120 zu 60 blutdruck

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Niedriger Blutdruck (Hypotonie): Meist kein Gesundheitsproblem

Letzte Änderung: 12.06.2019
Verfasst von Astrid Clasen • Medizinredakteurin
Geprüft von Dr. med. Frauke Gehring • Allgemeinärztin Dieser Artikel wurde nachNach höchsten wissenschaftlichen Standards verfasst.

Unsere Inhalte basieren auf fundierten wissenschaftlichen Quellen, die den derzeit anerkannten medizinischen Wissensstand widerspiegeln. Wir arbeiten eng mit medizinischen Experten zusammen.

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Niedriger Blutdruck (Hypotonie) ist keine Krankheit und an sich nicht gefährlich. Im Gegenteil: Ist der Blutdruck niedrig, schont das Herz und Kreislauf. Die Betroffenen sind deshalb seltener herzkrank und haben eine längere Lebenserwartung.

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Inhaltsverzeichnis

  • Überblick
  • Symptome
  • Ursachen
  • Diagnose
  • Therapie
  • Vorbeugen
  • Quellen

Trotzdem kann ein zu niedriger Blutdruck manchmal Beschwerden verursachen. Denn bei Hypotonie gelangt weniger Blut ins Gehirn, sodass es weniger Sauerstoff erhält. Auch das ist an sich nicht gefährlich, wenn man nicht gerade herzkrank ist oder schwere Arteriosklerose hat. Erst wenn man durch einen plötzlichen Blutdruckabfall kurzzeitig das Bewusstsein verliert und hinfällt, besteht das Risiko, sich zu verletzen.

Was ist niedriger Blutdruck?

Ein niedriger Blutdruck liegt vor, wenn der Druck in den Arterien (also in den Blutgefäßen, in denen das Blut vom Herzen wegfließt) unter einen bestimmten Messwert fällt. Der Fachbegriff hierfür lautet arterielle Hypotonie. Dabei gibt man den Blutdruck immer in zwei Werten an (in der Maßeinheit Millimeter Quecksilbersäule, mmHg):

  • Bei Frauen spricht man von Hypotonie, wenn die Blutdruckwerte unter 100 zu 60 mmHg liegen.
  • Bei Männern gilt der Blutdruck als niedrig, wenn die Blutdruckwerte unter 110 zu 60 mmHg liegen.

Warum gibt es überhaupt zwei Blutdruckwerte?

Jedes Mal, wenn sich das Herz zusammenzieht und dabei Blut aus der linken Hauptkammer in die Arterien pumpt, baut sich in den Blutgefäßen Druck auf. Der dabei erreichte maximale Druck heißt systolischer Blutdruck. Die Durchblutung der Organe, vor allem die Durchblutung des Gehirns, hängt vom systolischen Blutdruck ab.

Nachdem das Herz das Blut in die Arterien gepumpt hat, erschlafft es wieder und füllt sich erneut mit Blut. In dieser Phase fällt der Druck in den Blutgefäßen langsam ab. Der dabei erreichte niedrigste Druck heißt diastolischer Blutdruck.

Bei der Blutdruckmessung wird der höhere, systolische Wert immer zuerst angegeben.

Video: Blutdruck messen: Wie geht’s richtig?

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Wer hat besonders oft niedrigen Blutdruck?

Meist entdeckt man eine Hypotonie zufällig bei einer Blutdruckmessung. Daher lässt sich unmöglich abschätzen, bei wie vielen Menschen der Blutdruck zu niedrig ist. Bluthochdruck

Sicher ist jedoch, dass ein zu niedriger Blutdruck nicht alle Bevölkerungsgruppen gleichermaßen betrifft. Die Häufigkeit der Hypotonie ist besonders groß

  • in der Pubertät (v.a. bei Mädchen),
  • bei jungen, schlanken Frauen,
  • in der Schwangerschaft,
  • bei Frauen mit Essstörungen (z.B. Magersucht oder Bulimie) sowie
  • bei hageren, älteren Menschen.

Fakten über niedrigen Blutdruck

Ein zu niedriger Blutdruck ist an sich nicht gefährlich! Im Gegenteil: Ein dauerhaft niedriger Blutdruck ohne erkennbare Ursache kann auf ein gesünderes und längeres Leben hinweisen.

Um festzustellen, ob ein zu niedriger Blutdruck vorliegt, können Sie Ihren Blutdruck bei Ihrem Arzt oder in der Apotheke messen lassen.

Mit einem elektronischen Blutdruckmessgerät können Sie Ihren Blutdruck auch selbstständig messen. Dazu legen Sie das Blutdruckmessgerät um Ihren Oberarm. Dabei sollte die Manschette etwa 2,5 Zentimeter oberhalb der Ellenbeuge enden.

Ein niedriger Blutdruck liegt vor, wenn der Blutdruck unter einen bestimmten Messwert fällt. Dabei handelt es sich um den bei der Blutdruckmessung üblicherweise zuerst genannten Wert (sog. systolischer Wert).

Dieser Grenzwert ist per Definition bei Frauen und Männern unterschiedlich. Bei Frauen spricht ein Wert unter 100 mmHg (systolisch) für einen zu niedrigen Blutdruck.

Bei Männern sind bereits Werte unter 110 mmHg ein Zeichen dafür, dass der Blutdruck zu niedrig ist.

Ein niedriger Blutdruck hat häufig keine Folgen für die Betroffenen. Meist wird er eher zufällig im Rahmen einer Blutdruckmessung entdeckt.

Wenn der Blutdruck sinkt, strömt allerdings weniger Blut durch das Gehirn. Die Folge: Das Gehirn erhält weniger Sauerstoff.

Die verminderte Durchblutung des Gehirns aktiviert das sympathische Nervensystem. Dieses bewirkt eine Gegenreaktion des Körpers: Die Herzfrequenz steigt, um den Blutmangel schnell auszugleichen.

Darüber hinaus kann ein niedriger Blutdruck zu Sehstörungen (Schwarzwerden vor den Augen), …

… Ohrensausen …

… oder Schwindel führen.

Fällt der Blutdruck plötzlich ab, kann es zum Kollaps kommen.

Junge, schlanke Menschen und vor allem Frauen weisen besonders häufig niedrige Blutdruckwerte auf. Vermutlich spielen erbliche Faktoren, aber auch Umwelteinflüsse und Infekte eine Rolle.

Was können Sie tun, wenn Sie im Rahmen einer Blutdruckmessung einen niedrigen Blutdruck feststellen?

Wenn bei Ihnen ein niedriger Blutdruck keine Beschwerden auslöst, ist eine Therapie nicht unbedingt erforderlich!

Eine Therapie ist nur dann notwendig, wenn wirklich Beschwerden auftreten. Einen niedrigen Blutdruck können Sie sowohl mit allgemeinen Maßnahmen als auch medikamentös behandeln. Dabei ist es in jedem Fall ratsam, den allgemeinen Maßnahmen den Vorzug zu geben.

Mit allgemeinen Maßnahmen können Sie vermeiden, dass größere Blutmengen in die Beine versacken. Zu diesen Maßnahmen zählen Wechselduschen, …

… Bürstenmassagen (zum Herzen hin), …

… Sport (z.B. Radfahren, Spazierengehen, Wandern, Tanzen, Gymnastik, Schwimmen), …

… ausgewogene, eher salzreiche Ernährung (im Gegensatz zur Empfehlung einer salzarmen Ernährung bei Bluthochdruck), …

… Stützstrümpfe …

… und reichlich Flüssigkeitsaufnahme (natriumreiches Mineralwasser, Kräuter- und Früchtetee sowie Obst- und Gemüsesäfte).

Die Allgemeinmaßnahmen dienen nicht nur allein dazu, bereits bestehende niedrige Blutdruckwerte zu behandeln, sondern beugen auch einem plötzlichen Blutdruckabfall vor!

Zu niedriger Blutdruck und hoher Puls: So hängen die Werte zusammen

Blutdruck und Puls sind zwei unterschiedliche Messgrößen, die der Körper unabhängig voneinander nach oben oder unten reguliert. Ein niedriger Blutdruck geht also nicht automatisch mit einem niedrigen Puls einher oder umgekehrt. Stattdessen passt der Körper Blutdruck und Herzfrequenz je nach Bedarf so an, dass alle Zellen immer ausreichend mit sauerstoffreichem Blut versorgt werden.

Bei sportlicher Belastung beispielsweise benötigen die Muskeln mehr Sauerstoff. Das heißt, das Herz muss mehr Blut in die Arterien pumpen. Dazu schlägt es schneller – und der Puls steigt.

Auch ein zu niedriger Blutdruck ist oft mit einem hohen Puls verbunden: Die erhöhte Herzfrequenz soll sicherstellen, dass alle Teile des Körpers trotz Hypotonie ausreichend mit Sauerstoff versorgt sind. Damit will der Körper also einer mangelnden Durchblutung entgegenwirken.

Das heißt: Ein gleichzeitig zu niedriger Blutdruck und hoher Puls muss nicht zwangsläufig auf eine Krankheit hindeuten.

