15 monate altes baby

Kleinkind-Entwicklung: Das Kleinkind im 15. Monat

In der jetzigen Phase könnten sich Wutanfälle und Trotzattacken bei deinem Kind häufen. Warum das so ist und wie du dein Kind in seiner Sprachentwicklung unterstützen kannst.

Motorik im 15. Monat

Viele Kinder können mit 15 Monaten schon allein laufen, einige brauchen dafür aber noch ein bisschen länger Zeit. Das ist von Kind zu Kind verschieden. In aller Regel können Kinder in diesem Alter jedoch zumindest allein aus dem Sitz aufstehen und an der Hand oder an den Möbeln entlang halbwegs sicher gehen. Die ersten eigenständigen Schritte lassen nun nicht mehr lange auf sich warten.

Sprachentwicklung

Dein Kind kann nun schon einige Tierlaute nachmachen. Es kennt die ersten Wörter und seinen Namen. Begriffe wie Auto, Hund oder Katze erkennt dein Kleinkind in Büchern oder auf Spaziergängen. Es wird nun bestimmt häufiger auf einen bestimmten Gegenstand zeigen und zum Beispiel „haben“ sagen.

Im 15. Monat macht dein Kind in der Sprachentwicklung einen deutlichen Sprung. Dabei scheint es manchmal so, als würde es bereits Gelerntes wieder vergessen. Doch dem ist nicht so. Durch die Konzentration auf neue Dinge treten bekannte Informationen oftmals in den Hintergrund. Sobald es einen Anreiz gibt, tauchen die bekannten Wörter dann in seinem Gedächtnis schnell wieder auf. Gegenstände oder Vorgänge, die es noch nicht benennen kann, drückt es in seiner eigenen Sprache aus, die in Betonung und Tonfall jedoch schon sehr der „richtigen“ Sprache ähneln. Ärgert es sich beispielsweise über etwas, wird das durch lautes Meckern und einen vorwurfsvollen Tonfall äußern.

Wachstumsschübe sorgen für Frustration, Wut und Trotz

Zu Beginn des 2. Lebensjahres, wenn das Kind immer selbstständiger wird und stets neue Fähigkeiten dazu lernt, kann es zu ersten richtigen Wutanfällen bei ihm kommen. Das ist ganz normal. Wachstumsschübe sorgen jetzt für viele neue Eindrücke und Möglichkeiten, die den Blick des Kleinkinds auf die Welt verändern. Einerseits möchte es seine Umwelt allein erkunden, sich ausprobieren und selbst entscheiden – allerdings ist es in seinen motorischen Fähigkeiten noch zu eingeschränkt, als dass es jetzt schon alles allein kann. Das ist doch wirklich gemein! Kein Wunder also, wenn dein Kind in nächster Zeit häufig frustriert und unzufrieden ist.

Kleine Wutmonster

Können Babys schon trotzig sein?

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Ein 15 Monate altes Kleinkind fördern

Fordere dein Kind spielerisch auf, dir ein Spielzeug oder einen anderen Gegenstand zu bringen und animiere es so zum Laufen. Auch ein gemeinsames Trainieren oder der Lauf in die geöffneten Arme können Ansporn sein, auf die Beine zu kommen.

Für die Sprachentwicklung deines Kindes ist es in dieser Phase sehr wichtig, dass du normal mit ihm sprichst und nicht im Babysprache. Wenn ihr euch gemeinsam Bilderbücher anschauen, benenne die zu sehenden Gegenstände. Auch beim An- und Ausziehen von Kleidung kannst du zum Beispiel Kleidungsstücke oder Körperteile benennen. Fordere dein Kind außerdem spielerisch dazu auf, dir bekannte Dinge in Büchern oder im Zimmer zu zeigen („Wo ist der Teddy?“).

Ermutige und lobe dein Baby, wenn es geschafft hat, ein paar Schritte zu gehen, selbständig gegessen oder die richtigen Tiere im Bilderbuch erkannt hat. Erste Wutanfälle, wenn einmal etwas nicht so gut klappt, und ein paar Tränen deswegen sind Teil des Lernens. Lasse dein Kind so viel wie möglich selbst ausprobieren und eile ihm nicht immer gleich zu Hilfe. Es wird viel stolzer auf sich sein, wenn es etwas allein geschafft hat. In diesem Alter gibt sich dein Kind sehr viel Mühe Dinge selbstständig zu bewältigen.

