17 woche schwanger

SSW 17

17. SSW: Das ist jetzt wichtig

In der Schwangerschaft fließt mehr Blut durch Ihre Adern, damit die Versorgung Ihres Kindes jederzeit sichergestellt ist. Durch dieses erhöhte Volumen kommen Sie eventuell schneller ins Schwitzen. Dadurch kann Ihr Körper vermehrt Mineralstoffe verlieren.

Zu den besonders wichtigen Mineralien in der 17. SSW zählt neben Jod und Kalzium das Eisen. Dessen Bedarf verdoppelt bis vervierfacht sich in der Schwangerschaft. Eisen ist für die Bildung roter Blutkörperchen wichtig. Ein Mangel äußert sich in Müdigkeit, Kopfschmerzen, Appetit- oder Schlaflosigkeit und Abgeschlagenheit.

Zwar kontrolliert Ihr Frauenarzt regelmäßig, ob Sie zu wenig Eisen beziehungsweise zu wenige rote Blutkörperchen haben. Sie können einem Eisenmangel aber schon von vornherein über eine entsprechende Nahrungsauswahl (z. B. grünes Gemüse, rotes Fleisch, rote Säfte etc.) vorbeugen. Greifen Sie ohne ärztliche Empfehlung aber nicht zu Nahrungsergänzungsmitteln (wie Eisentabletten) – weder in der 17. SSW noch sonst. Denn zu viel Eisen in Ihrem Körper kann die Entwicklung Ihres Babys stören.

Wie sich ein Eisenmangel bemerkbar macht und was dann zu tun ist, erfahren Sie im Beitrag Eisenmangel in der Schwangerschaft.

Ein weiterer Mineralstoff ist verantwortlich, wenn Sie ab der 17. SSW nachts von Wadenkrämpfen geplagt werden: Magnesium. In der Schwangerschaft verschiebt sich nämlich durch vermehrtes Schwitzen und größeren Harndrang das Verhältnis von Flüssigkeit zu Mineralstoffen in Ihrem Körper. Besonders Magnesium, das für die Muskelentspannung zuständig ist, wird ausgeschwemmt, und das nicht nur in der 17. SSW. Gewichtszunahme in der Schwangerschaft kann ebenfalls eine Rolle spielen.

Massieren Sie die krampfenden Muskeln sanft und beugen Sie dem ruckartigen Verspannen durch Wechselduschen und Dehnen vor. Ob ein Magnesiumpräparat sinnvoll ist, sollten Sie mit Ihrem Frauenarzt oder Ihrer Hebamme besprechen.

Mehr über Magnesium und wie es die Muskeln geschmeidig hält (auch die der Gebärmutter) erfahren Sie im Beitrag Magnesium in der Schwangerschaft.

Hebammen-Tipp

Eine Schwangerschaft bedeutet nicht, dass Sie geliebte Routinen gänzlich aufgeben müssen. Sind Sie immer schon gern und regelmäßig in die Sauna gegangen, müssen Sie als werdende Mama nicht darauf verzichten. Beschränken Sie die Zeit in der Kabine aber auf maximal zehn Minuten und setzen Sie sich nicht ganz oben hin. Mein Tipp, nicht nur in der 17. SSW, für alle, die zu Kreislaufproblemen neigen: Je niedriger die Temperatur, desto kreislauffreundlicher ist die Sauna.

Judith Däumer, Hebamme

Kaum zu glauben, aber ihr befindet euch mit der 17. Schwangerschaftswoche (16+0 bis 16+6) bereits im 5. Schwangerschaftsmonat. Euer Babybauch wächst jetzt immer schneller und die Schwangerschaft steht euch hervorragend. Und auch euer Baby legt an Gewicht zu, denn ab dieser Schwangerschaftswoche beginnt es damit, wichtige Fettpolster anzulegen.

Die Fettpolster bilden unter anderem eine effiziente Energiequelle und schützen das Baby bei der Geburt besser vor Kälte. In diesem Artikel erfahrt ihr, was in der 17. SSW noch alles vonstattengeht und warum bei vielen Schwangeren die Schlafqualität in dieser Zeit nachlässt.

