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Geburt des zweiten Kindes: So bereiten Sie das Geschwisterkind vor

Die Geburt des zweiten Kindes ist nicht nur für Eltern ein einschneidendes Erlebnis. Auch für das erstgeborene Kind wird sich das Familienleben stark verändern. Eltern sollten das Geschwisterchen gut auf die neue Situation einstimmen.

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„Du bekommst ein Geschwisterchen!“ – diese Botschaft sorgt bei Kindern nicht nur für helle Begeisterung. Denn neben Vorfreude kann dabei auch Eifersucht aufkommen. Das muss aber nicht sein. „Wenn sich die Eltern auf das zweite Kind freuen und diese Freude vermitteln, dann freut sich auch das erste Kind“, sagt Heidemarie Arnhold, Vorstandsvorsitzende des Arbeitskreises Neue Erziehung (ANE).

Sie rät zu einem altersgemäßen Einbeziehen des ersten Kindes von Anfang an. „Wenn der Bauch schon da ist, kann man das Große den Bauch anfassen lassen. Wenn er noch nicht da ist, kann man sagen: ‚Da wird bald ein dicker Bauch sein, da ist das Kind drin, aber jetzt ist das noch ganz klein.'“

Der richtige Zeitpunkt: Grundsätzlich sollten Sie Ihrem Erstling nicht zu früh von seinem Geschwisterchen erzählen. Denn Sie müssen bedenken, dass Kinder von Natur aus weniger Geduld aufbringen. Ideal ist etwa der sechste Schwangerschaftsmonat.

Bereits vor der Geburt Rituale mit dem neuen Familienmitglied schaffen

Eltern können schon vor der Geburt ein Ritual unter Einbezug des Ungeborenen schaffen. Sie können abends etwa immer sagen: „Jetzt singen wir dem Baby noch ein Lied“, schlägt Judith Peltner vor. Sie ist Pflegedienstleiterin für das Eltern-Kind-Zentrum im Klinikum Nürnberg. Das Ungeborene höre das schon im Mutterleib. Und wenn es auf der Welt ist, könne das Große ihm das vorsingen, wenn es unruhig ist.

Wichtig ist, falsche Versprechungen zu vermeiden. Wenn Eltern Ihrem Kind erzählen, dass es bald einen neuen Spielgefährten bekommt, wird die Enttäuschung groß sein, wenn das Baby in der ersten Zeit nichts anderes kann, als dazuliegen, zu schreien und die Zeit der Eltern in Anspruch zu nehmen. Eltern sollten deshalb ehrlich sein und sagen, dass es anfangs – wie das erstgeborene Kind auch – viel Zuwendung und Pflege benötigt. „Hier kann man ihnen erklären: Das ist ein Baby, das ganz viel Hilfe braucht, das kann nicht gleich mit dem Auto oder der Puppe spielen“, sagt Peltner.

Was nach der Geburt des zweiten Kindes zu beachten ist

Ist das neue Geschwisterchen auf der Welt, müssen Eltern darauf achten, dass Ihr erstgeborenes Kind im Trubel um das Baby nicht untergeht. Das gilt auch für Wochenbettbesucher: Sie sollten sich nicht ausschließlich um das Baby kümmern, sondern auch das andere Kind noch wahrnehmen, empfiehlt Inés Brock, Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeutin in Halle (Saale).

Familienrituale, die bisher den Alltag bestimmt haben, sollten außerdem nicht mit der Begründung eingestellt werden, dass jetzt einfach weniger Zeit dafür da ist. So vermeiden Mutter und Vater, dass das Kind das Baby als bedrohlichen Einschnitt in sein Leben wahrnimmt. Eltern sollten versuchen, sich so oft wie möglich gemeinsam etwas Extrazeit für das Erstgeborene zu nehmen, um ihm zu vermitteln, wie wichtig es ihnen ist.

Drei Jahre sind der schwierigste Altersabstand zwischen Geschwistern, hat Judith Peltner beobachtet. „Dann ist das Geschwisterkind in der Trotzphase.“ Es habe gelernt, die alleinige Aufmerksamkeit der Eltern zu bekommen. „Es steckt sowieso gerade seine Grenzen ab, und dann kommt, in den Augen des Großen, ein Rivale ins Haus.“

Hier sind vor allem die Väter gefragt, betont Brock: „Sie können ihre Aufmerksamkeit stärker auf das ältere Kind richten, wenn die Mutter vom jüngsten voll in Anspruch genommen wird.“ Eine Konkurrenz entsteht nach Ansicht von Heidemarie Arnhold nur, wenn Eltern diese fördern, etwa indem sie die Kinder gegeneinander ausspielen. Was überhaupt nicht geht, sei ein Satz wie: „Du hast ja immer so viel geschrien, und dieses schreit überhaupt nicht!“ Bewertungen und Vergleiche sollten Eltern tunlichst unterlassen. Hilfreich kann vielmehr sein, mit dem Großen noch einmal eigene alte Babybilder anzusehen.

Erstgeborenes kann unterstützen

Wenn ein Kind helfen möchte, darf es das gerne. Viele Kliniken oder Geburtshäuser bieten sogenannte Geschwisterkurse an, so auch das Klinikum Nürnberg. In einer Stunde lernen dort drei- bis sechsjährige Kinder an einer Puppe, ein Baby zu wickeln, zu halten oder die Flasche zu geben. „Es wäre vermessen, wenn wir sagen würden: ‚Wir können damit die Eifersucht verhindern.'“, schränkt Pflegedienstleiterin Peltner ein. „Was wir möchten, ist, den Stolz auf das Geschwisterkind zu stärken.“ Die Kinder seien immer ganz konzentriert bei der Sache und suchten sich eine Puppe aus, die „ihrem“ Baby ähnlich sieht.

Eltern sollten nicht zu besorgt sein, die Großen auch an das Kleine heranzulassen, rät Peltner. Was sie immer wieder fasziniert: Wenn Geschwisterkinder mit dem kleinen Baby umgehen, seien sie manchmal recht grob. „Da wird über den Kopf gerubbelt und an der Hand gezogen – aber die Babys schreien oft gar nicht. Da ist schon eine Verbindung zwischen den Geschwistern.“ Das kann Heidemarie Arnhold bestätigen: „Kontakt unter Geschwistern ist etwas sehr Positives. Kinder reagieren auf Kinder, das können Sie schon bei Babys sehen.“ Werde mal etwas zu grob gestreichelt, weil ein Kind noch nicht so feinfühlig ist, könne man ihm das freundlich sagen und zeigen.

Wenn das Erstgeborene auch wieder Baby sein will

Wenn das Baby da ist, will manches ältere Geschwisterkind auf einmal auch wieder Baby sein. Eine ganz normale Reaktion, findet Inés Brock. „Für einen Drei-, Vier-, Fünfjährigen ist das natürlich faszinierend zu beobachten, dass das Baby schreit und in die Windel macht, und alle freuen sich drüber.“ Entsprechend will das Große das auch ausprobieren, möchte aus der Flasche oder an der Brust trinken oder nässt vielleicht sogar wieder ein. „Sie versuchen, das Verhalten des Babys nachzuahmen, um zu sehen, ob Mama auch so reagiert.“

Kein Grund zur Sorge, findet Brock. „Man kann das spielerisch aufgreifen und gleichzeitig die Vorteile des Großseins wieder in den Vordergrund rücken.“ So sollten Eltern etwa das Kind für Dinge loben, die es schon kann. Aus ihrer Erfahrung ist dieses Verhalten immer nur eine Übergangsphase.

