13 tage nach eisprung

Dieser Artikel dient zur Beratung unserer Leser/Patienten. In manchen Fällen der künstlichen Befruchtung können kleinere Blutungen auftreten. Zu den herkömmlichsten Fällen dieser kleinen Blutverluste haben wir Alexandra Izquierdo, Ärztin bei ProcreaTec, befragt:

1. Ist es normal, dass während der Behandlung kleine Blutungen auftreten? Und warum passiert das?

Manchmal gibt es bei Behandlungen der künstlichen Befruchtung außerhalb der Menstruationszeiten kleine Blutungen. In den meisten Fällen handelt es sich um harmlose Abstoßungen der Gebärmutterschleimhaut aufgrund leichter hormoneller Störungen. Normalerweise können diese durch Medikamente ohne Probleme gestoppt werden.

In anderen Fällen können solche kleinen Blutungen aber auch die ersten Anzeichen für Myome, Endometrium- und Zervikalpolypen und andere Störungen am Gebärmutterhals sein. Diese sollte man auf jeden Fall untersuchen.

2. Kann die verschriebene Hormontherapie eine Rolle gespielt haben?

Bei hormonellen Störungen spielt die medikamentöse Behandlung eine entscheidende Rolle, entwickelt sich die Gebärmutterschleimhaut doch je nach den verschriebenen Medikamenten so oder so. Dies kann dann zu Blutungen außerhalb der Menstruationszeiten führen.

3. Bei welchen Behandlungsmethoden kommen diese häufiger vor?

Da solche Blutungen verschiedene Ursachen haben, können sie bei jeder Hormonbehandlung auftreten, so wie auch Frauen mit spontanen Zyklen manchmal Zwischenblutungen haben.

4. Was sollte man tun, wenn diese auftreten?

Als erstes sollte man sich mit dem behandelnden Ärzteteam in Verbindung setzen, nur so kann eine entsprechende Diagnose zu den Ursachen der Blutung erstellt sowie eine Lösung dafür gefunden werden. Bei Polypen besteht diese in der Entfernung derselben. Im Fall von hormonellen Störungen müssen entsprechende Medikamente verabreicht werden.

5. Wird der laufende Zyklus beeinträchtigt?

Wenn es sich um kleine Blutungen handelt und die Gebärmutterschleimhaut intakt bleibt, wird der Zyklus normalerweise fortgeführt, jedoch dabei überwacht, dass ihre Dicke und ihr Aussehen den Normalwerten entsprechen. Handelt es sich um gemäßigte bis starke Blutungen und die Gebärmutterschleimhaut verliert an Konsistenz, wird zu einer Aussetzung des Zyklus geraten, um so die Chancen auf eine Schwangerschaft zu erhalten. Ebenso wird beim Auffinden eines Endometriumpolypen verfahren, der vor einer Behandlung entfernt werden sollte.

6. Warum tauchen auch nach der Insemination oder nach dem Embryo-Einsatz solche Blutungen auf?

Nach der intrauterinen Insemination oder dem Embryo-Einsatz können ebenfalls Blutungen vom Gebärmutterhals her auftreten. Obwohl der bei besagten Behandlungsmethoden eingeführte Katheder sehr weich und dünn ist, kann dieser nämlich leichte Verletzungen verursachen, die wiederum zu Blutungen führen können. Da sie außerhalb der Gebärmutter entstehen, sind sie allerdings meist sehr leicht und selbstbegrenzt.

7. Wie muss man sich verhalten, wenn eine Blutung noch vor dem Schwangerschaftstest auftritt?

Vor dem Schwangerschaftstest und einige Tage nach dem Embryo-Einsatz oder der Samenübertragung können kleine – aus der Gebärmutterhöhle stammende – Blutungen entstehen. Diese sogenannten Inseminationsblutungen kommen dadurch zustande, dass der Embryo, um sich in der Gebärmutterschleimhaut einnisten zu können, diese durchdringen muss und sie dadurch verletzt. Auch wenn die Blutungen manchmal so stark wie Menstruationsblutungen sind, sind sie ebenfalls selbstbegrenzt. In solchen Fällen ist es sehr wichtig, dass die verschriebenen Medikamente weiter eingenommen werden und Kontakt zum behandelnden Ärzteteam aufgenommen wird.

8. Ist es normal, dass dabei auch Schmerzen auftreten?

Wenn bei dem Embryo-Einsatz Blut in der Gebärmutterhöhle vorliegt, kann dies kontraktionsähnliche Bewegungen auslösen, mit denen das Blut aus dem Uterus entfernt werden soll. Solche Kontraktionen können Menstruationsschmerzen sehr ähnlich sein.

9. Wie soll man sich bei solchen – sei es leichten oder aber auch starken – Schmierblutungen verhalten?

Wenn das Resultat eines Schwangerschaftstests erwartetet wird, gibt das behandelnde Ärzteteam Anweisungen, wie man sich zu verhalten hat. Diese können von fortführender Medikamenteneinnahme bis zur absoluten Ruhelage reichen.

10. Was bedeuten solche Blutverluste?

Normalerweise stehen Blutungen vor oder am gleichen Tag des Schwan

gerschaftstests mit dem Embryo-Einsatz in Zusammenhang. Bei einem negativen Schwangerschaftstest handelt es sich also um die ganz normale Monatsblutung.

Ein leichter Blutverlust ist jedoch noch kein Indiz auf ein negatives Resultat, weshalb man auf keinen Fall die Medikamente weglassen sollte. Für einen erfolgreichen Embryo-Einsatz müssen diese nämlich weiterhin eingenommen werden und dürfen, solange keine klaren Anweisungen dazu gegeben wurden, auf keinen Fall abgesetzt werden.

Da bei Fortpflanzungsbehandlungen – wie bei den oben beschriebenen Fällen – sofort gehandelt werden muss, steht ProcreaTec-Patienten jederzeit ein persönlicher Servicedienst bereit, den sie auf verschiedene Weise kontaktiert können.

Fragen und Antworten (FAQ)

Frage Patientin: Kann ich zur Follikel-Punktion mit dem Auto kommen?
Antwort Arzt: Sie bekommen an diesem Tag in der Regel eine Narkose, daher können Sie zwar mit dem Auto selbst zu IVF-SAAR Saarbrücken-Kaiserslautern fahren, aber in keinem Fall zurück das Steuer führen. Dafür brauchen Sie eine Begleitperson.

Frage Patientin: Kann ich zum Embryotransfer mit dem Auto selbst fahren?
Antwort Arzt: Auch hier sollten Sie eine Begleitperson (am besten Ihr Partner, der beim Transfer anwesend sein kann) mitbringen, denn Sie bekommen vor dem Embryotransfer ein Medikament in Form eines Zäpfchens, das beruhigt und somit Kontraktionen der Gebärmutter vermeiden hilft. Die Fahrtüchtigkeit ist durch das verabreichte Mittel einschränkt.

Frage Patientin: Wo soll ich mein Auto abstellen, wenn ich in die Praxis komme?
Antwort Arzt: Wenn Sie der Anfahtsbeschreibung folgen, finden Sie direkt auf dem Gelände des Medizeums ausreichend kostenlose Parkplätze für die Patienten von IVF-SAAR Saarbrücken-Kaiserslautern. Schräg gegenüber vom Medizeum steht das preisgünstigste Parkhaus von Saarbrücken, in dem es reichlich zusätzliche Parkplätze gibt.

Frage Patientin: Wie lange dauert der Aufenthalt bei der Punktion?
Antwort Arzt: Die Punktion selbst dauert ca. 20 Minuten, die Aufwachzeit bis Sie wieder straßenfähig sind, ca. 2 Stunden. Sie müssen insgesamt vom Betreten bis Verlassen von IVF-SAAR Saarbrücken-Kaiserslautern zwischen 3 und 4 Stunden rechnen.

Frage Patientin: Wie lange dauert der Embryotransfer? Wie lange muss ich in der Praxis bleiben?
Antwort Arzt: Der Embryotransfer dauert zwischen 5 und 10 Minuten. Ca. 2 Stunden vor dem Transfer erhalten Sie ein Zäpfchen. Danach sollten Sie 20 Minuten liegen und können dann IVF-SAAR Saarbrücken-Kaiserslautern verlassen. Insgesamt müssen Sie also mit 1 Stunde bis 1 ½ Stunden Zeit rechnen, die Sie in den Räumen von IVF-SAAR Saarbrücken-Kaiserslautern verbringen.

Frage Patientin: Muss ich zum Embryotransfer nüchtern kommen?
Antwort Arzt: Nein.

Frage Patientin: Muss ich zur Punktion nüchtern kommen?
Antwort Arzt: Wie im Aufklärungsgespräch vor der Punktion verabredet, dürfen Sie an dem Morgen, an dem die Punktion stattfindet, nichts essen, nichts trinken, nichts lutschen, nicht rauchen und müssen IVF-SAAR Saarbrücken-Kaiserslautern ganz nüchtern betreten.

Frage Patientin: Wann darf ich das letzte essen und trinken?
Antwort Arzt: ca. 8-10 Stunden vor Punktion können Sie die letzte leichte Mahlzeit zu sich nehmen, ca. 6-8 Stunden vor Punktion nichts mehr trinken.

Frage Patientin: Wann darf ich das erste wieder essen?
Antwort Arzt: Nachdem Sie aus der Narkose erwacht sind, bekommen Sie auf Wunsch von der OP-Schwester Tee zu trinken. Wenn Sie IVF-SAAR Saarbrücken-Kaiserslautern verlassen haben, können Sie sofort etwas leichtes zu sich nehmen, am besten eine Suppe.

