltagsstress in diesem Punkt eine Rolle spielt.“ Wischmann, der an den Leitlinien für unerfüllten Kinderwunsch mitgearbeitet hat, hat deshalb einen Passus durchgesetzt, der genau diese Annahme entschärft. „Stress beeinflusst nur indirekt die Fruchtbarkeit“, sagt er. „Zum Beispiel, indem gestresste Paare weniger miteinander schlafen oder die Partner verstärkt Genussgifte konsumieren.“

Auch die Spermienqualität wird schlechter

Bei 30 bis 40 Prozent der betroffenen Frauen geht der unerfüllte Kinderwunsch auf hormonelle­ Störungen zurück. ­Diese können ganz unterschiedliche Ursachen ­haben. Sehr häufig ist die Schild­drüse schuld: „Eine Über- oder Unterfunktion wirkt sich stark auf die Fruchtbarkeit aus“, sagt Schwab. Bei einer weiteren Hormonstörung, dem PCO-Syndrom (Polyzystisches Ovar-Syndrom), kommt es zu einer Überproduktion männlicher Hormone. Dies­ stört die Reifung der Eizellen, und es kommt seltener zum Eisprung. Auch Entzündungen oder Verwachsungen können ein Grund sein. „Nach einem Kaiserschnitt kann es etwa durch die Operation zu Verwachsungen kommen“, erklärt Schwab.

Das Alter wirkt sich nicht nur bei Frauen, sondern auch bei Männern auf die Zeugungsfähigkeit aus. „Die Spermienqualität ist nicht immer gleich“, erklärt Schwab. „Mit dem Alter wird sie zudem schlechter.“ Manchmal sind zu wenig­ Samenzellen vorhanden, oder sie sind zu unbeweglich. Weitere Gründe: Durch Verletzungen, ­etwa durch einen Leistenbruch, oder wegen Entzündungen kann es zur Schädigung der Samenleiter oder der Hoden kommen.

Unfruchtbar? Untersuchung für beide Partner

Ein Jahr wartete ­Susanne R., ­dann ging sie zur Ärztin. Die riet ihr erst mal zur Geduld, schließlich ­hätte es doch schon einmal geklappt. Für Schwab eine unnötige Zeitverschwendung: „Ich rate Frauen, spätestens nach einem Jahr zum Gynäkologen zu gehen. Wenn sie bereits älter als 35 Jahre alt sind, sogar schnellstmöglich.“ Am bes­ten wenden sie sich an ­eine auf Kinderwunsch spezialisierte Praxis oder Klinik.

Anfangs steht eine ­gründliche Untersuchung von beiden Partnern an. „Bei Männern reicht meist eine ­Analyse der Spermien“,­ sagt Schwab. Bei Frauen ist die Diag­­nose komplizierter. Häufig­ braucht es ­eine Bauch­spiegelung, um ­­etwa zu über­prüfen, ob die Eileiter durchlässig sind. Mittels ­einer Opera­tion kann der Arzt dann versuchen, Verwachsungen zu lösen. Ultraschallunter­­suchungen und Temperatur­messen zeigen, ob genug Eizellen vorhanden sind und diese reifen. Funktioniert in diesem Bereich etwas nicht, können mittels Hormon­behandlung die Eierstöcke angeregt werden.

Verständnis vom Partner fehlt oft: Normale Reaktion auf Krise

Unregelmäßigkeiten bei der Eizellreifung seien der Grund bei Susanne R., vermutete damals ihre Gynäkologin: Um sicher zu gehen, musste sie ein paar Monate lang morgens Temperatur messen. Das Ergebnis: Tatsächlich blieben häufiger Eisprünge aus. Ihre Ärztin verordnete ihr ein Medikament, das das hormonelle Ungleich­gewicht ausgleichen sollte. Doch damit war der Nervenkrieg für Susanne R. noch nicht ausgestanden. Immer nervöser wurde sie – von ihrem Partner fühlte sie sich schon länger nicht mehr verstanden. „Er wiegelte dauernd ab: „Ist doch nicht so schlimm, dann bleibt es halt bei einem Kind“, erzählt sie.

Für Therapeut Wischmann ein typisches Muster: „Paare teilen sich beim Bewältigen einer­ solchen Krise unbewusst die Rollen auf. Einer sorgt sich, der ­andere versucht, die Luft herauszunehmen.“ Dahinter stecke der hilflose Versuch, die Situation nicht gänzlich aus dem Ruder laufen zu lassen, erklärt der Psycho­loge. In Gesprächen versucht er, solche Muster auszuloten. Und zu ermitteln, ob und zu welcher Form der Behandlung beide bereit sind.

Die Erfahrung schweißt zusammen

Eine Befruchtung im Labor ist für Paare meist ein steiniger und teurer Weg: „Die Behandlungen sind körperlich belastend, sie brauchen viel Zeit. Und es ist nötig, mit Hormonen zu behandeln. Das ist nicht frei von Nebenwirkungen“, sagt Wischmann. Viele Paare erleben das zwar als äußerst stressig. Aber die Erfahrung scheint auch zusammenzuschweißen.

Im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung trennen sich Menschen nach einer Fruchtbarkeitsbehandlung seltener, zeigte ­eine Studie aus Dänemark. Bei Susanne R. hat es schließlich doch noch geklappt. Sie wurde drei Monate nach der Behandlung schwanger, ihr Sohn ist heute fünf Jahre alt.