Das Baby in der 17. Schwangerschaftswoche

Etwa ab der 17. SSW beginnt sich das Unterfettgewebe eures Babys zu bilden und sich unter der noch sehr dünnen und gleichzeitig faltigen Haut abzulagern. Mithilfe des Unterfetts wird Körperwärme produziert sowie gespeichert und es hält das Neugeborene bei der Geburt ausreichend warm. Mit dem Unterfettgewebe ist euer Baby sogar schon in der Lage, seine Körpertemperatur selbst zu regeln.

Zudem dient das Fettgewebe dazu, eurem Baby Energie zu spenden, was für den wichtigen Stoffwechselprozess unerlässlich ist. Durch die neuen Energiereserven nimmt euer Baby in den kommenden Wochen rasant an Gewicht zu und legt sich schon mal einen kleinen Vorrat an Babyspeck an. Ist das nicht eine zuckersüße Vorstellung?

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Das gesamte Skelett eures Kindes wird nun immer härter. So beginnen die Wirbelsäule, die Schultern und auch der Brustkorb damit, sich zu verknöchern. Der weiche Knorpel, der bis jetzt für die Stabilität des kindlichen Körpers verantwortlich war, wird nach und nach durch Knochen ersetzt.

Habt ihr schon einen Namen für euren Liebling?

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Der Kreislauf eures Kindes ist einsatzbereit und auch die Organe müssen nur noch an Größe zulegen und funktionstüchtiger werden, ansonsten haben diese ihre Arbeit bereits aufgenommen. So werden zum Beispiel schon Körperausscheidungen sowie Hormone produziert.

Auch der lebenswichtige Greif- und Saugreflex wird kontinuierlich weiterentwickelt, weshalb euer Baby häufig am Daumen nuckelt oder mit der Nabelschnur spielt. Die Nabelschnur wächst übrigens mit dem Körper eures Babys mit, um dem steigenden Nahrungsbedarf gerecht zu werden. Dabei sorgen drei Blutgefäße im inneren der Nabelschnur dafür, dass Blut und Nährstoffe zum Baby transportiert werden und verbrauchtes Blut wieder abtransportiert wird.

Bis zum Ende der Schwangerschaft kann die Nabelschnur bis zu 60 Zentimeter lang und etwa 1,5 Zentimeter dick werden. Damit sich die Nabelschnur nicht verknoten, verheddern oder knicken kann, ist diese mit einer Art Schleimschicht bedeckt. Und dadurch, dass die Nabelschnur in sich verdreht und gleichzeitig verlängerbar ist, kann sich euer Kind nicht darin verfangen.

Mittlerweile ist auch der Tastsinn, der über die verschiedenen Hautregionen verteilt ist, gut ausgebildet und das Gehör wird immer besser. Laute oder ungewohnte Geräusche können euer Baby sogar schon erschrecken, was sich durch ein Zucken oder einen kleinen Sprung im Fruchtwasser zeigen kann. Macht euch jedoch keine Sorgen, wenn sich euer kleiner Schatz einmal erschrickt. Dies hat definitiv keine negativen Auswirkungen auf die Entwicklung eures Kindes.

Nicht nur auf Geräusche, auch auf Berührungen reagiert euer Baby jetzt immer intensiver. Durch das sanfte Streicheln eures Babybauchs und indem ihr mit eurem Kind sprecht, könnt ihr dieses beruhigen und bereits jetzt die Mutter-Kind-Beziehung stärken. Auch durch eure alltäglichen Bewegungen fühlt sich euer Baby geborgen und gleichzeitig wird der Gleichgewichtssinn trainiert.

Indem euer Baby hin und wieder Fruchtwasser schluckt und die Atembewegungen imitiert, wird die Lunge getestet und auf die Zeit nach der Geburt vorbereitet. Gleichzeitig bildet sich jetzt ein einfaches Immunsystem, welches euer Baby in der Schwangerschaft gegen Infektionen schützen soll.

In der 17. Schwangerschaftswoche misst euer Baby etwa 11 bis 15 Zentimeter (SSL) und wiegt um die 110 bis 130 Gramm. In einigen Wochen gibt nicht mehr die Scheitel-Steiß-Länge Auskunft über den Entwicklungsstand eures Kindes, sondern unter anderem der Brust-, Bauch- sowie Kopfumfang und die Länge der Oberschenkelknochen. Mithilfe der Messungen und einer speziellen Formel kann der Frauenarzt daraufhin das Gewicht eures Kindes schätzen.