Frage Patientin: Wie fühle ich mich nach dem Eingriff? Habe ich Schmerzen?
Antwort Arzt: Nach der Punktion können Sie durchaus leichte Schmerzen haben, insbesondere ein Druckgefühl im Unterbauch ist normal. Sie fühlen sich aber durstig und sollten auch entsprechend viel trinken (2-3 Liter pro Tag). Am besten ist zusätzlich zu kohlensäurearmem Mineralwasser, Tee etc.., die Zufuhr von isotonischen Getränken (0,5-1 Liter), wie sie für Leistungssportler angeboten werden, z.B. Isostar, Nesfit, Aquarius, Gatorade (diese Liste ist nicht vollständig). Wenn Sie zu Hause sind, sollten Sie sich für den Rest des Tages hinlegen und ruhen.

Frage Patientin: Wie lange bin ich arbeitsunfähig?
Antwort Arzt: Wegen der möglichen Zystenbildung an den Eierstöcken nach der Eizellgewinnung und damit verbundener körperlichen Belastung, kann in Ausnahmefällen eine bis zu zweiwöchige Arbeitsunfähigkeit eintreten. Sie erhalten üblicherweise eine Krankschreibung für eine Woche.

Frage Patientin: Wieso blute ich etwas? Kann nach dem Embryotransfer wieder eine Blutung auftreten? Ist dieses ein Zeichen für eine Fehlgeburt?
Antwort Arzt: Nach der Punktion ist ein blutig-bräunlicher Ausfluss normal. Er ist Folge der Scheidenverletzung beim Durchstechen der Scheidenwand und stammt NICHT aus der Gebärmutter.
Nach dem Embryotransfer ist eine kurzzeitige blutige Absonderung innerhalb von 48 Stunden ebenfalls normal. Dieses kommt von dem Muttermund oder aus dem Gebärmutterhals und hat mit einer Blutung aus der Gebärmutter nichts zu tun. Auch eine etwas später auftretende Blutung, die nicht stärker sein darf, als die Menstruationsblutung, ist durchaus vom Gebärmutterhals möglich und sagt nichts über den Ausgang der Behandlung aus.

Frage Patientin: Wieso erhalte ich nach dem Embryotransfer ein zusätzliches Medikament, das in die Scheide eingeführt wird?
Antwort Arzt: Das Mittel (z.B. Utrogest oder Crinone – also Gestagene) wird in Form von Kügelchen, bzw. eines Gels zur Unterstützung der Gelbkörperphase täglich mindestens bis zum Schwangerschaftstest vaginal von Ihnen eingeführt. Die Unterstützung der Gelbkörperphase ist wichtig, damit sich der Embryo auch einnisten kann.

Frage Patientin: Wann dürfen wir wieder Geschlechtsverkehr haben?
Antwort Arzt: Durch die verabreichten vaginalen Medikamente wird die Empfindung möglicherweise beeinträchtigt, so dass in der Zeit dieser medikamentösen Behandlung (maximal 12 Wochen) ein normaler, vaginaler Verkehr wahrscheinlich nicht als angenehm empfunden wird. An anderen Zärtlichkeiten darüber hinaus, sollte aber keinesfalls gespart werden, da Sie natürlich ganz erheblich zum Wohlbefinden und zur Entspannung beitragen. Grundsätzlich ist Verkehr aus medizinischen Gründen nicht verboten.

Frage Patientin: Darf ich Sport treiben (Joggen, Fitneßtraining)?
Antwort Arzt: Für die Zeit, in der Arbeitsunfähigkeit besteht, sollte keine starke sportliche und übermäßig kreislaufbelastende Aktivität aufgenommen werden; gegen Spazierengehen oder gemütliches Fahrradfahren besteht kein Einwand.

Frage Patientin: Darf ich nach dem Embryotransfer baden oder duschen (schwimmen gehen)?
Antwort Arzt: Während der vaginalen Medikamenteneinnahme ist Baden insbesondere in öffentlichen Bädern wegen der Infektionsgefahr nicht unbedingt zu empfehlen. Gegen Duschen oder ein kurzes nicht zu heißes Bad zu Hause in der eigenen Badewanne ist grundsätzlich nichts einzuwenden, insofern gewährleistet ist, dass die verabreichten Zäpfchen/Kapseln nicht herausgespült werden (keine Scheidenspülungen o.ä. durchführen !)

Frage Patientin: Muss ich mich an meinen mitgegebenen Plan halten?
Antwort Arzt: Jedes Abweichen von dem Plan muss mit IVF-SAAR Saarbrücken-Kaiserslautern abgesprochen werden, auch andere Ärzte, die mitbehandelnde Ärzte sind, sollten sich mit IVF-SAAR Saarbrücken-Kaiserslautern absprechen, sonst kann der Behandlungserfolg gefährdet sein.

Frage Patientin: Darf ich Medikamente einnehmen, z.B. Schmerzmittel?
Antwort Arzt: Die Einnahme von anderen Medikamenten als verabredet, bzw. von Schmerzmitteln, die nicht auf der Verhaltensinformation nach dem Eingriff gelistet ist, sollte unbedingt vorher mit IVF-SAAR Saarbrücken-Kaiserslautern abgestimmt werden. Sollten Schmerzen so stark sein, dass ein Arzt konsultiert werden muss, bitten wir Sie unbedingt, die Notfallnummer von IVF-SAAR Saarbrücken-Kaiserslautern anzurufen und das weitere Vorgehen zu vereinbaren.

Frage Patientin: Wir haben Urlaub gebucht, darf ich fliegen?
Antwort Arzt: Vor der 13. Schwangerschaftswoche sollte eine Flugreise nur nach Absprache mit IVF-SAAR Saarbrücken-Kaiserslautern geplant werden, da in dieser Zeit doch regelmäßige Kontrolluntersuchungen erforderlich sein können. Danach ist gegen eine Flugreise grundsätzlich nichts einzuwenden, es sei denn, es treten in der Frühschwangerschaft Komplikationen auf, die eine Flugreise verbieten.

Frage Patientin: Darf ich stricken, kochen oder darf ich überhaupt etwas im Haushalt machen?
Antwort Arzt: Gegen Hausarbeiten, die üblicherweise anfallen, ist nichts einzuwenden. Der große Jahreshausputz sollte nicht innerhalb der ersten Tage nach der Punktion stattfinden.

Frage Patientin: Darf ich ein Glas Wein (Sekt) trinken?
Antwort Arzt: Solange Sie nicht schwanger sind, ist gegen den Genuss eines Glases Wein oder Sekt nichts einzuwenden. Schwangere sollten überhaupt keinen Alkohol zu sich nehmen.

Frage Patientin: Darf ich Kaffee/Tee trinken?
Antwort Arzt: Gegen 1 bis 2 Tassen Kaffee täglich, bzw. Tee, ist nichts einzuwenden.

Frage Patientin: Darf ich auf die Sonnenbank gehen?
Antwort Arzt: Wegen der entstehenden Gewebeerhitzung und Kreislaufbelastung sollte auf Sonnenbank und ein direktes Sonnenbad verzichtet werden. Während der Schwangerschaft können außerdem häßliche Pigmentverschiebungen im Gesicht und am Bauch entstehen.

Frage Patientin: Darf ich rauchen?
Antwort Arzt: Besser nicht. Nicht nur, wenn Sie schwanger werden, müssen Sie das Rauchen sowieso einstellen, da Rauchen und Schwangerschaft sich überhaupt nicht miteinander vertragen, sondern die Chancen auf eine erfolgreiche Behandlung sind auch schon herabgesetzt, wenn Sie in den Wochen vor und während der Behandlung rauchen. Da Sie doch hoffen, in einem der anstehenden Versuche schwanger zu werden, ist es besser, von Anfang an mit dem Rauchen aufzuhören.

Frage Patientin: Darf ich in die Sauna gehen?
Antwort Arzt: Wegen der enormen Kreislaufbelastung sollte auf Sauna während der Behandlung und während einer Schwangerschaft verzichtet werden.

Frage Patientin: Was soll ich tun, wenn ich nach der Punktion Beschwerden habe und auf der Notfallnummer keinen Arzt von IVF-SAAR Saarbrücken-Kaiserslautern erreichen kann?
Antwort Arzt: Suchen Sie bitte das größte Krankenhaus in Ihrer Gegend mit einer Entbindungsabteilung auf. Nehmen Sie ihre Unterlagen, die Sie von uns bekommen haben, mit. Darin gibt es eine Bescheinigung über die Behandlung, die Anzahl der Embryonen und eine Beschreibung für Ärzte, welche Notfallmaßnahmen man ergreifen muss, damit Ihnen aus dieser Behandlung kein Schaden entsteht.

Frage Patientin: Muss ich mich nach dem Einführen eines Zäpfchens hinlegen?
Antwort Arzt: Nein. Die Progesteron-Dosierung ist so hoch gewählt, dass ein teilweiser Verlust der Wirkmasse keine Rolle spielt.

Frage Patientin: Wie groß ist ein Ei (ein Sperma, ein Embryo)?
Antwort Arzt: Eier, Spermien und Embryonen sind unterschiedlich groß. Damit Sie jedoch eine Vorstellung haben von der Größe, so ist ein Ei etwa 0,15 bis 0,2 mm groß, der transferierte Embryo ist zunächst nicht größer, bis er aus der Eihülle schlüpft, ein Spermium ist ca. 100 mal kleiner.

Frage Patientin: Wenn ich 2 Embryonen transferiert bekomme, kann ich auch 3 Kinder kriegen?
Antwort Arzt: Grundsätzlich sind auch eineiige Zwillinge bei der Durchführung dieser Behandlung möglich, so dass in ganz seltenen Fällen auch einmal eineiige Zwillinge und ein Einling auftreten könnten (ca. 1 pro 1.000 Schwangerschaften).