In seinem Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen kannst du dein Kleinkind stärken, indem du ihm viel Lob und Anerkennung zukommen lässt. Für eine positive Kleinkind-Entwicklung braucht das Kind das sichere Gefühl, dass du es unterstützt und in Notsituationen trotzdem noch ein wenig nachhelfen kannst.

Kleinkind-Entwicklung im 16. Monat

Kleinkind-Entwicklung im 14. Monat

Dein Kleinkind mit 15-16 Monaten

Der Forschungsdrang kennt, jetzt wo Dein Kind mit spätestens 15-16 Monaten sicher laufen kann, keine Grenzen mehr und das muss selbstverständlich ausgenutzt werden. Alles ist interessant und zwar wirklich ohne Ausnahme. Jetzt solltest Du Dein Kind an die Hand nehmen und darauf achten, dass Du von Verboten absiehst und gefährliche Situationen lieber mit Deinem Kind gemeinsam erlebst. Stehe ihm stets zur Seite, während es seine Erfahrungen macht und versuche ihm zu erklären, warum bestimmte Dinge gut und andere schlecht sind. Natürlich wird es das nicht direkt verstehen und umsetzen. Hier ist Deine Geduld also gefragt, aber das kennst Du ja bereits. Auch manche Vorgänge im Körper Deines Kindes sind Dir wahrscheinlich noch schleierhaft. So wird es wahrscheinlich noch häufig krank sein und ein unregelmäßiges Essverhalten haben, aber auch das ist normal, denn der Körper eines Kleinkindes im 15.-16. Monat funktioniert eben noch nicht wie der eines Erwachsenen.

Geistige Entwicklung

Ein wenig vergesslich

Im 15.-16 Monat wird Dein Kind in seiner Sprachentwicklung einen deutlichen Sprung nach vorne machen. Es wird nun in der Lage sein ganz klar Dinge zu benennen und nach ihnen zu verlangen – wenn es denn möchte. Denn auch in Sachen Sprache entwickelt Dein Kind mit 15 und 16 Monaten einen ganz eigenen Kopf und dieser ist dazu auch noch vollgepackt mit neuen Informationen. So kann es Dir manchmal so vorkommen, dass Dein Kleines bestimmte Dinge, die es eigentlich schon wusste, einfach wieder vergessen hat. Doch oft ist Dein Kind von den vielen neuen Informationen einfach nur überfordert und ihm will das richtige Wort in dem Moment nicht einfallen. Warte nur ab! Sobald es seinen Teddy oder einen Keks haben möchte, wird ihm auch wieder das passende Wort dafür einfallen.

Körperliche Entwicklung

Sehen entwickelt sich

Seit der Geburtsstunde Deines Sprösslings ist er in der Lage, Dinge zu erkennen, jedoch längst nicht so scharf wie Du. Die Sehschärfe ist kurz nach der Geburt und im Kleinkindalter nicht so stark ausgeprägt, wie es bei einem Erwachsenen der Fall ist. Nach ungefähr sechs Monaten beträgt die Sehschärfe gerade mal 30%, nach 12 Monaten liegt sie bei circa 50 und erst nach schätzungsweise vier Lebensjahren kann Dein Kind zu 100% scharf sehen. Es ist allerdings normal, dass das kindliche Auge noch bis zum Beginn der Schulzeit „reift“. Dieser lange Entwicklungsprozess des Auges hängt weitgehend mit der Entwicklung des Gehirns zusammen. Banal gesagt, dient das Auge zunächst der reinen Aufnahme des Lichtes. Die Wahrnehmung des tatsächlichen Geschehens um das Kind herum erfolgt nach und nach durch die rasante Verarbeitung der im Gehirn zusammentreffenden Reize. Da das Gehirn Deines Sprösslings im 15.-16. Monat noch mitten im Entwicklungsprozess steckt, dauert es seine Zeit, bis die volle Sehschärfe erreicht ist. Wichtig für diese Entwicklung ist die ständige Aufnahme und vermehrte Verarbeitung von Reizen. Ist diese Reizaufnahme eingeschränkt, kann es sein, dass eine Sehschwäche bei Deinem Kind vorliegt. Es empfiehlt sich, regelmäßig mit Deinem Kind einen Augenarzt aufzusuchen, denn sofern eine Sehschwäche bei Kindern rechtzeitig festgestellt wird, kann der weitere Entwicklungsverlauf der Sehstärke ganz regulär erfolgen.