Zweites Kind: Wenn der Kinderwunsch wieder auftaucht

Plötzlich ist sie wieder da, diese leise Hoffnung auf zwei Streifen. Mit 23 wurde Mama-Bloggerin Nina aus Hamburg zum ersten Mal schwanger. Damals war sie völlig überrascht und anfangs auch überfordert von dem kleinen, großen Wunder in ihrem Bauch. Dann kam ihre Tochter Alma auf die Welt – ein fröhlicher Wirbelsturm, der seither jeden Tag aufs Neue das Leben seiner Eltern auf die schönste Weise durcheinander wirbelt.

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Ein Beitrag geteilt von Nina (@mamaaempf) am Jun 11, 2018 um 6:59 PDT

Eigentlich ist Nina sehr glücklich über ihre Leben mit Ehemann Hörby und Tochter Alma. Doch eines Tages ist er trotzdem aufgetaucht – der Wunsch nach einem zweiten Kind. Hier schreibt Nina ganz offen über das Hoffen und Warten auf das zweite Baby – und das blöde Gefühl, wenn es nicht geklappt hat.

Schwarze, rote Tage: Der Wunsch nach einem zweiten Kind

„Ich kann mich noch an diese Momente erinnern, als wären sie gestern gewesen. Jeden Morgen schweißgebadet aufstehen, versuchen nachzuvollziehen, wann man die letzte Pille genommen hat, um dann erschreckt festzustellen, dass die Brüste spannen und die Luft im Bauch als vermeintlichen Babytritt zu interpretieren. Ja, mit 18 Jahren – noch ganz weit weg von der Familienplanung – hat man halt keine Ahnung, wann sich so ein Kind im Bauch bemerkbar macht.

Dafür war man auch viel zu beschäftigt. Beschäftigt damit, dass man bloß nicht schwanger wird. Mein Körpergefühl war mir damals keine große Hilfe und ist es bis heute nicht. Denn viel zu oft hat es mir schon vorgegaukelt, dass da was in mir wächst. Gott sei Dank hatte ich all die Male unrecht. Nur heute, da war ich wirklich traurig, als es auf einmal ganz feucht in der Unterhose wurde.

© Nina Kämpf / mamaaempf.com

Das mit der Familienplanung ist ja so eine Sache. Je mehr man sich mit dem Thema auseinandersetzt, desto absurder scheint es zu werden, ein weiteres Kind in die Welt zu setzen. Bin ich denn bescheuert, unser entspanntes Leben wieder durcheinander zu werfen? Meine berufliche Situation zu gefährden? Alma vom Thron zu schmeißen?

Fragen, die wir – Hörby und ich – uns viel zu oft stellen, denn es gibt nur eine ganz klare Antwort auf diese Fragen: es gibt keinen „richtigen“ Zeitpunkt für ein Kind. Und für ein zweites Kind erst recht nicht.

Viel naheliegender als das ‚Wann?‘ ist also für uns das klare ‚Ja!‘ auf die Frage nach dem zweiten Kind.

Daher haben wir nun aufgehört uns die verschiedensten Szenarien auszumalen und lassen es alles irgendwie einfach mehr auf uns zukommen – nicht auf Vollgas, aber mit einem ach-mal-gucken-was-passiert-Gefühl – denn wir sind ja (Gott sei Dank) keine 18 mehr. Also guckten wir, was passiert. Denn es passiert ja eh nichts sofort. Dachten wir.

Doch dann drehte mein Körper am Rad. Mir wurde, kurz bevor ich meine Periode bekommen sollte, immer wieder leicht schlecht und ich war unglaublich müde. Meine Brüste spannten und irgendwie hatte ich das Gefühl, als ob mein Unterleib sehr beschäftigt sein würde.

Alles deutete darauf hin: Ich bin schwanger.

Ich erzählte Hörby von meinen Beschwerden und er staunte nicht schlecht und sagte nur grinsend übers ganze Gesicht: „Echt? Merkst du das jetzt schon?“ Ich sagte ihm gleich, dass das eigentlich nicht sein kann, da das HCG-Hormon, das in der Schwangerschaft gebildet wird, eigentlich noch viel zu schwach ist. Aber ich fühle mich echt komisch. Also vielleicht doch?

Diese vier Tage vor der Periode zogen sich wie Kaugummi. Ich überlegte schon, ob ich mir einen Frühtest besorgen sollte, um einfach zu wissen, ob es nun beim ersten halben Versuch, der wirklich alles andere als „gezielt“ gewählt wurde, geklappt hatte.

Ganz anders, als bei den anderen Malen, an denen ich in meinem Leben schon Angst hatte, dass ich schwanger sein könnte (und die kennt wohl jede Frau), wusste ich dieses Mal: ich habe keine Pille vergessen oder Magen-Darm-Virus gehabt. Kein Kondom wurde falsch aufgesetzt. Nein. Dieses Mal wäre es gewollt. Wie schön!

Schön, bis ich morgens aufstand, um auf die Toilette zu gehen und merkte, dass meine Unterhose ein wenig rot ist.

Mein Körper hat mir einen Streich gespielt und ich habe mich immer weiter hineingesteigert.