Bitte beachten: Sollte das Gewicht oder die Größe eures Babys von den hier angegebenen Durchschnittsgrößen abweichen, ist das kein Grund zur Beunruhigung. Je weiter eure Schwangerschaft voranschreitet, umso individueller entwickelt sich euer Kind.

Das zeigt der Ultraschall in der 17. Schwangerschaftswoche

Die Beine eures Babys sind mittlerweile etwas länger als die Arme und der Kopf wächst, im Vergleich zum restlichen Körper, nun deutlich langsamer. Somit könnt ihr die neu entwickelten Proportionen gut auf dem Ultraschall erkennen. Auch das Gesicht verfeinert seine niedlichen Züge weiter. Zudem haben die Ohren ihre Position eingenommen und auch die Augen befinden sich nun vorne am Kopf und liegen nicht mehr seitlich.

Euer Baby ist weiterhin sehr aktiv und turnt gerne herum. Die häufigen Turnübungen sind ein wahrer Grund zur Freude, denn diese deuten darauf hin, dass die Nervenbahnen und auch das Gehirn weiter heranreifen und gut miteinander koordinieren. Ab der 17. SSW bildet sich zudem eine schützende Substanz (Myelin), die sich um die Nervenzellen sowie das Rückenmark eures Babys legt.

Der Herzschlag eures Kindes ist jetzt nicht mehr nur auf dem Ultraschall zu sehen, sondern sogar über ein Stethoskop hörbar. Im Zuge eurer nächsten großen Vorsorgeuntersuchung, die um die 19. Schwangerschaftswoche herum stattfindet, wird euer Frauenarzt oder die Hebamme den Herzschlag eures Babys abhören können.

Spätestens im Zuge dieser Untersuchung werdet ihr auch endlich das Geschlecht eures Kindes erfahren, denn zur jetzigen Zeit sollten die Geschlechtsteile, sofern euer Baby richtig liegt, bereits gut zu erkennen sein. Neben der Entwicklung der äußeren Geschlechtsorgane reift bei einem Mädchen zudem die Gebärmutter heran und bei einem Jungen formt sich bereits die Prostata.

Die werdende Mama in der 17. Schwangerschaftswoche

Nehmt ihr vermehrt ein Ziehen im Unterleib oder in euren Leisten, dem Nabelbereich sowie im Rücken wahr? Das sind die sogenannten Mutterbandschmerzen, die aufgrund der wachsenden Gebärmutter entstehen.

Diese treten jetzt verstärkt auf und können bis zum Ende der Schwangerschaft anhalten. Tritt das Ziehen nicht in Verbindung mit starken Schmerzen, Fieber oder Blutungen auf, besteht keine Gefahr für euch oder euer Baby.

Im Großen und Ganzen ist diese Zeit der Schwangerschaft besonders schön und entspannend. Viele Schwangere fühlen sich ausgeglichen und die körperliche sowie seelische Balance ist meist wiederhergestellt. Der Appetit kommt zurück, der Kreislauf hat sich wieder stabilisiert und auch die Stimmung fährt nicht mehr unentwegt Achterbahn.

Da auch die weiblichen Geschlechtsorgane momentan stärker durchblutet werden, verspüren viele Schwangere eine gesteigerte Libido. Nähe zum Partner ist jetzt besonders wichtig und kann das Band zwischen den werdenden Eltern noch mehr verstärken.

Wurde euch vielleicht schon ein Platz in einem öffentlichen Verkehrsmittel angeboten? Wenn ja, ist dies der Tatsache geschuldet, dass sich eure bezaubernde Babykugel jetzt immer deutlicher zeigt. Zwar ist diese noch recht klein, doch auch für Außenstehende wird jetzt sichtbar, dass ihr euch in anderen Umständen befindet. Umstandsmode ist jetzt Gold wert und einmal anprobiert, wollt ihr in eurer Schwangerschaft bestimmt nichts anderes mehr tragen.

Da euer Baby in den kommenden Wochen stark an Gewicht zulegen wird, kann sich die Gewichtszunahme auch bei euch auf der Waage bemerkbar machen. Doch auch die wachsende Gebärmutter sowie das erhöhte Blutvolumen sorgen für Extra-Kilos auf der Waage.

Guter Tipp: Wollt ihr euren Bauchumfang selbst messen, solltet ihr dies am besten im Liegen tun, doch auch im Stehen ist das Messen kein Problem. Das Messband wird auf die Höhe des Bauchnabels angelegt und eure Babykugel daraufhin vermessen.