Frage Patientin: Wenn ich 12 Tage nach dem Transfer nicht blute, bin ich dann schwanger?
Antwort Arzt: Üblicherweise verhindert die Anwendung von Gestagenen (Utrogest / Crinone), auch wenn keine Schwangerschaft eingetreten ist, die nächste Monatsblutung. Dennoch kommt es vor, dass sowohl bei Eintritt einer Schwangerschaft als auch, wenn dieses nicht der Fall ist, Schmierblutungen auftreten können. Wenden Sie die Gestagene bitte in jedem Fall bis zum angegebenen Zeitpunkt an und kommen, wie vereinbart, zum Schwangerschaftstest zu IVF-SAAR Saarbrücken-Kaiserslautern.
Sollte tatsächlich eine (Schmier-) Blutung schon eingetreten sein, machen wir zusätzlich zur Blutentnahme auch eine Ultraschalluntersuchung. Sollte eine regelstarke Blutung vor dem vereinbarten Schwangerschaftstest-Termin eingetreten sein – aber nur dann – können Sie die Gestagene absetzen, kommen aber dennoch zur Blutentnahme und Ultraschalluntersuchung zum vereinbarten Termin zu IVF-SAAR Saarbrücken-Kaiserslautern, um Zystenbildungen oder – was sehr selten vorkommt – eine Eileiterschwangerschaft auszuschließen. Den tatsächlichen Eintritt einer Schwangerschaft kann man in dieser frühen Zeit nur durch eine Blutuntersuchung sicher feststellen.

Frage Patientin: Was teilt mir die MTA am Telefon mit, wenn ich nach Entnahme des Schwangerschaftstestes 12 Tage nach Transfer anrufe?
Antwort Arzt: Die MTA teilt Ihnen mit, ob die Behandlung zu dem gewünschten Erfolg geführt hat und eine Schwangerschaft eingetreten ist. Unsichere Schwangerschaftszeichen, wie Übelkeit, Brustspannen und die Hoffnung, schwanger zu sein, suggerieren der Patientin häufig, dass sie schwanger ist. Die Erfolgsrate der Behandlung liegt bei 30 – 35 %, so dass 2 Patienten von 3 bei diesem Anruf mitgeteilt werden muss, dass eine Schwangerschaft nicht eingetreten ist. In jedem Falle klärt Sie die MTA über das weitere Verhalten auf und macht mit Ihnen einen erneuten Termin in der Praxis aus, egal ob sie schwanger geworden sind, oder nicht.

Wir wünschen Ihnen eine erfolgreiche Behandlung
Ihr Team IVF-SAAR Saarbrücken-Kaiserslautern

Schmierblutung

Letzte Änderung: 02.05.2019
Nächste Aktualisierung von Till von Bracht • Medizinredakteur Dieser Artikel wurde nachNach höchsten wissenschaftlichen Standards verfasst.

Unsere Inhalte basieren auf fundierten wissenschaftlichen Quellen, die den derzeit anerkannten medizinischen Wissensstand widerspiegeln. Wir arbeiten eng mit medizinischen Experten zusammen.

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Schmierblutungen entstehen häufig durch Hormonschwankungen. In den meisten Fällen sind sie harmlos und können mit einfachen Mitteln behoben werden oder verschwinden ganz von selbst wieder. Seltener steckt eine Erkrankung dahinter – um das aber auszuschließen, sollten Schmierblutugen ärztlich abgeklärt werden.

© iStock

Inhaltsverzeichnis

  • Definition
  • Ursachen
  • Diagnose
  • Therapie
  • Quellen

Was ist eine Schmierblutung?

Eine Schmierblutung ist eine genitale Blutung der Frau (Vaginalblutung). Schmierblutungen sind bräunlich und schwächer als die normale Menstruation.

In den meisten Fällen handelt es sich dabei um Zusatzblutungen, also Blutungen, die außerhalb der regulären Menstruation auftreten und unterschiedlichste Ursachen haben können.

Es gibt unterschiedliche Formen von Schmierblutungen, die mit der Menstruation zusammenhängen:

  • prämenstruelle Schmierblutungen (Vorblutungen): zwei bis drei Tage vor der Periode
  • postmenstruelle Schmierblutungen (Nachblutungen): zusätzliche Blutung ein bis drei Tage nach der Periode
  • Ovulationsblutung: Schmierblutung zum Zeitpunkt des Eisprungs, auch Mittelblutung (oft gemeinsam mit sogenanntem Mittelschmerz)
  • Hypomenorrhoe (selten): Monatsblutung ist so schwach, dass sie sich nur noch als Schmierblutung äußert

Von der Periode abhängige Schmierblutungen treten gewöhnlich zyklisch auf, das bedeutet, sie wiederholen sich monatlich zum selben Zeitpunkt.

Aber auch unabhängig von der Menstruation kann es zu Schmierblutungen kommen, beispielsweise:

  • in der Schwangerschaft (Dabei handelt es sich nicht um die Periode – es ist nicht möglich, trotz Schwangerschaft eine Regelblutung zu bekommen.)
  • während oder nach den Wechseljahren
  • nach einer Ausschabung
  • nach Geschlechtsverkehr
  • nach dem Einsetzen, während der Verwendung sowie einige Zeit nach dem Entfernen einer Spirale (Intrauterinpessar)
  • während einer Hormonbehandlung
  • aufgrund verschiedener Erkrankungen wie Endometriose, Endometritis, aber auch als Folge von Krebserkrankungen wie Gebärmutterhalskrebs oder Gebärmutterkrebs

Von der Periode unabhängige Schmierblutungen treten für gewöhnlich nicht regelmäßig auf.

Schmierblutung: Ursachen

Eine Schmierblutung kann grundsätzlich drei verschiedene Ursachen haben. Sie kann:

  • hormonell,
  • organisch oder
  • mechanisch

bedingt sein. In vielen Fällen gibt es einen hormonellen Auslöser für die Schmierblutung, häufig in Zusammenhang mit dem weiblichen Zyklus.

Zyklische Schmierblutungen

Zyklische Schmierblutungen, also Schmierblutungen, die abhängig von der Periode regelmäßig zum gleichen Zeitpunkt auftreten, können unterschiedliche Ursachen haben:

Vorblutungen (prämenstruelle Blutungen) treten zwei bis drei Tage vor der erwarteten Menstruation auf. Sie sind meist Folge einer sogenannten Gelbkörperschwäche (Corpus-luteum-Insuffizienz). Der Gelbkörper (Corpus luteum) spielt eine wichtige Rolle im weiblichen Zyklus. Unter anderem produziert er das Gelbkörperhormon (Progesteron). Bei einer Gelbkörperschwäche ist die Konzentration des Progesterons zu niedrig. Das kann dazu führen, dass der Zyklus verkürzt ist (Polymenorrhoe) und Schmierblutungen auftreten.

Eine Gelbkörperschwäche kann Folge einer Schilddrüsenerkrankung sein und ist die häufigste Ursache für weibliche Unfruchtbarkeit.

Seltener resultieren Vorblutungen aus einem Östrogenmangel in der zweiten Zyklushälfte.

Auch die sogenannte Ovulationsblutung oder Mittelblutung kann Folge einer Gelbkörperschwäche sein. Sie tritt mit dem Eisprung (Ovulation) auf.

Was ist der Mittelschmerz?

Die Mittelblutung kann von einem ziehenden oder stechenden Schmerz begleitet sein, dem Mittelschmerz (Ovulationsschmerz). Eine Frau kann auch lediglich den Mittelschmerz spüren oder die Mittelblutung ohne Schmerz bemerken. Der Mittelschmerz alleine ist nicht außergewöhnlich: Einige Frauen spüren ihn, wenn das Bauchfell beim Platzen des Eibläschens (Eisprung) gereizt wird.

Nachblutungen (postmenstruelle Schmierblutungen) sind Zusatzblutungen zwei bis drei Tage nach der Periode. Mögliche hormonelle Ursachen für eine Nachblutung können sein:

  • zu niedrige Östrogenkonzentration bei Zyklusbeginn (z.B. durch eine Gelbkörperschwäche)
  • verzögerte Regeneration der Gebärmutterschleimhaut

Hat sich etwa 24 Stunden nach dem Eisprung keine befruchtete Eizelle eingenistet, beginnt der Gelbkörper, sich zurückzubilden. Der Progesteronspiegel im Blut sinkt, die Gebärmutterschleimhaut wird wieder abgebaut und große Teile davon werden mit der anschließenden Regelblutung ausgeschieden. Ist dieser Vorgang gestört, kann es zu einer postmenstruellen Schmierblutung kommen.

Organische Ursachen für Nachblutungen können beispielsweise sein:

  • Myome (Gebärmuttergeschwulst)
  • Entzündung der Gebärmutterschleimhaut (Endometritis)
  • Endometriose
  • Polypen
  • Gebärmutterhypoplasie (hierbei ist die Gebärmutter verkleinert, der Muskel ist geschwächt und die Blutstillung beeinträchtigt)

Außerdem können zyklusabhängige Schmierblutungen auftreten

  • als Nebenwirkung hormoneller Verhütung
  • durch eine Hormonbehandlung
  • nach einer Geburt
  • während und nach der Stillzeit

In seltenen Fällen kann auch eine Krebserkrankung Ursache für eine zyklusabhängige Schmierblutung sein, wie beispielsweise:

  • Gebärmutterkrebs
  • Gebärmutterhalskrebs
  • Scheidenkrebs (sehr selten)

Zyklusunabhängige Schmierblutungen

Zyklusunabhängige Schmierblutungen sind nicht an den weiblichen Zyklus gekoppelt. Sie können beispielsweise auftreten

  • in der Schwangerschaft,
  • nach den Wechseljahren oder
  • nach mechanischer Reizung

Werden die Gebärmutterschleimhaut oder die Scheidenschleimhaut mechanisch gereizt, können kleinste Gefäße (Kapillaren) verletzt werden und eine einmalige leichte Schmierblutung auslösen. Das kann beispielsweise passieren, wenn eine Spirale eingesetzt oder entfernt wird. Auch Geschlechtsverkehr kann eine Schmierblutung durch mechanische Reizung auslösen (sog. Kontaktblutung).

Des Weiteren kann eine unvollständige Ausschabung dazu führen, dass die Gebärmutterschleimhaut sich nicht richtig regenerieren kann, sodass Schmierblutungen auftreten.