Irgendwie habe ich mich dafür geschämt, dass ich so sehr in mich gehört habe und mich falsch verstand. Nicht enttäuscht darüber, dass ich nicht schwanger bin, denn – wie gesagt: wir haben wirklich Zeit! – viel mehr darüber enttäuscht, dass ich mich (als wäre ich ein Teenie) von meinen Gefühlen überlisten habe lassen. War das jetzt der Kopf oder das Herz?“

Mehr von Nina?

Noch viel mehr schöne und spannende Texte von Nina findest du auf ihrem Blog „mamaaempf.com“ und wunderhübsche Familienfotos von Nina, Hörby und Alma auf ihrem Instagram-Account.

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A post shared by Nina Kämpf (@mamaaempf) on Aug 25, 2018 at 12:26pm PDT

Liebe Nina, vielen Dank, dass wir deinen Text auf BRIGITTE.de teilen dürfen!

Unerfüllter Kinderwunsch: Wenn das nächste Kind auf sich warten lässt

Paare mit unerfülltem Kinderwunsch sind nicht immer nur Paare, die gar keine Kinder haben. Wenn es mit einer zweiten Schwangerschaft nicht klappen will, kann dies ebenso stressig und traurig sein. So wie bei Stefanie und Daniel. Hier erzählen sie ihre Geschichte.

Wenn es mit einer zweiten Schwangerschaft nicht klappen will, kann unerfüllter Kinderwunsch auch Paare betreffen, die schon ein Kind haben. Foto: iStock, Thinkstock

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Von Julia Wohlgemuth

Es ist ein Beginn, wie bei vielen anderen Paaren auch. Stefanie und Daniel lernen sich beim gemeinsamen Studium kennen. Die grosse Hochzeit folgt nach ein paar Jahren. In ihren ersten Ehejahren machen sie beide Karriere, geniessen das Leben, jedes Jahr gibt es mindestens eine grössere Auslandsreise. Mit Anfang 30 finden sie beide, dass es nun Zeit für eine Familie sei. Stefanie setzt die Pille ab und ein paar Monate später hält sie einen positiven Schwangerschaftstest in der Hand.

„Damals haben wir uns überhaupt noch keine Gedanken gemacht. Wir haben uns natürlich riesig gefreut, aber irgendwie haben wir es auch als selbstverständlich gesehen, dass wir ein Kind bekommen würden“, berichtet Stefanie heute. Ein paar Monate später kommt Marie-Luise auf die Welt. Die kleine Familie ist glücklich. Bis sich Stefanie und Daniel drei Jahre später ein kleines Geschwisterchen für Marie-Luise wünschen.

Der Traum von der grossen Familie

„Als Marie-Luise knapp drei war, habe ich wieder die Pille abgesetzt. Dass es diesmal Probleme geben könnte, ist mir überhaupt nicht in den Sinn gekommen.“ Doch die erhoffte Schwangerschaft bleibt aus. Monatelang tut sich überhaupt nichts. „Am Anfang haben wir es ganz locker gesehen, schliesslich hatten wir Marie-Luise ganz ohne Probleme bekommen. Aber nachdem ich dann Monat um Monat wieder meine Tage bekommen habe, haben sich meine Gedanken immer mehr um eine Schwangerschaft gedreht. Ich komme selbst aus einer grossen Familie, wir waren daheim fünf Kinder, meine Geschwister sind heute in meinem Leben sehr wichtig. Der Gedanke, dass Marie-Luise als Einzelkind aufwachsen könnte, war mir schrecklich.“

Unerfüllter Kinderwunsch hängt nicht immer damit zusammen, dass man ungewollt kinderlos ist, sondern ist oft viel subjektiver. Wer sich in seinem Lebensplan eine grosse Familie wünscht und dann nach der ersten (oder zweiten) Schwangerschaft nicht noch ein Kind bekommen kann, der wird ebenso von seinem Wunschkind träumen, wie jemand, der Probleme mit der ersten Schwangerschaft hat.

Sekundäre Sterilität, wenn es also mit dem zweiten Kind nicht klappen will, ist kein vereinzeltes Phänomen, sondern tritt immer wieder auf. Die Gründe hierfür sind vielfältig. Oft ist das Alter als Ursache zu sehen. War die erste Schwangerschaft noch einfach, so sinkt die Fruchtbarkeit beider Eltern immer weiter, je älter sie werden und kann deshalb bei der zweiten Schwangerschaft zum Problem werden. In manchen Fällen war bereits die erste Schwangerschaft mit Schwierigkeiten verbunden, die nun auch bei allen weiteren Wunschkindern auftreten. Und wie bei jedem unerfülltem Kinderwunsch gilt auch beim Ausbleiben der zweiten Schwangerschaft: Je länger es dauert, um so mehr ist es mit Stress verbunden, was sich wiederum negativ auf eine mögliche Schwangerschaft auswirkt.

Belastungsprobe für die Beziehung

„Als ich nach ungefähr einem Jahr immer noch nicht schwanger war, bin ich zum Arzt gegangen. Der meinte, ich sollte noch ein paar Monate abwarten, schliesslich hatten wir es doch schon einmal geschafft. Nach fast zwei Jahren, die sich ewig lang angefühlt haben, hat mein Arzt schliesslich ein paar Untersuchungen angestellt. Herausgekommen ist dabei überhaupt nichts.“ Auch Daniel lässt sich untersuchen. Mit ebenfalls unklarem Ergebnis. Nicht bei allen Paaren lässt sich eine Ursache für die Sterilität finden.