Schlafprobleme in der Schwangerschaft

Gehört ihr auch zu den Schwangeren, die unter ihrer schlechten Schlafqualität oder gar unter Schlafproblemen leiden? Im ersten und zweiten Schwangerschaftstrimester resultieren die Schlafprobleme vor allem daher, dass sich der Körper erst an die Hormonumstellung gewöhnen muss und das Gedankenkarussell häufig nachts seine Fahrt aufnimmt.

Werde ich eine gute Mutter? Bekomme ich alles unter einen Hut und was kommt überhaupt auf mich zu? Diese und viele weitere Fragen rund um die Schwangerschaft und das Muttersein beschäftigen Schwangere, so sehr sich diese auf ihre Rolle als Mama freuen und dem Geburtstermin entgegenfiebern.

Je größer dann auch noch der Babybauch wird, umso schwieriger wird es, eine geeignete Schlafposition zu finden. Mit Voranschreiten der Schwangerschaft nehmen zudem Sodbrennen, Rücken- und Beckenschmerzen sowie Wadenkrämpfe zu, welche sich zusätzlich negativ auf die Schlafqualität auswirken.

Gleichzeitig drückt das Gewicht der Gebärmutter immer stärker auf die Blase, was nächtliche Toilettengänge zur Folge haben kann, die wiederum den Schlaf beeinträchtigen. Hinzu kommt, dass Ungeborene aufgrund hormoneller Einflüsse vorwiegend in der Nacht aktiv werden, wenn ihr euch eigentlich zum Schlafen hingelegt habt.

Tipps für erholsame Nächte in der Schwangerschaft

Dass es während der Schwangerschaft immer mal wieder Nächte gibt, in denen ihr nicht gut schlafen könnt, ist ganz normal. Werden die unruhigen und schlaflosen Nächte hingegen zur Gewohnheit, gehen wichtige Energiereserven sowie Kräfte, die für die Schwangerschaft benötigt werden, verloren.

Damit ihr wieder erholsam schlafen könnt, haben wir einige effektive Tipps für euch zusammengefasst:

Auf der linken Seite schlafen: Mit Babybauch ist es gar nicht so einfach, eine geeignete und gemütliche Schlafposition zu finden. Die linke Seitenlage hat sich in der Schwangerschaft bewährt und bringt zudem gesundheitliche Vorteile mit sich.

Denn indem ihr auf der linken Körperseite liegt, wird der Druck auf die untere Hohlvene sowie die Organe und Gefäße verringert. Durch die Entlastung der großen Hohlvene, die sich im unteren Bauchraum befindet, wird der gesamte Organismus entlastet und die Durchblutung gefördert. In dieser Position können auch eure Nieren besser arbeiten, was Wassereinlagerungen vorbeugt und gewährleistet, dass euer Baby ausreichend mit Sauerstoff sowie Nährstoffen versorgt wird.

Für eine zusätzliche Entlastung kann das sogenannte Seitenschläferkissen sorgen, welches beim Schlafen oder auch einfach beim Entspannen zwischen eure Beine gelegt wird. So wird die oft verspannte Nacken- sowie Rückenmuskulatur entspannt und gleichzeitig die Halswirbelsäule entlastet.

Entspannungstechniken anwenden: Schlafprobleme in der Schwangerschaft werden häufig verursacht, wenn die werdende Mami nicht richtig abschalten kann und sich zu viele Gedanken macht. Entspannungstechniken, wie zum Beispiel Autogenes Training, Meditation oder Entspannung nach Jakobsen, können dabei helfen, die Ruhe und Gelassenheit wiederzufinden. Wendet die Entspannungsübungen regelmäßig und bei Bedarf vor dem Schlafengehen an.

Bewegung und viel frische Luft: Ein gesunder und erholsamer Schlaf wird gefördert, wenn ihr euch regelmäßig und ausreichend bewegt. So wird euer Körper besser durchblutet und ihr könnt Stress einfacher abbauen. Geeignete und schwangerschaftstaugliche Sportarten sind beispielsweise Schwimmen, Radfahren, Nordic Walking, Schwangerschaftsgymnastik oder Yoga.