Tut das große Kind dem Baby absichtlich weh, indem es kneift, beißt oder kratzt, sollten Eltern Ruhe bewahren, rät Peltner. „Man kann sich fragen, ob sich das große Kind vielleicht zurückgesetzt fühlt.“ Eltern sollten aber auch klar sagen: „Du möchtest das auch nicht, das tut weh.“

  • Auf keinen Fall täglich: Wie oft sollten Eltern Babys baden?
  • 0 bis 5 Jahre: Was sollten Babys und Kinder trinken?
  • Brüder und Schwestern: Gibt es den optimalen Altersabstand zwischen Geschwistern?

Gelassen bleiben!

Für Brock ist Eifersucht verständlich, wenn ein neues Kind in die Familie kommt. „Wenn wir überlegen, wir müssten unseren allerliebsten Menschen plötzlich mit jemandem teilen, haben wir natürlich starke Gefühle.“ Nur das Verhalten sei je nach Alter unterschiedlich. Ein Zweijähriger kneift, ein Vierjähriger schmeißt sich auf den Boden, eine Siebenjährige verschwindet schmollend und türenknallend im Zimmer. Je gelassener Eltern damit umgehen, desto besser. „Sorgen muss man sich erst machen, wenn es über eine lange Zeit so bleibt. Dann sollten sich Eltern Beratung suchen“, so Brock.

Geschwister
 Wenn das zweite Kind kommt

War Dein Erstgeborenes vorher unbestrittener Mittelpunkt der Familie, wird es nach der Geburt Liebe, Zeit und Aufmerksamkeit der Erwachsenen mit dem neuen Baby teilen müssen. Damit das Große versteht, was da vor sich geht, solltest Du es gut auf die Ankunft des Geschwisterchens vorbereiten. Verheimlichen kannst Du Deine Schwangerschaft ohnehin nicht lange, selbst wenn Dein Bauch noch nicht so groß ist – Kinder können meist sehr früh spüren, dass sich in der Familie etwas verändert. Und darauf reagieren manche mit Wut, Trotz und Verweigerung.

  • Der richtige Zeitpunkt für das Verkünden der frohen Botschaft, spielt eine große Rolle. Ein- und Zweijährige haben noch kein Zeitgefühl, deshalb genügt es, ihnen ein paar Wochen vor dem Entbindungstermin von dem Neuankömmling zu erzählen.
  • Bleibe immer bei der Wahrheit und beschreibe das Baby realistisch als hungriges, schreiendes Windelbündel und nicht als Super-Spielgefährten. Das vermeidet große Enttäuschungen.
  • Krame beim Gespräch über das Baby in Erinnerungen an den Älteren. Wenn das Erstgeborene mitbekommt, dass es auch süß war und von allen verhätschelt wurde, kann es das Neue besser akzeptieren.
  • Eine Babypuppe mit Zubehör „zum Üben“ macht fast allen Kindern Freude.
  • Wenn große Geschwister aussuchen dürfen, welche ihrer Ex-Spielsachen aus der Babyzeit für Nummer zwei geeignet sind, fühlen sie sich ernst genommen und trennen sich leichter von Dingen, die sie nicht mehr brauchen. Enteigne das Kind nicht einfach.
  • Der Vater spielt jetzt eine wichtige Rolle: Gewohnheiten und Rituale, die er nach der Geburt des Zweiten wahrnehmen soll, kann er jetzt schon übernehmen – zum Beispiel dem Kind abends etwas vorlesen, es in den Kindergarten bringen. Das erleichtert die Umgewöhnung.
  • Entthronte Erstgeborene brauchen neue Bezugspersonen: Oma oder Opa, Nachbarn oder Freunde: Kurz jemanden, der schnell da sein kann um das Kind zu füttern, trösten oder zum Spielplatz zu bringen. Wichtig ist auch, wer auf das Kind aufpasst, wenn die Mutter nach der Entbindung im Krankenhaus ist. Beim Papa ist das natürlich kein Problem, eine Großmutter dagegen, die sonst nur selten auftaucht, muss vorher gut eingeführt werden.
  • Kinder verkraften nur eine große Veränderung auf einmal. Es ist daher keine gute Idee, rund um die Geburt auch noch umzuziehen oder mit dem Kindergarten anzufangen.

Die Welt verändert sich. Nochmal. Obwohl das Kind, das jetzt da ist, das zweite Kind ist. Die einzige Konstante nach beiden Geburten ist die Liebe…

Ein paar Stunden nachdem meine erste Tochter zur Welt kam, sah ich meinen Mann an: Schau wie herzig, ich will noch so ein Zweites, gell? Kein Witz. Noch im Kreissaal war mir klar: Bald soll auch das Geschwisterchen kommen. Das Ganze stellte ich mir recht easy vor. Wir haben uns ja bereits vom Liebespaar- in den Familien-Groove begeben, uns haut nichts mehr um. Barbara – bereits zweifache Mutter – meinte drauf: „Oh, doch. Das wird es.“ Und sie hatte recht. Das zweite Kind bringt alles nochmal ordentlich durcheinander. Da mich dieses Thema während der zweiten Schwangerschaft enorm beschäftigte, hab ich aufgeschrieben, was anders ist in meinem neuen Leben mit zwei Kindern. Die Veränderung in fünf Akten.

(Noch) weniger Schlaf.

Ich merkte es schon während der Schwangerschaft: Die Zweite war viel anstrengender. Bei der Ersten gab es Fussmassagen und baby showers, gegen 19 Uhr hatte ich dienstfrei, durfte auf dem Sofa „schwanger“ sein, nachts wurde durch- und an Wochenenden ausgeschlafen.

Bei der zweiten Schwangerschaft brauchte auch abends, nachts und am Sonntagmorgen mein erstes Kind die gewohnte Aufmerksamkeit. Entsprechend ist es nach der zweiten Geburt. Wenn es blöd kommt, wachen die Kinder mitten in der Nacht nacheinander auf. Wenn es ganz blöd kommt, sind beide gleichzeitig wach und reklamieren, weil: Baby will gestillt und Kleinkind bekuschelt werden. Nur von Mama natürlich. (Wenn jemand weiss, wie beides – ohne Krämpfe in den Oberarmen und Hals – geht, bitte verratet es unten in den Kommentaren.) Die guten Nachrichten: Stillhormone machen einen leidensfähiger.

Weniger Hilfe für das zweite Kind.

Während unser erstes Kind enthusiastisch empfangen wurde, war die Empathie und entsprechende Entlastung beim Zweiten deutlich kleiner. Nach dem Motto: “Jetzt wisst ihr ja, wie es geht.” Eigentlich paradox: Denn mit mehr Kindern bräuchte man ja auch mehr Hilfe.

Mehr Gelassenheit dank zweitem Kind.

Es soll sie ja geben, Mütter, die schon beim ersten Kind tiefenentspannt sind. Ich gehöre definitiv nicht dazu. Sonne, Wind, Raucher auf dem Gleis, sogar die grellen Halogenlampen in unserer Küche schienen mir zu viel für mein erstes Baby. Ich kochte alles aus und las tonnenweise Bücher und Blogs in der Hoffnung meine Tochter in eine Super-Schläferin und Alles-Esserin zu verwandeln. (Gebracht hat es, glaub ich, nicht viel.)