Stefanie versucht in den nächsten Monaten einige alternative Methoden wie Akupunktur und Luna Yoga, aber ohne Erfolg. „Daniel und ich waren uns in dieser Zeit sehr fremd. Ich hatte oft das Gefühl, dass ich es war, die noch ein Kind wollte und mich Daniel überhaupt nicht unterstützt hat. Erst viel später habe ich gemerkt, dass Daniel einfach auf eine andere Weise mit unserem unerfüllten Kinderwunsch umgegangen ist. Ich habe damals schon unsere Beziehung infrage gestellt und auch meine Beziehung zu Marie-Luise hat darunter gelitten. Wenn ich mit Freunden darüber sprechen wollte, hiess es meist, dass ich doch froh sein kann, schliesslich habe ich ein Kind.“ Erst das Gespräch mit einer Bekannten, die sich in einer ähnlichen Situation befindet, hilft Stefanie, mit ihrer eigenen Enttäuschung und Traurigkeit umzugehen.

Dieses traurige Gefühl

„Daniel und ich haben uns schliesslich dagegen entschlossen, weitere Möglichkeiten der Reproduktionsmedizin zu versuchen. Ich glaube, wir waren beide an einem Punkt angekommen, an dem wir gemerkt haben, dass unsere Beziehung und unsere kleine Familie Vorrang vor dem Stress einer künstlichen Befruchtung oder so etwas haben soll.

Natürlich weiss ich, dass wir uns immer noch glücklich schätzen können. Immerhin haben wir ein Wunschkind. Und unsere Beziehung ist daran nicht zerbrochen. Marie-Luise ist heute 10 Jahre alt und ich versuche, jeden Tag mit ihr zu geniessen. Aber wenn ich die Kisten mit den Babysachen sehe, die ich immer noch im Keller aufgehoben habe, oder wenn Freunde und Verwandte Babys bekommen, dann habe ich immer noch dieses traurige Gefühl von einem unerfüllten Kinderwunsch.“

Informations- und Austauschmöglichkeiten

Wenn auch Sie von unerfülltem Kinderwunsch betroffen sind, finden Sie zum Beispiel auf diesen Websites mehr Informationen und Möglichkeiten zum Gedankenaustausch:

  • Auch in unserem Familienleben-Forum können Sie sich mit anderen Paaren in ähnlicher Situation austauschen

Abschied vom Kinderwunsch: „Ich werde nie wieder schwanger sein“

Jahrelang dachte unsere Leserin Anna, 34, sie bekomme vielleicht irgendwann noch ein viertes Kind. Mittlerweile sind ihre drei Kinder so groß (zwischen 7 und 10), dass sie weiß: Weiterträumen von einem Baby ist schön. Aber in Wahrheit steht längst fest: Sie wird nie wieder schwanger sein. Die Familie ist komplett. Abschied von einem Lebensgefühl.

Meine Tasche vibriert. Ich bin unterwegs von einem zum nächsten Termin. Ich krame das Handy aus meiner viel zu vollen Tasche. Es zeigt mir eine Nachricht an. Ich klicke. Ein Bild erscheint. Es ist das Foto eines positiven Schwangerschaftstests… So ein Moment schneidet sich wie ein warmes Messer durch kalte Butter. Es trennt die Zeit in ein Vorher und in ein Nachher. Besonders, wenn auf das Foto noch der Satz „Du wirst Patentante“ folgt.

Ich könnte weinen vor Rührung. Ein neuer Mensch. So schön! Und da ist es wieder, dieses Gefühl des Ungewissen: was wird wohl kommen, wer wird wohl kommen? Wie wird die Schwangerschaft, wie die Geburt verlaufen, wie wird das Baby sein? Neugier, Vorfreude. Aufregung, Prickeln. Die Welt dreht sich einfach weiter bei solchen Nachrichten, aber in uns drin tobt etwas Weltbewegendes. Ein Baby!

Ich bin so froh, Patentante zu werden, um das alles noch einmal – zumindest ein bisschen – miterleben zu dürfen. Denn in meinem Leben als Dreifachmutter ist klar: Ich werde nie wieder schwanger sein.

Hab ich diesen Satz wirklich gerade geschrieben? Mir fällt dieses Endgültige immer noch schwer. In mir tobt ein Kampf zwischen Realität und Fantasie. Die Realität sagt: Du hast drei tolle Kinder, deine letzte Schwangerschaft ist acht Jahre her. Du wirst nicht jünger. Die Kinder sind doch jetzt aus dem Gröbsten raus und du hast endlich wieder mehr Freiheiten.

Die Fantasie sagt: Du hast drei tolle Kinder, da würde das vierte doch auch so toll werden. Du bist doch noch jung (ist man das gefühlt nicht immer?). Die Kinder brauchen dich physisch nicht mehr so sehr, also warum nicht die frei werdenden Ressourcen in ein neues faszinierendes Lebewesen stecken? Die Großen würden bestimmt helfen, sie sind es doch, die immer wieder fragen: Warum bekommen wir nicht noch ein Baby?

Da! Da ist dieses Blubbern in meinem Bauch, wie automatisch lege ich meine Hand schützend darauf. Ach nee, da ist kein zappelnder Mensch, da sind nur Darmbewegungen, die Zeiten mit Baby im Bauch sind vorbei. Es ist einfach so: Ich habe recht jung Kinder bekommen, mit Mitte 20. Viele meiner Freundinnen bekommen jetzt erst Nachwuchs, vielleicht denke ich deswegen so viel nach?