Auch Spaziergänge an der frischen Luft haben einen positiven Effekt auf euren Körper. Achtet allerdings darauf, dass ihr etwa zwei Stunden vor dem Zubettgehen auf Sport verzichtet, da euer Körper einige Zeit in Anspruch nimmt, um sich wieder herunterzufahren.

Weitere Einschlafhilfen:

  • Entspannende Bäder mit ätherischem Zirben- oder Lavendelöl helfen dabei zu entspannen und neue Kraft zu tanken.
  • Haltet eure Schlaftemperatur im Zimmer bei etwa 16 bis 19 Grad und lüftet vor dem Zubettgehen gründlich durch. Ist die Temperatur im Schlafzimmer zu hoch, mindert das eure Schlafqualität.
  • Esst zum Abendessen, anstelle von einer fettigen und reichhaltigen Mahlzeit, eine leichte und verdauliche Kost. Zudem sollte eure tägliche Flüssigkeitszufuhr von mindestens 2,5 Litern am besten vor 19 Uhr gedeckt sein, um nachts nicht ständig auf die Toilette zu müssen.
  • Trinkt abends ein Glas warme Milch mit Honig oder einen entspannenden sowie schlaffördernden Melissentee.
  • Verzichtet bei Schlafproblemen am besten komplett auf koffeinhaltige Getränke.

Das ist in der 17. Schwangerschaftswoche wichtig

Eisen: Fühlt ihr euch trotz ausreichend Schlaf müde und abgeschlagen, sollte euer Frauenarzt testen, ob ihr womöglich unter einem Eisenmangel leidet. Dieser kommt in der Schwangerschaft häufig vor und kann unter anderem mit Nahrungsergänzungspräparaten behoben werden. Nehmt diese jedoch nur nach Absprache mit eurem Frauenarzt oder der Hebamme ein, um möglichen Komplikationen und unerwünschten Nebenwirkungen vorzubeugen.

Umstandsmode: Endlich mal ein triftiger Grund, um euch und eure Garderobe mit ein paar neuen Kleidungsstücken zu beglücken. Durch praktische Knöpfe können die Klamotten an den wachsenden Babybauch angepasst werden und engen die werdenden Mamis nicht ein. Hosen sind meist mit einem elastischen Bund versehen und haben einen speziellen Schnitt. Die Auswahl heutzutage ist riesengroß und bei weitem nicht mehr unförmig oder gar unmodern.

Die 17. Schwangerschaftswoche auf einen Blick

  • Euer Baby misst jetzt zwischen 11 und 15 Zentimeter und ist damit in etwa so groß wie eine Birne.
  • Das Unterfettgewebe beginnt sich zu bilden, welches Körperwärme produziert und Energie spendet.
  • Der Herzschlag eures Kindes ist ab jetzt durch ein Stethoskop zu hören.
    Durch die größer werdende Gebärmutter können vermehrt Mutterbandschmerzen auftreten.
  • In der gesamten Schwangerschaft kann es immer mal wieder zu Schlafproblemen kommen. Unter anderem durch regelmäßige Bewegung, eine geeignete Schlafposition und gezielte Entspannungsübungen könnt ihr diesen entgegenwirken.

17. SSW: Die 17. Schwangerschaftswoche (SSW 17+0)

Auch in der 17. SSW hält die entspannte Phase der Schwangerschaft an. Mit der 17. SSW beginnt nun der 5. Schwangerschaftsmonat und Sie werden sich sicherlich schon gut auf die Schwangerschaft eingestellt haben. Da Ihr Baby ab dieser Woche schneller am Wachsen ist, kann es allerdings zu einigen Beschwerden, wie Krampfadern, kommen. Allerdings beschränken Sie meist den Alltag nicht so sehr. Ihr Baby startet nun damit Fett aufzubauen und es kann sich viel besser bewegen. Schon in der Schwangerschaftswoche 17 kann Ihr Kind saugen, schlucken und greifen. Viele werdende Mamas fühlen sogar schon eine kleine Kindesbewegung in Ihrem Bauch.

