11 woche baby

11. Schwangerschaftswoche (SSW)

Die meisten Frauen haben in der 11. SSW die Beschwerden der Frühschwangerschaft – Müdigkeit, Übelkeit und Erbrechen – überwunden. Oft leiden sie in dieser Woche jedoch unter Kreislaufproblemen und einem erhöhtem Puls. Der Grund dafür liegt darin, dass der Körper jetzt beginnt, für die Versorgung des Babys und der Plazenta mehr Blut zu produzieren, bis zum Ende der Schwangerschaft wird sich das mütterliche Blutvolumen um rund 50 Prozent vergrößert haben.

Die Beschwerden klingen nach einer Übergangsphase in der Regel wieder ab – gut ist, wenn die Mutter sich bis dahin Zeit für regelmäßige Pausen nehmen kann. Starke oder länger anhaltende Kreislaufprobleme gehören in die Hand des Arztes. Als positiver Nebeneffekt verbessert sich die Durchblutung der Extremitäten, in den folgenden Monaten können sich schwangere Frauen in der Regel über angenehm warme Hände und Füße freuen.

Durch die vermehrte Blutproduktion wächst auch das Trinkbedürfnis. Ausreichendes Trinken – mindestens zwei bis drei Liter Flüssigkeit am Tag – ist nicht nur jetzt, sondern während der gesamten Schwangerschaft unverzichtbar. Daraus resultier allerdings auch ein vermehrter Harndrang, der die Frauen bis zum Ende der Schwangerschaft begleiten wird.

Durch die hormonelle Umstellung hervorgerufene Verstopfungen klingen in der 11. Schwangerschaftswoche langsam ab, durch das Wachstum der Gebärmutter können in den kommenden Wochen und Monaten jedoch trotzdem Verdauungsprobleme eine Rolle spielen. Viele Frauen stellen fest, dass ihre Haare und Nägel jetzt intensiver wachsen.

In der 11. SSW füllt der Uterus füllt das gesamte Becken der Frau aus und wächst in die Bauchhöhle hinein. Die Gewichtszunahme im ersten Trimester hält sich mit 1,5 bis zwei Kilogramm jedoch in Grenzen. „Für zwei essen“ muss die Mutter in dieser Phase der Schwangerschaft auf keinen Fall. Wichtig ist dagegen eine ausgewogene und vollwertige Ernährung, die Mutter und Kind mit allen wichtigen Nährstoffen, Vitaminen und Mineralien versorgt.

Untersuchungen, Termine, Wohlbefinden in der 11. SSW

Falls die erste große gynäkologische Untersuchung nicht bereits stattgefunden hat, wird es in der 11. Schwangerschaftswoche dafür höchste Zeit. Neben einem ausführlichen Gesundheitscheck der Mutter inklusive Blutbild und Urin-Test untersucht der Arzt das Baby mittels Ultraschall. Er ermittelt dabei die Größe des Fötus und überprüft Lage, Bewegungen und Herzaktivität des Babys.

Bei Vorliegen von besonderen Risiken oder auf Wunsch der Eltern können zusätzlich Maßnahmen der pränatalen Diagnostik zum Einsatz kommen, um schwere Fehlbildungen und/oder genetische Defekte auszuschließen. Falls eine medizinische Notwendigkeit dafür gegeben ist, werden auch diese Kosten von der Krankenkasse übernommen.

Ein Arzt- oder Hebammenbesuch steht ab der 11. SSW zunächst jeden Monat, ab der 32. Woche dann in kürzeren Intervallen an. Bereits jetzt sollten schwangere Frauen beginnen, sich Gedanken über ihre „Wunschgeburt“ zu machen und Kontakte zu Krankenhäusern, einem Geburtshaus oder einer Hausgeburthebamme herzustellen.

Geburtsvorbereitungskurse haben teilweise lange Wartefristen – eine frühzeitige Terminvereinbarung hilft, spätere Probleme zu vermeiden. Jetzt oder spätestens in der nächsten Woche ist auch der richtige Zeitpunkt, um den Arbeitgeber über die Schwangerschaft zu informieren.

Auch wenn die Schwangerschaft für „Außenstehende“ noch nicht deutlich sichtbar ist, haben sich der Körper und auch die Psyche der Mutter in der 11. SSW bereits stark auf das Baby eingestellt. Väter haben dabei oft das Gefühl, dass sie für ihre Partnerin derzeit keine große Rolle spielen. Auch der Partner sollte jedoch die Möglichkeit bekommen, sich emotional auf das Baby vorzubereiten.

Optimal ist, wenn werdende Eltern die Zeit der Schwangerschaft gemeinsam planen und genießen, der Vater vielleicht auch zu den Vorsorgeuntersuchungen mitgeht und dabei sein Kind erstmals „live“ erlebt – emotional werden das Paar und später auch das Baby von dieser Nähe auf alle Fälle profitieren.

Erwünscht und wichtig ist ansonsten alles, was das körperliche und seelische Wohlbefinden der Frau – und der werdenden Familie – fördert. Gute Haar- und Hautpflege sowie ein sanftes Sportprogramm sind wichtige Wellness-Faktoren kompensieren die körperlichen Veränderungen und Belastungen durch die Schwangerschaft, gleichzeitig beugen sie späteren Schwangerschaftsbeschwerden, Komplikationen oder auch Depressionen vor.