Ein weiteres Kind: Will ich oder will ich nicht?

Wenn ich auf Dienstreise fahre und mir eine neue Stadt anschaue, dann denke ich: Diesen herrlichen freien Moment friere ich mir jetzt ein und taue ihn auf, wenn ich wieder schwach werden sollte und denke: Ich hätte so gern noch ein Baby. Zeiten, in denen ich am ersten Tag der Periode ausrechne, an welchem Tag ein Kind wohl kommen würde, falls ich im nächsten Zyklus ungeplant schwanger würde. Einzig: es wird nicht passieren. Für den Mann ist das klar. Für mich eigentlich auch…

Ich koste von der Freiheit, die sich wieder einstellt, ich koste von der Anna, die ich vor den Kindern war, die gern getanzt hat, die gern viel Zeit mit Freunden verbracht hat, Hobbys hatte und viel und gern arbeitete. Und mein Mutterherz sagt mir: das alles plus ein Baby, das wäre perfekt. Aber dann schaltet sich die Vernunft ein und sagt: Vor dem ersten Kind dachte ich auch, alles ginge so weiter, nur dass noch ein lächelndes Baby dazu käme.

In Wirklichkeit sah das aber anders aus: Erst war da die schlimme Übel- und Müdigkeit. Da waren zwei Kaiserschnitte – der Gedanke, die Narbe noch einmal zu öffnen, macht mir Angst. Da waren nach der Geburt die Schreiphasen jeden Abend, immer um die sechs Stunden, ein halbes Jahr lang. Die Blähungen. Die durchwachten Nächte, das Gefühl, alles an einem klebt. Das Kind klebt, die Haare kleben, das Leben klebt, weil Tag und Nacht sich nicht mehr unterscheiden.

„Es ist alles gut so, wie es ist“

Und dann sehe ich mir unsere drei Kinder an, drücke sie, helfe ihnen bei den Hausaufgaben, fahre sie zu ihren Hobbys und lege mich abends ins Bett, mit der Gewissheit, durchschlafen zu dürfen und am nächsten Morgen zur Arbeit zu fahren, die ich wirklich liebe. Und dann denke ich: Es ist alles so gut so, wie es ist. Ich habe die Zeit, sie in ihrem Alltag zu begleiten. Ich habe vor allem auch die Nerven, das zu tun (meistens zumindest).

Es fühlt sich rund an. Wir sind komplett! Auch wenn da diese Sehnsucht noch in mir schlummert. Ich nehme sie ernst. Sie zeigt mir, dass meine Gefühle groß genug ist, noch weitere Wesen in mein Herz zu schließen. Ich habe die Patenschaft für einen Flüchtlingsjungen übernommen, die mich unglaublich erfüllt. Wir sehen uns regelmäßig, seit über einem Jahr und es ist jedes Mal inniger. Ich überlege aber auch, mehr für mich zu tun. Da ist noch dieser Traum aus meiner Kindheit, ein eigenes Pferd. Wer weiß, vielleicht werde ich mir den irgendwann erfüllen, wenn neben Arbeit, Beziehung, Freunden, Kindern und Haushalt noch mehr Ressourcen frei werden?!

Und da ist noch mein Patenkind. Die Schwangerschaft verlief gut, die Geburt war schmerzhaft, das Kind ist fantastisch. Es gluckst, es brabbelt, es lächelt und lernt. Es macht mich glücklich, dieses Kind so nah zu erleben und trotzdem nicht selbst die Verantwortung zu tragen. Es ist das, was ich mir eigentlich wünschte: alles bleibt gleich in meinem Leben, aber da ist ein neuer kleiner Mensch. Ich fahre jetzt einfach so oft es geht zu ihm, wenn ich den Duft eines Babys einatmen – und trotzdem durchschlafen möchte.

Ich werde nicht schwanger, warum? Ursachen für Kinderlosigkeit

Mögliche Ursachen für Kinderlosigkeit bei der Frau

Alter, hormonelle Störungen, Eisprungprobleme sowie fehlende, verschlossene oder unbewegliche Eileiter aufgrund von Infektionen, Narben oder Endometriose. Weitere Gründe können sein: Allgemeinerkrankungen wie Diabetes, psychosomatische Störungen wie Stress, Zigaretten, Alkohol und andere Drogen. Des Weiteren weisen Frauen gelegentlich eine Antikörperbildung gegen Spermien oder die eigene Keimzelle oder eine Unverträglichkeit des Gebärmutterhalssekretes mit den Spermien auf.

Mögliche Ursachen für Kinderlosigkeit beim Mann

Alter, hormonelle Störungen, unzureichende Spermaqualität wie eine geringe Anzahl, mangelhafte Beweglichkeit oder Deformationen. Weitere Gründe können die Schädigung des Hodengewebes und der ableitenden Samenwege sowie Infektionen dieser sein. Allgemeinerkrankungen wie Diabetes, psychosomatische Störungen wie Stress sowie Zigaretten, Alkohol und Drogen führen auch beim Mann zu mangelnder Spermaqualität. Des Weiteren kann der Mann eine Antikörperbildung gegen eigene Spermien aufweisen.