SSW 17: Entwicklung des Babys

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Das Baby in der 17. SSW

Auch in der 17. SSW nimmt Ihr Baby an Größe und Gewicht zu und wird von Scheitel bis Steiß (SSL) gemessen. Es ist etwa 11 bis 13 Zentimeter lang. Es wiegt circa 100 bis 140 Gramm. Doch wichtig ist die Länge nicht mehr für den Entwicklungsstand Ihrer Schwangerschaft. Ihr Frauenarzt misst den Kopf- sowie Brustumfang und die Länge der Oberschenkelknochen. Anhand dieser Werte kann Ihr Gynäkologe eventuell sogar Ihren Entbindungstermin nach korrigieren. Und wenn Sie diese Woche bei Ihrem Frauenarzt oder sogar Ihrer Hebamme vorbeischauen, könnten Sie sogar schon die Herztöne Ihres Babys mit dem Stethoskop hören.

Ultraschalluntersuchung

Mit einer Ultraschalluntersuchung kann Ihr Frauenarzt in der 17. SSW das Geschlecht Ihres Babys mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit verraten, sofern Ihr Baby einen Einblick zulässt. Damit Ihr Baby die Wärme in seinem Körper regulieren kann, geht es nun ans Fett ansetzen. Ihr Baby wird in der 17. SSW nicht nur länger, sondern auch die Knochen bilden sich weiter. Noch sind diese sehr flexibel und eher knorpelartig. Nun fangen sie an auszuhärten, allerdings werden sie auch bis zur Geburt weiterhin elastisch bleiben. Das Rückenmark und die Nervenzellen werden ab der 17. SSW von der Myelin geschützt. Diese übernimmt wichtige Funktionen und kann so zum Beispiel die Reize an die Nerven weiterleiten. Auch nach der Geburt wird sie sich noch weiter entwickeln.

Die Mimik Ihres Babys ist sich weiterhin am Ausprägen, es ist sehr aktiv und übt immer wieder damit seine Muskeln und Reflexe immer besser werden. Nun wird auch das Hörvermögen schärfer, so kann es auf einmal zusammen zucken, wenn es um ihn herum auf einmal laut wird. Streicheln Sie Ihren Bauch von außen, nimmt Ihr Baby das ganz genau wahr. Ihre täglichen Bewegungen beruhigen Ihr Kind und so kann es zudem auch sein Gleichgewicht üben.

Ihr Körper in der 17. Schwangerschaftswoche

Der Bauchumfang in der 17. SSW

Die meisten Schwangerschaftsbeschwerden, die in der Frühschwangerschaft aufgetreten sind, haben sich zu Beginn des vierten Schwangerschaftsmonats gelegt und es geht den meisten Schwangeren auch in der 17. SSW nach wie vor sehr gut. Der Bauchumfang wächst mit der Gebärmutter mit und so kann es zu einer Gewichtszunahme kommen. Da aber Bauch und Busen wachsen, brauchen diese eine gute Pflege. Das unterstützt beim Wachsen und reduziert die Schwangerschaftsstreifen. Am besten verwenden Sie dafür Pflegeprodukte, die extra für schwangere Haut angeboten wird.

Die Gebärmutter wächst

Die Brustwarzen und Warzenhöfe werden nun dunkel und die Linea Negra, eine dunkle Linie, die sich ab dem Bauchnabel bis zum Schambein durchzieht, ist zu sehen. Bei manchen Frauen kommt es zu Hautpigmentierungen, die in den meisten Fällen nach der Geburt wieder aufhellen und so nicht mehr zu erkennen sind. Da Ihr Baby kräftig am Wachsen ist, wächst auch die Gebärmutter mit. So dehnen sich auch weiterhin die Mutterbänder und es kann zu Unterleibsschmerzen in der 17. SSW kommen. Bei einigen schwangeren Frauen wird der Ischias-Nerv sehr stark beansprucht.

Darauf sollten Sie achten!

Vermeiden Sie es, deshalb lange auf einer Stelle zu stehen und nutzen Sie schon jetzt ein Stillkissen um sich zu entlasten. Dadurch, dass so viel Blut sich in Ihrem Körper befindet, könnten Sie schnell auch ins Schwitzen kommen. Durch eine gesunde Ernährung, sorgen Sie nicht nur dafür, dass Ihr Körper wichtige Nährstoffe bekommt, sondern auch Ihr Kind. Und das braucht nun vor allem Jod und Kalzium. Zusätzlich ist auch in der 17. SSW Eisen ganz wichtig. Eisen finden Sie in Spinat, Brokkoli, Fisch und in Getreideprodukten. Sprechen Sie am besten mit Ihrem Frauenarzt, ob ein Mangel an Eisen vorliegt und nehmen Sie bei Bedarf ein Präparat ein. Verschreiben Sie sich bitte nicht selbst Vitamine oder Nahrungsergänzungsmittel. Denn wenn zu viel Eisen z. B. in Ihrem Körper ist, kann das sogar in den Organen abgelegt werden und die Entwicklung Ihres Kindes stören.