Video: Blutdruck

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Niedriger Blutdruck: Symptome

Oft ruft niedriger Blutdruck (Hypotonie) gar keine Symptome hervor. Wenn es zu Beschwerden kommt, weil der Blutdruck zu niedrig ist, liegt das an der verminderten Durchblutung des Gehirns:

  • Bis zu 600 Milliliter Blut können in die untere Körperhälfte versacken.
  • Dies kann zusätzlich verstärkt sein durch Krampfadern sowie
  • durch eine mangelhafte Funktion der Beinmuskulatur, da diese normalerweise als Muskelpumpe den Rücktransport des Bluts aus den Beinen zum Herzen fördert.

Dabei löst ein zu niedriger Blutdruck eher unbestimmte Symptome aus. Mögliche Anzeichen einer Hypotonie sind:

  • Müdigkeit
  • Antriebsarmut
  • Ohrensausen
  • kalte Hände und Füße
  • Schlaflosigkeit
  • Sehstörungen (Schwarzwerden vor den Augen)
  • pulsierende Kopfschmerzen
  • Schwindel
  • Bewusstseinsstörungen bis hin zur Ohnmacht (v.a., wenn der Blutdruck sehr schnell absinkt)

An sich sind all diese Symptome ungefährlich. Wenn niedriger Blutdruck allerdings das Risiko erhöht, durch Schwindel und Ohnmacht zu stürzen und sich dabei zu verletzen, sollte man etwas dagegen tun! Auch wenn der Blutdruck bei älteren Menschen ungewohnt niedrig ist, ist eine ärztliche Abklärung nötig, weil eine Herzschwäche dahinterstecken könnte.

Plötzlicher Blutdruckabfall: Orthostatische Hypotonie

Niedriger Blutdruck kann sich auch als orthostatische Hypotonie zeigen. Deren Symptome treten auf, wenn der Körper plötzlich in die aufrechte Lage wechselt. Dann kommt es schlagartig zu einem starken Blutdruckabfall – typischerweise mit:

  • Schwindel,
  • Sehstörungen (Schwarzwerden vor den Augen),
  • Bewusstseinsstörungen und
  • Ohrensausen.

Ein plötzlich extrem niedriger Blutdruck kann auch zu Ohnmacht führen. Die Symptome sind aber nur vorübergehend: Im Liegen erholt man sich meist von selbst wieder – und die Blutdruckwerte normalisieren sich.

Weitere Bezeichnungen für die orthostatische Hypotonie sind Orthostase-Syndrom und orthostatische Dysregulation.

Niedriger Blutdruck: Ursachen

Grundsätzlich kann niedriger Blutdruck (Hypotonie) verschiedene Ursachen haben. Entsprechend unterscheiden Mediziner mehrere Formen:

  • primäre oder essenzielle Hypotonie
  • sekundäre oder symptomatische Hypotonie
  • orthostatische Hypotonie

Primäre Hypotonie

Am häufigsten entsteht niedriger Blutdruck ohne erkennbare Ursachen: Diese essenzielle oder primäre Hypotonie ist dadurch gekennzeichnet, dass der Blutdruck dauerhaft zu niedrig ist.

Dauerhaft niedrige Blutdruckwerte betreffen überwiegend junge, schlanke Menschen und vor allem Frauen. Daher bezeichnen Mediziner den Zustand auch als konstitutionelle Hypotonie – das heißt: mit der körperlichen Veranlagung zusammenhängender niedriger Blutdruck. An der Entstehung einer primären Hypotonie können vermutlich erbliche Faktoren beteiligt sein.

Sekundäre Hypotonie

Wenn niedriger Blutdruck auf bestimmte Ursachen zurückzuführen ist, handelt es sich um eine sekundäre oder symptomatische Hypotonie.

In selteneren Fällen ist niedriger Blutdruck ein Anzeichen für eine Erkrankung: So kann beispielsweise eine Herz-Kreislauf-Erkrankung (wie die Herzinsuffizienz) oder eine Stoffwechselstörung (wie die Schilddrüsenunterfunktion) eine sekundäre Hypotonie verursachen.

Niedriger Blutdruck tritt auch auf, wenn die im Körper zirkulierende Blutmenge vermindert ist – zum Beispiel infolge starker Flüssigkeitsverluste. Mögliche Ursachen sind:

  • unzureichende Wasserzufuhr
  • starkes Erbrechen
  • starker Durchfall
  • hohes Fieber
  • schwere Blutungen
  • Verbrennungen

Zudem kann niedriger Blutdruck als Nebenwirkung mancher Medikamente entstehen.

Orthostatische Hypotonie

Macht sich niedriger Blutdruck plötzlich und vorübergehend bemerkbar – etwa, wenn man aus dem Liegen sehr schnell aufsteht – spricht das für eine orthostatische Hypotonie. Ursache für diese Sonderform ist eine Störung der Blutdruckregulation bei längerem Stehen oder bei einem plötzlichen Übergang vom Liegen zum Stehen: die orthostatische Dysregulation.

Die orthostatische Hypotonie tritt zum Beispiel oft in Stresssituationen oder in stark aufgeheizten Räumen auf: Dann sackt durch den Lagewechsel plötzlich viel Blut in die Beine. In dem Moment ist das Blut also nicht für die Gehirndurchblutung verfügbar, sodass das Gehirn weniger Sauerstoff erhält. Aufgrund der orthostatischen Dysregulation schafft der Körper es nicht, dem niedrigen Blutdruck durch erhöhten Puls oder Zusammenziehen der Arterien ausreichend gegenzusteuern.

Niedriger Blutdruck: Diagnose

Niedriger Blutdruck (Hypotonie) ist anhand einer Blutdruckmessung feststellbar. Zur genauen Diagnose benötigt der Arzt jedoch zusätzliche Informationen, zum Beispiel zu:

  • Vorerkrankungen,
  • eingenommenen Medikamenten und
  • Essgewohnheiten.

Der zeitliche Zusammenhang zwischen einer plötzlichen Änderung der Körperlage und auftretenden Beschwerden ist typisch für Menschen, deren Blutdruck zu niedrig ist.

Ob ein zu niedriger Blutdruck die Folge einer orthostatischen Fehlregulation ist, kann der Schellong-Test zeigen: Hierbei finden mehrere Messungen von Blutdruck und Puls im Liegen und im Stehen statt. Das Verhältnis von Puls und Blutdruckwerten zueinander ermöglicht es, die Regulationsfähigkeit des Herz-Kreislauf-Systems besser zu beurteilen.

Während des Tests liegt man zuerst zehn Minuten ruhig, ehe man aufsteht und weitere zehn Minuten stillsteht. Fällt der Blutdruck im Stehen um mehr als 20 Millimeter-Quecksilbersäule (mmHg) systolisch und 10 mmHg diastolisch und treten Bewusstseinsstörungen oder Schwindel auf, spricht das für eine orthostatische Hypotonie.

Um abzuklären, ob niedriger Blutdruck eine andere Ursache hat, können weitere diagnostische Maßnahmen nötig sein – zum Beispiel ein EKG oder ein Ultraschall des Herzens.

Zu niedriger Blutdruck: Was tun bei Hypotonie?

Grundsätzlich gilt: Zu niedriger Blutdruck (Hypotonie) erfordert nur dann eine Therapie, wenn er zu Beschwerden führt. Wenn der Blutdruck schon immer niedrig war und nie Probleme bereitet hat, muss man nichts tun.

Führt niedriger Blutdruck jedoch öfter zu Kreislaufproblemen wie Schwindel oder Müdigkeit, sollte man versuchen, den Kreislauf wieder in Schwung zu bringen.

Niedriger Blutdruck – welche Hausmittel helfen?

Verursacht ein zu niedriger Blutdruck Beschwerden, reichen Hausmittel beziehungsweise Allgemeinmaßnahmen bei ansonsten gesunden Personen oft aus. Ihr Ziel ist es, die Regulationsfähigkeit der Blutgefäße zu verbessern und das Versacken größerer Blutmengen in die untere Körperhälfte zu vermeiden.

Hausmittel gegen Hypotonie dienen also nicht nur allein dazu, einen schon niedrigen Blutdruck zu behandeln, sondern sollen auch einem plötzlichen Blutdruckabfall vorbeugen. Sinnvolle Allgemeinmaßnahmen sind zum Beispiel:

  • Wechselduschen (abwechselnd warm und kalt – dabei immer mit kaltem Wasser aufhören)
  • Bürstenmassagen (zum Herzen hin)
  • regelmäßige sportliche Aktivität (z.B. Radfahren, Spazierengehen, Wandern, Tanzen, Gymnastik, Schwimmen)
  • Stützstrümpfe oder Umwickeln der Beine mit elastischen Binden bei ausgeprägten Krampfadern
  • Vermeiden von Übermüdung und Überlastung
  • eventuell Entspannungstechniken (wie autogenes Training oder Yoga), um Stress besser zu bewältigen
  • ausgewogene, eher salzreiche Ernährung (im Gegensatz zur Empfehlung einer salzarmen Ernährung bei Bluthochdruck)
  • ausreichende Flüssigkeitszufuhr (täglich mindestens 2,5 bis 3 Liter natriumreiches Mineralwasser, Kräuter- und Früchtetees sowie Obst- und Gemüsesäfte; Kaffee und schwarzer Tee helfen bei niedrigem Blutdruck nur vorübergehend) – Achtung: Diese Empfehlung gilt nicht für Menschen mit Herzinsuffizienz, die nicht mehr als 1 bis 1,5 Liter trinken dürfen!
  • nachts erhöhtes Lagern des Oberkörpers (auf einem Kopfkissen)

Blutdruck durch Medikamente erhöhen?