Allgemeine Ursachen für Kinderlosigkeit

Rauchen
Von zehn unfruchtbaren Frauen sind sechs Raucherinnen. Nikotin lagert sich in der Gebärmutterschleimhaut ein und bietet keine optimalen Bedingungen für eindringende Spermien, die Einnistung der befruchteten Eizelle wird erschwert. Die giftigen Substanzen aus dem Rauch schädigen außerdem weibliche und männliche Keimzellen, also Eizellen und Spermien.

Übergewicht
Übergewicht führt bei Frauen häufig zu Zyklusstörungen, eine Empfängnis ist nur eingeschränkt möglich. Bei übergewichtigen Männern reduziert sich die Anzahl der Spermien.

Untergewicht
Ist der BMI unter 18 oder wiegt eine Frau weniger als 43 Kilogramm, kann es zu Zyklusstörungen, zum Ausbleiben des Eisprungs oder der Menstruation kommen.
Alkohol
Gelegentlich ein Gläschen Wein oder ein Bier schaden nicht. Regelmäßiger erhöhter Alkoholkonsum im Jahr vor einer erwünschten Schwangerschaft reduziert bei der künstlichen Befruchtung die Zahl der gewonnenen Eizellen, gibt das Fachblatt „Fertility Sterility” an. Bei Männern mit erhöhtem Alkoholkonsum steigt der Östrogenwert an, die Spermienqualität nimmt dadurch ab und der Anteil fehlgebildeter Spermien wird erhöht.

Fitness
Sport ist gut, allerdings in Maßen. Starke sportliche Betätigung, besonders Leistungssport, kann zu einer gestörten Hormonproduktion führen. Mögliche Folge bei Frauen ist das Ausbleiben des Eisprungs, bei Männern eine Verschlechterung der Spermienqualität.
Medikamente
Verschiedene Medikamente wirken sich nachteilig auf die Fruchtbarkeit aus. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie sich ein Kind wünschen aber regelmäßig Medikamente nehmen.
Umweltgifte
Auch verschiedene Umweltgifte führen zu geringerer Fruchtbarkeit. Wenn Sie durch Ihren Beruf starken Belastungen ausgesetzt sind, sollten Sie sich bei Ihrem Arzt über die möglichen Auswirkungen informieren.

Häufige Ursachen für Kinderlosigkeit bei Frauen

Hormone
Bereits kleinste Abweichungen des Hormonspiegels können dazu führen, dass die Fruchtbarkeit eingeschränkt ist. Oft ist dann eine medikamentöse Behandlung erfolgreich.
Eine häufige Hormonstörung ist die sogenannte Gelbkörperschwäche, bei der das Eibläschen nicht genügend Gelbkörperhormon produziert, sodass die zweite Zyklushälfte verkürzt ist.
Auch eine leichte Schilddrüsenunterfunktion ist in iodarmen Gebieten keine Seltenheit. Sie kann durch eine einfache Blutuntersuchung festgestellt werden.
Polyzystische Ovarien hängen oft mit Hormonen zusammen, hier ist häufig eine Überproduktion an männlichen Geschlechtshormonen festzustellen. Viele kleine Eibläschen, die aussehen wie kleine Zysten, können nicht heranreifen und verkümmern vorzeitig, der Zyklus ist verlängert. Auch in diesem Fall kann eine Hormonbehandlung erfolgreich sein, eine regelmäßige Menstruation herbeiführen und einen Eisprung auslösen.

Behandlungsmöglichkeiten bei unerfülltem Kinderwunsch – Zyklusmonitoring und Hormontherapie

Der Wert des Hormons Prolaktin kann erhöht sein. Normalerweise wird es vermehrt während des Stillens gebildet, es unterstützt die Milchproduktion und führt zu einem selteneren Eisprung. Es ist aber auch ein bekanntes Stresshormon und steigt an, wenn man körperlichen oder seelischen Stress hat. Natürlich gibt es auch noch andere Ursachen für einen erhöhten Wert. Auch dieses Ungleichgewicht kann häufig mit Medikamenten reguliert werden.

Behinderung des Eitransports
Ursachen hierfür kann eine Verklebung oder Vernarbung der Eileiter nach einer Infektion sein, der Weg der Spermien ist versperrt.
Auch durch Endometriose kann der Weg der Samenzellen behindert sein. Endometriose ist eine Krankheit, bei der die Gebärmutterschleimhaut (gutartig) wuchert, auch außerhalb der Gebärmutter. Medikamentöse oder operative Therapien sind hier oft erfolgreich.

Immunologische Probleme
Es kommt vor, dass der Körper eigene und fremde Keimzellen angreift und zerstört. Unter Umständen kann eine Eizellspende zur gewünschten Schwangerschaft führen, wenn der Körper seine eigenen Eizellen zerstört. In Deutschland sind Eizellspenden allerdings nicht erlaubt.
Gelegentlich enthält der Zervixschleim so viele Antikörper gegen Spermien, dass diese in der Beweglichkeit stark eingeschränkt oder ganz abgetötet werden. Die Befruchtung bleibt dann aus.

Häufige Ursache für Kinderlosigkeit bei Männern

Störungen der Spermienreifung
Normalerweise wandern die Hoden nach der Geburt in den Hodensack. Bei einem sogenannten Hodenhochstand verbleiben sie im Bauchraum oder in der Leiste, was normalerweise im Kindesalter operativ behoben wird. Wenn das nicht passiert, kommt es zu Störungen bei der Reifung der Spermien, da die Körpertemperatur mit etwa 36 Grad Celsius dafür zu hoch ist. Die Temperatur in den Hoden beträgt nur etwa 32 Grad Celsius.
Auch enge Hosen erhöhen die Temperatur in den Hoden und können die Spermienreifung stören, genauso wie verschiedene Medikamente die Reifung möglicherweise beeinträchtigen.