Schmierblutungen nach den Wechseljahren können ein Anzeichen für Gebärmutterkrebs sein und sollten daher beim Arzt abgeklärt werden. Aber auch eine Hormonbehandlung während der Wechseljahre sowie verschiedene medikamentöse Behandlungen können Schmierblutungen auslösen.

Weitere Ursachen für zyklusunabhängige Schmierblutungen können sein:

  • spezielle Form der Fehlgeburt (Missed abortion)
  • Scheidenentzündung
  • Gebärmutterentzündung
  • Myome (Gebärmuttergeschwulst)
  • Zysten
  • Polypen
  • Scheidenkrebs
  • Gebärmutterkrebs

Schmierblutung in der Schwangerschaft

Einige Frauen beobachten in der Schwangerschaft zum Zeitpunkt der gewohnten Menstruation eine leichte Schmierblutung. In vielen Fällen ist diese harmlos. Sie sollte dennoch vom Frauenarzt abgeklärt werden, da sie auch Anzeichen für eine drohende Fehlgeburt oder eine Eileiterschwangerschaft sein kann.

Zu Beginn der Schwangerschaft kann sich die Einnistung der Eizelle als leichte Schmierblutung äußern (Einnistungsblutung).

Eine Schmierblutung in der späteren Schwangerschaft kann beispielsweise Folge der stärkeren Durchblutung und des erhöhten Drucks auf den Beckenboden sein. Dadurch können unter Belastung kleinste Blutgefäße (Kapillaren) platzen und zu einer Schmierblutung führen. Lassen Sie dennoch abklären, ob der Muttermund geschlossen ist und keine anderen Ursachen für die Schmierblutung vorliegen.

Bei Blutungen in der Schwangerschaft handelt es sich niemals um Menstruationsblutungen. Eine Periode in der Schwangerschaft ist nicht möglich!

Schmierblutung: Diagnose

Wenn Sie eine Schmierblutung bei sich beobachten oder häufiger Schmierblutungen haben, sollten Sie diese in jedem Fall von einem Arzt abklären lassen. So kann Ihr Frauenarzt schwerwiegende Erkrankungen ausschließen beziehungsweise rechtzeitig erkennen. Der Arzt wird zunächst eine Anamnese erstellen, also genau erfragen, zu welchem Zeitpunkt die Schmierblutungen auftreten und ob sie zyklisch erfolgen.

Außerdem ist für ihn interessant, ob

  • eine Schwangerschaft besteh,
  • vor kurzer Zeit ein Kind geboren wurde sowie
  • ob die betroffene Frau stillt oder bis vor Kurzem gestillt hat.

Auch das Alter der Frau spielt eine Rolle: Handelt es sich um

  • ein Mädchen in der Pubertät,
  • eine Frau im fruchtbaren Alter oder
  • eine Frau in oder nach den Wechseljahren?

Beispiel: Die Patientin ist im fruchtbaren Alter. Bisher trat nur eine Schmierblutung auf, etwa sechs Wochen nach der letzten regulären Menstruation. Dies ist für den Arzt ein Hinweis, dass es sich hier um eine Eileiterschwangerschaft handeln könnte.

Im Anschluss an die Anamnese erfolgt eine körperliche Untersuchung, um eventuelle mechanische und organische Ursachen für die Schmierblutung zu erkennen oder auszuschließen. Wenn nötig wird der Arzt Blut abnehmen, um den Hormonstatus zu ermitteln. So lässt sich erkennen, ob beispielsweise eine Gelbkörperschwäche die Schmierblutung verursacht.

Schmierblutung: Therapie

Ob und wie eine Schmierblutung behandelt wird hängt davon ab, ob eine organische Erkrankung oder ein dauerhaftes Hormonungleichgewicht vorliegt. Diese benötigen eine entsprechende Therapie.

Zyklusabhängige Schmierblutungen sowie mechanisch bedingte Schmierblutungen wird der Arzt nicht zwingend behandeln.

Besonders Schmierblutungen, die in Folge einer Geburt, während oder nach der Stillzeit oder zu Beginn hormoneller Verhütung auftreten, verschwinden häufig von selbst, wenn sich der Hormonhaushalt wieder regeneriert. Auch in der Pubertät unterliegt der Hormonhaushalt oft großen Schwankungen, die zu Schmierblutungen führen können, aber meist keiner Therapie bedürfen.

Medikamente und Verhütungsmittel

Der Hormonhaushalt ist aber auch mit Medikamenten regulierbar. Das kann beispielsweise nötig sein, wenn:

  • die Schmierblutungen über einen längeren Zeitraum hinweg auftreten.
  • die Schmierblutungen in der Schwangerschaft auftreten und das Risiko einer Fehlgeburt besteht.
  • die Schmierblutungen Folge einer Gelbkörperschwäche sind und ein unerfüllter Kinderwunsch besteht.

So kann bei anhaltenden Vorblutungen eine Gestagen- oder Östrogentherapie erfolgen. Dabei nimmt die Frau während bestimmter Tage im Zyklus die nötigen Hormone ein, um den Zyklus zu stabilisieren. Viele Frauen nutzen die Pille nicht nur zur Schwangerschaftsverhütung, sondern in Absprache mit dem Arzt auch, um den Zyklus zu stabilisieren.

Bleiben Schmierblutungen, die als Nebenwirkung hormoneller Verhütung auftreten, über einen längeren Zeitraum bestehen, ist es sinnvoll, die Verhütungsmethode in Absprache mit dem Frauenarzt zu wechseln.

Bei Nachblutungen kann eine Ausschabung (Kürettage oder Abrasio) nötig sein, um Reste der Gebärmutterschleimhaut, die nicht mit der Menstruation ausgeschwemmt wurden, zu entfernen. Anschließend ist auch hier eine Hormontherapie möglich. Sind die Schmierblutungen Folge einer Ausschabung, wird der behandelnde Arzt die Ausschabung nötigenfalls wiederholen.

Eileiterschwangerschaft und Fehlgeburt

Liegt eine Eileiterschwangerschaft vor, ist es nötig, diese zu beenden. Ist die Schmierblutung Folge einer sogenannten Missed Abortion, also einer nicht erkannten, unvollständigen Fehlgeburt, wird der Arzt die vollständige Fehlgeburt medikamentös einleiten und anschließend eine Ausschabung vornehmen.

Grunderkrankungen

Liegt den Schmierblutungen eine Krebserkrankung zugrunde, ist eine gezielte Therapie nötig, etwa eine Chemotherapie oder Strahlentherapie.

Ist eine Endometriose Grund für die Schmierblutungen, kann in vielen Fällen eine Hormonbehandlung oder eine Bauchspiegelung (Laparoskopie) Abhilfe schaffen.

Quellen

ICD-10-Diagnoseschlüssel:

Hier finden Sie den passenden ICD-10-Code zu „Schmierblutung“:

  • Sonstige abnorme Uterus- oder Vaginalblutung

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Quellen:

Online-Informationen des Pschyrembel: www.pschyrembel.de (Stand: 27.10.2017)

Weyerstahl, T., Stauber, M.: Duale Reihe Gynäkologie und Geburtshilfe. Thieme, Stuttgart, 2013

Uhl, B.: Gynäkologie und Geburtshilfe compact. Thieme, Stuttgart, 2013

Schneider, H., Husslein, P., Schneider, K.T.M.: Die Geburtshilfe. Springer-Verlag, Heidelberg, 2011

Letzte inhaltliche Prüfung: 19.12.2017
Letzte Änderung: 02.05.2019

Zusatzblutungen
 Zwischenblutung: Warum bluten manche Frauen zwischen den Tagen?

Die Ovulationsblutung
Die Ovulationsblutung ist eine Zwischenblutung, die als Schmierblutung auftritt. Die Ursache ist ein Absinken des Östrogenspiegels nach dem Eisprung. Es kommt dadurch zu einer Hormonentzugsblutung. Die Ovulationsblutung fällt eher leicht aus und dauert ein bis drei Tage. Sie geht häufig mit einem leichten Mittelschmerz einher. Dieser heißt so, weil er nach dem Eisprung, also in der Mitte des Zyklus vorkommt. Diese Form der Zwischenblutung heißt daher auch Mittelblutung. Sie stellt zwar eine Zyklusstörung dar, hat medizinisch gesehen aber keinen Krankheitswert. Tritt sie jedoch sehr häufig oder gar regelmäßig auf, ist es ratsam, die Symptome von einem Arzt abklären zu lassen. Nur so können andere Ursachen ausgeschlossen werden.

Eine Gelbkörperschwäche
In der zweiten Zyklushälfte sorgt der Anstieg des Gelbkörperhormons Progesteron für den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut und für die Aufrechterhaltung einer späteren Schwangerschaft. Frauen mit einer sogenannten Gelbkörperschwäche haben einen eher unregelmäßigen Zyklus, eine kürzere zweite Zyklushälfte und häufig Zwischenblutungen in der zweiten Zyklushälfte. Ein Progesteronmangel führt bei den betroffenen Frauen dazu, dass sich in die unterversorgte Gebärmutterschleimhaut keine befruchtete Eizelle einnisten kann, oder es nach kurzer Zeit zu einer Fehlgeburt kommt. Bei unerfülltem Kinderwunsch sind Zwischenblutungen ein wichtiger Hinweis für den behandelnden Arzt. Als Behandlung kommt häufig eine Hormon-Therapie in Frage.

Die Abbruchblutung
Die sogenannte Abbruchblutung fällt etwas kürzer, schwächer und weniger schmerzhaft als die normale Regelblutung aus. Sie tritt in der Einnahmepause der Pille auf. Im Körper ist zu wenig Östrogen und Progesteron vorhanden, um die bis dahin aufgebaute Gebärmutterschleimhaut weiter aufrechtzuerhalten. Die dann folgende Abbruchblutung wird daher Hormonentzugsblutung genannt.