Verhalten von Kindern

Ich will auch

Kleinkinder im 15.-16. Monat beobachten die Welt ganz genau und schauen, wie sich Erwachsene verhalten. Dieses Verhalten wird dann nachgeahmt, so gut es einem Kleinkind eben möglich ist. Oft sieht die eigentliche Tätigkeit dann viel umständlicher aus, als es nötig wäre. Aber das Kind muss auch diese Erfahrung selbstständig machen. Der Lerneffekt ist nur dann vorhanden, wenn man selbst versuchen kann, das Rätsel zu lösen. Learning by doing sozusagen. Ständige Verbote schränken Dein Kind in seiner Entwicklung auch deshalb ein, weil es immer wieder Angst haben muss, ermahnt zu werden. „Nein, das darfst Du nicht“, vielleicht noch in einem hysterischen Tonfall, verunsichert Dein Kind. Es kann ja nicht verstehen, was so schlimm daran ist, wenn es beispielsweise im Schmutz spielt. Ein zu häufiges „Nein“ veranlasst ein Kind außerdem, regelmäßig Grenzen zu überschreiten, denn mit 15-16 mOnaten werden Erlebnisse spannender, wenn sie verboten sind.

Gesundheit

Das Immunsystem

Das Immunsystem von Kleinkindern ist mit 15-16 Monaten noch nicht so erprobt, wie das eines Erwachsenen. Viele Infekte müssen durchgestanden werden. Der Vorteil von Schnupfen, Fieber und Erkältungen ist, dass Dein Kind immer resistenter gegen die Erreger wird. Antibiotika sollte in jungen Jahren sehr sparsam eingesetzt werden, damit Dein Kind nicht gegen gewisse Sorten resistent wird und eigene Abwehrkräfte entwickeln kann. Der vermehrte Kontakt zu anderen Kindern, wenn Dein Kleines im 15.-16. Monat beispielsweise in einer Krabbelgruppe ist, wird die Krankheitsrate ansteigen lassen. Im Schnitt sind jedoch bis zu 20 Erkrankungen pro Jahr üblich.

Essgewohnheiten

Essen will gelernt sein

Wenn Du dich fragst, ob es normal ist, wenn Dein Kind mit 15-16 Monaten einen sehr schwankenden Appetit aufweist und öfters mal die Essensaufnahme verweigert, dann gibt es keinen Grund zur Beunruhigung. In diesem Alter ist das völlig normal und erst bei größerem Gewichtsverlust muss der Kinderarzt aufgesucht werden. Normalerweise haben die Kleinkinder jedoch ein intuitives Gefühl dafür, wie viel Essen sie zu sich nehmen müssen. Ermutige Dein Kind, selbst den Löffel in die Hand zu nehmen und zum Mund zu führen, denn so lernt es eigenständig zu sein und hat mehr Spaß beim Essen. Dein Kind sollte im 15.-16. Monat einmal pro Tag eine warme Mahlzeit einnehmen – am besten ein Gericht mit viel Gemüse, Kartoffeln oder Nudeln – sodass eine ausgewogene Ernährung gewährleistet ist. Um den empfindlichen Kindergaumen zu schonen, sollten zu scharfe, gesalzene und süße Speisen jedoch vermieden werden.

Schlafen

Feste Rituale

Kinder haben mit 15-16 Monaten einen scheinbaren bodenlosen Tank an Energie und einige brauchen gar nicht viel Schlaf, um diesen wieder aufzufüllen. Das ist jedoch in diesem Alter ganz normal, und eine vorgeschriebene Menge an Schlaf gibt es nicht. Dein Kind weiß in der Regel selbst am besten, wann es ausgeschlafen ist und wann es noch mehr Schlaf benötigt. Damit Du jedoch auch irgendwann einmal Deine Ruhe hast und Zeit für Dich hast, lohnt es sich ein festes Einschlafrituatl einzuführen. So kannst Du Dein Kind im 15.-16. Monat zum Beispiel jeden Abend baden und ihm anschließend eine Geschichte vorlesen. Es interessiert Dein Kind hierbei nicht einmal, ob es immer die gleiche Geschichte ist oder auch mal eine andere. Wichtig ist nur, dass es sich geborgen fühlt und weiß, dass Mami immer da sein wird. Dann wird das Einschlafen schon bald keine Probleme mehr machen.