Störungen des Spermientransports
Der Weg der Spermien kann durch verklebte Nebenhodengänge oder Samenleiter aufgrund von Infektionen, Entzündungen oder Vernarbungen versperrt sein. Oft kann man die Verschlüsse operativ öffnen. Wenn das nicht möglich ist, können Spermien direkt aus dem Hoden- oder Nebenhodengewebe entnommen und für eine künstliche Befruchtung verwendet werden.

Störungen der Spermienfunktion
Die häufigste Fruchtbarkeitsstörung beim Mann ist eine unzureichende Produktion gesunder, gut beweglicher Spermien. Durchschnittlich enthält das Ejakulat 20 Millionen Spermien pro Milliliter Sperma. 35 Prozent davon sollten normal geformt und 50 Prozent davon gut beweglich sein. Unterhalb dieser Werte ist die Zeugungsfähigkeit eingeschränkt.

Untersucht wird das Ejakulat mittels eines Spermiogramms. Das Ejakulat kann entweder direkt in der Praxis durch Masturbation gewonnen oder in einem sterilen Gefäß in die Praxis gebracht werden, was möglichst schnell (maximal 15 bis 20 Minuten nach der Ejakulation) erfolgen sollte, um ein aussagekräftiges Ergebnis zu erhalten. Vor der Untersuchung sollte der Mann fünf Tage enthaltsam sein. Bei Spermienproblemen sollte das Ejakulat mindestens zweimal im Abstand von einigen Wochen untersucht werden, da der zehn bis elf Wochen dauernde Reifeprozess der Spermien von vielen verschiedenen Faktoren abhängt und sich deshalb sowohl in Quantität als auch in Qualität erheblich unterscheiden kann.

Vorzeitiger Samenerguss
Fast jeder hat so etwas wohl schon erlebt, das ist völlig normal und hat viel mit der aktuellen Situation zu tun. Problematisch wird es nur dann, wenn der Mann bei Kinderwunsch wegen einem vorzeitigen Samenerguss nicht in der Lage ist, tief in die Vagina zu ejakulieren. Sie sollten in diesem Fall einen Arzt aufsuchen.
Immunologische Probleme
Etwa jeder siebte sterile Mann bildet Antikörper gegen die eigenen Spermien.

Fehlgeburt in den ersten Schwangerschaftswochen

Früher, als die medizinische Entwicklung noch nicht so weit fortgeschritten war, merkten viele Frauen gar nicht, dass sie schwanger waren. Die Periode kam einfach etwas später oder stärker.
Oft stirbt eine befruchtete Eizelle schon vor der erwarteten Menstruationsblutung ab. Es handelt sich dabei um einen „Schutzmechanismus“ des Körpers, der Embryo wäre nicht lebensfähig gewesen.
Nur selten kommt es zu einer erneuten Fehlgeburt. Grunduntersuchungen beim Frauenarzt wie ein Abstrich und eine Ultraschalluntersuchung sind bei Kinderwunsch dennoch bereits nach dem ersten Abgang sinnvoll.
Bei wiederholten Aborten sollte spätestens nach drei, besser aber schon nach zwei Fehlgeburten nach den Ursachen gesucht werden. Gründe hierfür können Veränderungen der Gebärmutter, infektiöse, hormonelle, genetische oder immunologische Ursachen, Stoffwechselerkrankungen, Genussmittel wie Kaffee, Tabak, Alkohol und Drogen, psychosoziale Probleme, selten auch Blutgerinnungsstörungen und Umweltgifte sein. Leider lässt sich nicht immer der Auslöser ermitteln.

„BibisBeautyPlace“: Beautybloggerin zum zweiten Mal schwanger

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Berlin. Baby-Alarm bei Bianca „Bibi“ Claßen (26) alias „BibisBeautyPalace“: Der YouTube-Star ist wieder schwanger. Nachdem sie im vergangenen Oktober ihren Sohn Lio zur Welt gebracht hat, ist nun weiterer Nachwuchs im Anmarsch.

Die Nachricht über die zweite Schwangerschaft der Beautybloggerin verkündeten sie und Ehemann Julian (26) auf Instagram. „Wir haben eine wundervolle Neuigkeit: Ich bin wieder schwanger und wir erwarten unser 2. Kind“, so Claßen unter dem Bild, das sie mit Ehemann Julian und dem Söhnchen Lio zeigt, der mit strahlendem Gesicht den Bauch seiner Mutter streichelt. „Großer Bruder“ steht auf einer Tafel vor der jungen Familie.

Auch der Ehemann von „Bibi“ ist bekannter YouTuber

Die YouTuberin weiter: „Wir sind einfach nur happy & freuen uns riesig, unser Glück endlich mit euch teilen zu können & euch ab jetzt auf dieser spannenden Reise teilhaben zu lassen.“ Das Bild wurde innerhalb von drei Stunden bereits über 600.000-mal geliked – bei fast sieben Millionen Abonnenten kein Problem. Auch auf Youtube posteten beide Videos, in denen das Paar noch weitere Infos zur Schwangerschaft preisgibt. So erfährt man etwa, dass bei Bibi bereits Halbzeit hat – sie ist in der 20. Schwangerschaftswoche.