Es gibt zwar Medikamente, die den Blutdruck steigern – diese sind aber nur selten notwendig.

Nur wenn niedriger Blutdruck trotz eigener Gegenmaßnahmen weiterhin Probleme bereitet, sind Medikamente sinnvoll. Welches Mittel Sie gegen Ihre Hypotonie verordnet bekommen, hängt unter anderem davon ab, warum Ihr Blutdruck zu niedrig ist.

Eventuell erhalten Sie gegen die Hypotonie Mittel, die den Blutdruck erhöhen (Antihypotonika): Dazu zählen beispielsweise Mineralkortikoide (wie Fludrokortison) oder Sympathomimetika (wie Etilefrin). Hat Ihr niedriger Blutdruck jedoch eine bestimmte Ursache (z.B. eine Erkrankung oder Medikamente), ist es sinnvoll, gezielt gegen diese Ursache vorzugehen.

So beugen Sie einem zu niedrigen Blutdruck vor!

Niedriger Blutdruck (Hypotonie) muss nicht sein: Es gibt viele wirksame vorbeugende Maßnahmen gegen niedrige Blutdruckwerte und plötzliche Blutdruckabfälle. Die besten Tipps lauten:

  • Treiben Sie regelmäßig Sport.
  • Gestalten Sie Ihre Ernährung ausgewogen und eher salzreich (im Gegensatz zur Empfehlung einer salzarmen Ernährung bei Bluthochdruck).
  • Nehmen Sie, wenn Sie keine Herzschwäche haben, täglich mindestens zweieinhalb bis drei Liter Flüssigkeit zu sich.
  • Stellen Sie das Wasser beim Duschen das Wasser abwechselnd warm und kalt (beenden Sie das Wechselduschen immer mit kaltem Wasser).
  • Massieren Sie sich regelmäßig mit einer Bürste (führen Sie die Bürste dabei zum Herzen hin),
  • Liegen Sie nachts mit erhöhtem Oberkörper (verwenden Sie ein Kopfkissen).
  • Falls Sie ausgeprägte Krampfadern haben: Trage Sie Stützstrümpfe oder umwickeln Sie Ihre Beine mit elastischen Binden.
  • Vermeiden Sie Übermüdung und Überlastung.
  • Erlernen Sie eventuell Entspannungstechniken (z.B. autogenes Training oder Yoga), um Stresssituationen besser zu bewältigen.

Bedeutet ein zu niedriger Blutdruck ein Sturzrisiko, können Sie außerdem möglichen Folgeschäden durch Stürze vorbeugen, indem Sie entsprechende Verhaltensweisen beachten:

  • Wenn Sie wegen Ihrer Hypotonie bereits einen Kollaps beziehungsweise Ohnmachtsanfall hatten, seien Sie besonders achtsam und vermeiden Sie schnelle Lagewechsel. Dabei ist es besonders wichtig, nicht plötzlich aus dem Liegen aufzustehen.
  • Legen Sie sich am besten bei den ersten Anzeichen für einen drohenden Blutdruckabfall (Schwindel, Ohrensausen, kalter Schweiß) sofort hin und lagern Sie die Beine etwa in einem Winkel von 45 Grad hoch. Durch das in den Oberkörper zurückfließende Blut ist Ihr Gehirn so besser durchblutet – die Beschwerden lassen nach.

Quellen

Herold, G.: Innere Medizin. Eigenverlag, Köln 2019

Arterielle Hypotonie. Online-Informationen des Pschyrembel: www.pschyrembel.de (Stand: August 2018)

Bluthochdruck: Was ist der Blutdruck und wie kann man ihn messen? Online-Informationen des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG): www.gesundheitsinformation.de (Stand: 25.9.2016)

Rote-Hand-Brief zu Anwendungseinschränkungen von dihydroergotaminhaltigen Arzneimitteln. Online-Informationen des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM): www. bfarm.de (Stand: 6.1.2014)

Arastéh, K., et al.: Duale Reihe Innere Medizin. Thieme, Stuttgart 2013

Hahn, J.-M.: Checkliste Innere Medizin. Thieme, Stuttgart 2013

Erdmann, E.: Klinische Kardiologie: Krankheiten des Herzens, des Kreislaufs und der herznahen Gefäße. Springer, Berlin 2011

Emminger, H., Kia, T.: Exaplan – Das Kompendium der klinischen Medizin. Urban & Fischer, München 2010

Weitere Informationen

ICD-10-Diagnoseschlüssel:

Hier finden Sie den passenden ICD-10-Code zu „Niedriger Blutdruck (Hypotonie)“:

  • Hypotonie

Onmeda-Lesetipps:

  • Blutdruck messen – warum? Und wie funktioniert’s?
  • Wie Sie typische Fehler beim Blutdruckmessen vermeiden

Letzte inhaltliche Prüfung: 16.04.2019
Letzte Änderung: 12.06.2019

Ihr Ratgeber zu niedrigem Blutdruck

Obwohl das Thema niedriger Blutdruck, im Vergleich zu Bluthochdruck, in der Gesellschaft selten angesprochen wird, sind überraschend viele davon betroffen. Bis zu 9% der Bevölkerung leiden unter Hypotonie. Glücklicherweise ist niedriger Blutdruck in den meisten Fällen jedoch ungefährlich.

Hypotonie Ratgeber

Kurzfassung

  • Man spricht von niedrigem Blutdruck, wenn dieser die Werte 110/60 mmHg unterschreitet
  • Die üblichen Symptome sind Schwindel, Müdigkeit und Kopfschmerzen
  • In den meisten Fällen stellt ein niedriger Blutdruck keine Gefahr dar
  • Mit Hausmitteln ist Hypotonie oftmals gut behandelbar
  • Es gibt die Möglichkeit niedrigen Blutdruck medikamentös zu behandeln

Was ist Hypotonie?

Hypotonie ist der medizinische Fachbegriff für niedrigen, arteriellen Blutdruck.

Am häufigsten sind junge, schlanke Frauen in der Pubertät, Schwangere und ältere, hagere Menschen betroffen.

Als Blutdruck wird im Allgemeinen der Druck in den großen Arterien, also den Gefäßen, die vom Herzen wegführen, bezeichnet. Er ist abhängig von Elastizität und Widerstand der Gefäßwände.

Bei niedrigem Blutdruck handelt es sich generell nicht um eine Erkrankung, sondern um ein Symptom, dass bei verschiedenen Krankheiten oder einfach so auftreten kann.

Ab wann spricht man von niedrigem Blutdruck?

Der Normalbereich liegt laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) im Bereich um 120/80 mmHg.

Von niedrigem Blutdruck spricht man, wenn er unter 110/60 mmHg bei Männern bzw. 100/60 mmHg bei Frauen sinkt.

Was verursacht einen niedrigen Blutdruck?

Normalerweise ist der Körper in der Lage den Blutdruck selbst zu regulieren. Vereinfacht gesagt wird der Blutdruck über kleine Druckmesskörperchen in den Halsschlagadern detektiert und diese Information dann an das Stammhirn weitergeleitet. Dieses befiehlt dann bei Bluthochdruck eine Gefäßerweiterung und bei niedrigem Blutdruck eine Gefäßverengung. Es gibt jedoch einige Fälle, bei denen die Regulierung nicht richtig funktioniert.

Man unterscheidet zwischen primärer, sekundärer und orthostatische Hypotonie.

Primäre Hypotonie ist die häufigste Form des niedrigen Blutdrucks und tritt ohne erkennbaren Grund auf. Meist ist der Blutunterdruck erblich bedingt und betrifft beispielsweise häufig junge, schlanke Frauen.

Sekundäre Hypotonie ist der niedrige Blutdruck als Folge/Symptom einer Grunderkrankung oder der Nebenwirkung eines Medikaments wie beispielsweise:

  • Schilddrüsenunterfunktion
  • Unterfunktion der Nebennierenrinde
  • Unterfunktion der Hirnanhangdrüse
  • Herzerkrankungen wie Herzinsuffizienz, Herzrhythmusstörungen, Herzbeutelentzündung
  • Salzmangel
  • Venenschwäche
  • Flüssigkeitsmangel durch Durchfall, Erbrechen oder starkes Schwitzen

Orthostatische Hypotonie entsteht bei einem Lagewechsel z.B. beim schnellen Aufstehen aus dem Liegen. Dabei versackt das Blut in die Beine, was eine Volumenverschiebung zufolge hat, auf die der Körper nicht schnell genug reagieren kann. Auslöser für eine orthostatische Hypotonie können Störungen des autonomen Nervensystems, Nervenzellschädigungen im Gehirn, Krampfadern, etc.sein.