Dabei handelt es sich – wie häufig angenommen – nicht um eine normale Regelblutung. Die sogenannte Pseudomenstruation kommt lediglich durch den Hormonentzug zustande. Zwar wird auch Gebärmutterschleimhaut abgestoßen, sie ist aber nicht mit der zu vergleichen, die während eines natürlichen Zyklus aufgebaut wird.
Bei der Verwendung oder dem Absetzen anderer Hormonpräparate (z.B. in den Wechseljahren) kann es ebenfalls zu einer Abbruchblutung kommen.

Die Durchbruchblutung
Beim Einsatz hormoneller Verhütungsmittel – wie der Pille – kann auch eine Durchbruchblutung vorkommen. Sie tritt aber außerhalb der üblichen Einnahmepause und der darin stattfindenden Abbruchblutung auf. Die Durchbruchblutung gilt als Sonderform der Abbruchblutung und ist in der Regel eine Schmierblutung.
Die Ursache ist die Einnahme einer Pille, die nicht optimal auf den persönlichen Hormonspiegel abgestimmt ist. Häufig enthält die Pille zu wenig Östrogen oder – wie bei der Minipille – ausschließlich Gestagen. Die Gebärmutterschleimhaut kann aufgrund der zu geringen Hormondosis nicht länger aufrechterhalten werden. Schon vor der geplanten Pillenpause kommt es zu einer Durchbruchblutung.
Ähnliche Zwischenblutungen treten bei einem Wechsel der Pille auf. In der Regel sind sie harmlos. Gehen die Blutungen jedoch mit Unterleibschmerzen und Fieber einher, ist es wichtig, sofort den Frauenarzt aufzusuchen.

Die Einnistungsblutung
Nistet sich eine befruchtete Eizelle erfolgreich in die Gebärmutterschleimhaut ein, kann diese dabei verletzt werden. Die Folge ist eine leichte Blutung, die etwa vier bis sechs Tage nach der Befruchtung auftritt und ein erstes Anzeichen für eine Schwangerschaft sein kann. Frauen mit einem regelmäßigen Zyklus können sie gut von der Periode unterscheiden, die ja erst 14 Tage nach dem Eisprung einsetzt. Aber auch Farbe und Stärke der Einnistungsblutung (auch Nidationsblutung) deuten darauf hin, dass es sich nicht um die normale Periode handelt. Das Blut ist heller und rötlicher. Außerdem ist die Blutung nicht schmerzhaft und meistens nur sehr kurz. Dauert sie dennoch mehrere Tage, bleibt sie im Gegensatz zur stärker werdenden Periode konstant.
Tritt eine Blutung während der ersten Schwangerschaftswochen auf, handelt es sich sehr wahrscheinlich um eine Einnistungsblutung. Hin und wieder kommt es aber auch vor, dass Schwangere harmlose Blutungen jeweils zu der Zeit haben, in der ohne Schwangerschaft die Periodenblutung fällig gewesen wäre. Die Ursache dafür ist noch nicht geklärt. Es handelt sich dabei aber nicht um eine echte Periodenblutung.

Kontaktblutungen
Das Gewebe von Scheide und Gebärmutter neigt dazu, leicht zu bluten. Ungestümer Geschlechtsverkehr kann manchmal zu einer sogenannten Kontaktblutung führen. Auch eine frauenärztliche Untersuchung kann das Gewebe so reizen, dass es leicht blutet. Diese Art der Zwischenblutung hat also nichts mit den bisher aufgezählten Varianten zu tun. Das austretende Blut ist hellrot, klar und flüssig. Bei entsprechender Schonung heilen die verletzten Stellen schnell von selbst. Tritt allerdings bei jedem Geschlechtsverkehr eine Blutung auf, ist das Blut trüb oder die Blutung schmerzhaft, ist es besser, die Symptome bei einem Frauenarztbesuch abzuklären.

Zwischenblutungen in der Schwangerschaft
Während der Schwangerschaft ist man die Menstruation erst einmal los. Zu Blutungen kann es aber dennoch kommen. Etwa die Hälfte der Schwangeren berichtet von Zwischenblutungen in den ersten drei bis vier Monaten der Schwangerschaft. Meistens ist das kein Grund zur Panik und hat nichts mit einer drohenden Fehlgeburt zu tun. Ein Arztbesuch ist jedoch immer angeraten. Nicht zuletzt, um der werdenden Mutter die Sorge zu nehmen.
Ursachen für Blutungen in der Schwangerschaft können eine Infektion des Gebärmutterhalses oder der Vagina sein. Auch eine tief sitzende Plazenta (Plazenta Praevia) kann Blutungen auslösen. Weitere Gründe sind meist harmlose Gewebeablösungen oder eine Kontaktblutung nach dem Geschlechtsverkehr. Eher selten ist eine vorzeitige Ablösung der Plazenta, die auch mit starken Schmerzen verbunden wäre.
Ob schwanger oder nicht, kommen Dir die Zwischenblutungen komisch vor, hast Du Schmerzen, sind die Blutungen sehr stark oder treten ungewöhnlich häufig auf, geh zu Deinem Frauenarzt oder frag Deine Hebamme um Rat. Höre auf Deinen Bauch!

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Im gebärfähigen Alter haben nichtschwangere Frauen etwa alle drei bis fünf Wochen ihre Monatsblutung. Gelegentlich treten aber außerhalb des Zyklus zusätzliche Zwischenblutungen auf, die vielfältige harmlose, aber auch gefährliche Ursachen haben können. Deshalb sollte eine Zwischenblutung ernst genommen und vom Frauenarzt abgeklärt werden.

Zwischenblutung und Schmierblutung

Die Blutabgänge können leichte Schmierblutungen oder länger anhaltende Zusatzblutungen sein. Von einer Schmierblutung (sogenanntes Spotting) spricht man, wenn es sich um eine Blutung mit wenig braunem Blut handelt, die kurz vor der Menstruation, in der Zyklusmitte oder auch zur Zeit des Eisprunges auftritt.

Treten kurzzeitige Zwischenblutungen auf, wird der Arzt – abhängig vom Alter – zunächst eine etwaige Schwangerschaft abklären, bevor er nach organischen Ursachen im Bereich der Scheide, Gebärmutter und Eierstöcke sowie nach hormonellen Störungen, Stoffwechselstörungen oder psychosomatischen Faktoren sucht.

Bei einer leichten hellroten Blutung nach dem Geschlechtsverkehr ist häufig ein verletztes Gefäß, z.B. in der Scheide, die Ursache dieser Zwischenblutung. Die Einnahme von Östrogenen kann dann eine Besserung bewirken.

Zwischenblutung: Anzeichen für Krebserkrankung?

Aber es kann auch eine Krebserkrankung des Gebärmutterhalses hinter einer derartigen Blutung stecken. Im Frühstadium dieser Krebserkrankung wird das betroffene Gewebe kegelförmig ausgeschnitten, im fortgeschrittenen Stadium wird die Gebärmutter komplett entfernt und eine Strahlentherapie und/oder Chemotherapie durchgeführt.

Auch, wenn sich Zellen der Gebärmutterschleimhaut (Gebärmutterkrebs) bösartig verändert haben, können Zwischenblutungen auftreten. Die Therapie besteht entweder aus einer Ausschabung der Gebärmutter, Hormonbehandlung und Strahlentherapie oder die Gebärmutter (gegebenenfalls auch Lymphknoten) wird entfernt und eine Strahlentherapie durchgeführt.

Entzündungsblutungen und pralle Follikel

Es gibt eine Reihe anderer Zwischenblutungen, die auf ernstzunehmende organische Ursachen zurückzuführen sind. So können Entzündungsblutungen vorkommen, wenn die Gebärmutterschleimhaut chronisch entzündet (Endometritis) ist. Akute Entzündungen an den Eileitern und Eierstöcken können sogar lebensbedrohlich werden. Deshalb sollten Betroffenen unverzüglich zum Arzt, wenn nebst Zwischenblutung noch starken Schmerzen im Unterleib, Fieber und ein allgemeines Krankheitsgefühl auftreten.

Wenn die Ursache eine bakterielle Infektion ist, muss wahrscheinlich mit Antibiotika behandelt werden. Lang anhaltende Zwischenblutungen sind zumeist die Folge von gutartigen Muskelgeschwülsten (Myome) in der Gebärmutterwand oder an deren Außenseite. Eierstockzysten machen Dauerschmierblutungen. Sie entstehen aufgrund einer Hormonstörung. Der gereifte Follikel platzt für einen oder mehrere Zyklen nicht und bildet eine Zyste. Eine Behandlung kann mittels hormonellem Verhütungsmittel und Gestagenen erfolgen.

Hormonstörungen oft die Ursache einer Schmierblutung

Zumeist harmlosere Ursachen haben dagegen die folgenden Typen von Schmierblutungen beziehungsweise Zwischenblutungen:

  • Die Ovulationsblutung: Diese leichte und kurze Blutung von ein bis drei Tagen Dauer findet zur Zeit des Eisprungs statt. Ursache ist der Abfall des Hormons Östrogen kurz nach dem Eisprung. Um die Hormonsituation bei einer Ovulationsblutung zu stabilisieren, kann die Einnahme der Pille oder die Behandlung mit Östrogen- bzw. Gestagen-Östrogen-Präparaten in der Zyklusmitte angeraten sein.
  • Schmierblutung vor oder nach der Periode infolge Gelbkörperschwäche (prämenstruelle Blutung) oder verzögerter Gelbkörperrückbildung (postmenstruelle Blutung): Der Gelbkörper entsteht nach dem Eisprung und produziert kleine Mengen an Östrogen und vor allem Progesteron (das Gelbkörperhormon). Eine Hormonstörung lässt sich gegebenenfalls durch eine Hormonersatztherapie mit Gestagenpräparaten ausgleichen. Allerdings können auch Wucherungen oder Tumore in der Gebärmutter oder Entzündungen im Beckenbereich die Ursache sein.
  • Blutung bei Einnahmebeginn einer Pille mit niedrigem Östrogenanteil: Die Einnahme der Minipille (niedrig dosiertes Gestagenpräparat), die Dreimonatsspritze sowie das Einsetzen einer Spirale können zu einer Zwischenblutung führen.
  • Eine Einnistungsblutung (Nidationsblutung): Sie tritt auf, wenn sich ein Embryo in der Gebärmutterschleimhaut einnistet, d.h. etwa 7 bis 10 Tagen nach dem Eisprung. Häufig werden Einnistungsblutungen nach außen gar nicht sichtbar.