17+0 SSW: Gegen Krampfadern vorbeugen

Warum entstehen Krampfadern?

Da nun ein großes Blutvolumen in Ihrem Körper vorhanden ist und durch das Wachstum Ihres Babys sowie der Gebärmutter in der 17+0 SSW, muss Ihr Kreislauf nun und auch die kommenden Schwangerschaftswochen viel leisten. Damit wird der Druck auf die Venen stärker und zudem werden die Adern durch die Hormone elastischer. Das Blut aus den tiefer liegenden Körperteilen wieder nach oben zu pumpen ist ein sehr hoher Aufwand für Ihr Herz und Ihre Blutgefäße. Zusätzlich drückt die nun immer schwerer werdende Gebärmutter sowie die Verstopfung, die manche Frauen während der Schwangerschaft haben, auf die Venen im Bauch. Dadurch leiden viele Frauen in der Schwangerschaft unter Varizen, das sind sogenannte Venenerweiterungen und machen sich als Krampfadern oder Hämorrhoiden bemerkbar. Schwangere Frauen, die lange Stehen oder sogar Mehrlinge bekommen, leiden mehr unter diesen Folgen.

Tipps gegen Krampfadern

Die Venenerweiterungen im Schambereich gehen meist selbstständig nach der Geburt weg. Dagegen bleiben aber die Krampfadern in den Beinen sehr oft bestehen. Meist sind diese nicht nur unangenehm, sondern schmerzen auch. Daher ist eine Venenpflege ab der 17+0 SSW sehr wichtig und sollte nicht unterschätzt werden. Um dagegen vorzugehen, ist eine gesunde und vitaminreiche Ernährung sowie körperliche Betätigung sehr wichtig. Vitamin C und E wirkt zudem gegen Krampfadern vor und befindet sich in Gemüse, Obst oder in pflanzlichen Ölen. Beckenbodengymnastik stärkt nicht nur Ihre Venen, sondern bereitet Ihren Körper auch auf die Geburt vor.

Versuchen Sie langes Stehen oder Sitzen während Ihrer Schwangerschaft zu vermeiden. Auch kann es helfen, wenn Sie Ihre Beine hochlegen, wenn Sie sich schlafen legen. Sie können auch über den Tag verteilt immer wieder wenn sich die Möglichkeit bietet, die Beine hochlegen.

Haben Sie bereits Krampfadern oder Hämorrhoiden können Sie in der Apotheke eine Kräutersalbe kaufen, die wirksam gegen die Beschwerden und bei der Heilung helfen kann. Oftmals hilft auch Akupunktur oder sogar Shiatsu gegen Krampfadern. Wenden Sie sich bei Hämorrhoiden oder Krampfadern in der Schwangerschaft an Ihren Frauenarzt und besprechen Sie die Behandlung dagegen. So kann Ihr Frauenarzt zum Beispiel auch Stützstrümpfe verschreiben.

Quellen:

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Über Verena Janssen

Die 38-Jährige Autorin und Mutter lebt mit ihrem Mann und ihren Kindern Paul Oskar (7) und Ella Marie (4) in schönen Fulda. Sie liebt Musik und versucht momentan ihren Kindern das Klavier spielen beizubringen. Wenn sie mal etwas Zeit für sich hat, powert sie sich beim Volleyball spielen aus.

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17. bis 24. Schwangerschaftswoche: Der Bauch wächst sichtbar

Ab der 17. Woche wird die Schwangerschaft auch äußerlich deutlich sichtbar. Die werdende Mutter spürt die Bewegungen ihres Kindes immer deutlicher. Auch das Geschlecht kann jetzt schon festgestellt werden.

Die Schwangerschaft ist nicht mehr zu übersehen

© BZgA/HN/Eichhöfer

In den mittleren Schwangerschaftsmonaten beginnt der Bauch sich deutlich zu wölben. Nun ist die Schwangerschaft auch für Außenstehende allmählich zu erkennen. Jetzt müssen Schwangere damit rechnen, dass die Familie, der Freundes- oder Kollegenkreis Fragen stellen, Ratschläge erteilen und vielleicht auch Bedenken zu einzelnen Entscheidungen äußern. Das kann lästig sein, geht aber meist auch mit wachsender Hilfsbereitschaft und Rücksichtnahme einher.