Beim zweiten Kind komme ich ganz einfach nicht mehr dazu, mir derart Gedanken zu machen. Auch wird meine Jüngste nur alle drei Wochen gebadet. Weil sie es hasst. Und weil zu viel Baden der Haut eh schadet. (O-Ton unsere Kinderärztin.) Aber eben auch, weil ich nicht immer dazu komme.

Das erste Kind wirkt plötzlich riesengross.

Ist es aber nicht. Zwar erscheinen diese einst fragilen Fingerchen, diese einst klitzekleinen Füsschen wirklich viel grösser. Denn das Neugeborene ist vergleichsweise winzig. Das ältere Kind aber versteht erst einmal nicht, weshalb es über Nacht so gross geworden sein soll. Weshalb es weniger in den Arm genommen wird, weshalb es weniger kuscheln darf, weshalb es die Mama in der Nacht mit diesem neuen Baby teilen muss.

Um ihr den Start in dieses “Geschwistersein” womöglich nicht zu erschweren, versuche ich meine ältere Tochter nicht als „grosse” Schwester zu nennen. Oder sie sonst irgendwie anders zu behandeln, alleine weil jetzt ein viel kleineres Familienmitglied da ist.

Mehr Liebe.

Als wir mitten in der Nacht ins Spital fuhren, sah ich meine Erstgeborene an und fragte mich ein mal mehr: Werd ich es schaffen, sie weiterhin so zu lieben, wenn sie kein Einzelkind mehr ist?

Ein paar Stunden nach dem meine zweite Tochter zur Welt kam, hatte ich meine Antwort: Natürlich. Man kriegt zwar noch weniger Schlaf, aber dafür noch mehr Liebe. Das Herz wächst wirklich.

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  • Für alle, die diese ersten und schwersten Wochen mit zwei Kindern noch vor sich haben, habe ich meine besten “Mom-Hacks” aufgeschrieben, die mir den Einstieg ins Leben als Zweifach-Mutter erleichterten. Und es euch hoffentlich auch werden: Sieben Ideen, die das Leben mit einem Neugeborenem und einem Kleinkind vereinfachen
  • Meine Momhacks aus dem zweiten Wochenbett: Zwölf Dinge für ein stressfreies Wochenbett mit zweitem Kind
  • Bella von “Familie Berlin” fasst sammelte mehrere Blog-Artikel zum Thema “Leben mit mehreren Kindern” unter anderem auch unseren: Das Leben mit mehreren Kindern ist bunt

10 Dinge, die in der 2. Schwangerschaft anders sind.

Körper

Huch, war der Bauch auch in der 1. Schwangerschaft schon so schnell so groß und quasi so gar nicht zu übersehen? Und die Brüste? Meine Güte sind die schwer geworden. Aber, hey, cool – nun sehen sie aus wie frisch aufgespritzt und nicht mehr wie schlapp gewordene Luftballons. Ein Hoch auf die Natur!

Tragen

Erste Schwangerschaft. Familie, Freunde & Arbeitskollegen zu uns: „Hier, neee, bitte lass mich das doch nehmen. Du bist doch schwanger!“ Wow, was für ein Luxus. Während wir beim 1. Mal kaum die gefühlt 500 Gramm schwere Tonangel (wir waren unterwegs als TV-Journalistinnen) in die Hände nehmen durften, ist es mit der Rücksicht auf Bauch und Beweglichkeit spätestens durch unsere Kinder vorbei. „Mama! Arm!“ heißt es jetzt. Und, natürlich, wir könnten uns auch an manchen Trödeltagen sagen: Planen wir doch 2 Stunden länger für den Rückweg oder den Weg nach oben in die Wohnung ein. Hrrrm, das geht aber leider nicht immer. Also, was sollen wir tun? Richtig: Tragen!

Hormone

War ich nicht wesentlich gechillter in der 1. Schwangerschaft? Die Frage stelle ich, Doro, mir die letzten Tage häufiger. Damals war ich irgendwie voll auf „Hormony“, so, als ob ich 40 Wochen lang einen regelrechten Bachblütencocktail verabreicht bekommen gehabt hätte. Und heute? Auf & ab, auf & ab, auf & ab. Hallo gute Laune, hallo miese Laune. Oh, Kind trotzt, ich trotze immer wieder mit. Puh! Hallo! Aaaaanstrengend! Immerhin: Dadurch habe ich mir einen Tritt gegeben und meditiere wieder regelmäßig. Das bringt meine Hormone regelmäßig zum Jubeln.

drüber reden

„Du redest ja kaum über deine Schwangerschaft.“ Ein Satz, den ich, Doro, immer wieder von meinen Freundinnen höre. Stimmt! Ich hätte das nie gedacht, aber irgendwie läuft diese Schwangerschaft so nebenbei. Mein Bauch wird größer und größer und mir ist erst aufgefallen, dass er schon verdammt riesig ist, als ich darauf angesprochen wurde. Mein Fokus ist woanders. Denn meine kleine Anni nimmt mich ziemlich ein. Manchmal überkommt es mich dann und ich werde ganz wehmütig, weil ich denke: Du bist schon im 7. Monat und irgendwie ist die Zeit nur so an dir vorbeigerauscht. Und dann nehme ich mir die Zeit und spüre in mich hinein. Vor allem abends, wenn die Kleine die Turnstunde einläutet. Doch das Bedürfnis, ständig darüber zu reden, das habe ich nicht. Ich freue mich einfach riesig. Ich bin so gespannt, wie sie aussieht, wie sie sein wird und wie es zu 4. sein wird. Gedanken, die ich dann auch gerne mit meinen Freundinnen & meiner Familie teile.

Essen

Ich, Doro, frage mich ständig Sachen, wie: „Äh, habe ich das Ei gerade ernsthaft so halb flüssig gegessen?“ oder „Huch, war das Stückchen Biosalami nun lange genug im Topf? Das waren doch gefühlt 30 Sekunden?!“ Ehrlich: In der 1. Schwangerschaft ist mir das Ganze entweder nicht passiert oder ich habe dann, wenn doch – in 1, 2 Ausnahmen – vor lauter Panik die Nummer meines Mannes gewählt, um ihm dann heulend zu sagen, dass ich so doof bin und definitiv XY haben werde. In dieser Schwangerschaft ist das anders. Erstens bin ich viel verpeilter, was das Essen angeht & zweitens denke ich dann: „Nützt ja nix. Ich habe es nun runtergeschluckt.“ Gut, Sushi & Co. sind mir nun auch noch nicht untergekommen, dafür habe ich aber diesen 100-Prozent-Blick auf alle Gefahren, die im Essen lauern könnten, verloren. Ist fast meditativ.