Niedriger Blutdruck in der Schwangerschaft:
Vor allem in den ersten Monaten der Schwangerschaft ist ein niedriger Blutdruck ganz normal. Grund dafür ist, dass das ungeborene Baby auf der großen Hohlvene (Vena Cava) der Mutter liegt und dadurch den Rückfluss des Blutes zum Herzen beeinträchtigt. Dadurch wird auch die Durchblutung des Gehirn und anderer Körperregionen weniger, was zu einem niedrigen Blutdruck führt.

Bei einem niedrigen Blutdruck treten nicht immer Symptome auf, es sind jedoch eine Bandbreite an Beschwerden möglich.

  • Durch einen niedrigen Blutdruck kann es zu einer Mangelversorgung im Hirn kommen. Folgen können Schwindel, Sehstörungen wie “Sternchen sehen” oder “schwarz vor Augen werden”, Ohrensausen und im schlimmsten Fall Ohnmacht sein. Das passiert besonders, wenn Betroffene sich plötzlich schnell bewegen oder ihre Position verändern. Besonders gefährlich kann das beim Autofahren sein oder wenn Sturzgefahr besteht.
  • Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Konzentrationsprobleme, Benommenheit sind typisch für Personen mit einem niedrigen Blutdruck, da die Durchblutung schlechter ist.
  • Stechende, pulsierende Kopfschmerzen können bei Hypotonie vorkommen, da die Durchblutung im Kopf gedrosselt ist.
  • Atemnot, Engegefühl in der Brust oder Stechen in der Herzgegend können Anzeichen für niedrigen Blutdruck sein, da sich die Gefäße dann engstellen und sich auf die Versorgung der lebenswichtigen Organe wie das Herz oder das Gehirn zu fokussieren.
  • Auch Herzrasen ist bei einem Blutunterdruck möglich, da das Herz versucht durch eine höhere Frequenz der verminderten Durchblutung entgegenzuwirken.

Untersuchung und Diagnose

Um einen niedrigen Blutdruck festzustellen muss der Blutdruck mehrmals zu verschiedenen Tageszeiten und Tagen gemessen werden. Zusätzlich gibt es verschiedene Kreislauftests bei denen einen Hypotonie getestet werden kann:

  • Schallong-Test: Der Patient liegt 10 min lang und muss dann schnell aufstehen. Der Blutdruck wird mehrmals vor und nach dem Aufstehen gemessen und verglichen. Getestet wird hierbei auf orthostatische Hypotonie.
  • Kipptisch-Versuch: Der Patient liegt angegurtet auf einem Kipptisch. Der Blutdruck wird 10 min lang im liegen, dann in 60 Grad aufrechter Kippung gemessen und mit den vorherigen Werten verglichen.

Bei Verdacht auf eine Grunderkrankung, die niedrigen Blutdruck auslöst, kann der Arzt weitere Untersuchungen wie zum Beispiel Ultraschall- und Blutuntersuchungen anstellen.

Hausmittel und Tipps gegen niedrigem Blutdruck

In den meisten Fällen sind einfache Hausmittel und Tricks ausreichend um die Beschwerden erheblich zu lindern.

  • Wechselduschen, also schnelles Wechseln zwischen warmem und kaltem Wasser beim Duschen, bewirken, dass sich die Blutgefäße abwechselnd zusammenziehen und weiten. Dadurch werden die Gefäßwände trainiert und der Kreislauf angeregt.
  • Bewegung und körperliche Aktivität, am besten an der frischen Luft, bringen den Kreislauf in Schwung und lindern Schwindel und Müdigkeit.
  • Speisesalz erhöht das Blutvolumen und damit auch den Blutdruck, indem es Wasser im Körper bindet. Daher ist es bei niedrigem Blutdruck wichtig, ausreichend gesalzene Speisen zu sich zu nehmen.
  • Viel Trinken ist bei niedrigem Blutdruck besonders wichtig, da dadurch das Blutvolumen und damit auch der Blutdruck erhöht wird. Eine Tasse Kaffee, grüner oder schwarzer Tee stimulieren den Kreislauf besonders.
  • Langsames Aufstehen aus dem Bett, eventuell mit kleiner Pause und ausführlichem Stecken.
  • Kompressions-/Stützstrümpfe regen die Blutzirkulation in den Beinen an.

Behandlung von niedrigem Blutdruck

Sollten die Maßnahmen und Hausmittel nicht genügen um die Beschwerden des niedrigen Blutdrucks zu lindern, können Sie mit ihrem Arzt über eine mögliche medikamentöse Behandlung sprechen.

Eine Behandlung von niedrigem Blutdruck mit Medikamenten wird, nur wenn es unbedingt nötig ist, empfohlen, da diese oftmals starke und eventuell gesundheitsgefährdende Nebenwirkungen wie Herzrhythmusstörungen oder eine Minderdurchblutung von Gliedmaßen und Organen haben können.

Medikamente, die oft zur Behandlung von Hypotonie genutzt werden, sind zum einen sogenannte Sympathomimetika. Diese verengen die Blutgefäße und erhöhen die Herzfrequenz. Ein anderer Wirkstoff, der oft genutzt wird, ist Dihydroergotamin, durch den die Wandspannung der Venen erhöht wird und damit verhindert wird, dass das Blut beim Aufstehen in die Beine versackt.

Ab wann zum Arzt?

Wenn Sie oft an Schwindel oder anderen Hypotonie-Symptomen leiden, sollten Sie sich an Ihren Hausarzt wenden um möglich Auslöser zu überprüfen, da sonst die Gefahr besteht, dass Krankheiten wie eine Herzinsuffizienz übersehen wird. In der Regel ist ein niedriger Blutdruck aber ungefährlich. In besonders schweren Fällen kann es zu Schwindelattacken und Ohnmacht kommen.

Während einer Schwangerschaft kann ein zu niedriger Blutdruck zu Problemen führen, wenn beispielsweise die Plazenta nicht ausreichend durchblutet und damit die Versorgung des Kindes gefährdet wird. Daher sollte ein Blutunterdruck während der Schwangerschaft vom Frauenarzt besonders beobachtet und kontrolliert werden.

Niedriger Blutdruck: Was dahintersteckt und was hilft

Hoher Blutdruck ist gefährlich, niedriger Blutdruck dagegen harmlos. Stopp. Das stimmt nicht immer. Zum einen kann niedriger Blutdruck für Beschwerden sorgen, zum anderen ein Hinweis auf Erkrankungen sein. Wir erklären, was Blutniederdruck verursacht und was hilft, wenn er Probleme macht.

Der Druck, der in unseren Blutgefäßen herrscht, ist von vielen Faktoren abhängig. Angegeben wird er in der Einheit „Millimeter Quecksilber“ (Abkürzung: mmHg).

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) definiert niedrigen Blutdruck (Fachbegriff: Hypotonie) so:

Frauen: weniger als 100 zu 60 mmHg
Männer: weniger als 110 zu 70 mmHg

Anders als Bluthochdruck gilt niedriger Blutdruck allgemein nicht als Krankheit, sondern als Störung des Kreislaufsystems, die nur behandelt werden muss, wenn sie Beschwerden verursacht. Das ist allerdings häufig der Fall.

In Deutschland haben drei bis fünf Millionen Menschen niedrigen Blutdruck, schätzen Experten. Vor allem Jugendliche (weil ihr Körper wächst), junge, schlanke Frauen, oder ältere, dünne Menschen sind davon betroffen, aber auch Frauen mit einer Essstörung oder Schwangere.

So regelt der Körper den Blutdruck

Ein ausgeklügeltes System sorgt dafür, dass der Blutdruck (bis zu einem gewissen Maß) reguliert werden kann:

Zum einem misst der Körper ständig den Druck, der in den Schlagadern herrscht (Haupt- oder Halsschlagader). Das geschieht über sogenannte Barorezeptoren. Wie Messfühler registrieren diese, wie sehr sich die Gefäßwand durch den Druck des Blutes dehnt. Diese Information geben sie an das Gehirn weiter.

Ist der Blutdruck zu hoch oder zu niedrig, leitet die Schaltzentrale unseres Körpers Befehle an das Herz und die Blutgefäße weiter. Diese verändern sich oder ihre Funktion so, dass der Blutdruck wieder im Normbereich liegt.

Aber auch die Nieren sind an der Regulation des Blutdrucks beteiligt: Sie registrieren, welcher Druck in ihren Gefäßen herrscht und geben – falls er zu niedrig ist – das hormonähnliche Enzym Renin ins Blut ab. Es bewirkt, dass der Druck in den Gefäßen wieder steigt.

Niedriger Blutdruck: Anzeichen

Niedriger Blutdruck kann eine Reihe von Beschwerden auslösen, von denen viele häufig anderen Ursachen zugeschrieben werden, unter anderem:

  • Schwindel
  • Ohrensausen
  • Erhöhte Empfindlichkeit für Kälte
  • Schwarzwerden vor den Augen oder “Sternchen sehen”
  • Antriebsarmut und Abgeschlagenheit
  • Kalte Hände und Füße
  • Schlafstörungen
  • Hoher Puls
  • Appetitlosigkeit
  • Wetterfühligkeit
  • Kreislaufkollaps durch verminderte Durchblutung des Gehirns (Fachbegriff: Synkope)

Niedriger Blutdruck kann über einen langen Zeitraum oder dauerhaft gesundheitliche Probleme bereiten, aber auch nur in bestimmten Situationen auftreten.