Spielen

Spielerisches Training

Kinder entdecken die Welt mit allen Sinnen. Sie hören, sehen, schmecken, riechen und fühlen. Während Kinder spielen, setzen sie alle ihre Sinne ein und entdecken, was sie können. Aber das Spielen trainiert nicht nur ihren Körper, sondern bringt auch Verständnis mit sich. Dein Kind fängt im 15.-16. Monat langsam an, seine Handlungen zu hinterfragen: Was passiert, wenn der Ball los gelassen wird? Was passiert, wenn der Ball geworfen wird? Was kann man alles in den Plastikbehälter legen? Wie klingt der Topf, wenn man mit einem Holzlöffel drauf schlägt? Im Moment ist Dein Kind ein Forscher. Es gibt so vieles zu entdecken und das Forschungsfeld ist kaum begrenzt. Zumindest wenn Du Dein Kind ermutigst, die Welt zu erkunden. Verbiete nicht alles, sondern führe Dein Kind vorsichtig an alltägliche Gefahren heran. Es wird schneller lernen, wenn es auch selbst erleben kann und darf. Wenn dein Kind 15-16 Monate alt ist, wird es sich freuen, wenn es selbst das Rätsel lösen konnte.

Farbgebung

Augenfarbe

Anfangs konntest Du die Augenfarbe Deines Babys noch nicht klar definieren, denn Babyaugen sind meist sehr hell und klar. Erst im Laufe der Zeit nehmen die Pigmente in den Augen zu und ergeben die endgültige Farbe. Bei einer hellen Augenfarbe ist die Pigmentierung noch nicht ganz abgeschlossen. Du weißt also noch nicht genau, ob die Augenfarbe eher blau, grün oder grau wird. Bei dunklen Augen siehst Du im 15.-16. Monat inzwischen sehr genau, dass sie braun werden.

  • Dein Kleinkind mit 13 und 14 Monaten
  • Dein Kleinkind mit 17 und 18 Monaten

Meilensteine: Sprechen

Mit zunehmender geistiger, emotionaler und sozialer Entwicklung wird Ihr Baby allmählich lernen, Worte zur Beschreibung dessen, was es sieht, hört, fühlt und denkt, zu benutzen. Forscher wissen heute, dass ein Kind lange vor dem ersten gesprochenen Wort die Sprachregeln und die Sprache so zu benutzen lernt wie ein Erwachsener.

Vom Plappern zum ersten Wort

Kinder erlernen das Sprechen innerhalb der ersten beiden Lebensjahre. Das beginnt damit, dass Ihr Kind Zunge, Lippen, Gaumen und eventuell auftauchende Zähnchen benutzt, um Geräusche zu machen (Oohs und Aahs in den ersten ein, zwei Monaten, das Geplapper folgt gleich darauf). Bald werden aus den Geräuschen Silben wie „ma“ oder „ga“. Ab diesem Moment wird Ihr Kind immer mehr Worte von Ihnen, Ihrem Partner und anderen Bezugspersonen übernehmen. Zwischen dem zweiten und dritten Geburtstag beginnt es dann schon, in Zwei- oder Dreiwortsätzen zu sprechen.