Vorbereitungen

Ja, der liebe Nestbautrieb, der hatte mich, Claudia, voll erwischt in der ersten Schwangerschaft. Ich habe liebevoll das Zimmer dekoriert, habe kleine Mützchen gehäkelt, in einem Anfall von Do-it-yourself-Wahn sogar einen Body genäht. (Den Titus übrigens nie anhatte, weil er einfach unpraktisch war und ich Angst hatte, die Knöpfe fliegen ab). Meinen Papa habe ich damit beauftragt, Holzbuchstaben fürs Kinderzimmer zu basteln. Kliniktasche? In der 36. Woche akurat fertig gepackt und im Wohnzimmer griffbereit deponiert. Und nun sitze ich hier zur gleichen Zeit bei Kind Nummer 2 und das Einzige was ich überhaupt schon gemacht habe, ist einmal die kleinste Ladung Babyklamotten rauszusuchen. That´s it. Womit wir gleich beim nächsten Punkt wären:

Ansschaffungen

Was habe ich mich damals durchs halbe Internet geforstet, um zu wissen, was ich alles brauche. Kinderwagentests, Stiftung-Warentest, ist das auch alles öko? Akribisch habe ich mich durch die Geburtslisten gearbeitet, damit auch ja alles da ist. Und jetzt? Sie kriegt halt, was da ist. Ist ja alles schon mal angeschafft. Gut, das erste Kind ist bei uns ein Junge und und nun wird´s ein Mädchen, aber was soll´s? 6 Wochen vor der Geburt war ich noch nicht einmal shoppen für das Kind. Ob sie sich später beschwert, dass sie immer alles auftragen musste?

Woche…? Vergessen!

Ich, Claudia. wusste genau in welcher Schwangerschaftswoche ich bei Kind Nummer 1 war, plus die dazugehörigen Tage. Ich habe sie förmlich jeden Tag im Kalender abgestrichen. Und nicht nur das, da es in meinem Umkreis das erste Kind war, habe ich außerdem meine gesamten Verwandten und Freunde darüber auf dem Laufenden gehalten, was sich in dieser Schwangerschaftswoche so alles entwickelt. Sätze wie: „Es kann jetzt alle großen Gelenke bewegen“ oder „Nun kann es schon riechen und hören“ waren aus meinem Mund deshalb keine Seltenheit. Heute bin ich froh, wenn ich in etwa weiß, wie weit es noch bis zur Geburt ist. Manchmal ist das fast schade, aber Schwangerschaftsapp sei dank kann ich das ja nachgucken.

Energie

Was hatte ich, Doro, am Anfang der Schwangerschaft doch noch für super Vorsätze. Ich wollte regelmäßig Sport machen, Yoga üben und mich so fit halten. Tja, doch dann kam die Kitaeingewöhnung & die ständigen Bazillen. Ich war vorher so gut wie nie krank, doch nun schreie ich „Hiiiiiiier!“, sobald auch nur irgendein mini Schnupfen irgendwo herumkreucht. Herrlich. Und so zahle ich mein Fitnessstudio, um es nur in Ausnahmefällen besuchen zu können. Für irgendwas wird es schon gut sein, oder? Und da mein Energiehaushalt streckenweise auf „low battery“ herumeiert, bin ich auch gerne schon um 20 Uhr(!) im Bett zu finden. Ausgehen, Party, Essen – tschüüüüüüüß, nä! Aber das alles kommt ja wieder!

Schlaf & Ruhe

Immer mal wieder hinsetzen, sich viel Ruhe gönnen, ausgiebig schlafen. Was waren das für Zeiten vor der ersten Geburt. Heute kommen mir, Claudia, diese Wochen wie eine wahre Wellness-Kur vor. Wie oft saß ich, gerade in den letzten 6 Wochen einfach auf der Couch, habe ein Buch gelesen oder im Internet alles über Babys recherchiert, was Frau so wissen muss. Und heute? Hält mich ein kleiner Wusel auf Trab, der bald großer Bruder wird. Couch gibt es frühestens am Abend, wenn ich das Lego-Chaos beseitigt habe und zwar gefühlt die halbe Stunde, bevor ich dann selber ins Bett gehe. Aber was soll´s, bei allem Stress, den ein Leben mit Kleinkind so hat, es gibt immer wieder unbezahlbare Momente, z.B. wenn wir gemeinsam in der Badewanne sitzen, Titus Schaum auf meinem Bauch verteilt und begeistert „Baby Sssshaum“ ruft.

Geburt

Ach, was? Schon so bald? Joa, das wird schon. Unsere ersten Kinder sind ja auch herausgekommen! OK, Schritt zurück: Dieses Mal haben wir beide eine Beleghebamme – etwas, was wir schon jetzt nicht mehr missen wollen. Wir haben das Gefühl, dass jemand dann „voll & ganz“ für uns da ist – und das fühlt sich einfach richtig toll an. Wir freuen uns riesig auf den Tag, an dem wir jeweils 2 Kinder in den Armen halten dürfen. Bald bald! Voll toll!

Die zweite Schwangerschaft: Was wird anders?

In der ersten Schwangerschaft herrscht Premierenstimmung. Alles ist aufregend und neu. Bei der zweiten Schwangerschaft wird alles ganz anders, davon sind viele Frauen überzeugt. Aber wie genau sieht das dann aus?

Achterbahn der Gefühle

Die Aufregung bei Ihrer ersten Schwangerschaft, ist ihnen sicherlich in Erinnerung geblieben. Auch diesmal bleiben Sie nicht verschont von den Hormonon, aber vielleicht blicken Sie der Geburt etwas entspannter entgegen. Da Sie schon ein Kind haben, bleibt vermutlich ohnehin nicht viel Zeit, um beunruhigt zu sein.

Wird die zweite Schwangerschaft anders?

Vielleicht spielen die Ängste Ihrer ersten Schwangerschaft schon keine Rolle mehr, oder Sie machen sich Sorgen, dass sich diese wiederholen. Der größte Unterschied liegt wohl darin, dass Sie nicht mehr so viel Zeit haben, sich voll und ganz auf sich zu konzentrieren.
Auch das Geschwisterchen fordert Zeit, Liebe und Aufmerksamkeit.

Ihr Körper in der zweiten Schwangerschaft

Ihr Bauch wird vermutlich schneller wachsen, als in der ersten Schwangerschaft.
Viele Frauen spüren auch die Kindsbewegungen deutlicher und früher. Sie wissen bereits, wie sich das „Schmetterlingsflattern“ anfühlt und können dieses Gefühl so besser einordnen. Die selben Schwangerschaftsbeschwerden können wieder auftreten.
Allerdings haben Sie diesmal schon Vorwissen und wissen, was Ihnen hilft.

Die zweite Schwangerschaft wird anstrengender

Viele Frauen haben das Gefühl, dass sie ihrem ersten Kind nicht gerecht werden können, sich aber auch nicht wirklich auf das neue Baby konzentrieren können. Vielleicht haben Sie bald den Eindruck, dass die neun Monate wie im Flug vergangen sind, ohne dass Sie emotional richtig Anschluss finden konnten.

Was ändert sich mit dem zweiten Kind?

Sie brauchen in jedem Fall Zeit. Zeit, um sich neu zusammenzufinden. Das neue Kind bringt Schwung, Arbeit und Entbehrung mit sich. Versuchen Sie nicht, perfekt zu sein. Mit dem zweiten Kind, muss der Vater auch mehr mit anfassen. Schließlich haben Sie jetzt erstmal wieder das Wochenbett vor sich.

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Die zweite Schwangerschaft: Das ist anders.

Worin unterscheidet sich eigentlich die zweite Schwangerschaft von der ersten?