Spätestens jetzt sollte die Arbeitgeberin oder der Arbeitgeber über die Schwangerschaft informiert werden, damit die Bestimmungen des Mutterschutzes wirksam werden.

Platzmangel im Bauch

Wenn in diesen Wochen Schwangerschaftsbeschwerden auftreten, werden sie fast immer vom wachsenden Bauchumfang und dem Druck des Kindes auf die inneren Organe verursacht. An Brust, Bauch und Hüften können sich durch die Dehnung der Haut bläulich schimmernde Schwangerschaftsstreifen bilden. Einmal entstanden, verschwinden sie nie wieder ganz, verblassen aber nach der Geburt und gehen in einen unauffälligeren silbrigen Farbton über.

Durch den Druck auf den Magen kommt es in dieser Zeit auch öfter zu Sodbrennen. Eine Umstellung der Ernährungsgewohnheiten kann helfen – zum Beispiel, mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt zu sich zu nehmen. Auch Venenprobleme machen sich jetzt oft bemerkbar: Schmerzen oder Stiche in den Beinen, Besenreiser und Krampfadern sind die Folgen der erschwerten Blutzirkulation.

Da das Gewicht des Kindes auf die Blase drückt, können häufiger Harndrang und gelegentlich auch unfreiwilliger Harnabgang lästig werden. Damit die Blasenschwäche nicht zum Dauerzustand wird, ist es sinnvoll, täglich den Beckenboden zu trainieren.

Voll im Bilde

Zwischen der 19. und der 22. Schwangerschaftswoche steht die zweite Ultraschall-Untersuchung an. Die Finger und Zehen des Kindes sind jetzt schon gut zu sehen. Wenn es günstig liegt, kann die Ärztin oder der Arzt nun auch das Geschlecht des Ungeborenen erkennen. Werdende Eltern, die nicht wissen möchten, ob sie ein Mädchen oder einen Jungen bekommen, sollten vor der zweiten Ultraschall-Untersuchung darauf hinweisen.

Alles in Bewegung

Um die 20. Schwangerschaftswoche herum spürt die werdende Mutter zum ersten Mal die Bewegungen ihres Kindes im Bauch. Anfangs sind die Kindsbewegungen noch sehr zart. Sie fühlen sich meist an wie ein leichtes Flattern oder Klopfen. Später werden die Bewegungen immer deutlicher und sind auch als kleine Verformungen der Bauchdecke sichtbar.

Die Häufigkeit und Intensität dieser Bewegungen unterscheiden sich von Kind zu Kind. Mit dem Fortschreiten der Schwangerschaft lassen die Aktivitäten allmählich wieder nach, weil das Kind die Gebärmutter dann komplett ausfüllt und kaum mehr Platz zum Drehen und Wenden hat.

Auch andere Menschen können die Bewegungen des Kindes spüren, wenn sie die Hand auf den Bauch der Schwangeren legen. Dem Partner oder den Geschwisterkindern kann dieser Kontakt helfen, die Vorgänge im Mutterleib besser zu begreifen und sich innerlich auf den Neuankömmling einzustellen.

Der Anfang einer Beziehung

Für die meisten Frauen sind die ersten spürbaren Regungen des Kindes ein sehr aufregendes Erlebnis. Manchen wird erst jetzt richtig bewusst, dass in ihrem Bauch tatsächlich ein kleiner Mensch heranwächst.

Viele Schwangere stellen fest, dass die Stöße, Tritte und Purzelbäume ihres Kindes Reaktionen auf ihre eigenen Bewegungen sind: Eine Sitzhaltung, die den Platz im Bauch einengt, kann lebhaften Protest auslösen, ein Streicheln der Bauchdecke beruhigend wirken. So beginnen Mutter und Kind, sich in dieser Zeit bereits kennenzulernen.

Tagsüber, wenn die Schwangere in Bewegung ist, wird das Kind häufig schlafen, weil es im Becken gewiegt wird. Nachts, wenn sie ruhig liegt, wird sie das Kind häufiger spüren, weil es mehr Platz im Bauch und auch kürzere Schlafphasen als die Mutter hat.

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