So vielfältig die Anzeichen des Niederblutdrucks sind, so zahlreich sind seine möglichen Ursachen. Die Wurzel des Übels kann in den Genen liegen, aber auch durch externe Faktoren ausgelöst werden. In der Medizin werden deshalb unterschiedliche Varianten von Niederblutdruck unterschieden:

Schwindel beim Aufstehen ist ein typisches Anzeichen der regulativen (auch: orthostatischen) Hypotonie:

Der Körper hat Probleme, den Blutdruck der veränderten Schwerkraft anzupassen, wenn wir aus dem Liegen oder Sitzen ins Stehen wechseln oder uns nach dem Bücken wiederaufrichten. Diese regulative Störung kann dazu führen, dass das Blut kurzfristig in den Beinen „versackt“. Die Folge: Der Blutdruck fällt stark ab, im Gehirn kommt nicht mehr genug Blut an. Den Betroffenen wird schwindlig oder sogar schwarz vor Augen.

Niedriger Blutdruck ist häufig ein Problem junger, schlanker Frauen

Niedriger Blutdruck kann angeboren sein (konstitutionelle Hypotonie):

Bei einigen Menschen funktioniert die Regulation des Blutdrucks weniger gut als bei anderen. Die genaue Ursache dafür ist unklar, liegt aber wohl in den Genen.

Bestimmte Medikamente (zum Beispiel Betablocker) können als unerwünschte Nebenwirkung den Blutdruck senken (medikamentöse Hypotonie).

In seltenen Fällen kann niedriger Blutdruck die Folge einer organischen Erkrankung sein (symptomatische Hypotonie).

Hinweis auf eine Erkrankung?

Es gibt eine Reihe von Erkrankungen, die unter anderem dazu führen, dass der Blutdruck dauerhaft niedrig ist.

Herzerkrankungen können zum Beispiel dafür sorgen, dass das Pumporgan nicht mehr in der Lage ist, das Blut mit dem nötigen Druck in den Kreislauf zu befördern. Solche Erkrankungen können zum Beispiel eine Herzmuskelschwäche, eine Herzinsuffizienz oder eine Verengung der Aortenklappe sein.

Sind die Venen erkrankt, kann das Blut in den zu weiten Gefäßen versacken – zum Beispiel, wenn wir lange stehen. Als Folge fällt der Blutdruck ab.

Schilddrüse und Nebennieren sind wichtige Hormonlieferanten des Körpers. Ist ihre Funktion gestört, kann auch das einen niedrigen Blutdruck verursachen.

Der Blutdruck lässt sich einfach und schnell messen. Doch eine einmalige Blutdruckmessung ist nur eine Momentaufnahme. Um festzustellen, ob der Druck in den Gefäßen dauerhaft niedrig ist, ist eine Langzeitblutdruckmessung das Mittel der Wahl. Dabei wird der Blutdruck über ein paar Tage in kurzen Intervallen (etwa alle 30 Minuten) automatisch gemessen und die Ergebnisse werden anschließend ausgewertet.

Auch das Elektrokardiogramm (EKG) oder spezielle Testverfahren (zum Beispiel der sogenannte Schellong-Test) geben darüber Aufschluss. Um die genaue Ursache des niedrigen Blutdrucks zu klären, muss der Arzt im Anschluss an die Messungen weitere diagnostische Maßnahmen durchführen.

Zu wenig Druck von Natur aus? Das hilft

Ist der niedrige Blutdruck angeboren, gibt es eine Reihe von Maßnahmen, um damit verbundene Beschwerden wie kalte Hände oder Schwindel zu lindern, und den Blutdruck dauerhaft anzuheben:

Richtig essen und trinken

Unsere Ernährung ist ein wichtiger Einflussfaktor auf den Blutdruck und hilft ihm auf die Sprünge, wenn wir Folgendes beachten:

  • Ausreichend trinken, damit das Volumen des Blutes nicht durch Flüssigkeitsmangel abnimmt. Übrigens: Kaffee wirkt nur kurzfristig anregend, auf Dauer lässt sich ein niedriger Blutdruck damit nicht anheben
  • Auf eine gute Versorgung mit Mineralien und Salz achten

Viel bewegen

Regelmäßige körperliche Aktivität stärkt die Gefäße, kräftigt das Herz und bringt die Venen-Pumpe auf Trab, die dafür sorgt, dass das Blut aus den Beinen zurück zum Herzen befördert wird. Schon ein forscher Spaziergang oder Treppensteigen bringt den Kreislauf auf Touren. Besonders nachhaltig lässt sich der Blutdruck durch regelmäßiges Krafttraining steigern.

Durchblutung anregen

Anwendungen nach dem Kneipp-Prinzip (zum Beispiel kalte Armbäder, Wechselduschen oder Kniegüsse) regen durch einen Warm-Kalt-Wechsel die Durchblutung an. Das kann die problematischen Anzeichen eines niedrigen Blutdrucks lindern.

Medikamente

Der Blutdruck lässt sich auch durch Medikamente erhöhen. Wirkstoffe, die den Druck in den Gefäßen steigern, sind zum Beispiel Etilefrin und Dihydroergotamin. Da entsprechende Arzneimittel Nebenwirkungen haben können, sollten vorher alle anderen Maßnahmen zu Blutdrucksteigerung ausgeschöpft werden.

Homöopathie und Naturheilkunde

Die Naturheilkunde (Phytotherapie) schreibt Rosmarin, Ginseng, Pfefferminz und Kampfer eine hilfreiche Wirkung bei niedrigem Blutdruck zu. In der Homöopathie wird die Behandlung mit Nux Vomica, Veratrum album, Acidum phosphoricum und Coffea empfohlen. Unter den alternativen Heilverfahren zählen Akupunktur und Schröpfen zu den Therapien, die bei niedrigem Blutdruck helfen sollen.

Niedriger Blutdruck: Wann ist er gefährlich?

Schädlich für die Gesundheit ist niedriger Blutdruck nie – denn anders als hoher Blutdruck strapaziert er weder Gefäße noch Organe. Gefährlich werden kann er jedoch indirekt: Sinkt der Druck in den Gefäßen so stark, dass die Betroffenen bewusstlos werden, können sie sich bei Stürzen verletzen. Einem Kollaps gehen als Warnsignale häufig Benommenheit, Bauchdrücken oder Übelkeit voraus.

Was dann hilft: Füße hochlagern, sodass wieder genug Blut ins Gehirn strömen kann. Auch Schwindel bedingt durch niedrigen Blutdruck kann zu Stürzen führen. Gerade ältere Menschen können sich dabei langwierige Knochenbrüche oder andere Verletzungen einhandeln. Sie sollten niedrigen Blutdruck darum besonders ernst nehmen.

Niedriger Blutdruck in der Schwangerschaft: Was hilft?

Im Regelfall ist ein niedriger Blutdruck, bei Frauen unter 110/60 mmHg, kein Grund zur Sorge. Doch in der Schwangerschaft kann ein niedriger Blutdruck gefährlich werden. Aufgrund des niedrigen Blutdrucks in der Schwangerschaft kann die werdende Mutter kollabieren. Es kann auch durch die mangelhafte Durchblutung der Gebärmutter dazu kommen, dass das Ungeborene zu wenig Sauerstoff und Nährstoffe bekommt und seine Entwicklung dadurch gestört wird. Ein niedriger Blutdruck äußert sich vor allem dadurch, dass die Schwangere ein Flimmern vor den Augen hat oder ihr auch öfters schwindelig ist. Dabei können die Füße und Hände sehr oft kalt sein, man fühlt sich müde, ist blass und muss sehr oft gähnen. Bekommt der Körper nicht ausreichend Sauerstoff, reagiert er damit, dass das Herz versucht, Gegenmaßnahmen zu treffen um schneller zu schlagen. Allerdings kann ein schneller Herzschlag auf eine Anämie hinweisen.

Was tun bei niedrigen Blutdruck in der Schwangerschaft?

Hatte eine Frau bereits vor der Schwangerschaft einen zu niedrigen Blutdruck, kann dieser aufgrund der vermehrten Schwangerschaftshormone sogar noch weiter sinken. Ist Ihnen nicht nur ab und zu schwindelig, sondern ist Ihnen schwarz vor Augen wenn Sie aufstehen und verlieren Sie sogar das Bewusstsein, sollten Sie umgehend Ihren Arzt aufsuchen. Bei einem Sturz können Sie nicht nur sich selbst, sondern auch Ihr Baby verletzten. Ein niedriger Blutdruck wird in der Schwangerschaft nicht mit Medikamenten bearbeitet. Denn durch die Einnahme der Wirkstoffe, die eine Verengung der Blutgefäße zum Ziel haben, würde es dazu führen, dass auch die Blutgefäße enger werden, die das Baby versorgen. Ihr Arzt kann Ihnen aber zu pflanzlichen Mitteln raten. So haben sich zum Beispiel Kampfer und Weißdorn gut bewährt. Doch bevor Sie nun eine Selbstdiagnose betreiben, ist es wichtig, dass Sie zuerst mit Ihrem Arzt über die Einnahme sprechen. Auch pflanzliche Mittel können bei einer zu hohen Dosis schadhaft sein.