Auch, wenn jeder Schwangerschaft ein Zauber innewohnt, so gibt es doch einen Unterschied, ob man diesen Lebensabschnitt zum ersten oder zum wiederholten Male erlebt. So empfinde ich es zumindest. Doch was sind eigentlich die größten Unterschiede?

Die Schwangerschaft läuft mit

Ganz ehrlich? Zum Glück habe ich eine App, die mir immer verrät, in welcher Schwangerschaftswoche ich mich gerade befinde und wie viele Tage es noch bis zum errechneten Geburtstermin sind. Ansonsten würde ich es permanent vergessen. In der ersten Schwangerschaft habe ich sehr darauf geachtet, nicht zu schwer zu heben, brav lange Spaziergänge zu machen und gesund zu kochen. In der zweiten Schwangerschaft lässt sich das im Alltag nicht so leicht umsetzen. Das Kuschelkind – mit seinen immerhin schon 13 Kilo – muss ja in den Autositz oder ins Einkaufswagerl gehoben werden. Langes und zügiges Spazierengehen ist auch nicht möglich, da mein Großer gar nicht mehr im Buggy sitzt und selber laufen mag. (Wir sind zwar immer lange unterwegs, aber im Schnitt verbringen wir während eines Spazierganges mehr Zeit stehend, als gehend.) Einzig die gesunde Ernährung lässt sich jetzt besser umsetzen. Ein schnelles Mittagessen bei Burger King? Eine Tiefkühlpizza? Nein. Gegessen wird, was dem großen Bruder in spe schmeckt – und der ist zum Glück ein Obsttiger.

Die Kommunikation mit dem Bauchbaby

In der ersten Schwangerschaft habe ich täglich eine Spieluhr auf meinen Bauch gelegt und habe außerdem viel mit dem Baby gesprochen. Dieses Mal habe ich zwar auch extra eine neue Spieluhr gekauft, doch kann man wohl an einer Hand abzählen, wie oft diese wirklich auf meinem Bauch Platz genommen hat. Als mich meine Hebamme fragte, ob ich dem Frühlingsbaby Musik mit einer Spieluhr vorspiele, bekam ich sofort ein schlechtes Gewissen. Doch sie beruhigte mich sofort: “Der große Bruder ist die Spieluhr für das Baby.” Eine wirklich schöne Vorstellung, die auch stimmt. In meiner ersten Schwangerschaft war ich – vor allem im Mutterschutz – viel alleine. Doch dieses Mal bin ich den ganzen Tag mit dem Kuschelkind zusammen. Wir singen, wir lesen, wir erzählen uns Geschichten. Und das Frühlingsbaby hört mit. Das ist doch besser, als jede Spieluhr, oder?

Mutterschutz, der keiner ist

Gibt es bereits ein Geschwisterkind, das nach wie vor zuhause betreut wird, so fehlt einem in der zweiten Schwangerschaft vor allem eines: Ruhe! Morgens ausschlafen? Mittags noch kurz auf der Couch ein Nickerchen machen? Zwischendurch die Beine hochlegen? Fehlanzeige! Das Kuschelkind ist ein absoluter Frühaufsteher und schläft nach dem Mittagessen etwa eine Stunde. Abends geht der kleine Mann zwar brav ins Bett, doch hält mich leider ein sehr aktiver Bauchbewohner oft erfolgreich davon ab, früh einzuschlafen. Mittlerweile helfe ich mir – entgegen meiner eigentlichen Prinzipien – damit, dass wir zwischendurch einfach mal auf der Couch sitzen und fernsehen.

Irgendwie hat man schon alles

Als ich das erste Mal schwanger war, verbrachte ich viel Zeit in den Möbelhäusern. Welches Gitterbettchen und welche Wickelkommode sollte man am besten kaufen? Welchen Kinderwagen? Welche Babytrage? Welchen Autositz? Einen Stubenwagen, oder doch lieber eine Wippe? Wie viel Kleidung braucht man für die Anfangszeit? Es war wirklich sehr spannend und am Ende haben wir vieles angeschafft, was ich im Nachhinein eigentlich nicht gebraucht hätte. Jetzt, beim zweiten Mal, wüsste man es eigentlich besser und würde vieles anders machen. Aber jetzt hat man das Zeug eben schon zuhause. Also wird man es wohl noch einmal verwenden, auch wenn einem Farbe, Modell oder Marke plötzlich gar nicht mehr zusagen. Die paar wenigen Anschaffungen, die für Söhnchen Nummer 2 notwendig sind, lassen sich wohl alle in einen kleinen Einkaufskorb packen. Ein zweites Babyphone, ein leichter Schlafsack,… Mehr dazu hier.

Die Vorbereitung auf die Geburt

In der ersten Schwangerschaft habe ich etliche Bücher gewälzt, einen Geburtsvorbereitungskurs besucht und mich viel mit den verschiedenen Möglichkeiten während der Geburt beschäftigt. Dieses Mal habe ich kein einziges Buch angerührt und ich besuche nicht einmal einen Auffrischungskurs. Erstens fehlt die Zeit und zweitens weiß ich mittlerweile in der Theorie schon ganz gut über die Geburt Bescheid. Und mittlerweile weiß ich, dass einen Bücher nur sehr vage auf das vorbereiten, was dann tatsächlich passiert. Dieses Mal habe ich keine Vorstellung von der Geburt und die meisten Fragen zu dem Thema drehen sich eher darum, bei wem das Kuschelkind in der Zwischenzeit bleiben kann, was es alles braucht und wann wir dann endlich wieder alle zusammen daheim sein können.

Es gibt da ein Sprichwort: Man muss mindestens ein Haus vorher gebaut haben, damit man weiß, wie man das perfekte Haus bauen muss. Irgendwie ist das bei einer Schwangerschaft ähnlich. Beim ersten Mal hat man noch keine Ahnung und stolpert schon mal gerne in Fettnäpfchen oder macht Fehler (wie zum Beispiel beim Kauf der Erstausstattung). Aber jetzt bei der zweiten Schwangerschaft weiß man schon ganz gut, wie der Hase läuft. Und trotzdem ist die zweite Schwangerschaft genauso aufregend und wundervoll, wie die erste.

Überraschung: 10 Dinge, mit denen niemand beim zweiten Kind rechnet

1. Du vergisst zwischenzeitlich, dass du überhaupt schwanger bist

Die Wartezeit auf das erste Kind war täglich neu aufregend, spannend und überraschend. Kein anderes Ereignis in deinem Leben hat dich auch nur annähernd so sehr beschäftigt – wie sollte es auch?
Weißt du, was bei deinem zweiten Kind deine Aufmerksamkeit beansprucht? Genau, dein erstes Kind. Du hast gar keine Zeit dafür, dir jede freie Sekunde Gedanken darüber zu machen, wie sehr sich dein Leben auf den Kopf stellen wird – denn da steht es bereits. Und wenn dein erstes Kind abends IRGENDWANN tatsächlich eingeschlafen ist, ist dein Kopf meist zu leer, um noch das Schwangerschafts-Gedankenkarussell anzuwerfen – zumindest in den ersten Monaten.