Schwangerschaftskalender

11. Schwangerschaftswoche (11. SSW)

Saure Gurken mit Honig, Nutella löffeln und danach den Rollmops verdrücken – hast du manchmal Heißhungerattacken? Damit bist du nicht alleine. Viele Schwangere sind jetzt oft hungrig und manchmal regelrecht gierig nach Lebensmitteln, die sie vor der Schwangerschaft noch nicht einmal mochten. Warum das so ist, wissen die Mediziner bis heute nicht. Es gibt zwar verschiedene Theorien dazu, etwa, dass die Hormone schuld am veränderten Essverhalten sind oder der Körper mit Heißhungerattacken auf einen Nährstoffmangel reagiert, aber beweisen ließ sich bisher keine dieser Vermutungen. Natürlich weißt du, dass du dich in der Schwangerschaft möglichst gesund und ausgewogen ernähren sollst. Was aber tun, wenn die Gier nach Pommes frites, Steak und einem Schokoladenpudding einfach zu groß ist? Am besten vorbeugen! Das geht zum Beispiel, indem du deinen Magen gar nicht erst leer werden lässt und lieber mehrere kleinere Mahlzeiten über den Tag verteilt zu dir nimmst. Denn bei Nahrungsmangel sackt der Blutzuckerspiegel ab und gibt dem Körper das Signal, sofort für süßen Nachschub zu sorgen. Höre bei solchen Schüben einfach auf dich und deinen Körper. Und wenn du dich gerade verstärkt nach Süßem sehnst, versuche doch, ab und zu mit einem gesunden Gemüseteller gegenzusteuern. Grundsätzlich gilt: lieber doppelt so gesund statt doppelt so viel essen. Dass Schwangere nämlich für zwei essen sollten, ist ein Ammenmärchen und längst überholt.

Lakritz lieber meiden
Apropos Süßes. Wusstest du schon, dass Schwangere lieber wenig bis kein Lakritz essen sollten? Der Saft der Süßwurzel enthält nämlich einen Wirkstoff (Glycyrrhizin), der Bluthochdruck fördern und dem Ungeborenen schaden kann. Ein Forscherteam aus Finnland fand heraus: Kinder von Müttern, die in der Schwangerschaft mehr als 500mg Glycyrrhizin pro Woche zu sich nahmen, hatten ein dreimal so hohes Risiko, an ADHS zu erkranken und schnitten bei einem IQ- und Gedächtnistest deutlich schlechter ab als Kinder, deren Mütter in der Schwangerschaft Lakritz mieden. Außerdem waren die 12jährigen Mädchen im Durchschnitt 8 kg schwerer und bei 60% hatte die Pubertät bereits eingesetzt. Musst du dich nun sorgen, weil du neulich ein paar Lakritzschnecken verdrückt hast? Nein, keine Sorge. Bei der Untersuchung haben Kinder, deren Mütter bis zu 250 mg Glycyrrhizin in der Woche zu sich nahmen, keine Symptome gezeigt. Umgerechnet wären das etwas mehr als 100 g normale deutsche Lakritze, also etwa eine halbe Tüte. Umgekehrt konnten die Forscher aber auch keinen Schwellenwert nennen, bis zu dem der Verzehr von Lakritz in Ordnung ist. Wer auf Nummer sicher gehen will, verzichtet lieber auf die Süßigkeit während der Schwangerschaft. Und am besten auch auf Tees und Tropfen mit Süßholz, die häufig noch mehr Glycyrrhizin enthalten.
Ist mein Kleines gesund?
Jetzt beginnt die Phase deiner Schwangerschaft, in der verschiedene Methoden der vorgeburtlichen Diagnostik möglich sind. Natürlich fragen sich alle Eltern, ob das Kleine im Bauch gesund ist. Vielleicht hast du auch schon einen Termin für einen Ultraschall, eine Blutabnahme und vielleicht auch die Messung der Nackenfalte des Babys. Scheue dich nicht, dich von deiner Frauenärztin umfassend beraten zu lassen. Du hast ein Recht darauf, die Argumente für oder gegen pränatale Untersuchungen dabei genau abzuwägen.
Eine Möglichkeit der vorgeburtlichen Diagnostik, die besonders bei Müttern angewendet wird, in deren Familie erbliche Stoffwechsel- und Muskelerkrankungen wie beispielsweise Mukoviszidose oder Muskeldystrophie vorkommen, ist die Chorionzottenbiopsie. Sie ist ab der 11. Schwangerschaftswoche möglich und gehört zu den invasiven Methoden der Pränataldiagnostik. Denn: Bei einer Chorionzottenbiopsie entnimmt der Arzt mit einer Hohlnadel Gewebe aus der Außenmembran der Fruchtblase. Dies geschieht entweder durch die Bauchdecke oder durch die Scheide der werdenden Mutter. Damit es dem Baby während des Eingriffs immer gut geht, kontrolliert der Arzt sein Vorgehen per Ultraschall. Anhand der gewonnenen Zellen wird im Labor der Chromosomensatz des Kindes untersucht. Durch eine DNA-Analyse kann außerdem gezielt nach einer vererbbaren Muskel- oder Stoffwechselerkrankung beim Ungeborenen gesucht werden. Die Ergebnisse der Chorionzottenbiopsie liegen normalerweise innerhalb weniger Tage vor.

Blutwerte in der Schwangerschaft
Um Komplikationen frühzeitig zu erkennen und entgegenzuwirken, nimmt der Arzt dir regelmäßig Blut ab und lässt es im Labor untersuchen. Im Mutterpass auf den Seiten 2 und 3 kannst du einen Teil der Blutuntersuchungen sehen, die im Rahmen der Schwangerenvorsorge vorgesehen sind. Dazu gehören:

  • die Bestimmung der Blutgruppe (A, B, AB oder Null) und des Rhesusfaktors (Rh positiv oder Rh negativ). Insbesondere dein Rhesusfaktor ist für die Gynäkologen von Bedeutung. In Kombination mit dem Rhesusfaktor des Vaters gibt er Auskunft darüber, ob eine Unverträglichkeit zwischen Mutter und Kind vorliegen könnte, die das Baby gefährdet.
  • der Antikörper-Suchtest. Dabei wird getestet, ob dein Blut Antikörper enthält, die zu einer Blutgruppenunverträglichkeit (Rhesusunverträglichkeit) führen können. Der Test wird zu Beginn deiner Schwangerschaft durchgeführt und zwischen der 24. und 27. Schwangerschaftswoche noch einmal wiederholt.
  • der Röteln-HAH-Test. Er zeigt, ob du immun gegen das Rötel-Virus bist. Weil eine Infektion mit Röteln schlimme Folgen für das ungeborene Baby haben kann, wird dieser Test so früh wie möglich durchgeführt.
  • der LSR-Test oder auch Lues-Such-Reaktion. Lues bezeichnet die Geschlechtskrankheit Syphilis, die bei Schwangeren zu Fehl- und Frühgeburten führen und ungeborene Babys erheblich schädigen kann.
  • der Nachweis von HBs(Hepatitis B)-Antigenen. Der Hepatitis B-Test wird erst gegen Ende der Schwangerschaft durchgeführt, um vor der Geburt möglichst aktuelle Informationen zu haben. Sollte dein Test positiv sein, wird dein Baby gleich nach der Geburt geimpft.