Hausmittel bei einem niedrigen Blutdruck in der Schwangerschaft

Um den niedrigen Blutdruck in der Schwangerschaft zu stabilisieren, ist es wichtig, dass Sie viel trinken. Leiden Sie unter Kreislaufbeschwerden kann das in den meisten Fällen auf einen Mangel an Flüssigkeit zurückgeführt werden. Ein Glas Orangensaft, welcher mit Wasser verdünnt wurde, hilft Eisen besser aufzunehmen und beugt so Anämie vor. Greifen Sie ruhig auch mal statt auf Tee auf eine Brühe zurück. Durch die salzige Brühe haben Sie mehr Durst und trinken auch danach mehr. Ein Salzbrezel zum Frühstück hat den gleichen Effekt. Achten Sie auch in der Schwangerschaft darauf, in Bewegung zu bleiben. Regelmäßige Bewegung hält Sie nicht nur fit, sondern bringt auch Ihren Kreislauf in Schwung. Zudem lindert schon ein zügiger Spaziergang einige Beschwerden, die während der Schwangerschaft auftreten können. Schwangere Frauen, die viel im Sitzen arbeiten, sollten ab und zu ihre Zehen zu sich heranziehen. Durch die Anwendung der Muskelpumpe wird die Durchblutung in den Beinen verbessert und vermeidet, dass sich das Blut staut. Legen Sie auch ruhig immer wieder mal Ihre Beine hoch und unterstützten Sie Ihren Kreislauf. Machen Sie täglich eine Trockenbürstenmassage. Achten Sie dabei immer darauf, zum Herzen hin zu arbeiten. Damit fördern Sie Ihre Durchblutung und stärken Ihren Kreislauf. Im Anschluss eine kurze kalte Dusche, bei dem Sie den Wasserstrahl immer zum Herzen hin bewegen, verstärkt die Wirkung zusätzlich.

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Über Luise Veltmann

Luise wohnt mit ihrem Mann, ihrem zweijährigen Sohn Max und bald auch mit Kind Nr. 2 in Lübeck. Wenn Sie neben der Arbeit als Autorin für den Elternkompass die Zeit findet, dann geht Luise ins Fitnessstudio oder zeichnet. Die Zeit ist aber knapp, denn der kleine Max liebt es mit seiner Mama zum Kinderturnen zu gehen und Oma und Opa zu besuchen.

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Niedriger Blutdruck in der Schwangerschaft

Schwindel, Müdigkeit und Kopfschmerzen? Wenn Sie schwanger sind und besonders unter diesen Beschwerden leiden, kann es sein, dass Ihr Blutdruck zu niedrig ist. Wann dieser Zustand kritisch wird und wie Sie Ihren Kreislauf in Schwung halten.

Von einem „normalen“ Blutdruck spricht man bei einem Wert von 120/80 mmHg. Viele Frauen haben aber einen eher niedrigen Blutdruck, was größtenteils kein Problem darstellt. In der Schwangerschaft sollten Sie Ihre Werte allerdings genau im Blick halten, denn ein akut oder anhaltend zu niedriger Blutdruck kann vor allem für das Baby gefährlich werden.

Leichter Blutdruckabfall in der Schwangerschaft normal

Der Blutdruck der Frau unterliegt während der Schwangerschaft einigen Schwankungen. Zu Beginn der Schwangerschaft weitet der Östrogenanstieg die Blutgefäße, um die Gebärmutter und den Embryo optimal mit Sauerstoff und anderen Nährstoffen zu versorgen. Diese „Weitstellung“ der Blutgefäße kann für einen niedrigen Blutdruck (Hypotonie) besonders im ersten Trimester verantwortlich sein. Das ist aber nicht weiter bedenklich, solange sich die Werte im Rahmen halten.

Wenn Ihr Kreislauf akut oder dauerhaft im Keller ist, gehen Sie zum Arzt!

Sollte der Blutdruck jedoch regelmäßig und anhaltend zu niedrig sein und dabei Werte von 100/60 mmHg und darunter erreichen, besteht eine Gefahr für Mutter und Kind. Mögliche Folgen bei länger anhaltender Hypotonie können eine ungenügende Uterusdurch­blutung und daraus folgend eine Plazentainsuffizienz sein, welche zu Sauerstoffmangel und Entwick­lungs­stö­­run­gen beim Kind führen kann. Zudem könnte die Mutter kollabieren und bei einem Sturz das Kind gefährden.
Daher ist es wichtig, dass der Blutdruck regelmäßig überwacht wird, was in der Regel bei jeder Schwangerschaftsvorsorge-Untersuchung geschieht.

Daran erkennen Sie, dass Sie einen niedrigen Blutdruck haben

Typische Symptome für einen niedrigen Blutdruck sind:
• starker Durst
• Müdigkeit
• gesteigerte Reizbarkeit
• ständig kalte Hände und Füße
• Kopfschmerzen
• häufiger Schwin­del
• Ohrensausen
Wenn Sie beispielsweise wegen anhaltenden Schwindels den Verdacht auf einen akut zu niedrigen Blutdruck haben, sollten Sie dringend einen Arzt aufsuchen. Übrigens können Sie Ihren Blutdruck auch in Apotheken messen lassen.

So halten und bringen Sie Ihren Kreislauf wieder in Schwung

Sollte Ihr Blutdruck anhaltend und bedenklich zu niedrig sein, wird Ihr Arzt über die entsprechende Behandlung entscheiden. Ansonsten können Sie aber auch dafür sorgen, dass Ihr Kreislauf in Schwung kommt und sich der Blutdruck normalisiert:
➤ Achten Sie auf einen ausgeglichenen Wasser- und Salzhaushalt. Also: Viel trinken in der Schwangerschaft und nicht zu salzarm essen!
➤ Lassen Sie sich morgens mit dem Aufstehen Zeit, und frühstücken Sie eiweißhaltig.
➤ Bei Schwindel: ausruhen und Beine hochlegen. Wenn keine Liegemöglichkeit in Sicht ist, überkreuzen Sie die Beine.
➤ Wechselduschen am Morgen: von unten nach oben, kalt enden
➤ Schonender Sport in der Schwangerschaft bringt den Kreislauf in Schwung.
➤ Die Muskelpumpen in Gang halten: Gehen Sie regelmäßig spazieren. Wenn Sie zum Beispiel lange am Schreibtisch sitzen müssen, legen Sie immer wieder Pausen ein und gehen Sie ein Stück. Das hält die Muskelpumpen in den Waden in Gang und senkt das Risiko für Wasser in den Beinen.

8 wichtige Lebensmittel in der Schwangerschaft

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Schwindel in der Schwangerschaft: Das hilft!

Wir sagen dir, was gegen die Kreislaufprobleme in der Schwangerschaft hilft.

Schwindel in der Schwangerschaft ist keine Seltenheit

Eine Schwangerschaft hat leider nicht nur schöne Seiten. Auch die typischen Schwangerschaftsbeschwerden sind Teil der körperlichen Veränderung. Kreislaufprobleme und Schwangerschaft scheinen da untrennbar zusammenzugehören, weil der Körper zu dieser Zeit eine hormonelle Achterbahn durchlebt. Wenn der Blutdruck sinkt, kommt der Schwindel. Die Schwangerschaft wird damit für viele Frauen unangenehm. Zum Glück gibt es einige Tipps und Tricks, die gegen den Schwindel helfen.

So kannst du bei plötzlichem Schwindel reagieren

Wenn du als Schwangere einen akuten Schwindelanfall erleidest, solltest du dich sicherheitshalber sofort setzen. So minimierst du den Schwindel und gefährdest deine Schwangerschaft und dein Baby nicht durch einen möglichen Sturz. Wenn dein Bauch noch nicht allzu rund ist, kann es zudem helfen, wenn du deinen Kopf zwischen die Knie beugst. In dieser Position wird das Gehirn besser durchblutet. Das hilft sehr gut gegen den Schwindel in der Schwangerschaft.

Besteht die Möglichkeit, dass du dich flach hinlegen kannst, solltest du dies auf jeden Fall tun. Am besten legst du dich auf die linke Seite oder deine Beine hoch, damit das Blut mit dem Sauerstoff zurück ins Gehirn fließen kann.

Bei Kreislaufproblemen in der Schwangerschaft solltest du dich ausruhen.