Entwicklungsschritte

Der Geburtsschrei Ihres Kindes ist der erste Schritt in die Welt der Sprache. Er ist der Ausdruck für den Schreck, sich nach der Enge in der Gebärmutter an einem neuen, unbekannten Ort wiederzufinden. Von diesem Moment an wird es Geräusche, Töne und Worte in sich aufnehmen, die später seine Art zu sprechen beeinflussen werden.
Sprechen ist untrennbar verbunden mit Hören. Wenn es zuhört, wie andere sprechen, lernt Ihr Kind, wie Worte klingen und wie Sätze aufgebaut sind. Tatsächlich glauben viele Sprachforscher, dass das Sprachverständnis bereits im Uterus beginnt. So wie Ihr Ungeborenes sich an den Klang ihres Herzschlages gewöhnt hat, so stellt es sich auf den Klang Ihrer Stimme ein. Schon Tage nach der Geburt konnte es Ihre Stimme aus anderen heraushören.
Erster bis dritter Monat
Der erste Weg Ihres Kindes zu kommunizieren ist das Weinen. Ein schriller Schrei mag bedeuten, dass es hungrig ist, während ein wimmerndes, abgehacktes Weinen bedeuten kann, dass ein Windelwechsel nötig wäre. Mit zunehmendem Alter entwickelt Ihr Kind ein entzückendes Repertoire an Lauten wie Glucksen, Seufzen und Gurren. Linguisten meinen, dass Babys ab ca. vier Wochen ein Sprachverständnis besitzen, das sie befähigt, zwischen ähnlichen Silben wie „ma“ und „na“ zu unterscheiden.
Vierter Monat
Jetzt fängt Ihr Kind an zu plappern, indem es Vokale und Konsonanten miteinander verbindet (z.B. „dada“ oder „jaja“). Ein erstes „Mama“ oder „Baba“ könnte ihm jetzt herausrutschen. Obwohl Sie sicherlich dahinschmelzen werden, setzt Ihr Kind diese Worte noch nicht mit Ihnen in Verbindung. Das kommt erst später, ungefähr mit einem Jahr.
Seine Sprachversuche werden sich anhören wie ein gewissenhafter Monolog in einer anderen Sprache, endlos aneinander gereihte Wortketten. Die Vokalisierung ist ein Spiel für ihr Kind, das mit der Benutzung seiner Zunge, Zähne, Gaumen und Stimmbänder experimentiert und so eine Menge lustiger Laute produziert. In dieser Phase klingt das Plappern bei allen Kindern gleich, egal ob Sie zu Hause Deutsch, Englisch oder Japanisch sprechen. Vielleicht bevorzugt Ihr Kind bestimmte Laute (z.B. „ka“ oder „da“), welche es immer wieder wiederholt, einfach weil es deren Klang mag oder wie sie sich im Mund anfühlen.
Sechster bis neunter Monat
Wenn Ihr Kind plappert oder singt, dann hört es sich mittlerweile an, als würde es einen Sinn ergeben. Das liegt daran, dass es einen ähnlichen Tonfall und ein ähnliches Sprachmuster wie Sie benutzt. Fördern Sie den Redefluss Ihres Kindes, indem Sie ihm vorlesen.
12. bis 17. Monat
Ihr Kind spricht jetzt ein oder mehr Worte und weiß auch, was sie bedeuten. Es spricht auch schon mit Betonung, indem es die Stimme anhebt, wenn es eine Frage stellt und sagt z.B. „Arm?“, wenn es getragen werden will. Ihm ist die Bedeutung von Sprache mittlerweile klar und es verspürt die Macht, seine Bedürfnisse artikulieren zu können.
18. bis 24. Monat
Der Wortschatz Ihres Kindes umfasst mittlerweile um 200 Wörter, davon sind viele Hauptwörter. Zwischen dem 18. und 20. Monat lernen Kinder zehn oder mehr Worte am Tag. Einige lernen alle 90 Minuten ein neues Wort, passen Sie also auf, was Sie sagen. Sie können auch schon zwei Worte zu einem einfachen Satz verbinden, z.B. „Mama Arm“. Im Alter von zwei Jahren bildet Ihr Kind Dreiwortsätze und singt einfache Melodien. Das Verständnis von sich als eigenständiger Person ist voll ausgereift und es beginnt, über sich zu reden – was es mag oder nicht mag, was es denkt und fühlt. Die Benutzung von Fürwörtern kann Ihr Kind durcheinander bringen und Sie können sie vermeiden, indem Sie sagen „Mama wirft“ statt „Ich werfe“.
25. bis 36. Monat
Ihr Kind muss sich noch eine Weile abmühen, bevor es die angemessene Lautstärke beim Sprechen trifft, aber das lernt man noch früh genug. Langsam versteht es auch die Bedeutung der Fürwörter wie ich, mich und du. Im Alter von zwei bis drei Jahren wächst der Wortschatz bis hin zu 300 Wörtern. Nomen und Verben werden nun zu einfachen, aber sinnvollen Sätzen wie „Ich gehe jetzt“ verbunden.
Im Alter von drei Jahren ist Ihr Kind ein erfahrener Redner. Es kann sich an längeren Gesprächen beteiligen und Tonfall, Sprachmuster und Wortwahl dem Gesprächspartner anpassen. So benutzt es z.B. einfachere Worte im Gespräch mit einem anderen Kind, redet aber wortreich mit Ihnen. Seine Aussprache ist nun sehr gut zu verstehen. Es kann seinen Namen und sein Alter flüssig sagen und wird einen erbetenen Gefallen erfüllen.

Was kommt dann?

Je älter Ihr Kind wird, desto mehr wird es zur Plaudertasche. Sie werden sich kaum noch an die Zeit erinnern können, als es fast überhaupt noch nicht sprach und Sie werden es genießen, wenn Sie hören, was es alles in der Spielgruppe gemacht hat, was es bei der Freundin zu Essen gab, was es über Aschenputtels gemeine Stiefmutter denkt oder was auch immer es gerade beschäftigt. Jetzt wird es sich auch an die schwierige Kunst des Schreibens heranwagen.

Ihre Aufgabe: Sprechen Sie mit Ihrem Kind!