Darüber hinaus gibt es aber auch noch Blutuntersuchungen, die nur durchgeführt werden, wenn ein medizinischer Grund vorliegt, bzw. du es ausdrücklich wünschst. Dazu gehören zum Beispiel:

  • ein HIV-Test, dessen Ergebnis übrigens nicht im Mutterpass festgehalten wird. Lediglich, dass du ihn hast durchführen lassen, ist vermerkt.
  • ein Toxoplasmose-Test. Toxoplasmose ist eine Infektion mit Parasiten, die bei Schwangeren zu Fehlgeburten und Missbildungen beim Baby führen kann. Das Gute: Eine Erkrankung der Mutter kann während der Schwangerschaft mit Antibiotika behandelt werden.
  • Tests auf weitere Infektionskrankheiten wie Ringelröteln, Zytomegalie, Windpocken oder B-Streptokokken, die in der Schwangerschaft die Entwicklung des Babys gefährden können.

Eisenmangel in der Schwangerschaft
Ein großes Blutbild gehört zu den Routineuntersuchungen während der Schwangerschaft. Besonderes Augenmerk legen Ärzte dabei auf den Eisenwert. Dein Körper benötigt das Spurenelement für den Sauerstofftransport im Blut. In der Schwangerschaft muss dein Körper aber nicht nur dich, sondern auch dein Baby mit Eisen versorgen. Zunächst kann er dafür noch auf Reserven zurückgreifen. In der zweiten Schwangerschaftshälfte benötigst du aber deutlich mehr Eisen, schließlich steigt dein Blutvolumen um bis zu 40% an. Die häufige Folge: Eisenmangel, der zu Frühgeburt und einem niedrigen Geburtsgewicht des Babys führen kann. Damit es gar nicht erst so weit kommt, kontrolliert dein Arzt regelmäßig deinen Eisen-Wert.

Woran erkenne ich einen Eisenmangel und was kann ich dagegen tun?
Solange dein Körper sich noch an Reserven bedienen kann, bleibt Eisenmangel zunächst oft unbemerkt. Ist der Speicher im Körper aufgebraucht, können sich Symptome wie Kopfschmerzen, Müdigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten, Haarausfall und brüchige Finger- und Fußnägel zeigen. Was du tun kannst, um einem möglichen Eisenmangel entgegenzuwirken? Am besten, du isst viel mageres Fleisch, Hülsenfrüchte und Nüsse. Darin ist reichlich Eisen enthalten und dein Speicher wird ordentlich aufgefüllt. Reicht die Eisenzufuhr über die Nahrung nicht aus, wird dir dein Gynäkologe wahrscheinlich Eisenpräparate verschreiben. Das Unangenehme: Viele dieser Präparate verursachen Nebenwirkungen, wie dunkel gefärbten Stuhl, Übelkeit oder Magenbeschwerden. Das ist aber nicht weiter schlimm. Eisen als Nahrungsergänzungsmittel auch bitte immer nur in Absprache mit deinem Gynäkologen einnehmen, da es zu Wechselwirkungen mit anderen Mineralstoffpräparaten oder Schilddrüsenhormonen kommen kann.

11. Woche

Einerseits sehen Sie zwar in der 11. SSW noch nicht richtig schwanger aus, aber der Hosenbund geht andererseits vielleicht schon nicht mehr zu. Die Brüste sind deutlich gewachsen, und es kann sein, dass Sie schon einiges an Gewicht zugenommen haben.

Bis zum Ende des ersten Schwangerschaftsdrittels hat die durchschnittliche Schwangere zwischen 1 und 2 kg zugenommen, etwa 10 % der gesamten Gewichtszunahme in der Schwangerschaft. Den geringsten Anteil hat daran das Baby. Die wachsende Gebärmutter, der Mutterkuchen und das Fruchtwasser, aber auch die Vergrösserung der Brust tragen viel mehr dazu bei.

Machen Sie sich aber keine Sorgen, wenn Sie nicht dem statistischen Durchschnitt entsprechen: Jede Schwangerschaft ist anders, und Ihr Baby nimmt sich, was es braucht! Manche Schwangere nehmen in den ersten Monaten sogar ab, vor allem wenn die Übelkeit besonders stark ist oder wenn ihr Ausgangsgewicht schon etwas hoch war. Andere wiederum nehmen im ersten Drittel kräftig zu, dafür später nicht mehr so viel.

Ernähren Sie sich vernünftig, d.h. ballaststoff- und vitaminreich. Essen Sie zwischendurch mal einen Joghurt anstatt einen Schoggi-Riegel und trinken Sie viel – aber bitte nicht zuviel Kaffee oder stark gesüsste Limonade! Und wenn Sie berufstätig sind: Wir haben Tipps für eine gute Ernährung am Arbeitsplatz.

Sie kommen leicht ausser Atem – Ihr Herz muss jetzt wegen der vergrösserten Blutmenge viel mehr leisten. Manchmal klopft es bis zum Halse und rast wie verrückt. Gönnen Sie sich ab und zu eine Pause. Und verzichten Sie auf Höchstleistungen beim Sport! Es ist gut, wenn Sie Ihren Kreislauf ankurbeln, denn dann ist auch die Sauerstoffversorgung der Plazenta besser. Aber es hat keinen Zweck, wenn Ihnen dabei die Luft wegbleibt.