2. Du fühlst dich oft noch schlechter als beim ersten Mal

Diese Ablenkung überträgt sich leider auch auf die unangenehmen Seiten der Schwangerschaft. Übelkeit? Rückenschmerzen? Ständig aufs Klo rennen? Das hat letztes Mal schon alles nicht so viel Spaß gemacht. Aber – Überraschung – das wird alles noch viel anstrengender, wenn nebenbei weiterhin das Kind, das bereits da ist, seine Mama voll einfordert.
Aber: Zum Glück ist es die Sache wert! (siehe Punkt 10)

3. Du kriegst ein schlechtes Gewissen

Und plötzlich trifft dich dann doch die Erkenntnis: Verdammt, da ist jetzt wirklich ein neues Familienmitglied unterwegs. Und damit kommen die Zweifel: Kriegen wir das wirklich in? Werde ich überhaupt noch Zeit für Partner und Beziehung haben? Und: Wie wird sich mein erstes Kind entwicklen, jetzt wo es ein Geschwisterkind wird? Leidet es vielleicht jetzt schon daran, dass ich es vernachlässige?
Aber keine Panik: Alles wird gut! Deine Familie wird nicht zerstört, sondern noch viel, viel toller!

4. Du musst den Umgang mit einem Baby wieder neu lernen

Und dann ist das Baby da, und plötzlich musst du all die Handgriffe wieder lernen, die schon eine Ewigkeit zurückliegen. Du wirst staunen, wie viel Baby-Alltag wieder in Vergessenheit gerät: Ach ja – so ein Neugeborenes muss natürlich nach dem Trinken ein Bäuerchen machen, stimmt. Und wie kriegt man die winzigen Ärmchen noch mal am besten durch den Strampelanzug durch? Ach ja – diese kleinen Babys vibrieren ständig auf dem Arm wie ein Handy, weil sie sehr viel häufiger in die Windel machen, als das ältere Kind.
Aber das Gute ist: Das fällt dir alles schneller wieder ein, als du denkst. Und innerhalb kürzester Zeit schlafwandelst du durch die Handgriffe, die dir beim ersten Kind noch viel Übung abverlangt haben. Bist ja schließlich inzwischen Profi!

5. Du erinnerst dich daran, was schon immer echt blöd war

Das können wir leider nicht schönreden: Alles, was an einem Neugeborenen kräftezehrend war, wird beim zweiten Kind wohl eher nicht besser werden. Schlafstörungen. Essen verweigern. Zähne kriegen. Natürlich ist kein Kind wie das andere, aber kein Baby kommt auf die Welt, stellt fest, dass es schon ein Geschwisterkind gibt, und macht es seiner Mama deshalb extra-einfach. Und die Geschwisterkinder tun das höchstens, wenn es einen sehr großen Altersunterschied gibt.
Aber nur Mut: Du weißt vom ersten Kind, dass auch die härteste Zeit tatsächlich vorbeigeht – garantiert!

6. Du wirst in vielen Punkten überraschend cool werden

Ach, und überhaupt: Erinnerst du dich, wie nervös dich jede Kleinigkeit bei deinem ersten Baby gemacht hat? Damit ist es jetzt endgültig vorbei. Nicht jeder Schnuller muss abgekocht werden, bevor er in den Babymund darf, und der Fieberschub, der dich einst in eine Mordspanik versetzt hat, ist beim zweiten Baby halt auch nur ein weiterer Besuch beim Kinderarzt.
Das Schöne ist: Diese Gelassenheit überträgt sich auch auf deine Kinder – die ja sehen, wie wenig sich Mama inzwischen von solchen Lappalien aus der Ruhe bringen lässt.

7. Du wirst einen neuen Blick auf andere Eltern kriegen

Damit ändert sich auch dein Blick auf all die Eltern, die selbst gerade ihr erstes Kind bekommen haben – und dir voller Aufregung von Dingen erzählen, die dir nur noch ein müdes Lächeln abringen können.
Sei milde mit ihnen, du warst ja auch mal so. Aber niedlich, wie gestresst die mit einem Kind sind, oder? Für dich ist es ein Urlaubstag, wenn du dich ausnahmsweise mal nur um ein einziges Kind kümmern musst.

8. Du wirst dir viel Kram einfach mal sparen

Mann, kam dir das alles mal wichtig vor: Genau Buch führen über die Baby-Verdauung, Baby-Schwimmen, Baby-Turnen, Musikalische Baby-Früherziehung: Wenn man frischgebackene Mama ist, will man natürlich nichts falsch machen, und macht lieber zu viel als zu wenig für sein Kind.
Aber inzwischen kennst du den Unterschied zwischen „Quatsch“ und „sinnvoll“ bei den vielen Baby-Programmpunkten, und verzichtest einfach mal dankend auf viele Dinge, die nur Zeit kosten und keinen Spaß machen – nicht mal deinem Baby!

9. Dein erstes Kind wird schlecht auf dich zu sprechen sein

Ist schon okay, Eifersucht gehört dazu. Stell dir mal vor, dein Partner würde eine neue Frau mitbringen und sie mit den Worten „So, die gehört jetzt auch zur Familie und wohnt hier für immer“ vorstellen. Fändest du komisch? So guckt dein Erstgeborenes auf das neue Baby, trotz aller Begeisterung.
Und ja, das wird nicht immer angenehm werden: Wenn Kinder Aufmerksamkeit wollen, können sie sich zum Teil so fies benehmen, dass man sie kaum wiedererkennt. Logisch – von Mama angemeckert werden ist ja auch irgendwie Aufmerksamkeit, die man bekommt.
Auch hier gilt: Das pegelt sich zum Glück recht schnell wieder ein, und dann sind die Geschwister bald ein unschlagbares Team!

10. Du hast plötzlich Kinderbetreuung im Haus – dein Leben lang

Wenn das jetzt überwiegend eher abschreckend klang, ist hier der wichtigste Punkt von allen: Das zweite Kind wird dein Leben noch viel schöner machen – ohne Wenn und Aber. Klar, der Anfang ist anstrengend, vor allem wenn das erste Kind selbst noch sehr klein ist.
Aber dann … ABER DANN … dann wachst du eines Morgens auf. Nicht, weil du von Patschehänden geweckt wurdest, sondern weil du ausgeschlafen hast. AUSGESCHLAFEN! Und aus dem Nebenzimmer hörst du fröhliches Kichern, weil deine beiden Kinder zwar wach sind, aber lieber miteinander spielen wollen, als mit Mama zu reden. Ungläubig reibst du dir die Augen, aber es stimmt: Die Kinder haben begriffen, dass sie immer jemanden an ihrer Seite zum Lachen, Spielen und Reden haben – und das sind nicht mehr ausschließlich die Eltern.
Und dann kannst du dich noch mal umdrehen, tief seufzen und dir auf die Schulter klopfen: Du hast es geschafft! Von nun an wird das Leben mit zwei Kindern jeden Tag ein Stück entspannter, lustiger und im besten Sinne überraschender!

„Du wächst mit den Aufgaben mit! Die Liebe verdoppelt sich!“ Jede Mehrfachmama in spe hört diese Sprüche zu genüge. Wir sind halt alle nicht ehrlich im Umgang mit Schwangeren – es sagt ja auch keiner: „Du, die Geburt tut echt Scheisse weh!“ Bringt ja nix, wir wissen es eh alle – und Bange machen gilt nicht. Ich möchte euch hier ein Fünkchen Wahrheit über die zweite Schwangerschaft beichten. Denn manchmal braucht es einfach mehr als ein „Tschakka! Du packst das!“ Manchmal tut die Wahrheit ganz gut, damit man sich nicht mehr so alleine fühlt auf dieser Welt. Dabei gilt natürlich: Jede Schwangerschaft und jede Geburt ist anders. Manche Schwangerschaften sind anstrengender als andere, sei es körperlich oder emotional. Wer Tacheles nicht verträgt, sollte aber ab hier nicht weiter lesen, Spoiler alert!