Aktualisiert: 06.12.2012 – Autor: Gerlinde Felix

Nistet sich eine befruchtete Eizelle in der Gebärmutterschleimhaut ein, kann es zu einer Einnistungsblutung kommen, welche jedoch nicht immer sichtbar ist. Wie ihr die Einnistungsblutung von der Monatsblutung sowie von anderen Zwischenblutungen unterscheiden könnt, erfahrt ihr in diesem Artikel.

Zudem informieren wir euch darüber, ob die Einnistungsblutung ein Indiz für eine Schwangerschaft darstellt und welche Anzeichen für eine Schwangerschaft sprechen.

Was genau ist eine Einnistungsblutung?

Sobald die Eizelle erfolgreich befruchtet wurde, wandert die Blastozyste, wie das befruchtete Ei zu diesem Zeitpunkt genannt wird, durch den Eileiter und in Richtung Gebärmutter, um sich dort in der Gebärmutterschleimhaut einzunisten. Im medizinischen Bereich wird bei der Einnistung zudem von einer Nidation gesprochen, weshalb die Einnistungsblutung auch als Nidations- oder Implantationsblutung bekannt ist.

Vereinfacht ausgedrückt, koppelt sich die befruchtete Eizelle (Blastozyste) zuerst an die Gebärmutterschleimhaut an. Im nächsten Schritt dringt die Eizelle in die äußere Schicht der Gebärmutterschleimhaut ein, um sich mit dem Körper der Mutter zu verschmelzen und geschützt heranzureifen. Über der Stelle, an der sich die Blastozyste eingenistet hat, bildet sich eine sehr dünne Hautschicht (Epithel), welche die befruchtete Eizelle umschließt und aus der sich die Plazenta bildet.

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Durch das Einnisten in die Gebärmutterschleimhaut werden unter Umständen kleine Blutgefäße verletzt, weshalb es wiederum zu einer schwachen Einnistungsblutung kommen kann. Hier liegt die Betonung auf kann, denn laut Experten kommt es relativ selten zu einer sichtbaren Blutung infolge der Einnistung. Da die Blutung häufig also nur im Inneren des Körpers stattfindet, wird diese von vielen Frauen gar nicht wahrgenommen. Fällt die Blutung hingegen stärker aus, was zum Beispiel bei Mehrlingsschwangerschaften der Fall ist, kann sich diese jedoch im Slip bemerkbar machen.

Gut zu wissen: Aus medizinischer Sicht gesehen, spielt die Einnistungsblutung keine große Rolle in Sachen Schwangerschaft, weshalb es keine umfassende wissenschaftliche Literatur zu diesem Thema gibt. Da die Einnistungsblutung jedoch ein frühes Anzeichen einer Schwangerschaft darstellen kann, wurde das Thema in vielen Internetforen aufgegriffen.

Wann tritt die Einnistungsblutung auf?

Etwa am 14. Tag des Monatszyklus findet der Eisprung statt und die Weichen für eine Schwangerschaft werden gestellt. Wird um den Eisprung herum ungeschützter Geschlechtsverkehr vollzogen, wandert der Samen zum Eileiter, um dort die Eizelle zu befruchten. Findet daraufhin eine erfolgreiche Befruchtung statt, macht sich die Eizelle auf ihren Weg in Richtung Gebärmutter.

Bis die befruchtete Eizelle in die Gebärmutter wandert, um sich daraufhin in die Gebärmutterschleimhaut einzunisten, vergehen im Schnitt fünf Tage. Da das Blut jedoch zuerst aus der Gebärmutter nach draußen befördert werden muss, tritt die sichtbare Einnistungsblutung meist erst zwischen sieben und zwölf Tagen nach der erfolgreichen Befruchtung auf. Die Einnistung (Nidation) ist somit etwa am zwölften Tag abgeschlossen.

Bitte beachten: Bei den hier angegebenen Tagen handelt es sich lediglich um durchschnittliche Werte. Da der Zyklus nicht bei allen Frauen regelmäßig ist, kann sowohl der Eisprung als auch die Einnistungsblutung zu einem früheren oder späteren Zeitpunkt stattfinden.

Dauer, Stärke und Symptome der Einnistungsblutung

Häufig findet die Einnistungsblutung lediglich im Inneren statt, weshalb in vielen Fällen überhaupt keine Blutung zu sehen ist. Gelingt die Blutung nach außen, ist diese oft sehr schwach und klingt meist nach ein bis zwei Tagen wieder ab. Manchmal dauert die Blutung auch nur wenige Stunden und in selteneren Fällen sowie unter anderem bei einer Mehrlingsschwangerschaft kann die Blutung länger und gleichzeitig stärker ausfallen. Maximal dauert die Einnistungsblutung fünf Tage.

In der Regel handelt es sich bei der Einnistung um eine relativ schwache sowie frische Blutung, die an eine Schmierblutung erinnert und eine hellrote oder leicht rosa Farbe aufweisen kann. Ist die Blutung sehr schwach und fließt daher nur langsam aus der Gebärmutter ab, kann die Farbe aufgrund der vorangegangenen Gerinnung auch ins hellbraune oder bräunliche gehen.

Gut zu wissen: Mit Schmerzen oder Krämpfen im Unterleib ist die Einnistungsblutung nicht verbunden. Einige Frauen nehmen allerdings eine leichte Übelkeit sowie ein leichtes Ziehen im Unterleib oder Rücken wahr. Tritt die Blutung zusammen mit starken Schmerzen, Krämpfen oder einem Unwohlsein auf, solltet ihr vorsichtshalber euren Frauenarzt aufsuchen.

So könnt ihr die Einnistungsblutung von der Periode unterscheiden

Da die Einnistungsblutung in etwa zur gleichen Zeit auftreten kann, wird diese immer wieder fälschlicherweise für eine verfrühte Periode gehalten. Aus diesem Grund werden einige Frauen erst deutlich später auf ihre Schwangerschaft aufmerksam oder sind völlig zu Unrecht enttäuscht, dass in diesem Zyklus keine Befruchtung stattgefunden hat. Allerdings gibt es einige Merkmale, wie ihr die Einnistungsblutung von der normalen Menstruation unterscheiden könnt. Wir haben euch diese auf einen Blick zusammengefasst:

Merkmale Einnistungsblutung:

Zeitpunkt: sieben bis zwölf Tage nach der Befruchtung
Durchschnittliche Dauer: oft kürzer als 24 Stunden, maximal 5 Tage
Farbe: meist rosa bis hellrot oder bräunlich, keine Blutgerinnsel (Koagel)
Stärke: sehr schwach, ähnlich wie eine Schmierblutung, manchmal nur ein einziger sichtbarer Fleck, Blutung wird in der Regel schwächer oder bleibt konstant, sie nimmt in der Menge nicht zu, bei einer Mehrlingsschwangerschaft kann die Blutung etwas stärker ausfallen
Symptome: meist schmerzlos, manchmal mit leichten Unterleibs- oder Rückenschmerzen sowie leichter Übelkeit verbunden

Merkmale Periode:

Zeitpunkt: etwa 14 Tage nach dem Eisprung (kommt allerdings darauf an, ob ein regelmäßiger Zyklus vorliegt)
Durchschnittliche Dauer: zwischen drei und sechs Tagen
Farbe: zu Beginn der Periode kann die Blutung hellrot sein, dann wird diese jedoch mittel- bis dunkelrot oder bräunlich, häufig werden auch Blutgerinnsel (Koagel) sowie Sekrete aus der Gebärmutterschleimhaut ausgeschieden
Stärke: deutlich stärker als die Einnistungsblutung, verstärkt sich meist am zweiten Tag und nimmt gegen Ende der Periode wieder kontinuierlich ab
Symptome: sehr unterschiedlich, jedoch häufig verbunden mit Krämpfen, Unterleibs- und Rückenschmerzen, Stimmungsschwankungen, Kopfschmerzen und Übelkeit

Nicht nur mit der Periode auch mit Zwischenblutungen kann die Einnistungsblutung leicht verwechselt werden. In diesem Zuge ist es wichtig zu wissen, dass alle Blutungen, die außerhalb der Periode und unabhängig vom Monatszyklus stattfinden, als Zwischen- oder Zusatzblutung bezeichnet werden. Am häufigsten treten die Zwischenblutungen in Form von Schmierblutungen auf und genau zu diesen zählt auch die Einnistungsblutung.

Zwischen- oder Schmierblutungen unterscheiden sich außerdem in Sachen Stärke, Dauer und Aussehen von der normalen Monatsblutung. Bei Schmierblutungen handelt es sich meist um einen schwachen, oft schleimigen sowie bräunlichen Ausfluss, der häufig nach wenigen Stunden wieder verschwindet. Manchmal hält der Ausfluss allerdings auch mehrere Tage an.

Ausgelöst werden Zwischenblutungen in den meisten Fällen durch einen veränderten Hormonhaushalt. Zudem können starke Gefühle, wie Stress, Liebeskummer oder Trauer, zu einem vorübergehenden Ungleichgewicht im Hormonhaushalt führen und Zwischenblutungen auslösen. Seltener stecken ernsthaftere Erkrankungen hinter dem außerplanmäßigen Ausfluss.

Neben Einnistungsblutungen können auch folgende hormonelle Ursachen zu Zwischenblutungen bei Frauen im gebärfähigen Alter führen:

Ovulationsblutung: Tritt während den fruchtbaren Tagen und somit um den Eisprung herum auf und macht sich durch einen hellroten, rötlichen oder bräunlichen Ausfluss bemerkbar. Experten vermuten, dass die Ovulationsblutung in der Mitte des Zyklus aufgrund einer spontanen Hormonschwankung des Östrogen- sowie Progesteronspiegels hervorgerufen wird.