Mit der ersten Ultraschalluntersuchung konnte Ihr Frauenarzt, Ihre Frauenärztin das Schwangerschaftsalter feststellen. So haben Sie relativ genau (plus/minus drei Tage) das voraussichtliche Geburtsdatum Ihres Kindes erfahren. Trotzdem: Denken Sie lieber an einen grösseren Zeitraum von zwei bis drei Wochen um diesen Termin herum, das erspart Ihnen später unnötige Aufregung. Und ein guter Tipp: Wenn Sie von Verwandten und Freunden nach dem Geburtstermin gefragt werden, flunkern Sie und verlegen Sie den Termin einfach um zehn Tage nach hinten. Nichts nervt mehr als das lästige Nachfragen, ob denn immer noch nicht…

Ab Beginn der 12. Schwangerschaftswoche kann ein Ersttrimestertest durchgeführt werden, der Ihnen eine Risikoabschätzung bezüglich kindlicher Chromosomenstörungen (z.B. Down Syndrom) gibt. Lassen Sie sich von Ihrem Frauenarzt, Ihrer Frauenärztin darüber beraten und entscheiden Sie dann ganz unabhängig, ob Sie diese Blutuntersuchung in Anspruch nehmen wollen. Sie müssen sich darüber im Klaren sein, dass diese ungefährliche Untersuchung aus Ihrem Blut nur eine Wahrscheinlichkeitsrechnung, aber keine Diagnose ergibt. Der neue Nicht-Invasive PränatalTest (NIPT) gibt ein sehr zuverlässiges Ergebnis, wird von der Krankenkasse jedoch nur bei speziellem Risiko bezahlt.

Schwangerschafts-Newsletter

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…und so entwickelt sich Ihr Baby in der 11. Schwangerschaftswoche…

Ihre Schwangerschaft in Zahlen:

Häufige Fragen in dieser Woche:

Darf ich noch Erdbeeren in der Schwangerschaft essen? Oder fördere ich damit Allergien bei meinem Kind?

Ich spüre immer noch keine Veränderungen an meiner Brust. Stimmt etwas nicht?

Mein Blutdruck war immer schon niedrig. Aber seitdem ich schwanger bin, ist er wohl ganz in den Keller gerutscht. Was kann ich dagegen tun?

Zur 10. Woche

Zur 12. Woche

Letzte Aktualisierung : 11-02-18, BH

11. Schwangerschaftswoche (11. SSW)

Kindliche Größe und Entwicklung

Ihr Baby ist in der 11. Schwangerschaftswoche (10+0 bis 10+6 SSW) schon drei Zentimeter groß. Die kritische Entwicklungsphase Ihres Babys ist in der 11. SSW überstanden. Das bedeutet, dass die Gefahr einer Schädigung oder auch die Gefahr für angeborene Anomalien jetzt gesunken ist. Auch das Risiko einer Fehlgeburt ist inzwischen schon sehr gering.

Schwangerschaftskalender: Die faszinierende Reise durch 40. Schwangerschaftswochen

Gegen Ende der 11. Schwangerschaftswoche wird der Kopf Ihres Babys fast die Hälfte der Körperlänge einnehmen. Unter den Augenlidern entwickeln sich die Regenbogenhäute der Augen. Die lebensnotwendigen Organe (Gehirn, Leber, Nieren, Lunge und Darm) sind soweit ausgebildet, dass sie ihre Aufgaben übernehmen können. Diese Organe wachsen nun während der restlichen Schwangerschaft weiter.

Die Fruchtwassermenge beträgt in der 11. Schwangerschaftswoche 50-60 ml. Das ist genug, dass es sich ausreichend bewegen kann. Zu viel oder zu wenig Fruchtwasser kann Hinweise auf Störungen liefern. Außerdem gibt das Fruchtwasser selber Auskunft, da es kindliche Hautzellen und mehr beinhaltet. Aus diesem Grund kann eine Fruchtwasseruntersuchung (Amniozentese)durchgeführt werden, wenn es beispielsweise Hinweise auf eine Chromosomenstörungen gibt. Ob Sie eine solche Untersuchung wünschen, sollte gut überlegt sein, da sie auch das Risiko eines Blasensprungs, also einer Fehlgeburt birgt. Dieses Risiko ist besonders hoch, wenn sie vor der 14. Schwangerschaftswoche durchgeführt wird.

Zwillinge? Welches Geschlecht?

In der 11. Schwangerschaftswoche sollte bereits klar sein, ob Sie ein Baby oder Zwillinge kommen. Andere Mehrlinge sind sehr selten, wennglich auch Drillinge aufgrund zunehmender künstlicher Befruchtung auch häufiger werden. Das Geschlecht Ihres Kindes steht schon von Anfang an fest, bis Sie es erfahren werden, wird es aber noch eine Weile dauern. Der Vater legt übrigens das Geschlecht fest, da eine Eizelle ein X-Chromosom und ein Spermium ein X- oder ein Y-Chromosom enthält.

Geschlechtsbestimmung beim Baby: Wann kann der Arzt es erkennen?

Mamas Bauch und Gewichtszunahme in der 11. SSW

In der 11. Schwangerschaftswoche beträgt die Gewichtszunahme durchschnittlich ein bis drei Kilo. Das ist aber kein Muss, ebenso wenig wie die Anzeichen. machen Sie sich keinesfalls Sorgen, wenn Sie keine Anzeichen spüren!

Da der Blutdruck sich verändert, können Sie Schwindel oder Mattheit empfinden. Wenn Sie zu schnell aufstehen, kann es zum Beispiel zu einem plötzlichen Blutdruckabfall kommen, das führt zu Schwindelgefühlen und Ohnmacht. In der Regel ist das harmlos, sprechen Sie zur Sicherheit aber trotzdem mit Ihrem Arzt. Wichtig ist, dass Sie jetzt viel trinken, um Schwindel und Kopfschmerzen vorzubeugen. Wegen der erhöhten Blutmenge fühlen sich Ihre Hände und Füße vielleicht wärmer an als sonst. Also ein positiver Nebeneffekt für alle Frauen, die sonst schnell frieren.

Ab etwa dem dritten Monat der Schwangerschaft passt sich Ihr Körper allmählich an die Veränderungen der Schwangerschaft an. Die anfängliche Übelkeit und Müdigkeit lassen nach und die meisten Schwangeren fühlen sich in dieser Zeit wohl, gesund und voller Energie. Auch die körperlichen Veränderungen werden überwiegend positiv aufgenommen. Denn Bauch und Brüste haben noch nicht so sehr an Umfang zugenommen, dass dies als störend empfunden würde. Genießen Sie diese Zeit!