Studien belegen, dass Kinder, deren Eltern ausgiebig mit ihnen im Babyalter gesprochen haben, einen deutlich höheren IQ besitzen als andere Kinder. Ihr Wortschatz ist auch weitaus größer als der von Kindern, die nicht viele sprachliche Anregungen bekamen. Sie können damit bereits in der Schwangerschaft beginnen, dann gewöhnt sich Ihr Kind schon an Ihre Stimme. Lesen Sie laut oder singen Sie für Ihr Kind, wenn Sie in der Badewanne liegen. Nach der Geburt sprechen Sie mit ihm, wenn Sie die Windeln wechseln, es füttern oder baden und geben Sie ihm Zeit, mit einem Lächeln oder Augenkontakt zu reagieren. Ungefähr im fünften Monat beobachten Sie vielleicht, wie es intensiv Ihren Mund betrachtet. Reden Sie weiter und schon bald wird Ihr Kind Ihnen antworten.
Die Babysprache ist immer sehr verlockend, aber sprechen Sie auch in normalen Sätzen. Ihr Kind wird nur gut sprechen lernen, wenn Sie es ihm beibringen. Sie müssen jetzt nicht auf komplizierte Wörter verzichten. Solange Sie Ihrem Kind verständlich machen können, was Sie meinen, bedeutet die Benutzung neuer Wörter eine Erweiterung seines Vokabulars. Das gleiche gilt für Kleinkinder und Vorschulkinder, deren Sprachfähigkeiten sich solange verbessern, wie Sie diese durch Gespräche anregen.
Vorlesen ist ein wunderbares Mittel zur Erweiterung des Spracherwerbs. Ihr Baby hat Vergnügen am Klang Ihrer Stimme, Ihr Kleinkind wird die Geschichten genießen und Ihr Vorschulkind wird mit Ihnen über die Geschichten diskutieren.

Wann Sie sich Gedanken machen sollten

Babys mit Hörproblemen hören mit ca. einem halben Jahr auf zu plappern. Wenn Ihr Kind weder Laute von sich gibt (oder es zumindest versucht) noch Augenkontakt zu Ihnen sucht, wenden Sie sich an den Kinderarzt. Während einige Kinder schon mit neun Monaten Worte bilden, warten viele damit, bis sie 13 oder 14 Monate alt sind. Wenn Ihr Kind mit 15 Monaten noch kein Wort sagt oder Sie immer noch nichts von dem, was es sagt, verstehen können, sollten Sie mit Ihrem Kinderarzt sprechen. Manche Kinder lernen erst sehr spät sprechen, aber Ihr Kinderarzt/Ihre Kinderärztin kann ausschließen, dass es Probleme bei der Sprachentwicklung gibt.
Wenn Ihr Kind im Alter von drei Jahren Endkonsonanten nicht mitspricht (indem es z.B. „Hun“ statt „Hund“ sagt) oder einen Buchstaben bzw. eine Silbe mit einer anderen vertauscht (indem es z.B. zu „Katze“ „Tatze“ sagt), dann kann dahinter eine Sprachstörung oder ein Hörproblem stecken. Sprechen Sie darüber mit ihrem Kinderarzt, damit er ihr Kind dahingehend untersuchen kann.
Alle Kleinkinder stammeln und stottern von Zeit zu Zeit. Manchmal sind sie so aufgeregt, Ihnen etwas zu erzählen, das sie bewegt, dass die Worte einfach nicht heraus wollen. Kinderärzte nennen das Entwicklungsstottern. Lassen Sie ihr Kind den Satz allein beenden und vermeiden Sie, helfend einzugreifen. Das kann nämlich als Herabsetzung empfunden werden und hilft nicht dabei, mit der Situation fertig zu werden.
Ein anhaltendes Stottern sollte von einem Logopäden untersucht werden. Ein Kind macht die meisten Fortschritte, wenn es innerhalb der ersten sechs bis zwölf Monate nach Auftreten des Stotterns eine Sprachtherapie macht, unabhängig von seinem Alter. Sie können Ihren Kinderarzt um eine Überweisung bitten, aber viele Sprachtherapiezentren rechnen mittlerweile selbst mit den Krankenkassen ab.

15 Monate – ein richtiges Kleinkind

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Nun aber wirklich! Das letzte Stück Baby weicht von 2.0 und er wird zum richtigen Kleinkind. Mit 15 Monaten läuft er flüssig, spielt richtige Spiele und interagiert mit uns. In seinen Handlungen steckt Absicht, die teils witzig, klug oder auch für uns eklig sein kann. Nur das mit dem Essen müssen wir wohl noch üben… Die Baby- & Kinderentwicklung Monat für Monat.