1. Ach war das toll

Die erste Schwangerschaft war ja schon anstrengend, so in der Retrospektive betrachtet. Aber ganz ehrlich: Wir durften damals doch einfach schwanger sein. Das wird uns ja alles erst in der zweiten Schwangerschaft bewusst, so ein Mist! Als Primipara, wie man eine Erstgebärende medizinisch nennt, trägt das Umfeld Dich auf Händen. Neun Monate lang habe ich also genüsslich Bücher gewälzt und Magazine durchforstet, Kurse besucht, Möbel rücken lassen und Babykleidchen gekauft. Man hat sich immer wieder nach meinem Befinden erkundigt. Wenn ich müde war, legte ich mich eine Stunde hin. Ich las ein Buch, ging spazieren. Horchte auf meinen Bauch und war (meistens) erfüllt von Vorfreude.

2. Worum dreht sich die zweite Schwangerschaft nochmals?

In der zweiten Schwangerschaft mit meinem Sohn musste ich plötzlich die ganze Zeit darauf achten, dass meine Tochter mir nicht aus Versehen AUF dem Bauch herumhüpfte. Sie wollte stets meine ganze Aufmerksamkeit, das frustete mich. Wohlgemerkt, sie war viereinhalb, wie ist das also erst bei einem kleineren Altersunterschied! Meine Tochter war immer da. Ich konnte mich nie zurückziehen. Ich musste immer funktionieren. In der zweiten Schwangerschaft drehte sich alles um – Kind 1. Das Baby selber lief einfach mit. Man ist halt einfach schwanger und fühlt sich ein wenig auf die Funktion als Brutkasten reduziert. Das ist scheisse und nervt tierisch, gerade wenn man von Hormonen durchgeschleudert wird. Aber es ist so.

Von meiner Schwangerschaft mit meinem Sohn gibt es fast keine Fotos, nur ein paar wenige Selfies. Wo hatte ich nur meinen Kopf äh meinen Bauch?!

3. Die Müdigkeit

Bei Baby 2 war ich bereits 37. Und so, so müde. War ich bei meiner Tochter nur die ersten Wochen der Schwangerschaft k.o., fühlte ich mich bei meinem Sohn neun Monate lang, als würde mich ein Zug überfahren. Stündlich. Am liebsten hätte ich mich wie Dornröschen schlafen gelegt, ohne jemals wieder aufzustehen. Auch das ist scheisse und nervt ebenso tierisch. Könnte aber natürlich mit meinem Alter zu tun gehabt haben.

4. Mein Körper

In der ersten Schwangerschaft spürte ich im ersten Trimenon die Dehnung der Bänder sehr stark, ich hatte Bauchschmerzen ähnlich einer starken Menstruation. In der zweiten Schwangerschaft hatte ich das nicht mehr. Dennoch war die zweite Schwangerschaft körperlich heftiger, weil sich der Körper an alles erinnerte und die Symptome schneller erkannte. Zum Beispiel wurde mein Bauch ab Monat 6 bei der kleinsten Anstrengung immer wieder hart. HELP!! Die Panik war irgendwie näher bei mir, das konnte aber auch gut mit meinen vorangegangenen zwei Fehlgeburten zu tun haben. Mein Tipp also: So oft es geht Auszeiten nehmen, egoistisch denken! Es ist sehr sehr wichtig, genau auf seinen Bauch zu hören – sprichwörtlich! In der zweiten Schwangerschaft spürt man sich tatsächlich besser. Und intensiver.

5. Sex was?

Sex in der ersten Schwangerschaft lag durchaus drin. In der zweiten Schwangerschaft hatte ich diesbezüglich einen „Out of order-“ bzw. „Fass mich bloss nicht an!-„Post-it auf der Stirn kleben.

6. Panik? Ich doch nicht. Buähähä

Dachte ich bei meine Tochter neun Monate lang ehrfürchtig: „Wie werde ich wohl als Mama sein? Wie wird mein Kind sein?“, ging mein Gedankenkarussell bei meinem zweiten Kind eher Richtung: „Ich will einfach nur schlafen!“ und „Ich werde das nicht packen!!!! NIE!!!! Wie konnte ich nur so doof sein und ein zweites Kind wollen?! Buähähähäh!“ Kommt euch das bekannt vor? Eben! DAS GEHT NÄMLICH ALLEN SCHWANGEREN SO! Und genau deshalb werdet ihr es auch packen!

7. Land in Sicht

Ja, eine zweite Schwangerschaft ist nicht immer easy, wenn man keine 10 Kindermädchen zur Hand hat. Aber bei aller Anstrengung und blank liegenden Nerven: Der Start ins Leben mit Kind 2 ist dafür deutlich einfacher. Es ist kein Drama mehr, eine Windel zu wechseln. Stillen kennt man schon oder man hat sich schon dank Baby 1 mit der Fläschchengabe auseinandergesetzt. Man ist viel schneller im Flow und kann das wunderbare Baby dann doppelt und viel gelöster geniessen. Es geht wirklich alles viel, viel einfacher. Zum Glück! Sonst würde man ja wirklich durchdrehen. Oder denkt ihr, so etwas passiert auch bei Baby 2:

Der dritte Lebenstag meiner Tochter. Beim Windeln wechseln entdecke ich die Perlen ihres Namenskettchens in der Windel. Die Kette war gerissen. Völlig ausser mir (=hysterisch) und in Tränen klingle ich nach der Pflegefachfrau. Ich bin in dem Moment total überzeugt davon, dass meine Tochter (3 Tage alt!!) die Perlen gegessen hat und nun daran ersticken wird.

Jaja, lacht ihr nur. Aber ihr wart auch mal so! Als Zweifachmama passiert einem das (fast) nicht mehr. Also: Bei Baby 2 kommt die Quality-Time spätestens nach der Geburt, versprochen! Und wenn das grosse Kind unterwegs ist (Kita, Grosseltern?), unbedingt das Baby geniessen und sonst gar nix tun.

Noch eine ganz persönliche Weisheit zum Schluss

In der Schwangerschaft mit Baby 2 machen wir uns stets ein schlechtes Gewissen, weil wir dem Kind nicht die gleiche Aufmerksamkeit schenken wie Baby 1 seinerzeit. Kind 2 hat aber seine ganz genau zugeteilte Rolle im Leben, genau wie Kind 1 oder Kind 3 oder Kind 4 etc. Kind 2 kennt seine Eltern nicht ohne Kind 1 – es ist in diese Situation hineingeboren und kennt nichts anderes. Es gibt keinen Vergleich – weder für die Kinder, noch für uns. Alle unsere Kinder sind einzigartig in ihrer Konstellation und werden ihren Weg gehen. Deshalb sollten wir als Eltern auch kein schlechtes Gewissen haben, ob wir nun alle unsere Kinder gleich behandeln – das geht schlichtweg nicht!

Und für alle, die noch etwas Mut brauchen für die Zeit nach der Geburt und den Alltag mit zwei Kindern: Lest doch mal bei der Auswertung der Blogparade MehralsChaos nach. Da hat es viele tolle Beiträge, die aufzeigen, wie wunderbar es ist, zwei Kinder (und mehr) im Haus zu haben.