Bewegung in der 11. Schwangerschaftswoche (11. SSW)

Zwar kommen Sie gerade viel leichter aus der Puste als sonst, weil Ihr Herz mehr Blut durch den Körper pumpen muss, aber Sie sollten auf Bewegung jetzt nicht verzichten. Eine halbe Stunde am Tag spazieren zu gehen, wirkt wahre Wunder. Die frische Luft wird Ihnen gut tun und hält auch Ihren Kreislauf auf Trab. Informieren Sie sich auch über spezielle Sportangebote für Schwangere. Haben Sie zum Beispiel Lust auf Yoga oder Pilates? Hier gibt es besondere Programme für alle, die zukünftig eine kleine Kugel mit sich tragen werden.

Sport in der Schwangerschaft? Yoga ist jetzt die perfekte Wahl © iStock.com/telnyawka

Hilfe – Schwangerschaftsstreifen am Bauch!

Apropos Kugel, natürlich wird Ihr Bauch in den nächsten Wochen weiter wachsen. Viele Frauen packt die Angst vor Schwangerschaftsstreifen. Dabei handelt es sich um sichtbare, bläulich schimmernde Risse in der Unterhaut an Brust, Bauch, Hüfte und Gesäß. Sie treten bei 70 bis 90 Prozent aller Frauen während der Schwangerschaft auf. Schwangerschaftsstreifen entstehen, wenn Hautfasern durch die schnelle Dehnung aufreißen oder wenn Fasern durch die Hormonumstellung gespalten werden. Ursachen für die Hautrisse können sein:

  • eine körperliche Veranlagung für schwaches Bindegewebe,
  • eine Mehrlingsschwangerschaft, bei der die Haut besonders stark gedehnt wird,
  • bestehendes Übergewicht und eine übermäßige Gewichtszunahme während der Schwangerschaft und
  • wenig sportliche Aktivität.

Außerdem sind Frauen, die bereits ein Kind geboren haben, eher von Schwangerschaftsstreifen betroffen als Frauen, die mit ihrem ersten Kind schwanger sind. Schwangerschaftsstreifen lassen sich nicht mit Medikamenten behandeln. Sind die farbigen Hautrisse erst einmal da, können sie nicht wieder entfernt werden, nur noch verblassen. Damit die Risse im Bindegewebe gar nicht erst entstehen, sollten Sie schon jetzt vorbeugend aktiv werden und fleißig cremen.

11. SSW (11. Schwangerschaftswoche/3. Monat): Tipps & Überblick

  • Ihr Baby ist 3 cm (SSL) groß – wie eine kleine Pflaume!
  • Sprechen Sie mit Ihrem Frauenarzt, wenn Sie unsicher sind, welche Untersuchungen im weiteren Schwangerschaftsverlauf durchgeführt werden sollen
  • Fangen Sie jetzt bereits an, Ihren Babybauch einzucremen! (Siehe Pflege des Babybauchs )

  • Versuchen Sie, täglich eine Runde an der frischen Luft zu drehen.

  • Schauen Sie sich langsam schon mal nach Umstandskleidung um. Auch wenn Sie sie jetzt noch nicht benötigen, wird es bald soweit sein.

Wann ist es so weit? Jetzt schnell & bequem mit dem 9monate-Geburtsterminrechner herausfinden!

Videos zur 11. Schwangerschaftswoche (11. SSW)

Schwangerschaftsupdate 11.SSW | ÜBELKEIT DES TODES | GELÜSTE

Ultraschall 11.Woche

Snowfall83

Übersicht aller Wochen im Schwangerschaftskalender

Die 11. Schwangerschaftswoche (11. SSW)

In der 11. Schwangerschaftswoche kommst du immer näher an das Ende des 1. Trimesters und du hast somit die kritische Phase deiner Schwangerschaft so gut wie überstanden, weil dann unter anderem das Risiko einer spontanen Fehlgeburt sinkt.

  • Die 10 wichtigsten Helferchen
  • Veränderungen des Körpers ab der 11. SSW
  • Entwicklungen des Babys ab der 11. SSW
  • Kernthema: Symptome während der 11. SSW und im 1. Trimester sowie Tipps zur Linderung
  • Übelkeit während der 11. SSW
  • Sodbrennen während der 11. SSW
  • Schmerzende und größer werdende Brüste ab der 11. SSW
  • Müdigkeit während der 11. SSW
  • Verstopfung während der 11. SSW
  • Schwindel und Gefühlschaos während der 11. SSW
  • Erhöhter vaginaler Ausfluss ab der 11. SSW
  • Abdominaler Schmerz ab der 11. SSW

Vor etwas mehr als einer Woche wurde die Embryonalphase deines ungeborenen Babys abgeschlossen und alle lebensnotwendigen Organe sind bereits angelegt.

Generell bist du dazu verpflichtet, deinem Arbeitgeber möglichst bald die Schwangerschaft mitzueilen. Zudem greift nun das Mutterschutzgesetz. Dies regelt den Umfang der Arbeit wie auch bestimmte Beschäftigungsverbote. So dürfen Schwangere beispielsweise höchstens 8,5 Stunden am Tag arbeiten, dürfen nicht schwer heben oder länger als 4 Stunden am Stück stehend arbeiten. Ebenfalls sind schwangere Frauen vor einer Kündigung geschützt – und das sogar in der Probezeit.

Die 10 wichtigsten Helferchen für eine unbeschwerte Schwangerschaft

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Veränderungen des Körpers ab der 11. SSW

Du kannst dir vielleicht nur schwer vorstellen, dass dein Baby bereits seit über zwei Monaten in deinem Bauch wächst und gedeiht, da bei den meisten Müttern, die zum ersten Mal schwanger sind, der Baby-Bauch erst ab der 11. Woche richtig zu wachsen beginnt. Auch wenn noch kein Bauch merklich zu sehen ist, kannst du eine minimale Gewichtszunahme von normalerweise bis zu 2,0 kg bemerken.