Tipps bei Kreislaufproblemen in der Schwangerschaft

Um dem Schwindel vorzubeugen, solltest du vor allem diese Dinge berücksichtigen:

  • Gib deinem Körper genug Zeit, sich auf die neue Situation einzustellen. Das bedeutet konkret, dass du den Tag langsam und ruhig angehen lassen solltest.
  • Ohne Hast aufzustehen, damit der Kreislauf sich stabilisiert, kann den Schwindel schon verhindern.
  • Regelmäßige Mahlzeiten helfen dabei, den Blutzuckerspiegel konstant zu halten, damit es nicht zu einer Unterzuckerung und damit zu Kreislaufproblemen kommt. Deshalb solltest du während der Schwangerschaft immer einen Schokoriegel oder Traubenzucker für den Notfall in deiner Tasche haben.
  • Nimm viel Mineral- und Ballaststoffe zu dir.
  • Ebenso ist es wichtig, viel Flüssigkeit zu dir zu nehmen. Empfohlen werden zwei bis drei Liter Wasser, Tee oder Saftschorlen am Tag.
  • Trage Stützstrümpfe, um dein Venen- und Lymphsystem zu entlasten.
  • Schwindel kann auch dann entstehen, wenn du dich zu wenig bewegst und viel Zeit in sauerstoffarmen Räumen verbringst. Deshalb ist sportliche Aktivität im Freien auch in der Schwangerschaft sehr wichtig, natürlich immer unter der Prämisse, dass du dich nicht übernimmst und genug Pausen machst.

Ursachen für Schwindel in den verschiedenen Trimestern

1. Trimester

Vor allem zu Beginn der Schwangerschaft kommt es besonders häufig zu Schwindelattacken am Morgen, die meist mit Übelkeit einhergehen. Auch Ohnmachtsanfälle sind keine Seltenheit, wenn in den ersten drei Monaten Kreislaufprobleme auftreten. Das hängt damit zusammen, dass dein Körper sich auf die neue Situation der Schwangerschaft zunächst einstellen und den Stoffwechsel wie auch die Durchblutung an diesen neuen Zustand anpassen muss. Die Folge können ein zu niedriger Blutzuckerspiegel und Blutdruck sein, durch die das Ohnmachtsgefühl ausgelöst wird. Kreislaufprobleme in der Schwangerschaft können auch dann auftreten, wenn du als werdende Mutter an Überhitzung leidest oder zu schnell aufstehst.

2. und 3. Trimester

Auch später können Kreislaufprobleme in der Schwangerschaft auftreten. Je weiter die Schwangerschaft fortschreitet, desto mehr drückt die erweiterte Gebärmutter auf die umliegenden Adern. Vor allem die untere Hohlvene kann dadurch eingeengt werden, was zur Folge hat, dass der Blutrückfluss zum Herzen erschwert wird. Wenn Schwindel im letzten Trimester der Schwangerschaft auftritt, können aber auch Bluthochdruck oder eine Blutanämie die Ursache sein. Deshalb ist es hier immer ratsam, vorsichtshalber einen Arzt aufzusuchen und ihm die Beschwerden mitzuteilen.

In der Frühschwangerschaft kann besonders häufig Schwindel auftreten.

Kann häufiger Schwindel die Schwangerschaft gefährden?

Kreislaufstörungen in der Schwangerschaft sind für die meisten Frauen lästig, stellen aber erstmal keinen Grund zur Sorge dar. Trotzdem fragen sich viele, ob der Schwindel die Schwangerschaft gefährden kann. Kommt es zu einem Schwindelanfall – und die Schwangerschaft ist prädestiniert dafür – solltest du Ruhe bewahren und dich in eine liegende Position begeben, damit das unangenehme Gefühl schnell vorübergehen kann. Für dein ungeborenes Kind besteht während der ganzen Zeit keine Gefahr. Was bei Schwindel in der Schwangerschaft jedoch gefährlich werden kann, ist die Sturzgefahr, die besteht, wenn schwangere Frauen sich nicht rechtzeitig hinlegen.

Achtung: Wenn die Schwindel- und Ohnmachtsanfälle länger anhalten und mit Sehstörungen, Herzklopfen oder Kopfschmerzen verbunden sind, solltest du einen Arzt aufsuchenDann könnte es sich nämlich um eine Blutanämie handeln.

Schwangerschaft hat auch seine guten Zeiten!

Schwindel, Übelkeit, geschwollene Füße und dann noch der wachsende Bauch! Auch wenn du das Gefühl hast, dass 9 Monate sich nach einer langen Zeit anhören, werden sie wie im Fluge vergehen. Denn während dieser Zeit wirst du wunderschöne Momente erleben, für welche du deinen Schwindel immer wieder durchleben würdest.

Schwindelanfälle in der Schwangerschaft sind kein schönes Gefühl und schränken dich zeitweise ein. Doch bereits nach dem ersten Trimester sollte der Schwindel eher selten auftreten und dich, wenn du Glück hast, während deiner restlichen Schwangerschaft verschonen. Kommt es bei dir zu Kreislaufproblemen, solltest du die genannten Tipps gegen den Schwindel beherzigen und kannst hoffentlich deine Schwangerschaft genießen.

Hypotonie gefährdet Mutter und Kind, denn es besteht ursächlich ein Zusammenhang zwischen erniedrigten Blutdruck, ungenügender Uterusdurchblutung sowie Entwicklungsstörungen des Ungeborenen und Komplikationen um die Entbindung herum. Außerdem kann das ungeborene Kind durch einen Kollaps oder Sturz in Folge von Schwindelanfällen der Mutter zu Schaden kommen. Handelsübliche Medikamente zur Kreislaufanregung sollten in der Schwangerschaft tabu sein. Diese steigern zwar den Blutdruck durch die Verengung der Gefäße, verringern aber dadurch die Blut- und Nährstoffversorgung des Kindes. Die Einnahme gefäßwirksamer Substanzen (wie Dihydroergotamin und Etilefrin) kann Entwicklungsstörungen des Kindes hervorrufen. Eine nicht ausreichende Kreislaufregulation in der Schwangerschaft entsteht, wenn das ungeborene Kind auf die Vena cava drückt und damit den Blutrückfluss zum mütterlichen Herzen vermindert. Dies ist zum Beispiel oft spürbar der Fall, wenn die werdende Mutter auf dem Rücken liegt.

Die regelmäßige Überwachung des Blutdrucks ist deshalb von Bedeutung für Mutter und Kind. Leidet eine Schwangere öfter unter Kopfschmerzen oder häufig unter starkem Durst, sollte umgehend der behandelnde Gynäkologe oder die Gynäkologin aufgesucht werden. Dies gilt ebenso, wenn die Beschwerden nach der Einnahme von Medikamenten auftreten.

Mehr Salz in die Suppe

Weshalb haben Schwangere oftmals einen wahren Heißhunger auf salzige Heringsfilets oder Gurken? Der Körper braucht jetzt besonders viel Salz, um den Blutdruck stabil zu halten. Am besten geeignet ist jodiertes Speisesalz, weil dadurch gleichzeitig die Schilddrüse des Ungeborenen gekräftigt wird. Eine mild gesalzene Fleischbrühe zum Frühstück ist zwar ungewöhnlich, kann aber Unannehmlichkeiten und Missempfindungen ausgleichen. Durch das erhöhte Salzangebot wird außerdem der Durst optimiert. Regelmäßiges Trinken vergrößert das Blutvolumen. Dies erweist sich als hilfreicher Effekt für die Durchblutung aller Organe während der Schwangerschaft. Experten gehen davon aus, dass die tägliche Aufnahme von 9 Gramm Salz am Tag bei niedrigem Blutdruck durchaus vertretbar ist (empfohlene Tagesmenge unter normalen Umständen 6 Gramm).

Niedriger Blutdruck in der Schwangerschaft

Arzt klärt Ursachen der Beschwerden ab

Klagen die Frauen in der Praxis von Constanze Richter über solche Beschwerden, hilft meist schon ein Gespräch. „Oft reicht es ihnen zu wissen, dass es sich nicht um eine ernsthafte Erkrankung, sondern um normale Schwangerschaftsbeschwerden handelt“, sagt Richter.

Trotzdem prüfen Gynäkologe und Hebamme, ob womöglich eine andere Ursache dahintersteckt. „Ein Eisenmangel und damit eine schlechte Sauerstoffversorgung verursachen fast die gleichen Symptome“, erklärt Albring. Ähnliches gilt für eine Schilddrüsenerkrankung. Manchmal fühlen die Frauen sich auch müde und schwindlig, weil sie zu unregelmäßig oder falsch essen.

Bewegung hilft am besten

Sind organische Ursachen ausgeschlossen, können schwangere Frauen selbst viel gegen ihre Beschwerden unternehmen. Das allerwichtigste ist Bewegung. Wer mit dickem Bauch müde und antriebslos auf die Couch sinkt, tut sich und dem Baby nichts Gutes. Trägheit verschlimmert die hormonelle Umstellung. „Eine Geburt ist körperliche Schwerstarbeit und der Körper kann sich darauf am besten mit Bewegung vorbereiten“, sagt Albring.