Da rennt er los, der 15 Monate alte Junge…

15 Monate – Entwicklung schreitet voran

Dass 2.0 kein Baby mehr ist, stellte ich schon letzten Monat fest, als er frische 14 Monate alt war. Er zeigt uns nun klar, was er mag und nicht mag. Er schüttelt den Kopf für nein (und lacht dabei so süß) und kann uns theoretisch auch „ja“ zeigen. Tendenziell steht er eher auf „nein“. 😉 Er liebt es, einem Ball hinterher zu rennen, ob Fußball, Basketball oder Flummi, und spielt immer noch sehr gerne mit Autos. Hauptsache, es hat Räder! Aufpassen müssen wir aktuell mit kleinen Dingen, die er sich gerne wieder in den Mund steckt. Ich dachte, die Phase ist vorbei!? Zähneputzen beim Kleinkind und abendliches Waschen sind eher ein Kampf und ich bin sehr froh, wenn der Mann beide Kinder übernimmt.

Er spricht noch nicht

Während sein großer Bruder schon mit 14 Monaten mehrere Worte konnte, bleibt der Sprachschatz vom kleinen Sohn eher schmal. Manchmal sagt er sowas wie Mama, ruft aber nicht nach mir. Ab und zu hören wir ein danke von ihm und auch beim Spielen ahmt er uns nach und sagt „mam mam man“ wenn er das Stoffessen kostet. Statt „ei“ sagt er „ahhhh“, wenn er die wuschelige Loki-Katze streichelt. Meine Mama meinte, sie hätte auch schon Babyworte für Teddy und Ball gehört. Ich zweifle daran noch und bin gespannt, wann er losplappert (und es hier noch trubeliger wird…).

Die Sache mit dem Essen

Wir essen abends klassisch Stulle mit Brot. Gekocht wird sehr selten, eher bestellen wir Sushi oder auch mal einen Burger mit Pommes (Ausnahmen unserer Low Fat Ernährung sind erlaubt ;)). Aber das Trockene scheint dem kleinen Sohn nicht zu schmecken, er friemelt den Brotbelag ab, verspeist ihn manchmal oder schmeißt das Essen komplett vom Hochstuhl. Serviere ich Suppe, flippt er förmlich aus und isst diese mit Wonne und dem eigenen Löffel. Wie habt ihr das gelöst? Extra für die Kinder gekocht? Alternativen angeboten? Vielleicht würde er auch besser schlafen, wenn er einen vollen Bauch hätte?

Das macht 2.0 mit 15 Monaten

  • Kopf schütteln: nein
  • uns küssen – meist mit offenem Mund <3
  • Winken
  • Flaschen aufdrehen
  • Scheint mich zu verstehen
  • räumt Schuhe nach Aufforderung ins Regal
  • Brotbelag klauen 😉
  • hat immer noch mit den beiden Backenzähnen zu tun
  • Schläft gegen 20 Uhr ein
  • Wacht gegen 7 Uhr auf
  • Wird nachts 3 x gestillt
  • Wird tagsüber nicht mehr nach Bedarf gestillt
  • Kleidergröße 86 / 92
  • Schuhgröße 23 / 24 (Winterschuhkauf!)
  • Windelgröße 4

Weitere Entwicklungsberichte

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Sohn 2.0 Mädchen
Monat 1 Monat 9 Monat 17 Monat 1 Monat 9 Monat 17
Monat 2 Monat 10 Monat 18 Monat 2 Monat 10 Monat 18
Monat 3 Monat 11 Monat 19 Monat 3 Monat 11 Monat 19
Monat 4 Monat 12 Monat 20 Monat 4 Monat 12 Monat 20
Monat 5 Monat 13 Monat 21 Monat 5 Monat 13 Monat 21
Monat 6 Monat 14 Monat 22 Monat 6 Monat 14 Monat 22
Monat 7 Monat 15 Monat 23 Monat 7 Monat 15 Monat 23
Monat 8 Monat 16 Monat 24 Monat 8 Monat 16 Monat 24
3 Jahre 4 Jahre 5 Jahre 3 Jahre 4 Jahre

Psychologie: Mit 18 Monaten sind Kinder am aggressivsten

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Immer wieder gerät die Gewaltbereitschaft von Kindern und Jugendlichen in die Schlagzeilen. Als Ursachen dafür werden Perspektivlosigkeit und Vernachlässigung, aber auch Videospiele und ein hoher Fernsehkonsum diskutiert. Dabei werden Aggressionen größtenteils in die Wiege gelegt, wie kanadische Forscher betonen.