Die Bindung zu deinem kleinen Schatz in deinem Bauch wächst und du beginnst ihn von Minute zu Minute mehr zu lieben. Durch die voranschreitende Schwangerschaft verändert sich dein Körper zunehmend. Wenn du eine strahlendere Haut, vollere Haare und stärkere Nägel bekommst, dann kannst du dich zu den Glücklichen zählen. Leider ist auch das Gegenteil möglich, was dir keine Sorgen bereiten sollte. Schließlich ist jede Schwangerschaft so individuell wie die schwangere Frau selbst, so dass es teilweise Unterschiede in der Entwicklung des Bauches oder in der Ausprägung von Symptomen wie Übelkeit oder Ziehen im Unterleib gibt.

Entwicklungen des Babys ab der 11. SSW

Dein ungeborenes Baby hat jetzt etwa die Größe einer Feige und gewinnt immer deutlichere menschliche Züge. Bei einer Größe von insgesamt ca. 3,0 cm vom Scheitel bis zum Steiß und einem Gewicht von ca. 15 g ist der größte Teil deines Kindes zwar immer noch sein Kopf, aber Beine und Arme beginnen sich immer weiter zu entwickeln und werden bald proportional zum restlichen Körper passen.

Das kleine Lebewesen in deinem Bauch kommt ab der 11. SSW in eine starke Wachstumsphase, in der sich seine Körperlänge fast verdoppeln wird. Vor allem in den nächsten drei Wochen wird es sich rasant entwickeln und immer mehr zu einer Miniaturausgabe eines ausgewachsenen Babys werden. Diese Entwicklung erkennst du auf den Bildern des Ultraschalls. Dort siehst du, dass die Finger und Zehen bereits vollständig voneinander getrennt sind und kleine Nägelchen zu wachsen beginnen.

Die Ohren wandern langsam an ihre richtige Position und die ersten Milchzähne sind unter dem Zahnfleisch zu erkennen. Das bisher aus Knorpeln bestehende Skelett des Fötus beginnt in der 11. SSW zu verknöchern und der Brustkorb schließt sich. Auch die bisher sehr transparente Haut beginnt dicker zu werden und kleine Härchen bedecken die neu entstandenen Hautschichten mit einem feinen Flaum.

Die Äuglein sind nun durch die voll entwickelten Augenlider vollkommen geschlossen und die Geschlechtsorgane beginnen zu wachsen. Eine eindeutige Bestimmung, welches Geschlecht es wird, ist allerdings erst in einigen Wochen bei einem Ultraschall möglich. Also hab’ noch ein paar Wochen Geduld oder lass’ dich und deinen Partner erst bei der Geburt überraschen. Du kannst es zwar noch nicht spüren, aber dein Kind ist bereits sehr aktiv und kann zum Beispiel seine Hände zu Fäusten ballen oder sogar schlucken.

Aber erst ab der 16. SSW wirst du die sanften Tritte und Bewegungen deutlich wahrnehmen können. Falls du Zwillinge erwartest, so erlebst du diese Entwicklungen und Geschehnisse der ungeborenen Babys gleich doppelt.

Symptome während der 11. SSW und im 1. Trimester sowie Tipps zur Linderung

Die Schwangerschaft ist eine spannende und unglaublich aufregende Zeit für dich, aber manche Symptome können auch anstrengend und unangenehm sein. Verschiedene Anzeichen sind typisch für eine Schwangerschaft, aber natürlich sind diese nicht bei jeder Frau gleich. Du wirst vermutlich mehrere dieser Anzeichen bei dir bemerken, wenn du schwanger bist.

Falls bei dir aber eines oder mehrere Symptome sehr stark ausgeprägt sind oder es dir über einen längeren Zeitraum als 24 Stunden schwerfällt, Essen oder Trinken bei dir zu behalten, suche unbedingt einen Arzt auf, um mögliche Gefahren für dich und das Baby auszuschließen.

Eine komplett beschwerdefreie Schwangerschaft ist zwar selten, aber falls du zu den glücklichen Schwangeren gehörst, hast du wahrlich Grund zur Freude. Gehörst du nicht zu den Glücklichen, musst du vor allem im ersten Trimester mit verschiedenen Schwangerschaftsbeschwerden rechnen, die sich im Laufe der Zeit aber deutlich bessern werden. Wir möchten dir hier nun ein paar Tipps geben, wie du vielleicht die ein oder anderen Beschwerden besser überstehen kannst.

Übelkeit während der 11. SSW

Bestimmt hast du dich schon gefragt, wie das wohl mit der viel thematisierten Übelkeit während der Schwangerschaft ist. Hier erst einmal ein paar Fakten, die dich beruhigen, wenn du zu einer der Frauen zählst, die immer wieder mal mit Bauchschmerzen und Brechreiz zu kämpfen haben.

Studien zufolge leiden 80-85% der Frauen unter Übelkeit während der Schwangerschaft, 52% müssen sich in den ersten drei Monaten sogar übergeben. Morgenübelkeit ist ein sehr häufiges Symptom, das dich zum Glück meistens nur im ersten Trimester begleiten wird.

Der Grund der Morgenübelkeit ist noch nicht vollends bekannt, aber man weiß, dass der steigende Hormonspiegel des Hormons Humane Choriongonadotropin (kurz: hCG) eine entscheidende Rolle spielt. Während des ersten Trimesters achtest du am besten darauf, kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt zu essen.

Knabbereien, die du gut verträgst, kannst du zum Beispiel auch neben dein Bett stellen und immer wieder mal davon naschen, wenn dir danach ist. Scharfe und fettige Gerichte vermeidest du am besten, da diese nur schwer zu verdauen sind und dir möglicherweise Beschwerden bereiten könnten. Nach dem Essen solltest du dich nicht sofort hinlegen, besser ist ein kleiner Spaziergang, gerne auch durch die eigene Wohnung. Dadurch wird deine Verdauung angeregt und du bekommst nicht so schnell Bauchschmerzen.