Hormonelle Verhütungsmethoden: Durch die Pille können insbesondere zu Beginn der Einnahme Zwischenblutungen auftreten, da dem Körper Hormone, wie Östrogen sowie Gestagen, zugeführt werden. Zudem können nach dem Einsetzen der Spirale vorübergehend Zwischenblutungen auftreten.

Gelbkörperschwäche: Diese wird durch einen Mangel des Gelbkörperhormons Progesteron ausgelöst, der wiederum auf eine Störung der Eierstockfunktion zurückzuführen ist. Normalerweise wird das Progesteron nach dem Eisprung vom Gelbkörper produziert, der die Gebärmutterschleimhaut unter anderem auf eine mögliche Einnistung vorbereitet und die Schwangerschaft aufrechterhält. Liegt eine Gelbkörperschwäche vor, treten in der zweiten und meist verkürzten Zyklushälfte häufig Schmierblutungen auf und ohne medizinische Hilfe ist eine Schwangerschaft kaum möglich.

Deutet eine Einnistungsblutung auf eine Schwangerschaft hin?

Für einige Frauen bedeutet eine sichtbare Einnistungsblutung Hoffnung, endlich schwanger zu sein. Andere Frauen wiederum nehmen die Blutung überhaupt nicht wahr und bemerken die Schwangerschaft erst später. Doch kann eine Nidationsblutung wirklich auf eine bestehende Schwangerschaft hindeuten?

Eine Einnistungsblutung kann tatsächlich für eine bestehende Schwangerschaft sprechen. Allerdings kann es leider auch vorkommen, dass sich die befruchtete Eizelle zwar in die Gebärmutterschleimhaut eingenistet und somit auch eine Nidationsblutung stattgefunden hat, die Eizelle in diesem frühen Stadium der Frühschwangerschaft jedoch nicht überlebensfähig war. Ist dies der Fall, geht die Eizelle unbemerkt mit der nächsten Periode ab.

Sobald die Blutung allerdings auf eine Einnistungsblutung hindeutet und sich vielleicht sogar schon andere Anzeichen einer Frühschwangerschaft, wie zum Beispiel spannende Brüste, eine gestiegene Basaltemperatur oder starke Müdigkeit, bemerkbar gemacht haben, solltet ihr einen Schwangerschaftstest bei eurem Frauenarzt durchführen lassen.

Denn sobald sich die Eizelle erfolgreich in der Gebärmutterschleimhaut eingenistet hat, beginnt der weibliche Körper damit, die Schwangerschaftshormone hCG sowie Progesteron zu bilden. Durch den veränderten Hormonhaushalt werden sowohl die Periode als auch der Eisprung eingestellt und gleichzeitig wird die Schwangerschaft durch die Hormonproduktion aufrechterhalten.

Bitte beachten: Wollt ihr den Schwangerschaftstest bei euch zu Hause mit einem handelsüblichen Urin-Test durchführen, solltet ihr bis zum Ausbleiben eurer Periode warten, denn nur so erhaltet ihr ein aussagekräftiges Ergebnis. Die ganz Ungeduldigen unter euch können den Schwangerschaftstest beim Frauenarzt durchführen lassen, denn im Blut ist das hCG-Hormon bereits 6 bis 9 Tage nach der Befruchtung nachweisbar.

Schwanger ohne Einnistungsblutung – geht das?

Eine Schwangerschaft ist auch ohne eine vorangegangene Einnistungsblutung möglich und kommt im Vergleich sogar deutlich häufiger vor, da die meisten Frauen die schwache Blutung überhaupt nicht bemerken. Das Ausbleiben der Einnistungsblutung deutet somit nicht darauf hin, dass keine Schwangerschaft vorliegt. Frauen, die schwanger werden wollen und ihren Zyklus schon länger mit der Temperaturmethode begleiten, haben einen genaueren Überblick über ihren Eisprung und können die Einnistungsblutung daher besser identifizieren und einordnen.

Gut zu wissen: Das Ausbleiben einer Einnistungsblutung ist nicht sonderlich aussagekräftig, da auch ohne sichtbare Blutung eine Schwangerschaft vorliegen kann. Gleichzeitig ist die sichtbare Einnistungsblutung weder ein gutes noch ein schlechtes Zeichen bei einer bestehenden Schwangerschaft.

Weitere frühe Anzeichen einer Schwangerschaft

Übelkeit, Erbrechen, Müdigkeit, spannende Brüste, Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit sowie ein Ekel vor bestimmten Gerüchen oder Lebensmitteln gehören allesamt zu den unsicheren Anzeichen einer Schwangerschaft. Dies bedeutet: Treten ein oder mehrere der aufgezählten Symptome bei euch auf, könnte unter Umständen eine Schwangerschaft vorliegen, muss es aber nicht.

Die Einnistungsblutung gehört hingegen zu den sogenannten wahrscheinlichen Schwangerschaftsanzeichen, genauso wie:

Erhöhte Basaltemperatur: Durch die hormonellen Schwankungen verändert sich die Körpertemperatur (Basaltemperatur) während des Zyklus stetig. So steigt die Basaltemperatur beispielsweise um den Eisprung herum an, um anschließend wieder zu sinken. Liegt eine Schwangerschaft vor, bleibt die Basaltemperatur hingegen mindestens 18 Tage nach dem Eisprung um 0,2 bis 0,6 Grad erhöht.

Ausbleiben der Periode: Ein weiteres wahrscheinliches Zeichen einer Schwangerschaft ist das Ausbleiben der Monatsblutung. Vor allem dann, wenn der Zyklus ansonsten sehr regelmäßig ist. Allerdings kann das Ausbleiben der Periode auch mit Stress, längeren Flugreisen, einem veränderten Klima oder psychischen Belastungen zusammenhängen.

Veränderte Brustwarzen: Aufgrund des plötzlich veränderten Hormonspiegels werden die Brustwarzen zu Beginn der Schwangerschaft häufig dunkler. Gleichzeitig können die Erhebungen auf dem Brustwarzenvorhof bereits in der Frühschwangerschaft sichtbar hervortreten.

Bitte beachten: Klarheit, ob ihr euch tatsächlich in anderen Umständen befindet, erhaltet ihr lediglich durch einen positiven Schwangerschaftstest, den ihr am besten bei eurem Frauenarzt durchführen lasst. Zudem gilt eine Schwangerschaft als bestätigt, wenn die Fruchtblase sowie die Herztöne auf dem Ultraschall zu sehen sind und sich das Embryo über die Bauchdecke ertasten lässt.

Wann ihr euren Frauenarzt aufsuchen solltet

Blutungen infolge einer Einnistung in die Gebärmutterschleimhaut sind weder gefährlich noch haben sie in irgendeiner Weise Einfluss auf die bestehende Schwangerschaft. Tritt bei euch eine Blutung außerhalb der Periode auf oder habt ihr den Verdacht, schwanger zu sein, solltet ihr jedoch so schnell wie möglich euren Frauenarzt aufsuchen. Dieser kann euch die Schwangerschaft nicht nur bestätigen, sondern auch feststellen, ob sich die befruchtete Eizelle an der richtigen Stelle eingenistet hat.

Auch bei einer gefährlichen Eileiterschwangerschaft, bei welcher sich die befruchtete Eizelle nicht in der Gebärmutterschleimhaut, sondern in den Eileitern einnistet, kann es zu Einnistungsblutungen kommen. Hier ist besondere Vorsicht geboten, denn eine nicht erkannte Eileiterschwangerschaft kann lebensgefährliche Folgen für die Mutter haben. Liegt eine Eileiterschwangerschaft vor, ist ein Schwangerschaftsabbruch somit unabdingbar und es bestehen so gut wie keine Überlebenschancen für das Kind.

Allgemein gilt: Treten Blutungen oder ein ungewöhnlicher Ausfluss außerhalb eurer Periode zusammen mit starken Schmerzen im Unterleib oder Rücken, mit Übelkeit, einem generellen Unwohlsein, Augenflimmern, Kreislaufproblemen oder gar Fieber auf, müsst ihr unbedingt euren Frauenarzt aufsuchen. Das Gleiche gilt, sollten die Blutungen ungewöhnlich stark ausfallen.

Fazit

Da bei der Einnistung leichte Verletzungen an der Gebärmutterschleimhaut entstehen können, kann es infolgedessen sechs bis zwölf Tage nach der erfolgreichen Befruchtung zu leichten Blutungen kommen. Dabei ist die Blutung meist sehr schwach und hat eine rosa bis hellrote oder bräunliche Farbe. Oft ist die Einnistungsblutung jedoch überhaupt nicht sichtbar und läuft nur im Inneren des Körpers ab, weshalb diese häufig gar nicht wahrgenommen wird.

Eine Einnistungsblutung stellt zwar ein wahrscheinliches Anzeichen einer Schwangerschaft dar, allerdings bedeutet das Ausbleiben dieser Blutung nicht, dass keine Schwangerschaft vorliegt. Eine Schwangerschaft kann jedoch nur durch den Frauenarzt sicher bestätigt oder ausgeschlossen werden, weshalb ihr beim ersten Verdacht einen Termin vereinbaren solltet. Um unter anderem eine Eileiterschwangerschaft auszuschließen, solltet ihr zudem bei Blutungen, die mit starken Schmerzen im Rücken oder Unterleib, Krämpfen oder Fieber verbunden sind, umgehend euren Frauenarzt aufsuchen.