Kinder sind mit 18 Monaten besonders aggressiv

Erwachsene sind oft entsetzt, wenn sie sehen, wie Kleinkinder die Katze am Schwanz ziehen oder ihren Geschwistern mit Bauklötzen auf den Kopf schlagen. „Doch das ist ein natürliches Verhalten“, erklärt Richard Tremblay, Professor für Psychiatrie und Pädiatrie an der Universität Montreal.

„Kinder waren schon aggressiv, lange bevor es Fernsehen gab.“ Nach seinen Studien erreichen Kleinkinder bereits im Alter von 18 Monaten eine Spitze in ihrem aggressiven Verhalten: Sie beißen, kratzen, werfen Gegenstände durch die Gegend und schlagen dann besonders oft und intensiv zu.

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Das bleibt etwa bis zum fünften Lebensjahr so. Erst danach entwickeln Kinder zunehmend die Fähigkeit, ihre Bedürfnisse gewaltlos durchzusetzen.

Soziale Probleme bedingen anhaltende Aggression

Schon ein einziges Glas kann dem Kind schaden

In der Schwangerschaft sollten Frauen komplett auf Alkohol verzichten. Denn schon ein einziges Glas kann dem Gehirn des ungeborenen Kindes schaden und schlimme Folgen haben.

Quelle: N24

Lesen Sie auchUmweltschutz

„Kinder lernen folglich nicht, sich aggressiv zu verhalten“, räumt Tremblay mit einem Vorurteil auf, „sondern sie lernen, ihre aggressiven Tendenzen zu beherrschen.“ Etwa vier Prozent schaffen das jedoch nicht. Dafür gibt es in der Regel mehrere Ursachen, sowohl im Erbgut, als auch in der Umwelt der Kinder.

Klar ist, dass soziale Probleme und eine brutale Erziehung die aggressiven Tendenzen fördern. Doch dies gilt auch für ungesunde Verhaltensweisen der Mutter in der Schwangerschaft, wie etwa einseitige Ernährung, übermäßiger Stress und Rauchen. „Nikotin beeinflusst die Entwicklung jener Hirnareale des Babys, die für die emotionale Kontrolle zuständig sind“, warnt Tremblay.

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Beim Einfluss des mütterlichen Lebensstils auf das Verhalten des Kindes spielt die Genetik offenbar eine zentrale Rolle. „Chronisch aggressive Kinder haben mehr deaktivierte Gene als andere“, erläutert Tremblay. Wenn die Mutter während der Schwangerschaft ungesund lebt, kann dies zu Erbgutschäden führen, die dem Kind das Erlernen der Sprache erschweren. Hapert es sprachlich, kommt es häufiger zu Frustrationen, und die münden, wie Psychologen schon länger wissen, oft in die Aggression.

Erziehung: Eltern sollten Leitwölfe sein

Wie sollten sich Eltern demnach während der Erziehung verhalten? Jesper Juul, dänischer Familientherapeut und Bestsellerautor zahlreicher Erziehungsbücher, fordert eine zeitgemäße Autorität. „Eltern müssen Leitwölfe sein“, schreibt er in seinem neuen Ratgeber zu „liebevoller Führung in der Familie“. Er beobachtet, dass sich Eltern immer weniger trauen, diese Führung zu übernehmen, weil sie Angst davor haben, sich unbeliebt zu machen – oder weil sie zu bequemlich sind.

Juul warnt davor, den Weg des geringsten Widerstandes zu gehen. Das verunsichere die Kinder. Je klarer etwa die Strukturen und Regeln seien, wenn es darum gehe, sich für den Weg in den Kindergarten fertig zu machen, umso geringer sei die Gefahr, dass Konflikte entstünden. Mangelnde Führung fördere Frustrationen ebenso wie tyrannisches Verhalten.

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Wie sehr sich Kinder selbst nach Regeln sehnen, zeigt die Studie des Kölner Rheingold-Instituts, das im vergangenen Jahr im Auftrag des „Sterns“ Mädchen und Jungen zwischen acht und 15 Jahren zu ihren Lebenswelten befragt hat. Demnach wünschen sich Kinder und Heranwachsende von ihren Eltern mehr Klarheit und weniger Kumpelhaftigkeit. Feste Uhrzeiten, verbindliche Ansagen, Werte, nach denen sie sich richten können. Nicht zuletzt deshalb, weil sie ihre von der Arbeit geschafften Eltern häufig als launisch empfinden, schwankend zwischen zu streng und zu nachgiebig.

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