Du riechst auf einmal intensiver und manchmal nimmst du Gerüche wahr, die du zuvor noch nie bemerkt hast?

Das ist vollkommen normal und hängt ebenfalls mit deinem verändertem Hormonhaushalt zusammen. Wenn du einige der neuen Gerüche nicht gut verträgst, dann versuch diese zu vermeiden, da dir sonst vielleicht übel wird. Musst du dich doch mal übergeben, ist es wichtig viel Wasser zu trinken, um deinem Körper die entzogene Flüssigkeit zurückzugeben.

Frag’ deinen Arzt, ob du Ingwer-Kapseln nehmen oder Ingwer-Tee trinken darfst, da dies ein bewährtes Hausmittel gegen Magenbeschwerden ist und dir möglicherweise auch während der Schwangerschaft helfen kann. Wenn dein Arzt dir das empfiehlt, kannst du zusätzlich Vitamin B6 als Ergänzungsmittel eingenehmen, um das Unwohlsein so gering wie möglich zu halten.

Sollte nichts von den genannten Möglichkeiten helfen, sind Akupressurbänder eine gute Alternative, um Morgenübelkeit zu lindern. Viele Frauen berichten zudem, dass ab der 6. Schwangerschaftswoche Übelkeit auftritt, wenn beispielsweise Obstkuchen oder andere säurehaltige Speisen oder Getränke aufgenommen werden. Wenn dies bei dir auch der Fall sein sollte, dann vermeide am besten säurehaltige Nahrungsmittel und Getränke.

Sodbrennen während der 11. SSW

Auch wenn du endlich keine Übelkeit mehr verspürst, kann dir häufiges Sodbrennen Beschwerden bereiten. In einer Studie haben Forscher herausgefunden, dass ca. 95% der Frauen unter Sodbrennen während der Schwangerschaft leiden, was aber weder schädlich für dich, noch für dein Baby ist. Es ist allerdings sehr unangenehm für dich und kann zu Einschränkungen im Alltag führen.

Deshalb solltest du vor allem kleinere und mehrere Mahlzeiten zu dir nehmen und es vermeiden, dich gleich nach dem Essen hinzulegen, da dadurch die Verdauung verlangsamt wird und Sodbrennen schneller entstehen kann. Mit diesem richtigen Umgang nach dem Essen kannst du lästigem Sodbrennen effektiv entgegenzuwirken.

Zudem berichten einige Leidtragende, dass der Verzehr einiger frischer Mandeln mit Schale nach den Mahlzeiten dazu beitragen kann, Sodbrennen in der Schwangerschaft zu vermeiden bzw. zu lindern, da Mandeln die Säure neutralisieren können. Auch kann Fenchel-Kümmel-Anis-Tee bei lästigem Aufstoßen und Sodbrennen helfen.

Schmerzende und größer werdende Brüste ab der 11. SSW

Einige Frauen freuen sich über Veränderungen (Hallo C-Cup!), andere finden es weniger toll, wenn die Brüste nicht mehr in die alten BHs passen. Für diese Veränderung kannst du dich ebenfalls bei deinen Hormonen bedanken.

Dein Körper bildet zusätzliche Milchdrüsen und Fettschichten, um dein Baby nach der Geburt ausreichend ernähren zu können. Durch das schnelle Wachstum werden deine Brüste möglicherweise auch schmerzen und an einigen Stellen wund sein, wodurch das Tragen eines BHs oft unangenehm wird.

Besorge dir am besten bequeme BHs und lass dich hierzu ausführlich in Dessous-Geschäften oder Geschäften für Umstandsmode beraten. In der Nacht helfen dir oft leichte Baumwoll-BHs, die die extreme Berührungsempfindlichkeit der Brüste lindern und einen möglichen, späteren Hängebusen vorbeugen.

Auch wenn du dich momentan etwas unwohl mit deinem Busen fühlst, denke daran, dass auch dieses Symptom nur vorübergehend ist. Nach dem ersten Trimester werden sich diese Beschwerden auch wieder legen und du wirst dich wieder besser und wohler in deinem Körper fühlen, da du weniger körperliche Schmerzen verspürst.

Müdigkeit während der 11. SSW

Eine typische Begleiterscheinung der Schwangerschaft, die vor allem im ersten Trimester auftaucht, ist die anhaltende Müdigkeit. Die Schwangerschaft ist eine enorme Belastung für den weiblichen Körper, aus diesem Grund wirst du dich häufig schlapp und ausgelaugt fühlen.

Im ersten Drittel deiner Schwangerschaft bildet sich zum Beispiel der Mutterkuchen, die sogenannte Plazenta, die dein Baby mit wichtigen Nährstoffen versorgt, was zusätzlich deinen Stoffwechsel und Hormonspiegel verändert. All diese Entwicklungen führen zu einem Müdigkeitsgefühl, das dich und andere schwangere Gleichgesinnte in regelmäßigen Abständen überkommt.

Gegen Müdigkeit helfen selbstverständlich kleine Schläfchen und frühes Schlafengehen. Es wäre für dein Wohlbefinden sehr gut, wenn du versuchst, auf Kaffee oder andere koffeinhaltige Getränke zu verzichten und diese Getränke stattdessen durch Fruchtsäfte für den nötigen Energiekick ersetzt. Damit du auch mal relaxen kannst, ist es hilfreich, einige deiner Aufgaben an deine Liebsten abzugeben, damit du Zeit für dich und dein ungeborenes Baby schaffen kannst.

Gerne könnt ihr euch auch mit den mydays Geschenkeboxen einen Entspannungstag in einem Wellnesshotel gönnen. Danach hast du bestimmt wieder genügend Kraft und Mut für die nächsten Wochen deiner Schwangerschaft getankt.

Verstopfung während der 11. SSW

Verstopfung ist ein leidiges Symptom der ersten Schwangerschaftswochen, unter dem fast die Hälfte aller schwangeren Frauen leiden. Hervorgerufen wird dieses Symptom vor allem bei voranschreitender Schwangerschaft durch den wachsenden Uterus, der auf den Darmausgang drückt und ihn somit teilweise verschließt.