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Wir haben eine wundervolle Neuigkeit: Ich bin wieder schwanger und wir erwarten unser 2. Kind 🤰🏼Wir sind einfach nur happy & freuen uns riesig, unser Glück endlich mit euch teilen zu können & euch ab jetzt auf dieser spannenden Reise teilhaben zu lassen ☺️ Für mehr Informationen schaut euch unbedingt mein neues Youtube-Video an.. 🙈❤️

A post shared by ! Bibi (@bibisbeautypalace) on Nov 3, 2019 at 2:00am PST

Claßen, die mit ihrem YouTube-Channel „BibisBeautyPalace“ bekannt wurde, hatte im September 2018 ihren Freund Julian, der ebenfalls als YouTuber unter dem Namen „Julienco“ erfolgreich ist, standesamtlich geheiratet. Einen Monat später kam ihr erster Sohn Lio zur Welt. Bibi zählt zu den bekanntesten Influencern Deutschlands.

Aber auch für Influencer ist die Welt nicht immer nur rosig. Im vergangenen Februar hatte sich Bibi bei ihrem Auftritt in der ARD-Sendung „Quizduell“ blamiert. Cathy Hummels, Instagram-Star und Frau von Star-Fußballer Mats Hummels, wurde sogar vor Gericht wegen unerlaubter Werbung auf der sozialen Plattform verklagt.

Mit dem zweiten Kind schwanger…

Während in der ersten Schwangerschaft die Entwicklung des Babys mit jeder Schwangerschaftswoche erkundet und der Geburtsort mit Bedacht ausgewählt wird, stehen in der zweiten Schwangerschaft plötzlich ganz andere Fragen im Raum: Wohin geht die grosse Schwester oder der grosse Bruder, wenn die Geburt ansteht? Welchen Platz nimmt das ungeborene Baby im Alltag ein? Wie findet die werdende Mutter ausreichend Ruhe?

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Eine Schwangerschaft dauert 40 Wochen…

Sicher erinnerst du dich gern an deine erste Schwangerschaft: Die Zeit, bis du dein Baby im Arm halten konntest war endlos lang. Mit jeder Schwangerschaftswoche hast du dem nächsten Arzttermin und zum Schluss der Geburt entgegen gefiebert. Bist du zum zweiten Mal schwanger, wirst du schnell merken, dass diesmal alles anders ist. Die Zeit scheint zu rasen, immerhin konzentrierst du dich seit der ersten Geburt auf dein erstes Kind und dessen Bedürfnisse. Statt Zeit für dich und das Ungeborene zu haben, erfährst du den Spagat zwischen „Eltern sein“ und „Eltern werden“. Denn Kind Nummer eins möchte Spielen, gefordert werden, Kuscheln, Aufmerksamkeit, Freunde treffen und Alltag und Struktur. Der Termin beim Gynäkologen wird vielmehr zur organisatorischen Herausforderung als zum Event, dem du entgegen fieberst. Und plötzlich steht die Frage im Raum, wo Kind Nummer eins sein kann, wenn das zweite Baby geboren wird.

Die Herausforderung annehmen!

Ganz gleich wie anstrengend oder „anders“ du deine zweite Schwangerschaft erleben wirst: Nimm die Herausforderungen an! Gestehe dir auch Überforderung zu und Momente, in denen du dir mehr Ruhe für dich und das neue Leben wünschst, das in dir heran wächst. Wünscht ihr euch als Eltern ein zweites Kind, dann baut euch rechtzeitig ein „Helfer-Netzwerk“ auf: Oma und Opa, die gerne Zeit mit der grossen Schwester/dem grossen Bruder verbringen, Freunde, die gern Babysitten, damit Mama und Papa gemeinsam zum Ultraschall gehen können, Papa, der das erste Kind in Bett bringt, damit du dich ein wenig zurück ziehen kannst. Möglichkeiten der Entlastung sollten selbstverständlich werden und in den Alltag integriert werden.

Beziehe das erste Kind so viel wie möglich mit ein und erkläre ihm, dass bald ein weiteres Baby kommt. Die meisten Kinder freuen sich darauf, ein Schwesterchen oder Brüderchen zu bekommen und nehmen die neue Rolle mit Stolz an. Bereits in der zweiten Schwangerschaft kann das erste Kind spielerisch und altersgerecht lernen, Rücksicht zu nehmen und achtsam zu sein. Vielleicht ist es möglich, dass die grosse Schwester/der grosse Bruder zu einem Vorsorgetermin mitkommt, wenn die kritische 12. Schwangerschaftswoche hinter dir liegt. So könnt ihr gemeinsam eine Beziehung zum Baby aufbauen und an den neuen Aufgaben wachsen.

Die zweite Schwangerschaft ist ebenso ein Abenteuer wie die erste. Nur ein Anderes. Wenn du dich mutig den Herausforderungen mit Humor, Achtsamkeit, (Selbst)Fürsorge, notwendigen Pausen, geteilter Verantwortung und Freude stellst, wirst du gemeinsam mit deiner Familie eine ebenso schöne (aber andere) Zeit bis zur Geburt geniessen können. Schaffe dir Inseln der Ruhe und Entspannung und bereite dich gemeinsam mit deinem ersten Kind und deinem Partner auf das neue Abenteuer vor.

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