Es lohnt sich, gleich nach dem Aufwachen noch einige Minuten länger im Bett zu bleiben, die Beine anzuheben und zu bewegen. Das bringt den ersten Schwung. Schön ist für viele Schwangere ein entspannender abendlicher Spaziergang. Aber auch richtiger Sport bringt den Körper auf Touren. „Einmal in der Woche den Kreislauf positiv stressen“, rät Richter. Schwimmen, Yoga, ein kleines Federballspiel – alles ist erlaubt, solange der Bauch nicht durch Sprünge und Körperkontakt wie beispielsweise beim Basketball gestaucht wird. Wer Fahrrad fahren möchte, darf das so lange, wie es gut tut und der Bauch nicht im Weg ist.

Kaffee in Maßen ist erlaubt

Schwangere Frauen sollten regelmäßig essen und ausreichend trinken. 1,5 Liter brauchen sie auch an normalen Tagen. Natürlich darf auch Kaffee oder schwarzer Tee dabei sein. „Ein, zwei Tassen am Tag schaden nicht und helfen Frauen, die durch niedrigen Blutdruck Kopfschmerzen bekommen“, sagt Richter. Von Limonaden oder Softdrinks mit Koffein und Zucker raten die Experten ab!

Wessen Kreislauf mit regelmäßigem Essen, Trinken und Sport nicht auf Touren kommt, kann es mit einer kalten Dusche probieren. Auch Saunagänge sind für Schwangere erlaubt. Allerdings nur, wenn sie bereits vorher regelmäßig in die Sauna gingen und daran gewöhnt sind.

Niedriger Blutdruck meist nicht gefährlich

Aber auch wenn Müdigkeit und Schwindel gar nicht zu vertreiben sind, müssen Schwangere sich nicht um ihr Kind sorgen. „Früher hat man gedacht, ein niedriger Blutdruck könne dazu führen, dass das Baby nicht richtig versorgt wird. Aber das ist nicht der Fall“, versichert Albring. Wenn der Schwindel zu stark wird, hilft es, sich hinzusetzen und die Beine hochzulegen, um eine Ohnmacht zu vermeiden. Aber dazu kommt es laut Hebamme Constanze Richter meist nicht. „Ich habe noch nie erlebt, dass eine Frau wegen niedrigen Blutdrucks auf der Straße umgekippt ist“, sagt Richter.

Warum kann niedriger Blutdruck während einer Schwangerschaft gefährlich sein?

Während einer Schwangerschaft werden dem weiblichen Körper Höchstleistungen abverlangt. Der Hormonhaushalt ändert sich gravierend und mit ihm viele Körperfunktionen. Auch das Herz-Kreislaufsystem reagiert auf das sich entwickelnde neue Leben. Der Puls erhöht sich, während sich der Blutdruck normalerweise leicht absenkt. Durch die Produktion des Schwangerschaftshormons Progesteron weiten sich die Blutgefäße und der Blutdruck nimmt ab. Von einem niedrigen Blutdruck ist dann die Rede, wenn die Werte unter 100 zu 60 Millimeter Quecksilbersäule (mmHG) liegen. Problematisch wird ein niedriger Blutdruck dann, wenn der Körper die Druckverhältnisse im Gefäß-System nicht von selbst der Körperaktivität anpasst. Steigt beispielsweise beim Aufstehen der Blutdruck nicht an, können Schwindel und Unwohlsein die Folge sein.

Gang zum Arzt bringt Klarheit

Ob der niedrige Blutdruck schwangerschaftsbedingt und damit zunächst harmlos ist oder ob eine ernsthafte Erkrankung dahintersteckt, kann am besten ein Gynäkologe beurteilen. Eine schlechte Sauerstoffversorgung aufgrund von Eisenmangel ist ebenso eine mögliche Ursache wie eine Schilddrüsenerkrankung. Darüber hinaus können aber auch vergleichsweise einfach zu behebende Ursachen für die Hypotonie, wie der niedrige Blutdruck auch genannt wird, verantwortlich sein. Veränderte Essgewohnheiten können zu Nährstoffmangel und in der Folge zu Schwindel und Unwohlsein führen.

Lebenswandel ausschlaggebend für Wohlbefinden

Regelmäßiges und gesundes Essen während der Schwangerschaft ist ein Aspekt, der wichtig für das Wohlbefinden der werdenden Mutter ist. Die Aufnahme von ausreichend Flüssigkeit wirkt sich ebenfalls stabilisierend auf den Blutdruck aus. Die Flüssigkeit hält das Blutvolumen hoch und verhindert die Dehydrierung. Mineralwasser mit oder ohne Kohlensäure ist eine gute Wahl, wenn es um die Regulierung des Flüssigkeitshaushalts geht. Aber auch Tees und verdünnte Fruchtsäfte können bedenkenlos konsumiert werden. Weniger empfehlenswert sind Limonaden und Softdrinks. 2 bis 3 Liter Flüssigkeit täglich sind an Tagen mit normalen Witterungsbedingungen ein gutes Maß. In der Schwangerschaft muss aber auch nicht auf die belebende Wirkung des Kaffees verzichtet werden. Ein bis zwei Tassen täglich sind, je nach den Voraussetzungen, unbedenklich.

Aktiv bleiben fördert den Kreislauf

Wer auch während einer Schwangerschaft aktiv bleibt, sorgt nicht nur für einen stabilen Kreislauf, sondern bereitet den Körper gleichzeitig auf die Strapazen der Geburt vor. Morgendliche Gymnastik ist ebenso empfehlenswert wie Spaziergänge oder Radfahren. Auch Schwimmen und Yoga können einen positiven Effekt haben. Physikalische Anwendungen können viel zu einem stabilen Blutdruck beitragen. Trockenbürstenmassagen können ebenso zuträglich sein wie Wassertreten oder Kneipp-Kuren. Auch gegen den Gang in die Sauna spricht nichts, vorausgesetzt die werdende Mutter hat schon vor der Schwangerschaft regelmäßig sauniert. Grundsätzlich ist alles erlaubt, was den eigenen Körper nicht überanstrengt und dem Nachwuchs nicht schaden kann. Körperbetonte Sportarten wie Basketball oder Fußball sollten allerdings besser vermieden werden.

Ruhe zulassen

Wenn organische Ursachen für einen niedrigen Blutdruck als Ursache ausgeschlossen werden können, muss von Schwindel oder Müdigkeit keine Gefahr ausgehen. Wenn also des Öfteren das dringende Bedürfnis besteht, sich ein wenig auszuruhen, ist das während des körperlichen Ausnahmezustands Schwangerschaft in gewissen Grenzen normal. Oft sind mehrere kleine, über den Tag verteilte Pausen ein ausgezeichnetes Mittel, um den Rest des Tages gut zu überstehen und auch während der Schwangerschaft aktiv am Leben teilzunehmen. Bedenklich oder sogar gefährlich wird ein zu niedriger Blutdruck während der Schwangerschaft, wenn der Betroffenen schwarz vor Augen wird oder es schon zur Ohnmacht gekommen ist.

Warnsignale ernst nehmen

Während der Schwangerschaft ist das Wohl des werdenden Kindes untrennbar mit dem der Mutter verbunden. Aus diesem Grund sollte unbedingt ärztlicher Rat in Anspruch genommen werden, wenn es zu Ausfallerscheinungen wie Ohnmachtszuständen kommt. Durch einen Kollaps oder Sturz aufgrund einer Hypotonie können dem Ungeborenen irreparable Schäden zugefügt werden. Bestehen Zweifel bezüglich des eigenen Gesundheitszustands, kann ein Besuch beim Gynäkologen Klarheit bringen. Er wird die nötigen Untersuchungen durchführen oder veranlassen, damit es zu keinem Schaden für Mutter und Kind kommen kann.

Unterversorgung vermeiden

Bewegt sich der Blutdruck einer Schwangeren dauerhaft in einem zu niedrigen Bereich, kann die Versorgung des Fötus mit Sauerstoff und Nährstoffen in Gefahr geraten. Eine verzögerte oder sogar gestörte Entwicklung des ungeborenen Kindes kann die Folge sein. Ob eine medikamentöse Behandlung notwendig und sinnvoll ist, kann letzten Endes nur der Arzt entscheiden. Darüber, ob während der Schwangerschaft blutdrucksteigernde Medikamente verabreicht werden sollten, herrscht allerdings Uneinigkeit.

Medikamente bergen Gefahren

Übereinstimmung im Bezug auf blutdruckerhöhende Mittel während der Schwangerschaft herrscht dahingehend, dass nur in ausgeprägten Fällen die Gabe von Medikamenten erwogen werden sollte. Für die Gegner der medikamentösen Behandlung wiegt die Gefahr besonders schwer, dass durch die Verengung der Blutgefäße die Versorgung des Fötus nachteilig beeinflusst werden könnte. Die Befürworter sehen in Mitteln wie Etilefrin oder Norfenefrin die Möglichkeit, den Blutdruck ohne schädliche Nebenwirkungen für Mutter und Kind anzuheben.
Die medikamentöse Behandlung von zu niedrigem Blutdruck in der Schwangerschaft gehört so oder so in Expertenhände. Ein erfahrener Gynäkologe ist am besten in der Lage, in dieser Situation die richtige Entscheidung zu treffen. Bestehen weiter Zweifel, kann eine unabhängige Zweitmeinung Aufschluss bringen.

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