Zusätzlich führen Schwangerschaftshormone, die dein Körper während der Schwangerschaft produziert, dazu, dass die Nahrung langsamer durch den Verdauungstrakt transportiert wird. Da während der Schwangerschaft vermehrt Wasser im Gewebe gespeichert wird, wird dem Nahrungsbrei Flüssigkeit entzogen und dieser ist nur noch schwer auszuscheiden.

Um Beschwerden wie Verstopfung möglichst gering zu halten, ist es wichtig, dass du auf eine ausgewogene Ernährung achtest. Deinen Ballaststoffverbrauch kannst du durch den Verzehr von Obst, Gemüse, Vollkornbrot, Getreide, Nüssen und Kleie steigern. Neben der richtigen Ernährung solltest du dich ausreichend bewegen. Abführmittel ohne vorherige Absprache mit deinem Arzt solltest du nicht einnehmen, da diese dir und deinem Baby schaden können.

Schwindel und Gefühlschaos während der 11. SSW

In deinem Körper passieren sehr viele Veränderungen und Umstellungen. Das kann sich auch negativ auf den Kreislauf auswirken. Leichte Schwindelanfälle in der Schwangerschaft sind ganz normal. Genug zu trinken und viele frische Luft hält deinen Kreislauf in Schwung. Dies wird auch gegen die häufige Müdigkeit in der Schwangerschaft helfen. Vermeide es, ruckartig aufzustehen, Mahlzeiten auszulassen und zu lange zu stehen, um Schwindel vorzubeugen.

Die hormonellen Veränderungen während deiner Schwangerschaft führen oft zu veränderten Reaktionen oder Gefühlsausbrüchen, die aber auch in der 11. SSW ganz normal sind. Harmlose Situationen, die dir früher keine Kopfschmerzen bereitet haben, sorgen nun dafür, dass du übertrieben reagierst oder auch mal weinen musst, obwohl es eigentlich gar nicht sein müsste.

Die Gefühlsschwankungen in der 11. SSW und danach betreffen so gut wie jede Schwangere und sind daher nichts Ungewöhnliches. Bereite deine Liebsten darauf vor, dass du vermutlich öfter einmal etwas “seltsam” reagieren wirst, so dass sie es verstehen können und dich unterstützen, deine Emotionalität in den Griff zu bekommen.

Erhöhter vaginaler Ausfluss ab der 11. SSW

Der erhöhte Östrogenspiegel während deiner Schwangerschaft führt automatisch zu einem vermehrten vaginalen Ausfluss. Dieser sollte milchig und dünn mit mildem Geruch sein. Eine Slip-Einlage kann dir hier helfen, Tampons solltest du aber am besten vermeiden. Auch wenn dieser Ausfluss vor, während und nach der 11. SSW völlig normal ist, solltest du auf bestimmte Anzeichen achten, da der Ausfluss manchmal auch auf eine Infektion hinweisen kann.

Wenn dein Ausfluss einen übelriechenden Geruch, eine grünliche oder gelbliche Farbe hat, mit Blut gemischt ist und du möglicherweise Schmerzen beim Wasserlassen hast, solltest du auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen und das Ganze überprüfen lassen.

Abdominaler Schmerz ab der 11. SSW

Ab der 11. SSW sind die Bänder, die deinen Uterus umrunden, sehr gedehnt, aus diesem Grund ist es häufig der Fall, dass du vermutlich abdominale Schmerzen hast. Der Schmerz kann schneidend oder dumpf sein, ist aber in der Regel völlig normal. Sollten deine Bauch- und Unterleibsschmerzen aber zusammen mit einer vaginalen Blutung, Fieber, Schüttelfrost oder schmerzendem Wasserlassen auftreten, solltest du unbedingt einen Arzt kontaktieren.

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Die Woche davor: 10. SSW

Die Woche danach: 12. SSW

Schwangerschaftswoche 11

Babys Entwicklung

In der 11. Schwangerschaftswoche beginnt die Fetalperiode: Ihr Kleines wird nun nicht mehr als Embryo, sondern als Fetus bezeichnet. Denn nun sind alle seine Organe angelegt. Sie müssen aber noch an Größe zunehmen und zu ihrer vollen Funktionsfähigkeit gelangen. Der Körper Ihres Babys wächst ab jetzt schneller als sein Kopf, der Hals ist deutlich erkennbar.

Betrachtet man das Ungeborene von vorne, ist sein Gesicht breit, die Ohren setzen tief am Kopf an. Seine Augen wandern nach und nach langsam zusammen, die Lider sind noch verklebt. Die Arme werden länger und sind an den Ellenbogen typischerweise abgewinkelt. Noch hat der Fetus viel Platz in der Gebärmutter.

Wenn Sie das Risiko für bestimmte Chromosomenanomalien bei Ihrem Baby abschätzen lassen möchten, können Sie für die Zeit zwischen Woche zwölf und 14 einen Termin für das sogenannte Ersttrimesterscreening machen: Bei einer Ultraschalluntersuchung misst der Arzt die Größe der Nackentransparenz, einer vorübergehenden Flüssigkeitsansammlung unter der Nackenhaut des Ungeborenen. Zusätzlich bestimmt er zwei Hormonwerte im Blut der Mutter. Aus diesen Faktoren kann er das Risiko für verschiedene Chromosomenanomalien abschätzen. „Falls größere Fehlbildungen vorliegen, zum Beispiel an Skelett, Gehirn oder Herz, kann der Arzt diese im Ultraschall eventuell auch schon erkennen“, sagt Dr. Mirja Pagenkemper, die am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf zur vorgeburtlichen Prägung forscht.

Ob sie das Ersttrimesterscreening durchführen lassen will, muss jede Schwangere selbst entscheiden – und meist muss sie es auch selbst bezahlen. Sie sollte genau abwägen. Denn das Ergebnis ist keine Diagnose, sondern eine Risikoberechnung in Prozent. Ist das Risiko einer Chromosomenanomalie erhöht, stehen weitere Entscheidungen an – und gegebenenfalls weitere Untersuchungen, etwa eine Chorionzottenbiopsie.

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