Was beim zweiten Kind alles anders wird

Ein zweites Kind stellt die ganze Familie vor neue Herausforderungen. Wir zeigen, was einfacher – und was schwieriger wird.

Wenn das zweite Kind kommt, wird schnell klar: Jetzt wird alles anders! Denn der Unterschied, ob ein oder zwei Kinder im Haus sind, ist riesig.

Die gute Nachricht lautet aber: Vieles wird nicht schwieriger, sondern dank einem großen Erfahrungschatz und viel Routine mit Alltagsproblemchen einfacher. Löste die Schniefnase beim ersten Kind hektische Kinderarztbesuche aus, wird sie beim zweiten eher als Normalzustand empfunden – jedenfalls im Winter.

Was beim zweiten Kind einfacher wird

  • Routine: Die Eltern sind routinierter und ruhiger, kennen die wesentlichen Handgriffe, Wehwehchen und Krisen, sind souveräner, setzen Grenzen klarer und fällen Entscheidungen leichter. Und sie vermeiden die typischen „Erstlingsfehler“.
  • Erfahrung: Das Paar hat durchs erste Kind bereits auf „Familie“ umgestellt und gelernt, Bedürfnisse eines kleinen Menschen mit zu berücksichtigen. Da bedeutet ein zweites Kind keine große Umstellung mehr.
  • Sicht von Außen: „Gute Ratschläge“ von Verwandten und Bekannten brauchen die Eltern nicht mehr zu fürchten. Die ersten erzieherischen Weichenstellungen sind schließlich die grundlegenden, und die sind bereits beim ersten Kind erfolgt, alle Grundsatzfragen von Stillen über Familienbett bis zum Impfen beantwortet. Sie möchten wissen, wie andere Eltern hier entscheiden? Machen Sie mit bei unserer Umfrage „Brust oder Flasche? Babybettchen oder Familienbett?“ und sehen Sie, wie andere Mütter das Leben mit Baby handeln.
  • Kinder lernen von Kindern: Das zweite Kind erlebt Erziehung durch das, was Eltern und älteres Geschwisterkind vorleben. Eine Einordnung fällt ihm leichter, und es läuft auch gar nicht erst Gefahr, wie viele Erstgeborenen in Watte gepackt zu werden.
  • Anspruch: Der Elternanspruch, perfekt zu sein, hat sich bereits aufgelöst, mehr Gelassenheit hat Einzug gehalten, zum Wohle aller – auch des jüngsten Familienmitglieds.
  • Zusammenlegen: Vieles ist „ein Aufwasch“. Einkaufen für einen mehr, Vorlesen, Wäsche waschen – bei vielen Alltagsdingen macht es keinen großen Unterschied, wenn die Familie größer wird.

So weit, so gut – doch es gibt mindestens ebenso viele Argumente, die das genaue Gegenteil belegen: Wird mit dem zweiten Kind also alles schwieriger, aufwendiger, in gewissem Sinne auch ungerechter? Die folgenden Nein-Antworten sind jeweils ergänzt um konkrete Vorschläge, wie es eben doch gut klappen kann. Denn eins steht fest: Für jede Problemlage gibt es eine Lösung und Familien sind meist stark genug, das Problem auch zu bewältigen.

Mit einem zweiten Kind wird alles anders. Das stimmt, aber das muss nicht schlimm sein!

Was beim zweiten Kind schwieriger wird

  • Jedes Kind ist anders: Kein Kind ist gleich – und dein Zweites wird ganz andere Eigenschaften haben als das erste. Nummer eins ist ein gut gelaunter Wonneproppen, der fast von Anfang an durchgeschlafen hat? Dann ist Nummer zwei vielleicht ein unruhiger Nachtgeist, der viel weint und getragen werden möchte. ➤ Was tun? Gehe auf die Besonderheiten jedes Kindes separat ein. Jedes Individuum ist ganz einzigartig in seinen Problemlagen – aber auch in der Vielfalt seiner Möglichkeiten. Wir wissen: Das kostet Zeit, Kraft und Nerven…
  • Älteres Geschwister: Das ältere Geschwister muss das „Entthronungstrauma“ bewältigen und kann auf die neue Konkurrenz im Haus eifersüchtig reagieren. Die Notwendigkeit, Gunst und Liebe aufzuteilen, stellt neue, viel größere Herausforderungen an die Eltern – vor allem, wenn der „Große“ die Rolle des „Großen“ keineswegs annehmen will und Streit zwischen den Kindern vorprogrammiert ist. ➤ Was tun? Nimm dir (möglichst im Wechsel) Zeitspannen, die du nur dem älteren Geschwisterkind zur Verfügung stellst, lasse es aber auch teilhaben am Umgang mit dem Kleinen. Und erkläre ihm möglichst schon vor der Geburt des Bruders oder der Schwester, dass es im Alltag Zeiten geben wird, in denen es nicht im Mittelpunkt stehen kann.
  • Machtkampf: Das jüngere Geschwister muss frühzeitig lernen, sich zu behaupten, und macht entsprechend deutlich und mit allen Mitteln auf sich aufmerksam. Dadurch beansprucht es eher noch mehr Zeit seitens der Eltern, als dies mit dem ersten Kind der Fall ist. ➤ Was tun? Lasse dich auf das zweite Kind mit all seinen angenehmen und weniger angenehmen Qualitäten genauso ein wie auf das erste. Mache dabei aber nicht den Fehler, den Aufwand für beide Kinder einfach zu addieren. Genieße das „Abenteuer Familie“ mit Haut und Haar; dann addierst du nicht mehr, sondern bist einfach Teil des Ganzen.

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Geschwisterkind & Eifersucht – Was tun?

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  • Organisation: Der organisatorische Aufwand für jede Art von Familienunternehmung steigt beträchtlich. ➤ Was tun? Senke deine Ansprüche – schon ein gemeinsamer Waldspaziergang kann für alle ein tolles Erlebnis sein. Stelle dazu deine innere Uhr für ein paar Jahre um auf „Familienzeit“. Auch wenn es brutal klingt: Der nächste romantische Wochenendtrip zu zweit nach Paris ist erst realistisch, wenn die Kinder alt genug sind, für einige Tage bei Oma und Opa oder guten Freunden zu bleiben.
  • Interessen ausgleichen: Verschiedene Kinder haben verschiedene Interessen, es gibt keine Gerechtigkeit bei der Aufteilung von Zuwendung – das musst du dir bewusst machen. ➤ Was tun? Setze dich nicht unter Druck, die hundertprozentig gerechte Erziehung gibt es nicht. Vermeide auf jeden Fall, die Kinder gegeneinander auszuspielen. Definiere stattdessen Grundregeln, die für alle Kinder gelten.
  • Neue Zwischenfälle: Mit jedem Kind steigt die Gefahr neuer Zwischenfälle: Unfälle, Krankheiten, durchwachte Nächte, später Konflikte in Kindergarten, Schule, Freundeskreis… ➤ Was tun? Bleibe gelassen. Natürlich steigt mit zwei Kindern die Verantwortung. Aber mit jedem Kind steigt auch die Anzahl schöner und lustiger Momente.

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Geschwisterliebe: Eine Beziehung fürs Leben

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