Die Wanderung zur Gebärmutter

Einnistungsblutung – Nicht jede Frau bekommt sie

Bild:© lom123 – Fotolia.com

Ist die Einnistungsblutung nur ein schöner Mythos oder Wirklichkeit? Skeptiker behaupten die Blutung nach der Einnistung der Eizelle in der Gebärmutterschleimhaut sei nur ein Phänomen, das von aufgeregtem gluckenhaftem Verhalten herrührt. Mit der Realität, so sagen sie, habe das Ganze nichts zu tun. Naja, nicht so voreilig, lieber Skeptiker. Denn an diesem Forengerücht ist so einiges dran. Die Einnistungsblutung gibt es tatsächlich. Sie ist aber nicht bei allen glücklichen Schwangeren zu beobachten.
Nicht jede Blutung ist eine Einnistungsblutung
Ein Schwangerschaftstest beim Arzt oder aus der Drogerie ist immer noch die beste Methode, um eine Schwangerschaft zu bestätigen. Wenn es etwas in der zweiten Zyklushälfte ziept und sich einige Tropfen Blut anmelden, dann ist das noch leider kein Grund zum Jubeln. Zwischenblutungen sind leicht mit Einnistungsblutungen zu verwechseln. Mit ein wenig Hintergrundwissen und dem wachen Auge der entschlossenen Mama-to-be kannst du aber ganz leicht zur Expertin in dieser Frage werden.
Die Wanderung zur Gebärmutter
Vier Tage lang dauert die Wanderung der befruchteten Eizelle auf dem Weg zur gemütlichen Höhle der Gebärmutter. Dabei wird sie auf ihrem Weg tatkräftig durch die Härchen in den Eileitern unterstützt, die die träge Zelle sanft anschubsen. Aus dem Zellhaufen, der ungefähr aus 125 Zellen besteht, soll in neun Monaten ein neues Wesen heranwachsen. Damit dieses kleine Wunder der Natur auch unter optimalen Bedingungen abläuft, sucht sich die Eizelle ihren Ruheort sorgfältig aus. Schön gemütlich und ordentlich gepolstert muss der Ort der Wahl sein. Diese Suche kann noch einmal ein oder zwei Tage in Anspruch nehmen. Nach ungefähr sechs Tagen nach der glücklichen Schuss kommt es also nun zur Einnistung der Eizelle in der Gebärmutterschleimhaut. Auf schlau heißt das Nidation.
Wann spricht man von einer Einnistungsblutung?
Die Einnistungsblutung oder auch der Nidationsblutung kommt dadurch zustande, dass bei der Einnistung einige Blutgefäße der Schleimhaut beschädigt werden können. Dieses Hineinbohren der fest entschlossenen, kleinen Eizelle spüren einige Frauen auch als Einnistungsschmerz. Dieser Einnistungsschmerz kann aber auch leicht mit den ersten Anzeichen der nächsten Regel verwechselt werden.
Die Eizelle, Dein späterer Schatz, wird in kurzer Zeit von der Schleimhaut umschlossen. Ganz fest und sicher. Die äußeren Zelle der Eizelle entwickeln sich zur Plazenta, dem Mutterkuchen. Der versorgt Dein Purzel mit den nötigen Nährstoffen, macht es groß und stark. Wenn sich die Plazentazellen ausbilden, produzieren diese HCG. Dieses Hormon ist auch als Schwangerschaftshormon bekannt. Es weist Schwangerschaften in Bluttests und Streifentests nach. Was es mit Deinem Körper macht? Es stellt alle Signale auf Schwangerschaft. Das heißt, keine Regel mehr – darauf kannst du gut und gerne verzichten, stimmt’s – und eine stabile Gebärmutterschleimhaut.
Wahrscheinlich werden bei allen glücklichen Schwangeren die Gefäße ein wenig verletzt, wenn sich die Eizelle in die Gebärmutterschleimhaut bohrt. Nur ein Drittel der werdenden Mamas nimmt die Einnistung aber als Blutung wahr. Die Nidationsblutung ist dann wenige Tage lang als helles Blut im Höschen zu entdecken. Eine einfache Slipeinlage reicht, um das Blut aufzunehmen. So viel kommt dabei zum Glück nicht heraus.
Gibt es Tricks um die Einnistung zu verbessern?
Du kannst deinen Körper leider nicht mit Trick 17 zu einer sicher erfolgreichen Einnistung bewegen. Beachte einfach alle Hinweise Deines Arztes zum schnelleren Kinderkriegen: Das heißt, Alkoholabstinenz, ausgewogene gesunde Ernährung, regelmäßiger Tagesablauf, Folsäure, keinen Stress und den Rest kennst du ja bereits fast auswendig.

Einnistungsblutung: Frühes Schwangerschaftsanzeichen

Du versuchst schwanger zu werden und fürchtest mit Grauen den Zeitraum deiner nächsten anstehenden Periode? Und schwupps, schon ist sie wieder da und ein weiterer Monat der Versuche scheint vergebens gewesen zu sein. Oder vielleicht doch nicht? Denn auch in der Frühschwangerschaft kann eine Blutung auftreten. Die sogenannte Einnistungsblutung wird von vielen Frauen als Menstruation missgedeutet, kann aber eines der ersten Schwangerschaftsanzeichen sein. Woran du sie erkennen kannst, erfährst du im Folgenden.

Was ist eine Einnistungsblutung und wann tritt sie auf?

Jeden Monat bereitet der weibliche Körper die Gebärmutter durch den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut auf die Einnistung eines befruchteten Eis vor. Kommt es nicht zu einer Befruchtung, stirbt die Eizelle ab und die Schleimhaut wird mit Hilfe der Menstruationsblutung wieder abgestoßen. Im Falle einer erfolgreichen Befruchtung nistet sich die Eizelle in der Gebärmutterschleimhaut ein, diese wird also nicht abgestoßen, sodass es folglich zu keiner Menstruationsblutung kommt.

Stattdessen können aber andere Arten von Blutungen in dieser frühen Phase der Schwangerschaft auftreten. Eine davon ist die Einnistungsblutung. Verursacht die befruchtete Eizelle während ihrer Einnistung leichte Schäden an Blutgefäßen, können ein Ziehen im Unterleib und eine leichte Blutung die Folge sein. Mit einer Periode hat diese Blutung aber so gut wie nichts gemein.

Um nun herauszufinden, um welche Art von Blutung es sich handelt, kannst du einige Merkmale heranziehen, die sich bei beiden Blutungen unterscheiden.

Periode oder Einnistungsblutung?

Üblicherweise hält eine Einnistungsblutung nur zwei bis maximal vier Tage an. Eine Ausnahme kann hier eine Mehrlingsschwangerschaft bilden, bei der die Blutung bis zu sieben Tagen andauern kann. Die Menstruation hingegen zieht sich mit durchschnittlich vier bis sieben Tagen für gewöhnlich etwas länger hin.

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Periode oder Einnistungsblutung? Das ist nicht immer leicht zu erkennen.

Ein weiterer Unterschied: Während die Blutmenge bei der Periode zu Beginn meist schwächer ist, dann in den ersten beiden Tagen zunimmt und schließlich wieder abnimmt, ist die Menge der Einnistungsblutung in der Regel gleichbleibend und insgesamt deutlich schwächer. Außerdem ist das Blut meist hellrot und nicht wie bei der Menstruation eher dunkelrot bis bräunlich.

Die Einnistungsblutung kann zudem mit leichten, ziehenden Schmerzen zusammen auftreten, die denen während der Periode ähneln. Frauen, die in der Regel starke Menstruationsbeschwerden haben, können die Einnistungsblutung unter Umständen daran erkennen, dass die Schmerzen nicht so stark wie bei der echten Menstruation sind.

Weitere frühe Schwangerschaftsanzeichen

Du bist unsicher, ob du schwanger bist oder nicht? Neben der Einnistungsblutung gibt es noch einige andere frühe Schwangerschaftsanzeichen.

Übelkeit

Zu den frühen Anzeichen gehört unter anderem die allseits bekannte Morgenübelkeit. Die Übelkeit, die in nicht wenigen Fällen auch mit Erbrechen einhergeht, tritt in der Regel zwischen der fünften und zwölften Schwangerschaftswoche auf und klingt im Normalfall danach wieder ab, heißt es auf dem Portal des Berufsverbandes der Frauenärzte, frauenaerzte-im-netz.de.

Harndrang

Dein Körper wird nach der Befruchtung der Eizelle zudem vermehrt das Schwangerschaftshormon hCG ausschütten. Das kann unter anderem dafür sorgen, dass du vermehrten Harndrang verspürst. Häufigere Toilettengänge können also neben der Einnistungsblutung ebenfalls Anzeichen für eine Schwangerschaft sein.

Hormonelle Blutungen

Hormonelle Blutungen sind ebenfalls möglich und treten in Form einer Schmierblutung auf. Diese Art der Blutung fällt für gewöhnlich auf den Zeitraum der eigentlichen Periode und tritt aufgrund der Umstellung des Hormonhaushalts auf. Ähnlich wie bei der Einnistungsblutung ist die Verwechslungsgefahr mit der Menstruation groß, wenn man keine Schwangerschaft erwartet.

Spannungsgefühl in der Brust

Auch geschwollene und schmerzende Brüste können ein Hinweis auf andere Umstände sein. Aber Vorsicht, ein schmerzender Busen kann auch auf Hormonschwankungen hindeuten, die nichts mit einer Schwangerschaft zu tun haben.

Einnistungsblutung oder Periode? Schwangerschaftstest bringt Klarheit

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Schwanger oder nicht? Antwort auf diese Frage gibt ein Schwangerschaftstest!

Selbst die vermeintliche Einnistungsblutung kann sich im Nachhinein natürlich als Schmierblutung herausstellen, die nichts mit einer Schwangerschaft zu tun hatte. Daher empfehlen wir dir, einen Schwangerschaftstest zu machen oder gleich deinen Frauenarzt aufzusuchen, wenn du vermutest, schwanger zu sein.

Fazit der Redaktion

Ob es sich um die Periode oder eine Einnistungsblutung handelt, ist nicht immer eindeutig zu erkennen. Doch es gibt Anzeichen, anhand derer sich die verschiedenen Arten von Blutungen unterscheiden lassen. Gewissheit bringt aber nur ein Schwangerschaftstest oder der Gang zum Frauenarzt.

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